Verschiedene Interpreten – Juwelen des Barock (80er Jahre)

FrontCover1Einerseits nur ein Billig-Sampler mit „Juwelen der Barockmusik“:

Barockmusik, auch bezeichnet als Generalbasszeitalter, ist eine Periode in der abendländischen Kunstmusik, die sich an die Renaissancemusik anschließt und sich vom Beginn des 17. bis etwa zur Mitte des 18. Jahrhunderts erstreckt. Sie zählt heute zur Alten Musik.

Der Beginn des musikalischen Barocks wird durch die Einführung des Generalbasses in den Kompositionen Claudio Monteverdis markiert. Die Verwendung des durchgehenden Generalbasses kennzeichnet die Barockmusik sowie die Musik der nachfolgenden Übergangszeit, des Rokoko. Eine mögliche weitere Unterteilung, die jedoch nur als ungefähr betrachtet werden kann, ist:

Frühbarock (etwa 1600 bis 1650), unter italienischer Dominanz;
Hochbarock (etwa 1650 bis 1710), mit bedeutenden französischen Einflüssen;
Spätbarock (etwa 1710 bis 1750), mit Tendenz zur Vereinigung regionaler Stile.

Häufig werden Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel als Vollender des musikalischen Barocks betrachtet. Bei den Bachsöhnen und ihrem Umkreis etablierte sich bereits ab den 1730er-Jahren der so genannte empfindsame Stil, der über die Vorklassik der Mannheimer Schule zur Wiener Klassik mit Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart führte.

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Schon damals gab´s langhaarige Musiker … 

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts aufkommende Merkmale, die als Beginn eines neuen Musikzeitalters betrachtet werden können, sind außer dem Generalbass die Monodie (Sologesang oder -instrumentalstimme mit Begleitung) und die neu entstandenen Gattungen Oper sowie später Instrumentalkonzert und Oratorium. (Quelle: wikipedia)

Wie gesagt: Einerseits nur ein billiger Sampler, andererseits zum einen eine prachtvolle Einführung in diese Musikgattung und dann andererseits (und da freut sich der Archivar) eher seltene Aufnahmen aus den Jahren 1964 – 1975.

Man lasse sich von dieser Musik betören ….

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Besetzung:
Bachorchester des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Helmut Koch (01. – 03.)
Die Wiener Solisten unter der Leitung von Wolfrid Boettcher (04.)
Zagreber Solisten unter der Leitung von Antonio Janigro
Züricher Kammerorchester unter der Leitung von Edmond de Stoutz (05. – 07., 09., 10. – 14.)

BookletA

Titel:

Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 2 (1966):
01. 1. Satz 5.36
02. 2. Satz 4.03
03. 2. Satz 2.57

Georg Philipp Telemann (1964):
04. Konzert a-moll für Altblockflöte in F 16.03

Georg Friedrich Händel: Concerto grosso D-dur op. 6 Nr. 5 (1965):
05. 1. Satz 2.27
06. 2. Satz 2.21
07. 3. Satz 2.51

Antonio Vivaldi (1975):
08. Die vier Jahreszeiten: 1. Der Frühling 9.26

Henry Purcell (1965):
09. Chaconne g-moll für 3 Violinen und Baß 7.42

Jean Philippe Ramaeu: Suite für Streichorchester (1968):
10. 1. Satz 2.36
11. 2. Satz 2.36
12. 3. Satz 3.46
13. 4. Satz 1.31
14. 5. Satz 2.30

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Die damals üblichen „Verbraucherinformationen“ zum neuen Medium  CD

Bachorchester des Gewandhaus Leipzig (Helmut Koch) – Johann Sebastian Bach – Brandenburgische Konzerte 2 – 3 – 5 (1966)

FrontCover1In wikipedia steht geschrieben:

„Die Klassikaufnahmen des Labels Eterna gehören heute unter Vinylsammlern zu den klanglich und interpretatorisch besten Aufnahmen und sind teilweise sehr gesucht … “

Hier eine Aufnahme von den Brandenburgischen Konzerten Nr.2, Nr. 3 und Nr. 5, eingespielt vom Bachorchester des Gewandhaus Leipzig:

