Johnny Hallyday & The Rattles – Lass die Leute doch reden + It’s Monkeytime (1965)

FrontCover1Es war meine Frau, die es mir zurief: „Johnny Hallyday ist tot … “ … und schlagartig fiel mir diese ganz spezielle Single ein … :

Johnny Hallyday (* 15. Juni 1943 als Jean-Philippe Smet in Paris; † 6. Dezember 2017 in Marnes-la-Coquette) war ein französischer Sänger, Songwriter und Schauspieler.

Er wurde als Sohn eines belgischen Schauspielers, Sängers und Tänzers in Paris geboren, den die Mutter verließ, als er acht Monate alt war. Er wuchs bei deren Schwester auf, die mit ihren Töchtern und dem knapp Einjährigen ab 1944 auf Tanztournee ging.[3] Seine Tante heiratete den US-amerikanischen Tänzer Lee Hallyday, dessen Namen er später als Künstlernamen annahm. In den 1960er-Jahren wurde Hallyday mit in französischer Sprache gesungener Rockmusik bekannt. Er wurde vom Music-Scout Jacques Wolfsohn entdeckt und von der Plattenfirma Disques Vogue unter Vertrag genommen.

Hallyday veröffentlichte am 14. März 1960 bei Disques Vogue seine erste Single T’aimer follement. Es folgten noch im selben Jahr Itsy bitsy, petit bikini, die französische Coverversion von Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini, im November 1960 erschien Le P’tit clown de ton coeur. 1961 wechselte er zu Philips, das ihm größere finanzielle Möglichkeiten bot, und blieb dort (über die Nachfolgefirma Universal) bis 2006 unter Vertrag. Danach veröffentlichte er bei Warner und verfügte über mehr Rechte an seinen Titeln.

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Er verstand es von Anfang an, das nordamerikanische Lebensgefühl musikalisch in das Romanische zu übertragen. Er spielte den Vorzeigejungen am Strand der Côte d’Azur, der ein Mädchen sucht (Je cherche une fille) ebenso perfekt wie einen Straßenjungen, der seine Macho-Haltung ins Sanfte wandeln konnte, und galt lange als „Chamäleon des Popmusikgeschäfts“.

Hallyday unternahm außerdem einige Versuche, den deutschen Plattenmarkt zu erobern (u. a. mit Ja, der Elefant von 1962, Mein Leben fängt erst richtig an von 1964, Lass’ die Leute doch reden von 1966, und Das alte Haus in New Orleans von 1967 (zusammen mit Achim Reichel und den Rattles). Seinem ersten öffentlichen Auftritt in Deutschland im Rahmen seiner Studiosession Ja, der Elefant in der Hamburger Musikhalle sah die Bild-Zeitung mit einer „gewissen Katastrophengeilheit“ (Der Spiegel) entgegen: „Was kommt da auf uns zu?“ Das ist nur zu verstehen, wenn man Hallydays Karriere auch als eine (französisch) politische begreift. Schon bei dem ersten Konzert ging das Inventar der Auftrittshalle zu Bruch. (Quelle: wikipedia)

Na ja … und dann der Johnny Hallyday als Lebemann:

Am 12. April 1965 heiratete Hallyday die Sängerin Sylvie Vartan, mit der er einen Sohn hat, der inzwischen selbst das Pseudonym des Vaters wählte und als David Hallyday ebenfalls als Sänger bekannt wurde. Am 4. November 1980 wurde die Ehe geschieden. Ein Jahr später heiratete er das Mannequin Babeth Etienne. Die am 1. Dezember 1981 geschlossene Ehe hielt jedoch nur zwei Monate und zwei Tage. Ab 1982 lebte er mit der französischen Schauspielerin Nathalie Baye zusammen. 1983 kam die gemeinsame Tochter Laura Smet zur Welt. Das Paar trennte sich 1986.

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Johnny Hallyday und Sylvie Vartan

Von 1990 bis 1992 war er mit der Schauspielerin Adeline Blondieau verheiratet. 1994 heirateten sie nochmals, diese Ehe hielt weniger als ein Jahr. Seit 1996 war er mit der 1975 geborenen Laeticia Boudou verheiratet; 2004 und 2008 adoptierte das Ehepaar zwei vietnamesische Mädchen.

Und dann diese Hiobsbotschaft: Im März 2017 teilte Hallyday mit, dass er an Lungenkrebs leide. Im Dezember desselben Jahres erlag er im Alter von 74 Jahren den Folgen dieser Krankheit.

