Verschiedene Interpreten – Sonne, Süden, Amore – Stars & Hits aus Italien (Folge 1) (2007)

FrontCover1Okay, die Jahreszeit ist nicht passend, aber vielleicht vermittelt dieser wunderbare Sampler dann doch ein paar warme Gefühle.

Und die famose Schallplattenbar beim Sender WDR 4 hatte bei diesem Sampler entscheidenden gestalterischen und künstlerischen Anteil und schon wieder habe ich einen Grund, die öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Sender in Deutschland zu preisen.

Auf der CD sind italienische Hits in deutscher Fassung und italienische Stars mit deutschen Aufnahmen zu hören. Damit dokumentiert dieser Tonträger einen interessanten Aspekt der deutschen Schlagergeschichte: Seit den 50er Jahren sind Melodien, vor allem vom italienischen San Remo Festival über den Brenner nach Deutschland gekommen. Und wurden hier durch Peter Alexander, Caterina Valente oder Fred Bertelmann zu Evergreens. Auch damals schon, verstärkt aber ab den 60er Jahren haben es italienische Sängerinnen und Sänger versucht, bei uns Hits zu landen. Und diese Versuche waren nicht vergeblich! Man denke an Mina, Rita Pavone oder an Bobby Solo.

SingelHüllen1

Alle genannten Interpreten können Sie auf dieser CD hören. Eine vergleichbare Zusammenstellung mit deutschen Coverversionen italienischer Hits und italienischen Stars mit deutschen Aufnahmen hat es bisher nicht gegeben. Diese CD ist prall gefüllt mit 25 (!) Originalaufnahmen aus den Jahren 1955 bis 1980. Die großen Hits sind zu finden, aber auch Raritäten, von denen viele noch nie auf CD zu hören waren. Dazu zählen auch einige Aufnahmen, die in den 60er Jahren auf „Italia“-Schallplatten veröffentlicht wurden. So feierte „Italia“-Schallplatten 1964 den Sieg von Gigliola Cinquetti in San Remo und ein paar Wochen später sogar den Sieg beim Grand Prix. „Non ho l`età (per amarti)“ hieß der zweifache Siegertitel, den Gigliola Cinquetti auch in deutscher Sprache aufnahm. Interessanterweise hat auch die deutsche Fassung, die auf dieser CD wiederveröffentlicht wurde, eine italienische Titelzeile bekommen: „Luna nel blu“…

SingelHüllen2
Ganz schmerzlich habe ich bei dieser Edition den Peppino di Capri (was für ein Name !) vermisst, und deshalb werde ich ihm demnächst einen eigenen kleinen Beitrag widmen. Ansonsten erfreue ich mich an diesem Liebhaber-Projekt ganz enorm.

SingelHüllen3

Titel:
01. Peter Alexander:  Bambina (Nel Blu Dipinto Di Blu) (Modugno/Migliacci/Feltz) 2.24
02. Vico Torriani: Azzurro (Feltz/Conte/Pallavicini) 2.55
03. Siw Malmkvist & Umberto Marcato:  Sole Sole Sole (Casadei/Blecher/ Zanin) 3.00
04. Betty Curtis: Sì Sì Sì, No No No (Meyer/Hertha) 2.18
05. Lino Moreno: Dieser Tag wird schön (Piccola E Fragile) (Albertelli/Riccardi/Lego) 4.39
06. Anita Traversi: Meine Welt bist du (Il Mio Mondo) (v.Bindi/Helmer)  3.11
07. Paul Kuhn: Quando Quando Quando (Renis/Bradtke) 2.45
08. Raffaella Carrà: Liebelei (A Far L’Amore Comincia Tu) (Pace/Bracardi) 2.44
09. Elisa Gabbai: Vorbei sind die Tränen (In Un Fiore) (Bradtke/Mogol/Donida) 2.15
10. Gigliola Cinquetti: Luna Nel Blu (Non Ho L’Età) (Nisa/Panzeri/Hertha) 2.58
11. Adriano Celentano:  Es bleibt die Zeit für keinen steh’n (Il Tempo Se Ne Va) (Cutugno/Minellono/Mori) 3.06
12. Patty Pravo: Das Paradies auf dieser Welt (Il Paradiso) (Mogol/Battasti/Fishman/Jay) 2.40
13. Uwe Spier: So prima wie die Vera (Sei Diventata Nera) (Lilibert/Cassano/Minerbi) 2.10
14. Tonia: Karussell (Gli Occhi Miei) (Donida/Bradke/Mogol) 2.45
15. Michele: Grosse Liebe kaputt! (Finito) ((Munro/Fussola) 2.24
16. Bobby Solo: Ich sehe dich weinen (Se Piangi, Se Ridi) (Satti/Marchetti/Mogol/Bradtke) 2.54
17. Ornella Vanoni: Schade-schade (Poco Sole) 2.16
18. Peter Beil: Alle meine Träume (Io Che Non Vivo ) (Buschor/Pallavicini/Donaggio) 2.34
19. Fred Bertelmann: Arrivederci Roma (Rascel/Woezel/Glando) 2.38
20. Wilma Goich: Dream Love (Mayer/Hertha) 2.51
21. Rita Pavone: Ich frage meinen Papa (Viva La Pappa Col Pomodoro) (Wertmüller/Rota) 2.01
22. Mina: Wenn du an Wunder glaubst (Il Cielo In Una Stanza) (Paoli/Bradtke) 2.57
23. John Foster:  Amore, bleib bei mir (Amore Scusami) ( Mescoli/Pallavivini) 2.55
24. Carmela Corren: Verzeih mir (Perdono) (Saffici/Mogol/Aarthaler) 2.51
25. Caterina Valente: Vieni Vieni (Alla Fine Della Strada) (Pilat/Pace/Panzeri/Arnie) 3.03

