Mantovani und sein Orchester – Charmaine (1973)

FrontCover1.JPGUnd jetzt bring ich mal den genialen musikalischen Schleimer (wenn ich das mal so ruppig sagen darf):

Annunzio Paolo Mantovani (* 15. November 1905 in Venedig, Italien; † 29. März 1980 in Royal Tunbridge Wells, Kent, Großbritannien), bekannter einfach als Mantovani, war ein italienischer Orchesterleiter, der in England wirkte und mit einem eigenen Orchester und einem eigenen Stil (sog. „cascading strings“) großen Erfolg hatte.
Leben

Er wurde in ein musikalisches Elternhaus geboren. Sein Vater war erster Violinist an der Mailänder Scala bei Arturo Toscanini und später langjähriger Konzertmeister am Royal Opera House Covent Garden in London, wohin die Familie 1912 gezogen war. „Monty“, wie er von seinen Freunden genannt wurde, erhielt Geigenunterricht durch seinen Vater und studierte zwei Jahre lang Musik und Kontrapunkt am Trinity College of Music. Auch nach dem Studium spielte die Familie eine große Rolle in frühen Erfolgen seines „Tipica Orchestra“. Er nahm sogar Musikstücke mit seinem Vater als Musiker im Orchester und seiner Schwester als Gesangssolistin auf.

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In einem seiner frühen Orchester spielte auch der Theaterorganist, Arrangeur und Komponist Ronald Binge mit: Sein nur kurzes Stück „Sailing By“ wurde eine bekannte Komposition, und auch seine Elisabethserenade trug zum großen Erfolg von Mantovanis Orchester bei. Binge half Mantovani bei der Ausarbeitung eines eigenen Musikstils, der im Englischen „Cascading Strings“ genannt wird und auf einem durcharrangierten (also ohne aufnahmetechnische Mittel erzeugten) Nachhalleffekt mittels sich überlappender Streicherstimmen beruht. Diesen Mantovani-Sound hatte man für einen amerikanischen Auftrag zur Produktion langsamer Walzer entwickelt, und dieser Sound wurde zu seinem Markenzeichen. Der wohl größte Erfolg in diesem Stil wurde 1951 der von Ernö Rapée und Lew Pollack komponierte Instrumentaltitel Charmaine.

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Auch die Interpretation von Greensleeves, einem Traditional arrangiert von Binge, wurde ein großer Erfolg, und Mantovani war so von diesem Titel begeistert, dass er sogar seinen Wohnsitz danach benannte. Lange in den Billboard-Charts waren 1957 Around The World, 1960 das Filmthema aus The Sundowners und 1961 das Thema aus Exodus. Unzählige Plattenveröffentlichungen und Konzerte machten aus Mantovani einen wohlhabenden Mann.

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Außer für die Konzerthallen war Mantovani auch für das Theater tätig und produzierte unter anderem Arrangements für Noël Coward. Er wirkte auch in Spielfilmen mit, so im deutschen Musikfilm Gitarren der Liebe (1954) neben Vico Torriani und Harald Juhnke und in Ein Herz voll Musik (1955), ebenfalls mit Vico Torriani und Boy Gobert.

Mantovanis Piccolo Bolero (im Stil an Maurice Ravel angelehnt) wurde von Loriot zur Untermalung des Drei-Minuten-Sketches Das Bild hängt schief verwendet.

Mantovani war mit Winifred Kathleen Moss verheiratet und hatte zwei Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Mantovani mit dem „Bournemouth Women’s Choir“

Und wen jemand bei dem Lauschen dieser mehr als geigenlästigen Klänge zu dem Urteil käme, „ziemlich unvererträglich“ hätte ich dafür jede Menge Verständnis.

Aber dennoch: Annunzio Paolo Mantovani hatte auch in Deutschland eine große Fangemeinde und so überrascht es nicht, dass bei dieser Zusammenstellung auch eltiche deutsche Titel und Melodien zu hören sind (dabei ist mir natürlich „Oh, mein Papa“ der liebste).

Ansonsten kann man hier einen der größten musikalischen Weichspüler der Unterhaltungsmusik hören … und quasi die volle Dröhnung … sage und schreibe 24 Titel a8s den 50er, 60er und 70er Jahren sind zu hören).

Aber: ein etwas anspruchsvolleres Cover hätte man ihm schon spendieren können … diese hier gehört für mich in die Kategorie „geschmacklos“.

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Besetzung:
Mantovani und sein Orchester

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Titel:
01. Charmaine (Pollack/Rapée) 3.00
02. Limelight (Chaplin) 2.57
03. Jalousie (Bloom/ade) 3.14
04. Ich tanze mit dir in den Himmel hinein (Schröder) 3.13
05. Hello Dolly (MendlD’Amato) 2.31
06. Those Were The Days (Raskin) 3.20
07. Moon River (Mercer/Mancini) 2.28
08. Tammy (Livingston/Evans) 3.35
09. Strangers In The Night (Kaempfert/Snyder/Singleton) 3.37
10. O mein Papa (Burkhard) 4.07
11. True Love  (Porter) 3.09
12. Was kann schöner sein ((Livingston/Evans) 2.01
13. Come Prima (Panzeri/Di Paola/Taccani) 2.43
14. La vie en Rose (Louiguy) 2.56
15. Lara’s Theme (Webster/Jarre) 2.21
16. Greensleeves (Traditional) 3.18
17. Capri-Fischer (Winkler) 3.38
18. Fascination (Marchetti) 323
19. Moulin Rouge (Larue/Auric/Larue) 2.49
20. Kaiserwalzer (Strauss) 3.12
21. An der schönen blauen Donau (Strauss) 3.38
22. Elisabeth Serenade (Binge) 3.11
23. Answer Me (Winkler) 3.45
24. Auf Wiederseh’n (Turner/Storch/Sexton) 2.59

LabelB1

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Buchtal-Chor – Der Buchtal-Chor singt die Waldermesse (frühe 70er Jahre ?)

FrontCover1Wenn man es sich einfach machen möchte, dann könnte man folgendes schreiben:

Ferdinand Neumaier, der Komponist erzählte: Anlässlich der Jahresversammlung des Bayerischen Waldvereins wurde1952 beim Festgottesdienstes in Kötzting die Bauernmesse von Anette Thoma gesungen. Ein Gottesdienst aus dem Oberland.