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Das gefiel ihm wohl: Johnny Hallyday mit Sylvie Vartan und Françoise Hardy (1967)

Na ja, und dann diese Single … die A-Seite: „Lass die Leute doch reden“ … und ich stand im Wohnzimmer des elterlichen Hauses als 10jährigr Stepke und traute meinen Ohren nicht … erstmalig verstand ich so richtig, die Botschaft von eigentlichen vielen Beatsongs jener Zeit „Lass die Leute doch reden“ … und das in einem Haus, das größten Wert auf Anpassung hinsichtlich gesellschaftlicher Werte und Normen legte … das größten Wert darauf legte, dass die bürgerliche Fassade aufrecht erhalten bleibt … und die Haare meines älteren Bruders wurden immer länger …. lass die Leute doch reden …

Und ja dieser gegröllte Beatklassiker (ursprünglich von Del Shannon unter dem Titel „Keep Searchin´“eingespielt)  brannte sich so in mir ein, dass dieses Motto noch heut´ in mir mitschwingt …

Die B-Seite war dann eine alte Carl Perkins Nummer, die eigentlich „Monkeyshine“ (1964) hieß … auch nicht schlecht, aber … es war die A-Seite … die sich in meine Seele einbrannte …

Von daher: vielen Dank Johnny Hallyday und natürlich auch: vielen Dank den Rattles …

Info

Besetzung:
Johnny Hallyday (vocals)
+
Herbert Hildebrandt (bass)
Hans Joachim „Hajo“ Kreutzfeld (guitar)
Achim Reichel (guitar)
Reinhard „Dicky“ Tarrach (drums)
+
wer verdammt nochmal spielte bei beiden Songs diese geile Orgel ? War es gar dieser komische Paul Nero ?

BackCover

Titel:
01. Lass die Leute doch reden (Keep Searchin´) (Shannon/Loose) 2.05
02. It’s Monkeytime (Monkeyshine) (Perkins/Hee) 2.52

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Star-Club-News Nr. 2 (September 1964)

Titel1Höchste Zeit den Star Club News wieder ein wenig Platz einzuräumen … war der Starclub in Hamburg dirch das frühe Mekka der deutschen und internationalen Beatmusik in Deutschland, zumal mir erst neulich durch einen aufmerksamen Leser ein pralles Päckchen von raren Starclub Alben der Frühzeit ins Hau flatterte …

Der Star-Club war ein Musikclub im Hamburger Stadtteil St. Pauli, der am 13. April 1962 eröffnet und am 31. Dezember 1969 geschlossen wurde. Die Adresse war Große Freiheit 39. Bekannt wurde der Club vor allem durch die Auftritte der Beatles, aber auch anderer bekannter Künstler.

Vor der Gründung des Star-Clubs befand sich an dieser Adresse das von Manfred Weissleder betriebene Stern-Kino. Auf Vorschlag des Musikpromoters Horst Fascher wurde dieses zu einem Musikclub umgestaltet. Die Räume des Kinos einschließlich Eingang und Balkon wurden nur wenig umgebaut. Das Gebäude stand direkt neben dem Grundstück der barocken St.-Josephs-Kirche. Betrieben wurde der Star-Club vom Gründer Manfred Weissleder; Geschäftsführer war Hans Bunkenburg, danach Horst Fascher nach seiner Kellner-Tätigkeit. In den sieben Jahren seines Bestehens gastierten viele bekannte Größen der Rockmusik im Star-Club. Danach zog das Erotik-Nachtlokal Salambo ein. Das Gebäude, das nach einem Brand 1983 brachlag, wurde schließlich 1987 abgerissen …

Mehr Infos hier

Bei dieser zweiten Ausgaben standen die „Liverbirds“ im Vordergrund … Die Liverbirds waren ne ganz besondere Band:

The Liverbirds waren eine zwischen 1962 und 1967 aktive Beatband aus Liverpool, Vereinigtes Königreich. Die vier Bandmitglieder waren Pamela Birch, Valerie Gell (beide Gesang, Gitarre), Mary McGlory (Gesang, Bass) und Sylvia Saunders (Schlagzeug). Sie waren eine der ganz wenigen weiblichen Bands aus der Merseybeat-Szene und eine der ersten Rock-Bands, die sich nur aus weiblichen Mitgliedern zusammensetzte. Der Name der Band entstammt der fiktiven Figur des Liver Bird , auf dem Turm des Liver Building, der das Symbol ihres heimischen Liverpools ist. (Quelle: wikipedia)

Liverbirds1965

Die Liverbirds, 1965

Und … sie waren regelmässig im Starclub auf den Beat-Brettern, die die Welt bedeuteten zu hören und zu sehen.

