Giuseppe di Stefano – Singt die schönsten italienischen Lieder (1974)

FrontCover1Den kennt man auch nicht mehr:

Giuseppe Di Stefano (* 24. Juli 1921 in Motta Sant’Anastasia (CT), Italien; † 3. März 2008 in Santa Maria Hoè (LC), Italien) war ein italienischer Opernsänger (Tenor). Er wird zu den wichtigsten Tenören des 20. Jahrhunderts gezählt.

Nach seinem Studium bei Adriano Tocchio, Luigi Montesanto und Mariano Stabile gab er 1946 sein Debüt in Reggio Emilia in der Rolle des Des Grieux in Jules Massenets „Manon“. Am 15. März 1947 trat er in derselben Rolle an der Mailänder Scala auf und ein Jahr später debütierte er an der Met, wo er als Faust (Gounod), Rodolfo (La Bohème) und wieder als Des Grieux große Triumphe feierte. Er sang an fast allen großen Opernhäusern der Welt. Bekannt wurde er durch seine häufigen Auftritte an der Seite von Maria Callas.

Erste stimmliche Probleme traten nach Überbeanspruchung 1963 am Londoner Covent Garden bei einer Aufführung von Puccinis La Bohème auf, und Di Stefano musste im Folgejahr durch einen jungen Nachwuchssänger ersetzt werden: Das war der Beginn der Karriere von Luciano Pavarotti.

Mehrere Comeback-Versuche Di Stefanos, unter anderem 1973 mit Maria Callas, scheiterten, woraufhin er sich nach Afrika zurückzog. Dort lebte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Monika mehrere Monate im Jahr in Diani an der Küste Kenias südlich von Mombasa. Anfang Dezember 2004 wurden er und seine Ehefrau in ihrem Haus von Unbekannten überfallen. Di Stefano erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und wurde in einem Krankenhaus in Mombasa zweimal operiert. Nachdem sich sein Gesundheitszustand nicht verbesserte, wurde er daraufhin in die Neurochirurgische Abteilung der Klinik San-Raffaele in Mailand verlegt. Von seinen Verletzungen hat er sich nicht mehr erholt; im Dezember 2007 fiel er erneut in ein Koma und verstarb am 3. März 2008 in seinem Wohnhaus in der Nähe von Mailand.

Giuseppe di Stefano im Jahr 1946

Giuseppe di Stefano im Jahr 1946

Giuseppe Di Stefano war zweimal verheiratet 1949 mit Maria Girolami, mit ihr hatte er einen Sohn und eine Tochter, (Sie erkrankte schwer, so dass er 1973 eine Tournee organisierte, für die er auch Maria Callas überreden konnte. Wobei ein Großteil seiner Gage für die Finanzierung der ärztlichen Behandlungen verwendet wurde). Seit 1994 war er dann mit der Sopranistin Monica Curth bis zu seinem Tode verheiratet. (Quelle: wikipedia)

Bemerkenswert und das spricht für die Bedeutung italienischer (Kunst)-Lieder in Deutschland, dass man diesem Tenor gleich ein Doppelalbum widmete. Wer also in italienischen Schmachtfetzen schwelgen will, sollte zuschlagen. Die Aufnahmen entstanden – zumindest haben das meine klitzekleinen Recherchen ergeben – so Mitte der 60er Jahre

Booklet1

Besetzung:
Giuseppe di Stefano (vocals)
+
Orchester Iller Pattacini

BackCover1

Titel:
o1. O Sole Mio (Capua/Capurro) 4.20
02. Nuttata E Sentimento (Capalongo/Cassese) 3.14
03. O Messe  De E´Rrose (Bonavolonta/Manlio) 3.25
04. Vierno (Acampora/De Gregoriol) 3.36
05. Napule Ca Se Ne Va (Tagliaferri/Murolo) 2.00
06. Canzone Appassionata (Mario) 2.20
07. Dicitencello Vuie (Falvo/Fusco) 4.04
08. Addio, Mia Bella Napoli (Cottrau) 3.17
09. E Rrose E Tu (Rendine/Pisano) 3.37
10. Comme Facette Mammeta (Gambarella/Capaldol) 2.36
11.  I´Te Vurria Vasa (Capua/Russo) 3.07
12. Tutta Pe Mme (Lama/Fiore) 3.12
13. Mille Churubini In Coro (Melicher) 2.37
14. Mamma (Bixio/Cherubini) 3.12
15. Rondine Al Nido (De Crascenzo-Sica) 2.52
16. Serentata Da Millioni Di Arecchino (Drigo) 2.54
17. Non Ti Scordar Di Me (De Curtis/Furno) 3.14
18. Su Vuoi Goder La Vita (Bixio/Cherubini) 2.48
19. La Canzone Dell´Amore (Bixio/Cherubini) 2.54
20. Mallinconia D´Amore (D´Anzi) 2.59
21. E Rrose E Tu (Rendine/Pisano) 2.21
22. Incantsimo (Olivieri-Deani) 2.11
23. Tristezze (Charin/Giacobetti) 1.54
24. Tu Non Millascerai (D´Anzi/Galdieri) 3.09

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Eric Clayton And His Band – Hot & Sweat In Guitar Beat (60er Jahre)

FrontCover1.JPGEine arg rätselhafte Langspielplatte aus der Rubrik „Billiglabels aus Deutschland“ … Erstmal stolpert man über den Namen „Eric Clayton“ und denkt spontan an Eric Clapton und reibt sich ein wenig verwundertdie Augen.

