Wagenbach Verlag – Zwiebel – Jahresalmanach und Gesamtverzeichnis 2014/2015 (2014)

TitelDer Verlag Klaus Wagenbach wurde 1964 von Klaus Wagenbach gegründet, beschäftigt heute 12 Mitarbeiter und veröffentlicht jährlich etwa 60 Bücher. Sitz ist Berlin. Der Umsatz des zu den mittleren Verlagen zu zählenden Unternehmens beträgt etwa 2 Millionen Euro. Ein literarischer Schwerpunkt des Verlags Klaus Wagenbach ist Italien.

Der Gründer des Verlages erlöste das Startkapital zur Verlagsgründung in Höhe von 100.000 DM aus dem Verkauf einer Wiese, die ihm sein Vater geschenkt hatte, sowie einiger beweglicher Güter seines Haushalts und den Einnahmen aus seinem zweiten Buch Franz Kafka in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Das Startkapital deckte jedoch lediglich die reinen Herstellungskosten der ersten elf Bücher und des kleinen Verlagsalmanachs – Miete und Gehälter, Vertriebs- und Vertreterkosten waren hierbei noch nicht eingeplant. Zu Beginn wurden die allgemeinen Grundsätze der eigenen Verlagsarbeit zusammen mit Autoren wie Günter Grass, Ingeborg Bachmann, Hans Werner Richter und Johannes Bobrowski festgelegt:

  • Die Arbeit des Verlags dient nicht dem Profit, sondern folgt den inhaltlichen Absichten.
  • Allen Autoren wird Honoraregalität auf höchstem Niveau und Absicherung vor Missbrauch ihrer Rechte gewährt, sowie ein Maximum an Selbstverwirklichung, Mitsprache und Information zugesichert.
  • Die Bücher dürfen nicht überteuert sein.
  • Die Leser sollen nicht nur durch Texte über die Bücher, sondern auch durch Auszüge aus den Büchern informiert werden, mit einem kostenlosen jährlichen Almanach „Zwiebel“.

Eine ausführlichere Verlagsgeschichte finden sich dann hier.

Und hier einer dieser kleine „Zwiebel“ Katalog aus jenem Jahr, in dem man voller Stolz das 50jährige Jubiläum feiern konnte.

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Eine illustre Gesellschaft feiert das 50jährige Jubiläum

Und blättert man durch dieses kleine Büchlein (66 Seiten) so kann einem nur der Mangel an Zeit ins Auge springen … zu gerne hätte man mehr davon, um sich da mal gemütlich dieser internationalen Literatur hinzugeben … *seufz*

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Noch ziemlich altmodisch …. Bestellmöglichkeit mittels Postkarte:

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Und hier der Band „Überzeugungstäter im Wandel der Zeit (2014)“:

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Trikont Verlag – Buch- und Schallplattenkatalog (1979)

TitelMit diesem Beitrag möchte ich eine neue Rubrik eröffnen, die ich mal „Buch- und Schallplatten-Kataloge“ nennen möchte.

Bei meinen Stöberaktionen im Keller bin ich nämlich auf einprallen Ordner mit Katalogen dieser Art gestoßen, natürlich Kataloge aus längst vergangenen Zeiten. Und mit einem Trikont-Katalog anzufangen ist nicht die schlechteste Idee:

Der Trikont Musikverlag ist ein Independent-Plattenverlag und Musiklabel aus München, das 1967 innerhalb des gleichnamigen Trikont-Verlages entstanden ist. 1980 löste sich der Verlag auf. In der Folge gründete sich das eigenständige Plattenlabel Trikont-Unsere Stimme-Our own Voice. Markenzeichen des Labels ist es, „Musik von unten“ zu veröffentlichen, die der vorherrschenden Expertenkultur sowie der kommerziellen Glätte entgegenwirken soll.

