Hermann Prey – Schaut her, ich bin´s (1966)

FrontCover1Also, meine Mutter hätte ihre helle Freude an dieser LP gehabt … Ich hingegen tu mir bis heute mit dieser Musik arg schwer … Macht aber auch nix:

Hermann Oskar Karl Bruno Prey (* 11. Juli 1929 in Berlin; † 22. Juli 1998 in Krailling) war ein deutscher Opernsänger (Bariton).

Hermann Prey war der Sohn von Hermann und Anna Prey. Er wurde nach seinem Vater und Großvater benannt. Bereits als Zehnjähriger sang Prey im Mozartchor seiner Heimatstadt, damals noch als Knabensopran. In dieser Zeit reifte in ihm der Wunsch, Sänger zu werden. Da seine Eltern ihm ein Studium nicht ermöglichen konnten, finanzierte Prey es sich durch Auftritte mit einer Tanzmusikkapelle in Nachtclubs und Bars und gelegentliche Aufnahmen für den RIAS.

Nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Berlin (als Schüler von Jaro Prohaska, Günther Baum und Harry Gottschalk) feierte Prey im Jahr 1952 einen ersten Erfolg beim Wettbewerb Meistersinger von Nürnberg. Ein früher Höhepunkt in seiner Karriere war 1960 seine Interpretation des Wolfram in Wagners Tannhäuser an der Metropolitan Opera in New York. Fünf Jahre später sang Prey diesen Part bei den Bayreuther Festspielen.

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Ein junger Hermann Prey

In den 1970er Jahren wurde Prey dem breiten Publikum vor allem durch seine Unterhaltungssendung Schaut her, ich bin’s bekannt, in der er viele Prominente der Opernszene präsentierte (unter anderem den jungen Plácido Domingo, der in der Sendung sein Debüt im deutschen Fernsehen gab). Eine enge Freundschaft verband ihn mit dem Tenor Fritz Wunderlich, der oft mit ihm auf der Bühne stand.

Der Komponist Franz Schubert hatte es Hermann Prey besonders angetan. Er hatte die Idee zu einer Schubertiade in Vorarlberg, die dann Gerd Nachbauer dort zu einem seit 40 Jahren erfolgreichen Musikfestival ausbaute. Auch die Schubertiade im Wiener Musikverein geht auf Prey zurück, wo er seinen Lebenstraum, die Aufführung sämtlicher Werke Schuberts in chronologischer Reihenfolge, verwirklichte.

1981 veröffentlichte er seine Autobiographie Premierenfieber. 1982 begann er an der Musikhochschule Hamburg Meisterklassen zu geben. Bei seinem letzten Auftritt bei den von ihm mitbegründeten Herbstlichen Musiktagen in Bad Urach sang Prey am 4. Oktober 1997 erstmals eine von Yukikazu Suzuki für Orchester bearbeitete Fassung von Schuberts Winterreise. Begleitet wurde er vom Orchestra Ensemble Kanazawa unter der Leitung von Hiroyuki Iwaki.

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Hermann Prey starb wenige Tage nach seinem 69. Geburtstag an den Folgen eines Herzinfarkts, nachdem er noch am 12. Juli 1998 einen Liederabend im Prinzregententheater in München gegeben hatte. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Krailling (bei München).

Seit dem 13. Februar 1954 war Hermann Prey mit Barbara, geb. Pniok, verheiratet. Das Paar bekam zwei Töchter, Annette und Franziska, und den Sohn Florian Prey, der ebenfalls Bariton wurde und inzwischen das Festival in Bad Urach leitet.

Hermann Prey erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Er erhielt die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Krailling, war Ehrenmitglied des Wiener Musikvereins und Kammersänger der Bayerischen Staatsoper in München. 1977 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet und 1986 mit dem Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst. 1998 erhielt er das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.[1]

In Hohenems ist die Hermann-Prey-Straße nach ihm benannt, in Bad Urach der Hermann-Prey-Platz. (Quelle: Wikipedia)

Und hier wird die Entstehungsgeschichte dieser LP erzählt:

Hüllentext

Nun gut … das weiß man, was man hat …

Hermann Prey war damals vermutlich die Nr. 1 unter den Bariton-Sängern … auch wenn mich das damals wie heute eher weniger beeindruckt … aber mir fehlthalt auch das entsprechende Gen.