Erst dachte ich, da hat sich dieses Label („Falcon-Schallplatten sind ein Spitzenprodukt der Firma Falcon-Schallplatten, 2 Hamburg 70, Am Pulverhof 11, Tel. 66 08 89“) einen perfiden Marketing-Trick einfallen lassen, um bei flüchtigen Leser den Eindruck zu erwecken, man erwerbe ein Produkt von Eric Clapton.

Ich denke mal, Eric Clapton wurde als „Star“ erst so um 1966/67 als er mit den von mir so geliebten Cream Furore machte, bekannt.

Die Hüllengestaltung (junge Mann mit lockigem Haar),weist irgendwie darauf hin, dass diese Scheibe wohl  so um 1969 erschien … Auf der LP selber findet man natürlich keine Angabe zum Jahr der Veröffentlichung und meine bisherigen Recherchen haben auch nichts zu Tage gefördert, was einen wirklichen Hinweis auf das Erscheinungsjahr geben würde.

Nun ja, dann wird sich dieses Rätsel halt momentan nicht klären lassen.

Musikalisch wird allerdings alles andere als ein „Beat-Sound“ geboten. Bei den Songs  handelt es sich viel eher um eine Sammlung von Traditonals, die man eher dem damaligen Folkore-Trend zuordnen kann. Von wegen „hot“ ! Von wegen „Beat“ !

Und nachdem man sich damals nicht mal die Mühe machte, die Komponisten der einzelnen Song zu benennen, habe ich das, wo es mir möglich war, nachgeholt. Und dabei erstaunliches entdeckt: Der Spotnick Hit „Happy Guitar“ klingt ein wenig wie ein vorweg genommener CCR – Sound. Und etliche Songs haben ihren Ursprung in Mexico und sind ja eigentlich traditionelle Protestsongs wie z.B. „La Cuccaracha“, „La Golondrina“ oder „Cielito Lindo“.

So gesehen, eine rätselhafte aber durchaus interessante Scheibe und für alle gedacht, die ihr Skurillitäten-Archiv erweitern wollen. Und die gelegentlich aufblitzenden Klänge der Farfisa-Orgel sind einfach nur putzig.

BackCover1

Besetzung:
Eric Clayton And His Band

Titel:
01. Happy Guitar (de Angelis) 1.34
02. La Cuccaracha (Traditional) 2.00
03. Guantanamera (Fernández) 2.59
04. La Bamba (Traditional/Valens) 1.59
05. Greensleeves (Traditional) 2.55
06. The Long Run () 2.04
07. Cielito Lindo () 2.04
08. Going On (unbekannt) 2.33
09. La Paloma (de Yradier) 3.24
10. Londonderry Air (Traditional) 2.58
11. La Golondrina (Sevilla) 2.48
12. Plaisir d´amour (Martini) 3.40
13. Happy Saloon (unbekannt) 2.41
14. Gospel Time (unbekannt) 2.26

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Verschiedene Interpreten – Halbstark – Die wilden 50er und 60er (1991)

FrontCover1Da haben wir auf der einen Seite so einen „billigen“ Sampler, der 1991 erschienen ist und von dem Privatsender „Pro 7“ promoted wurde und dann haben wir auf der anderen Seite einen Sampler, der letztlich das musikalisch kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation repräsentiert … einer Generation die mittlerweile in Rente ist (oder demnächst in Rente gehen wird … ) Und natürlich ist hier nur von der pre-Beat-Ära die Rede … denn als Liverpool musikalisch die Welt eroberte, erloschen viele dieser Schlagerstars …

Und dennoch: Es wird nicht nur mir so gehen: Viele Titel sind mehr als gut bekannt, viele Titel haben uns in der späten Kindheit/frühen Jugend begleitet und keine Frage: So etliche Songs enthielten erste Attacken auf jene bigotte Spießbürger-Welt, die es galt , aus den Angeln zu heben. „Schuld war nur der Bossa Nova“ war eine Provokation, „Halbstark“ war erst recht ein weitere Provokation. Und mit der deutschen Fassung von „Tobacco Road“ versuchten sich die Lords als sozialkritische Kapelle. Und auch „Wenn ich ein Junge wär“ von Rita Pavone war eine kaum verhohlene Attacke auf die damaligen Geschlechterrollen. Und der Gitte Song „Ich will einen Cowboy als Mann“ ist hier noch gar nicht enthalten..

Über dieses Album habe ich dann noch eine interessante Besprechung gefunden:

„Wilde“ deutschen Songs aus den Jahren 1958-65 — das ist natürlich ein Widerspruch in sich. Erst Mitte der 1960er begannen einige Beat-Bands wie die Boots, tatsächlich mal ein bisschen zu rocken und nicht nur weichgespülte Schlagersoße auszudünsten. Trotzdem muss man der Auswahl zugutehalten, dass zumindest versucht wurde, „fetzige“, „pfiffige“ Stücke auszuwählen, und es sind auch einige nette Songs vertreten (u.a. von den Yankees, Drafi Deutscher und Benny Quick). Allerdings ist auch viel dabei, was ich persönlich schwer ertrage, oftmals unsäglich eingedeutschte Coverversionen. Trotzdem — es gibt sicherlich wesentlich schlechtere Sampler dieser Richtung; wer noch Material zum Beschallen einer Kitsch-Kult-Schlager-Oldie-Party sucht, der wird hier fündig. (Die zweite Teil Halbstark, Folge 2: Teenagermelodien zum Shaken, Twisten und Knutschen ist genauso „gut“. (Herr „Dr. Kurt Euler“ Offler)

