Biermösl Blosn – Wo samma (1994)

FrontCover1Also, die Geschichte der Biermösl Blosn, ist schon ein ganz besondere Geschichte aus dem Lande der Bajuwaren:

Die Biermösl Blosn war eine bayerische Musik- und Kabarettgruppe, die 1976 von den Brüdern Hans (* 1953), Christoph (* 1959) und Michael Well (* 1958) gegründet wurde. Biermösl ist abgeleitet von Beerenmoos, ein Teil des Haspelmoors im Landkreis Fürstenfeldbruck. Blosn (Blase) ist ein bairischer Begriff für Clique, Gruppe.

Die Gruppe verband bayerische Volksmusik (Stubnmusi) und Mundart mit politischen und satirischen Texten und kann daher zum Bereich der sogenannten Neuen Volksmusik gerechnet werden. Am 18. Januar 2012 gab die Gruppe ihr letztes Konzert in Fürth.

Die drei Mitglieder der Biermösl Blosn entstammen der 17-köpfigen Familie des Schulmeisters Hermann Well (1913–1996) und seiner Frau Gertraud (geborene Effinger, 1919–2015) aus dem Dorf Günzlhofen bei Fürstenfeldbruck.

Christoph Well (genannt Stofferl, * 3. Dezember 1959 in Günzlhofen) studierte Trompete und war Solotrompeter bei den Münchner Philharmonikern und später Konzertharfenist.
Michael Well (* 10. Oktober 1958 in Günzlhofen) hat eine Ausbildung zum Solotubisten und Baritonisten, ebenfalls bei den Münchner Philharmonikern.
Hans Well (* 1. Mai 1953 in Willprechtszell), der Germanistik und Geschichte studierte, ist hauptsächlich für die Texte der Gruppe verantwortlich.

Die legendäre Single „Gott mit dir, du Land der BayWa“ (1979):

Die legendäre Single "Gott mit dir, du Land der BayWa" ()

 

Großes Vorbild der drei Brüder ist der Kraudn Sepp (1896–1977) aus dem Isarwinkel. Sie begannen 1976 mit Volksmusikauftritten, wie sie sie schon zuvor unter Anleitung ihres Vaters absolviert hatten. Sie arbeiteten häufig mit Gerhard Polt zusammen und traten gelegentlich in der ARD-Sendung Scheibenwischer auf. Drei ihrer Schwestern, Moni, Vroni und Burgi, gründeten nach ihrem Vorbild 1986 die bayerische Volksmusik- und Kabarett-Gruppe Die Wellküren. Ein weiteres Musikprojekt aus dem Kreis der Well-Familie war die Formation Well-Buam, die sich die Wiederbelebung der authentischen bayerischen Volks(tanz)musik zur Aufgabe gemacht hat und bei der Christoph und Michael Well mitwirkten.

Die Musik der Biermösl Blosn zeichnet sich u. a. durch die zum Teil ironische Integration anderer Musikstile wie etwa der keltischen Folklore, ungewöhnliche Instrumentierungen wie Dudelsack, Alphorn, Harfe oder Didgeridoo, aber vor allem durch bissige satirisch-politische bzw. gesellschaftskritische Texte aus (beispielsweise bedachten sie Kardinal Josef Ratzinger mit dem Spitznamen Alpen-Ayatollah), die häufig auf traditionellen bayerischen Reim- und Gesangsstilen (Gstanzl) beruhen und im Dialekt vorgetragen werden.

Beleidigung
Sie erlangte bundesweite Bekanntheit, als sie 1981 – „versehentlich“ zum traditionellen Maibockanstich im Münchner Hofbräuhaus eingeladen – die Regierungspartei CSU in Zusammenhang mit der Massenverhaftung von Nürnberg vor den versammelten Ministern und Landtagsabgeordneten scharf kritisierten und so einen politischen Eklat verursachten. 1981 erhielt die Gruppe in Mainz den Förderpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis. In Bayern wurden ihr 1985 und 1996 trotz eindeutiger Nominierungen durch die jeweilige Jury entsprechende Auszeichnungen verweigert.

Die 17 köpfige Well-Familie

Mit den Mitgliedern der Band Die Toten Hosen sind die Well-Brüder seit der gemeinsamen Teilnahme am Anti-WAAhnsinns-Festival freundschaftlich verbunden. 1990 wirkten sie zusammen mit Gerhard Polt an dem Erfolgsalbum Auf dem Kreuzzug ins Glück der Toten Hosen mit. 1997 folgte der Sonderpreis Reif & Bekloppt des Prix Pantheon, 1999 der Bayerische Kabarettpreis in der Kategorie Musik-Kabarett.