Das Label Trikont wurde Ende der 1960er Jahre ursprünglich als Buchverlag gegründet. Er galt als eines der bekanntesten Publikationshäuser der Protest- und Alternativ-Bewegung der 1968er Jahre. Einige Jahre später kam dann die Musik dazu. Zunächst wurden keine eigenen Platten produziert, sondern die von linken Künstlern, die anderswo erschienen waren, vertrieben: von Ton Steine Scherben, Pete Seeger und Barbara Dane.[

Beispiel18.jpgAls erste Trikont-Eigenproduktion erschien 1972 das Album Wir befreien uns selbst mit selbstkomponierten Liedern der Sponti-Gruppe Arbeitersache aus München, der die Mitglieder des Trikont-Verlagskollektivs angehörten.[4] Als zweites Album erschien 1974 auf Trikont Lieder von Frauen – Von heute an gibt’s mein Programm von „Frauengruppen aus München, Frankfurt und Darmstadt“.[5] Es war in Deutschland die erste LP mit explizit feministischen Liedern,[6] herausgegeben von „der Frauenoffensive im Trikont-Verlag“; einer Reihe des Verlags, aus der 1974 Frauenoffensive, der erste Frauenbuchverlag im deutschsprachigen Raum, entstand. Des Weiteren erschien auf Trikont 1977 mit Schwul von Warmer Südwind auch die erste deutschsprachige Rockplatte der Schwulenbewegung. 1980 trennten sich Verlag und Label, das eine eigenständige Firma wurde, mit Achim Bergmann als einzigem Gesellschafter: Trikont – Unsere Stimme – Our own Voice.

Das Trikont-Musiklabel legte im Laufe der Zeit einen Schwerpunkt auf bayerische Musik und veröffentlichten einerseits Künstler wie Georg Ringsgwandl oder Hans Söllner, andererseits Kompilationen mit älteren Aufnahmen wie die Reihe Stimmen Bayerns. Ein anderer Schwerpunkt lag auf musikhistorischen Samplern, beispielsweise mit finnischem Tango oder griechischem Rembetiko, Aufnahmen des Liedes La Paloma, äthiopischem Jazz oder Mariachi. In den letzten Jahren verlegte Trikont auch Künstler wie LaBrassBanda, Kinderzimmer Productions, Bernadette La Hengst und Attwenger. Etwa 500 Platten und CDs von Musikern und Bands haben das Haus in München-Giesing seit seiner Gründung verlassen.

Trikont-Stand mit Achim Bergmann vor der Uni München

Achim Bergmann  in den Siebzigerjahren mit einem Stand an der Uni München.

Achim Bergmann, der den Verlag führte (in den letzten Jahren zusammen mit seiner Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Eva Mair-Holmes), verstarb am 1. März 2018 im Alter von 74 Jahren. Eva Mair-Holmes, die den Verlag weiterführt, wurde im April 2018 mit dem Musikpreis der Landeshauptstadt München 2018 ausgezeichnet, der am 24. Juli im Münchner Volkstheater verliehen wurde. (Quelle: wikipedia)

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Der Trikont Verlag in München/Giesing

Und hier ein Katalog aus jenen Jahren, als Trikont noch Bücher und Schallplatten anbot, 1980 war dann damit (siehe oben) Schluß.

Dieser Katalog hatte quasi zwei Seiten, drehte man den Büchkatalog (damals noch der Schwerpunkt), so landete man schwupp-di-wupp zum Schallplatten-Katalog.

Und dieser Katalog gewährt einen gar wunderbaen Einblick in all jene Themen, die die damalige „links-alternative“ Szene bewegte …da lohnt sich das Blättern …

Und natürlich darf auch geschmunzelt werden über diese damaligen Idealisten …

Aber eines sollte man dabei nicht vergessen. Ohne diese Spinner hätte sich vermutlich weniger getan z.B. in Sachen Kernkraftwerke oder die Gleichstellung der Schwulen/Lesben … um von dem mühsamen Kampf um die Gleichstellung der Frau erst gar nicht zu reden.

Und auch in Sachen Heimat- wie Weltmusik war der Trikont-Verlag führend …

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Im Editorial ein flehentlicher Appell an die Leser nach finanzieller Unterstützung …

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Na klar, Indianer … aber diesmal politisch korrekt …

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Auch die sog. „Männerbewegung“ formierte sich …

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Na klar, Che Guevra, Jerry Rubin, Rainer Langhans & Fritz Teufel …

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Hier wird die aktuelle Diskussion des Verlages hinsichtlich ihrer zukünftigen Ausrichtung zur Debatte gestellt

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Unvergessen, der Walter Mossmann

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Michael Sallmann ist übrigens eine „ex-DDR-Liedermacher“

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Und noch so ein Klassiker der damaligen „alternativen“ Szene

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Und die „taz“ ging an den Start … und ist heute noch da…

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