Verschiedene Interpreten – Das Herz von St. Pauli (1992)

FrontCover1Dieses blog hat ja – bedingt durch meine bajuwarische Herkunft –  eine spürbare Südstaaten-Tendenz. Umso mehr freut es mich immer, wenn ich auch Musik aus anderen Regionen Deutschlands in die Finger bekomme, einfach weil mich regionale Musikansätze schon heftig interessieren.

Und so kommt´s , dass ich nun einen St.Paui/Reepberbahn – Sampler präsentieren kann, der schon ein ganz besonderes Format aufweisen kann.

Die Konzeption und Realisation dieses Projekts lag bei Rita Flügge-Timm und Oliver Helwig; diese wurden wiederum von dem Autor Jürgen Stark konzeptionell unterstützt und Jürgen Stark schrieb auch ein paar Einführungsworte zum Mythos St. Pauli.  Und der Stark ist in der schreibenden Zunft der Musikjournalisten wahrlich kein Leichtgewicht:

Jürgen Stark (* 20. März 1957 in Hamburg) ist ein deutscher Autor, Journalist und Mitglied des Deutschen Musikrates.

Stark veröffentlichte zahlreiche Bücher zu kulturpolitischen und insbesondere popularmusikalischen Themen, darunter Biografien von Künstlern wie Udo Lindenberg und der Band Die Prinzen. Gemeinsam mit Thomas Böhm gab er von 1984 bis 2000 die Taschenbuchreihe „Rock Kalender“ heraus. Mit Dieter Gorny veröffentlichte er mehrere Jahrbücher zum Thema Popkultur.

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Jürgen Stark (und der sagt: „Pop und Politik gehören zusammen.“)

Als Journalist war er unter anderem als Konzertkritiker für Die Welt tätig und sieben Jahre Korrespondent für den Entertainment Media Verlag (Musikwoche, Blickpunkt:Film, musikwoche.de). Als freier Journalist schrieb er Reportagen für Musikzeitschriften, Magazine und Tageszeitungen. Darüber hinaus war er an der Konzeptentwicklung für die Zeitschrift Metal Hammer beteiligt und auch zwischenzeitlich Chefredakteur des Blattes.

Stark arbeitete wissenschaftlich für das rock’n’popmuseum der Stadt Gronau und konzipierte die Inhalte zur dortigen Dauerausstellung über „Die Kulturgeschichte der Popularmusik im 20. Jahrhundert“. Im Auftrag der Deutschen Phono-Akademie entwickelte Stark als Projektleiter in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung das Projekt SchoolTour, das 1999 als Kampagne für mehr Musik und Kreativität an Schulen gestartet wurde.

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Die Domenica Single

An der Hamburger Hochschule für Musik und Theater war Stark Gast-Dozent für den Fachbereich Medien und Design (Popkurs). Er ist berufenes Mitglied im Bundesfachausschuss Populäre Musik beim Deutschen Musikrat.

Stark unterrichtet als Lehrbeauftragter an Hochschulen (u.a. Hochschule der populären Künste, Berlin) in den Fachbereichen Medien und Kultur (u.a. Geschichte der elektronischen Medien, Geschichte der Popularmusik im 20. Jahrhundert) und ist Mitbegründer des Institut für kulturelle Kommunikation IKK an der Hochschule Offenburg. Beim IKK ist Stark stellvertretender Direktor für Medienjournalismus.

Jürgen Stark veröffentlicht monatlich seine “Kulturkolumne” im Offenburger Tageblatt.

Filmplakat

Doch zurück zu diesem köstlichem Sampler: Natürlich fängt er mit dem Hans Albers Klassiker „Das Herz von Stz. Pauli“ (1958; aus dem gleichnamigen Film) und dann geht es im Affentempo quer durch alle Stile weiter: Da interpretiert ein Joachim Witt souverän einen weiteren Klassiker dieser Stadt („Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“; ebenfalls ein Filmsong aus dem 1939 entstandenem Streifen „Das Junggesellenparadies“). Schmachtfetzen ala „Junge komm bald wieder“ oder „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ wechseln sich mit FC St. Pauli Schlachtgesängen („1:0 St. Pauli vor“ und „Er gehört zu mir“) ab. Dann gibt´s noch die gute alte Rockmusik von Udo Lindenberg und Achim Reichel und selbst der Schauspieler Ulrich Tukur kann mit seiner Interpretation von „Meine kleinen Träume“

Historische  Postkarte: St. Pauli (Spielbudenplatz)

Das ist aber immer noch nicht alles. Zumindest zwei weitere Songs verdienen eine besondere Erwähnung:

Da ist zum einen der Song „Alle meine Freier (…hiessen alle Meier)“ von jener Domenica, die bereits zu Lebzeiten als ex-Domina und späteren Drogenberaterin Kultstatus hatte … Der Song kam auch als Single (in drei unterschiedlichen Versionen) auf den Markt.

Und dann noch jenes skuril-rätselhafte Projekt zwischen Pater Leppich und dem Duo Metallic Traffic: Diese unterlegten einen Original-Ansprache des religiösen Eiferers Pater Leppich (dem „Maschinengewehr Gottes“) mit einem stakattoartigen Sounds … Glaubt man dem booklet, so hat Pater Leppich dieser aberwitzigen Montage zugestimmt (könnte stimmen, denn Leppich ist erst im November 1992 verstorben).

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Und das bemerkenswerte Cover stammt von der Künstlerin Sigrid Wilke (1940 – 2000); das gleiche Bild wurde übrigens für oben erwähnte Domenica-Single verwendet.

Also: zugreifen und reinhören … dann kann man auch noch so schräge Vögel wie „Die Stammgäste featuring das Heiligengeist-Sextett“ die „Die Macht vom Millerntor“ hören.