Die Biermösl Blosn mit Campino von den Toten Hosen:

Die Biermösl Blosn mit Campino von den Toten Hosen

Auch der Bayerische Rundfunk beantwortete das politische Engagement der Musiker – etwa gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf – mit einem zeitweiligen Sendeboykott. In der Zwischenzeit hat sich jedoch das politische Klima im Bayerischen Rundfunk etwas gewandelt, und so widmete der Sender 2004 der Gruppe eine eigene 45-minütige TV-Sendung innerhalb der Reihe Alpenrock.

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Im Jahr 2005 wurde der Gruppe beim Tanz- und Folkfest TFF.Rudolstadt der Weltmusik-Preis Ruth verliehen. Zum Abschluss des Jahres 2005 tourten sie mit den Toten Hosen und mit Gerhard Polt durch verschiedene Theater und Opernhäuser und spielten unter der Regie von Hanns Christian Müller das Programm Abvent (sic). 2007 erhielten sie gemeinsam mit Gerhard Polt in München den Großen Karl-Valentin-Preis und 2008 wurden sie mit dem Göttinger Elch ausgezeichnet.

Am 18. Januar 2012 fand der letzte Auftritt statt. Die Gruppe löste sich danach auf. Hans Well nannte als Grund für die Trennung Meinungsverschiedenheiten über die künftige Ausrichtung. Zudem gäbe es Schwierigkeiten, mit Liedern auf die veränderten politischen Rahmenbedingungen zu reagieren, wie etwa den Atomausstieg und dass die CSU nicht mehr „das, was sie einmal war“, sei. Er denke mit dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt über gemeinsame Auftritte nach.

Christoph und Michael Well starteten im Februar 2012 in den Münchner Kammerspielen mit dem „Hausmusikabend“ Fein sein, beinander bleibn unter Franz Wittenbrinks Regie, zusammen mit ihren Schwestern, der Gruppe Wellküren, dem Bruder Karl, der Mutter sowie (in einem Kurzauftritt) Gerhard Polt.

Der älteste Bruder Hans tritt zusammen mit seinen Kindern Sarah, Tabea und Jonas Well als Hans Well & Wellbappn auf.

Hans Well veröffentlichte die Biographie 35 Jahre Biermösl Blosn am 9. April 2013 im Verlag Antje Kunstmann. Eine Biographie der Biermösl Blosn aus Sicht von Christoph und Michael Well unter dem Titel Biermösl Blosn: Tokio – Kapstadt – Hausen erschien ebenfalls im April 2013.

Christoph, Michael und Karl Well treten seit 2013, zum Teil gemeinsam mit Gerhard Polt, unter der Bezeichnung Wellbrüder aus’m Biermoos auf.

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Die Journalistin Annette Ramelsberger bezeichnete 2011 in der Süddeutschen Zeitung das Werk der Biermösl Blosn als „Stachel im Fleisch der Obrigkeit, die anarchische Seele des Volkes“ sowie als musikalische Rückgängigmachung der „Enteignung des Begriffs Heimat durch die CSU Schritt für Schritt, Lied für Lied“. Sie habe „das Zerrbild des Jodel-Bayern ersetzt durch messerscharfen Witz und intelligente Boshaftigkeit“, was ein großes Verdienst dieser Gruppe sei. Da die alten Feindbilder nunmehr „zerbröselt“ seien, wäre es nun „folgerichtig, dass sich die Biermösl Blosn trennt“, da sie „gewonnen“ hätte. Sie habe „gegen Wackersdorf gespielt, gegen die Unverantwortlichen bei der Bayerischen Landesbank und gegen die Verantwortlichen in der Regierung“ und war „jahrelang wirksamste Opposition“. Sie habe „mitgeholfen, das Land zu verändern.“ Nun sei sie nicht mehr in Bayern „kratziger Außenseiter, sondern gehätscheltes Kulturgut“ und würde von „allen geliebt“ sowie „kein Aufreger mehr.“ Man könne daher auch sagen „Mission erfüllt.“ (Quelle: wikipedia)

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Hier zum Einstieg in die einmalige Welt der Biermösl Blosn wohl eines ihrer besten Alben:

„Die drei Bayern-Brüder Well alias Biermösl Blosn nehmen wieder mal kein Blatt vor ihre dialekt-geformten Münder: Die 18 G’stanzl ihrer Wirtshaus-Live-Show, in der sogar die Toten Hosen mitraunzen, gerieten zur zünftigderben Abrechnung mit Gott und der Welt. Wo der Bavaria-Poet Haindling im bayerisch-exotischen Dschungel expedidiert, geht die Blosn auf Volksmusik-Kabarett-Safari; schräge Dudelsack- und Blasmusik- Stakkatos spicken sie mit Mund(un)art-Gedichtetem wie „… bin i mit meim Verlanga zum Papst ganga …“. A mords‘ Gaudi für Bayern-Fans. (Quelle: Audio)

„Wo samma“ könnte man nach „Wellcome to Bavaria“ als zweitbestes Album der drei Well-Brüder bezeichnen. Das Titellied ist eine feinsinnige Korruptionshymne („Samma die mehran, samma die schweran, wer ko der ko, nehma damma scho..wer ko der ko, da samma net aso“), die von merkwürdigen afrikanischen Instrumenten begleitet werden, die irgendwie an Klostöpsel erinnern (zu sehen auf der DVD „Tschurangrati“). Daneben gibt es mindestens vier weitere Lieder der obersten Kategorie.

