Bravo (Zeitschrift) – Nr. 40 (1970)

TitelWie es dazu kam, dass ich diese Bravo-Ausgabe aus dem Jahr 1970 in meinem Keller – Fundus hatte … ich weiß es nicht mehr …

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mir diese Ausgabe damals gekauft habe … stand mein Sinn damals doch nach ganz anderen Musikgazetten …

Oder war ich tatsächlich an dem Artikel über Brian Jones interessiert ? Oder gar doch an all den Fragen rund um das Thema Sexualität ? Um Gottes Willen !

Und auch dieses Exemplar steht für jene bunte Bravo-Welt, die zwar einerseits damals sehr erfolgreich war, andererseits aber auch exemplarisch für jenen Illussionsjournalismus seht, der durchaus tragische Folgen haben konnte … jedenfalls dann, wenn man den bunten Versprechungen des Magazins Glauben schenkte.

Und von solchen Versprechungen: Das Heft strotzt nur davon … mir tun alle nur leid, die daran geglaubt haben …

Gelegentlich neige ich zum Gedanken, man müsste die Macher dieses Blattes eigentlich strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen …

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Wurde mit dieser Abbildung  gar latent homoerotische Phantasien befeuert ?

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Klar, der Günter Netzer … ,mit seinem Autofimmel …

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Die fand ich schon damals zum abgewöhnen …

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Die Zielgruppe für Bravo war wohl schon vornehmlich weiblich …

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Gib eine Beschriftung ein

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Die kennt man heute auch nicht mehr ….

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Legendär … der Dr. Sommer …

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Damals noch ziemlich überschaubar: Das Fernseh-Programm

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Eine solche Bier-Werbung … heute undenkbar, oder ?

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Was wurde wohl aus diesem „Bravo-Girl“ ?

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Diese „Lümmel“ – Filme fand ich schon damals  ziemlich unerträglich … (mit von der Partie: Ilja Richter….)

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Also wegen diesem Poster habe ich mir das Heft damals ganz sicher nicht gekauft …

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Die Rückseite des Heftes: Lex Barker war scheinbar noch immer angesagt

Bravo – Nr.17/1967 (März) (1967)

TitelTja, an dieser Zeitschrift kam man ne ganze Weile nicht vorbei, wenn man sich über Beatmusik und Schlager informieren wollte …

Die Zeitschrift Bravo (eigene Schreibweise: BRAVO; in Österreich auch das Bravo[-Heft], [-Magazin]) ist die größte Jugendzeitschrift im deutschsprachigen Raum. Sie erschien am 26. August 1956 zum ersten Mal (damals mit dem Untertitel „Die Zeitschrift für Film und Fernsehen“) und kostete 50 Pfennig.

Erfinder der Zeitschrift waren der Kolumnist Peter Boenisch und der Verleger Helmut Kindler. Die Startauflage betrug 30.000 Exemplare (laut Pressesprecherin der Bravo). Das Heft 13/57 erschien am 31. März 1957 mit dem neuen Untertitel „Die Zeitschrift mit dem jungen Herzen“ und dem Zusatz „Film, Fernsehen, Schlager“. Ab Heft 34/57 (13. August 1957, 200.000 Exemplare) gab es keine Untertitel mehr. Bis Mitte 1959 stieg die Anzahl der Exemplare auf 523.000 Stück.[2] Im April 1967 wurde BRAVO mit OK vereinigt und für kurze Zeit unter dem Titel BRAVO/OK geführt.

Seit 1968 erscheint sie jede Woche bei der Bauer Media Group, die ihren Hauptsitz in Hamburg hat; Redaktionssitz ist in München.

1979 erreichte das Magazin eine Druckauflage von 1.830.700 Exemplaren. 1996 wurden pro Ausgabe etwa 1,4 Millionen Hefte verkauft. Danach sank die Auflage auf heute durchschnittlich 224.722 verkaufte Exemplare pro Ausgabe (Stand 2. Quartal 2013).

Bravo01_1956Im April 2014 wurde bekannt, dass im Zuge von Sparmaßnahmen die Diplom-Sozialpädagogin Jutta Stiehler, die langjährige Leiterin des Dr.-Sommer-Teams, nach 16 Jahren bei Bravo entlassen worden ist; ebenso Christina Bigl, die Leiterin der Bravo-Fotoredaktion, und der Vize-Artdirector von Bravo-Girl.

Die Bravo behandelt Themen, die vornehmlich Jugendliche interessieren, darunter aktuelle Informationen über Stars aus Musik und Fernsehen. Daneben betreibt sie (Stand 2013) auch intensiv Beziehungs- und Sexualberatung (Ratgeberjournalismus).

Marie Louise Fischer (damals Erfolgsautorin einiger Liebesromane) gab von 1964 bis 1969 (unter den Pseudonymen „Dr. Christoph Vollmer“ und „Dr. Kirsten Lindstroem”) erste Ratschläge in Beziehungsfragen; z.B. schrieb sie die Serien Knigge für Verliebte und Liebe ohne Geheimnis.