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So ganz kann ich dem wertem Dr. da nicht folgen. Natürlich gab es auch vor den Boots „wilde Songs“, denn das „Halbstarken-Milieu“ in Deutschland war definitiv vorhanden, und die bürgerliche Presse hatte immer wieder seine Gründe, sich darüber aufzuregen. Zu weiteren Vertiefung dieses Themas habe ich dieser Präsentation den lesenswerten Aufsatz der Historikerin Vanessa Erstmann „Halbstark! – Generationskonflikte in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik“ (Quelle: aventinus nova Nr. 23 [04.08.2010] / Perspektivräume Jg. 1 (2010) Heft 1, S. 57-91) beigelegt.

Und mehr als einmal wanderten meine Gedanken zu der Frage, was aus all den Jugendlichen geworden ist, die damals ihre Münzen in die Musik-Box warfen, um ihre wilden aber auch sentimental-kitschigen Hits zu hören … Nun ja …, meinen Werdegang kenne ich ja *ggg*

Und um das Paket komplett zu machen, habe ich mir die „Mühe“ gemacht, alle Single-Hüllen der hier vertretenen 36 Lieder in eine eigene „Cover-Galerie“ zu packen.

SingleHüllen

Wie gesagt: Für die einen einfach eine nostalgische Schmunzeltour, für die anderen aber auch die Möglichkeit inne zu halten und über die Fragen „Wie wir wurden, was wir sind“ zu reflektieren. Für mich war bei der Beschäftigung mit diesem Sampler beides möglich. Und natürlich will ich darauf hinweisen, dass sich auf diesem Sampler auch so etliche Raritäten befinden wie z.B. „He, Little Blondie“ (von Steff und dahinter versteckt sich der spätere Liedermacher Stephan Sulke), „Wilhelm Tell Twist“ (von den rätselhaften Charly Cotton und seine Twist-Makers; dahinter versteckte sich Christian Bruhn, dem späteren Ehemann von Katja Ebstein) oder „Der Twist (The Twist)“ (von Oliver Twist & The Happy Twistler; über die weiß man eigentlich gar nichts …) … und … und … und …

BackCover1

Titel:

CD 1:
01. Die Yankees: Halbstark (Adamowsky,/Bartelt 2.15
02. Drafi Deutscher: Marmor, Stein und Eisen bricht (Bruhn/Loose) 2.41
03. Benny Quick: Motorbiene (Laudis/Helmer) 2.36
04. Manuela: Schuld war nur der Bossa Nova (Weill/Mann/Buschor) 2.30
05. Rex Gildo: Speedy Gonzales (Kaye/Lee/Hill/Gerard)  2.37
06. The Swinging Blues Jeans: Tutti Frutti (deutsche Version) () 2.03
07. Ted Herold: Da Doo Ron Ron (Spector/Barry/Greenwich/Niessen/Alzner) 2.23
08. Connie Francis: Ich geb‘ ne Party heut‘ Nacht (Bush/Hunter/Vincent) 2.18
09. Ricky Shayne: Ich sprenge alle Ketten (Moroder/Holm)  2.13
10. Teddy Parker: Nachtexpress nach St. Tropez (Mayer/Niessen) 2.27
11. Rita Pavone: Wenn ich ein Junge wär (Buchholz/Loose) 2.14
12. Charly Cotton und seine Twist-Makers: Wilhelm Tell Twist (Weinzierl/Rieden) 1.56
13. Jan & Kjeld: Hello, Mary Lou (Pitney/Blecher) 2.14
14.  Rita Pavone & Paul Anka: Kiddy, Kiddy Kiss Me (Munro/Arnie) 2.42
15.  Conny Froboes: Diana (Anka/Strtöm) 2.15
16.  Detlef Engel:  Mr. Blue (Nicolas/Blackwell) 2.23
17.  Oliver Twist & The Happy Twistler:  Der Twist (The Twist) (Ballard/Helmer) 2.42
18.  The Lords: Tobacco Road (Loudermilk/Moesser) 2.11

