Heinz Erhardt – Wie er leibt und lebt (1969)

vFrontCover1Er war einer der Großmeister des deutschen Humors der Bonner Republik:

Heinz Erhardt (* 20. Februar 1909 in Riga; † 5. Juni 1979 in Hamburg-Wellingsbüttel) war ein deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter.

Der Sohn des deutsch-baltischen Kapellmeisters Gustl Erhardt wuchs größtenteils bei seinen Großeltern mütterlicherseits in der späteren lettischen Hauptstadt Riga auf, wo sein Großvater Paul Neldner ein Musikhaus führte. Über seinen Großvater kam Heinz Erhardt zum Klavierspiel. Zur Einschulung holte ihn seine Mutter nach St. Petersburg, wo er aber nur kurze Zeit blieb.
Jugendzeit und Ausbildung

1919 nahm ihn sein Vater mit in das Deutsche Reich. Eine Zeit lang lebte er in der Wennigser Mark bei Hannover bei der zweiten Frau seines Vaters, die nur neun Jahre älter war als er selbst. Von 1919 bis 1924 besuchte er ein Internat in Barsinghausen bei Hannover und das Realgymnasium am Georgsplatz, die heutige Tellkampfschule. Danach kehrte er nach Riga zurück. Erhardt hatte zwischenzeitlich 15 Schulwechsel hinter sich und bestand das Abitur nicht. 1924 bis 1926 besuchte er das Deutsche Gymnasium in Riga, wo er an einer Laienspielgruppe teilnahm. Von 1926 bis 1928 besuchte er das Konservatorium in Leipzig und studierte dort Klavier und Komposition.[1] Erhardts Jugendtraum, Pianist zu werden, wurde aber von den Großeltern nicht unterstützt. Sein Großvater wollte, dass Erhardt eine kaufmännische Ausbildung erhielt und stellte ihn als Lehrling in seinem Musikhaus ein.
Familie

Briefmarke1935 heiratete Heinz Erhardt die Tochter des ehemaligen italienischen Konsuls in Sankt Petersburg, Gilda Zanetti (1913–1987), die er, wie er schreibt, in einem Aufzug kennengelernt hatte. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Grit (* 1936, verh. Berthold), Verena (* 1940, verh. Haacker), Gero (* 1943) und Marita (* 1944, verh. Malicke). Gero Erhardt wurde Kameramann und Regisseur. Erhardts Enkel Marek Erhardt ist Schauspieler.

1928 bis 1938 arbeitete Erhardt in Riga in der Kunst- und Musikalienhandlung des Großvaters Paul Neldner. In Riga trat er auch mit selbst komponierten und komischen Texten und Liedern in den Kaffeehäusern der Stadt auf. 1937 trug er eigene Lieder in Programmen der Reichssender Königsberg und Danzig vor.

1938 holte Willi Schaeffers Heinz Erhardt in Berlin an das Kabarett der Komiker. Im Zweiten Weltkrieg wurde Erhardt 1941 zum Kriegsdienst einberufen. Bei zwei Musterungen war er durchgefallen, bei der dritten kam er – als Nichtschwimmer und Brillenträger – nach Stralsund zur Kriegsmarine, die für ihr Orchester einen Klavierspieler suchte. In der Folgezeit war er an verschiedenen Orten in der Truppenbetreuung tätig und hat nach der Grundausbildung nie mehr eine Waffe in der Hand gehabt. Während des Krieges schrieb er Friedensgedichte. Nach dem Krieg ließ sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg-Wellingsbüttel nieder und arbeitete als Radiomoderator beim NWDR, der 1948 auch den Komponisten Erhardt mit seiner 10-Pfennig-Oper ins Programm nahm.

Seine größten Erfolge feierte er ab 1957 im Kino als Hauptfigur in Filmkomödien wie Der müde Theodor, Witwer mit fünf Töchtern, Der Haustyrann, Immer die Radfahrer, Natürlich die Autofahrer und Was ist denn bloß mit Willi los?.

Erhardts Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In dem Gedicht Ganz zuletzt bekannte er sich zu den Vorbildern Erich Kästner, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz.

In vielen seiner Filmrollen spielt er eine Art netten, aber etwas verwirrten und schüchternen Familienvater oder Onkel, der gerne Unsinn erzählt. Gleichzeitig versuchte er in seinen Filmen meist, den typischen Deutschen aus der Zeit des Wirtschaftswunders darzustellen. Der deutsche Germanist Heinrich Detering bezeichnete Erhardt als „einen Poeten, der es sich selbst und seinen Lesern nicht immer leicht gemacht hat, weil er es ihnen zu leicht machen wollte“.

HeinzErhardtViele seiner Gedichte kreisen auf subtile Weise um die Themen Vergeblichkeit, Vergänglichkeit und Tod, sodass man sie auch dem Genre des Schwarzen Humors zurechnen kann.

Unter anderem diente er Otto Waalkes und Willy Astor als Vorbild. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte. Seine Darbietungen schlossen Klavierspiel, Intonierung und Tanz, meist im kleinen Format, mit ein, was sein Profil als Alleinunterhalter abrundete. Auch kamen viele Partner-Nummern, so etwa im Film mit Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Alexander und auf der Bühne mit Rudi Carrell oder Udo Jürgens, zustande.