Und Mary McGlory blieb dann nicht nur die Deutschland, nein sie heiratete dann gleich auch noch den legendären Frank Dostal …

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Und dann gab´s noch Verlautbarungen von dem Star Club Betreiber Manfred Weissleder.

Text2

Und dann gab´s naürlich noch jede Mene „heißer Neuigkeiten“ aus der Welt der Star Clubs … z.B. über Gibson Kremp (ex- King Size Taylor), oder aber auch einen Bericht über Liverpool …

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Der Spielplan für den September 1964

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Verschiedene Interpreten – Ein Herz aus Stein – Rolling Stones Songs auf deutsch (2006)

FrontCover1Vorbemerkung 1: Mit so einer Scheibe fängt eigentlich jedes Wochenende gut an …

Vorbemerkung 2: Bei der zentralsten Frage aller Fragen „biste für die Stones oder die Beatles“ war meine Antwort stets eindeutig. Für die Stones !

Und hier eine prachtvolle Sammlun von Rolling Stones Titel … auf deutsch gesungen … Da lacht das Herz und der Schmunzelfaktor – man kann es sich denken – ist extrem hoch.

Auf diesem Tribute-Album werden also 23 Songs der Rolling Stones von verschiedenen Künstlern und Bands in deutscher Sprache interpretiert. Von Schlagerstars, wie Karel Gott, bis Beat-Bands der 1960er und 1970er Jahre reicht das Spektrum der Interpreten.

Erwähnenswert ist vor allem die Theo Schumann Combo, dessen Rolling Stones Cover von der stattlichen Zensur der DDR verboten wurde.

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Ein wenig humorlos ist folgende Besprechung:

„Im Gegensatz zu den Beatles wurden die Stones von fremdsprachigen Coverversionen eher verschont. Aber natürlich hat das Team von Bear Family immer noch genügend Perlen und Peinlichkeiten in den Archiven deutscher Schallplattenfirmen entdeckt, um einen gut 80-minütigen Sampler zu füllen. Mit dabei ist das schon fast legendäre „Rot und Schwarz“ (Paint It Black) von Karel Gott oder auch das bei Sixties Parties immer mal gerne zur Abwechslung aufgelegte „Ich frag dich noch einmal“ (The Last Time) von den wirklich guten Black Stars aus Bremerhaven. Die selbe Melodie wird gleich noch zweimal als „Das kann doch nicht wahr sein“ präsentiert. Wobei die DDR-Version der Theo Schumann Combo vor Holger Thomas aus Wilhelmshaven klar nach Punkten gewinnt.

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Weitere Highlights – und das meine ich ganz frei von Ironie – sind The Tonics mit „Ein Mädchen in der Stadt“n (That Girl Belongs To Yesterday, von Jagger/Richards für Gene Pitney geschrieben), Drafi Deutscher und „Es ist besser du gehst“ („You Better Move On“) und Ulla Meinecke mit „Die Zeit wartet auf niemand“ (Time Waits For Noone). Kuriositätenwert haben Bernd Apitz mit „Baby, du kommst viel zu spät“ (Out Of Time) oder die österreichische Seventies Band Magic mit „Feuerreiter“ (I Am Waiting).

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Der Rest ist mehr oder weniger peinlich bis ärgerlich. Aber natürlich sollte man diese Versionen in keinem Fall an den Originalen messen. Man kann jedenfalls sehr schön überzeugte Stones-Fans auf der Halloween oder Silvester-Party mit diesem Sampler erschrecken. Und wer die anderen Bear-Family Sammlungen mit deutschen Versionen angloamerikanischer Hits goutierte, wird auch hier Spaß und Freude haben. Die Linernotes von Bernd Matheja sind gewohnt volkstümlich und jovial.