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Alternatives Front+Back Cover

Besetzung:
Hermann Prey (Bariton=
+
Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Guiseppe Patané (bei 01., 04.)
Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Robert Heger (bei 10.)
Männerchor der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Horst Stein (bei 02.)
Berliner Symphoniker unter der Leitung von Horst Stein (bei 02., 05., 11. + 12.)
Berliner Symphoniker unter der Leitung von Wilhelm Schüchter (bei 03.)
Bayerisches Staatsorchester unter der Leitung von Meinhard von Zallinger (bei 06.)
Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Otmar Suitner (bei 08.)
Orchester der Bayerischen Staatsoper München unter der Leitung von Robert Heger (bei 09.)

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Titel:
01. Schaut her, ich bin’s! (Leoncavallo) 5.04
02. Euren Toast kann ich wohl erwidern – Auf in den Kampf Torero (Bizet) 4.49
03. Da ich nun verlassen soll (Gounod) 2.57
04. Ein Student bin ich (Verdi) 2.22
05. Wie Todesahnung Dämmrung deckt die Lande – O du mein holder Abendstern (Wagner) 4.50
06. Als deine Liebe du mir schenktest (Tschaikowski) 4.05
07. Ich bin das Faktotum der schönen Welt (Rossini) 4.48
08. Der Prozeß schon gewonnen – Ich soll ein Glück entbehren (Mozart) 4.36
09. Wie freundlich strahlt die holde Morgensonne – Heiterkeit und Fröhlichkeit (Lortzing) 5.01
10. Sonst spielt‘ ich mit Zepter (Lortzing) 5.55
11. Der Vogelhändler bin ich ja (Mozart) 2.38
12. Ein Mädchen oder Weibchen (Mozart) 3.46

LabelA1

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Das Ehepaar Prey privat in Krailling (bei München)

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Verschiedene Interpreten – Die Rose von Stambul + Gräfin Dubarry (Operetten-Querschnitte) (1962)

FrontCover1Und jetzt springen ir mal wieder in die Welt der Drama und die Welt des Pathis, die dem Operetten-Genre so eigen ist.

Die Rose von Stambul ist eine Operette in drei Akten von Leo Fall. Das Libretto verfassten Julius Brammer und Alfred Grünwald. Das Werk gehört zur Silbernen Operettenära und erlebte seine Uraufführung am 2. Dezember 1916 im Theater an der Wien in Wien.

Die beiden ersten Akte spielen in Konstantinopel (Türkei) und der dritte Akt in einer Hotelhalle in der Schweiz vor 1914.

Achmed Bey ist ein aufgeklärter junger Türke und sehr westlich gesinnt. Sein Kopf ist voller Pläne, wie man die türkische Gesellschaftsordnung reformieren könnte. Weil jedoch sein Vater ein angesehener Staatsminister ist, wagt er es nicht, seine Ideen unter seinem richtigen Namen zu veröffentlichen. Dank seiner literarischen Begabung und guter Kenntnisse der französischen Sprache kommt ihm der Gedanke, einen spannenden Roman zu schreiben und darin seine Gedanken auszubreiten. Als Autor verwendet er das Pseudonym „André Léry“. Das Buch entwickelt sich rasch zu einem Bestseller, der vor allem bei modern eingestellten Türkinnen großen Anklang findet.

Kamek Pascha ist einer der angesehensten Türken und noch tief in der osmanischen Familientradition verwurzelt. Ganz anders seine Tochter Kondja Gül. Bei ihr fallen André Lérys fast schon revolutionäre Ideen auf fruchtbaren Boden. Zwischen den beiden entspinnt sich ein umfangreicher Schriftverkehr, bei dem sie sich gegenseitig immer mehr schätzen lernen.