Ab Ende der 1960er Jahre verschlechterte sich sein Gesundheitszustand; häufig quälte er sich mit Herzrasen oder Fieber auf die Bühne. Am 11. Dezember 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, bei dem das Sprachzentrum seines Gehirns derart in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass er zwar lesen und verstehen, aber nicht mehr sprechen und schreiben konnte. Bedingt durch diese Aphasie zog er sich weitgehend ins Privatleben zurück. Zehntausende Genesungsbriefe gingen für ihn ein.

1978/1979 arbeitete Heinz Erhardt mit seinem Sohn Gero Erhardt an der Fernsehfassung seiner komischen Oper Noch ’ne Oper, die er bereits in den 1930er Jahren geschrieben hatte. Am 21. Februar 1979, einen Tag nach Heinz Erhardts 70. Geburtstag, wurde diese Fernsehfassung im ZDF ausgestrahlt; mit dabei waren viele Kollegen wie Paul Kuhn, Hans-Joachim Kulenkampff, Rudolf Schock, Ilse Werner und Helga Feddersen, sein Sohn Gero stand hinter der Kamera. Heinz Erhardts Stimme wurde aus früheren Rundfunkaufnahmen hinzugemischt; in kurzen, eingeblendeten Szenen war Erhardt selbst als amüsierter Dichter in einem Park auf einer Bank sitzend zu sehen.

Von der 1972 veröffentlichten LP Was bin ich wieder für ein Schelm wurden bis 1978 über 200.000 Exemplare verkauft. Die Plattenfirma Teldec und der Verlag Klemner und Müller überreichten Heinz Erhardt dafür am 31. Mai 1978 „Das Goldene Gedicht“, eine kilogrammschwere Tafel mit Erhardts Gedicht vom „Blähboy“. Diese LP erschien 1985 auch in der DDR beim VEB Deutsche Schallplatten und war dort ebenfalls ein großer Erfolg.

Am 1. Juni 1979 wurde Heinz Erhardt das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen.

Vier Tage später, am 5. Juni 1979, starb Erhardt. Er wurde auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt. (Quelle: wikipedia)

Auch noch heute gilt er unstrittig als einer der begnadesten Komiker seiner Zeit … heute würde man wohl Comedian sagen. Von daher ist diese LP einfach ein Schmankerl, wenngleich man schon ein wenig merkt, dass seine Kraft so allmählich zu Ende ging … mir schedint, dass dies seine letzten Originalaufnahmen für das Medium Schallplatte war …

AlternativesFrontCover

Alternatives FtontCover

Besetzung:
Heinz Erhardt
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1

Titel:
01. Wie ich wurde (mit: Agamennon – Das Blümchen – Kinderlied) 8.59
02. Über meine Schulzeit (mit: Schillers Glocke – Goethe und die Fliege) 3.53
03. Erste Liebe (mit: Etwas über mein Mädchen) 6.03
04. Schicksalswende (mit: Wiegenlied – Die Bremer Stadtmusikanten) 6.56
05. Jetzt mach’ ich Gedichte (mit: Der Stein – Das Echo – Der Mathematiker – Etwas über den Kuckuck – Am Kamin – Bin ich verliebt – Die Weihnachtsgans – Drei Bären – Das Wackellied) 10.20

LabelB1

*
**

Heinz Hoppe – Du bist die Welt für mich (1979)

Jetzt mal ein kleiner Ausflug in die wunderbare Welt der Operette und da war der Heinz Hoppe lange Zeit ein der ganz erfolgreichen Sänger in Deutschland:

Heinz Hoppe (* 26. Januar 1924 in Saerbeck; † 7. April 1993 in Mannheim) war ein deutscher Opern-, Lied- und Operettensänger (Tenor).

Heinz Hoppe war einer der bekanntesten und meistbeschäftigten Tenöre seiner Zeit. Er wuchs in der Bauerschaft Middendorf im Münsterland auf. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges kämpfte er an der Ostfront und kehrte erst 1948 aus sowjetischer Gefangenschaft in seine Heimat zurück. Er hegte schon früh den Wunsch, Sänger zu werden.

Sein Gesangsdebüt gab er 1953 als Xerxes in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper an den Städtischen Bühnen Münster, wo er mit seiner Tenorstimme mit baritonaler Färbung bald Furore machte. So erhielt er bereits 1955 ein festes Engagement am Staatstheater Bremen, ab 1956 gehörte er dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an. Hoppe gab Gastspiele in Frankfurt und München und avancierte bald zum gefeierten Star an den größten Opernhäusern der Welt. Er sang in Paris, an der Metropolitan Opera in New York, an der Scala in Mailand, in Madrid, Lissabon und vielen anderen Orten. Später folgten Konzerte und Oratorien an allen bedeutenden Aufführungsstätten Europas.

HeinzHoppe11962 ernannte ihn der Hamburger Senat in Anbetracht seiner künstlerischen Leistungen zum Kammersänger – er war damit der jüngste Sänger Deutschlands, der sich dieses Titels erfreuen durfte. Die Staatliche Hochschule für Musik in Heidelberg-Mannheim ernannte ihn zum Professor für Sologesang und zum Leiter der Opernschule. Neben dem klassischen Opernfach mit einer Vorliebe für Mozart-Partien beherrschte er auch Operette und Liedgesang. Als Liedinterpret trat Hoppe gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Peschko hervor.

