Peter Tschaikovsky – Schwanensee – Für Kinder erzählt von Karlheinz Böhm (1979)

FrontCover1Märchen dieser Art haben ja immer auch einen pathetischen Touch, und ein Schauspieler wie Karlheinz Böhm kann diesen natürlich – passend zur Musik – auf die wunderbarste Weise vermitteln und dies nicht nur für Kinder !

Schwanensee (russisch Лебединое Озеро, Lebedinoje osero) ist eines der berühmtesten Ballette zur Musik Pjotr Iljitsch Tschaikowskis. Es gehört zum Standardrepertoire klassischer Ballettkompanien. Insbesondere das Allegro Moderato aus den Schwanentänzen des 2. Akts ist in der Choreografie von Lew Iwanow Gegenstand unzähliger Parodien und daher als Tanz der vier kleinen Schwäne weit über das ballettinteressierte Publikum hinaus bekannt.

Das Libretto stammt von Wladimir Petrowitsch Begitschew und, möglicherweise, Wassili Fjodorowitsch Geltzer und entsprach ganz der Vorstellung des Komponisten Tschaikowski. Inzwischen wurde das Libretto jedoch schon häufig umgeschrieben und verändert, so dass es verschiedene Versionen mit zum Teil sehr unterschiedlichem Ende gibt. Die Sage von der verzauberten Schwanenprinzessin, die nur durch wahre Liebe aus dem Bann des bösen Zauberers erlöst werden kann, ist bei vielen Völkern bekannt.

In Schwanensee lassen sich häufige Motive zahlreicher Märchen nachweisen: Insbesondere die unglücklich verzauberte Prinzessin, die durch die Liebe eines Prinzen erlöst wird. Auch das unglückliche Ende des ursprünglichen Librettos ist ein bekanntes Märchenmotiv des Schwanenmädchens oder auch Schwanenjungfrau.

1. Akt:
Im Schlosspark feiert Prinz Siegfried seinen 21. Geburtstag. Die Königsmutter kommt hinzu und wirft ihm zärtlich seine Unbeschwertheit vor. Sie erinnert ihn, dass am nächsten Tag ein Hofball stattfinden wird und er unter den teilnehmenden Gästen eine Braut wählen soll. Die Tänze werden fortgesetzt, bis der Prinz sich absondert und von einer unbestimmten Melancholie erfasst wird. Am Himmel sieht er weiße Schwäne vorüberziehen und er beschließt, mit seinen Freunden auf die Jagd zu gehen.

2. Akt:
Am Ufer des Schwanensees, in der Nähe des Schlosses, erscheint im Mondlicht, aus dem Wasser tretend, das wunderschöne Schwanenmädchen. Der Prinz kommt hinzu und will schon seine Armbrust anlegen, als das Schwanenmädchen als Schwanenkönigin vor ihn tritt. Die Königin erzählt Siegfried, sie sei Prinzessin Odette, die vom Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt worden ist. Von diesem Zauber könne sie nur derjenige erlösen, der ihr ewige Liebe schwört. Siegfried, von ihrem Liebreiz überwältigt, schwört ihr ewige Liebe und Treue.

Die Verzauberung der Liebenden findet ein Echo in den Tänzen der Schwäne. Odette und der Prinz bemerken nicht, dass sie von Rotbart belauscht wurden. Die Liebenden verlassen die Lichtung.

Schwanensee01
3. Akt:

Festball im Schloss am nächsten Tag. Prinz Siegfried soll seine Braut wählen. Der Prinz tanzt mit den jungen Bräuten aus verschiedenen Ländern, aber seine Gedanken sind nur bei Odette. Unerwartet wird ein edler unbekannter Gast gemeldet: Baron Rotbart mit seinem Geschöpf Odile, die Odettes verführerisches, negatives Ebenbild ist und in der Prinz Siegfried fasziniert seine geliebte Odette zu erkennen glaubt. Die Divertissements mit den Nationaltänzen werden fortgesetzt. Siegfried, nun vollends der bösen Faszination der „schwarzen Odette“ verfallen, hält um ihre Hand an und schwört auch ihr ewige Liebe und Treue. Triumphierend über den gelungenen Betrug verlassen Rotbart und Odile den Ballsaal, während Odettes weißer Geist in der Ferne erscheint. Siegfried läuft verzweifelt zum See.