Als ich nach der Messe meinen Freund Eugen Hubrich aus Straubing traf, rief der mir zu: “Du Ferdinand, woaßt was, i schreib für uns a Waldlermeß und du muaßt sie vertona!” Nach acht Tagen bekam ich von Eugen den Text dieser Waldlermesse. Sofort setzte ich mich ans Klavier, und am Abend war die Komposition in den Grundzügen fertig. Zwei Wochen noch feilte ich daran herum, bis ich endlich ganz damit zufrieden war.”
Die Waldlermesse war fertig und wurde noch im gleichen Jahr in der ehemaligen Klosterkirche in Rinchnach uraufgeführt.

Was für das “Oberland” die Bauernmesse von Anette Thoma oder für das Salzburger Land “D’Salzburger Arme Leut’ Mess” ist, das ist heute für die Niederbayern die “Waldlermesse”. Seit der ersten Aufführung ist die Waldlermesse bestimmt schon mehrere tausend Male in Niederbayern, Oberpfalz, Franken (Nürnberg, Schwand), Oberbayern und auch im benachbarten Österreich, bei einfachen wie bei hochfesttäglichen Anlässen, traditionsgemäß aber immer bei der Arberkirchweih, bei Wallfahrten, bei Hochzeiten wie bei Beerdigungen zu Gehör gebracht worden. Stets zur Freude und Erbauung der Zuhörer und zur Ehre Gottes. Einheimische und Fremde, Junge und Alte, alle lauschen andächtig zu. 1984 wurde von einer Kirchberger Wallfahrergruppe die Waldlermesse sogar in der Gotthardskirche in Cureggia (Nähe Lugano, Schweiz) zu Ehren des heimatlichen Kirchenpatrons St. Gotthard gesungen.

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Ferdinand Neumaier

Rektor Ferdinand Neumaier ist gedanklich mehrere Generationen zurückgewandert, um zu erfahren, wie damals altbayerische Lieder gesungen und gespielt wurden. Aus dem Singen und Musizieren, dem Urquell waldlerischen Brauchtums, kommen diese einfachen und doch vielsagenden Weisen. In der Waldlermesse reden die Bewohner des Waldes mit “ihrem Herrgott”, der selbstverständlich ihren Dialekt und damit “waldlerisch” bestens versteht. Es sind einfache Weisen in allgemein verständlicher Form, so wie sie einfache Bauern einstens ersannen, ausgerichtet für die Bewohner des Bayerischen Waldes, alles in ihrer ganz eigenen Sprache, teilweise traurig und schwermütig, aber zwischendurch auch herzhaft und zugleich etwas besinnlich. In den Texten der Waldlermesse spiegelt sich die große Weite des Waldes, das abgeschiedene Leben der Bewohner, abseits von allem Trubel, die teilweise große Armut, wie sie damals noch herrschte, aber auch die Freude und Zufriedenheit wider.

Oder aber auch:

Hier stieg vor 900 Jahren aus der Wildnis des Waldgebirges auch zum erstenmal der Lobgesang der rodenden Mönche zur Ehre Gottes auf, als St. Gunther dieses Klösterlein gründete , und hier, in den heimeligen Tälern unter den blauen Grenzbergen, ist heute noch jedes Lied des Volkes das Lob einer wundersamen Heimat, Ausdruck der Lebensfreude und Verehrung des Herrgotts und der Muttergottes. In diesem Wald ist Ferdinand Neumaier, der Komponist der Waldlermesse, aus einem alten Bauerngeschlecht im benachbarten Kirchberg geboren und hat das Erbe vieler singfreudiger Generationen übernommen. Aus dem Urquell waldlerischen Singens und Musizierens kamen ihm die Weisen zu. Die Worte stammen von einem nicht minder echten Waldler, von Eugen Hubrich aus Kötzting. Schlicht und einfach ließ er seine Landsleute mit ihrem Herrgott reden.

Eugen Hubrich

Eugen Hubrich

Frohes Ansingen, betendes Musizieren, schicksalsschwerer Wallfahrersang, andachtsvolles Brauchlied und Erinnerungen an uralten Krippengesang, Dank und Verehrung, aber auch Freude und Jubel, aufströmend bis zur ländlerischen Weise, in allem aber besinnlich und tiefgründig in den Ablauf einer Messe gefaßt, das ist die Waldlermesse. In der Arie zur hl. Wandlung verstummt das Wort und ehrfurchtsvoll und erhebend übernimmt ein Hirtenruf die Würdigung dieses hohen Augenblicks. Aus der Fülle und der Tiefe der Volksmusik kommt dieses Singen und Beten.
In der prächtigen Frührokokokirche von Rinchnach haben sich Volkssängerinnen und Volkssänger des Bayerischen Waldes zusammengetan, um in diesem ehrwürdigen Raum die Waldlermesse, begleitet von Zither, Gitarre, Hackbrett, Harfe, Klarinette und Baß, darzubringen. Sie kamen aus Arrach. Furth i. W.. aus Lindberg und Zwiesel

Wenn man den frommen und arttreuen Menschenschlag in dem herrlich grünen Waldgebirge mit seinen alten Kulturstätten, den Wallfahrtskirchen und Feldkreuzen, aber auch die alten Glashütten und die Holzhauer im weiten Forst vor dem geistigen Auge hat, dann wird die Waldlermesse zum großen Erlebnis. Dann grüßt eine ganze Landschaft mit ihren Menschen beim Klang der Glocken von Rinchnach. (Aus dem Vorwort eines Notenbüchleins)

WeitereAufnahmen

Weitere Aufnahmen der „Waldlermesse“

Aber dann, gibt es noch einen ganz anderen Aspekt:

Darf man Lieder eines überzeugten Nationalsozialisten im Gottesdienst singen?
Kirche Kirche

Die Waldlermesse ist kitschig, aber sehr beliebt. Katholiken sehen sie als Zeichen für „Volksfrömmigkeit“ und „christliche Werte“.
Der Urheber des Textes, der Lehrer Eugen Hubrich, war ein überzeugter Nationalsozialist.
Er knüpfe an die Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus an. Die Kirche duckt sich in der Frage weg.

Zu jenen Volksweisen, die sogar gestandene bayerische Mannsbilder sentimental werden lassen, gehört zweifellos die Waldlermesse. Sie hat eine riesige Fangemeinde. Bei unzähligen Hochzeiten und Fahnenweihen wird sie lauthals angestimmt. Ebenso bei der beliebten Arberkirchweih, die jedes Jahr im August gefeiert wird.