Darüber hinaus wirkte Hoppe bei zahlreichen Opern- und Operettenaufzeichnungen sowie bei über 200 Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen mit. Seine Operettenaufnahmen entstanden vor allem beim NDR Hamburg und Hannover; später arbeitete Hoppe auch mit dem Dirigenten Franz Marszalek zusammen, der ihn bei der Firma Polydor mit der Sopranistin Ingeborg Hallstein koppelte. In mehreren Ausgaben von Heinz Schenks Unterhaltungsshow Zum Blauen Bock trat Hoppe als Stammgast auf.

Am 7. April 1993 erlag er in einer Klinik in Mannheim den Folgen einer Operation. (Quelle: wikipedia)

Nachdem sich mir die Welt der Operette bis heute nicht wirklich zugänglich ist, entfällt meine Kommentierung zu diesen Aufnahmen … aber, wer mag kann sich daran gerne erlaben …

Bei  den gelegentlichen klanglichen Holprigkeiten bitte ich um Nachsicht: Der Zahn der Zeit

 

HoppeHallstein

Ingeborg Hallstein + Heinz Hoppe

Besetzung:
Heinz Hoppe (vocals)
+
Chor und großes Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek und Curt Cremer
+
Ingeborg Hallstein (vocals bei 04. + 09.)
Rita Bartos (vocals bei 12.)

BackCover1

Titel:
01. Du bist die Welt für mich (Tauber/Marischka) 3.27
02. Wolga-Lied (Lehar/Jenbach/Reichert) 4.16
03. Zwei Märchenaugen (Kálmán/Brammer/Grünwald) 3.35
04. Es lockt die Nacht (Millöcker/Mackeben/Knepler) 3.16
05. O Rose von Stambul (Fall/Brammer/Grünwald) 3.07
06. Leise erklingen Glocken vom Campanule (Kattnigg/Kahr/Hardt-Warden) 3.09
07. DEin ist mein ganzes Herz (Lehár/Léon/Herzer/Löhner) 3.20
08. Gern hab´ ich die Frau´n geküßt (Lehár/Knepler/Jenbach) 3.35
09. Niemand liebt dich so wie ich (Lehár/Knepler/Jenbach) 4.52
10. Isola bella (Lincke/Bolten-Baeckers) 3.26
11. Dunkelrote Rosen (Millöcker/Friedrich-Zell/Genée/Knepler) 2.27
12. Ninana (Strauß/Friedrih-Zell/Genée) 2.25

LabelA1
*
**

Verschiedene Interpreten – Western-Songs (1965)

FrontCover1Hach … herrliche Cowboy und Wild West-Romantik meiner Kindheit … Cowboy und Indianer Spiele waren für mich ein so wunderbarer Rückzugsort für meine kindlichen Phantasien …raus aus dem Muff einer bürgerlichen Familie, rein in das Abenteuer, das die Prärie und auch all die Saloons so boten.

Und hier hören wir nun ein Schlager-Sammelsurium von Aufnahmen der frühen 60er Jahren … von daher passt dieer Sampler natürlich hier gut rein.

Die meisten der Lieder waren zuvor schon mal als Singles veröffentlicht worden, hir war also die Zweitverwertung angesagt.

SinglePack1

Und wir hören dann all jene B + C Schlagerternchen jener Jahre die allzuschnell am Schlagerhimmel verglühten (mit Ausnahme mal von Mal Sondock, der später mit seinen Radiosendungen u.a. beim WDR zu einer Kultfigur wurde.

Mal Sondock

Mal Sondock

Auch Werner Twardy war mit seinem Orchester eine feste Größe in der damaligen Unterhaltungsmusik.

Aber Namen wie Chris Reinhard, Geschwister Hirsch, Die Rangers, Ralf Paulsen, Die Gloria-Singers, Die Juniors, Joe Raffael, Bud Marcus, Tajo Giebeler oder Bora Rokovic haben sich nun wahrlich nicht ins kollektive Gedächtnis unseres Landes gesungen.

Umso erfreulicher, dass wir sie hier nochmals hören dürfen, denn: was hier abgeliefert wurde, ist schon interessant. All die Western Romantik wird vortrefflich zelebriert, da könnte man doch glatt feuchte Augen kriegen.

Da schaut man doch am Lagerfeuer in die Ferne und träumt von Jesse James …

Werner Twardy

Werner Twardy

So richtig futuristisch wird es dann aber auch: Die „Geisterreiter“ reiten mit viel Sound-Schnick-Schnack und fetter Gitarre mit ganz viel Vibratio und Hall durch die Prärie …

Und beim „Sheriff von Berverly Hills “ eilt dann noch ein wieherndes Pferd herbei, um den Pianisten Bora Rokovic zu unterstützen.

Und der hatte es musikalisch faustdick hinter den Ohren:

Borislav Bora Roković (* 19. Juli 1925 in Veliki Beckerek; † 13. Juli 2006 in Köln) war ein serbischer Jazzmusiker (Piano, Komposition).

Roković gehörte lange Zeit als Pianist zum Tanzorchester von Radio Belgrad. Im August 1962 wurde er damit und auch mit seinem eigenen Quartett in der Fernsehsendung Jazz – gehört und gesehen präsentiert. 1962 wurde er als Nachfolger von Francis Coppieters Pianist im Orchester Kurt Edelhagen, dem er bis Ende 1971 angehörte. Für das Edelhagen-Orchester hatte er schon gelegentlich seit 1957 als Arrangeur gearbeitet. 1972 wechselte er zum Tanzorchester des WDR, aus dem, mit ihm, die WDR Big Band Köln entstand.

