Blechschaden – BrassOmania (1998)

FrontCover1Also was „Blechschaden“ so veranstaltet, darf man getrost – verrückt, skurill, aberwitzig und genial – nennen:

Blechschaden ist ein Blechbläserensemble aus Deutschland.

Die Gruppe setzt sich aus den Blechbläsern der Münchner Philharmoniker zusammen, die bei den klassischen Konzerten der Philharmoniker für den weltweit berühmten, runden und schönen Klang verantwortlich sind, der als „Bruckner-Klang“ eine lange Tradition hat. Blechschaden wurde 1985 von Bob Ross gegründet. Das breit gefächerte Repertoire des Ensembles reicht von klassischer Musik über Unterhaltungs- und Rockmusik bis hin zu traditioneller Blasmusik.

Überregionale Aufmerksamkeit rief Blechschaden durch die tatkräftige Unterstützung bei den Heimspielen der Spielvereinigung Unterhaching in der ersten Bundesliga hervor. Die Solidarität mit der SpVgg Unterhaching reichte so weit, dass Blechschaden sich bei der Verleihung des ersten Echo Klassik den Preis nicht in der Live-Sendung im ZDF, sondern bei einem Bundesligaspiel in der Pause abholte. (Quelle: wikipedia)

Aber, um „Blechschaden“ zu verstehen, kommt man um den Gründer Bob Ross nicht herum:

Bob Ross (* 25. April 1954 in Kirkcaldy, Schottland) ist ein schottischer Hornist der Münchner Philharmoniker, Dirigent, Entertainer, Moderator sowie Gründer des Ensembles „Blechschaden“.

BobRossErste musikalische Erfahrungen sammelte der junge Bob Ross in seiner Heimatstadt als Mitglied verschiedener Brassbands (Blaskapellen), bevor er schließlich sein Musikstudium am Royal College of Music in Glasgow aufnahm. Dort lernte er nicht nur Horn spielen, er erhielt auch den Dirigier- und Kompositionspreis. Als Stipendiat des DAAD beendete Ross seine Ausbildung an der Musikhochschule in Köln, bevor er 1975 sein erstes Engagement als Hornist am Hessischen Staatstheater Wiesbaden erhielt. Nach einem kurzen Zwischenspiel beim Philharmonischen Orchester Essen landete der Schotte schließlich 1979 bei den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache.

1985 rief er das Ensemble Blechschaden ins Leben. Unter seinen Musikerkollegen fand er elf Gleichgesinnte, die sich für Brassmusik interessierten. Was als musikalischer Freizeitspaß begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem erfolgreichen Nebenjob mit etwa 50 Auftritten pro Jahr. Dafür mussten selbst die Bayreuther Festspiele, in deren Orchester er zwischen 1981 und 1986 spielte, auf Bob Ross verzichten. Konzerte von Blechschaden zeichnen sich durch die Verschmelzung von E- und U-Musik aus und sind durch den Humor und die energiegeladene Bühnenpräsenz ihres Dirigenten geprägt. Bereits zweimal, 1999 und 2002, erhielten Bob Ross und Blechschaden den begehrten Echo Klassik für ihre CDs „Brassomania“ und „Blechschaden in Blech“. 2007 kehrte er im Rahmen des Bayreuther Osterfestivals in die Wagner-Stadt zurück. Unter seiner musikalischen Leitung trat das Festival-Brass der Internationalen Jungen Orchesterakademie im Markgräflichen Opernhaus auf.

Seit 9. Januar 2011 präsentiert Bob Ross jeden Sonntagabend die Sendung Musikgeschichte(n) mit Bob Ross – Von der Knochenflöte bis zur Rockmusik auf BR-alpha, in der er die Zuschauer unterhaltsam durch die (europäische) Musikgeschichte führt. (Quelle: wikipedia)

Hier ihr drittes Album … und man muss es hören, um diese aberwitzige Kombination aus Barock, Beat, Volksmusik und Jazz zu geniessen.

Irgendwie vermute ich, dass so eine Musik nur möglich ist, wenn eine Schotte in München landet ….

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Besetzung:
Werner Binder (trumpet)
Dany Bonvin (trombone)
Hermann Göss (trumpet)
David Moltz (horn)
Arnold Riedhammer (drums, percussion)
Erich Rinner (trumpet)
Dankwart Schmidt (euphonium)
Guido Segers (trumpet)
Franz Unterrainer (trumpet)
Tom Walsh (tuba)
Bernhard Weiß (trombone)

Blechschaden

Titel:
01. Fanfare (Buxtehude) 0.34
02. Rocky – Gonna Fly Now (Conti) 2.30
03. Concerto für zwei Trompeten (Vivaldi) 2.52
04. Walküre für Blechschaden (Etzel/Wagner),3.25
05. Tiger Rag (La Rocca) 2.15
06. Beethovens`s Beano (Beethoven) 2.33
07. Marsch F-Dur KV 408 (Mozart) 2.32
08. Steingadener Musikantenmarsch (Traditional) 2.25
09. Czardas für Posaune solo (Monti) 3.40
10. Blue Brass (Etzel) 2.52
11. Zwiefache (Traditional) 3.02
12. Der Alpenblaus (Etzel)  3.13
13. Bad Medicine (Jovi/Sambora/Child) 2.10
14. Brassery (Etzel) 1.41
15. Carioca für Tuba solo (Youmans) 3.15
16. Hey Jude (Lennon/McCartney) 2.55
17. Drums & More (Riedhammer) 2.45
18. Time To Say Goodbye (Satori) 2.47
19. Bolero (Ravel) 4.39
20. Baumkirchner Jodler (Etzel) 2.46

CD1

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