Am Großen Arber, dem höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes, wohnen Hunderte Pilger der Waldlermesse bei. Nirgends klinge sie schöner als am Arber, heißt es. Der Präsident des Bayerischen Wald-Vereins, Helmut Brunner, rief den Besuchern am vergangenen Sonntag zu: „Diese Kirchweih ist nach wie vor ein Zeugnis für die Volksfrömmigkeit und unsere christlichen Werte.“

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Titelbild eines Notenheftes aus dem Jahr 2016

Bei näherer Betrachtung zeigt die Waldlermesse allerdings auch Schattenseiten. Trotz der unstreitig schönen Melodie von Ferdinand Neumaier sind deren Verse nicht mit der Liturgie der katholischen Kirche in Einklang zu bringen. Ein Beispiel: „Da zidert jed’s Asterl so fromm und so froh, / die Berg und die Baamerl, die leuchten nur so / die Waldorgel braust und der Wipfelwind saust, / oa Glück und oa Jubel, wohins d‘ nur grad schaust.“

Zweifellos schwingt hier ein pantheistischer Grundton mit. Kein Wunder, dass viele Pfarrer die Waldlermesse nach der Uraufführung anno 1952 boykottierten. Allerdings erklärten sie dem Kirchenvolk nicht, warum sie dagegen waren. Klartext redet aber der Passauer Domkapitular a. D. Max Huber: „Das ist doch alles Kitsch, ein Asterl kann nicht fromm sein.“

Die Begeisterung für die Waldlermesse hat unter dieser Kritik kaum gelitten. Da in ihr Tradition, Frömmigkeit und Naturliebe ineinanderfließen, gilt sie als echt und unverfälscht. Sie sei „aus dem Urquell waldlerischen Singens und Musizierens“ entsprungen, wie es Paul Friedl einst formulierte. Anders ausgedrückt: Die Waldlermesse gilt vielen als gottgegeben, sie ist quasi vom Himmel gefallen.

Der niederbayerische Bezirksheimatpfleger Maximilian Seefelder kann mit derlei Schwärmerei gar nichts anfangen. Schon in den Neunzigerjahren hat er die Frage aufgeworfen, was wirklich hinter der Waldlermesse steckt. Die Antworten, die er fand, haben vielen Traditionalisten nicht gefallen, er wurde heftig angefeindet. „Der Text der Waldlermesse ist nicht relevant“, sagt Seefelder. „Er genügt den liturgischen Anforderungen in keiner Weise, auch wegen seiner Vergangenheit.“

Tatsächlich war der Urheber des Textes, der Lehrer Eugen Hubrich, ein überzeugter Nationalsozialist. Seine Haltung schimmert auch in seinen Nachkriegstexten durch. „Er unterlegte dem Wald eine religiöse Dimension und sah in ihm Überkräfte am Werk, wozu sich eine völkisch-nationale Gesinnung gesellte“, kritisierte der Passauer Historiker Josef Breinbauer analog zu Seefelder den Text der Waldlermesse.

Die Kirche duldet das Werk, um Konflikten zu entgehen

Er knüpfe an die Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus an. Schon deshalb passte die Waldlermesse nie zur katholischen Liturgie. Trotzdem tragen sie Kirchenchöre und Gesangsvereine eifrig vor. Ungeachtet ihres zweifelhaften religiösen Charakters ist sie ein Identifikationsfaktor, dessen Problematik verdrängt wird. Die Kirche hat das Werk nicht kanonisiert, oberhirtlich duldet sie es, um keine weiteren Konflikte zu schüren.

Sogar Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der ehedem oberste Glaubenshüter der Kirche, hat vor Jahren auf dem Arber die Kirchweih zu den Klängen der Waldlermesse gefeiert. Wohl wissend, dass die Volksseele schnell hochkocht, wenn man lieb gewonnene Dinge hinterfragt. „Natürlich darf man die Waldlermesse singen“, sagt Bezirksheimatpfleger Seefelder, „aber man sollte wissen, was dahintersteckt.“ (Hans Kratzer, Süddeutsche Zeitung vom 25. August 2017)

Dieser Beitrag zeigt davon, dass diese Waldlermesse bis heute seinen Stellenwert, insbesondere in dieser Region hat … Hm …

Und wenn ich an den darbietenden Buchtal-Chor denken, wird es auch nicht besser, denn der war ein Werks-Chor der Keramischen Betriebe Buchtal (so wie sich damals nannten)

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Die Buchtal A.G. in Schwarzenfeld in der Oberpfalz war ein Produzent keramischer Belagsmaterialien, der am 12. November 1937 als „Buchtal AG, Keramische Betriebe der Reichswerke ‚Hermann Göring‘, Oeslau bei Coburg“ gegründet worden war und heute als Agrob-Buchtal zum Keramik-Konzern „Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG“ gehört. Die Namensbezeichnung geht auf den Flurnamen „Buchtal“ zurück, der in der näheren Umgebung des Betriebes mehrfach vorkommt.

Im November 1937 einigten sich die Annawerke und die Reichswerke darauf, die Kuxe der Vereinigten Gewerkschaft mit der Gründung der Buchtal AG, Keramische Betriebe der Reichswerke „Hermann Göring“ zu teilen, wobei letztere mit 52 % der Anteile die Mehrheit bekommen sollte. Der Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden der Cremer-Gruppe, Gottfried Cremer, wurde mit der Planung, Errichtung und Führung einer modernen und leistungsfähigen Schamottefabrik beauftragt. Als Jahresproduktion wurden 50.000 Tonnen feuerfeste Materialien vereinbart. In seiner Buchtal-Chronik vermerkt Gottfried Cremer diesbezüglich: „Buchtal war gegründet worden zu dem ausschließlichen Zweck, hochfeuerfestes Material zu liefern für die Auskleidung der Hochöfen und Winderhitzer in Salzgitter und Linz, und zwar sowohl für den Ausbau als auch für den später zu erwartenden Reparatur- und Überholungsbedarf.“ Bereits im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung war Paul Pleiger, der organisatorische Kopf und Mitbegründer bzw. Direktor der Reichswerke und spätere Wehrwirtschaftsführer (Januar 1938), persönlich vor Ort, um mit den Spezialisten der Cremer-Gruppe die Errichtung des neuen Werkes in die Wege zu leiten.

Die feierliche Betriebseinweihung fand im Juni 1939 unter der Beteiligung von Prominenz aus Partei, Wehrmacht, SS und Wirtschaft statt. Nach einer Besichtigung der Werksanlage, die in ihrer Zweckmäßigkeit und Anordnung „ganz der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung“ entspreche, wurde auch die Werkssiedlung Schwarzenfeld besucht. Als Festredner trat unter anderem Wilhelm Meinberg auf, Staatsrat und Vorstandsmitglied der Reichswerke Hermann Göring, die Feierlichkeit endeten „mit einem Treuegelöbnis an den Führer und den Weiheliedern der Nation“.