Bora Rokovic

Auch arrangierte und komponierte er für Edelhagen sowie für die WDR Big Band. Unter anderem schrieb er ein Concerto for Two Pianos and Orchestra, was er gemeinsam mit Friedrich Höricke und dem WDR-Orchester einspielte. Neben den genannten Orchestern ist er auch auf Platten mit Dusko Goykovich, dem Metropole Orkest, den Jugoslawischen Jazz All Stars, mit Milo Pavlović, Milivoje Marković, Heinz Kiessling, Caterina Valente (Kurt Weill – American Songs), Lala Kovačev und Helmut Weglinski zu hören. (Quelle: wikipedia)

Keine ganz so schlechte Vita …

Nun denn, der kleine Junge in mir besteigt nun seinen Gaul und reitet dem Sonnenuntergang entgehen … zauberhafte Schmalz-Melodien im Ohr …

Backcover1.JPG

Titel:
01. Chris Reinhard: Wilde Rose von Arizona (Simon/Bern) 2.23
02. Mal Sondock: Das find ich nicht schön von dir (Wings Of A Dove) (Ferguson/Anton) 2.13
03. Geschwister Hirsch: Gaucho Mexicano (De Vorzon/Kröll) 2.41
04. Die Rangers: Ich hatte zwei gute Freunde (Wiesbeck/Auerbach) 2.29
05. Ralf Paulsen: Jessie James (Whitten/Nicolas) 2.15
06. Werner Twardy Orchester: Geisterreiter (Riders In The Sky) (Jones) 2.31
07. Die Gloria-Singers: Winnetous bester Freund (Obermair/Rüger) 2.15
08. Die Juniors: Der alte Indio vom Red River (Götz/Hellmer) 2.30
09. Joe Raffael: Alabama River (Niessen/Relin) 2.01
10. Die Rangers: Old Charly (Cool Water) (Nolan/Siegel) 2.48
11. Mal Sondock: Jenny, laß mich gehn (Ronalt) 2.07
12. Bud Marcus: Western Rose (Scharfenberger/Feltz) 2.15
13. Tajo Giebeler: Heimwehlied (Rose/Feltz) 2.12
14. Bora Rokovic: Der Sheriff von Berverly Hills (Kiesling) 2.14

LabelB1* (share-online macht z.Zt. Zicken, sorry !)
**

SinglePack2.jpg

Adolf Dallapozza und die Wiener Chorvereinigung – Canzonetta (60er Jahre)

FrontCover1Über die Wiener Chorvereinigung konnte ich so gut wie nichts in Erfahrung bringen (was einen leidenschaftlichen Sammler und Chronisten wie mich schmerzt), dafür aber umo mehr um den „Star-Tenor“, der damaligen Zeit, Adolf Dallapozza:

Adolf Dallapozza (* 14. März 1940 in Bozen) ist ein österreichischer Opern-, Operetten- und Musicalsänger (Tenor). Er wirkt seit über 50 Jahren an der Volksoper Wien.

Adolf Dallapozza stammt aus Südtirol. Er absolvierte zunächst eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete in einer Buch- und Musikalienhandlung. Nebenbei nahm er Gesangsunterricht, unter anderem bei Ida Valjalo in Wien. Während seines Studiums sang er bereits im Chor der Wiener Volksoper.

1962 debütierte er an diesem Haus als Solist in der Rolle des Ernesto in Don Pasquale von Gaetano Donizetti. In der deutschsprachigen Erstaufführung der West Side Story von Leonard Bernstein sang er 1968 unter der Regie von Marcel Prawy die Rolle des Tony mit Julia Migenes als Partnerin. Gleichfalls 1968 wurde er an die Wiener Staatsoper verpflichtet. Dort sang er hauptsächlich das Rollenfach des Buffotenors und des Spieltenors, wurde aber auch als lyrischer Tenor eingesetzt. Weiterhin trat er regelmäßig an der Wiener Volksoper auf, die während seiner gesamten Karriere sein eigentliches Stammhaus blieb. Ab 1978 bis zu seiner offiziellen Pensionierung war Dallapozza ohne Unterbrechung festes Ensemblemitglied der Volksoper. 1984 wurde er zu deren Ehrenmitglied ernannt.

An der Wiener Volksoper sang er nahezu alle klassischen Tenor-Rollen in den Operetten von Carl Millöcker, Johann Strauß, Franz Lehár und Emmerich Kálmán. Weiterhin übernahm er dort auch große Opernrollen. So sang er 1984 den Rodolfo in La Bohème in der Inszenierung von Harry Kupfer, 1977 den Wilhelm Meister in Mignon von Ambroise Thomas und 1990 den Lenski in Eugen Onegin. Später übernahm Dallapozza auch Rollen des Charakter-Fachs und eroberte sich unter anderem mit der Rolle der Knusperhexe in Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck die Herzen des Publikums.

Adolf Dallapozza

Adolf Dallapozza

Im September 2008 feierte Dallapozza mit der Rolle des Gabriel von Eisenstein in der Operette Die Fledermaus von Johann Strauß sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. Als Gast blieb Dallapozza der Volksoper weiterhin verbunden. In der Spielzeit 2011/2012 sang er dort – wie auch schon in den Spielzeiten zuvor – die Knusperhexe in Hänsel und Gretel.