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Titel:
01. Hans Albers:  Das Herz von St. Pauli (Jary-Herz) 2.09 (1958)
02. Joachim Witt & Maritim Intim: Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern (Balz/Jary) 3.20 (1992)
03. Gunslingers:  St. Pauli (Hervé/Rozoum) 3.50 (1990)
04. Lolita: Seemann, deine Heimat ist das Meer (Scharfenberger/Busch) 2.50 (1960)
05. Udo Lindenberg: Reeperbahn (Lindenberg) 3.50 (1989)
06. Domenica: Alle meine Freier (…hiessen alle Meier) (Menke/Gutowski) 3.30 (1992)
07. King Rocko Schamoni And The Explosions: Was kostet Liebe (Schamoni) 3.42 (1990)
08. Hannes Kröger: Der blonde Hans (Hoffmann) 4.11 (1988)
09. J. Of Barcelona & His Bar Bee Boom: I Want Your Money (St.-Pauli-Sample-Mix) (J. Of Barcelona) 3.46 (1992)
10. Big Balls & The Great White Idiot: Across The Ocean (A.Grund/P.Grund/Lorenz) 4.40 (1992)
11. Achim Reichel:  St. Pauli Blues (Reichel/Peers-Steil) 4.19 (1989)
12 . Bully Buhlan featuring MC Anker: Hab’n sie nicht ’ne Braut für mich? (1992 Remix) (Gaze) 2.52 (1992)
13. Ulrich Tukur: Meine kleinen Träume (Tukur) 2.53 (1989)
14 . Freddy Quinn:  Junge, komm bald wieder (Olias/Rothenburg) 3.05 (1962)
15. Metallic Traffic featuring Pater Leppich: Christus auf der Reeperbahn (Achtung! Achtung! Pater Leppich!) (M.T.P./Leppich) 3.00 (1992)
16. Die Stammgäste featuring das Heiligengeist-Sextett: 1:0 St. Pauli vor (live aus dem „Silbersack“) (Schwebel/Westermann) 3.58 (1987)
17 . Hans Albers: Ganz dahinten, wo der Leuchtturm steht (Gray/’Reisch) 3.20 (?)
18. Shanghai’d Guts: St. Pauli Girl (Kraft/Charlton/Lyn)     3:13 (1991)
19. Die Macht vom Millerntor: Er gehört zu mir (Heider/Heilburg) 3.58 (1992)

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Pater Leppich auf der Reeperbahn …

… und Achim Reichel zelebriert der St. Pauli Blues:

Mein Daddy war’n Sailorboy,
Und meine Mama stand am Kai – Ahoi.

Die war’n echtes Liebespaar,
Warum ich auch’n echtes Wunschkind war,
Oh oh oh mit’m St. Pauli Blues.
Die Schule war ne Sauerei,
Wir ham se abgerissen,
Heut steht da ne Brauerei.

Die erste Liebe hast du mir gegeben,
Und die letzte oh oh oh ist der St. Pauli Blues.

Du liegst mir im Blut,
Und das tut so gut,
Drück mich an dein Herz,
Ich vergess‘ mein Schmerz.
(und ich schenk dir’n Nerz)
.net/en/lyrics/achim-reichel-st-pauli-blues
Hier wird in den Straßen noch gelacht und gesungen,
Hier wird aber auch um jeden Freier gerungen.

Feine Pinkel wie Bauernpack,
Keine Angst, hier kommt ihr alle in den Sack.
Oh oh oh zum St. Pauli Blues.

Du liegst mir im Blut…..
Wir sind doch alle deine Kinder,
Ob Chinese, Italiener, Neger oder Inder
Und wenn dann alles mal zusammenfällt,
Was soll’s, hier bin ich doch gleich am Tor zur Welt,
Oh oh oh mit’m St. Pauli Blues.

Du liegst mir im Blut…..

Hey wenn du Nachts nicht schlafen kannst,
Wer hilft dir dann, und wenn nix mehr läuft.

Einer läuft immer, oh oh oh der ST. Pauli Blues

Verschiedene Interpreten – Die schönsten Fernseh-Melodien (1966)

FrontCover1.jpgHach … bei dieser Hör zu LP aus dem Jahr 1966 ist mir je mehr als einmal das nostalgische Herz übergelaufen.

Und dass es zu dieser LP kam hatte natürlich seinen guten und gewichtigen Grund:

Vielen Fernsehsendungen haben eine Erkennungsmelodie. Leider kennt man fast immer nur die ersten Takte daraus, weil diese Melodien zu früh ausgeblendet werden. Unzählige Musikfreunde hat das nervös gemacht, „Wie gehen diese Melodien weiter?“ haben sie HÖR ZU gefragt. . Nun darum hat HÖR ZU sich die Mühe gemacht, die beliebesten Erkennungsmelodien auf diese Platte zu bringen. Hier können Sie sie nun in aller Ruhe einmal ganz zu Ende hören. Ihre Freunde werden Sie um diese Platte beneiden. (Hüllentext)

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Collage: Johann Eibl

Die meisten „Erkennungsmelodien“ wurden eigens durch ein Studio-Orchester eingespielt, die Ralf Paulsen Lieder gab´s bereits als Singles (Ralf Paulsen war wohl so einer der Vorreiter deutschsprachiger Countrysongs) na ja und dann hören wir noch „Die Ramblers“, „Die NußkEs geht los mit den aufpeitschenm Sound des nacker und Joe Loss und sein Orchester.

Es geht los mit denaufpeitschen Klängen des damaligen Straßenfegers „Stahlnetz“ … und dann geht´s Schlag auf Schlag …

Von „Bonanza“ zu „Fury“ und der Kullemkampf Sendung „Einer wird gewinnen“.

„77 Sunset Strip“ war damals ne Kultserie aus den USA mit dem legendären Kookie (synchronisiert Hans Clarin).

Na ja, und das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier (1643 – 24. Februar 1704) ist nun über jeden Zweifel erhaben. Viel triumphaler kann Musik nicht mehr sein. Und wir kennen es als Eurovisionsmelodie …bis zum heutigen Tage, wenngleich es natürlich weitaus bessere Einspielungen dieser Komposition gibt.

Sei´s drum … ein herrlicher Rückblick auf das westdeutsche Fernsehen der 60er Jahre ist diese LP allemal.

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Mir fehlten eigentlich nur „Lassie“ und „Das aktuelle Sportstudio“ und deshalb habe ich beide Melodien noch als bonus dazugefügt. Und „Flipper“ hab´ ich jetzt doch glatt vergessen.