Postkarte

Alte Postkarte

Kondja Gül war noch im Kindesalter, als sie von ihrem Vater dazu ausersehen wurde, einmal Achmed Beys Frau zu werden. Nun, da sie jetzt im heiratsfähigen Alter ist, soll bald die Hochzeit stattfinden. Darüber ist Kondja tief traurig; aber sie weiß, dass es zwecklos ist, gegen diese Tradition aufzubegehren. Es ist ihr auch verwehrt, ihren späteren Ehemann schon vor der Hochzeit zu sehen. Selbst bei der Verlobung darf sich das Paar nur hinter einem Wandschirm unterhalten. Achmed weiß, wer seine Braut ist. Er ist auch aufrichtig in sie verliebt, doch verschweigt er ihr, gleichzeitig auch „André Léry“ zu sein.

Die Hochzeitsnacht wartet mit einem Skandal auf: Kondja Gül gesteht ihrem Gatten, dass sie ihn nur wegen der Familientradition geheiratet habe. Sie empfinde aber nichts für ihn. Ihre wahre Liebe gehöre dem französischen Schriftsteller André Léry. Als ihr Achmed gesteht, selbst jener Autor zu sein, glaubt sie ihm kein Wort.

Tags darauf bricht Kondja Gül in die Schweiz auf, nachdem sie in der Hochzeitsnacht von ihrem Mann gehört hat, dass sich André Léry dort gerade aufhalten solle. Als sie sich an der Hotelrezeption nach dem Schriftsteller erkundigt, muss sie erfahren, dass man ein Ehepaar Léry erwarte. Diese Kunde bricht ihr fast das Herz. Kaum angekommen, will sie auch gleich wieder abreisen. Plötzlich sieht sie ihren Ehemann Achmed auf sich zukommen. Jetzt fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Ihr Ehemann und der französische Dichter sind ein und dieselbe Person.

SchockKöth

Gräfin Dubarry („Die Dubarry“) ist eine Geschichte aus der Zeit des Vorabends der Französischen Revolution über starke Frauen: Die Operette zeigt den Weg einer Frau von der Hutmacherin zur Geliebten und politischen Beraterin des Königs von Frankreich mit viel Gespür für emotionale Beweggründe und Sinn für feinen Humor und Spitzfindigkeiten.

Stars dieser Ausnahme sind natürlich die damals extrem hoch gehandelten Stars der Sze,e, Erika Köth und Rudolf Schock-

Die mir voriegende 10§ LP ist eine Ausgabe des Labels „Opera“; diese produzierten sie für den sog. „Europäischen Phonoklub (kam aus dem Bertelsmann-Stall). Ursprünglich erschienen diese Aufnahmen auf dem Label Eurodisc …

Für mich nun irklich Musik aus einer anderen Welt, aber dann muste ich plötzlich schmunzeln … Bei „Ein Walzer muß es sein “ erinnerte ich mich an meinen Vaer, der, wenn er mal besonders gut gelaunt war, die Treppe hinunterkam und just diese Melodie kraftvoll schmetterte …

Dubarry

Die historische Figur Marie-Jeanne Gräfin du Barry

Besetzung:
Erika Köth (Sopran)
Horst Wilhelm (Tenor)
Rudolf Schock (Tenor)
+
Die Berliner Symphoniker unter der Leitung von Frank Fox
+
Der Günther-Arndt-Chor

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Titel:

Die Rose Von Stambul – Querschnitt:
(Musik: Leo Fall / Libretto: Grünwald/Brammer)

01. Die Rose von Stambul: (16.25)
Einleitung – Man sagt uns nach – O Rose von Stambul – Sie kommt, schon naht mit Bangen – Zwei Augen, die wollen mir nicht aus dem Sinn – Schade! Wer weiß, wann ich wieder so aufgelegt bin – Ihr stillen süßen Frauen – Willst du an die Welt vergessen – Ein Walzer muß es sein
Die Dubarry – Querschnitt:
(Musik: Carl Millöcker/Theo Mackeben /Libretto: Cremer/Welleminsky/Knebler)