„Milbertshofner Hausmusik“ erzählt von Abgründen zwischen Stubenmusi und Frauenmisshandlung, „Asylantenschwemme“ treibt bayrische Fremdenangst auf die Spitze und „Kenia ken i aa“ besingt die Nöte von Sextouristen in Afrika. „Drehleier unplugged“ ist irisch Folk auf bajuwarisch und „Da boarisch Hiasl“ eine wunderbare Neuinterpretation des alten Räubererliedes in Kooperation mit den Toten Hosen. Dazwischen gibt es auch ein paar mittelprächtige Stücke, aber insgesamt ein essentielles Werk der drei aufmüpfigen Prachtbayern.(Wirtshausberater)

Und mit dem Lied „Asylantenschwemme“ sind sie erneut höchst aktuell und ansonsten kriegen insbesondere der katholische Klerus, die Bayerische Staatsregierung sowie der schwarze Sumpf in bayerischen Landen und Kommunen bekommen ihr Fett weg, und das nicht zu knapp ! Und das ist gut so !

Die Texte stammen alle aus der Feder von Hans Well, die Musik hat dann der geniale Christoph „Stofferl“ Well beigesteuert.

Booklet04ABesetzung:

Besetzung

Man sieht richtig: Auch die Toten Hosen hatten ihren Anteil an diesem Album

Titel:
01. Seid’s alle do (Traditional/H.Well) 3.05
02. Schrei aus Holz (C.Well) 2.57
03. ’s Diandl liabn (Traditional/H.Well) 2.46
04. Hey, Madonna (C.Well/H.Well) 4.01
05. Schimmeltod (C.Well/H.Well) 3.52
06. Da Mozart (L. Mozart) 3.18
07. Milbertshofener Hausmusik (C.Well/H.Well) 2.52
08. Asylantenschwemme (C.Well/H.Well) 3.04
09. Drehleier unplugged (Traditional) 3.09
10. Pfaffenhausen (Traditional(H.Well) 3.24
11. Kenia ken i aa (C.Well/H.Well) 3.05
12. Da Händl (Händel) 3.06
13. Da boarisch Hiasl (als Gäste die Toten Hosen) (Traditional/H.Well) 4.24
14. Kinderparty (C.Well/H.Well) 2.43
15. Tschurangrati Landler (C.Well)  2.47
16. Der Holzweg (Traditional/G.Well) 3.29
17. Wie reimt sich das zusamm‘ (Traditional/H.Well) 3.34
18. Wo samma (C.Well/H.Well) 3.36

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Verschiedene Interpreten – … In The Mood (1997)

FrontCover1.jpgFür mich eines der bemerkenswertesten Geschichten der deutschen Label-Historie: Mood Records:

Mood Records ist ein deutsches Independent Label überwiegend des Jazz, das aus dem Umfeld des United Jazz and Rock Ensemble (UJRE) 1977 entstand und seinen Sitz in Heidelberg hat.

Die erste Veröffentlichung war 1977 die UJRE-Platte „Live aus dem Schützenhaus“. Gründer sind der Regisseur Werner Schretzmeier, in dessen Fernsehprojekten das UJRE wurzelte, und Wolfgang Dauner. Von Anfang an verfolgten die Macher des Labels das Ziel, die Produktion so schlank wie möglich zu halten, um den überwiegenden Teil der Einnahmen den Künstlern zufließen zu lassen. Die Aufmachung der CDs und Platten wurde in schlichtem Schwarz/Weiß gehalten und der Vertrieb eng an Zweitausendeins gekoppelt.

Neben den URJE-Musikern wie Albert Mangelsdorff, Barbara Thompson, Jon Hiseman, Charlie Mariano, Volker Kriegel und Ack van Rooyen veröffentlichten sie auch zum Beispiel das Gitarrenduo Martin Kolbe-Ralf Illenberger, das Pepl-Pirchner-JazzZwio, Dieter Ilg, Wolfgang Haffner, Biermösl Blosn, Kabarettist Gerhard Polt, Anne Haigis, das teilweise klassisch orientierte „Modern String Quartet“, das Michael Sagmeister-Trio, die Wellküren, die türkische Sängerin Özay und den Jazzgeiger Zbigniew Seifert. (Quelle: wikipedia.

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Und hier etwas ausführlicher … der Text aus dem Begleitheft zu diesem Album, das anlässlich des 20jährign Bestehens dieses ganz und gar ausgewöhnlichen Labels veröffentlicht wurde:

Stuttgart, vierter Januar 1997. Werner Schretzmeiers Büro im Wangener Theaterhaus. Draußen herrscht eisige Kälte, mottengroße Schneeflocken kleben am Fenster. Irgendwo übt eine einsame Violine für den Auftritt am Abend. Ich spreche mit einem, der viel zu erzählen hat.