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Titel:
01. Studio-Orchester: Stahlnetz: Dragnet (Schumann) 2.45
02. Studio-Orchester: Musik aus Studio B: Melody Fair (Farnon) 2.22
03. Ralf Paulsen: Bonanza (Nicolas/Livingston – Evans) 2.16
04. Studio-Orchester: Gestatten, mein Name ist Cox: Cox-Trott (Majewski) 2.50
05. Ralf Paulsen: Ivanhoe (Berenberg/Nicolas) 2.42
06. Joe Loss und sein Orchester: Komissar Maigret: Maigret-Thema (Grainger) 2.14
07. Studio-Orchester: Einer wird gewinnen: Nachtexpreß (Berking) 2.36
08. Studio-Orchester:  (Livingstone/David) 2.54
09. Ralf Paulsen: Fury (Hertha/Arland) 2.24
10. Studio-Orchester: Hätten sie’s gewußt? (Wilhelm) 2.06
11. Die Rangers: Drei gute Freunde (Relin/Luboff) 2.07
12. Die Nußknacker: Im blauen Bock (Henning/Höpfner) 1.35
13. Studio-Orchester: Unter heißer Sonne (Burke) 2.42
14. Studio-Orchester: Eurovisions-Thema (Te Deum) (Charpentier) 2.04
+
15. Max Greger: Das aktuelle Sportstudio (Up to Date) (*) (Reich) 2.20
16. Unbekanntes Orchester: Lassie Intro (unbekannt) 0.18

(*) Fassung aus dem Jahr 1987

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Der deutsche Text von „‚Bonanza“ ist ziemlich sinnfrei, aber das störte mich damals noch nicht die Bohne:

Ein sich’rer Colt ist so gut wie Gold, Bonanza.
Nächtelang die Trommel sang die Lieder der Prärie.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza.
Und unser Land ist gutes Land, das verlässt man nie.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,
kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht,
bauten sie das Land.

Als das Land ein freies Land, Bonanza,
kamen sie durch die Prärie, tausend und noch mehr.
Der Tag war lang, bis man uns bezwang, Bonanza.
Es begann mit tausend Mann, es kamen immer mehr.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza,
und unser Land ist gutes Land,
wir liebten es so sehr.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,
kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht,
bauten sie das Land.

Der Abend winkt, die Sonne sinkt, Bonanza.
Sonnenlicht, das sehn wir nicht,
das sehn wir nimmermehr.

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Udo Jürgens – Seine 40 größten Erfolge (1976)

FrontCover1Über den Udo Jürgens bin ich heute eigentlich nur durch Zufall gestolpert. Ich war gerade dabei mich mit dem dem längst verstorbenen Joachim Fuchsberger zu beschäftigen, da ist mir wieder eingefallen, dass dieser Fuchsberger hat auch so einige Texte für Udo Jürgens Kompositionen verfasst hat. Und dann habe ich mich an diesen raren Sampler aus dem Jahr 1976 erinnert, der von K-Tel Records veröffentlicht wurde.

Die Udo Jürgens Fan-Seite schreibt dazu:

„Mit insgesamt drei verschiedenen Covers, wovon bei den „roten“ nur die Backcovers unterschiedlich sind, hatte K-Tel 1976 versucht, die 40 größten Erfolgen von Udo Jürgens „an den Mann zu bringen“. Eine an und für sich gute Zusammenstellung der populären Songs – es fehlt kaum ein Hit darauf und es wurden auch Lieder einbezogen, die erst wenige Monate zuvor erschienen sind (z.B. „Ein neuer Morgen“).
Das blaue Cover ist das in der Erstauflage erschienene und ist etwas rarer, da es nach kurzer Zeit durch das rote ersetzt wurde.“

Udo Jürgens + Joachim Fuchsberger (2004)

Für absolute Udo Jürgens Sammler ist vielleicht noch die Information von Interesse, dass auf diesem Album der Titel „Rot blüht der Mohn“ in der Maxi-Version vorliegt, und dass der Titel „Die Sonne und Du“ in der (längeren) CD-Fassung gepresst wurde.

Aber das nur am Rande …

In meiner letzten Präsentation von Udo Jürgens (eine seltene italienische Single: hier) schrieb ich ja:

„Ich mache gar keinen Hehl daraus, dass ich Udo Jürgens für den bedeutendsten Schlager-Sänger aus deutschen Landen halte. Nicht nur, weil er als einer der wenigen die Kunst der Komposition wie kaum ein zweiter beherrscht, nein auch hat er immer wieder mit seinen Texten mehr zu sagen gehabt, als nur die üblichen “Herz-Schmerz” Themen.“

Und auf diesem Doppel-Album kann man etliche seine Lieder finden, die mehr als bemerkenswert sind. Da sind zum einen seine „sozialkritischen“ Beitzräge zum Zeitgeschehen (ich nenne da nur „Ein ehrenwertes Haus“, „Griechischer Wein“, „Matador“ „Lieb Vaterland“, aber auch das bissige „Aber bitte mit Sahne“), dann sind dann desweiteren seine „philosophischen“ Beiträge wie „Was wirklich zählt auf dieser Welt“ oder „Ich glaube“ und „Mein Freund der Clown“.

Und ja, auch seine romantischen Schmachtfetzen haben es mir angetan („Mercie Cherie“, „Was ich dir sagen will“, „Warum nur warum“) und dann auch seine „anzüglichen“ Lieder („Es wird Nacht, Senorita“ oder auch das köstliche „Anuschka“).

Kurz und gut: Udo Jürgens ist weitaus mehr als Schlagersänger …

Davon kann man sich hier überzeugen und wer die volle Dröhnung Udo Jürgens will … ist hier mehr als gut bedient! (Wenngleich auch der Knaller „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ irgendso ein Remake und eben nicht die Originalfassung ist!)

Und irgendwie habe ich heute mit diesen Lieder Abschied von Joachim Fuchsberger genommen … und von diesem Joachim Fuchsberger wird hier demnächst noch mehr zu lesen sein.