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Und um noch ein bisschen Namedropping zu betreiben, Frank Farian, Udo Lindenberg, Juliane Werding, Jürgen Zeltinger, Truder Herr & Wolfgang Niedecken sind auch vertreten. Die Ilustrationen im Booklet und das Cover wurden übrigens von Reinhard Kleist gezeichnet, der ja gerade seine Comic Biographie zu Johnny Cash veröffentlicht hat. Eine Wertung für diese Zusammenstellung ist nicht wirklich möglich.“(Quelle: Guitars Galore)

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Also, die Linernotes von Bernd Matheja sind natürlich vor allem sehr kenntnisreich und fundiert ! Ein weiteres Lob gilt natürlich dem Begleitheft (40 Seiten !) … vorbildlicher geht es nicht mehr.

Und Bernd Matheja schreibt dann über die Qualität der Songs folgendes:

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So isses … aber es gibt schon auch wahre Perlen ….

Wie z.B. die deutsche Angie-Fassung (getextet von Christian Heilburg) – gibt´s hier gleich in 2 Fassungen und ja … solche Angies, wie sie m Text beschrieben werden … ja, die habe ich im Laufe des Lebens auch getroffen … die meisten sind mittlerweile verglüht …

Die Songs der Kölner Fraktion haben auch viel eigenständiges … Udo Lindenbergs Sympathie für den Teufel ist über jeden Zweifel erhaben (Co-Texte: Horst Königstein !).

Der Peter Schleicher hat ja gleich ein ganzes Album mit Stones Lieder auf österreichisch veröffentlicht; hier hören wir 2 dieser Titel.

Ja natürlich dann noch der Karel Gott mit seiner Fassung von „Paint It Black“ … ein Brüller … anders kann man es nicht sagen … so ekstatisch war er wohl selten *ggg*

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Frank K. dürfen noch mal zeigen, was sie eigentlich darauf gehabt hätten. Ihr „Geh zum Teufel“ … man möge es bitte sehr laut hören … da kommt dann die pure Energie zum Vorschein.

Der Text von „Das kann doch nicht wahr sein (gesungen von Holger Thomas) ist ein weiterer eher humoristischer Höhepunkt.

Und dann natürlich das Theo Schumann Combo: Die beiden bis dato unveröffentlichten Stones aus dem Jahr 1965 sind sowas von verblüffend gut gelungen … (klar, diese Aussae betrachte man bitteschön auf dem Hinterrund der damaligen Zeit). Schön, dass wir sie jetzt endlich hören können.

Summa summarum: Dieses Album … ist ne Wucht …

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Titel:
01. Karel Gott: Rot und Schwarz (Paint It Black) (Korn) 3.10
02. Holger Thomas: Das kann doch nicht wahr sein (The Last Time) (Hammerschmidt) 3.40
03. Minou: Ruby Tuesday (Loose) 4.47
04. Die Dorados: Keine Klasse (I Can’t Get No) Satisfaction) (Feltz) 3.08
05. The Tonics: Ein Mädchen in der Stadt (That Girl Belongs To Yesterday) (Lüth) 3.03
06. Drafi Deutscher: Es ist besser du gehst (You Better Move On) (Loose) 2.46
07. Bernd Apitz: Baby, du kommst viel zu spät (Out Of Time) (Loose) 2.47
08. Anita Traversi: Es ist so schön verliebt zu sein (As Tears Go By) (Buschor) 2.38
09. Jack White: Die Mädchen zuhaus‘ (Honky Tonk Woman) (Holm) 2.36
10. Frankie Farian & Die Schatten: Ein Herz aus Stein (Heart Of Stone) (Reuther) 2.24
11. The Black Stars: Ich frag dich noch einmal (The Last Time) (Hee) 3.06
12. Theo Schumann Combo: Satisfaction (Gutsche) 3.52
13. Jasmine Bonnin: Angie (Heilburg) 4.25
14. Magic: Feuerreiter (I Am Waiting) (Bukowski) 3.13
15. Udo Lindenberg: Sympathie für den Teufel (Sympathy For The Devil) (Lindenberg/Königstein) 5.33
16. Peter Schleicher: Man rennt net min Kopf durch die Wand (You Can’t Always Get What You Want) (Schleicher) 3.55
17. Trude Herr & Wolfgang Niedecken: Die Hipp vum Nümaat (Beast Of Burden) (Herr) 3.26
18. Ulla Meinecke: Die Zeit wartet auf Niemand (Time Waits For No One) (Meinecke) 4.13
19. Franz K.; Geh zum Teufel (I Can’t Get No) Satisfaction) (Josefus) 4.16
20. Juliane Werding: Angie (Heilburg) 4.23
21. Jürgen Zeltinger: Waade Op Ne Fründ (Waiting For A Friend) (Niedecken) 3.35
22. Theo Schumann Combo: Das kann doch nicht wahr sein (The Last Time) (Gutsche) 3.01
23. Peter Schleicher: Das Salz Von Der Erd‘ (Salt Of The Earth) (Schleicher) 4.55