Genaugenommen beginnt alles beim Fernsehen. Regisseur Werner Schretzmeier plant 1975, die ARD-Jugendsendung „Elfeinhalb“ musikalisch abzurunden. Er gewinnt seinen Freund Wolfgang Dauner, dessen Avantgarde-Gruppe ,,et cetera“ er bis 1972 gemanagt hat, für diese Idee. Gemeinsam erarbeiten die beiden ein Konzept und begeben sich auf die Suche nach geeigneten Musikern. Die Stammbesetzung der ständig wechselnden TV-Band umfaßt bald Namen wie Albert Mangelsdorff, Barbara Thompson und der Ex-Collosseum Drummer Jon Hiseman, als „Aushilfskräfte“ werden zeitweise Howard Johnson, Klaus Doldinger oder gar der junge Gary Moore beschäftigt.

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Das erste Album des „Mood“ Labels

Das beliebte „Elfeinhalb-Ensemble“ kann sich später in Schretzmeiers Nachfolgeprojekt, die Familiensene „Goldener Sonntag“, hinüberretten. Dadurch gelangt die progressive Mixtur aus Jazz und Rock immer mehr ins Bewußtsein der Zuschauer.

Nachdem die letzte Folge abgedreht ist, soll ein Abschiedskonzert der mittlerweile populären Femsehband den krönenden Abschluß bilden. In der Sängerhalle in Untertürkheim stapeln sich förmlich begeisterte Fans, der Auftritt wird zur Offenbarung. Der Entschluß zum Weitermachen bedarf nun lediglich einer passenden Formulierung. Man tauft die Band nach einigem Hin und Her schließlich „United Jazz & Rock Ensemble“, kurz „United“.

AnneHaigis

Anne Haigis

Werner Schretzmeier wird als „Papa der Band“ beauftragt, „etwas zu unternehmen“. Beim Abhören von Aufnahmen des legendären Konzerts im alten Stuttgarter Schützenhaus beschließen Schretzmeier und Dauner, eine LP zu produzieren – auf eigene Faust. Die negativen Erfahrungen mit den Großen der Musikindustrie sind dabei ungewollte Geburtshelfer. So entsteht zunächst „ROOTS Records“, welches kurz darauf – nach dem Veto des österreichischen Namensvetters Root – in „MOOD“ umbenannt wird.

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Die erste Veröffentlichung „Live im Schützenhaus“ wird zur besten deutschen Jazz-LP des Jahres gekürt. Das hilft, die eingegangenen Verbindlichkeiten zu begleichen und gleichzeitig Raum für neue Projekte zu schaffen. Als Exclusivvertrieb kann 2001 gewonnen werden. Diese vertreiben die MOOD-LPs bundesweit zwar in nur zwölf Laden, verfügen aber über ein weit vernetztes Versandsystem und – vor allem – einen Kundenstamm. Zudem wird lange Zeit jede MOOD-Veröffentlichung in den 2001-Katalogen präsentiert, sodaß bis zu 1,2 Millionen Haushalte erreicht werden. „Es gibt inzwischen eine richtige MOODKundschaft, das sind gar nicht mal so wenige. Die sind sehr stabil“. So können auch „schwierige“ Produkte verkauft werden – bis auf wenige Ausnahmen sind alle MOOD-Produktionen heute noch erhältlich.

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Natürlich braucht MOOD auch den in harter Münze meßbaren Erfolg. Die Zugpferde des unkonventionellen Labels heißen neben dem United Jazz & Rock Ensemble unter anderen: Wolfgang Dauner, Kolbe & Illenberger, Gerhard Polt, Biermösl Blosn und Die Kleine Tierschau. Der Brückenschlag zwischen den beiden Polen Jazz und Rock wird akzeptiert. MOOD kann heute stolz auf weit über eine Million verkaufter Tonträger zurückblicken: „ganz ordentliche Zahlen“.

Der Musiker verdient am eigenen Produkt normalerweise am wenigsten. Aus dieser Erkenntnis heraus wird MOOD als eine Art Selbsthilfe-Label für United gegründet. Das Ziel ist klar abgesteckt: Die administrative Arbeit auf ein Minimum reduzieren um den Ertrag für den Künstler zu maximieren.