BackCover

Titel:
01. Merci Cherie (Jürgens/Hörbiger) 3.15
02. Warum nur warum (Jürgens) 2.40
03. Mein Freund der Clown (Jürgens/Brandin) 3.03
04. Was ich dir sagen will (Jürgens/Fuchsberger) 3.31
05. Jenny (Jürgens) (Version 1973) 3.14
06. Sag ihr, ich laß sie grüßen (Jürgens/Bohlen) 3.04
07. Dein letzter Brief (Jürgens/Brandin) 2.28
08. Ich glaube (Jürgens/Brandin) 3.45
09. Sag mir wie (Jürgens/Relin) 2.52
10. Immer wieder geht die Sonne auf (Jürgens/Hörbiger) 3.06
11. Ein ehrenwertes Haus (Jürgens/Kunze) 3.30
12. Aber bitte mit Sahne (Jürgens/Hachfeld/Spahr) 3.38
13. Do Swidanja (Jürgens/Brandin) 4.03
14. Spiel Zigan, spiel (Jürgens/Brandin) 3.34
15. Anuschka (Jürgens/Brandin) 2.53
16. Der Teufel hat den Schnaps gemacht (Jürgens/Kunze) 2.45
17. Ich bin wieder da (Jürgens) 2.39
18. Mathilda (Span) 3.03
19. Cottonfields (Ledbetter) 3.05
20. Es wird Nacht, Señorita (Aufray/Brandin) 2.13
21. Wahre Liebe ist ganz leise (Jürgens/Relin) 2.53
22. Lieb Vaterland (Jürgens/Hachfeld) 4.13
23. Deine Einsamkeit (Jürgens/Brandin) 4.00
24. Matador (Jürgens/Brandin) 3.39
25. Der große Abschied (Jürgens/Fuchsberger) 3.39
26. Was wirklich zählt auf dieser Welt (Jürgens/Brandin) 2.28
27. Eine Art von Serenade (Jürgens/Mey) 2.45
28. Dann kann es sein, daß ein Mann auch einmal weint (Jürgens/Fuchsberger) 3.00
29. Ich glaube an die Liebe (Jürgens/Loose) 3.38
30. 17 Jahr, Blondes Haar (Jürgens/Hörbiger) 2.33
31. Griechischer Wein (Jürgens/Kunze) 4.06
32. Und dabei könnt‘ sie meine Tochter sein (Jürgens/Kunze) 3.50
33. Zeig mir den Platz an der Sonne (Jürgens/Hachfeld) 3.54
34. Es war einmal ein Luftballon (Jürgens/Krüss) 2.34
35. Es wär so schön, die ganze Nacht bei dir zu bleiben (Jürgens) 3.25
36. Geschieden (Hachfeld/Delpech/Vincent) 3.57
37. Ein neuer Morgen (Jürgens/Kunze) 5.18
38. Vier Stunden in der Woche (Jürgens/Kunze) 4.31
39. Illusionen (Jürgens/Alexandra) 3.29
40. Auf der Straße der Vergessenheit (Jürgens/Hachfeld) 4.50

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Booklet

Helmut Wulz + A-cappella Chor Villach – Land und Leut´ im Lied (60er Jahre)

frontcover1Schon irgendwie interessant, dass justament ich mich hier auch der aktiven Heimatpflege widme.

So, wie in diesem Beispiel.

Diese Sammlung von alten Liedern aus Kärnten werden mit einer großen Innigen vom A-capella Chor Villach interpretiert.

Dieser Chor wäre wohl ohne den Helmut Wulz nicht denkbar gewesen:

Mag. Prof. Helmut Wulz (* 21.5.1936 in Klagenfurt) erhielt seine musikalische Ausbildung an der Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt und am Kärntner Landeskonservatorium. Anschließend Schulmusik- und Kompositionsstudium an der Musikakademie Wien sowie Germanistik und Volkskunde an der Universität Wien.

Von 1956 bis 1962 Mitglied des Wiener Akademie-Kammerchores, Konzertreisen in zahlreiche europäische und aussereuropäische Länder unter Günther Theuring und Th. Christian David.

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Helmut Wulz, 1964

Seit 1964 leitet Helmut Wulz den A cappella Chor Villach. Neben dieser Tätigkeit war Helmut Wulz auch Bundeschorleiter des Kärntner Sängerbundes, ist Referent bei zahlreichen Chorleiterkursen, Mitglied des Kärntner Volksliedwerkes und seit 45 Jahren Leiter der Kärntner Singwoche am Turnersee (Anderluh – Singwochen).

Volksliedpublikationen und Beiträge zur Volksliedforschung, besonders die Erforschung von Singüberlieferungen aus deutschen Siedlungsgebieten in Osteuropa, haben ihm in dieser Sparte überregionale Anerkennung gebracht.
In Anerkennung seiner vielfältigen kulturellen Tätigkeit erhielt Helmut Wulz zahlreiche hohe Auszeichnungen, darunter die Walther von der Vogelweide-Medaille“ in Gold des österreichischen Sängerbundes, den Großen Kulturpreis des Landes Kärnten und als jüngste anerkennende Ehrung die Ehrenbürgerschaft der Stadt Villach (März 2007). (Quelle: a-cappella-chor-villach.chor.at)

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ORF, 2012

Man könnte sich nun zurüccklehnen und den wirklich stimmungsvollen Gesängen lauschen.

Aber ganz so einfach ist es leider nicht.

Denn auf der Hülle wird mehrfach ein „A.Anderluh“als Bearbeiter des traditionellen Liedgutes genannt:

Anton Anderluh (* 11. März 1896 in Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten; † 3. Jänner 1975[1] ebenda) war ein österreichischer Volksmusiksammler und Nationalsozialist.

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Anton Anderluh

Anton Anderluh war als Musiklehrer in Klagenfurt tätig. Er veranstaltete ab 1952 die Turnersee-Singwochen, die wesentlich zur Volksmusikpflege in Österreich beitrugen. Sein Hauptwerk, die Edition „Kärntner Volksliedschatz“ (12 Bände, 1960–75), wurde von Walter Deutsch abgeschlossen.