BackCover1

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SingelHüllen4

Verschiedene Interpreten – Halbstark – Die wilden 50er und 60er (1991)

FrontCover1Da haben wir auf der einen Seite so einen „billigen“ Sampler, der 1991 erschienen ist und von dem Privatsender „Pro 7“ promoted wurde und dann haben wir auf der anderen Seite einen Sampler, der letztlich das musikalisch kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation repräsentiert … einer Generation die mittlerweile in Rente ist (oder demnächst in Rente gehen wird … ) Und natürlich ist hier nur von der pre-Beat-Ära die Rede … denn als Liverpool musikalisch die Welt eroberte, erloschen viele dieser Schlagerstars …

Und dennoch: Es wird nicht nur mir so gehen: Viele Titel sind mehr als gut bekannt, viele Titel haben uns in der späten Kindheit/frühen Jugend begleitet und keine Frage: So etliche Songs enthielten erste Attacken auf jene bigotte Spießbürger-Welt, die es galt , aus den Angeln zu heben. „Schuld war nur der Bossa Nova“ war eine Provokation, „Halbstark“ war erst recht ein weitere Provokation. Und mit der deutschen Fassung von „Tobacco Road“ versuchten sich die Lords als sozialkritische Kapelle. Und auch „Wenn ich ein Junge wär“ von Rita Pavone war eine kaum verhohlene Attacke auf die damaligen Geschlechterrollen. Und der Gitte Song „Ich will einen Cowboy als Mann“ ist hier noch gar nicht enthalten..

Über dieses Album habe ich dann noch eine interessante Besprechung gefunden:

„Wilde“ deutschen Songs aus den Jahren 1958-65 — das ist natürlich ein Widerspruch in sich. Erst Mitte der 1960er begannen einige Beat-Bands wie die Boots, tatsächlich mal ein bisschen zu rocken und nicht nur weichgespülte Schlagersoße auszudünsten. Trotzdem muss man der Auswahl zugutehalten, dass zumindest versucht wurde, „fetzige“, „pfiffige“ Stücke auszuwählen, und es sind auch einige nette Songs vertreten (u.a. von den Yankees, Drafi Deutscher und Benny Quick). Allerdings ist auch viel dabei, was ich persönlich schwer ertrage, oftmals unsäglich eingedeutschte Coverversionen. Trotzdem — es gibt sicherlich wesentlich schlechtere Sampler dieser Richtung; wer noch Material zum Beschallen einer Kitsch-Kult-Schlager-Oldie-Party sucht, der wird hier fündig. (Die zweite Teil Halbstark, Folge 2: Teenagermelodien zum Shaken, Twisten und Knutschen ist genauso „gut“. (Herr „Dr. Kurt Euler“ Offler)

DieHalbstarken01

So ganz kann ich dem wertem Dr. da nicht folgen. Natürlich gab es auch vor den Boots „wilde Songs“, denn das „Halbstarken-Milieu“ in Deutschland war definitiv vorhanden, und die bürgerliche Presse hatte immer wieder seine Gründe, sich darüber aufzuregen. Zu weiteren Vertiefung dieses Themas habe ich dieser Präsentation den lesenswerten Aufsatz der Historikerin Vanessa Erstmann „Halbstark! – Generationskonflikte in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik“ (Quelle: aventinus nova Nr. 23 [04.08.2010] / Perspektivräume Jg. 1 (2010) Heft 1, S. 57-91) beigelegt.

Und mehr als einmal wanderten meine Gedanken zu der Frage, was aus all den Jugendlichen geworden ist, die damals ihre Münzen in die Musik-Box warfen, um ihre wilden aber auch sentimental-kitschigen Hits zu hören … Nun ja …, meinen Werdegang kenne ich ja *ggg*

Und um das Paket komplett zu machen, habe ich mir die „Mühe“ gemacht, alle Single-Hüllen der hier vertretenen 36 Lieder in eine eigene „Cover-Galerie“ zu packen.