Um die zur Gründung der Buchtal-Reichswerke vertraglich vereinbarte Menge an feuerfesten Materialien produzieren zu können, wurden im Laufe des Jahres 1938 u. a. zwei weitere Tunnelöfen, Trockenkammern und ein zweiter Gasgenerator erbaut. Im Jahr 1939 wurden zudem u. a. ein betriebseigenes Kraftwerk zur Stromerzeugung, ein Dachziegelwerk und andere infrastrukturelle Bauten errichtet. Im Mai 1940 erstellte man „Unterkünfte für Fremdarbeiter“, im Januar 1941 „Sonderküchen für Fremdarbeiter (Franzosen und Russen)“ und im Januar 1944 „Bäder für diese Unterkünfte.“ Weitere Funktionsbauten, wie Schlosserei, Schreiner und Verwaltungsgebäude folgten.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs waren in Buchtal ca. 650 Menschen beschäftigt. Im Zuge der Mobilmachung der Deutschen wurden sogenannte „Fremdarbeiter“ für die als kriegswichtig eingestufte Produktion im Buchtal-Werk herangezogen. Zuletzt stellten die „Fremdarbeiter“ mehr als zwei Drittel der Beschäftigten, sie wurden teils als zivile Kräfte angeworben, teils als Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit herangezogen. Laut den Angaben des „Betriebsführers“ Cremer mussten in Buchtal durchschnittlich „80 Franzosen, 120 Polen und 250 Russen, bei letzteren Männer und Frauen“ arbeiten. Der Internationale Suchdienst ging 1950 von zirka 750 Personen ukrainischer Herkunft aus, die im Zivilarbeiter-Lager Schmidgaden zu leben hatten. Der Suchdienst bezog sich dabei auf den Bericht des Bürgermeisters. An anderer Stelle wird das Lager mit Bezug auf den Suchdienst als Zwangsarbeitslager bezeichnet (Quelle: wikipedia)

Alles klar, oder ?

Eine echte Aufarbeitung dieser Zeit erfolgte nach meiner Kenntnis nie … und so singen Mitarbeiter eines ehemaligen nationalsozialistischen Betriebes (gegründet wurde der Buchtal-Chor 1949) die Texte eines „nationalsozialistischen Christenmenschen“ …

Da nützt mir zumindest es kaum noch was, dass wir „unstreitig schönen Melodien von Ferdinand Neumaier“ zu hören bekommen.

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Und solche Texte kann man bis heute noch finden (Quelle: trachtenverband-bayern.de)

Die Rückseite der Hülle des 10″ Albums „ziert“ übrigens ein Bild, das wie folgt beschrieben wird:

„Sie sehen Buchtal, eingebettet in die nordbayerische Landschaft und die hören die Stimmen der Mitarbeiter unseres Werkes. Vielleicht macht es Ihnen ein wenig Freude“.

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Einfach nur trostlos, dieses Bild

Besetzung:
Buchtal-Chor unter der Leitung von Hans Sirkoski

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Titel:
01. Kyrie 2.32
02. Gloria 2.43
03. Credo 2.03
04. Zur Opferung 2.43
05. Sanctus 3.06
06. Bendedictus 2.04
07. Zur Kommunion 2.27
08. Ite missa est 2.21

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Geht auch günstiger, wenn man denn mag …

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Mit ihm Info-Päckchen: Eine Werkanalyse der „Waldlermesse“ von Dr. Maximilian Seefelder (Quelle: Studientagung zur Kulturarbeit in Niederbayern an der Universität Passau am 12. Juli 2003)

Paola – Vogel der Nacht (1996)

FrontCover1Tja, und auch eine Paola hat in diesem blog ihren Platz, auch wenn ich ihre Auftritte mit Kurt Felix stets ein wenig peinlich fand:

Paola Felix (* 5. Oktober 1950 in St. Gallen, Schweiz als Paola Maria Augusta del Medico) – früher bekannt als Paola del Medico, später auch nur als Paola – ist eine Schweizer Schlagersängerin und Fernsehmoderatorin. Sie war von 1980 bis zu seinem Tod 2012 mit Kurt Felix verheiratet, mit dem sie von 1983 bis 1990 die Fernsehsendung Verstehen Sie Spaß? moderierte. Paola, die sich zwischen 1969 und 1982 in deutschsprachigen Hitparaden platzieren konnte, nahm 1969 und 1980 für die Schweiz am Eurovision Song Contest teil und erreichte dabei jeweils Plätze unter den ersten fünf. Mit Ehemann Kurt wurde sie von den Zuschauern der ARD 2006 zu „Deutschlands Traumpaar“ gewählt.

Paola Felix ist die Tochter des aus dem italienischen Adriaort Fano stammenden Schneidermeisters Vittorio del Medico und der Schweizerin Anna Sennhauser und besitzt die italienische sowie die schweizerische Staatsbürgerschaft.[3] Als 14-jährige gewann sie 1965 den zweiten Preis bei der „Goldenen Schallplatte der Stadt St. Gallen“, einem Amateurfestival. Während ihrer folgenden kaufmännischen Ausbildung bei einer Textilfirma nahm sie an verschiedenen Talentwettbewerben teil, die sie zumeist auch gewann. Zu ihrer musikalischen Ausbildung gehörten zwei Jahre Flöte, fünf Jahre Klavier, Gitarre brachte sie sich selber bei, nahm aber auch Gesangsausbildung und später Schauspielunterricht in Zürich. Sie spricht Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Englisch.

PaolaSingle19681967 hatte sie ihren ersten Fernsehauftritt in der Sendung „Talente stellen sich vor“, und im Folgejahr erschien ihre erste Single Für alle Zeiten (1968), mit der sie beim Intervisionsschlagerfestival im tschechischen Karlsbad den vierten Platz belegte, jedoch in der schweizerischen Vorausscheidung für den Grand Prix Eurovision erfolglos blieb. 1969 nahm Paola del Medico erstmals am Eurovision Song Contest teil und belegte mit Bonjour, bonjour für die Schweiz in Madrid den fünften Platz. In der Schweizer Hitparade kam sie damit bis Platz 7. Fortan war sie Dauergast in der ZDF-Hitparade und anderen Fernsehsendungen. Mit Stille Wasser, die sind tief konnte sie noch im selben Jahr den zweiten Platz beim Deutschen Schlagerwettbewerb in Wiesbaden belegen. Auf dem fünften Festival Internacional da Canção Rio de Janeiro 1970 blieb sie mit Emporte-moi sur ton manège unplatziert.