Von 1938 bis 1945 war Anderluh Direktor der Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt Klagenfurt. Des Weiteren war er Leiter des „Gauausschusses für Volksmusik in Kärnten“ und „Landesleiter der Reichsmusikkammer für Kärnten“. Eine vom Klagenfurter Stadtsenat eingesetzte Historikerkommission attestierte ihm im Juni 2008, „mehr“ als nur ein „Mitläufer des NS-Schreckensregimes“ gewesen zu sein. Eine Umbenennung der Klagenfurter Anderluhstraße wurde allerdings, im Unterschied zu vier anderen Fällen, für nicht zwingend erachtet. (Quelle: wikipedia)

Und so kann einem – trotz des angenehmen Chorgesangs nur speiübel werden.

Es gibt diesen saublöden Spruch: „Wo man singt, da lass dich nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder“ … da kann ich eigentlich nur höhnisch auflachen.

Und das ist die Crux, die Bürde der deutschsprachigen Volksmusik … nur zu oft, wurde sie vom braunen Dreck und Gesindel missbraucht. Und so steigen in mir wieder all die alten Vorurteile über diese Musik auf.

Aber: dafür kann der A-cappella Chor Villach nun wirklich nichts.

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Der Chor bei der Probe, 1968

Besetzung:
A-cappella Chor Villach unter der Leitung von Helmut Wulz
+
Franz Poglitsch (vocals bei 12.)

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Titel:
01. In der Mölltalleitn (Traditional) 2.09
02. Is schon allweil mei Freud (Glawischnig/Mulle) 2.05
03.1. Mei Diandle hat zwa Äugalan (Traditional) 5.08
03.2. Hast ma ja gsagt (Traditional)
03.3. Es hat ja schon drei gschlagn (Traditional)
04. Wo i geh, wo i steh (Traditional) 1.43
05. O Rosntal (Traditional) 2.56
06. In die Alm, wann i geh (Fleiß/Bünker) 1.27
07. I wollt, i bsass die Länder (Traditional) 1.48
08. Hollabam-Schnas’n (Traditional) 2.32
09. Aufn Heubodn is a Diandle drobm (VW) 2.01
10. Und an Buam han is gliabt (Traditional) 2.04
11. Übarn Nock bin is gangan (Glawischnig/Mulle) 2.17
12. Um mi uma de Fremb (Stimpfl/Gerdej) 2.15

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Hüllentext

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Helmut Wulz, 2016

Therese Giehse – Therese Giehse singt Brecht (1975)

FrontCover1Ganz sicher war sie eine der ganz großen Schauspielerinnen des letzten Jahrhunderts:

Therese Giehse, geborene Therese Gift, (* 6. März 1898 in München; † 3. März 1975 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin.

Therese Giehse kam 1898 als Tochter des jüdischen Kaufmannsehepaars Gertrude und Salomon Gift zur Welt. Von 1918 bis 1920 nahm Giehse Schauspielunterricht bei Tony Wittels-Stury. Ihre Saison-Engagements von 1920 bis 1926 („meine Lernjahre“) führten sie durch die Provinz: Siegen/Westfalen, Gleiwitz/Oberschlesien, Landshut/Niederbayern, die Bayerische Landesbühne, Breslau bei Paul Barney. Von 1926 bis 1933 war sie Mitglied an den Münchner Kammerspielen bei Otto Falckenberg.

Giehse gründete Anfang 1933 zusammen mit ihrer Freundin Erika Mann sowie mit deren Bruder Klaus Mann, der ihr später seinen Roman Mephisto widmete, in München das Kabarett „Die Pfeffermühle“. Mit diesem emigrierte sie noch im gleichen Jahr, da sie als Jüdin und politisch links stehende Künstlerin mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten rechnen musste. Erste Station ihrer Flucht war Zürich. Danach verlief ihr Fluchtweg von 1934 bis 1936 über Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Österreich bis in die Tschechoslowakei. Am 26. April 1936 erlebte die „Pfeffermühle“ ihre 1000. Vorstellung in Amsterdam.

Am 20. Mai 1936 heiratete die lesbische Giehse den homosexuellen englischen Schriftsteller John Hampson-Simpson († 1955), um auf diese Weise einen britischen Pass zu erhalten und so dem Zugriff der Nationalsozialisten entgehen zu können. 1937 wurden in Amerika begonnene Aufführungen der „Peppermill“ nach kurzer Zeit wegen Erfolglosigkeit wieder eingestellt. Sie kehrte an das Zürcher Schauspielhaus zurück, dem sie ihr Leben lang treu blieb. Nach 1945 stand sie in München, Berlin, Salzburg und auch in Wien auf der Bühne.

Therese Giehse in der Rolle der Mutter Courage, Porträt von Günter Rittner, 1966

Therese Giehse in der Rolle der Mutter Courage, Porträt von Günter Rittner, 1966

Als zeitweiliges Mitglied des Berliner Ensembles von Bertolt Brecht war Giehse nach dem Krieg eine gefragte Interpretin seiner Werke. So erschien ihr Rezitations-Abend Ein Bertolt Brecht-Abend mit Therese Giehse auf mehreren Schallplatten sowohl in der BRD wie auch in der DDR.

Therese Giehse starb 1975 drei Tage vor ihrem 77. Geburtstag in München. Während der Gedenkfeier in den Münchner Kammerspielen starb der Regisseur Paul Verhoeven an Herzversagen, als er während der ersten Sätze seines Nachrufs auf Giehse zusammenbrach. Therese Giehse wurde auf ihren eigenen Wunsch auf dem Friedhof Fluntern in Zürich begraben.Als zeitweiliges Mitglied des Berliner Ensembles von Bertolt Brecht war Giehse nach dem Krieg eine gefragte Interpretin seiner Werke. So erschien ihr Rezitations-Abend Ein Bertolt Brecht-Abend mit Therese Giehse auf mehreren Schallplatten sowohl in der BRD wie auch in der DDR.

Während der Zeit von 1937 bis 1966 war Giehse am Schauspielhaus Zürich sowohl als festes Ensemblemitglied wie auch als Gast engagiert. Sie wirkte in den Brecht-Uraufführungen von Mutter Courage und ihre Kinder am 19. April 1941 sowie von Herr Puntila und sein Knecht Matti am 23. April 1948 mit. Am 22. September 1949 spielte sie in der ersten Premiere nach ihrer Emigration an den Kammerspielen in München in Der Biberpelz von Gerhart Hauptmann mit. Von 1949 bis 1952 war Giehse Mitglied am Berliner Ensemble und von 1949 bis 1973 auch an den Münchner Kammerspielen engagiert.