CD 2:
01. Drafi Deutscher: Shake Hands (Relin/Gaze) 2.15
02. Manuela: Ich geh‘ noch zur Schule (Traditional/Bruhn/Loose) 2.29
03. Benny Quick: Twist um Mitternacht mit Susi (Hertha/Götz/Hellmer) 2.21
04. Rex Gildo: Liebe kälter als Eis (Devil In Disguise) (Kaye/Giant/BaumBuchenkamp) 2.18
05. Connie Francis: Schöner fremder Mann (Nicolas/Gordon/Hosey) 2.41
06. Five Tops: Rag Doll (Bader/Crewe/Gaudio) 2.52
07. Steff:  He, Little Blondie (Little Honda) (Wilson/Nicolas/Love) 2.12
08. Helen Shapiro: Frag‘ mich nicht warum (Tell Me What He Said) (Barry/Siegel) 2.48
09. Peter Kraus: Sugar Baby (Scharfenberger/Busch/v.Pinelli) 2.30
10. Tommy Kent: Susie Darlin‘ (Luke/Moesser) 2.34
11. James Brothers: Wenn (When) (Evany/Reardon/May/Blecher) 2.20
12. Lil Malmkwist: Bobby’s Girl (Klein/Hofman/Felming) 2.21
13. Ted Herold: Moonlight (Scharfenberger/Busch) 2.42
14. Oliver Twist & The Happy Twistler: Steiler Zahn (Crier/Schwabach) 2.43
15. Hans Blum: Charly Brown (Blecker/Leiber/Stoller) 2.26
16. Swinging Blue Jeans: Good Golly Miss Molly (Deutsche Version) (Marascalgo/Martinez/Blackwell/Retter) 2.04
17. Conny Froboess: I Love You Baby (Anka/Siegel) 2.10
18. Johnny Hallyday + The Rattles: Das alte Haus in New Orleans (House Of The Rising Sun) (Traditional/Price/Hellmer) 3.58

Horst Buchholz in dem Film "Die Halbstarken" (1956)

Horst Buchholz in dem Film „Die Halbstarken“ (1956)

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Mantovani und sein Orchester – Charmaine (1973)

FrontCover1.JPGUnd jetzt bring ich mal den genialen musikalischen Schleimer (wenn ich das mal so ruppig sagen darf):

Annunzio Paolo Mantovani (* 15. November 1905 in Venedig, Italien; † 29. März 1980 in Royal Tunbridge Wells, Kent, Großbritannien), bekannter einfach als Mantovani, war ein italienischer Orchesterleiter, der in England wirkte und mit einem eigenen Orchester und einem eigenen Stil (sog. „cascading strings“) großen Erfolg hatte.
Leben

Er wurde in ein musikalisches Elternhaus geboren. Sein Vater war erster Violinist an der Mailänder Scala bei Arturo Toscanini und später langjähriger Konzertmeister am Royal Opera House Covent Garden in London, wohin die Familie 1912 gezogen war. „Monty“, wie er von seinen Freunden genannt wurde, erhielt Geigenunterricht durch seinen Vater und studierte zwei Jahre lang Musik und Kontrapunkt am Trinity College of Music. Auch nach dem Studium spielte die Familie eine große Rolle in frühen Erfolgen seines „Tipica Orchestra“. Er nahm sogar Musikstücke mit seinem Vater als Musiker im Orchester und seiner Schwester als Gesangssolistin auf.

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In einem seiner frühen Orchester spielte auch der Theaterorganist, Arrangeur und Komponist Ronald Binge mit: Sein nur kurzes Stück „Sailing By“ wurde eine bekannte Komposition, und auch seine Elisabethserenade trug zum großen Erfolg von Mantovanis Orchester bei. Binge half Mantovani bei der Ausarbeitung eines eigenen Musikstils, der im Englischen „Cascading Strings“ genannt wird und auf einem durcharrangierten (also ohne aufnahmetechnische Mittel erzeugten) Nachhalleffekt mittels sich überlappender Streicherstimmen beruht. Diesen Mantovani-Sound hatte man für einen amerikanischen Auftrag zur Produktion langsamer Walzer entwickelt, und dieser Sound wurde zu seinem Markenzeichen. Der wohl größte Erfolg in diesem Stil wurde 1951 der von Ernö Rapée und Lew Pollack komponierte Instrumentaltitel Charmaine.

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Auch die Interpretation von Greensleeves, einem Traditional arrangiert von Binge, wurde ein großer Erfolg, und Mantovani war so von diesem Titel begeistert, dass er sogar seinen Wohnsitz danach benannte. Lange in den Billboard-Charts waren 1957 Around The World, 1960 das Filmthema aus The Sundowners und 1961 das Thema aus Exodus. Unzählige Plattenveröffentlichungen und Konzerte machten aus Mantovani einen wohlhabenden Mann.

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Außer für die Konzerthallen war Mantovani auch für das Theater tätig und produzierte unter anderem Arrangements für Noël Coward. Er wirkte auch in Spielfilmen mit, so im deutschen Musikfilm Gitarren der Liebe (1954) neben Vico Torriani und Harald Juhnke und in Ein Herz voll Musik (1955), ebenfalls mit Vico Torriani und Boy Gobert.

Mantovanis Piccolo Bolero (im Stil an Maurice Ravel angelehnt) wurde von Loriot zur Untermalung des Drei-Minuten-Sketches Das Bild hängt schief verwendet.

Mantovani war mit Winifred Kathleen Moss verheiratet und hatte zwei Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Mantovani mit dem „Bournemouth Women’s Choir“

Und wen jemand bei dem Lauschen dieser mehr als geigenlästigen Klänge zu dem Urteil käme, „ziemlich unvererträglich“ hätte ich dafür jede Menge Verständnis.

Aber dennoch: Annunzio Paolo Mantovani hatte auch in Deutschland eine große Fangemeinde und so überrascht es nicht, dass bei dieser Zusammenstellung auch eltiche deutsche Titel und Melodien zu hören sind (dabei ist mir natürlich „Oh, mein Papa“ der liebste).

Ansonsten kann man hier einen der größten musikalischen Weichspüler der Unterhaltungsmusik hören … und quasi die volle Dröhnung … sage und schreibe 24 Titel a8s den 50er, 60er und 70er Jahren sind zu hören).

