Jack Bruce – Bluesbass mit CD (1993)

TitelAls ich dieses Lehrheft für den Blues-Bass nach langer Zeit jetzt wieder in den Händen hatte, bekam ich feuchte Finger … ob all der Erinnerungen an meine Zeit, als ich als Bassist in so einigen Bands spielte …

Damals wie heute war ich ein großer Verehrer von Jack Bruce und ich bemühte mich einfach, Elemente seines Spiels zu kopieren … hätte man mir damals ein Zeugnis ausgestellt, wäre wohl die Zeile zu lesen gewesen sein“ „Er gab sich Mühe, das angestrebte Ziel zu erreichen … “

Nun, damals hatte ich ja auch nicht dieses Lehrbuch zur Hand … es entstand erst viele Jahre später.

Wenn ich mich recht entsinne, lebte Jack Bruce wohl Anfang der 90er Jahre in Deutschland … und so kam es wohl zu diesem Lehrbuch (das meines Wissens nie in England oder sonstwo veröffentlicht wurde):

„Bluesbass von Jack Bruce bietet Dir Training für Deine Blues-Basslines. Im Buch sind 35 beste Bluesbasslinien und 50 Blueslicks zu finden, die in jeder Situation passen. Ebenfalls sind in einer Blues Session sieben Songs live eingespielt worden, damit Du mitjammen kannst. Die Noten sind alle mit TAB dargestellt, damit auch Bassisten ohne Notenkenntnisse die richtigen Noten treffen.

Jack Bruce, der Altmeister des Blues und Rock, zeigt die besten Basslines und die Spieltechniken, Licks und Tricks der Top-Bluesbassisten. Ebenfalls werden viele Basslicks fürs Solospiel vermittelt. Abgerundet wird das ganze mit einer Bluestabelle, damit Du den Blues problemlos in allen Tonarten spielst.

Auf CD: alle Basslines zum Hören und Mitspielen und sieben Play Along-Songs, die live eingespielt wurden.“ (Verlagstext)

Für den aktiven Bassisten (er ich nicht mehr bin) ist in diesem Buch natürlich alles interessant, wer sich für Blues und Bassisten „nur so“ interessiert, findet hier viel einführende und erste Informationen.

So stellt z.B. Jack Bruce so etliche aus seiner Sicht stilbildende Bassisten kurz vor … ist ne feine Sache.

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Jack Bruce mit dem legendäre Gibson EB-3 Bass

Und hier noch weitere Lobpreisungen zu diesem Buch (86 Seiten):

Dieses Buch ermöglicht es Neulingen wie Fortgerschrittenen, ihre Fähigkeiten in Improvisation und allgemeiner Songbegleitung zu erweitern. Es führt den Leser über einfache Begleitungen bis hin zu komplexen Licks, die es dem Bassisten ermöglichen, seine Fähigkeiten effektiv zu erweitern. Die beiliegende CD ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zum Buch. Es macht einfach tierischen Spaß, mit Hilfe der CD zu üben und zu jammen. Sagt man nicht auch, Musik machen lernt man nur, indem man Musik macht?

Inspiriert unheimlich! Dieses Buch ist wirklich toll und macht auch nur mit der einfach, aber gelungen produzierten CD Sinn. Man wird wunderbar inspiriert von wirklich einfachen bis schwierigeren Übungen. Gut gefällt mir, dass man das Buch nicht chronologisch durcharbeiten muss, sondern dort beginnt zu üben, wo einem das Tonbeispiel zusagt. In den begleitenden Texten und im Anhang werden einem viele Bassisten und deren Bands vorgestellt. Der Umfang ist etwas knapp, aber für den Preis ist das ok.

Einwandfrei! Ja, da gibt es nichts zu bekritteln. Systematische Einführung in Blues, die wirklich Spaß macht. Keine virtuosen Eskapaden, sondern bodenständiger Blues. Allerdings, die Lick-Sammlung fand ich nicht so toll. Da sind einige gute Licks dabei, aber auch viele nicht so tolle Sachen. Ist aber vielleicht Geschmacksache.

Die CD (Laufzeit: 51 Minuten) enthält gute Aufnahmen, die man auf jeden Fall mit dazu nehmen sollte, um die Feinmechanik der Tracks zu spüren. Die ersten Seiten habe ich glatt durchgelesen und ohne eine Note zu spielen übersprungen. Einfach einsteigen, wo man für sich selbst noch Ideen holen mag. Manche Licks sind easy und effektiv, manche komplexer und knackig. Ich werde auf jeden Fall weiter machen und kann das Buch empfehlen.

Na also !

Übrigens die sog. „Live-Tracks“ (kompletter Quatsch übrigens, die wurden im Studio eingespielt, leider fehlen genauerere Angaben) sind nette Blues-Instrumentals, so mal nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt …

 

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Noten, so weit das Auge reicht …

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Unverzichtbar … dieser Walking Bass

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Sehr gut: Auch Colin Hodgkinson findet Erwähnung …

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Kommt natürlich besonders gut bei einem Bass-Solo

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Da hilft alles nix: Auch hier ist die Musiktheorie unverzichtbar …

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Hier natürlich nur ein Auszug aus Jack Bruce´s Empfehlungen

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Hiermacht Jack Bruce Werbung für andere Bassisten

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Die Rückseite des Buches

 

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Jack Bruce mit seinem Warwick frestless bass