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The Spencer Davis Group – Det war in Schöneberg – Mädel, ruck-ruck-ruck – Stevie’s Groove (1966)

-FrontCover1In den 60er Jahren gehörte es ja schon fast zum guten Ton … as britische wie amerikanische Bands speziell für den deutschen Plattenmarkt deutschsprachige Singes Singles aufnahmen … die Bärenfamilien aus Norddeutschland hat vor etlichen Jahren bereits daraus eine ganz und großartigen Edition gemacht..

Und natürlich durfte da die Spencer Davis Group nicht fehlen. Immerhin konnte Spencer Davis darauf verweisen, dasser 1962 mal (ich vermute sehr kurz) in Berlin studiert hat und somitt auch der deutschen prache mächtig war.

Man wählte die Gassenhauer „Det war in Schöneberg“ und „Mädel, ruck-ruck-ruck“ aus und interpretierte sie eben im Stil des damaligen Spencer Davis Group Sounds.

Die ganze Aktion wurde mächtig von der Jugendzeitschrift „Bravo“ promotet … wobei der Text auf der Rückseite ziemliher Blödsinn ist. Es war natürlich nicht der Wunsch von Spencer Davis, endlich mal eine deutsprachige Singleaufzunehmen, wie mmir mal der Drummer der Spencer Davis Group erzählte. Es waren die Bravomacher, die auf diese eher alberne Idee gekommen sind.

Aber schmunzeln kann man da schon …

AlternativesFrontCover

Alternatives FrontCover

Und was diese Band tatsächlich drauf hatte, hört man auf der Rückeite der Single. Damals wurde er noch als „Wunderkind“ bezeichnet: Steve Winwood glänzt einmal mehr auf der Orgel !

Hab´ ich eigentlch schon erwähnt, dass die Spencer Davis Group ursprünglich aus Birmingham kamen ?

Autogrammkarte

Autogrammkarte

Besetzung:
Spencer Davis (guitar, vocals)
Muff Winwood (bass)
Steve Winwood (guitar, keyboards)
Pete York (drums)

BackCover

Titel:
01. Det war in Schöneberg / Mädel ruck ruck ruck (Kollo/Traditional) 2.42
02. Stevie’s Groove (Davis/M.Winwood/S.Winwwod/York) 2.46

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Und wer hören will, wie die damalige Spencer Davis Group tatsächlich klang, kann diese hier tun (click on the pic):

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The Rattles – Hurra die Rattles kommen (1966)

FrontCover1Wenn wir schon beim Starclub in Hamburg sind, dann führt natürlich kein Weg an den Rattles vorbei … Ich frag mich eh, warum es solange gedauert hat, warum ich die mal die Rattles präsentiere … sie waren schlicht und ergreifend das Urgestein der westdeutschen Beatmusik !

Na ja … jedenfalls spendierte ihr Constantin Film – als sie auf dem Zentit ihres Erfolges waren – einen eigenen Film nach dem Motto „Was die Beatles können, können die Rattles schon lange“:

Hurra, die Rattles kommen ist ein deutscher Musikfilm aus dem Jahre 1965 mit der Popmusik-Band The Rattles im Zentrum des Geschehens.

 

Im Mittelpunkt steht der Aufstieg der Hamburger Popband „The Rattles“, um deren ausgiebig präsentierten Musiknummern eine nicht allzu bedeutende Rahmenhandlung gestrickt wurde. Mit The Beatles hat die Hamburger Combo nicht nur die Musikrichtung gemeinsam, sondern auch den Karrierestart im Hamburger Star-Club. Aufgezeigt wird der mühevolle Beginn mit Auftritten in Hinterhof-Musikschuppen, erste Erfolge und so manche komische Begegnungen wie etwa die mit dem Musikmanager Pop Olsen und seiner trinkfesten Gattin aus Dänemark, Hip Olsen. Beiden älteren Herrschaften gelingt es auf unkonventionelle Weise die Karriere der vier Musikbegeisterten zu fördern, in dem sie die Combo in eine live ausgestrahlte Fernsehsendung einschmuggelt.

