Johannes Brahms – Bekenntnisse (2006)

FrontCover1Und nun gibt sich das alt-ehrwürdige Bankhaus Lampe die Ehre:

Das Bankhaus Lampe ist eine unabhängige Privatbank in Deutschland. Das 1852 gegründete Unternehmen ist heute ein Tochterunternehmen des Bielefelder Familienunternehmens Dr. August Oetker KG. Das Bankhaus Lampe firmiert als Kommanditgesellschaft und wird von den persönlich haftenden Gesellschaftern Stephan Schüller (Sprecher), Nicolas Blanchard, Ute Gerbaulet und Werner Schuster geführt. Stammsitz der Bank ist Bielefeld, die Geschäftsführung sowie Zentral- und Stabsabteilungen haben ihren Sitz in Düsseldorf. Daneben bestehen weitere Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Berlin, Bonn, Bremen, Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Münster, Osnabrück und Stuttgart sowie in New York City, London und Wien.

 

Am 1. Oktober 1852 gründete der 24-jährige Hermann Lampe das Unternehmen als Bank- und Speditionsgeschäft in Minden. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Gründungen von Aktiengesellschaften begleitet, Obligationen platziert und erste Kontakte ins Ausland geknüpft. Lampe verunglückte 1877 tödlich. Das Bankhaus wird daraufhin von seinem angestellten Mitarbeiter Carl Siebe und dessen Vetter Wilhelm Wegener übernommen. Deren Söhne Wilhelm Siebe und Karl Wegener übernahmen die Firma im Jahr 1917.

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Im Juli 1949 erfolgte die Umwandlung des Unternehmens aus der bisherigen Rechtsform der offenen Handelsgesellschaft in eine Kommanditgesellschaft. Zugleich wechselte Hugo Ratzmann vom Bankhaus Hardy & Co. als persönlich haftender Gesellschafter und alleiniger Geschäftsführer zum Bankhaus Lampe. Indem der Bielefelder Unternehmer Rudolf-August Oetker 8,4 Millionen D-Mark einbrachte, wurde er Mehrheitsgesellschafter. Weitere Anteilseigner waren die 1887 von Carl Albrecht Delius gegründeten Bielefelder Firma C.A. Delius & Söhne und die Hamelner Reese GmbH.

Am 9. Mai 1951 bezog die Bank das Gebäude am Alten Markt in Bielefeld. Zugleich wurde der Hauptsitz des Unternehmens nach Bielefeld verlegt, während vorerst noch eine Zweigstelle in Minden erhalten blieb. Nachdem Ratzmann 1960 bei einem Unfall gestorben war, wurden zunächst für ein Jahr Carl Melien und danach ab 1961 Horst Herold alleiniger persönlich haftender Gesellschafter. Nachdem die Deutsche Bundesbank das Bankhaus als Teil der Oetker-Gruppe ansah und eine Beteiligung Oetkers an der Leitung verlangte, schied Herold Ende 1963 wieder aus, weil er nach Auskunft der Bank deren „Selbständigkeit und Unabhängigkeit“ nicht mehr gewährt sah.

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Und so schaut´s dann in den Räumlichkieten einer Band aus, die sich auf „gut betuchte Privatkunden“ spezialisiert hat … 

Am 1. Januar 1964 wurde der bisherige Kommanditist Rudolf-August Oetker zum Komplementär. Zu geschäftsführenden Direktoren wurden Hans Heuer und Rudolf von Ribbentrop ernannt. 200 Mitarbeiter arbeiteten damals an vier Standorten. In den folgenden zwei Jahrzehnten stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf mehr als 370 Personen.

1968 wurde das Bankhaus Erich Sültz übernommen und zur Hamburger Niederlassung umgewandelt. 1972 wurde von Ribbentrop geschäftsführender Direktor der Bank.

Am 1. Januar 1974 übernahm die damalige Deutsche Genossenschaftskasse, welche ab 1975 als DG Bank firmierte, 25 % der Anteile am Bankhaus Lampe.

Ende der 1980er Jahre eröffnete die Niederlassung Frankfurt mit dem Schwerpunkt Wertpapiergeschäft und Vermögensverwaltung.

Zum 1. Juli 1990 übernahm die Oetker-Gruppe den 25-prozentigen Anteil der DG Bank. (Quelle: wikipedia)

Wenn ich das recht überblicke gehört die Band nun dem Oetker Konzern zur Gänze.

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Nun ja, und diese Bank spendierte dann halt (vermutlich den Premium Kunden) diese CD.