02. Due Dubarry (14.29)
Einleitung – Ich habe die Liebe schon genossen – Ich schenk‘ mein Herz – Stets verliebt – Wie schön ist alles, seit ich dich gefunden – Ob man gefällt oder nicht gefällt – Ich denk‘ zurück an die Zeit – Was ich im Leben beginne – Ja, so ist sie, die Dubarry

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Berliner Symphoniker – Symphonie Nr. 9 – Aus der neuen Welt (Dvořák) (1992)

FrontCover1Hier mal wieder ein Klassiker der klassischen Musik:

Die 9. Sinfonie e-Moll op. 95 (B 178) Antonín Dvořáks trägt den Namen Aus der Neuen Welt, da sie von Dvořáks dreijährigem Amerika-Aufenthalt inspiriert wurde. Sie wurde zu Lebzeiten als 5. Sinfonie des Künstlers bekannt.

Als Antonín Dvořák 1892 amerikanischen Boden betrat, um der Berufung zum Direktor des National Conservatory of Music of America Folge zu leisten, war er bereits ein weltbekannter Komponist. Seinen Ruhm begründete er mit den Kompositionen „Die Erben des Weißen Berges“ (1872), früheren Sinfonien, den „Mährischen Duetten“ und den Slawischen Tänzen. Es war daher nicht verwunderlich, dass Jeannette Thurber, die Witwe eines wohlhabenden Kaufmanns und Mitbegründerin des New Yorker Instituts, ihm diesen lukrativen und prestigeträchtigen Posten anbot.

Mit der 9. Sinfonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthaltes entstand, schuf Dvořák sein wohl populärstes sinfonisches Werk. Obwohl Dvořák als Dirigent und Lehrer die Aufgabe übernommen hatte, eine junge Musikergeneration heranzubilden, die einen national-amerikanischen Musikstil entwickeln sollte, ist seine 9. Sinfonie keinesfalls amerikanische Musik. In einem Zeitungsinterview erklärte er seine Vorgehensweise:

„Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl Indianischer Melodien, die mir ein Freund gab, und wurde gänzlich durchtränkt von ihren Eigenschaften – vielmehr ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich in meiner neuen Sinfonie zu reproduzieren versucht, ohne die Melodien tatsächlich zu verwenden. Ich habe schlichtweg originäre Themen geschrieben, welche die Eigenheiten der Indianischen Musik verkörpern, und mit den Mitteln moderner Rhythmen, Harmonie, Kontrapunkt und orchestraler Farbe entwickelt. […]
Nun, ich stellte fest, dass die Musik der Neger und die der Indianer praktisch identisch war.“

Titelblatt

Titelblatt der Partitur von Dvořáks 9. Sinfonie

Der letzte Satz illustriert, dass Dvořáks Kenntnis authentischer Musik von Indianern und Schwarzen nicht sehr tiefgehend gewesen sein kann. Die Einflüsse sind dennoch in verschiedenen harmonischen und rhythmischen Eigenheiten der Sinfonie erkennbar. So basiert die Englischhorn-Melodie des 2. Satzes auf der halbtonlosen fünftönigen Skala der Pentatonik, die in der Musik der Indianer gebräuchlich war. (Wichtiger ist aber die große Rolle, die Longfellows Dichtung über „Hiawatha“ – das ist der Häuptling, der den Irokesen-Bund der Indianer begründete – in der Sinfonie spielt, siehe unten.) Rhythmisch fallen auch die für Negro Spirituals typischen Synkopen auf (1. und 3. Hauptthema des 1. Satzes). Daneben zeigt sich unverkennbar der böhmische Musiker mit seiner in der heimatlichen Volksmusik verwurzelten Tonsprache, wie z. B. beim gemütvollen Ländler des Scherzo-Trios.