KolbeIllenberger

Martin Kolbe + Ralf Illenberger

Mit großem Einfallsreichtum und Kreativität geht man an die Umsetzung dieses Grundsatzes. Als Kontrast zur Flower-Power-Buntheit wird das komplette Design konsequent in schwarz-weiß gehalten, was eine enorme Kosteneinsparung bei den Druckerzeugnissen zur Folge hat. Plakate und Handouts sind zum Teil handschriftlich verfaßt und einfach photokopiert („ziemlich handmade“). Durch die Zusammenarbeit mit 2001, „der politisch linken Seite des Kapitalismus“, kann auf die Hilfe großer Organisationen verzichtet werden. Schretzmeier und Dauner arbeiten die ersten zehn Jahre als ehrenamtliche Geschäftsführer. „Wenn der Wasserkopf maximal zwei bis drei Leute umfasst und man von der Plattenpresse ‚raus direkt verkauft, hat man ein gutes Produkt, bei dem alle verdienen. Das meiste Geld bleibt beim Künstler, ungefähr 25 bis 30 Prozent“. Dabei setzt die „Lean Production“ von MOOD höchste Maßstäbe an, der Käufer soll Qualität zu einem günstigen Preis erwerben können.

Eine starke Imageprägung erfährt das junge Label auch durch politische Bekenntnisse, z.B. in Handzetteln gegen die Pershing-Stationierung. Die MOOD-Künstler haben sich nie nur als Musiker, sondern auch als Teil der Gesellschaft verstanden, die eine Meinung haben und diese auf der Bühne vertreten. MOOD veröffentlicht „Lieder für Instandbesetzer“ und die erste Platte der damals noch knallhart politischen „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“. „Die Veröffentlichungen sind klare Hinweise darauf, wo MOOD steht. MOOD ist auch ein oppositionelles Label“.

MichaelSagmeister

Michael Sagmeister

MOOD Records erscheint bei näherem Betrachten mehr als eine große Familie denn wie ein kommerziell durchgestrafftes Unternehmen. Familiär ist auch das Verhältnis der Musiker untereinander. Konkurrenzdenken kommt gar nicht erst auf, sind doch mehr oder weniger alles gute Bekannte und Freunde. „Bei Mood gibt es eine Ansammlung von Menschen, die sich immer wieder gegenseitig motivieren können“.

Das Zentrum bilden natürlich die Musiker des international besetzten United Jazz & Rock Ensemble, mit ihnen hat schließlich alles angefangen. Neben den bereits erwähnten gehören dazu insbesondere Ack van Rooyen, Charlie Mariano und Volker Kriegel. Letzterer – nebenbei auch Autor und excellenter Cartoonist – gilt als der klassische Intellektuelle im Rückgrat der MOOD-Familie. „Volker hat uns immer sehr geholfen, wenn Wolfgang und ich uns nicht einigen konnten“. Bei MOOD steht der Künstler ganz im Mittelpunkt und im Gegensatz zu so manchem „Major Label“ trifft er allein die Entscheidungen im Studio. Das Motto „Produktion der Musiker“ wird hier sehr erst genommen. „Es gibt bei uns keinen Johnny Controletti, der die Musik solange verbiegt, bis sie in den Markt paßt. Die Entscheidung fällt vorher“.

Dauner

Dauner, Mariano, Saluzzi

Reine Studioprojekte bilden die Ausnahme. Der MOOD-Künstler muß live erlebbar sein, greifbar für sein Publikum. Handwerkliches Können gilt hierbei als unerläßliche Voraussetzung, die ein Musiker mitbringen muß, will er auf Dauer am Markt bestehen. Bestes Beispiel ist der Posaunist Albert Mangelsdorff, der nun seit fast fünf Jahrzehnten im Geschäft ist. „Albert übt heute noch seine zwei Stunden – jeden Tag“.

Es läßt sich nicht leugnen – der Jazz bildet ganz klar die musikalische Basis im Programm, allein schon durch die zahlreichen Solo-Veröffentlichungen der UnitedMusiker. Daneben gibt es freilich kleinere Ausflüge in die Rocklandschaft, wie z.B. „Head, Heart & Hands“ und Jürgen Karg.

Verglichen mit manch größerem Bruder hat MOOD jedoch immer auch den Mut zum Experiment bewiesen. Mit dem lnstrumental-Gitarrenduo Kolbe / Illenberger oder der türkischen Sängerin Özay wandelt das Label erfolgreich auf Abwegen. Die Musik des Ströer-Duos weist erste Spuren des heutigen Techno auf, das Modern String Quartet spannt die wichtige Brücke zur zeitgenössischen Klassik, Künstler wie Anne Haigis und H. C. Müller (der Regisseur des Filmes „Kehraus“) füllen die Liedermacher-Lücke. „Unsere Republik“, eine Produktion für das Schauspielhaus Bochum, war dann doch etwas zu kritisch und mußte nach 3000 verkauften Dreier-Alben kompromißhalber eingestellt werden: „Das ging im kleinen Grenzverkehr ab“.