SingleHüllen

Wie gesagt: Für die einen einfach eine nostalgische Schmunzeltour, für die anderen aber auch die Möglichkeit inne zu halten und über die Fragen „Wie wir wurden, was wir sind“ zu reflektieren. Für mich war bei der Beschäftigung mit diesem Sampler beides möglich. Und natürlich will ich darauf hinweisen, dass sich auf diesem Sampler auch so etliche Raritäten befinden wie z.B. „He, Little Blondie“ (von Steff und dahinter versteckt sich der spätere Liedermacher Stephan Sulke), „Wilhelm Tell Twist“ (von den rätselhaften Charly Cotton und seine Twist-Makers; dahinter versteckte sich Christian Bruhn, dem späteren Ehemann von Katja Ebstein) oder „Der Twist (The Twist)“ (von Oliver Twist & The Happy Twistler; über die weiß man eigentlich gar nichts …) … und … und … und …

BackCover1

Titel:

CD 1:
01. Die Yankees: Halbstark (Adamowsky,/Bartelt 2.15
02. Drafi Deutscher: Marmor, Stein und Eisen bricht (Bruhn/Loose) 2.41
03. Benny Quick: Motorbiene (Laudis/Helmer) 2.36
04. Manuela: Schuld war nur der Bossa Nova (Weill/Mann/Buschor) 2.30
05. Rex Gildo: Speedy Gonzales (Kaye/Lee/Hill/Gerard)  2.37
06. The Swinging Blues Jeans: Tutti Frutti (deutsche Version) () 2.03
07. Ted Herold: Da Doo Ron Ron (Spector/Barry/Greenwich/Niessen/Alzner) 2.23
08. Connie Francis: Ich geb‘ ne Party heut‘ Nacht (Bush/Hunter/Vincent) 2.18
09. Ricky Shayne: Ich sprenge alle Ketten (Moroder/Holm)  2.13
10. Teddy Parker: Nachtexpress nach St. Tropez (Mayer/Niessen) 2.27
11. Rita Pavone: Wenn ich ein Junge wär (Buchholz/Loose) 2.14
12. Charly Cotton und seine Twist-Makers: Wilhelm Tell Twist (Weinzierl/Rieden) 1.56
13. Jan & Kjeld: Hello, Mary Lou (Pitney/Blecher) 2.14
14.  Rita Pavone & Paul Anka: Kiddy, Kiddy Kiss Me (Munro/Arnie) 2.42
15.  Conny Froboes: Diana (Anka/Strtöm) 2.15
16.  Detlef Engel:  Mr. Blue (Nicolas/Blackwell) 2.23
17.  Oliver Twist & The Happy Twistler:  Der Twist (The Twist) (Ballard/Helmer) 2.42
18.  The Lords: Tobacco Road (Loudermilk/Moesser) 2.11

CD 2:
01. Drafi Deutscher: Shake Hands (Relin/Gaze) 2.15
02. Manuela: Ich geh‘ noch zur Schule (Traditional/Bruhn/Loose) 2.29
03. Benny Quick: Twist um Mitternacht mit Susi (Hertha/Götz/Hellmer) 2.21
04. Rex Gildo: Liebe kälter als Eis (Devil In Disguise) (Kaye/Giant/BaumBuchenkamp) 2.18
05. Connie Francis: Schöner fremder Mann (Nicolas/Gordon/Hosey) 2.41
06. Five Tops: Rag Doll (Bader/Crewe/Gaudio) 2.52
07. Steff:  He, Little Blondie (Little Honda) (Wilson/Nicolas/Love) 2.12
08. Helen Shapiro: Frag‘ mich nicht warum (Tell Me What He Said) (Barry/Siegel) 2.48
09. Peter Kraus: Sugar Baby (Scharfenberger/Busch/v.Pinelli) 2.30
10. Tommy Kent: Susie Darlin‘ (Luke/Moesser) 2.34
11. James Brothers: Wenn (When) (Evany/Reardon/May/Blecher) 2.20
12. Lil Malmkwist: Bobby’s Girl (Klein/Hofman/Felming) 2.21
13. Ted Herold: Moonlight (Scharfenberger/Busch) 2.42
14. Oliver Twist & The Happy Twistler: Steiler Zahn (Crier/Schwabach) 2.43
15. Hans Blum: Charly Brown (Blecker/Leiber/Stoller) 2.26
16. Swinging Blue Jeans: Good Golly Miss Molly (Deutsche Version) (Marascalgo/Martinez/Blackwell/Retter) 2.04
17. Conny Froboess: I Love You Baby (Anka/Siegel) 2.10
18. Johnny Hallyday + The Rattles: Das alte Haus in New Orleans (House Of The Rising Sun) (Traditional/Price/Hellmer) 3.58

Horst Buchholz in dem Film "Die Halbstarken" (1956)

Horst Buchholz in dem Film „Die Halbstarken“ (1956)

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Deutsches Historisches Museum (Hrsg.) – Rückkehr in die Fremde – Remigranten und Rundfunk in Deutschland (1945 – 1955) (2000)

FrontCover1.jpgIch kann es drehen und wenden wie ich will … ich finde Radio-Geschichte weiterhin extrem spannend … und deshalb will ich hier mit viel innerer Freude, aber auch Nachdenklichkeit diese CD präsentieren:

Die CD erscheint anlässlich einer Ausstellung, die ab März 2000 – beginnend in Berlin – an mehr als zehn Orten der Bundesrepublik Deutschland bis in das Jahr 2002 zu sehen sein wird. Die Ausstellung, im Auftrag des Arbeitskreises selbständiger Kulturinstitute e.V. Bonn federführend von der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv in Kooperation mit der Stiftung Archiv der Akademie der Künste in Berlin erarbeitet, befasst sich mit Remigranten und Rundfunk in Deutschland von 1945 bis 1955. Sie geht den Fragen nach, unter welchen Bedingugen Remigranten, die während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur aus Deutschland hatten fliehen müssen, im Nachkriegsdeutschland, vor allem beim Rundfunk, haben Fuß fassen können und wie sie inhaltlich die Programme dieses Mediums (mit)geprägt haben.
In 17 Tonaufnahmen ist neben Persönlichem vor allem Politisches festgehalten – in Interviews mit Betroffenen, Kommentaren und Vorträgen, Hörspielen und Hörfolgen.