4. Akt:
Hier gibt es mehrere Varianten:

Am See warten die Schwäne auf die Rückkehr ihrer Prinzessin. Diese kommt und berichtet ihnen, was sich zugetragen hat. Der Prinz erreicht den See und bittet Odette um Verzeihung, und sie vergibt ihm. Eine große von Rotbart geschickte Welle droht Siegfried zu ertränken. Odette stürzt sich in die Flut, um Siegfried zu retten. Abhängig von der Inszenierung stirbt entweder einer von beiden (Siegfried oder Odette), oder beide sterben, oder beide leben glücklich bis an ihr Lebensende. (Quelle: wikipedia)

Schwanensee02
Soweit so gut …

Ursprünglich erschien diese Aufnahme 1979 als LP, wann diese dann auch als CD veröffentlicht wurde, darüber schweigt sich das Cover leider aus …

LPCover

Die Original-LP aus dem Jahr 1979

Auf einer Seite für Eltern wird dann diese Aufnahme als Tipp präsentiert:

Es lohnt sich!! Ein Hörgenuss für alle Klassik Freunde! Eine anrührende Geschichte, erzählt von Karlheinz Böhm, mit hervorragender instrumentaler Umsetzung. Die Geschichte erfüllt den Hörer mit unglaublicher Freude, aber auch Trauer! Für jüngere Kinder (ab 4 Jahre) mit Freude an Klassik und Geschichten(Wissensvorsprung), oder für alle älteren (Grundschule)Kinder  bis 99 Jahre!! (redaktion-elternkontakte.de).

Das Interesse an Ballet ist bei mir eher extrem unterentwickelt, aber die Musik von Tschaikovsky ist – wie so viele seine Kompositionen – mehr als beeindruckend und Karlhein Böhm zieht wirklich alle Register als dramatischer Sprecher und von daher … musste ich schmunzeln, als ich mich selbst dabei beobachtete, wie ich mit angehaltenem Atem lauschte.

Karlheinz Böhm hat übrigens diverse Aufnahmen dieser Art produziert, kein Wunder, er war wirklich ein begnadeter Erzähler.

Nur schade, dass das booklet letztlich so lieblos gestaltet ist (ursprünglich war es ja eine Bilderbuch-Schallplatte) und dann gibt es nur einen durchgehenden Track – auch nicht ganz nachvollziehbar.

Ansonsten aber ein kleiner Tipp meinerseits, für all die kleinen und großen Kinder ! Und meiner Frau Gemahlin gefällt dieses Ballettstück ganz besonders gut.

KarlheinzBöhmSprecher:
Karlhein Böhm (Erzähler)
Henry König (rotbart)
Petra Schmidt-Decker (Königin)
Heidi Schaffrath (Odette/Odilde)
Rüdiger Schulzki (Siegfried)

Booklet02ATitel:
01. Schwanensee – Für Kinder erzählt von Karlheinz Böhm 41.25

Musik: Peter Tschaikovsky

CD1

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Booklet03A

Großes Sinfonie-Orchester des Rundfunks der UdSSR – Aschenbrödel (Prokofjew) (1985)

FrontCover1Also, ich bin nun wahrlich kein Freund von Ballett-Vorführungen (im Gegensatz zu meiner geschätzten Frau Gemahlin), aber hier ist schon ein besonderer Leckerbissen aus dem Hause Eterna:

Aschenbrödel (oder auch: Cinderella) ist ein abendfüllendes Ballett in drei Akten mit der Musik von Sergei Prokofjew nach einem Libretto von Nikolai Wolkow; die Uraufführung fand am 21. November 1945 in der Choreographie Rostislaw Sacharows am Bolschoi-Theater in Moskau statt.

Das Ballett folgt in seinen wesentlichen Grundzügen dem Märchen Aschenputtel, wie es in den Kinder- und Hausmärchen von den Brüdern Grimm aufgezeichnet wurde.