Ab dem 20. Oktober 1969 beantwortete Martin Goldstein (Arzt, Psychotherapeut und Religionslehrer) unter dem (von der Redaktion erdachten) Pseudonym „Dr. Jochen Sommer“ Fragen der Jugendlichen rund um deren Sexualität. Goldstein hatte sich mit der Publikation Anders als bei Schmetterlingen als Jugend-Aufklärer einen Namen gemacht (auch weil er bis dato tabuisiertes Vokabular wie „Glied“ oder „Scheide“ verwendete). Für die speziell sexuellen Fragen schrieb er später als „Dr. Alexander Korff“, während „Dr. Sommer“ sich überwiegend psychologischen Problemen widmete. 1984 beendete er seine Tätigkeit als „Dr. Sommer“. 1986 übernahm Diplom-Sozialpädagogin Margit Tetz die Leitung des Dr.-Sommer-Teams.

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Bilder einer Ausstellung

Seit Beginn der 1970er Jahre beantwortet ein Team Fragen der Leser. Dabei betont die Redaktion, dass in diesem „Dr.-Sommer-Team“ weiterhin Experten arbeiten, zum Beispiel Gynäkologen, Kinder- und Jugendärzte und Jugendpsychologen. In der Hochphase gingen bei ‚Bravo‘ wöchentlich zwischen 3000 und 5000 Briefe zu Fragen der Pubertät und Sexualität ein, im Jahr 2006 waren es noch etwa 400 pro Woche. Ziel des Teams war es, jeden Brief zu beantworten.

1972 wurden zwei Ausgaben mit Artikeln zum Thema Selbstbefriedigung indiziert; sie wurden als jugendgefährdend eingestuft.

Die meisten Indizierungen der Zeitschrift geschahen im Zuge der Behandlung des Themas Sexualität. Doch in den 1990er Jahren kamen weitere Sachverhalte hinzu. So wurde beispielsweise die Ausgabe Nr. 21 vom 18. Mai 1995, weil u. a. in dem Artikel Love & Sex Report ’95, „sich eine 13jährige (juristisch noch ein Kind) nackt ablichten und ausfragen läßt“. Eine weitere Indizierung einer ‚Bravo‘ aus dem Jahr 1994 mit dem Fotoroman Im Bann des Teufels (über eine rituelle Vergewaltigung durch Satanisten) scheiterte knapp.

Im Jahr 1996 wurden die Ausgabe 8 vom 15. Februar wegen Abbildungen einer gewaltverherrlichenden (Kannibalismus) Bühnenshow und die Ausgabe 11 vom 7. März aufgrund eines pornographischen Liedtextes indiziert.

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Neben der Rubrik des Dr.-Sommer-Teams war der sogenannte Bravo-Starschnitt eine frühe Erfindung der Bravo. Bei diesem konnte man (wie bei einem Puzzle) die von Heft zu Heft erscheinenden einzeln auszuschneidenden Teile zusammenfügen und so ein Poster des Stars in Lebensgröße erhalten – ein Mittel zur Leserbindung. Die erste Starschnitt-Aktion fand 1959 statt und war ein Poster von Brigitte Bardot.

Auffallend an der Sprache der Bravo erscheinen relativ viele Anglizismen und „Denglisch“-Begriffe. Diese Entwicklung begann schon Mitte der 1980er Jahre.

‚Bravo‘ war – vor allem in den 1970er und 1980er Jahren – prägend und stilbildend für viele Jahrgänge von Jugendlichen. Das Heft wurde in einigen Schulen von den Lehrern konfisziert. Viele heutige Erwachsene verdanken ihre sexuelle Aufklärung fast vollständig den Artikeln des Dr.-Sommer-Teams, die sie damals lasen.

In die Kritik kam Bravo durch die Werbekooperation „Jobattacke“ mit der Bundesagentur für Arbeit. Der Deutsche Presserat sprach im März 2010 öffentliche eine Rüge aus. Bravo hatte in der als redaktionell gestalteten Rubrik an keiner Stelle kenntlich gemacht, dass es sich um Werbung der Bundesagentur handelte. Der Bundesrechnungshof rügte den Werbevertrag der Bundesagentur mit Bravo wegen seiner Intransparenz.

Im vierten Quartal 2012 lag die durchschnittliche verbreitete Auflage nach IVW bei 258.932 Exemplaren. Das sind 70.440 Exemplare pro Ausgabe weniger (−21,39 %) als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Abonnentenzahl nahm innerhalb eines Jahres um 8.066 Abonnenten auf durchschnittlich 53.127 pro Ausgabe ab (−13,18 %); damit bezogen rund 20,52 % der Leser die Zeitschrift im Abo. (Quelle: wikipedia)

Und hier nun ein Beispiel aus dem Jahr 1967 … mit u.a. einem Artikel über Mario Girotti … der etwas später als Terence Hill Furore machte. Ansonsten all die üblichen Artikel(chen)und Rubriken … die zumindest mir ein Schumzeln ins Gesicht zaubern … Aber damals war das alles wohl verdammt wichtig ! Und das Fernsehprogramm war so richtig schön überschaubar.

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