Weihnachten 2018 (20): Sabine Horn + Dora Beyer – Zwei Krippenspiele (1955)

TitelUnd noch ein Weihnachtsheftchen, diesmal aus dem Jahre 1955 und es beinhaltet zwei Krippenspiele.

In jenen vorweihnachtlichen Zeiten wurde ja oftmals die Kinder angehalten, sich entsprechend auf das Christfest vorzubereiten. Das konnte z.B. dadurch gestehen, dass man Weihnachtslieder auf der Blockflöte übte um dann diese weihnachtlichen Weisen am Heiligen Abend vorzutragen.

Meine beiden Töchter haben mir neulich mal erzählt, dass ihnen damals diese Prozedur so gar nicht behagte … ich bekam gleich ein schlechtes Gewissen.

Eine andere, noch aufwendigere Form war dann das Krippenspiel, das meist in der Schule aufgeführt wurde.

Hier 2 Manuskripte für weihnachtliche Krippenspiele.

Vorbemerkung in diesem Büchlein (22 Seiten):

„Die Wortstellung dieses Krippenspiels ist bewußt schlicht gehalten, und die Darstellung mit einfachsten Mitteln möglich.“

Beide Krippenspiele handeln von den Hirten auf dem Felde; beim ersten sind dann „1 Engel, 3 Hirten, Maria und Josef“ darzustellen. Das zweite erweitert dann diese Personengruppe um die „Drei Weisen“.

Beispiel01

Handschriftliche Regieanweisung

Beispiel03
Beispiel04
Beispiel05

Schlichter geht´s nicht: Die Rückseite des Heftchens

Schlichter geht´s nicht: Die Rückseite des Heftchens

Diese Präsentation widme ich allen, die ein wenig Freude an nostalgischen Erinnerungen haben.

Erschienen ist das Büchlein übrigens im Bergwald-Verlag, Darmstadt … der wurde dann irgendwann mal vom Ott Teich Verlag (ebenfalls Darmstadt übernommen).

Hier ein wenig Firmengeschichte:

Weil Otto Teich schon immer gerne lustige Texte verfasste, und die passende Klavierbegleitung dazu selbst komponierte, gründete er am 1. Juli 1888 seinen eigenen Verlag. Der Handelsregistereintrag erfolge am 2. Januar 1889.
Seine Tochter Elisabeth heiratete Rudolf mit Familiennamen Otto,  was bis heute zu Verwechslungen mit dem Vornamen des Firmengründers führt. Neben seinen zahlreichen Kompositionen schrieb Otto Teich auch Theaterstücke für die Laienbühne. Er entdeckte neue Talente unter den Komponisten und Theaterstückautoren seiner Zeit und veröffentlichte nicht mehr nur eigene Werke.
Um das Angebot zu erweitern übernahm der Verlag andere Verlage oder Sparten mit ähnlichem Genre, z. B. den Verlag Eduard Bloch aus Berlin, den Bergwald-Verlag aus Köln, sowie die Reihen „Bärenreiter-Spieltexte“ und „Schwäbisches Volkstheater Lausch & Zweigle“ aus dem Bärenreiter Verlag in Kassel. So kam im Laufe von nunmehr über 100 Jahren eine Fülle von ernsten und heiteren Bühnentexten zusammen, die ein breites Publikum unterhalten.

VerlagTeich

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