1976 wurde Adolf Dallapozza vom österreichischen Bundespräsidenten mit dem Titel Kammersänger ausgezeichnet. 1985 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und 1998 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. (Quelle: wikipedia)

Adolf Dallapozza1

Adolf Dallapozza: als Orfeo mit Antonia Fahberg

Und auch der Dirigent bei diesen Aufnahmen, Franz Bauer-Theussl ist kein Unbekannter:

Franz Bauer-Theussl (* 25. September 1928 in Zillingdorf; † 30. April 2010 in Salzburg) war ein österreichischer Dirigent.

Franz Bauer-Theussl studierte Klavier an der Musikakademie Wien und war nach seinem Abschluss der letzte Schüler von Clemens Krauss.

Er debütierte am 4. März 1957 an der Volksoper Wien mit Lehárs Land des Lächelns und war gleich in seiner ersten Saison musikalischer Leiter von Die Fledermaus, Martha (Bauer-Theussls erste Premiere am 28. September 1957), Wiener Blut, Rigoletto, Der Zigeunerbaron, Ein Walzertraum und Der Bettelstudent. Während der folgenden drei Jahrzehnte dirigierte er 26 Premieren an der Volksoper. Insgesamt dirigierte er hier über 3000 Vorstellungen.

Seine Karriere führte ihn als Stadtkapellmeister an das Stadttheater in Baden (ab 1950), als Opernchef ans Landestheater in Salzburg (1953–1957), an die Volksoper in Wien und 1960–1964 als Generalmusikdirektor an die Amsterdamer Oper.

Als Mitbegründer der Seefestspiele Mörbisch war er auch deren erster Dirigent. Auch bei den Bregenzer Festspielen leitete er zahlreiche Vorstellungen mit den Wiener Symphonikern.

Franz Bauer-Theussl

Franz Bauer-Theussl mit Karl-Heinz Böhm

Im Rahmen eines Konzerts anlässlich des 100. Geburtstags von Franz Lehár mit dem Bruckner Orchester in Bad Ischl im April 1970 entdeckte er seine Zuneigung zum Salzkammergut und ließ sich in Unterach am Attersee nieder.

Einem breiteren Publikum wurde er durch die regelmäßige Klavierbegleitung Heinz Conrads’ bekannt.

Bauer-Theussl war mit der Balletttänzerin Herta Lonsky verheiratet und ist Vater der Schauspielerin Johanna Lonsky (* 1958). Er starb an Lehárs Geburtstag am 30. April 2010 in Salzburg. (Quelle: wikipedia)

Bei diesen Aufnahmen werden nun italienische Volkslieder (Canzonetta heißt auf deutsch „Liedchen“) dargeboten, versiert, souverän. Muss man auch nicht mögen, aber wenn ich es mir recht bedenke, könnte ich mir durchaus vorstellen, gelegentlich mit meinem Köpfchen mitzuwackeln … allerdings nur wenn ich an einem luschigen Aend auf irgendeiner Plaza in Italia genussvoll die untergehende Sonne geniesse, vielleicht sogar ein Gläschen Rotwenin trinke … ja … dann schon, dann passt die Musik …

Das Label Topas war von diesen Aufnahmen scheinbar so begeistert, dass sie gleich ein weitere  Auflage (mit anderem Cover) auf den Markt brahte.

AlternativesFron+BackCover.jpg

Besetzung:
Adolf Dallapozza (Tenor)
+
Wiener Chorvereinigung
Grosses Wiener Tanz- und Unterhaltungs-Orchester unter der Leitung von Franz Bauer-Theussel

BackCover1

Titel:
01. La Danza 3.25
02. Funiculi, Funicula 2.29
03. Santa Lucia 3.26
04. Tiritomba 2.37
05. La Serenata 4.06
06. Ciribiribin 4.15
07. O Sole Mio 3.13
08. Torna A Surriento 3.50
09. Maria Mari 3.23
10. Palomi D Amour 4.59

LabelB1

*
**

Stereo

Verschiedene Interpreten – Musik erklingt (1965)

FrontCover1.jpgDa gab es mal – in grauer Vorzeit – den „Bertelsmann Schallplattenring“, der es sich (ganz sicher total uneigennützig) zur Aufgabe gemacht hat, Musik unters Volk zu bringen … und zwar preislich günstig.

Und so kam es dazu:

Nachdem der Unternehmer Reinhard Mohn bereits 1950 seinen Bertelsmann Lesering (heute Der Club) gegründet hatte, der es den Mitgliedern ermöglichte, aktuelle Bücher preiswert zu beziehen, wollte er sein Angebot Mitte der 50er Jahre auch auf Schallplatten ausweiten. 1956 gründete man unter der Devise „Zum guten Buch gehört ein schöner Klang“ den Bertelsmann Schallplattenring. Das junge Unternehmen hatte jedoch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. So wollten die Plattenfirmen anfangs die erforderlichen Lizenzen zum Vertrieb der Platten über den Schallplattenring nicht vergeben. Darüber hinaus war es anderen Presswerken mitunter aus vertraglichen Gründen nicht möglich, Aufträge von Bertelsmann anzunehmen. Aus diesem Grund errichtete man 1957 das Presswerk Sonopress in Gütersloh.