1974 nahm sie Ballettunterricht bei Samy Molcho und konnte mit den Singles Capri-Fischer und Adio mein Napoli in Deutschland zwei kleinere Hits verbuchen. Ihr Auftritt in Peter Frankenfelds ZDF-Schlagerwunschsendung „Musik ist Trumpf“ mit dem Lied Weisse Rosen aus Athen brachte ihr 1975 eine Flut von Zuschauerwünschen nach einer Single dieser Aufnahme ein, sodass sich ihre Plattenfirma CBS kurzerhand entschloss, das Lied in einer neuen Version als Single zu veröffentlichen.

1977 versuchte sie es ein zweites Mal beim Eurovision Song Contest, scheiterte aber in der Schweizer Vorausscheidung mit dem Titel Le livre blanc, der nur den zweiten Platz belegte. Ebenso erging es ihr mit dem Titel Vogel der Nacht, mit dem sie sich um die deutsche Teilnahme 1979 bewarb, aber nur den dritten Platz erreichte. 1980 schliesslich gewann sie für die Schweiz den Vorentscheid und errang mit dem Titel Cinéma bei der internationalen Veranstaltung in Den Haag den vierten Platz.

Im selben Jahr heiratete sie den Schweizer Fernsehmoderator Kurt Felix, mit dem sie zunächst (1982) die ZDF-Musikshow Lieder gehen um die Welt, dann die SWF-Vorabendsendereihe Freitagsparty (6 Folgen 1983) und schliesslich von 1983 bis 1990 die Samstagabendshow Verstehen Sie Spaß? moderierte. Erste Moderationserfahrungen konnte sie bereits 1981 in der Sendung Gute Laune mit Musik – Melodien mit Paola sammeln.

Paola11982 versuchte sich Paola Felix auch noch einmal für Deutschland bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Mit dem Titel Peter Pan kam sie aber hinter Nicole wieder auf Platz 2. Dem Wettbewerb blieb sie treu, als sie 1986 die Moderation der Schweizer Vorausscheidung zum Song Contest übernahm.

Ihre grössten kommerziellen Erfolge hatte sie mit Der Teufel und der junge Mann, das 1981 fünf Wochen in den deutschen Top 10 war, und der deutschen Aufnahme von Blue Bayou 1978, ein Lied von Roy Orbison, das 1963 erstmals chartete und 1977 in einer Version von Linda Ronstadt zum Welterfolg wurde. Blue Bayou wurde gewissermassen zu Paolas Signature-Lied, dass sie in mehreren Versionen zu diversen Angelegenheiten vortrug. Nachhaltig Heiterkeit verursachte ihr Vortrag bei der Show zum 60. Geburtstag von Karl Dall, bei der sie von einer „Bananen-Insel“ abrutschte.

1990 produzierte Jack White mit Paola Felix unter dem Pseudonym „Raffaella“ für Verstehen Sie Spaß? eine Cover-Version des Baccara-Liedes Yes Sir, I Can Boogie.

An ihrem 40. Geburtstag zog sie sich einstweilen aus dem Showbusiness zurück und lebte mit ihrem Mann, der auch die italienische Staatsbürgerschaft annahm, an ihren Wohnsitzen in der Schweiz und in Italien. Paola Felix ist jedoch hin und wieder Gast bei verschiedenen Talkshows. 1998 produzierte der MDR die Show Guten Abend wünschen Paola und Kurt Felix, eine Samstagabendsendung mit Reprisen.

1998 sang Paola Felix mit Michael von der Heide in der TV-Show Benissimo ihren Hit Blue Bayou im Duett.

2002 war Paola auch als Modekatalog-Modell tätig. Bei ihrem Mann Kurt Felix wurde 2002 Krebs diagnostiziert; er widmete ihr mit rührenden Worten den Bambi-Preis, den er 2003 erhielt. Im Jahr 2012 verstarb er an der Krankheit, nachdem diese lange Zeit als überwunden galt. (Quelle: wikipedia)

PaolaKurtFelix

Und hier nun ein Sampler der sich mit ihrem Schaffen zwischen den Jahren 1977 – 1983 beschäftigt. Wir hören „traumhaft“ schöne Illussionsmusik, genau wie wir sie mit Paola in Verbindungen bringen … wenn, ja wenn da nicht plötzlich ein paar Überraschungen dabei wären: Als da wären deutsche Interpretation von Klassikern wie „Those Were The Days“, „Scarborough Fair“ und „El Condor Pasa“. Und selbst an Bob Dylan hat sie sich herangetraut und nun hören wir „Mr. Tambourine Man“ mit dem deutschen Text von Hans Bradtke. Die erste deutsche Version dieses Klassikers mit dem Bradtke Text stammt übrigens von den Magics im Jahr 1965. Und die Magics waren die Begleitband von Drafi Deutscher … na bitte und somit schließt sich relativ plausibel der Kreis von Paola zu den Anfängen der deutschen Beat-Szene … wer sagt´s denn …

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Titel:
01. Blue Bayou (Orbinson/Melson/Mürmann) 3.55
02. Mein Geschenk für dich (Stephens/Black/Kunze) 3.35
03. Wenn du heimkommst (Heck/Frankfurter) 4.06
04. Der Teufel und der junge Mann (Heck/Kunze) 3.55
05. Vogel der Nacht (Puschmann/Frankfurter) 2.57
06. Liebe ist nicht nur ein Wort (Heck/Kunze) 3.53
07. Ich hab‘ ins Paradies gesehn (Hirsch/Miller/Kunze) 4.08
08. Eine Insel am Ende der Welt (Scarborough Fair) (Traditional/Heck/Köthe/Mürmann) 3.33
09. An jenem Tag mein Freund (Those Were The Days) (Raskin/Korn) 3.22
10. Ich möchte mit den wilden Adlern zieh’n (El Condor Pasa) (Robles(Mürmann) 3.41
11. Plaisir D’amour (Traditional/Heck/Köthe/del Medico) 3.30
12. Cinema (Reber/Muller/Zuckowski) 3.00
13. Mr.Tambourine Man (Dylan/Bradtke) 3.24
14. Mit Tränen in den Augen ist man blind (Iglesias/Belfiore/Balducci/Arcusa/Kunze) 4.26
15. Du gehst an mir vorbei (Bigazzi/Bella/Goldfield) 3.32
16. Idaho (Burow/Mürmann) 3.25

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Ensemble der Jugendmusikschule Frankfurt – Deutsche Tänze im Wechselschritt (frühe 70er Jahre ?)