Aber: ein etwas anspruchsvolleres Cover hätte man ihm schon spendieren können … diese hier gehört für mich in die Kategorie „geschmacklos“.

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Besetzung:
Mantovani und sein Orchester

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Titel:
01. Charmaine (Pollack/Rapée) 3.00
02. Limelight (Chaplin) 2.57
03. Jalousie (Bloom/ade) 3.14
04. Ich tanze mit dir in den Himmel hinein (Schröder) 3.13
05. Hello Dolly (MendlD’Amato) 2.31
06. Those Were The Days (Raskin) 3.20
07. Moon River (Mercer/Mancini) 2.28
08. Tammy (Livingston/Evans) 3.35
09. Strangers In The Night (Kaempfert/Snyder/Singleton) 3.37
10. O mein Papa (Burkhard) 4.07
11. True Love  (Porter) 3.09
12. Was kann schöner sein ((Livingston/Evans) 2.01
13. Come Prima (Panzeri/Di Paola/Taccani) 2.43
14. La vie en Rose (Louiguy) 2.56
15. Lara’s Theme (Webster/Jarre) 2.21
16. Greensleeves (Traditional) 3.18
17. Capri-Fischer (Winkler) 3.38
18. Fascination (Marchetti) 323
19. Moulin Rouge (Larue/Auric/Larue) 2.49
20. Kaiserwalzer (Strauss) 3.12
21. An der schönen blauen Donau (Strauss) 3.38
22. Elisabeth Serenade (Binge) 3.11
23. Answer Me (Winkler) 3.45
24. Auf Wiederseh’n (Turner/Storch/Sexton) 2.59

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Verschiedene Interpreten – Schnitzelbeat Vol. 1 (2013)

FrontCover1Also dieses Album kann man mit Fug und Recht als wahres Schmankerl bezeichnen. Oder anders gefragt:

Was kommt Ihnen denn in den Sinn beim Stichwort Österreichische Populärmusik der 50er- und 60er-Jahre? Freddy Quinn? Peter Alexander? Lederhosen? Oder gar das Schlagerschlösschen am Wolfgangsee? Der g´schupfte Ferdl? Oder war da vielleicht doch noch mehr, vielleicht sogar was richtig Wildes? Aber sicher, Sie haben’s bisher bloß noch nicht gehört… In diesem Sinne, herzlich willkommen in der wundersamen Welt des Schnitzelbeat!

Der Wiener Musikjournalist, DJ und Subkulturforscher Al Bird Sputnik hat im Rahmen der Kulturinitiative Trash Rock Archives in jahrelanger und mühevoller Arbeit unglaubliche Vinyl-Schätze ans Licht geholt: Fundstücke, die belegen, dass es in Österreich ebenso einen vitalen Rock-N-Roll-Underground wie auch spektakuläre Vorboten des Austropop gegeben hat, ehe dieser seinen langen Schatten über die kleinen Sünden der Vergangenheit ausbreiten konnte.

Der erste Teil dieser CD- und LP-Serie startet in den späten 1950er Jahren, als der Wiener Teenager Werner Gavac im Sinnentaumel sein “I love you, Baby” in einen “Voice-O-Graph”-Aufnahmeautomaten rotzt und damit eine erste, verrauschte Tonspur echter österreichischer Rock-N-Roll-Gegenkultur hinterlässt. Und damit geht sie los, die Tour de Force durch die juvenilen Erregungs- und Erschöpfungszustände im grauen Wien der Nachkriegsjahre.

Da singt uns etwa der spätere Erotikdarsteller und Grünen-Politiker Frank Roberts von Suff, Schlägereien und Prostituierten in Cuba (“Maloja“) – ein subversiver Angriff auf sämtliche Unerträglichkeiten des deutschsprachigen Fernwehschlagers. Die 4 Bambis – jawohl, das sind die mit der Weltballade “Melancholie” – setzen mit “Inka City” noch einen weiteren Exotica-Knaller drauf. Wir dürfen hier die seltene, bisher unveröffentlichte Demo-Version aus dem Jahr 1960 präsentieren, von der damals genau ein (in Zahlen: 1) Exemplar gefertigt wurde.

DieBambis

Die Bambis (backstage mit Ted Herold und Will Brandes)

In dieser Fasson bewegen wir uns durch eine Parade obskurer Musikstile, die man so in der österreichischen Musikgeschichte nicht vermutet hätte: Harte Beat-Balladen mit schroff hingeschluderter R-N-B-Begleitung (The Hubbubs, “Nachts in Chicago“) treffen auf Surfbeat, der den Tornadoes zur Ehre gereicht hätte (The Austrian Evergreens, “Olymp“). Ein Doo-Wop-Welthit, den leider niemand je gehört hat (Franco Runa, “Komm little Girl“) paart sich mit knüppelhartem Garagenrock, der auf Augenhöhe steht mit den besten britischen und amerikanischen Bands der frühen 1960er Jahre (Hannes Patek & The Vienna Beatles, “Jeanny, Jeanny, Jeanny“; Jerry & The Cannons, “Rosalie“).