Die Themen der Ecksätze sind kurz und prägnant und der oben erwähnten Grundkonzeption zyklisch untergeordnet: das 1. Hauptthema des 1. Satzes erscheint in allen folgenden Sätzen. Im Finale sind außerdem die Hauptthemen des 2. und 3. Satzes andeutungsweise verarbeitet. (Quelle: wikipedia)

In den USA

Antonín Dvořák in den USA (ca. 1895)

Hier in einer Einspielung mit den Berliner Symphonikern unter der Leitung von Alun Francis zu hören.

Keine Referenzaufnahme, aber dennoch … in einem Klassik-Forum schreibt ein Waler Krause folgendes:

„Zwar nicht unter den Spitzenleistungen, aber auch nicht so schlecht klingt in meinen Ohren die Aufnahme mit Alun Francis und den Berliner Symphonikern. Zu Beginn klingt sie zwar nicht besonders, aber dann steigern sich Dirigent und Orchester und finden zu einer recht ansprechenden Leistung. Was der Einspielung im Vergleich schadet, ist die nicht so spitzenmäßige Tonqualität. Da das Bessere bekanntlich des Guten Feind ist, war von der Francis-Aufnahme meines Wissens nur in einem anderen Dvorak-Thread und eher abwertend die Rede.

Übrigens: Der Dirigent stammt aus Wales, wurde 1943 geboren und hat eine ziemlich bunte Karriere in Europa und Amerika gemacht. Zuletzt war er, soweit mir bekannt, wieder in Deutschland tätig.“

Übrigens: Selten habe ich eine so lieblose Präsention eines klassischen Albums gesehen …

Na ja … immerhin gibt´s dann noch als Zugabe die Konzertouvertüre Othello, ebenfalls von Dvořák komponiert.

Neue Welt

Hat Antonín Dvořák die neue Welt jemals so gesehen ?

Besetzung:
Berliner Symphoniker unter der Leitung von Alun Francis

Booklet01A

Das Begleitheft präsentiert ausschli0elich andre Aufnahmen des Labels

Titel:

Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 9 – Aus der neuen Welt:
01. 1. Satz: Adagio – Allegro molto 11.49
02. 2. Satz: Largo 12.59
03. 3. Satz: Scherzo, Molto vivace 7.33
04. 4. Satz: Allegro con fuoco 11.08

Antonín Dvořák: Othello:
05. Konzertouvertüre fis-moll op. 93

CD1

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Alun Francis

Alun Francis

 

Verschiedene Interpreten – Der Zigeunerbaron – Frau Luna – Der Zarewitsch (Operetten-Querschnitte) (Ende der 50er Jahre)

FrontCover1Ja hoppla, gleich 3 Operetten auf einer LP … das geht natürlich nur, wenn man diese als sog. „Querschnitte“ (also so ne Art „Best Of“ präsentiert).

So wie hier, in einer speziellen Ausgaben für die Mitglieder des „Deutschen Schallplattenclubs“ …

Der Zigeunerbaron:
Sándor Barinkay kehrt nach Jahren der Verbannung – von der Kaiserin begnadigt – in seine ungarische Heimat zurück und muss dort erfahren, dass sich der reiche Schweinezüchter Kálmán Zsupán große Teile seiner Ländereien angeeignet hat. Als Versöhnungsgeste hält er um die Hand von Zsupáns Tochter Arsena an, wird jedoch von ihr abgewiesen, da sie heimlich längst mit einem anderen verbunden ist. Nur einen Baron werde sie heiraten, erklärt Arsena dem verblüfften Barinkay, der sich nun enttäuscht den Leuten zuwendet, die damals gewöhnlich als Zigeuner bezeichnet wurden. Er verliebt sich in Saffi, die vermeintliche Tochter der alten Zigeunerin Czipra, erklärt sie zu seiner Frau und sich selbst zum Zigeunerbaron, doch eine Heirat mit einer Zigeunerin würde ihn in den Augen vieler ächten. Nach vielen Irrungen und Wirrungen, einer Schatzsuche und der glücklichen Heimkehr der Männer aus dem Krieg gibt es schließlich ein Happy End mit Doppelhochzeit.