FrontCover1Vom pornographischem Gestöhne zu gänzlich unschuldigen Melodien. Der Calig Verlag veröffentlichte damals die Reihe „Rhythmen und Tänze der Völker“, eine sehr verdienstvolle Reihe, denn zeigt sie doch auf eindrucksvolle Weise, welche Volksmusik in ganz unterschiedlichen Ländern die Herzen der jeweiligen Menschen erwärmen konnte.

Das war quasi ein ethnologisches Musikprojekt, damals sicher ein wenig belächelt … später wurden dann solche Melodien unter dem Begriff „World Music“ erfolgreich vermarktet.

Hier hören wir nun „Deutsche Tänze im Wechselschritt“ … und nun ist ja hinreichend bekannt, dass mir der sog. Gesellschaftstanz eher suspekt ist … aber die dazu passende Musik kann ja durchaus seinen Reiz haben.

Hier hören wir nun vordergründig schlichte Melodien (aber spielen muss man sie auch erstmal können).

Und gerne stelle ich die vier Stücke diesr EP mal vor … sind sie doch Zeugen  unverfälschter Folklore aus deutschen Landen:

VetterMichael

Neudeutscher

Schwälmer Tanz

Figaro

Etwas schwer getan habe ich mir mit dem vermutlichen Aufnahmejahr: Die „popige“ Hüllengestaltung erinnerte mich an die frühen 70er Jahre, manche Quelle sprechen davon, dass diese Serie erst Ende der 70er erschienen sein soll … mag ich angesichts  der Graphik auf der Hülle nicht so recht vorstellen …

Unabhängig davon … hier hören wir einfache und schlichte Melodien … aber sie zeugen für mich von jener unstillbaren Sehnsucht der Menschen – selbst wenn die Zeiten dazu nicht geeignet sind – nach einem unbekümmerten, friedvollem Leben … wer mag dies all diesen Menschen verdenken ?

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Besetzung:
Ensemble der Jugendmusikschule Frankfurt unter der Leitung von Lothar Fuchs

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Titel:
01. Vetter Michael 2.34
02. Neudeutscher 3.06
03. Schwälmer Tanz 1.42
04. Figaro 4.34

Alle Melodien: Tradtionals

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Fritz Muliar – Fritz Muliar erzählt (Westaflexwerk Werbesingle) (frühe 70er Jahre)

FrontCover1.jpgTja, der Fritz Muliar … man könnte fast schreiben, der musste sich halt auch sein Geld verdienen, denn hier hören wir ihn als Werbefritzen für die Firma „Westaflex“. Hier also nun mal wieder eine kleine Firmengeschichte:

Die Westaflex ist ein deutscher Haustechnik-Hersteller u. a. für Wellrohre und Schalldämpfer mit Stammsitz in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Westaflex beschäftigt nach Unternehmensangaben international 2.700 Mitarbeiter (über Lizenznehmer und eigene Tochtergesellschaften).

Das Familienunternehmen Westaflex wurde am 24. September 1933 im westfälischen Gütersloh von Ferdinand Westerbarkey und seinen Brüdern Leonhard und Lorenz gegründet und bestand lange Zeit als Geschäftsbereich der Atlas Handelsgesellschaft mbH. Der Betrieb begann mit zwölf Mitarbeitern in einer ehemaligen Ziegelei in München-Oberföhring.

Zunächst wurden vollflexible Rohre auf eigenen Maschinen nach einem österreichischen Patent gefertigt, im Jahr 1953 kamen die völlig neuen Rohrtypen Westerform und Westerflex hinzu. Auf der technischen Grundlage der Flexrohre entwickelte Westaflex noch im selben Jahr die ersten flexiblen Schalldämpfer. So entstand letztlich aus der Atlas-Gruppe die Westaflex-Gruppe als eigenständiger Geschäftsbereich in Gütersloh.

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1935 wurde aus räumlichen Gründen die Produktion von München-Oberföhring nach Gütersloh verlegt, wo auf einem bereits 1912 erworbenen 10.000 m² großen Gelände in einer Fabrikationshalle der eigenen Stahlmöbelfabrik Westamöbel OHG günstige Voraussetzungen für eine Flex-Rohrproduktion gegeben waren. 1955 waren nach Aufgabe der Möbelfertigung bereits alle verfügbaren Fabrikationsräume der Westaflexwerk L.&F. Westerbarkey OHG durch die Rohrproduktion belegt und es bestanden schon 14 Auslandsvertretungen und 8 Auslandsfertigungen. Seit der Gründung war Westaflex ständig in Besitz der Familie Westerbarkey, mittlerweile in der vierten Generation. Der Claim(Slogan) des Unternehmens lautet „Verbindungen, die sich auszahlen“.

Die Anfänge der ATLAS Handelsgesellschaft liegen in den ersten Monaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Ferdinand Westerbarkey, bei Kriegsende politischer Häftling des Konzentrationslagers Dachau, wurde von der amerikanischen Militärregierung in München als Berater herangezogen. In kurzer Zeit entstanden Niederlassungen in Hamburg, Köln, Aachen, Lohne, Krefeld und Minden. Bei allen diesen Atlas-Stützpunkten im norddeutschen Raum, in Gütersloh verwaltungsmäßig zusammengefasst, dominierte der Handel mit Fleisch. Zwar nicht zeitlich, aber logisch folgt die Gründung der Westafleisch GmbH im Jahre 1963 als ein Netz von Lohnschlachtereien, sowie 1950 die Gründung des Import-Großhandels Frigaliment GmbH, wiederum mit der Atlas Handelsgesellschaft mbH als Gesellschafter.

Von 1972 bis 1987 gehörte auch die LbF Lauterbach und die IT-Schallschutztechnik zur damaligen Westaflex-Gruppe.

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Die Belegschaft im Jahr 1959

Die Produkte werden in 10 Ländern über eigene Tochtergesellschaften und darüber hinaus in weiteren 22 Ländern durch verbundene Lizenznehmer vertrieben. Der größte Markt ist Deutschland mit etwa 41 % Absatzanteil, gefolgt von den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich.