Und es hat schon einen Sänger vom Format eines Ferry Graf gebraucht, um der Welt klarzumachen, dass das “Hotel zur Einsamkeit” am Ende einer Wiener Vorstadtstraße steht und nicht in Memphis, Tennessee. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass Österreich in den frühen Sixties auch einen formidablen Cowboy-/Hillbilly-Entertainer namens Rockie Jackson am Start hatte, der “Baby let´s play house” auch nicht schlechter bringt als der King of Rock-N-Roll, der ihm sogar einmal persönlich die Hand geschüttelt hat.

Falls Ihnen nun der Lokalkolorit fehlt, auch da können wir Sie beruhigen und Ihnen Dolf Kauer´s “Blue-Jean-Jack aus Meidling” ans Herz legen: gegen den ersten echten Rock-N-Roll-Song auf Wienerisch wirkt Der Halbwilde wie ein brav frisierter kleiner Bub beim Kinderfreunde-Wandertag.

Sie merken also, hier werden sich Genre-Plattensammler (Rock-N-Roll, Beat, Garage Punk), Freunde der etwas abseitig geneigten Klänge (Incredibly Strange Music) sowie auch all jene, die immer schon der Meinung waren, dass man dem Österreicher an sich stets viel zu wenig zutraut (Austropop) ausgiebig bedient: Al Bird Sputnik hat für Sie nur die schönsten und ausgefallensten musikalischen Alpenblumen zusammengetragen. (Quelle:)

Booklet02AAlso, eine derartige Sammlung, eine derartige Fundgrupe von obskuren Raritäten hält man selten in der Hand. Und so etliche Songs sind derart durchgeknallt, dass es eine wahre Freunde ist … da kann man nur dringend empfehlen: Reinhören und ungläubig staunen.

Ach ja, Mr. Jancy hat mir diese Leihgabe zur Verfügung gestellt und wieder mal kann man feststellen: Ein Volltreffer !

Dazu gepackt habe ich mal wieder 2 pdf Dateien, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen.

Singelhüllen

Original Single-Hüllen

Titel:
01. Werner Gavac: I love you, Baby! (1958) 1.48
02. Frank Roberts: Maloja (1957) 3.17
03. Die 4 Bambis: Inka City 60 (1960) 2.41
04. Uzzi & Bill Grab´s Olympia Band: Geisterstunden Cha-Cha (1960) 2.09
05. The Hubbubs: Nachts in Chicago (1964) 3.07
06. Johnny & The Shamrocks: Biggy’s Little Car (1965) 2.06
07. Franco Runa: Komm, little Girl (1965) 2.20
08. Ferry Graf: Hotel zur Einsamkeit (1958) 2.38
09. The Austrian Evergreens: Tabu (1962) 2.43
10. The Austrian Evergreens: Olymp (1964) 2.08
11. Dold Kader: Blue-Jean-Jack aus Meidlinq (1962) 2.38
12. Errol Ribiere & The Vienna Beatles: Sick And Tired (1965) 2.23
13. The Tramps: Gran Chaco (1964) 2.15
14. Jerry & The Cannons: Rosalie (Shake, Shake) (1965) 2.35
15. Bannes Patek & The Vienna Beatles: Jeannie, Jeannie, Jeannie (1965) 2.04
16. Rockie Jackson: Baby, Let’s Play House (1960) 2.06

CD1

 

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Heinz Erhardt – Wie er leibt und lebt (1969)

vFrontCover1Er war einer der Großmeister des deutschen Humors der Bonner Republik:

Heinz Erhardt (* 20. Februar 1909 in Riga; † 5. Juni 1979 in Hamburg-Wellingsbüttel) war ein deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter.

Der Sohn des deutsch-baltischen Kapellmeisters Gustl Erhardt wuchs größtenteils bei seinen Großeltern mütterlicherseits in der späteren lettischen Hauptstadt Riga auf, wo sein Großvater Paul Neldner ein Musikhaus führte. Über seinen Großvater kam Heinz Erhardt zum Klavierspiel. Zur Einschulung holte ihn seine Mutter nach St. Petersburg, wo er aber nur kurze Zeit blieb.
Jugendzeit und Ausbildung

1919 nahm ihn sein Vater mit in das Deutsche Reich. Eine Zeit lang lebte er in der Wennigser Mark bei Hannover bei der zweiten Frau seines Vaters, die nur neun Jahre älter war als er selbst. Von 1919 bis 1924 besuchte er ein Internat in Barsinghausen bei Hannover und das Realgymnasium am Georgsplatz, die heutige Tellkampfschule. Danach kehrte er nach Riga zurück. Erhardt hatte zwischenzeitlich 15 Schulwechsel hinter sich und bestand das Abitur nicht. 1924 bis 1926 besuchte er das Deutsche Gymnasium in Riga, wo er an einer Laienspielgruppe teilnahm. Von 1926 bis 1928 besuchte er das Konservatorium in Leipzig und studierte dort Klavier und Komposition.[1] Erhardts Jugendtraum, Pianist zu werden, wurde aber von den Großeltern nicht unterstützt. Sein Großvater wollte, dass Erhardt eine kaufmännische Ausbildung erhielt und stellte ihn als Lehrling in seinem Musikhaus ein.
Familie

Briefmarke1935 heiratete Heinz Erhardt die Tochter des ehemaligen italienischen Konsuls in Sankt Petersburg, Gilda Zanetti (1913–1987), die er, wie er schreibt, in einem Aufzug kennengelernt hatte. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Grit (* 1936, verh. Berthold), Verena (* 1940, verh. Haacker), Gero (* 1943) und Marita (* 1944, verh. Malicke). Gero Erhardt wurde Kameramann und Regisseur. Erhardts Enkel Marek Erhardt ist Schauspieler.