Zusammen mit dem Librettisten Nikolai Wolkow begann Prokofjew im Winter 1940 mit der Skizzierung des Ballettes. Bereits im Sommer 1941 waren die ersten beiden Akte im Umriss fertig. Vom Krieg unterbrochen, wurde die Arbeit an Cinderella 1943 wieder aufgenommen und 1944 abgeschlossen. Kriegsbedingt konnte das Ballett nicht, wie ursprünglich vorgesehen, am Kirow-Theater in Leningrad, dem heutigen Mariinski-Theater, St. Petersburg, uraufgeführt werden.

Im westlichen Ausland wurde das Ballett am 23. Dezember 1948 in London zum ersten Mal vom Sadler’s Wells Ballet, dem heutigen Royal Ballet, am Covent Garden Opera House in einer Inszenierung von Frederick Ashton gegeben. Die Aufführung mit Moira Shearer in der Titelrolle wurde ein fulminanter Erfolg. Der Siegeszug des Balletts dauert bis heute an. Zusammen mit Romeo und Julia gehört Cinderella zu Prokofjews beliebtesten Ballettkompositionen. Bedeutende Neuinszenierungen wurden u.a. von Tom Schilling (1968), Valery Panov (1977) und John Neumeier (1992) geschaffen.

SergeiProkofjew

Sergei Prokofjew

Cinderella folgt in seinem Aufbau der Tradition des klassischen Handlungsballetts (Charaktertänze, Ensembletänze, Soli und Pas de deux der Protagonisten). Prokofjews humorvoll-skurrile, rhythmisch-pointierte Musik trifft den Märchenton der Vorlage vorzüglich und bietet den Tänzern wirkungsvolle, virtuose Darstellungsmöglichkeiten. Als Kuriosität ist auf Nummer 35 im 2. Akt hinzuweisen (Tanz der Stiefschwestern mit den Orangen), in der Prokofjew den berühmten Marsch aus seiner Oper „Die Liebe zu drei Orangen“ zitiert.

Szenenfolge: 1. Akt: Im Haus von Cinderellas Vater (19 Nummern) 2. Akt: Großer Festsaal im Schloss des Prinzen: Der Ball (19 Nummern) 3. Akt: Die Suche nach Cinderella (1. Bild) (6 Nummern); Der Prinz findet Cinderella (2. Bild) (6 Nummern)

Für den Konzertgebrauch stellte Prokofjew drei Orchestersuiten (Opp. 107 – 109) zusammen, die jedoch nicht die Popularität der Suiten nach Romeo und Julia erreichten. (Quelle: wikipedia)

Gennadi Nikolajewitsch Roschdestwenski

Gennadi Nikolajewitsch Roschdestwenski

Und bei dieser Eterna LP handelt es sich um eine „Lizenzübernahme von Melodia Moskau – UdSSR“. Dirigent des Sinfonie-Orchester des Rundfunks der UdSSR war Gennadi Nikolajewitsch Roschdestwenski, über den wikipedia zu berichten weiß: „Gennadi Roschdestwenski gilt als einer der bedeutendsten Interpreten russischer und zeitgenössischer sowjetischer Musik.“

Das kann ich wiedermal nicht beurteilen, aber diese Aufnahme ist für mich schlicht und ergreifend ein Leckerbissen. Und vielleicht sollte ich doch mal zu so einer Ballett-Aufführung gehen … ich kann ja die Augen geschlossen halten und der Musik lauschen …

BallettSzene.jpg

Ballett-Szene aus Aschenbrödel

Besetzung:
Großes Sinfonieorchester des Rundfunks der UdSSR unter der Leitung von Gennadi Nikolajewitsch Roschdestwenski