Erfolgreichste Vertreter des Kabarett-Rocks sind zweifelsohne die Bajuvaren „Biermösl Blosn“. Die Verkaufszahlen des MOOD-Kassenschlagers überschreiten längst die Viertelmillionengrenze. MOOD bietet Nischen für Individualisten, für Leute, die etwas zu sagen haben – ohne den kommerziellen Gedanken in den Vordergrund zu stellen. Hauptkriterium ist dabei eigenständige Qualität in Struktur und Darbietung. „Herbergsvater“ Schretzmeier bringt es auf den Punkt: „Alle Bereiche, die etwas über den Tellerrand hinausgehen, sollten bei MOOD Platz haben“.

ModernStringQuartet

„Ich sehe die Zukunft von MOOD in seinem absolut Unmodernen, in seiner Beharrlichkeit zu sagen: wir bleiben dem Grundsatz vermittelbarer Qualität (soll heißen: Hinz und Kunz können sich dafür interessieren) verpflichtet. Ich wünsche mir, daß das Fischen in allen musikalischen Teichen nicht die Zukunft ist, denn ich glaube, daß die Menschen langsam das Kotzen davon kriegen, alles mit nur einem Katalog kaufen zu können. Ich glaube, daß die Entwicklung hin zu überschaubaren Formen geht. MOOD ist eine überschaubare Einheit, hat ein Gesicht und einen Charakter. Man kann sich für diesen Charakter entscheiden oder nicht, aber man hat ein Kriterium. MOOD muß immer noch eine Entdeckung bleiben“. (Henning Dedekind, Lilt Stuttgart)

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Werner Schretzmeier /links, mit (rechts) wem auch immer … sory

So stellte sich die Situation im Jahe 1997 dar … und Mood Records huelten sich noch erstaunlich lange auf den Beinen, dann aber, genauer gesagt am 9. Mai 2016 wurden sie endgültig aus dem Handelsregister gelöscht …

Und wir hören hier Jazz vom Feinsten … Jazz deluxe sozusagen und dann aber auch noch „boarische Satire“ ala Polt und die verschiedenen Well-Formationen ..

Fehlen tut mir freilich ein Aufnahme des Electric Blues Duos (Colin Hodgkinson und Frank Diez) aus dem Kaffee Giesing/München, damals in den 80er Jahren .. aber wie ich gehört habe, soll auch diese Mood LP demnächst in einem anderen blog präsentiert werden …

Ich werde das Label im Auge behalten …

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Gerhard Polt + Die Biermösl Blosn

Titel:
01. The United Jazz + Rock Ensemble: Double Bind (Kriegel) 6.38
02. Ack Van Rooyen + Joerg Reiter: Together (Reiter) 4.04
03. Kolbe + Illenberger: Happy Hour (Kolbe/Illenberger) 3.40
04. Wolfgang Dauner: Wendekreis des Steinbocks (Dauner) 5.01
05. Modern String Quartet: Take The A-Train (Strayhorn) 5.09
06. Michael Sagmeister: Sugar (Sagmeister) 5.29
07. Anne Haigis: Get Closer (Kolbe/Illenberger) 5.37
08. Dauner, Mariano, Saluzzi: Plum Island (Mariano) 6.04
09. Volker Kriegel: Postcard To F.W. Amber (Kriegel) 4.11
10. Albert Mangelsdorff: Aus dem Hut (Mangelsdorff) 1.51
11. Gerhard Polt und Biermösl Blosn: Generalprobe (Polt/C.Well) 5.10
12. Gerhard Polt und Biermösl Blosn: Blaublutjodler (Polt/C.Well) 2.25
13. Die Wellküren: Mutter-Kind-Gruppe (Villa/B.Well/Well-Hösl) 3.38

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Die Keferloher Blasmusik – Bayern Hymne + Bayerischer Defilier-Marsch (60er Jahre)

FrontCover1Irgendwann musste es ja mal passieren … Hier die Bayern Hymne (bekannt unter dem Titel „Gott mit dir du Land der Bayern“):

Die Melodie (in G-Dur) stammt von Konrad Max Kunz aus dem Jahr 1860. Der Text der ursprünglichen drei Strophen stammt von Michael Öchsner. Beide waren Mitglieder der Bürger-Sänger-Zunft München, die das Lied am 15. Dezember 1860 erstmals aufführte. Da das Lied bald zum Volkslied wurde, kamen unterschiedliche Fassungen in Umlauf. 1948 schrieb der bayerische Dichter Joseph Maria Lutz eine neue Fassung der Hymne entsprechend einem Beschluss des Vorstands der Bayernpartei. Die Partei trat für die zukünftige Unabhängigkeit Bayerns ein, lehnte den Beitritt Bayerns zur Bundesrepublik Deutschland, deren Gründung vorbereitet wurde, ab und ließ deshalb jeden Bezug Bayerns zu Deutschland aus der Hymne streichen. Zum Beispiel ersetzte er das deutsche Erde durch Heimaterde und mit Deutschlands Bruderstämmen durch vom Alpenland zum Maine. In einer neuen dritten Strophe, in der ursprünglich der König dafür gesegnet wurde, dass er zusammen mit seinem Volk dessen „heiliges Recht“ wahrte, die bereits 1919 nach dem Sturz der Monarchie in den Schulbüchern gestrichen worden war, gilt der Segen nun allen, die „der Menschen heilig Recht“, also die Menschenrechte, schützen und bewahren.