1928 bis 1938 arbeitete Erhardt in Riga in der Kunst- und Musikalienhandlung des Großvaters Paul Neldner. In Riga trat er auch mit selbst komponierten und komischen Texten und Liedern in den Kaffeehäusern der Stadt auf. 1937 trug er eigene Lieder in Programmen der Reichssender Königsberg und Danzig vor.

1938 holte Willi Schaeffers Heinz Erhardt in Berlin an das Kabarett der Komiker. Im Zweiten Weltkrieg wurde Erhardt 1941 zum Kriegsdienst einberufen. Bei zwei Musterungen war er durchgefallen, bei der dritten kam er – als Nichtschwimmer und Brillenträger – nach Stralsund zur Kriegsmarine, die für ihr Orchester einen Klavierspieler suchte. In der Folgezeit war er an verschiedenen Orten in der Truppenbetreuung tätig und hat nach der Grundausbildung nie mehr eine Waffe in der Hand gehabt. Während des Krieges schrieb er Friedensgedichte. Nach dem Krieg ließ sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg-Wellingsbüttel nieder und arbeitete als Radiomoderator beim NWDR, der 1948 auch den Komponisten Erhardt mit seiner 10-Pfennig-Oper ins Programm nahm.

Seine größten Erfolge feierte er ab 1957 im Kino als Hauptfigur in Filmkomödien wie Der müde Theodor, Witwer mit fünf Töchtern, Der Haustyrann, Immer die Radfahrer, Natürlich die Autofahrer und Was ist denn bloß mit Willi los?.

Erhardts Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In dem Gedicht Ganz zuletzt bekannte er sich zu den Vorbildern Erich Kästner, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz.

In vielen seiner Filmrollen spielt er eine Art netten, aber etwas verwirrten und schüchternen Familienvater oder Onkel, der gerne Unsinn erzählt. Gleichzeitig versuchte er in seinen Filmen meist, den typischen Deutschen aus der Zeit des Wirtschaftswunders darzustellen. Der deutsche Germanist Heinrich Detering bezeichnete Erhardt als „einen Poeten, der es sich selbst und seinen Lesern nicht immer leicht gemacht hat, weil er es ihnen zu leicht machen wollte“.

HeinzErhardtViele seiner Gedichte kreisen auf subtile Weise um die Themen Vergeblichkeit, Vergänglichkeit und Tod, sodass man sie auch dem Genre des Schwarzen Humors zurechnen kann.

Unter anderem diente er Otto Waalkes und Willy Astor als Vorbild. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte. Seine Darbietungen schlossen Klavierspiel, Intonierung und Tanz, meist im kleinen Format, mit ein, was sein Profil als Alleinunterhalter abrundete. Auch kamen viele Partner-Nummern, so etwa im Film mit Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Alexander und auf der Bühne mit Rudi Carrell oder Udo Jürgens, zustande.

Ab Ende der 1960er Jahre verschlechterte sich sein Gesundheitszustand; häufig quälte er sich mit Herzrasen oder Fieber auf die Bühne. Am 11. Dezember 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, bei dem das Sprachzentrum seines Gehirns derart in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass er zwar lesen und verstehen, aber nicht mehr sprechen und schreiben konnte. Bedingt durch diese Aphasie zog er sich weitgehend ins Privatleben zurück. Zehntausende Genesungsbriefe gingen für ihn ein.

1978/1979 arbeitete Heinz Erhardt mit seinem Sohn Gero Erhardt an der Fernsehfassung seiner komischen Oper Noch ’ne Oper, die er bereits in den 1930er Jahren geschrieben hatte. Am 21. Februar 1979, einen Tag nach Heinz Erhardts 70. Geburtstag, wurde diese Fernsehfassung im ZDF ausgestrahlt; mit dabei waren viele Kollegen wie Paul Kuhn, Hans-Joachim Kulenkampff, Rudolf Schock, Ilse Werner und Helga Feddersen, sein Sohn Gero stand hinter der Kamera. Heinz Erhardts Stimme wurde aus früheren Rundfunkaufnahmen hinzugemischt; in kurzen, eingeblendeten Szenen war Erhardt selbst als amüsierter Dichter in einem Park auf einer Bank sitzend zu sehen.

Von der 1972 veröffentlichten LP Was bin ich wieder für ein Schelm wurden bis 1978 über 200.000 Exemplare verkauft. Die Plattenfirma Teldec und der Verlag Klemner und Müller überreichten Heinz Erhardt dafür am 31. Mai 1978 „Das Goldene Gedicht“, eine kilogrammschwere Tafel mit Erhardts Gedicht vom „Blähboy“. Diese LP erschien 1985 auch in der DDR beim VEB Deutsche Schallplatten und war dort ebenfalls ein großer Erfolg.

Am 1. Juni 1979 wurde Heinz Erhardt das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen.