In Frankreich wurde 1959 die Schwesterfirma Westaflex-France gegründet. Frühzeitig im Jahr 1961 wurde die Westaflex-Produktion durch einen Lizenznehmer in den USA aufgenommen, um den weitaus potentesten Markt auf dem Automobilsektor zu erfassen. In den folgenden Jahren kamen sowohl in europäischen als auch in überseeischen Ländern weitere Fertigungsstätten hinzu – in Produktionsgemeinschaft oder als Lizenznehmer -: Volksrepublik China, Türkei, Griechenland, England, Ungarn, Italien, Portugal, Iran, Südafrika, Japan, Argentinien und Kanada, sowie Nordamerika.
Unternehmensbereiche
Westaflex ist Hersteller von Klimatechnik-Produkten im Neu- und Altbau und von Akustik- und Klima-Anwendungen in der Industrie. Die Sparte Schornstein / Wohnungslüftung erzielt etwa 40 % des Gesamtumsatzes über den Fachhandel, gewerbliche Projekte die übrigen 60 %. Die Produkte sind im oberen Qualitäts- und Preissegment angesiedelt. (Quelle: wikipedia)

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Alte Produktionsstätte

Um es kurz und schmerzlois zu machen: Selten war der Fritz Muliar so belanglos wie hier. Das liegt natürlich an den Witzchen, die er zu reissen hat (Wualitätsstandard: dümmlich) und die natürlich allesamt mehr oder wenig verkrampft zu den Rohren der Firma Westaflex führen.

Da wird in dem Sketch „Zslotschow 1905“ auf die Langlebibkeit der Produkte hingewiesen. Nur dumm, dass es diese Firma 1905 noch gar nicht gab …

Aber was soll´s … ne Rarität im Reiche der deutschen Werbe-Singles ist dieses Exemplar allemal … und da freu sich so ne Sammlerseele, wie sie mir eigen ist, schon ein wenig.

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Fritz Muliar

Besetzung:
Fritz Muliar (Sprecher)
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Moritzl 2.32
02. Zslotschow 1905 1.10
03. Wiener Staatsoper 1.36
04. Pepi 1.06
05. Moritz Dukatenzähler 1.11
06. Wiener Simpl 1.36
07. Produktinformationen vom Westaflexwerk 0.46
+
08. Westerrohre Werbesingle (Teil 1 – ungeschnitten) 4.39
09. Westerrohre Werbesingle (Teil 2 – ungeschnittden) 5.20

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Nicht gänzlich frei von einem gewissen Humor:

Jürgen Marcus – 40 Jahre ZDF Hitparade (2009)

FrontCover1Also, mein Fall war er ja nun wirklich nicht. Aber entsprechende deer themtiwche Bandbreite dieses blogs will ich mich mit diesem Bitrag von ihm in Anstand verabschieden:

Jürgen Marcus (* 6. Juni 1948 in Herne; † Mitte Mai 2018 in München; bürgerlich Jürgen Beumer) war ein deutscher Schlagersänger, der in den 1970er-Jahren seine größten Erfolge feierte. Zu seinen bekanntesten Titeln zählen Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, Ein Festival der Liebe und Ein Lied zieht hinaus in die Welt.

Marcus absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Betriebsschlosser. Danach trat er als Sänger in verschiedenen Amateur-Beatbands seiner Heimatstadt auf. Wegen der Ähnlichkeit mit dem Namen des Eiskunstläufers Hans-Jürgen Bäumler wählte er den Künstlernamen „Jürgen Marcus“. 1967 wurde er Sieger des European-Festivals in Brüssel. 1968 und 1969 war er beim Beat-Festival von Recklinghausen erfolgreich. Schließlich bekam er 1969 die Rolle des „Claude“ in einer deutschen Aufführung des Musicals Hair.

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Der Erfolgsproduzent Jack White nahm den Sänger unter Vertrag und produzierte 1970 seine erste Single Nur Du (El cóndor pasa). Darauf folgte nach Du bist mein ganzes Leben (1970) und Nur Liebe zählt (1971) sein bis heute erfolgreichster und wohl bekanntester Titel Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben (1972), der 15 Wochen in den deutschen Top Ten vertreten war und bis auf Platz 2 vorstieß. Marcus trat in vielen Fernseh-Musiksendungen auf, darunter viele Male in der ZDF-Hitparade. Er bekam zahlreiche Auszeichnungen und wirkte 1972 auch in dem Jack-White-Film Heut hau’n wir auf die Pauke unter Regie von Ralf Gregan mit.

Unter Whites Regie veröffentlichte Marcus insgesamt 23 Singles und zahlreiche Alben, bis er sich 1979 von ihm löste. Die Top-Ten-Erfolge darunter waren Ein Festival der Liebe (diesen Titel sang er auch im Film Blau blüht der Enzian), Schmetterlinge können nicht weinen (1973) und Ein Lied zieht hinaus in die Welt (1975), mit dem er sich für Deutschland beim Eurovision Song Contest bewarb, jedoch nicht über Platz 9 bei der Vorentscheidung hinauskam.

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Bereits im Vorjahr hatte er sich mit dem Titel Grand Prix d’amour an diesem Wettbewerb beteiligt. 1975 strahlte das ZDF die Personality-Show Jürgen Marcus: Einer für Viele aus. 1976 nahm er mit dem auf Französisch gesungenen Lied Chansons pour ceux qui s’aiment (deutsche Version: Der Tingler singt für euch alle) für Luxemburg am Eurovision Song Contest teil und erreichte Platz 14.

Unter wechselnden Produzenten wie Michael Möller, Rainer Pietsch oder Uve Schikora veröffentlichte Marcus bis in die frühen 1980er-Jahre am Chanson orientierte Stücke oder Coverversionen, jedoch ohne kommerziellen Erfolg. Weitere Zusammenarbeiten mit Ralph Siegel und Bernd Meinunger oder auch eine Pop-orientierte Single als „J. Marcus“ (1988) in englischer Sprache brachten dem Sänger kein Comeback. Er trat in den folgenden Jahrzehnten meist mit seinen älteren Erfolgen aus den 1970er-Jahren auf.

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1998 erreichte er mit seinem Lied Mach’s gut bis zum nächsten Leben Platz 6 beim bislang einzigen Grand Prix des Schlagers.

Im August 2004 erschien das Comeback-Album Ich glaub an die Welt, sein erstes Album seit 22 Jahren. 2006 folgte das erste Weihnachtsalbum Tausend Lichter, tausend Kerzen. Am 13. Juni 2008 wurde das Album Für immer veröffentlicht. Produziert wurde es von Christian Bruhn. Es enthält Texte von Michael Kunze, Georg Buschor, Robert Jung, Stefan Waggershausen, Tobias Reitz, Edith Jeske und Peter Zentner. Am 5. August 2011 erschien seine neue Single Ich schau in mein Herz. Eine Woche später folgte das Album Zeitreif, das von dem Komponisten-Duo Helmut Kohlpaintner und Michael Schinkel produziert wurde.