Am 22. April 1958 kam es zur Gründung der Ariola Sonopress GmbH sowie eines österreichischen Tochterunternehmens, die mit einer Presskapazität von 225.000 Platten monatlich ausgestattet waren. Die erste Veröffentlichung unter dem neuen Namen war Die Regenbogenkinder von Josephine Baker. Anfangs umfasste das Repertoire nur insgesamt 72 Titel von sechs Interpreten, was es dem Unternehmen schwer machte, in der Branche Fuß zu fassen. Langsam stellten sich jedoch erste Erfolge ein und in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart wurden Geschäftsstellen gegründet, 1961 wurde in Köln eine weitere Musikproduktion eröffnet. Zuvor hatte Ariola 1960 mit dem Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch seinen bisher umsatzstärksten Erfolg mit dem Stimmungslied „Schnaps, das war sein letztes Wort“, von dem 900.000 Exemplare umgesetzt wurden. (Quelle: wikipedia)

Kataloge.jpg

Die Kataloge des Schallplattenrings nannten sich „Schallplattenring Illustrierte“

Und um diese „Schallplatten-Ring“ zu promoten, gab es immer wieder Promo-Singles („unverkäufliche Werbeplatte“), die auf das aktuelle Programm des Rings hinwiesen. Hier ein Exemplar aus dem Jahr 1965. Mittlerweile hatte man auch die Akzeptanz der anderen Schallplatten-Firmen, denn auf der Rückseite dieser Single (die man allerdings mit 33 Umdrehungen abzuspielen hatte) wird stolz verkündet:

GanzSchönStolz

Musikalisch wendete man sich eher an die „reifere Jugend“, die Hildegard Knef mit ihrem Lied „Aber schön war es doch“ war schon ganz schön progressiv für diese Promo-Single.

Aber es gibt dann auch noch diesen Peter Kreuder Titel namens „Du gehts mir durch all meine Träume“, der wirklich ne Wucht ist … ansonsten kann man sich in die Welt der Oper und der Klassik verführen lassen, wobei der „Tanz der Stunden (Finale)“ überraschend gut daher kommt …

Hier also in 18 1/2 Minuten ein Schnelldurchlauf von 12 Musikstücke die damals Deutschland erfreut haben, während ich damals mit offenem Mund „Midnight To Six Man“ von den Pretty Things hörte … mit offenem Mund und geröteten Backen.

BackCover1.jpg

Titel:
01. Mario Lanza: Maria, Mari (Russo/Di Capua) 1.41
02. Mantovani und sein Orchester: Fascination (Marchetti) 1.31
03. Hildegard Knef: Aber schön war es doch (Niessen/Relin/Wilden) 1.27
04. Peter Kreuder: Du gehst durch all meine Träume (Kreuder/Beckmann) 1.44
05. Hans Albers: Auf der Reeperbahn nachs um halb eins (Roberts) 1.06
06. Nini Rosso: Il silencia (Rosso/Celeste/Brezza) 1.43
07. Walter Berry: Der Vogelhändler bin ja ich (Mozart) 1.15
08. Fritz Wunderlich: Man wird ja einmal nur geboren (Lortzing) 1.20
09. Ingeborg Hallstein: Frag´ ich mein beklomm´nes Herz (Rossini) 1.10
10. Artur Rubinstein: Minutenwalzer (Chopin) 1.53
11. Renata Tebaldi: Es glänzte schon das Sternenheer (Verdi) 1.40
12. Arturo Toscanni &  das NBC Orchester: Tanz der Stunden (Finale) (Ponchielli) 1.59

LabelB1

*
**

Promo1965

Werbung für den Schallplattenring

Verschiedene Interpreten – Formation 60 – Modern Jazz From Eastern Germany AMIGA 1957-69 (1998)

FrontCover1.jpgEin nicht nur rarer, sondern vor allem sehr spannender Sampler ist dieses „Formation 60“ Album. Enthält es doch exemplarische Beispiele für den DDR-Jazz der Jahre 1957 – 1969, also aus jenen Jahren, in denen es gar nicht so einfach war, in der DDR Jazz zu fabrizieren.

„Seitens der DDR-Staatsführung wurde der Jazz aufgrund seiner US-amerikanischen Wurzeln immer skeptischer gesehen. Ende 1950 erhielt Heinz Kretzschmar mit seinem Tentett ein Berufsverbot, weil ihre Musikausübung kulturfeindlich wäre und die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährde.Karlheinz Drechsel wurde wegen seiner Vorliebe für den Jazz 1952 als Mitarbeiter des Rundfunks der DDR entlassen und konnte erst 1958 wieder Jazzsendungen gestalten. Der Gründer des Jazzkreises Leipzig, Reginald Rudorf, hielt gut besuchte Vorträge über Jazz ab, die auch die Kultur der USA beleuchteten. Doch sie wurden durch Störaktionen der Staatssicherheit unterbunden. Auch die Dresdner Interessengemeinschaft Jazz wurde 1957 im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den vom Regime als Spion verdächtigten Rudorf verboten“ (Quelle: wikipedia)

Umso mehr kann man sich daher an an diesem Album erfeuen, denn es lässt sich einfach feststellen, dass hier wirkliche Meister ihres Fachs am Werke waren. Auch heute noch klingen die Aufnahmen und Kompositionen überraschend facettenreich, vielfältig und enorm intensiv.