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Diese CD ist eine Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin, des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam – Babelsberg, des Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der Akademie der Künste, des Museums für Post und Kommunikation und des Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (AsKI) (Presse-Info)

Und auch wenn ich zu den Menschen gehören, die „die Gnade der späten Geburt“ hatten (Helmut Kohl), berührend mich diese Aufnahmen zutiefst.

Das ist diese schamlose Bericht über die fast fürtstlichen Bedinungen in einem KZ, da ist der bewegende Aufruf von Thomas Mann aus seinem Londoner Exil, da ist die letzte Radioansprache von Wolfgang Langhoff aus seinem Schweizer Exil … , da ist das Hörspiel „Funkhaus Masurenallee“ aus dem Jahr 1951 … da hören wir den Sozialdemokraten Ernst Reuter mit seiner 1953er Rede „Wo uns der Schuh drückt“ … oder aber auch den Markus Wolf und seinem Bericht über die „Nürnberger Prozessse“ und, und, und …

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Hört man all diese Stimmen, die darum gerungen haben, nach dem Ende des III. Reiches eine „neues Deutschland“ aufzubauen, da wird man, bzw. werde ich irgendwie ganz klein … und verspüre große Dankbarkeit, dass mir all diese Zeiten erspart geblieben sind.

Und diese CD ist auch eine Warnung … eine Warnung … eine Warnung  …

Dieses Zeitdokument wurde zusammengestellt von Anegar Diller und Hans-Ulrich Wagner.

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Titel:
01. Bericht aus dem Konzentrationslager Oranienburg (01 30.09.1933) 4.23
02. Thomas Mann: Ansprache „Deutsche Hörer! (18.03.1941) 5.06
03. Tran und Helle: Über das Abhörverbot ausländischer Sender im Dritten Reich (1940) 2.26
04. Bruno Adler + Annemarie Hase: Frau Wernicke. Über das Abhören von „Feinsendern“ (11.03.1941) 3.02
05. Wolfgang Langhoff: Abschied von Zürich (12.10.1945) 2.36
06. Fritz Eberhard: Kommentar zur Lage in Deutschland (24.11.1945) 2.39
07. Markus Wolf: Kommentar zum Ende des Nürnberger Prozesses (01.10.1946) 1.45
08. Hans Mayer im Gespräch mit Joachim-Felix Leonhard und Hans-Ulrich Wagner über die Remigration (20.05.1999) 7.12
09. Werner Milch: Vortrag über Victor Gollancz (03.11.1947) 3.21
10. Alfred Kantorowicz: Rede auf dem Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß (05.10.1947) 4.05
11. Alfred Döblin im Gespräch mit Herbert Bahlinger (08.08.1948) 2.08
12. Thomas Mann: Ansprache im Goethe-Jahr in der Paulskirche Frankfurt am Main (25.07.1949) 6.45
13. Friedrich Karl Kaul: Hörspiel „Funkhaus Masurenallee“ (16.10.1951) 5.14
14. Ernst Reuter: Ansprache „Wo uns der Schuh drückt“ (27.09.1953) 2.50
15. Der Besuch des Fremden: Hörspiel von Walter Jens (18.11.1952) 5.43
16. Erika Mann und Theodor W. Adorno im Gepräch mit Adolf Frisé (29.01.1958) 4.11
17. Die Vergessenen. Hörfolge über das Leben deutscher Juden in Paris von Peter Adler (10.03.1956) 4.27

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Thomas Mann

Thomas Mann bei einer seiner Rundfunk-Ansprachen aus dem Exil

VA – Tanz international (1966)

FrontCover1So … und jetzt darf ich der geneigten Leserschaft dieses blogs etwas ganz besonderes präsentieren … Ttommelwirbel …

… 16 Weltstars – 16 Welterfolge !

Na, wenn das nichts ist … und uns schallt gepflegte Unterhaltungsmusik entgegen, so wie man sie in den 5oer Jahren gerne gehört hat.

Ob jetzt alle Weltstars waren ode rob wir ausschließlich Welterfolge lasse ich mal dahin gestellt sein.

Aber auf jeden Fall hören wir ein buntes Potpourri schmissiger und sentimentaler Orchestermusik. Natürlich auch immer wieder gepfeffert mit einem Hauch von Exotik („Peptio“, „Mexico“), charmanten Damen wie z.B. bei „In The Mood“.