BackCover1Titel:
01. Aschenputtel (Teil 1) (19.39)
01.1. Introduktion
01.2  Solovariation der Frühlingsfee
01.3. Solovariation der Sommerfee
01.4. Tanz der Grashüpfer und Libellen
01.5. Solovariation der Herbstfee
01.6. Solovariation der Winterfee
01.7. Mazurka und Auftritt de Prinzen
01.8. Aschenbrödels Ankunft auf dem Ball
01.9. Großer Walzer
02. Aschenbrödel (Teil 2) (22.41)
02.1. Duett der Schwestern mit den Orangen
02.2. Walzer-Finale und Mitternachtsstunde
022.3. Der Prinz und der Schuhmacher
02.4. Erster Galopp des Prinzen
02.5. Orientalische Tanzszene
02.6. Der Prinz findet Aschenbrödel
02.7. Langsamer Walzer und Liebesszene

 

LabelB1

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Wiener Symphoniker – Nussknacker – Suite + Romeo und Julia (1968)

FrontCover1Ich hab´s ja weder mit dem Balett noch mit der Oper … abr dennoch gefällt mir diese LP doch ziemlich gut …

Zum einen, weil man eben nur die Ballettmusik hören kann:

Der Nussknacker  ist ein Ballett in zwei Akten von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

 

Die Geschichte Nußknacker und Mausekönig wurde von E. T. A. Hoffmann geschrieben. Alexandre Dumas’ Version der Geschichte wurde später von Pjotr Iljitsch Tschaikowski vertont und gehört zu einem der populärsten Ballette. Es wird von vielen Theatern und Opernhäusern regelmäßig – meist um die Weihnachtszeit herum – aufgeführt.

Der Komponist wurde zu diesem Werk durch ein Theaterstück angeregt, das sein Bruder Modest für die Kinder seiner Schwester geschrieben hatte. Tschaikowski erzählte Marius Petipa von diesem Familientheater, der daraufhin ein Libretto verfasste. Petipa wollte ursprünglich auch die Choreographie übernehmen, überließ diese dann aber krankheitsbedingt Lew Iwanow. Das Werk wurde am 18. Dezember 1892 zum ersten Mal im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg in der Choreographie von Iwanow und der Ausstattung durch den Operndirektor Iwan Wsewoloschski aufgeführt, weniger als ein Jahr vor Tschaikowskis Tod.

Nußknacker

Von Iwanows Original verblieben vor allem der Pas de deux der Zuckerfee und ihres Kavaliers. Die amorphe Dramaturgie des Balletts begünstigte das Entstehen immer neuer Inszenierungs-Konzepte, so von Fedor Lopuchow (1928), Wassili Wainonen (1934), Nicholas Sergejew (1934), George Balanchine (1954), Juri Grigorowitsch (1966), Rudolf Nurejew (1968), John Neumeier (1971) und Heinz Spoerli (1980).

Im Mittelpunkt des Balletts steht Clara, im russischen Original Mascha. Sie bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt erwacht Clara aus ihrem Traum. (Quelle: wikipedia)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Etliche werden den sog. „Marsch“ gut kennen … diente er doch als Vorlage für eine Adaption von Emerson, Lake &  Palmer … zu hören als ne Art Zugabe auf der großartigen LP „Pictures At An Exhibition“.

Spielerisch und leicht viele der Kompositionen … und meine Freude an Tschaikowski hat einen weiteren Grund.

Und dann  „Romeo und Julia“ … ebenfalls von Pjotr Iljitsch Tschaikowski komponiert:

Die Geschichte von Romeo und Julia brauch ich hier nicht eigens nacherzählen … oder ? Und auch hier sentimental, nachdenkliche aber oder furiose Musik … ein Ohrenschmaus:

Romeo und Julia ist eine Fantasie-Ouvertüre des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Sie basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück des Dramatikers William Shakespeare. Das Stück gilt als Tschaikowskis erstes Meisterwerk und trägt für den Komponisten unüblich keine Opusnummer.

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Tschaikowskis Komponistenkollege Mili Balakirew lernte 1867 den französischen Komponisten Hector Berlioz kennen, der 1839 sein Werk Roméo et Juliette geschrieben hatte. So kam es, dass Balakirew Tschaikowski eine musikalische Umsetzung des Themas vorschlug und ihm sogar Ideen für die Einleitungstakte schickte. Balakirew war von Tschaikowskis Ergebnis nicht sehr begeistert und brachte diesen dazu, einige Änderungen vorzunehmen.