Filmplakat+Kurier

Schließlich erleben die „Rattles“ einen frühen Karrierehöhepunkt mit ihrem Auftritt in der „Beat-Show des Jahres“ in der Berliner Waldbühne. Dort geraten Tausende von Fans angesichts dieser ersten deutschen Beat-Band vollkommen außer Rand und Band…

Hurra, die Rattles kommen, wurde 1965 in Hamburg und Berlin gedreht und lief am 11. Februar 1966 an.

Der Streifen, ein Versuch mit den „Rattles“, etikettiert als „die deutschen Beatles“, von der Erfolgswelle der britischen Popband zu profitieren, wurde mit den Worten „Der erste deutsche Beat-Film!“ beworben. Unmittelbar zuvor war der zweite Beatles-Film Hi-Hi-Hilfe! auch in Deutschland mit großem Erfolg angelaufen.

Weiters treten auch die Britpop-Bands „The Liverbirds“ und „Casey Jones & the Governors“ auf.

„Ein unbeholfener, mit schalem Klamauk verschnittener Musikfilm, konzipiert als überlanger Werbetrailer für die damals äußerst populäre deutsche Beatgruppe „The Rattles“.“ (Lexikon des Internationalen Films) (Quelle: wikipedia)

Und natürlich gab es dann auch eine entsprechende LP und um es gleich mal vorweg zu nehmen … Der wirklich große Wurf sind diese Aufnahmen nicht.

Auf Seite 1 hören wir Eigenkompositionen (vornehmlich von Achim Reichel) und das packende Beat-Niveau seines „Come On And Sing“ errreichen all die anderen Nummern nicht.

Rattles
Auf Seite 2 dann Coverversionen … bei denen natürlich das unverwüstliche „Little Queeny“ von Chuck Berry heraussticht. Aber auch ansonsten eher musikalisches Mittelmaß … macht aber auch nix …

Denn hier hören wir jene Band, die bei mir ganz klar damals die Nummer 1 war … weit abgeschlagen dann die „Lords“ …

Aber auch von denen wird hier demnächst die Rede sein … ich will ja nicht so sein.

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Besetzung:
Herbert Hildebrandt (bass, vocals)
Achim Reichel (guitar, vocals)
Hermann „Gugy“ Rugelstein (guitar, vocals)
Reinhard „Dicky“ Tarrach (drums)

BackCover1
Titel:
01. Come On And Sing (Reichel) 2.14
02. It’s My Fault (Reichel) 2.09
03. A Lonely Man (Reichel) 2.07
04. No, No (Hildebrandt) 2.50
05. She Is The One (Reichel) 2.33
06. I’m Coming Home (Reichel/Hildebrandt) 2.18
07. Dance (‚Reichel) 2.34
08. Que Sera (Livingston/Evans) 2.38
09. Hold Me (Little/Oppenheimer/Schuster) 2.51
10. Swinging‘ On A Star (v.Heusen/Burke) 2.38
11. Dr. Casey (Loudermilk) 2.48
12. If You Don’t Come Back (Leiber/Stoller) 2.23
13. Little Queeny (Berry) 3.13
14. Rockin Pneumonia (Smith/Vincent) 1.19

LabelA

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GehtAuchGünstiger

Geht auch günstiger … 

Beatles Revival Band – Beatles Songs in Deutsch (1977)

FrontCover1Jetzt wird´s irgendwie ganz schön amüsant … damals fand ich´s vermutlich eher albern … heute kann ich schmunzeln.

Die Beatles Revival Band ist eine deutsche Coverband, die die Lieder der britischen Band The Beatles nachspielt und seit 1976 besteht.

1976 riefen die vier Frankfurter Amateurmusiker Robby Matthes (Bass und Gesang, in der Rolle von Paul McCartney), Klaus Larisch (Lead-Gitarre und Gesang, in der Rolle von George Harrison), Richard Kersten (Rhythmus-Gitarre und Gesang, in der Rolle von John Lennon), Christian Engel (Schlagzeug und Gesang, in der Rolle von Ringo Starr) die Beatles Revival Band ins Leben. Fast wäre das Projekt nicht zustande gekommen, weil die ehemalige Plattenfirma der Beatles die Verwendung des Namens verbieten wollte.