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Seit 1964 wird das Bayernlied offiziell bei feierlich gestalteten staatlichen Veranstaltungen gespielt und seit 1966 offiziell „Hymne“ genannt. Ministerpräsident Alfons Goppel empfahl in einer Bekanntmachung vom 29. Juli 1966 als Text die Lutz-Fassung zu gebrauchen, was jahrelang zu Streitigkeiten zwischen den Öchsner-Anhängern und den Befürwortern der Lutzfassung führte. Ministerpräsident Franz Josef Strauß beendete die Streitereien durch die Feststellung, dass die von Landtag und Regierung 1952/1953 beschlossenen ersten beiden Strophen der Öchsner-Fassung (für das Lernen in den Schulen und den Gebrauch im Bayerischen Rundfunk) weiterhin gelten. Das war bereits am 11. November 1952 im kulturpolitischen Ausschuss des Bayerischen Landtags einstimmig und anschließend vom Plenum (von fünf Fraktionen) beschlossen worden; am 3. März 1953 hatte der Ministerrat der großen Koalition den Landtagsbeschluss vollzogen und das Lernen des schon damals „Hymne“ genannten Liedes angeordnet. Im Gegensatz zu anderen Regionalliedern (Badnerlied, Niedersachsenlied etc.) genießt die Bayernhymne den Schutz von § 90a StGB (Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole). (Quelle: wikipedia)

SternArtikel

War erst neulich dem Stern wieder ein Titelthema wert: Bayern (liegt der Präsentation bei)

Die Keferloher Blasmusik machten sich hinsichtlich der „gültigen“ Textfassung keinen Kopf und spielten einfach nur die Musik.

Auf der B-Seite der schmissige Bayerischer Defilier-Marsch …

Na ja … und dann, als kleines Schmankerl die rotzfreche Fassung der Bayern Hymne von den Biermösl Blosn:

Sie erlangte bundesweite Bekanntheit, als sie 1981 – „versehentlich“ zum traditionellen Maibockanstich im Münchner Hofbräuhaus eingeladen – die Regierungspartei CSU in Zusammenhang mit der Massenverhaftung von Nürnberg vor den versammelten Ministern und Landtagsabgeordneten scharf kritisierten und so einen politischen Eklat verursachten.

An diesem Abend spielten sie dann auch ihre Fassung, die nun „Gott mit dir du Land der Baywa“ hieß … und ich vergess´ nie die fassungslosen Gesichter der CSU Obrigkeit …

Für lange, lange Zeit wurden sie fortan weder im Bayerischen Fernsehen noch im Bayerischen Rundfunk gesehen, bzw. gehört.

BiermöslBlosn

Die Biermösl Blosn, 1980

Aber zurück zu dieser Platte, eingespielt von der Keferloher Blasmusik und die Burschen
kommen natürlich aus Keferloh:

Der Weiler Keferloh ist ein Ortsteil von Grasbrunn im Landkreis München in Oberbayern. Er liegt an der historischen Salzstraße von Salzburg nach Augsburg und ist wegen des Keferloher Montags, seinen ehemals überregional bedeutenden Viehhandelstags am Montag nach dem Ägidiustag Anfang September bekannt.

Karte

Besetzung:
Keferloher Blasmusik

BayernHymne01

Titel:
01. Bayern Hymne (Kunz) 3.16
02. Bayerischer Defilier-Marsch (Scherzer) 2.41
+
03. Gott mit dir du Land der Baywa (Kunz/Well) 0.32

LabelB1

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Gott mit Dir, Du Land der BayWa,
deutscher Dünger aus Phosphat,
über Deinen weiten Fluren
liegt Chemie von fruah bis spat.
Und so wachsen Deine Rüben,
so ernährest Du die Sau;
Herrgott, bleib‘ dahoam im Himme,
mia habn Nitrophoska Blau!

FJS

Hüllentext einer anderen Schallplatte mit der Bayern Hymne

Helge Cramer u.a. – WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film (1986)

FrontCover

Am 26. April 1986 ereignet sich in Tschernobyl der GAU, dessen Folgen Wochen und Monate das tägliche Leben in Europa bestimmten.
Vor diesem Hintergrund bekam die öffentliche Diskussion um den geplanten Bau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage – WAA – im oberfänkischen Wackersdorf eine neue Dimension. Der bis dahin eher lokale Widerstand gegen dieses Vorhaben wurde zu einem nationalen Thema und manifestierte sich am 26./27. Juli 1986 beim 5. Anti-Waahnsinns-Festival als eine Demonstration mit 120.000 Teilnehmern:

WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 1986. Die Musikdokumentation entstand im Rahmen des Anti-WAAhnsinns-Festival in Burglengenfeld. Sie wurde durch die gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf zusammenarbeitenden Oberpfälzer Bürgerinitiativen finanziert. Alle Beteiligten verzichteten auf Lohn und Honorare.
Der Film lief nach seiner Fertigstellung auf mehreren Filmfestivals. Er wurde auf der Alpinale als Bester sozialkritischer Film ausgezeichnet. Eine 1987 durch Helge Cramer geschaffene, deutlich umfangreichere Video-Rekonstruktion des Gesamtmaterials wurde unter dem Titel Waahnrock ebenfalls auf mehreren Festivals gezeigt.

