Toni Stepanek + seine fröhlichen Musikanten – Böhmische Blasmusik (1972)

FrontCover1Vermutlich war diese Amiga LP in der DDR alles andere als ein Verkaufserfolg … oder gar ein Ladenhüter …

Aber natürlich gab es auch in der DDR Menschen, deren Heimat eigentlich in Böhmen lag …

Böhmen (tschechisch Čechy, lateinisch Bohemia) war eines der Länder der Böhmischen Krone. Als ehemaliges Königreich Böhmen bildet es mit Mähren und Mährisch-Schlesien das Staatsgebiet des heutigen Tschechiens; Böhmen ist aber keine eigenständige administrative Einheit mehr. Die historische Hauptstadt Böhmens ist Prag, seit 1918 die Hauptstadt der Tschechoslowakei und Tschechiens. Der böhmische Landespatron ist der heilige Wenzel von Böhmen, dem die Wenzelskrone gewidmet ist. Als Böhmen (Plural von Böhme) werden unabhängig von ihrer Nationalität auch die Bewohner bezeichnet, obwohl die tschechische Sprache für den Böhmischen Sprachenkonflikt sorgte und bis zum Zerfall der Habsburgermonarchie als „böhmisch“ bezeichnet wurde.

Durch das Münchner Abkommen vom 29. September 1938 wurde gegen den Willen der Tschechoslowakei der vorwiegend deutschsprachige Teil Böhmens als Reichsgau Sudetenland dem Deutschen Reich zugeschlagen und in Stadt- und Landkreise eingeteilt; übergeordnet waren Regierungsbezirke. Das übrige Böhmen, seit 15. März 1939 im Protektorat Böhmen und Mähren, blieb weiterhin in politische Bezirke und Gerichtsbezirke eingeteilt, wobei allerdings mehrere politische Bezirke noch in einem Oberlandratsbezirk zusammengefasst wurden.

Im Reichsgau Sudetenland gab es fünf Stadtkreise und 52 Landkreise. Im Protektorat Böhmen und Mähren gab es 67 böhmische und 30 mährische politische Bezirke. Diese Verwaltungsgliederung galt bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Tschechien

Na ja … und dann gab es dort eben die „deutschböhmen“:

Der Begriff Deutschböhmen ist eine Sammelbezeichnung für die deutschsprachigen Bewohner Böhmens oder auch aller böhmischen Länder sowie für das Siedlungsgebiet dieser Bevölkerungsgruppe. In den zur böhmischen Krone gehörenden Ländern Mähren und Schlesien sprach man von Deutschmährern und Deutsch- oder Sudetenschlesiern im ehemaligen Österreichisch-Schlesien. Im 20. Jahrhundert wurde für diese Gruppierungen zunehmend der Begriff Sudetendeutsche geprägt.

Deutsche Siedler kolonisierten hauptsächlich im 12. und 13. Jahrhundert – im Zuge der deutschen Ostsiedlung aus Altbayern, Franken, Obersachsen, Schlesien und Österreich kommend – vor allem die Grenzgebiete Böhmens und Mährens. Später zogen Einwanderer aus deutschsprachigen Gebieten infolge der Hussitenkriege, Pestepidemien und des Dreißigjährigen Krieges in entvölkerte Landstriche Böhmens und Mährens. Weitere Zuwanderer kamen im Rahmen der Binnenwanderung aus deutschsprachigen Regionen der Habsburgermonarchie nach Böhmen, Mähren und Schlesien, teilweise kamen sie auch aus anderssprachigen Regionen der Habsburgermonarchie und assimilierten sich an die deutsche Sprache und Kultur.

Deutschböhmen

Während und nach der Einnahme durch amerikanische und sowjetische Truppen flüchteten viele Sudetendeutsche und es erfolgten „spontane Vertreibungen“ Deutscher aus dem Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei. Im Mai propagierte Edvard Beneš die Notwendigkeit der Entfernung der Deutschen und stieß damit eine Folge teilweise blutiger „wilder Vertreibungen“ an, durch die bis zu 800.000 Menschen ihre Heimat verloren. Durch das Beneš-Dekret 108 wurde der gesamte deutsche Besitz konfisziert. Im Jahr 1946 wurden weitere ca. 2.256.000 Menschen offiziell ausgesiedelt.