TobyFischelscher

Toby Fichelscher

So gesehen ist dieser Sampler ein ahrlich echtes Apptetithäppchen, um sich intensiver mit jenem Jazz hinter dem „eisernen Vorhang“ zu beschäftigen. Ein wahrlich lohnenswertes Thema !

Uli Turkowski, Horst Kruger - Modern Jazz Big Band 65.jpg

Uli Turkowski, Horst Kruger – Modern Jazz Big Band 65

Titel:
01. Manfred-Ludwig Sextett: Zwielicht (Walther) 2.47
02. Toby Fichelscher & Güntar Wilk: On Chano’s Track (Fichelscher) 3.11
03. Manfred-Ludwig Sextett: Skandinavia (Weise) 2.45
04. Michael Fritzen Quartett: Rien (Fritzen) 3.04
05. Orchester Klaus Lenz: Zottos (Gleichmann) 3.19
06. Volkmar Schmidt Combo: Episode (Schmidt) 5.04
07.  Manfred-Ludwig Sextett: Gral (Petrowsky) 2:28
08. Theo Schumann Combo: Karawane (Schumann) 2.34
09. Werner Pfüller Quintett: Good Bait (Bassie) 2.42
10. Modern Jazz Big Band 65: – Kleines Lied für Eric (Lenz) 4.28

CD1

*
**

Booklet

Verschiedene Interpreten – Übermusik – Beat Around The World 1 (Zeitschrift mit CD) (1989)

Titel.jpgEigentlich war es ja gar keine so schlechte Idee. Ne Musikzeitschrift mit beigelegter CD (das war damals noch was ganz neues).

Dieses Magazin kam dann in einer relativ aufwendigen Klapp-Box daher und in einer Innentasche steckte dann auch die Zeitschrift.

Die jeweiligen „Übermusik“ Magazine kamen stets thematisch daher, diese Ausgabe (es war die dritte) nannte sich „Beat Around The World“. Mag ja sein, dass dieser Titel gut klingt, mit der „Beatmusik“ hatte es allerding gar nichts zu tun … da sieht man an den Themen des Heftes:

  • Die Entwicklung des Westcoast Rocks
  • Eric Clapton
  • Das New Music Seminar in New York
  • Lou Reed
  • Jeffersom Airplane
  • Simply Red
  • CDM – ein neues Mastering Verfahren zur Rauschunterdrückung bei analogen Aufnahmen (mit diesem Verfahren wurde auch diese CD gepresst)
  • Linda Rondstadt

Das klingt alles interessant, aber … das große aber: Die journalistische Qualität der jeweiligen Beiträge ist eher dürftig. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, da haben Werbetexter von Schallplattenfirmen in die Tasten gehauen.

Beispel01.jpg

Und so falsch lag ich gar nicht, denn der Herausgeber dieses Magazins war ein gewisser Manfred Wolterhoff und der war nicht nur damals ein PR Mann für „Camel“. Er betrieb auch die Firma „Star Cooperation“ in Köln.

Und verkündete dann z.B. 1986 folgendes:

„Mehrstufiger Preisaufbau bis zum Top- Segment „Je wichtiger dem Lizenzgeber die Marke ist, um so intensiver wird er das Marketing beeinflussen“, lautet das Credo von Manfred Wolterhoff, Geschäftsführer der Star Cooperation.
Die Reynolds-Tochtergesellschaft zeichnet verantwortlich fuer die Absatzstrategie der Camel Collection (Lizenznehmer Kempel & Leibfried) und Camel Boots (Salamander).
Zusätzlich obliegt dem Unternehmen der Ausbau eines Direkt-Versandgeschäfts (Camel Shop).

Die Bekleidungslinie startete in 1978.
Derzeit ist die Kollektion in 500 Outlets ( „bei steigender Tendenz“) praesent, Jahresumsatz auf Basis Fabrikabgabepreis knapp 15 Millionen DM, Exportanteil gut 10 Prozent.
Wenige Monate nach der Kollektion wurden die Schuhe unter dem Camel-Signet eingeführt.
Distributionslevel derzeit: das breite Sortiment in 1500 Outlets einschliesslich der Salamander-Filialdistribution plus etwa 600 Fachgeschaefte mit Sortimentsauszuegen.
Die Umsatzentwicklung ex factory fuer diese Produktgruppe: 5 Millionen DM in 1979, 22 Millionen in 1982, Rueckgang auf 18 Millionen in 1984, 25 Millionen in 1985.
Fuer das laufende Jahr ist eine Steigerung auf 28 Millionen DM zu erwarten, Exportquote 20 Prozent.
Belgien, Holland und die Schweiz sind die Hauptausfuhrlaender für beide Diversifikations-Ranges Die Lizenzvertraege regeln im wesentlichen die Lizenzgebuehren (netto-umsatzbezogen) und die Abstimmung im Marketingbereich.
Am Punkt Produktqualitaet verdeutlicht Wolterhoff die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit: „Auch dieser Komplex ist vertraglich festgelegt, soweit dies schriftlich und juristisch fassbar ist.
Aber es muss mit jeder Kollektion neu darüber gesprochen werden.
Denn Produktqualität meint nicht nur Verarbeitungs-, sondern auch Design-Qualitaet.“
Beide Bereiche unterliegen einem halbj+hrlichen Kollektionsrhythmus.