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Die Original EP dieser Aufnahme

Frau Luna:
Frau Luna ist eine „burlesk-phantastische Ausstattungsoperette“ des Komponisten Paul Lincke nach einem Libretto von Heinrich Bolten-Baeckers, die am 2. Mai 1899 im Berliner Apollo-Theater uraufgeführt wurde. Sie wurde immer wieder überarbeitet und erlangte mit zusätzlichen Musikstücken 1922 ihre Endfassung. Die bekanntesten Musikstücke aus der Operette sind der Marsch Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft, das Duett Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe und die Arie Schlösser, die im Monde liegen.

Fritz Steppke ist Mechaniker und wohnt zur Untermiete bei der Witwe Pusebach in Berlin. Er ist verlobt mit der Pusebach-Nichte Marie und sehr interessiert an der Fliegerei und an Außerirdischem. Er bastelt einen Ballon für die Mondfahrt. Mit von der Mondpartie sind auch die besten Freunde Lämmermeier und Pannecke. In Handlung und Text erscheint häufig sogenannter Berliner Etagen-Kolorit, bevor sich die Gondel des Steppke-Ballons eines Nachts heimlich in den Berliner Himmel erhebt, Zielrichtung Mond. Da Steppke sich vorher schlafen legt, wird im Original offengelassen, ob die Reise real oder nur im Traum geschieht.

Der Mond scheint ein ewiger Vergnügungspark zu sein. Venus, Mars und die Götter der Gestirne geben sich ein Stelldichein bei rauschenden Festen. Prinz Sternschnuppe liebt Frau Luna, doch diese interessiert sich momentan nur für Steppke. Theophil erkennt in Frau Pusebach einen seiner amourösen Fehltritte auf der Erde. Pannecke, mit dem sie eigentlich verbunden ist, bändelt mit Frau Venus an. Theophil liebt Stella und leiht für die Reisenden das Sphärenmobil des Prinzen aus, denn ihr Ballon ist geplatzt. Nach einigen Turbulenzen findet jeder Topf seinen Deckel, und die Erdbewohner reisen zurück in der Erkenntnis, dass es auf dem Mond auch nicht anders zugeht als in der heimischen Mansardenwohnung. Fritz Steppkes Traum vom Fliegen wird wahr, seine Verlobte Marie verschafft ihm eine Stelle beim ersten Luftschiffkapitän Graf Zeppelin. (Quelle: wikipedia)

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Die Original EP dieser Aufnahme

Der Zarewitsch:
Im Mittelpunkt der Handlung steht die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem jungen russischen Thronfolger und der Tänzerin Sonja. Der Zarewitsch soll seine Pflichten als künftiger Regent erfüllen und möglichst bald heiraten. Leider interessiert sich der Zarewitsch so gar nicht für Frauen, alles Weibliche ist ihm zuwider. Sogar sein Leiblakai muss seine Geliebte heimlich treffen. Mit einer List versucht der Großfürst und Vormund des Thronerben diesen doch noch auf eine Heirat vorzubereiten:
Die Tänzerin Sonja soll ihn als Geliebte für die Reize des Weiblichen öffnen. Und der Plan geht auf – allerdings etwas zu gut. Denn der Zarewitsch verliebt sich in Sonja und weigert sich, seine eigentlich Zukünftige zu ehelichen. Sonja und der Zarewitsch fliehen nach Neapel, werden aber vom Großfürsten aufgespürt. Dieser macht Sonja klar, dass sie für das Wohl des Landes ihre Liebe zum Kronprinzen opfern muss. (Quelle: stadttheater.de)

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Die Original EP dieser Aufnahme

Erstaunlich wieviel Philiosphie des Lebens und insbesondere der Liebe in diesen Operetten-Klassikern enthalten ist … da kann man allerdings trefflich streiten.