Sie enthält Werke des Komponisten Johannes Brahms * 7. Mai 1833 in Hamburg; † 3. April 1897 in Wien):

Sehr interessant sind dann die „Bekenntnisse“ … dahinter verbergen sich die sog. „Haydn-Veriationen“ op. 56A (näheres im Begleitheft … zuweilen eine sehr furiose Aufführung.

Und dann noch die Symphonie Nr. 4, op. 98 e-moll: Eine gewaltiges orchestrales Stück, eingespielt von der Staatskapelle Dresden:

Die Sächsische Staatskapelle Dresden gilt als eines der führenden und traditionsreichsten Orchester der Welt. Sie wurde am 22. September 1548 im Auftrag des Kurfürsten Moritz von Sachsen von Johann Walter gegründet und gilt als einziges noch existierendes Orchester, das über mehr als viereinhalb Jahrhunderte hinweg ununterbrochen musiziert hat und zugleich – wie zeitgenössische Berichte belegen – stets zu den führenden Klangkörpern der verschiedenen Epochen gehörte. Herausragende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten haben die einstige Hof- und heutige Sächsische Staatskapelle seit ihrer Gründung geprägt.

2013 übernahm das Orchester unter Christian Thielemann die Bespielung der Salzburger Osterfestspiele. (Quelle: wikipedia)

Diese Aufnahmen müssten eigentlich in den 60er Jahren entstanden sein, denn DirigentKurt Sanderling leitete dieses Orchester zwischen 1964 . 1967 (verstorben ist der dann 2011)

Kurt Sanderling

Kurt Sanderling (* 19. September 1912 in Arys, Kreis Johannisburg, Ostpreußen; † 18. September 2011 in Berlin)

Dann noch – entsprechender „dezenter“ die „Fünf ungarischen Tänze“, aber nicht minder schwungvoll … eingespielt (und zwar im Jahr 2001) wurden diese reinen Klavieraufnahmen von dem russischen Pianisten Evgeny Kissin (* 10. <Oktober 1971):

Jewgeni Kissin (in der englischsprachigen Literatur meist Evgeny Kissin geschrieben, auf deutschen CD-Veröffentlichungen auch Yevgeny Kissin) wurde als Sohn einer Klavierlehrerin und eines Ingenieurs geboren. Im Alter von zwei Jahren und zwei Monaten begann er bereits Klavier zu spielen. Mit sechs Jahren besuchte er das Gnessin-Institut in Moskau und nahm Unterricht bei Anna Pavlovna Kantor.[2] Sein Debüt als Solist mit Orchester gab er im Alter von zehn Jahren mit dem Orchester von Uljanowsk mit Mozarts Klavierkonzert KV 466; mit elf Jahren gab er sein erstes Solokonzert mit den Klavierkonzerten Nr. 1 und Nr. 2 von Frédéric Chopin. Dies brachte ihm den Ruf eines Wunderkindes ein. Beim Neujahrskonzert der Berliner Philharmoniker 1988 spielte Kissin unter der Leitung von Herbert von Karajan das b-Moll-Konzert von Tschaikowski und erreichte damit seinen internationalen Durchbruch.

Im Bewusstsein seiner jüdischen Wurzeln hat er sich so weit in jiddische Dichtung eingelesen, dass er die Sprache nahezu perfekt beherrscht. Aus ihrer Poesie hat er 2002 beim Verbier Festival erstmals öffentlich rezitiert.

Kissin lebt zusammen mit seiner Mutter, seiner älteren Schwester und seiner Lehrerin, Anna Pavlovna Kantor, in London. (Quelle: wikipedia)

Evgeny Kissin

Mein Gott, was für ein Jungspund: Evgeny Kissin

Die Aufnahmen (Laufzeit: 72 Minuten !) stammen übrigens aus den Archiven von Sony Music … da kann man nicht nur Qualität erwarten, nein, dann bekommt man sie auch.

Ich hatte bisher den Brahms nicht so sehr auf dem Schirm, das hat sich mit diesen Aufnahmen geändert.

Johannes Brahms

Johannes Brahms

Besetzung:
Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Kurt Sanderling

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Titel:

01. Bekenntnise („Haydn-Veriationen“ op. 56A) 18.38

Symphonie Nr. 4, op. 98 e-moll:
02. Allegro non troppo 13.01
03. Andante moderato 11.43
04. Allegro giocoso 6.20
05. Allegro energico e passionato 10.46

Fünf ungarische Tänze:
06.  Nr. 1 in g-moll 2.37
07. Nr. 3 in f-dur 2.03
08. Nr. 2 in d-moll 2.41
09. Nr. 7 in f-dur 1.31
10. Nr. 6 in Des-Dur 2.51

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Charme

Quelle: Deutschlandfunk

 

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