Werbeträger sind auflagenstarke Illustrierte.
Dem Handel werden Reprovorlagen für Tageszeitungsinsertionen offeriert.
Hinzu kommt ein breites Angebot an Werbemitteln, Dekomaterialien…
Videofilm, Prospekte, Depot-, Fussbodenkleber bis hin zu Taschenrechner, Schluesselkralle, Streichholzbrief.

Wolterhoff zur Konzeption dieser VKF-Materialien: „Wir haben eine Marke, die mit Imagedimensionen hoch aufgeladen ist.
Diese Dimensionen versuchen wir umzusetzen.“
Hinzu kommen in unregelmässigen Intervallen Verbraucher-Promotions.

Die Ausgestaltung der Preispolitik geschieht im Dialog mit den Lizenznehmern.
Über einen mehrstufigen Aufbau reichen die Sortimente bis in die Spitzenkategorien: Verbraucherpreis einer Lederjacke bis 1500,- DM, für Boots bis über 200,- DM.
Wolterhoff benotet beide Lizenzpartnerschaften mit „sehr gut“- „In den letzten Jahren haben sich bemerkenswerte Steigerungsraten ergeben.
Die Potentiale sind aber längst noch nicht ausgeschöpft.“

Wolterhoff nennt als unerlässliche Voraussetzung potentieller Kooperationen: „Die Projekte müssen mit der Camel- Markenwelt harmonieren.““ (Quelle: http://printarchiv.absatzwirtschaft.de)

Soweit die Sprache aus der wunderbaren Welt des Marketing …

Beispel03.jpg

Da wundert einem die Qualität der Beiträge in diesem Heft nun gar nicht mehr. Seelenlose und lieblose Schreiberlingen waren hier am Werk.

Und dann hat man damals noch den Kardinalfehler gemacht, gänzlich auf Neuerscheinungen und Konzertkritiken zu verzichten ….

Und so wundert es einen nicht, wenn dieses Magazin nach ein paar Ausgaben wieder eingestellt wurde … da halfen auch all die Hingucker-Graphiken nichts.

Vermutlich lag dass auch am Preis: stolze 27 DM musste man damals dafür hinblättern.

Na ja … das spielt heute bei dieser Präsentation nun keine Rolle mehr.

Ach ja, die Musik: Nachdem ich die 80er Jahre musikalisch ziemlich verschlafen habe, ist das ne kleine Auffrischung von dem, was ich damals alles verpasst habe.

Und siehe da: So etliche Songs fanden Gefallen meinerseits (als da z.B. wären Pat Benatar, Glen Frey, Eric Clapton, Darry Hall & John Oates, und Paul Simon)

Der Rest ist halt der typische Mainstream Rock der 80r Jahre …

Aus den 60er Jahren waren dann noch herzerfrischend Jefferson Airplane und die Guess Who mit von der Partie …

… und Linda Ronstadt darf Chuck Berry´s „Back In The USA trällern …

Deutsche Interpreten finden man mit der Ausnahme von Alphaville nicht.

Von daher … zumindest ist die CD ne nette Angelegenheit, die dann noch im gleichen Jahr mit den gleichen Titeln auf dem Ariola Sampler mit dem etwas dümmlichen Slogan „This Is Your Music “ veröffentlicht wurde.

AlternateFront+BackCover.jpg

Titel:
01. a-ha: Cry Wolf (Waaktaar/Furuholmen) 4.06
02. Pat Benatar: Hit Me With Your Best Shot (Schwartz) 2.50
03. Simply Red: I Won´t Feel Bad (Hucknall/Simply Red) 4.14
04. Ultravox: Dancing With Tears In My Eyes (Ure/Currie/Cann/Cross) 4.06
05. Alphaville: Red Rose (Dub Mix) (Lloyd/Gold/Echolette) 4.57
06. Glenn Frey: You Belong To The City (Frey/Tempchin) 5.48
07. Eric Clapton: Forever Man (Williams) 3.12
08. Daryl Hall & John Oates: Dance On Your Knees & Out Of Touch (Hall/Oates) 5.48
09. Chris Rea: Let´s Dance (Rea) 4.07
10. The Guess Who: These Eyes (Bachman/Cummings) 3.41
11. Deborah Harry: French Kissin (Album Version) (Lorre) 5.07
12. Jefferson Airplane: Somebody To Love (live at The Fillmore) (Slick) 2.59
13. Icehouse: Crazy (Davies/Kretschmer/Qunta) 4.47
14. Adriano Celentano: Prisencolinesinainciusol (CElentano) 3.0
15. Paul Simon feat. Ladysmith Black Mambazo: Diamonds On The Soles Of Her Shoes (Simon/Shabalala) 5.46
16. Linda Ronstadt; Back In The U.S.A. (Berry) 2,56
17. Thompson Twins: Lay Your Hands On Me (Currie/Bailey/Leeway) 4.21

Beispel04.jpg

Beispel05.jpg

Beispel06

Beispel07

Beispel08.jpg

Beispel09.jpg

Beispel10.jpg

Beispel11.jpg

Beispel12.jpg

Beispel13

Beispel14.jpg

Beispel15.jpg

Die jeweilige Rückseite des Heftes und der Box

Beispel17.jpg

*
**

 

Beispel16.jpg

Und als Draufgabe gab es dann noch diesen reißerischen Aufkleber