Deutsche Weltstars gibt es hier nicht, aber immerhin singt die Caterina Valente und wird dabei von dem Orchester Werner Müller begleitet.

Und der olle Brecht ist mit seinem „Mack The Knife“ auch mit von der Partie. Und wer bei „Chattanooga Choo Choo“ glaubt die Melodie zu kennen, täuscht sich möglicherweise gar nicht. Diese Komposition diente dem Udo Lindenberg als Grundlage für seinen „Sonderzug nach Pankow“.

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Und dann gibt´s noch ewas ziemlich schräges. „Patricia“ fällt durch seinen schrillen, fauchenden Orgelsound auf …

Und ja hoplla: hat nicht fast die ganze Zeit mein linker Fuss im Takt mitgeklopft ?

Also, hin und wieder können solche LP´s durchaus eine vergnügliche Angelegenheit sein, insbesondere wenn auch ein kreufideler Harry Belafonte mit dabei ist.

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Die Innenhüllen des Albums

Titel:
01. Ted Heath und sein Orchester: Begin The Beguine (Porter) 2.21
02. Clark Sisters und die Ramblers: In The Mood (Garland/Razaf) 2.25
03. Duane Eddy und Bob Thompson mit seinem Orchester: High Noon (Tiomkin/ Washington) 3.10
04. Paul Anka und Joe Sherman mit seinem Orchester: Diana (Anka) 2.20
05. Caterina Valente und Werner Müller mit seinem Orchester: Tonight We Love (Austin/Martin/Worth) 2.48
06. Pat Boone und Jimmy Haskell mit seinem Orchester: Speedy Gonzales (Kaye/Lee/Hill) 2.21
07. Mantovani und sein Orchester: Charmaine (Rapée/Pollack) 3.07
08. Perez Prado und sein Orchester: Patricia (Prado) 2.07
09. Los Machucambos: Pepito (Taylor/Truscott) 3.07
10. Rosemary Clooney und Perez Prado mit seinem Orchester: Mack The Knife (Weill/Brecht/Blitzstein) 2.01
11. Floyd Cramer: Chattanooga Choo Choo (Warren/Gordon) 2.05
12. Bob Moore und sein Orchester: Mexico (Bryant) 2.38
13. Harry Belafonte und Ralph Hunter mit seinem Orchester: Angelina (Burgie) 3.59
14. Edmundo Ros und sein Orchester: I Could Have Danced All Night (Loewe/Lerner) 2.33
15. Billy Vaughn und sein Orchester: Wheels (Petty) 2.29
16. Al Hirt und sein Orchester: When The Saints Go Marching In (Traditional) 1.58

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Matrosenchor Crew X 62 – Rolling Home (50er Jahre)

FrontCover1Und jetzt mal wieder ein Blick in den hohen Norden, an die Waterkant also … und da tummeln sich quasi seit Menschengedenken jene „Shanties§ und Seemannslieder, die wohl zu dieser Region gehören wie die Luft zum atmen.

Und hier hören wir vier Klassiker dieses Benres, dargeboten von einemEnsemble mit dem etwas rätselhaften Namen „Matrosenchor Crew X 62“, na ja, zumindest rätselhaft für ein Landei wie ich es bin.

Und das klingt schon ziemlich gut: fein, sauber und stimmungsvoll intoniert hören wir einen Männerchor, sparsam hin und wieder mit einer Gitarre begleitet.

Interessant ist die Geschichte des Klassiker „De Hamborger Veermaster“

De Hamborger Veermaster (hochdeutsch: Der Hamburger Viermaster) ist ein Shanty auf Plattdeutsch mit englischem Refrain.

Das Lied ist eine Adaption des englischen Shantys „The Banks Of Sacramento“. Die Melodie stammt von einem Kirchenlied, einem Minstrel (Vers), der Refrain des Textes aus der englischen Ballade „Ten thousand miles away“. Es handelt sich um einen Capstan-Shanty (auch Gangspill-Shanty), der von der Besatzung während des VeermasterHeraufhievens der Ankerkette gesungen wurde. Der Gangspill, die handbetriebene zylindrische Ankerwinde auf dem Vorschiff, um die sich die Kette dabei legte, hieß damals auch „Capstan“.

Das Lied wurde zwischen 1934 und 1936 durch das Liederbuch „Knurrhahn“, eine Sammlung deutscher und englischer Seemannslieder, bekannt. Zudem wurde es in studentische Kommersbücher, beispielsweise im Wingolf des Wingolfsbundes, und in den Liedschatz der Jugendbewegung aufgenommen, danach in zahlreiche Liederbücher und Alben.

Der „Hamborger Veermaster“ hat einen sozialkritischen Hintergrund. Derlei Texte über Schiff, Kapitän, Ausrüstung und Verpflegung (der Schiffszwieback kann wegen der Brotmaden von selber laufen) zu singen, gehört zu den aus der Ethnologie bekannten Spottbräuchen (joking relationships), und was über diesen Hamburger Großsegler ausgesagt wird, kann auch auf Missstände des eigenen Schiffs bezogen werden.