Am Zürcher Schauspielhaus wirkte Giehse in den Uraufführungen von Friedrich Dürrenmatts Theaterstücken Der Besuch der alten Dame am 29. Januar 1956 sowie in Die Physiker am 21. Februar 1962 mit. Die Physiker wurden ihr vom Autor gewidmet. An den Kammerspielen in München wirkte sie am 4. Oktober 1967 in der Uraufführung von Die Landshuter Erzählungen von Martin Sperr mit.

Am 24. Juni 1955 verlieh man ihr das Filmband in Silber für ihre Rolle in dem Spielfilm Kinder, Mütter und ein General.

Am 10. November 1988 wurde Giehse mit einer Briefmarke der Dauermarken-Serie Frauen der deutschen Geschichte geehrt. Da es sich bei dem Wert der Marke seinerzeit um das Standardporto für Briefe handelte, wurde Giehse hierdurch auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

In München wurde 1975 die Therese-Giehse-Allee in Neuperlach nach ihr benannt, in Unterschleißheim 1995 die Therese-Giehse-Realschule. In Zürich-Oerlikon existiert eine Therese-Giehse-Straße. Im Hamburger Bezirk Bergedorf ist im Stadtteil Neu-Allermöhe-Ost ebenfalls eine Straße nach ihr benannt, der Therese-Giehse-Bogen. Auch in Berlin-Spandau gibt es eine Therese-Giehse-Straße. (Quelle: wikipedia)

Therese Giehse in

Und die interessante Seite fembio weiß folgendes über Therese Giehse zu berichten:

Thereses gutbürgerliche jüdische Familie riet ihr davon ab, zum Theater zu gehen; sie sei »doch überhaupt nicht schön«. Zum Glück besaß die junge Frau schon früh ihren später so berühmten Eigensinn und folgte dem eigenen Willen – und wurde zur überragenden und beliebten, immer sozial und politisch engagierten Schauspielerin, die von der Weimarer Republik bis zu ihrem Tode fast ununterbrochen das moderne Theaterleben bereicherte und schließlich prägte. Nach sieben »Lehr- und Wanderjahren« in der Provinz wurde Giehse 1926 nach München an die Kammerspiele geholt. Zu den vielen politischen Dramen, die damals dort aufgeführt wurden, zählt auch Cyankali, das Stück des Arztes und Schriftstellers Friedrich Wolf gegen den Paragraphen 218.

Giehse, eine der meistbeschäftigten SchauspielerInnen an den Kammerspielen, war bei Hitler und seinen Nazis, die das Theater trotz seines politischen Protestcharakters oft besuchten, besonders beliebt. »Endlich ein deutsches Weib in diesem verjudeten Haus!« meinten sie, aus Unkenntnis ihrer jüdischen Herkunft. Auch Thornton Wilder, Karl Kraus und Thomas Mann gehörten zu ihren Bewunderern.

BriefmarkeKnapp einen Monat vor der Machtübernahme der Nazis gründeten Therese Giehse, Erika und Klaus Mann und der Musiker Magnus Henning in München das literarische Kabarett Die Pfeffermühle. Das Kabarett, das »indirekt politisch« gegen die Nazis arbeitete, mußte bald ins Ausland, und am 13. März 1933 floh Therese Giehse zur Mann-Familie in die Schweiz. Bis 1937 reiste sie mit der Pfeffermühle quer durch Europa. Die international beliebte deutsche EmigrantInnentruppe feierte am 26.4.36 in Amsterdam ihre 1000. Vorstellung, bevor sie sich 1937 nach einer enttäuschend verlaufenen Amerika-Tournee auflöste. Erika Manns Versuch, die antifaschistische Botschaft der Pfeffermühle auch in New York zu verkünden, war auf taube Ohren gestoßen.

1936 hatte Giehse den schwulen englischen Schriftsteller John Hampson-Simpson geheiratet, um zu einem britischen Pass zu kommen, da die EmigrantInnen von Hitler ausgebürgert worden waren. Über ihre Liebesbeziehung zu Erika Mann in dieser Zeit hatte sie ihrer späteren Gesprächspartnerin und Biographin Monika Sperr »nichts zum Sagen«, wie sie sich auch grundsätzlich dagegen sträubte, etwas über ihr Privatleben preiszugeben: »Aber über mich red’ ich nicht.«

Nach der Auflösung der Pfeffermühle ging Giehse zurück ans Zürcher Schauspielhaus. Aus dem finnischen Exil schickte Brecht ihr 1941 seine Mutter Courage zur Uraufführung. 1948 begann dann ihre entscheidende Zusammenarbeit mit Brecht, der sie 1949 nach Berlin an sein Berliner Ensemble holte. Dort hat sie auch selbst (im Zerbrochenen Krug) Regie geführt. Nach 1952 wieder an den Münchener Kammerspielen, war sie mit Marieluise Fleisser befreundet, in deren Komödie Der starke Stamm sie 1950 die Hauptrolle spielte.

Während der 50-er und 60-er Jahre machte Giehse die großen Frauenrollen von Friedrich Dürrenmatt berühmt und trat im Film (Mädchen in Uniform, Kinder Mütter und ein General u.a.) und im Fernsehen auf. Bis zuletzt war sie aktiv und engagiert, stets für neue Ideen offen, vor allem für die Bemühungen von jungen Theaterleuten wie Peter Stein, Martin Sperr, Franz Xaver Kroetz. Nach einer Augenoperation starb Therese Giehse unerwartet an Nierenversagen. (Quelle: fembio)

Als Therese Giehse dann 1975 verstarb veröffentlichte man diesen Zusammenschnitt von Aufnahmen die zwischen 1967 – 1972 auf der Deutschen Grammophon unter dem Titel „Ein Berthold Brecht Abend“ erschienen sind (2 Alben).