Die musikalische Heimat des 1962 gegründeten Bachorchesters ist Leipzig. Jene Stadt also, in der Johann Sebastian Bach von 1723 bis 1750 als „Director musices und Cantor zu St. Thomas“ die musikalischen Initialen bis auf den heutigen Tag in nachhaltiger Weise prägte. Begründer des Bachorchesters, das sich ausnahmslos aus Mitgliedern des berühmten Gewandhausorchesters zusammensetzt, ist Prof. G. Bosse, der l987 die künstlerische Leitung des Bachorchesters altershalber in die Hände des Gewandhaus-Konzertmeisterkollegen Prof. Chr. Funke legte. Das Repertoire des Bachorchesters ist schwerpunktmäßig von Werken des Barocks, der Frühklassik und Klassik bestimmt. Von der inter-nationalen Kritik immer wieder hervorgehoben wird das vitale Temperament und die musikalisch-gestalterische Fantasie des Ensembles. Der Elan und die spürbare Freude aller Mitwirkenden am schöpferischen Prozess der Interpretation sind ebenso begeisternd wie überzeugend.

Und so manch einer wird sich bei dem Konzert Nr. 3 an die furiose Adaption von Keith Emerson & The Nice erinnern … Schon witzig, dass es ausgerechnet Emerson war, der mir den Weg zu Gevatter Bach ebnete …

Über die Musik braucht man ja eigentlich kaum mehr Worte verlieren. Mit den „Brandenburgischen Konzerten“ hat Bach einen Meilenstein in der Barockmusik komponiert und es erstaunt schon, dass diese Musik (entstanden im Jahr 1721 !) bis heute an Frische und Genialität nichts verloren hat !

Aber auch noch ein paar Worte zu dem Gründer des Ensembles, Gerhard Bosse:

Gerhard Bosse wurde 1922 als Sohn des Militärmusikers Oskar Bosse (1893–1979) geboren und ist in Greiz aufgewachsen. Mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Violinunterricht bei seinem Vater. Ab 1930 wurde er vom Konzertmeister der Reußischen Hofkapelle unterwiesen. Er ging 1936 nach Leipzig und erhielt bei Edgar Wollgandt Unterricht. Nach dem Abitur 1940 studierte er Violine bei Walther Davisson am Leipziger Konservatorium. Schon während des Studiums war er als Substitut beim Gewandhausorchester engagiert. 1943 wurde er ins Reichs-Bruckner-Orchester in Linz berufen und spielte unter Dirigenten wie Karl Böhm, Wilhelm Furtwängler, Carl Schuricht, Herbert von Karajan, Oswald Kabasta und Joseph Keilberth. Außerdem studierte er Gesang am Linzer Konservatorium.

Von 1948 bis 1951 war er Konzertmeister im Kleinen Rundfunkorchester Weimar. Im Jahr 1949 wurde Bosse Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und 1951 Erster Konzertmeister des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig unter Hermann Abendroth. Außerdem erhielt er eine Professur an der Leipziger Musikhochschule. Von 1955 bis 1987 war Bosse Konzertmeister des Gewandhausorchesters unter den Dirigenten Franz Konwitschny, Václav Neumann und Kurt Masur. Von 1955 bis 1977 war er Primarius des Gewandhaus-Quartetts. 1963 gründete Bosse das Bachorchester des Gewandhauses Leipzig, welches er selbst bis 1987 leitete.

1980 gründete Bosse das Kirishima International Music Festival in Japan. Außerdem war er Gastdirigent der New Japan Philharmonic und Gastprofessor an der Tokyo University of the Arts. 2000 wurde er Musikdirektor des Kobe City Chamber Orchestra und zwei Jahre später Berater der New Japan Philharmonic.

Seit 2000 lebte er mit seiner dritten Ehefrau Michiko in Takatsuki. (Quelle: wikipedia)

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Besetzung:

Bachorchester des Gewandhausorchesters Leipzig  unter der Leitung von Gerhard Bosse:

Gerhard Bosse (violin)
Friedemann Erben (violoncello)
Heinz Hörtzsch (flute)
Hans Pischner (cembalo)
Konrad Siebach (bass)

Dirigent: Helmut Koch

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Titel:
01. Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047 / 12.21
02. Brandenburgisches Konzert Nr. 6 Dur BMV 1048 / 13.24
03. Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BMV 1050 / 22.29

Kompositionen: Johann Sebastian Bach

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