Der durch den kalifornischen Gold Rush von 1848/49 im Refrain näher datierbare Shanty könnte sich eventuell auf die „Deutschland“ beziehen, die 1847 von der Hapag in Dienst gestellt wurde. Die Hapag war auf Auswanderertransporte spezialisiert, daher dürfte die „Deutschland“ notorisch überfüllt gewesen sein und kaum in Schuss zu halten (vgl. die Strophen 2 und 3).

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Und so schaut´s dann in einem Hamburger Lokal aus, das sich „Hamborger Veermaster“ nennt.

Während der Text des originalen amerikanischen Vorbildes die Reise um Kap Hoorn beschreibt, wurde die Melodie auch für das Lied „The camptown ladies“ mit dem gleich gebliebenen Refrain verwendet. Dabei geht es um die Damen, die zum Amusement der Männer in den Goldgräberzeltstädten lebten.

Und das Titelbild (eine Reproduktion eines Gemäldes von Johannes „Joh´s“ Holst) schaut einfach nur Klasse aus !

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Besetzung:
Matrosenchor Crew X 62 unter der Leitung von Rolf Martens + Heiner Glitsch

BackCover1

Titel:
01. De Hamborger Veermaster (Vullrigger) 3.22
02. Johnny – Johnny (Traditional) 3.42
03. Good-night Ladies (Traditional) 2.13
04. Rolling Home (Magelhan) 4.05

LabelB1

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Anton Karas – In Grinzing beim Heurigen (60er Jahre)

FrontCover1Die Geschichte von Anton Karas ist und bleibt unweigerlich mit seinem „Harry Lime Theme“ verknüpft, jener legendäre Soundtrack zu dem nicht minder legendären Film „Der dritte Mann“ verknüpft:

Anton Karas (* 7. Juli 1906 in Wien; † 10. Jänner 1985 im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling) war ein österreichischer Zitherspieler, Komponist und Gastwirt. Seine erfolgreichste Komposition war das Harry-Lime-Thema (englisch: The Third Man Theme) zu Carol Reeds Film Der dritte Mann.

Karas wurde als typisches Kind der Arbeiterklasse im Wiener Stadtteil Zwischenbrücken geboren und lebte dort bis zum 19. Lebensjahr in der Leystraße 46 , dem Teil von Zwischenbrücken, der 1900 von der Leopoldstadt als Brigittenau (heute 20. Wiener Gemeindebezirk) abgetrennt worden war. Seine Eltern waren der Fabrikarbeiter Karl (1883–1959) und dessen Frau Theresia Karas (1884–1946). Er hatte vier Geschwister (Karl, Friedrich, Hermine und Maria).

Karas’ musikalisches Talent wurde zwar bereits in der Volksschulzeit erkannt, doch sein Berufswunsch Kapellmeister war unfinanzierbar. Stattdessen entschied der Vater, den Sohn ab 1920 eine Lehre zum Werkzeugschlosser absolvieren zu lassen, finanzierte ihm jedoch, wie auch seinen anderen Kindern, Musikunterricht. In der Umgebung erfreuten sich die fünf musizierenden Kinder einiger Bekannt- und Beliebtheit.

Autogrammkarte, 1951

Bereits neben der Lehre besuchte Anton Karas Abendkurse an der privaten Pollux-Musikschule. Nach der Gesellenprüfung, 1924, hatte er zwar kurzzeitig eine Beschäftigung bei der Fross-Büssing KG im Fahrzeugbau, wurde jedoch bereits im Jänner 1925 „aus Mangel an Arbeit“ gekündigt. Da er aber 1924 an der Wiener Musikakademie zu studieren begonnen hatte (was er bis 1928 auch weiter betrieb), scheint ihn dieses Problem wenig belastet zu haben: Er begann, als Partner des damals höchst berühmten Adolf Schneer, in Sieveringer Heurigenlokalen Zither zu spielen, und sein Einkommen war bald höher als das seines Vaters.

Am 14. Dezember 1930, keine drei Monate vor der Geburt seiner Tochter, heiratete er Katharina Perger (1901–1986). Von 1939 bis 1945 war er zur Flugabwehr der Wehrmacht eingezogen und zeitweise in Russland eingesetzt. Eine Zither hatte er stets dabei, wie unter anderem durch Fotos belegt ist, auf denen er vor Offizieren spielt. Mehrere Instrumente soll er im Zuge von Kriegshandlungen verloren haben, doch verstand er stets, sich Ersatz zu beschaffen.

1948 wurde er vom englischen Filmregisseur Carol Reed entdeckt, der für seinen in Wien spielenden Film Der dritte Mann eine Begleitmusik suchte. Mit einem für diese Zeit gut dotierten Vertrag – Karas erhielt ein wöchentliches Honorar von 30 Pfund Sterling sowie 20 Pfund Taschengeld und sämtliche andere Spesen – ging er 1949 nach London, um in den Londons-Films-Studios der Brüder Alexander und Zoltan Korda die gesamte Filmmusik zu schaffen. Dabei entstand das weltberühmte Harry-Lime-Thema, benannt nach der Filmfigur Harry Lime, das wesentlich zum legendären Erfolg dieses Films beitrug. Andere musikalische Neuschöpfungen, die Karas zu diesem Film beisteuerte, werden üblicherweise kaum zur Kenntnis genommen. Karas’ Arbeitsaufwand wird für die zwölf Wochen, die er dort beschäftigt war, mit „bis zu 14 Stunden täglich“ angegeben. Der unter Heimweh leidende Wiener wollte öfters aus dem Vertrag aussteigen und heimreisen, was Reed jedoch stets zu verhindern verstand. Karas formulierte später, gelegentlich „wie ein Sklave gehalten worden zu sein“.