So sperrig ihr Gesangsstil auch sein mag, so überzeugend ist er … und man kann sich nicht nur von der Giehse begeistern lassen, sondern wiedermal mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen, mit welcher Sprachgewalt Berthold Brecht seine bissigen aber auch verzweifelten Kommentare formuliert hat.

Therese Giehse mit Klaus Havenstein in dem Film

Besetzung:
Therese Giehse (vocals)
+
Peter Fischer (musikalische Leitung)

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Titel:

Die Lieder der Mutter Courage:
01. Lied der Mutter Courage 5.40
02. Das Lied von der grossen Kapitulation 4.38
03. Das Wiegenlied 1.13
(Musik: Paul Dessau)

Die Lieder der Mutter:
04. Lob des Kommunismus 1.17
05. Lob der dritten Sache 0.58
(Musik: Hanns Eisler)

Lieder von Hanns Eisler:
06. Ballade vom Wasserrad 4.12
07. Deutsches Miserere 2.20
08. Lied einer deutschen Mutter 1939 1.32
09. Mutter Beimlen 1.47

Lieder von Peter Fischer:
10. Der Apfelböck oder die Lilie auf dem Felde 4.52
11. Der Wolf ist zum Huhn gekommen 1.48
12. Die Krücken 1.40
13. Das Lied von der Tünche 2.28
14. Die haltbare Graugans 1.55
15. Lied der Schwestern 2.09
16. Gegen Verführung 1.33
17. Grosser Dankchoral 2.25

Alle Texte: Bertholt Brecht

LabelB1

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Weihnachten 2018 (01): Verschiedene Interpreten – Süßer die Glocken nie klingen – Ein festliches Weihnachtskonzert (1968)

FrontCover1.JPGUnd die diesjährige Advents- und Weihnachtssaison geht gleich gut los: Hier ein opulentes Festkonzert zur Weihnachtszeit, dargeboten von Künstlern … bei denen das Bildungsbürgertum der 60er Jahre ganz sicher nur mit der Zunge schnalzte … und die 2 LP´s waren in einer aufwendigen Box verpackt. Aufwendig z.B., weil bei der Vorderseite bei der Box ein Oval ausgestanzt war, in dem man dann die schneebedeckte Landschaft sehen konnte, die das Bild zum Begleitheft war.

Die Musik ist eine Mischung aus traditionellen ‚Weihnachtslieder und klassischen Kompositionen (Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart u.a.) zur Weihnachtszeit.

Und klangvolle Namen wie Rudolf Schock, Erika Köth und Ingeborg Hallstein hätten meine Eltern doch sehr erfreut. Wir hören aber auch gänzlich unbekannte Namen wie der „Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh“ und das „Siegerland Orchester“

Ja und dann noch etliche Orgelwerke (gespielt von Organisten wie Markus Rauschner und Flor Peesters)

Und mein Vater, ja, der hätte zumindest innerlich gestrahlt, wenn er das schlesische Weihnachtslied „Transeamus usque Bethlehem“ gehört hätte.

Und wer glaubt, er kenne alle Weihnachtslieder täuscht sich. Zumindest mir war z.B. „Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe “ oder „Lobe den Herren, den mächtigen König“ bis dato gänzlich unbekannt.

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Schade nur, dass insbesondere die katholische Kirche von dieser Friedensbotschaft eigentlich kaum Notiz nahm in all den Jahrhunderten … dafür soll sie in der Hölle schmoren !

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Und erneut bin ich verwundert, dass uns diese oftmals sehr alten Melodien (so stammt z.B. der Weihnachtsklassiker „Zu Bethlehem geboren“aus dem Jahr 1638; komponiert wurde es in Köln).

Nun ja … ich habe vorhin ja die Bildungsbürger der 60er Jahre angesprochen … und im Jahr 2018 sitzt dann so ein ex-68er vor dem PC und überlegt, ob er nicht just diese Aufnahmen für das heurige Weihnachtsfest auflegen soll (quasi als Referenzaufnahme) … und der kleine, eigene Bildungsbürger sitzt ihm dabei grinsend auf der Schulter…

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Titel:

Sänger und Bläser der Westfälischen Kantorei:
01. Herr, unser Herrscher (Schütz) 5.16

Flor Peesters:
02. Bun Komm, der Heiden Heiland (Buxtehude) 2.22

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
03. Vom Himmel hoch, da komm´ ich her (Luther) 2.10

Das Südwestdeutsche Kammerorchester:
04. Pastorale (Manfredini) 4.49

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
05. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 2.02

Der Dresdner Kreuzchor:
06. Ein Kind ist uns geboren (Schütz) 4.07

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
07. Es ist ein Ros´ entsprungen (Preatorius) 2.18

Ingeborg Hallstein, Franz Lehrndorfer & Orchester des Bayerischen Rundfunks:
08. Alleluja (Mozart) 2.32

Der Dresdner Kreuzchor:
09. Hodie Christus natus est (Sweelinck) 4.22

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
10. Zu Bethlehem geboren (Traditional) 2.32

Markus Rauschner:
11. Air aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 (Bach) 2.56

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
12. Vom Himmel hoch, o Englein kommt (Traditional) 3.03

Flor Peesters:
13. In dulci jubilo BWV 618 (Bach) 1.40

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
14. Dank sei dir, Herr (Händel) 3.55

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
15. Gloria patri BWV 243 (Bach) 2.36

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
16. O du fröhliche (Traditional) 2.31

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
17. Magnificat anima mea BWV 243 (Bach) 3.50

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
18. Denn es uns ein Kind geboren (Händel) 5.11

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
19. Ich steh´ an deiner Krippen hier BWV 469 (Bach) 3.04

Die Berliner Symphoniker:
20. Pastorale (Händel) 2.53

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
21. Ehre sei Gott in der Höhe (Händel) 1.55

Markus Rauschner:
22. Ave verum corpus (Mozart) 3.31

Erika Köth & & Die Berliner Symphoniker:
23. O Jesulein zart (Traditional) 2.55

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
24. Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn (Händel) 3.43

Der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh & Das Siegerland Orchester:
25. Gloria in excelsis Deo BWV 191 (Bach) 6.24

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
26. Herbei o ihr Gläubigen (Traditional) 2.12

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer:
27. Transeamus usque Bethlehem (Schnabel) 2.50

Markus Rauschner:
28. Lobe den Herren, den mächtigen König (Walter) 3.37

Der Bielefelder Kinderchor & Friedrich Wilhelm Schnurr:
29. Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe (Reichardt) 2.07

Erika Köth, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
30. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 4.00

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
31. Hallaluja (Händel) 4.42

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Die Rückseite der Box

Verschiedene Interpreten – Sonne, Süden, Amore – Stars & Hits aus Italien (Folge 1) (2007)

FrontCover1Okay, die Jahreszeit ist nicht passend, aber vielleicht vermittelt dieser wunderbare Sampler dann doch ein paar warme Gefühle.