Die Presse feierte die Gruppe jedoch als Sensation, und nach einem erfolgreichen Auftritt im Frankfurter Sinkkasten am 1. März 1976 wurden sie zu einer professionellen deutschen Coverband. Die Band sang die Beatles-Klassiker nicht nur auf Englisch, sondern übersetzte die Lieder auch in die deutsche Sprache. Tourneen führten sie nach Mailand, durch die DDR, durch Ungarn und auch nach England. Die Gruppe trat auch mit Symphonie-Orchestern auf, wie 1986 mit den Berliner Philharmonikern und 2004 mit dem Munich Symphonic Sound Orchestra. Ferner hatte die Band diverse Fernsehauftritte, darunter 1977 in der Sendung disco.

Single

Single Veröffentlichung

Die Beatles Revival Band veröffentlichte 25 Alben und gab über 3000 Konzerte. Anfang der 1980er-Jahre verließen zwei Gründungsmitglieder die Band. Richard Kersten wurde 1980 durch Gregor Ziegler ersetzt, der 2007 nach schwerer Krankheit verstarb. Tommy Lohr kam 1981 für Klaus Larisch. Anschließend spielte die Band bis 2012 in der Besetzung Robby Matthes (Paul McCartney), Claus Fischer (seit 1983 / George Harrison), Glen Turner (seit 2001 / John Lennon) und Christian Engel (Ringo Starr). Fritz Heieck war für die Tontechnik verantwortlich.

 

Im April 2009 arbeitete die Band mit dem Hörfunkmoderator Volker Rebell zusammen und präsentierte die musikalisch untermauerte Comedy-Geschichte Die Beatles und Beate.

Am 14. Juli 2012 verstarb Christian Engel (* 22. April 1950) nach langer Krankheit.

Die aktuelle Besetzung der Gruppe ist Oliver Bick (Paul McCartney), Claus Fischer (George Harrison), Christopher Tucker (John Lennon) und Gilbert Foede (Ringo Starr). (Quelle: wikipedia)

Um es kurz zum machen … die Jungs hatten es drauf … perfekte Surrogat-Musik … das muss man auch erstmal hinbekommen und der Texter Mike Melks hat auch ganze Arbeit geleistet.

Von daher: muss man nicht haben, aber es macht einfach Spaß … die „deutschen Beatles“ zu hören … nicht mehr, aber auch nicht weniger !

Und sie spielen ja heute noch … haben allerdings mit der damaligen Besetzung nichtsmehr zu tun … die Crew ist eine völlig andere … und irgendwie interessiert mich die Geschichte dieser Band … vermutlich wohl m Rahmen meiner Skurrilitäten-Forschung.

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Die Beatles Revival Band mit Tony Sheridan, 1977

Besetzung:
Christian Engel (drums, vocals)
Richard Kersten (guitar, vocals)
Klaus Larisch (guitar, vocals)
Robby Matthes (bass, vocals)

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Titel:
01. Hilf (Help) 2.17
02. Nirgendwo (Nowhere Man) 2.39
03. Sie kommt nicht mehr (Ticket To Ride) 3.08
04. Michelle 2.36
05 Ausflipper (Day Tripper) 2.38
06 Ein Verlierer (I’m A Loser) 2.27
07. Acht Tage lang (8 Days A Week) 2.41
08. Ein harter Tag (A Hard Days Night) 2.30
09. Ich hätte es wissen sollen (I Should Have Known Better) 2.36
10. Mir reicht’s auf dieser Party (I Don’t Wanna Spoil The Party) 2.38
11. Bleib (Girl) 2.29
12. Schwarzer Vogel (Blackbird) 2.16
13. So schnell ging’s bei keiner ander’n (I Saw Her Standing There) 2.44
14. Ich fühl mich wohl (I Feel Fine) 2.20
+
15. My Bonnie (Traditional) (Tony Sheridan & The Beatles Revival Band – Live at Musikhalle_Hamburg 1977

 

Musik: Paul McCartney/John Lennon
deutsche Texte: Mike Melks

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Konzertplakat1977

Konzertplakat, 1977

 

The Faces – Cry, Cry, Cry + Stay Away (1966)

FrontCover1Frank Dostal …. nun hat auch er das zeitliche gesegnet ….