Seit 2012 mied Jürgen Marcus wegen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung die Öffentlichkeit. Im April 2017 gab er seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft bekannt. Er verstarb Mitte Mai 2018 im Alter von 69 Jahren in München.

1991 erfolgte sein Outing als erster größerer Schlagerstar in der „Bild am Sonntag“ mit der Top-Schlagzeile „Die Beichte des Jürgen Marcus. Ich konnte nie eine Frau richtig lieben. Alkohol. Männerliebe. AIDS-Angst“. Marcus war seit 1995 mit seinem Partner und Manager Nikolaus Fischer zusammen und wohnte in München. (Quelle: wikipedia)

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Dieser Sampler, basierend auf seinen Auftritten in der ZDF Hitparde, scheint mir ein würdiger Abschied zu sein … denn  dieses Format und dem – mein Gott – Dieter Thomas Heck – war halt die Welt des Jürgen Marcus und durch diese Hitparade fand er dann auch seine vielen (weiblichen) Fans … wenn die geahnt hätten.

Auch wenn mir diese Schunkel und Klatsch Musik mehr als suspekt ist, sag ich jetzt einfach zum Abschied ganz leise servus.

Und als Bonus habe ich seine allererste Single beigefügt: „Nur du“ basiert auf „El Condor Pasa“ und auch hier hatte schon der Jack White seine Finger drin … Der Song wird in zwei Versionen auf der A+B  Seite der Single dargeboten.

Sänger Jürgen Marcus re GER und Freund Nikolaus trinken ein Gläschen Sekt anlässlich des 60 Geb

Nikolaus Fischer & Jürgen Marcus

Titel:
01. Intro Dieter Thomas Heck 0.40
02. Nur Liebe zählt (White) 3.28
03. Warum kann ich deine Liebe nicht vergessen? (Massachusetts) (B.Gibb/R.Gibb/M.Gibb/White) 2.25
04. Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben (White/Jay) 3.47
05. Ein Festival der Liebe (White/Jay) 2.30
06. Schmetterlinge können micht weinen (White/Jay) 3.45
07. Der Grand-Prix D’Amour (White/Jay) 3.07
08. Ich hab‘ die Liebe nicht erfunden (White/Jay) 3.27
09. Ein Lied zieht hinaus in die Welt (White/Jay) 3.01
10. Auf dem Karussell (White/Jay) 3.13
11. Der Tingler singt für euch alle (White/Jay) 3.01
12. Die Uhr geht vor (Du kannst noch bleiben) (White/Hertha) 3.39
13. … Davon stirbt man nicht (Morelli/Heilburg) 4.13
14. Ein Lächeln (Cutugno/Delamoé/Sardou/Kinze) 3.51
15. Unser Leben (Pietsch/Stein/Holm/Weyrich) 4.35
16. Engel der Nacht (Angel Of Mine) (Duval/Maloyer/Baier) 4.18
17. Du (Giesecke/Califano/Otto/Hofer) 3.47
18. Outro Dieter Thomas Heck 0.11
+
19. Jürgen Marcus Jive (Hitmix) 4.36
+
20. Nur du (El Condor Pasa) (Teil 1) (Traditional/White) 2.53
21. Nur du (El Condor Pasa) (Teil 2) (Traditional/White) 2.39

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Jürgen Marcus (* 6. Juni 1948 in Herne; † Mitte Mai 2018 in München)

Verschiedene Interpreten – Sag es mit Blumen – Die schönsten Blumenlieder (1981)

FrontCover1Neulich habe ich hier ja ein ausführliches Interview mit Loki Schmidt präsentiert … und zwar hier.

Und hier ein ganz praktisches Beispiel für jenen Bereich, der Loki Schmidt quasi zeitlebens eine Herzensangelgenheit war. Der Schutz von gefährdeten Pflanzen.

Und so erschien 1981 mal wieder ne Benefiz-LP, diesmal gingen 25,0 DM an die „Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen“. Und bot es sich an, ein Album mit den „schönsten Blumenliedern“ zuzusammen zu stellen.

Dabei konzentrierte man sich allerdings vorrangig auf Aufnahmen aus der Welt der Operette und so kann man hier ein hübsches Stell-Dich-ein von bekannten Interpreten wie Heinz Hoppe, Ingeborg Hallstein, Anneliese Rothenberger oder Hermann Prey anhören.

Aber auch die Volksmusik kommt nicht zu kurz und Heino´s „Blau blüht der Enzian“ musste natürlich auch mit von der Partie sein.

Jetzt mal unabhängig von der Musikauswahl, die nun nicht direkt zu meiner ersten Wahl gehört: Das Thema an sich hatte und hat sein Bedeutung und Wichtigkeit, aber das predigen die Grünen ja schon seit langer Zeit. Von daher war diese LP ja eigentlich auch eine kleine Verbeugung vor dieser damals noch in den Kinderschuhen steckenden Bewegung.

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Titel:
01. Heinz Hoppe: Dunkelrote Rosen (Millöcker/Zell/GEnee/Steffan/Knepler) 2.27
02. Ingeborg Hallstein: Ein Blumenstrauß aus Nizzy (Buday/Hilm) 4.00
03. Peter Minich: Schneeweißes Maiglöckchen (de Fries/Ulrich) 4.05
04. Anneliese Rothenberger: Schneeglöckchen (Hardt-Warden/Loose/Stolz) 2.40
05. Fritz Wunderlich: Schenkt man sich Rosen in Tirol (Zeller/West/Held) 3.01
06. Heino: Blau blüht der Enzian (v.Kleebsattel) 4.02
07. Maria und Margot Hellwig: Sag es mit Blumen (Bütow/Pistorius) 2.56
08. Guiseppe Di Stefano: Von Apfelblüten einen Kranz (Lehár/Léon/Herzer/Löhner) 4.03
09. Lolita: Wenn die kleinen Veilchen blühen (Stolu/Hardt-Warden) 2.47
10. Hermann Prey: Draußen in Sievering blüht schon der Flieder (Strauß/Adler) 3.40
11. Das Kollmannsberger Duo + Die Wendelsteinmusikanten: Almenrausch und Edelweiß (Traditional) 3.45
12. Willy Schneider: Auf der Heide blühn die letzten Rosen (Stolz/Balz) 3.05

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