Der Film berichtet über das fünfte Anti-WAAhnsinns-Festival, das am 26. und 27. Juli 1986, nur 90 Tage nach der Katastrophe von Tschernobyl, in Burglengenfeld stattfand. Das Festival markierte den Höhepunkt der Bürgerproteste gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf. Mit rund 100.000 bis 120.000 Besuchern war es das bis dahin größte Rockkonzert der deutschen Geschichte.

Als Künstler wirkten unter anderen BAP, Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken, Rio Reiser, Herbert Grönemeyer, Haindling, Biermösl Blosn, Wolf Maahn und Die Toten Hosen mit. Der Film legt seinen Schwerpunkt auf die Auftritte der Musiker, zeichnet dabei aber auch das Umfeld nach, in dem die Veranstaltung stattfand.

Die Produktion war von Anfang an auf die Kooperation und das zeitlich parallele Schaffen der beteiligten Regisseure hin ausgelegt. Die Planung sah vor, dass der zu diesem Zeitpunkt im Umfeld des Rockpalast tätige Wagner die Aufzeichnung der Bühnenshow verantwortete, während der Journalist Heitkamp zunächst den Aufbau des Festivals dokumentierte und später die Ereignisse im Backstage-Bereich filmte. Cramer

Filmplakat

Filmplakat

dokumentierte den Großeinsatz der Polizei, fertigte das Material über die Protestierenden an und übernahm den Schnitt. Die Produktion wurde auf U-matic gedreht und geschnitten und später für die Kinos auf 35-mm-Film transferiert.(Quelle: wkipedia)

Der Spiegel schrieb damals Filmpremiere:
„Weihnachten ist auch für die Atomkraftgegner eine Zeit der Besinnung. „WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film“ fügt sich gut in diese Stimmung. In dieser Woche kommt die Dokumentation in die Kinos, die an das große Rockfestival erinnert, zu dem sich im vergangenen Juli mehr als 100000 Besucher in Burglengenfeld versammelt hatten.

Der Film (Regie Christian Wagner) zeigt Bilder von schikanösen Polizeikontrollen und solche, die seit Woodstock bekannt sind: Festivaliers im Schlafsackmorgendliches Zähneputzen im Zeltlager. Und auch die Musik glaubt man seit jenen fernen Tagen schon zu kennen. Prominente Vertreter der Richtung „deutscher Rock“, die manchem Popfreund ein Grausen ist, viele andere aber glücklich macht, sind dabei. Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken und „Bap“, Wolf Maahn und eine Endlos-Liste von Deutsch-Rockern spielen nun noch einmal im Kino auf. Alles vergeben, der Zweck heiligt die Mittel.“ (15. Dezember 1986)

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Und hier mal die Liste der Künstler/Akteure, die man in diesem Streifen zu sehen bekommt, und diese Liste ist wahrlich beeindruckend:

Wolfgang Ambros – Bap – Biermösl Blosn – Fritz Brause Band – Die Firma – Marian Gold – Chris McGregor – Herbert Grönemeyer – Anne Haigis – Haindling – Die Toten Hosen – Uli Hundt und der Wahnsinn – Frankfurter Kurorchester – Udo Lindenberg – Wolf Maahn und Unterstützung – Hedwig Mitteregger – Mo and the Gangsters of Love – Rio Reiser – Rodgau Monotones – Purple Schulz – Theatre du Pain und Hubertus Bensch – Eisi Gulp – Werner Kozwara – Freda Meissner-Blau – Helmut Ruge – Claudia Schenk – Pfarrer Andreas Schlagenhaufer – Günter Wallraff

Und eben fällt mir, dass ich ich in dieser Liste doch glatt noch den großartigen Kevin Coyne vergessen habe.

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Die Toten Hosen – noch ziemlich jung

Für die handwerkliche Qualität der Musikaufzeihnungen zeigte eben de Rockpalast Wagner und da weiß man schon was man hat.

Beeindruckend die Dokumentation rund um den Film … all diese gruseligen Bilder eines völlig überzogenen Verständnis von Staatsmacht – gewalt …

Daher mein Prädikat: Sehr empfehlenswert … eine zeitgeschichtliche Dokumentation von besonderer Güte !

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Rio Reiser + Campino

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