Die eindringliche Melodie wurde zum Erfolg, und der bis dahin außerhalb Wiens völlig unbekannte Interpret und Komponist zum umjubelten Star. Bereits drei Wochen nach Erscheinen des Films waren 100.000 Schallplatten verkauft; in anglophonen Ländern wurde der Film mitunter bloß The Zither Film genannt. In den USA war Karas der erste Österreicher, der die Hitliste anführte. Er ging auf mehrere längere Tourneen, auf denen er u. a. vor Prinzessin Margaret, Königin Juliana, Mitgliedern des schwedischen Königshauses, Papst Pius XII. und dem japanischen Kaiser Hirohito auftrat, und litt nach eigenen Angaben dabei stets unter Heimweh. Nach der ersten größeren Tournee durch Europa und die USA wurde er im Juli 1950 von Bundeskanzler Leopold Figl und anderen Regierungsmitgliedern am Flughafen begrüßt.

In Wien eröffnete er 1954 in Sievering das Nobelheurigenlokal Zum dritten Mann, das zwar zum „verpflichtenden“ Programmpunkt internationaler Stars und zur internationalen Touristenattraktion wurde, den Künstler Karas jedoch nicht befriedigte: Anlässlich seiner Pensionierung 1966 gab er es auf. Er notierte später, dass es ihm lieber gewesen wäre, in gewöhnlichen Lokalen vor gewöhnlichem Wiener Publikum aufzutreten, das ihn, seine Sprache und seine Musik verstünde. Nach seinem Tod wurde Karas in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Sieveringer Friedhof (Gruppe 28, Reihe 9, Nummer 9/10) bestattet. (Quelle: wikipedia)

AntonKaras

Hier einer seiner unzähligen Veröffentlichungen … auf dem Elite Label aus der Schweiz … und ich habe es einfach nicht herausgebracht, wnn diese LP veröffentlicht wurde … der Archivar in mir hat dabei einen Tobsuchtsanfall bekommen … eine Quelle spricht von den 70er Jahren … glaube ich aber nicht aufgrund der Covergestaltung … ich gehe eher von den 60er Jahren aus … die Aufnahmen sind wohl in den 50er Jahren entstanden.

Apropos Covergestaltung: Das Cover schaut ja wirklich heimelig, kuschelig aus … Also: wer sich von Wiender Klängen ala Anton Karas an der Zither verzaubern lassen will, sollte zugreifen … (Und nachdem die Stücke derart eng geschnitten sind auf dieser LP, habe ich mir die Mühe gespart und präsentiere hier einfach nur Seite 1 + 2 durchgehend …  )

Single

Besetzung:
Anton Karas (zither)
+
Die 2 Rudis:
Rudi Kurtzmann (bass)
Rudi Schipper (accordeon)

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Titel:
01. Seite 1: (15.42)
– Café Mozart Waltz (Karas)
– Hinter Grinzing (Jelinek)
– Ja, ja, der Wein ist gut (Strecker)
– Lichtenthaler (Jelinek)
– Auf der Lahmgrub´n (Strecker)
– Jetzt trink ma noch a Flascherl Wein (Lorenz)
– Wiener Pascher-Marsch (Hornischer)
– Da draussen in der Wachau (Arnold)
– I bin halt a Weana (Pillinger)
– `s greane Kranzerl (Hohenberger)
– Fesch und resch (Kronegger)

02. Seite 1: (15.52)
– Harry Lime Theme (Karas)
– A Bankerl und a Tisch (Foederl)
– Da fahr´n ma halt nach Grinsing `naus (Lorenz)
– Ich weiss auf der Wieden ein kleines Hotel (Benatzky)
– Mariandl (Lang)
– Sieveringer Klänge (Karas)
– Erst wenn´s aus wird sein (Frankowsky)
– Jeder Mensch (Schmidseder)
– So geht´s zua (Hornischer)
– Heut´ kommen d´Engerln auf Urlaub nach Wien (Wunsch)

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Mantovani und sein Orchester – Charmaine (1973)

FrontCover1.JPGUnd jetzt bring ich mal den genialen musikalischen Schleimer (wenn ich das mal so ruppig sagen darf):

Annunzio Paolo Mantovani (* 15. November 1905 in Venedig, Italien; † 29. März 1980 in Royal Tunbridge Wells, Kent, Großbritannien), bekannter einfach als Mantovani, war ein italienischer Orchesterleiter, der in England wirkte und mit einem eigenen Orchester und einem eigenen Stil (sog. „cascading strings“) großen Erfolg hatte.
Leben

Er wurde in ein musikalisches Elternhaus geboren. Sein Vater war erster Violinist an der Mailänder Scala bei Arturo Toscanini und später langjähriger Konzertmeister am Royal Opera House Covent Garden in London, wohin die Familie 1912 gezogen war. „Monty“, wie er von seinen Freunden genannt wurde, erhielt Geigenunterricht durch seinen Vater und studierte zwei Jahre lang Musik und Kontrapunkt am Trinity College of Music. Auch nach dem Studium spielte die Familie eine große Rolle in frühen Erfolgen seines „Tipica Orchestra“. Er nahm sogar Musikstücke mit seinem Vater als Musiker im Orchester und seiner Schwester als Gesangssolistin auf.