Und die famose Schallplattenbar beim Sender WDR 4 hatte bei diesem Sampler entscheidenden gestalterischen und künstlerischen Anteil und schon wieder habe ich einen Grund, die öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Sender in Deutschland zu preisen.

Auf der CD sind italienische Hits in deutscher Fassung und italienische Stars mit deutschen Aufnahmen zu hören. Damit dokumentiert dieser Tonträger einen interessanten Aspekt der deutschen Schlagergeschichte: Seit den 50er Jahren sind Melodien, vor allem vom italienischen San Remo Festival über den Brenner nach Deutschland gekommen. Und wurden hier durch Peter Alexander, Caterina Valente oder Fred Bertelmann zu Evergreens. Auch damals schon, verstärkt aber ab den 60er Jahren haben es italienische Sängerinnen und Sänger versucht, bei uns Hits zu landen. Und diese Versuche waren nicht vergeblich! Man denke an Mina, Rita Pavone oder an Bobby Solo.

SingelHüllen1

Alle genannten Interpreten können Sie auf dieser CD hören. Eine vergleichbare Zusammenstellung mit deutschen Coverversionen italienischer Hits und italienischen Stars mit deutschen Aufnahmen hat es bisher nicht gegeben. Diese CD ist prall gefüllt mit 25 (!) Originalaufnahmen aus den Jahren 1955 bis 1980. Die großen Hits sind zu finden, aber auch Raritäten, von denen viele noch nie auf CD zu hören waren. Dazu zählen auch einige Aufnahmen, die in den 60er Jahren auf „Italia“-Schallplatten veröffentlicht wurden. So feierte „Italia“-Schallplatten 1964 den Sieg von Gigliola Cinquetti in San Remo und ein paar Wochen später sogar den Sieg beim Grand Prix. „Non ho l`età (per amarti)“ hieß der zweifache Siegertitel, den Gigliola Cinquetti auch in deutscher Sprache aufnahm. Interessanterweise hat auch die deutsche Fassung, die auf dieser CD wiederveröffentlicht wurde, eine italienische Titelzeile bekommen: „Luna nel blu“…

SingelHüllen2
Ganz schmerzlich habe ich bei dieser Edition den Peppino di Capri (was für ein Name !) vermisst, und deshalb werde ich ihm demnächst einen eigenen kleinen Beitrag widmen. Ansonsten erfreue ich mich an diesem Liebhaber-Projekt ganz enorm.

SingelHüllen3

Titel:
01. Peter Alexander:  Bambina (Nel Blu Dipinto Di Blu) (Modugno/Migliacci/Feltz) 2.24
02. Vico Torriani: Azzurro (Feltz/Conte/Pallavicini) 2.55
03. Siw Malmkvist & Umberto Marcato:  Sole Sole Sole (Casadei/Blecher/ Zanin) 3.00
04. Betty Curtis: Sì Sì Sì, No No No (Meyer/Hertha) 2.18
05. Lino Moreno: Dieser Tag wird schön (Piccola E Fragile) (Albertelli/Riccardi/Lego) 4.39
06. Anita Traversi: Meine Welt bist du (Il Mio Mondo) (v.Bindi/Helmer)  3.11
07. Paul Kuhn: Quando Quando Quando (Renis/Bradtke) 2.45
08. Raffaella Carrà: Liebelei (A Far L’Amore Comincia Tu) (Pace/Bracardi) 2.44
09. Elisa Gabbai: Vorbei sind die Tränen (In Un Fiore) (Bradtke/Mogol/Donida) 2.15
10. Gigliola Cinquetti: Luna Nel Blu (Non Ho L’Età) (Nisa/Panzeri/Hertha) 2.58
11. Adriano Celentano:  Es bleibt die Zeit für keinen steh’n (Il Tempo Se Ne Va) (Cutugno/Minellono/Mori) 3.06
12. Patty Pravo: Das Paradies auf dieser Welt (Il Paradiso) (Mogol/Battasti/Fishman/Jay) 2.40
13. Uwe Spier: So prima wie die Vera (Sei Diventata Nera) (Lilibert/Cassano/Minerbi) 2.10
14. Tonia: Karussell (Gli Occhi Miei) (Donida/Bradke/Mogol) 2.45
15. Michele: Grosse Liebe kaputt! (Finito) ((Munro/Fussola) 2.24
16. Bobby Solo: Ich sehe dich weinen (Se Piangi, Se Ridi) (Satti/Marchetti/Mogol/Bradtke) 2.54
17. Ornella Vanoni: Schade-schade (Poco Sole) 2.16
18. Peter Beil: Alle meine Träume (Io Che Non Vivo ) (Buschor/Pallavicini/Donaggio) 2.34
19. Fred Bertelmann: Arrivederci Roma (Rascel/Woezel/Glando) 2.38
20. Wilma Goich: Dream Love (Mayer/Hertha) 2.51
21. Rita Pavone: Ich frage meinen Papa (Viva La Pappa Col Pomodoro) (Wertmüller/Rota) 2.01
22. Mina: Wenn du an Wunder glaubst (Il Cielo In Una Stanza) (Paoli/Bradtke) 2.57
23. John Foster:  Amore, bleib bei mir (Amore Scusami) ( Mescoli/Pallavivini) 2.55
24. Carmela Corren: Verzeih mir (Perdono) (Saffici/Mogol/Aarthaler) 2.51
25. Caterina Valente: Vieni Vieni (Alla Fine Della Strada) (Pilat/Pace/Panzeri/Arnie) 3.03

BackCover1

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SingelHüllen4