Peter Bursch und die Bröselmaschine – I Feel Fine (1978)

FrontCover1Also, da hätten wir zum einen den Peter Bursch:

Peter Bursch (* 14. April 1949 in Duisburg) ist ein Gitarrist und Autor von Gitarrenbüchern. Er gilt als Deutschlands „Gitarrenlehrer der Nation“.

Peter Bursch spielt in seinen Musikprojekten All Star Band, Acoustic Nights und als Studiogitarrist unter anderem bei BAP und den Bläck Fööss. Seine 1969 gegründete, mehrfach aufgelöste und neu formierte Band Bröselmaschine steht seit 2005 wieder mit ihm auf der Bühne. Seit 1969 ist Bursch an verschiedenen Hochschulen und Akademien als Dozent tätig. In Duisburg leitet er im Stadtteil Duissern eine Musikschule. Darüber hinaus betätigte er sich auch als Autor für die politisch-satirische Zeitschrift Der Metzger.

Seine diversen Gitarrenbücher und Gitarrenschulen bieten, beginnend mit seinem 1975 erschienenen Gitarrenbuch, einen niederschwelligen Einstieg in das Gitarrenspiel. Dabei werden mit einem didaktisch durchdachten System abschnittsweise Lerninhalte (meist anhand von Tabulaturen) für das Selbststudium vermittelt.

Gitarrenbücher

Schon fast legendär: Die Gitarrenbücher des Peter Bursch

Die Gitarristen der Band Die Toten Hosen bekannten sich dazu, ihre ersten Kenntnisse auf der Gitarre durch Bücher von Bursch erlangt zu haben und dass seine Arrangements in ihr Debütalbum Opel-Gang eingeflossen sind.

Die Gitarrenbaufirma Martin stellte für Peter Bursch ein Signaturemodell her. Er ist der erste Deutsche, dem diese Ehre zuteil wurde (Quelle: wikipedia)

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Und dann natürlich „seine“ Bröselmaschine“:

Bröselmaschine ist eine Duisburger Band, die 1968 von Peter Bursch und Willi Kissmer gegründet wurde.

Die Bröselmaschine ging aus der 1966 gegründeten Folk-Band Les Autres hervor. Der Name der Band geht zurück auf eine Cannabis-Zerkleinerungsapparatur und das Geräusch eines Motorrads, das einem Freund des Bandmitgliedes Jenni Schücker gehörte. Die Bandmitglieder lebten in einer Kommune in Duisburg und gehörten Ende der 1960er Jahre zu den deutschen Rock-Bands der ersten Stunde. Zur ersten Besetzung gehörten Peter Bursch, Willi Kissmer, Lutz Ringer, Jenni Schücker, Michael Hellbach.

Bröselmaschine1980

Bröselmaschine, 1980 (mit Helge Schneider)

Die Band löste sich 1973 auf. 1974, 1975 und 1984 erfolgten Neuformationen. Seit Dezember 2005 steht die Band, initiiert durch einen WDR-Rockpalast-Fernsehmitschnitt[1] bei dem auch das ehemalige Bandmitglied Helge Schneider mitwirkte, wieder auf der Bühne. Aus der Formation von 1975 sind noch Peter Bursch und Detlef Wiederhöft dabei, Michael Dommers spielte in der Formation 1983. Langjähriger Schlagzeuger der Band war Waldo Karpenkiel. Tom Plötzer und Manni von Bohr sind seit 2005 Mitglieder, und Liz vervollständigte die Formation Ende 2014. Sie wurde mittlerweile durch Stella Tonon ersetzt. Ergänzt wird die Band durch Nippy Noya oder Pitti Hecht an Percussion-Instrumenten.

Im Mai 2008 veröffentlichte die Band eine DVD und eine CD, auf der Konzertmitschnitte des Burg-Herzberg-Festivals und des Rockpalast-Konzerts Bonn sowie Interviews zu sehen und zu hören sind.

Mit Indian Camel veröffentlicht die Band im Juni 2017 nach einjähriger Arbeit das erste Studioalbum nach 32 Jahren. Auf der Produktion wirken die Gäste Helge Schneider, Lulo Reinhardt und Nippi Noya mit.

Im Jahr 2018 feierte die Band das 50-jährige Bestehen mit verschiedenen Konzerten u. a. auf dem Herzberg Festival und mit einer großen Ausstellung in der Cubus Kunsthalle würdigte die Stadt Duisburg das langjährige Schaffen der Band.

Oktober 2019 veröffentlicht die Band mit Elegy ihr sechstes Studioalbum. Als Gäste wirken Helge Schneider (Sax) und Tamara Sidorova (Violine) mit. (Quelle: wikipedia)

Ticket

Und hier das dritte Album … es überrascht ein wenig, weil man sich – anders als bei den Vorgängeralben, deutlich rockiger gibt.

Und das klingt dann so richtig bravorös … Krautrock quasi in Perfektion … und selbst der Gesang vermag zu überzeugen … Sängerin Gundi Joecker kommt fast an die Inga Rumpf ran !

Fast schon überflüssig die Erwähnung, dass hier wieder mal eine musikalisch hochkarätige Besetzung zu hören ist.

Und ich kann mir nicht helfen … eine solche Musik verdient bei mir das Prädikat: zeitlos ! (Meine Töchter würden das allerdings wohl anderes sehen) … aber da viel Westcoast und Southern Rock Feeling („I Feel Fine“) drin ist, kann man mich ziemlich schnell begeistern.

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Besetzung:
Peter Bursch (guitar, sitar, waldzither, voals)
Klaus Dapper (flute, saxophone, tuba)
Mike Gosen (drums, percussion)
Gundi Joecker (vocals)
Willi Kissmer (guitar, vocals)
Detlef Wiederhöft (bass)
+
Waldo Karpenkiel (drums, percussion (bei 01. – 03. + 08.)

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Titel:
01. Elegy (Tradional) 2.50
02. Black, Brown & White Blues (Broonzy) 6.09
03. I Feel Fine (Lennon/McCartney) 5.07
04. Windy & Warm (Loudermilk) 2.25
05. Once I Had A Sweetheart (Traditional) 4.51
06. La Rotta (Italian Dance 16th Century) (Traditional) 3.59
07. Schiermonnikoog (Traditional) 3.55
08. Last Song For Shelby Jean (Bromberg) 5.20
09. Powder Rag (Birch) 2.05
+
10. I’m In Love With You (unbekannt) 3.43
11. Medley (unbekannt) 7.15

LabelB1

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Willi Kissmer

Willi Kissmer (* 21. Dezember 1951 in Duisburg; † 27. Juli 2018 ebenda)