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In einem seiner frühen Orchester spielte auch der Theaterorganist, Arrangeur und Komponist Ronald Binge mit: Sein nur kurzes Stück „Sailing By“ wurde eine bekannte Komposition, und auch seine Elisabethserenade trug zum großen Erfolg von Mantovanis Orchester bei. Binge half Mantovani bei der Ausarbeitung eines eigenen Musikstils, der im Englischen „Cascading Strings“ genannt wird und auf einem durcharrangierten (also ohne aufnahmetechnische Mittel erzeugten) Nachhalleffekt mittels sich überlappender Streicherstimmen beruht. Diesen Mantovani-Sound hatte man für einen amerikanischen Auftrag zur Produktion langsamer Walzer entwickelt, und dieser Sound wurde zu seinem Markenzeichen. Der wohl größte Erfolg in diesem Stil wurde 1951 der von Ernö Rapée und Lew Pollack komponierte Instrumentaltitel Charmaine.

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Auch die Interpretation von Greensleeves, einem Traditional arrangiert von Binge, wurde ein großer Erfolg, und Mantovani war so von diesem Titel begeistert, dass er sogar seinen Wohnsitz danach benannte. Lange in den Billboard-Charts waren 1957 Around The World, 1960 das Filmthema aus The Sundowners und 1961 das Thema aus Exodus. Unzählige Plattenveröffentlichungen und Konzerte machten aus Mantovani einen wohlhabenden Mann.

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Außer für die Konzerthallen war Mantovani auch für das Theater tätig und produzierte unter anderem Arrangements für Noël Coward. Er wirkte auch in Spielfilmen mit, so im deutschen Musikfilm Gitarren der Liebe (1954) neben Vico Torriani und Harald Juhnke und in Ein Herz voll Musik (1955), ebenfalls mit Vico Torriani und Boy Gobert.

Mantovanis Piccolo Bolero (im Stil an Maurice Ravel angelehnt) wurde von Loriot zur Untermalung des Drei-Minuten-Sketches Das Bild hängt schief verwendet.

Mantovani war mit Winifred Kathleen Moss verheiratet und hatte zwei Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Mantovani mit dem „Bournemouth Women’s Choir“

Und wen jemand bei dem Lauschen dieser mehr als geigenlästigen Klänge zu dem Urteil käme, „ziemlich unvererträglich“ hätte ich dafür jede Menge Verständnis.

Aber dennoch: Annunzio Paolo Mantovani hatte auch in Deutschland eine große Fangemeinde und so überrascht es nicht, dass bei dieser Zusammenstellung auch eltiche deutsche Titel und Melodien zu hören sind (dabei ist mir natürlich „Oh, mein Papa“ der liebste).

Ansonsten kann man hier einen der größten musikalischen Weichspüler der Unterhaltungsmusik hören … und quasi die volle Dröhnung … sage und schreibe 24 Titel a8s den 50er, 60er und 70er Jahren sind zu hören).

Aber: ein etwas anspruchsvolleres Cover hätte man ihm schon spendieren können … diese hier gehört für mich in die Kategorie „geschmacklos“.

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Besetzung:
Mantovani und sein Orchester

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Titel:
01. Charmaine (Pollack/Rapée) 3.00
02. Limelight (Chaplin) 2.57
03. Jalousie (Bloom/ade) 3.14
04. Ich tanze mit dir in den Himmel hinein (Schröder) 3.13
05. Hello Dolly (MendlD’Amato) 2.31
06. Those Were The Days (Raskin) 3.20
07. Moon River (Mercer/Mancini) 2.28
08. Tammy (Livingston/Evans) 3.35
09. Strangers In The Night (Kaempfert/Snyder/Singleton) 3.37
10. O mein Papa (Burkhard) 4.07
11. True Love  (Porter) 3.09
12. Was kann schöner sein ((Livingston/Evans) 2.01
13. Come Prima (Panzeri/Di Paola/Taccani) 2.43
14. La vie en Rose (Louiguy) 2.56
15. Lara’s Theme (Webster/Jarre) 2.21
16. Greensleeves (Traditional) 3.18
17. Capri-Fischer (Winkler) 3.38
18. Fascination (Marchetti) 323
19. Moulin Rouge (Larue/Auric/Larue) 2.49
20. Kaiserwalzer (Strauss) 3.12
21. An der schönen blauen Donau (Strauss) 3.38
22. Elisabeth Serenade (Binge) 3.11
23. Answer Me (Winkler) 3.45
24. Auf Wiederseh’n (Turner/Storch/Sexton) 2.59

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