Vier Tage später, am 5. Juni 1979, starb Erhardt. Er wurde auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt. (Quelle: wikipedia)

Auch noch heute gilt er unstrittig als einer der begnadesten Komiker seiner Zeit … heute würde man wohl Comedian sagen. Von daher ist diese LP einfach ein Schmankerl, wenngleich man schon ein wenig merkt, dass seine Kraft so allmählich zu Ende ging … mir schedint, dass dies seine letzten Originalaufnahmen für das Medium Schallplatte war …

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Besetzung:
Heinz Erhardt
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Wie ich wurde (mit: Agamennon – Das Blümchen – Kinderlied) 8.59
02. Über meine Schulzeit (mit: Schillers Glocke – Goethe und die Fliege) 3.53
03. Erste Liebe (mit: Etwas über mein Mädchen) 6.03
04. Schicksalswende (mit: Wiegenlied – Die Bremer Stadtmusikanten) 6.56
05. Jetzt mach’ ich Gedichte (mit: Der Stein – Das Echo – Der Mathematiker – Etwas über den Kuckuck – Am Kamin – Bin ich verliebt – Die Weihnachtsgans – Drei Bären – Das Wackellied) 10.20

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Heinz Hoppe – Du bist die Welt für mich (1979)

Jetzt mal ein kleiner Ausflug in die wunderbare Welt der Operette und da war der Heinz Hoppe lange Zeit ein der ganz erfolgreichen Sänger in Deutschland:

Heinz Hoppe (* 26. Januar 1924 in Saerbeck; † 7. April 1993 in Mannheim) war ein deutscher Opern-, Lied- und Operettensänger (Tenor).

Heinz Hoppe war einer der bekanntesten und meistbeschäftigten Tenöre seiner Zeit. Er wuchs in der Bauerschaft Middendorf im Münsterland auf. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges kämpfte er an der Ostfront und kehrte erst 1948 aus sowjetischer Gefangenschaft in seine Heimat zurück. Er hegte schon früh den Wunsch, Sänger zu werden.

Sein Gesangsdebüt gab er 1953 als Xerxes in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper an den Städtischen Bühnen Münster, wo er mit seiner Tenorstimme mit baritonaler Färbung bald Furore machte. So erhielt er bereits 1955 ein festes Engagement am Staatstheater Bremen, ab 1956 gehörte er dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an. Hoppe gab Gastspiele in Frankfurt und München und avancierte bald zum gefeierten Star an den größten Opernhäusern der Welt. Er sang in Paris, an der Metropolitan Opera in New York, an der Scala in Mailand, in Madrid, Lissabon und vielen anderen Orten. Später folgten Konzerte und Oratorien an allen bedeutenden Aufführungsstätten Europas.

HeinzHoppe11962 ernannte ihn der Hamburger Senat in Anbetracht seiner künstlerischen Leistungen zum Kammersänger – er war damit der jüngste Sänger Deutschlands, der sich dieses Titels erfreuen durfte. Die Staatliche Hochschule für Musik in Heidelberg-Mannheim ernannte ihn zum Professor für Sologesang und zum Leiter der Opernschule. Neben dem klassischen Opernfach mit einer Vorliebe für Mozart-Partien beherrschte er auch Operette und Liedgesang. Als Liedinterpret trat Hoppe gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Peschko hervor.

Darüber hinaus wirkte Hoppe bei zahlreichen Opern- und Operettenaufzeichnungen sowie bei über 200 Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen mit. Seine Operettenaufnahmen entstanden vor allem beim NDR Hamburg und Hannover; später arbeitete Hoppe auch mit dem Dirigenten Franz Marszalek zusammen, der ihn bei der Firma Polydor mit der Sopranistin Ingeborg Hallstein koppelte. In mehreren Ausgaben von Heinz Schenks Unterhaltungsshow Zum Blauen Bock trat Hoppe als Stammgast auf.

Am 7. April 1993 erlag er in einer Klinik in Mannheim den Folgen einer Operation. (Quelle: wikipedia)

Nachdem sich mir die Welt der Operette bis heute nicht wirklich zugänglich ist, entfällt meine Kommentierung zu diesen Aufnahmen … aber, wer mag kann sich daran gerne erlaben …

Bei  den gelegentlichen klanglichen Holprigkeiten bitte ich um Nachsicht: Der Zahn der Zeit

 

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Ingeborg Hallstein + Heinz Hoppe

Besetzung:
Heinz Hoppe (vocals)
+
Chor und großes Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek und Curt Cremer
+
Ingeborg Hallstein (vocals bei 04. + 09.)
Rita Bartos (vocals bei 12.)

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Titel:
01. Du bist die Welt für mich (Tauber/Marischka) 3.27
02. Wolga-Lied (Lehar/Jenbach/Reichert) 4.16
03. Zwei Märchenaugen (Kálmán/Brammer/Grünwald) 3.35
04. Es lockt die Nacht (Millöcker/Mackeben/Knepler) 3.16
05. O Rose von Stambul (Fall/Brammer/Grünwald) 3.07
06. Leise erklingen Glocken vom Campanule (Kattnigg/Kahr/Hardt-Warden) 3.09
07. DEin ist mein ganzes Herz (Lehár/Léon/Herzer/Löhner) 3.20
08. Gern hab´ ich die Frau´n geküßt (Lehár/Knepler/Jenbach) 3.35
09. Niemand liebt dich so wie ich (Lehár/Knepler/Jenbach) 4.52
10. Isola bella (Lincke/Bolten-Baeckers) 3.26
11. Dunkelrote Rosen (Millöcker/Friedrich-Zell/Genée/Knepler) 2.27
12. Ninana (Strauß/Friedrih-Zell/Genée) 2.25

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