Postkarte

Interessant dann noch:

Berühmt sind die Böhmische Küche, das böhmische Bier und die böhmische Blasmusik. Typisch für die böhmische Küche sind Knödel, deftige Fleischgerichte und süße Mehlspeisen (in der österreichischen Wortbedeutung) als Nachtisch. Die kulturellen Traditionen Böhmens sind eng mit denen in Bayern und Österreich verwandt – in der Wiener Küche etwa sind böhmische Einflüsse unverkennbar.

Der Begriff „Bohème“ leitet sich von der französischen Bezeichnung „bohémien“ (ab dem 15. Jahrhundert) für die aus Böhmen kommenden Roma ab. Der Charakter der Herkunftsbezeichnung verlor sich im Französischen wie im Deutschen, so dass „bohémien“ zu einer Bezeichnung unordentlicher, liederlicher Sitten bzw. für die Lebensart in Künstlerkreisen wurde und sich nicht mehr auf die ethnische Zugehörigkeit bezog. (Quelle: wikipedia)

Böhmen1

Und hier eben mal böhmische Blasmusik … über den Toni Stepanek war nichts ein Erfahrung zu bringen und diese LP war für Amiga ganz sicher keine Herzensangelegenheit, betrachtet man sich mal das einfach nur lieblose BackCover …

Und mein Herzblut steckt ganz sicher nicht in der Blasmusik aus Böhmen.

Von daher bekommt diese Scheibe das Prädikat „ganz nett“.

Böhmen

Die böhmische Kultur ist in ihrer Vielfalt geprägt vom Zusammenwirken und Aufeinanderprallen von tschechischen, deutschen und jüdischen Einflüssen.

Besetzung:
Toni Stepanek + seine fröhlichen Musikanten

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Titel:
01. Pozdrav z hvozdu (Borovička) 1.57
02. Zabička Traditional) 1.52
03. Kladenska (Loos) 3.22
04. Pro Taničku (Loos) 2.27
05. Danuška (Fugner) 3.22
06. Valašska (Manas) 3.21
07. Já Ráda Tancuju (Vejvoda) 2.58
08. Staročeská Musika (Malina) 2.23
09. Karlovarská (Loos) 3.11
10. Pod Jednou Střechou  (Valdauf) 3.34
11. Tichou dědinou Vacek) 2.49
12. Hostivická (Tyrdy) 3.07
13. Koryčanska (Vacek) 3.06
14. Svoře k cili (Skorbak) 2.29

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Die weiß-blauen Ludwigs-Buam – Hits bei Bier und Weißwurst (1973)

frontcover1Nein, zwingend muss man diese Scheibe nicht haben, wirklich nicht.

Und Weißwurst mag ich auch nicht so sonderlich gerne. Die letzlich namenlose Blaskapelle versuchte mit diesem Album vermutlich eine Scheibe Erfolg  von den damals schonb recht populären „Hot Dogs“  abzuschneiden, quasi als „Hot Dogs“ für die armen Leute.

Entstanden ist dabei eine irgendwie krude Mischung aus Klassikern wie „Gloryland“ oder „When The Saints Go Marching In“ und Charterfolge wie „Popcorn“, „Eviva España“ oder ,,, oer … oder …

Und ein Jack White ist auch mit von der Partie.

Nun ja … wenn denn mal wieder die Biergarten- und Grillzeit begonnen hat … dann kann auch mal so eine Musik durchaus mal erheitern … Prost !

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Besetzung:
Die weiß-blauen Ludwigs-Buam

Titel:
01. Schöne Maid (White) 2.37
02. Michaela (Puschmann/Frankf.) 2.28
03. Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben (White/Kirsch/Jay) 3.18
04. Popcorn (Kingsley) 2.36
05. Gloryland (Traditional) 2.11
06. Ich fang für euch den Sonnenschein (White) 2.09
07. Eviva España (Caerts/Rozenstraten) 2.50
08. Es fährt ein Zug nach Nirgendwo (Anders/Jay) 3.58
09. Beautiful Sunday (Boones/McQueen)  2.44
10. Schön ist es auf der Welt zu sein (Twardy/Lilibert) 3.05
11.  When The Saints Go Marching In (Traditional) 2.27
12.  How Do You Do (Hemert/v.Hoof) 3.01

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