Nicht bestreiten kann man hingegen … dass die beteiligten Akteure … insbesondere der

DieSunnies

Die Sunnies

Heinz Hoppe damals zu den Stars der bundesdeutschen Nachkriegs-Szene im Bereich der Operette gehörten … und das hört man dann auch.

Und auch wenn ich nun wahrlich kein Operetten-Fan bin … diese Aufnahmen können selbst einen wie mich … ein wenig begeistern …

… und wer hätte das jemals gedacht ?

Und dass mit den „Sunnies“ und dem „Cornell-Trio“ lupenreine Vertreter der damaligen Unterhaltungsmusik mit im Aufnahmestudio waren … zeigt einmal mehr, wie die Grenzen zwischen der sog. E-Musik und der sog. U-Musik bereits damals verwischt wurden.

Heinz Hoppe

Heinz Hoppe

Besetzung:

Der Zigeunerbaron:
Heinz Hoppe (Tenor)
Melitta Muszely (Sopran)
Heinrich Pflanzl (Tenor)
+
Orchester der Städtischen Oper Berlin unter der Leitung von Richard Müller-Lampertz
+
Der Günther-Arndt-Chor

Frau Luna:
Heinz Hoppe (Tenor)
Sonja Knittel (Sopran)
Heinz Maria Lins (Bariton)
Edith Schollwer (vocals)

Berliner Symphoniker unter der Leitung von Carl Michalski
+
Die Sunnies (Chor)
+
Das Cornel-Trio

Der Zarewitsch:
Heinz Hoppe (Tenor)
Sonja Schöner (Sopran)
+
Orchester der Städtischen Oper Berlin unter der Leitung von Hansgeorg Otto
+
Günther-Arndt-Chor

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Titel:

Johann Strauss: Der Zigeunerbaron (Querschnitt): (20.24)
01.01. Aus der Ouvertüre
01.02. Als flotter Geist (Ja, das alles auf Ehr‘
01.03. Ha, seht, es winkt, es blinkt, es klingt (Schatzwalzer)
01.04. Walzer (Sittenkommissions-Thema)
01.05. Ja, das Schreiben und das Lesen
01.06. Schmiedechor-Thema
01.07. So voll Fröhlichkeit (Finale 2. Akt)
01.08. Einzugsmarsch
01.09. Das wär‘ kein rechter Schiffersknecht
01.10. Wer uns getraut
01.11. Von des Tajos Strand
01.12. Habet acht
01.13. Komm her und schau dir die Leute an

Libretto: Ignaz Schnitzer

Paul Lincke: Frau Luna: (11.32)
02.01. Orchestereinleitung
02.02. Lose, munt’re Lieder
02.03. Laßt den Kopf nicht hängen
02.04. Auf unserer Reise
02.05. Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe
02.06. Schlösser, die im Monde liegen
02.07. Orchestereinleitung
02.08. Oftmals ward es uns schon prophezeit
02.09. Ist die Welt auch noch so schön
02.10. O Theophil, o Theophil
02.11. Ouvertüre
02.12. Wenn die Sonne schlafen geht
02.13. Von Sternen umgeben umhüll‘ ich die Welt (Bin Göttin des Mondes – Frau Luna genannt)
02.14. Das ist die Berliner Luft

Libretto: Heinz Bolten-Baeckers

Franz Lehár: Der Zarewitsch (Querschnitt): (14.49)
03.01. Introduktion
03.02. Wolgalied (Es steht ein Soldat….)
03.03. Introduktion
03.04. Du trankst noch nie ein Gläschen Sekt? (Trinkt man auf du und du)
03.05. Heute Abend komm‘ ich zu dir
03.06. Hab‘ nur dich allein
03.07. Einer wird kommen
03.08. Warum hat jeder Frühling, ach, nur einen Mai
03.09. Wolgalied

Libretto: Béla Jenbach+ Heinz Reichert

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Das Cornel-Trio

Das Cornel-Trio