Die Hamburger Musikszene ist um einen prominenten Vertreter ärmer: In der Nacht zu Mittwoch starb Frank Dostal im Alter von 71 Jahren. Ganz eng verbunden ist er mit dem Namen der bekanntesten Hamburger Beat-Band, den Rattles, zu denen er in den 60er-Jahren gehörte. Was aber viele nicht wissen: Frank Dostal steckte auch hinter vielen bekannten Schlagern und war ein Streiter für Künstler-Rechte.

Eigentlich hat die Künstlerkarriere des Frank Dostal im Star-Club angefangen. Noch keine 20 Jahre alt war er da, Anfang der 60er-Jahre. Für den gebürtigen Flensburger, der als Hamburger Jung aufgewachsen ist, gab es nur eins: „Meine Zuneigung zum Star-Club führte dazu, dass ich über Jahre fast jeden möglichen Tag dort war und dann selber anfing, Musik zu machen.“

Und zwar mit der Band Faces, die 1966 einen Hamburger Nachwuchswettbewerb gewann. Dostals nächste Station: die Rattles. Doch zusammen mit dem Rattles-Gründer Achim Reichel ging Dostal musikalisch einen Schritt weiter. Die Gruppe Wonderland entstand, mit dabei auch Les Humphries. Der Titel „Moscow“ fand international Beachtung.

FrankDostal1966

Frank Dostal, 1966

Im Hamburger Star-Club wurde Musikgeschichte geschrieben. Zur Eröffnung am 13. April 1962 spielten die Beatles, später weitere Stars wie die Small Faces. Fotograf Robert Günther erinnert sich. mehr
Noch erfolgreicher wurde Dostal aber mit Musik, über die die Rockfans der 70er eher die Nase rümpften: „Das Lied der Schlümpfe“. 1978 steuerte Dostal den Text bei. Er dachte dabei an seine zweijährige Tochter, wie er später einmal erzählte. Und auch ein Text für Helga Feddersen und Diddi Hallervorden wurde zum Hit: „Die Wanne ist voll“.
Zu Frank Dostals größten internationalen Erfolgen zählt aber das Frauenduo Baccara. Rolf Soja schrieb die Musik, Dostal die Texte – zu Welthits wie „Yes Sir, I Can Boogie“ oder „Sorry, I’m A Lady“. Frank Dostal beschrieb es so: „Die musikalische Richtung muss mich interessieren, und am schönsten ist es, wenn ich den Interpreten mag – zumindest mag, wofür er steht.“

Mit Frank Dostal verliert die deutsche Musikszene aber auch einen, der sich für die Rechte der Musiker eingesetzt hat. Denn jahrelang gehörte er dem Aufsichtsrat der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA an. Was das für die Künstler bedeutete, beschreibt Dostal so: „Wir können uns in Ruhe mit der Kunst beschäftigen, während die über 1.000 GEMA-Mitarbeiter im ganzen Land rumflitzen und sagen ‚Du benutzt gerade geistiges Eigentum – und dafür musst Du bezahlen.'“

TheFaces, 1966

The Faces, 1966

Mit hanseatischem Humor, aber auch mit der gebotenen Schärfe habe sich Frank Dostal für die Künstler eingesetzt, würdigt ihn die GEMA. Hamburg hat mit Frank Dostal einen seiner wichtigsten Musik-Macher verloren. (NDR, 19.03.2017)

Als kleine Erinnerung an dieses Urgesteins deutscher Rockmusik seine erste Single, aufgenommen mit den „The Faces“ . Im Februar 1066 gewannen sie den Starclub Beat Wettbewerb … und erhielten dafür nicht nur eine von allen Beatles signierte Gitrre, sondern auch die Möglichkeit, diese Single zu veröffentlichen.
Hört man Frank Dostals Stimme, dann versteht man auf Anhieb, warum die Rattles ihn als Nachfolger für Achim Reichel (der seinen Dienst am Vaterland anzutreten hatte) anheuerte …
Man höre sich mal „Stay Away“ an … da schauen die Pretty Things ganz schön pfiffig um die Ecke …. und das will was heißen !
Und hier auf dem von mir sehr geschätzten GBlog findet man eine feine Hommage an Frank Dostal !
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Besetzung:
Ingo Brandt (guitar),
Frank Dostal (vocals)
Peter Michaelis (bass),
Bernd Schulze (organ)
Nils Taby (drums)

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Frank Dostal

Titel:
01. Cry, Cry, Cry (Malone) 3.00
02. Stay Away (Hildebrandt) 2.32
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Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

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Frank Dostal (15. Dezember 1945 – 18. April 2017)