Im März 1870 dirigierte Nikolai Rubinstein die Uraufführung von Romeo und Julia in Moskau. Das Konzert wurde von Anhängern Rubinsteins gestört, der kurz vorher einen Gerichtsprozess verloren hatte.

Tschaikowski unterzog das Werk zwei Revisionen, eine im Sommer 1870, die andere im Jahr 1880.

Und dann noch die Biographie des Dirigenten dieser Aufnahmen, Karel Ančerl:

Karel Ančerl (ursprünglich Antscherl, * 11. April 1908 in Tučapy, Böhmen; † 3. Juli 1973 in Toronto, Kanada) war ein tschechischer Dirigent. Er war viele Jahre Leiter der Tschechischen Philharmonie.

Karel Ančerl wurde mit elf Jahren als Geiger Orchestermitglied in seiner Heimatgemeinde. Gegen den Willen seiner Eltern studierte er am Konservatorium Prag Komposition, Dirigieren und Schlaginstrumente. Großen Einfluss übten auf ihn in dieser Zeit auch der Neutöner Alois Hába sowie der damalige Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie Václav Talich aus.

Karel_AncerlBis 1939 war Ančerl u. a. Mitarbeiter des Rundfunks, bis er nach dem Einmarsch der Wehrmacht und der Annexion Tschechiens alle Ämter verlor und 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert wurde. Die Filmaufnahmen des nationalsozialistischen Propagandafilms Theresienstadt zeigen ihn in einer Szene, wie er unter Zwang das KZ-Orchester zu dirigieren hatte. Als Einziger seiner Familie und fast aller Darsteller des Films überlebte er die anschließende Haft im KZ Auschwitz-Birkenau.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wirkte Ančerl u. a. an der Prager Oper des 5. Mai als künstlerischer Direktor, bevor er am 1. September 1947 Chefdirigent des Prager Rundfunksinfonieorchesters wurde.

Im Oktober 1950 wurde Ančerl zum künstlerischen Direktor der Tschechischen Philharmonie ernannt, der er in den folgenden Jahren bis 1968 einen Spitzenplatz unter den Orchestern des Ostblocks sicherte und Einladungen in die ganze Welt einbrachte. Er erweiterte das Repertoire vor allem um moderne Musik (Schönberg, Bartók, Britten) und setzte sich mit Hingabe auch für unpopuläre Komponisten seines Heimatlandes wie Bohuslav Martinů ein.

Nach den Ereignissen von 1968 emigrierte Ančerl nach Kanada und leitete dort bis 1972 das Toronto Symphony Orchestra. Seine Grabstätte ist auf dem Vyšehrader Friedhof in Prag zu finden.

Die typischen, häufig als „dunkel“ beschriebenen Farben seines Orchesters und Ancerls interpretatorische Leistungen wurden auf einer 42 Volumina umfassenden CD-Edition von Supraphon festgehalten. Diese Aufnahmen berücksichtigen auch unbekanntere tschechische Kompositionen (z.B. „In der Tatra“ von Vítězslav Novák oder die „Sieben Reliefs“ von Jarmil Burghauser).

Das französische Klassiklabel Tahra hat seit Beginn der CD-Ära Liveaufnahmen mit verschiedenen Orchestern unter der Leitung Ančerls veröffentlicht, die einen Überblick über sein Repertoire vermitteln. (Quelle: wikipedia)

Bei so einer Biographie … bleibt einem der Mund offen steht angesichts der Dramatik eines solchen Lebens …

Ach ja … und entstanden sind diese Aufnahmen bereits im Jahr 1958.

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Karel Ančerl dirigiert in Theresienstadt

Besetzung:
Wiener Symphoniker unter der Leitung von Karel Ančerl

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Titel:

Nussknacker – Suite:
01. Miniatur – Ouvertüre 3.03
02. Marsch 2.25
03. Tanz der Fee Dragée
04. Russischer Tanz 1.05
05. Arabischer Tanz 2.53
06. Chinesischer Tanz 1.02
07. Tanz der Rohrflöten 2.22
08. Blumenwalzer 1.20

Romeo und Julia:
09. Fantasie Ouvertüre 19.07

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