Die 68er und die Folgen (3): Erich Rauschenbach – Reichtum ist was wunderbares – Cartoons für Manager (1996)

TitelEs mag ein wenig verwegen wirken, wenn ich nun den Erich Rauschenbach in diese Serie (die ja ihren Hintergrund darin hat, dass ein Alexander Dobrindt die Auffassung vertrat, 50 Jahre „68er“ sind genug) aufnehme, aber liest man sich nur ein paar Eckpunkte seiner Biographie durch …. wird das vielleicht ein wenig verständlicher:

Erich Rauschenbach (* 21. Mai 1944 in Lichtenstein) ist deutscher Cartoonist.

Nach einer Banklehre, Reiseleitertätigkeit und einem nicht abgeschlossenen Studium an der Pädagogischen Hochschule Berlin studierte Rauschenbach von 1969 bis 1973 Grafikdesign an der HdK Berlin.

Seitdem arbeitet er als freiberuflicher Karikaturist und Illustrator für Verlage, Zeitungen, Zeitschriften und das Fernsehen. Bisher erschienen über 50 Bücher seiner Cartoons.

Von 1994 an entstand eine Serie von mehr als 50 Acrylbildern („Alle meine Mädels“), die in Ausstellungen u.a. in Berlin (Lindencorso), Kassel (Caricatura), Greiz (Sommerpalais) und im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover (Juli – September 2005) gezeigt wurden.

Rauschenbach lebt in Berlin. (Quelle: wikipedia)

Erich RauschenbachAlso … wenn da einer im Jahre 1968 an der Pädagogischen Hochschule Berlin studierte … dann kann mir keiner sagen, dass er nicht von dem Geist jener Jahre erfasst wurde.

Und viele seiner späteren Cartoon-Bänden sprechen da auch ne klare Sprache  … über all die Widersprüchlichkeiten der „linken Szene“ kann man nur dann so fein humoristisch, karikierend berichten (bzw. die Feder schwingen), wenn man jene Geisteshaltung dieser Szenerie mehr als gut kennt.

Dies gilt insbeondere für all seine Werke, die sich mit dem Verhältnis der Geschlechter beschäft … hier lief er regelmässig zur Höchstform auf …  Kein Wunder, denn damals beschlossen ja so etliche Frauen, zum Halali gegen das Patriachat zu blasen.

Also: der Erich Rauschenbach ist für mich ein Kind der 68er … ohne wenn und aber …

In diesem Band bekommen nun die Manager ihr Fett ab … dabei bedient er sich eines allseits beliebten Stilmittels: Man konfrontiert den erfolgreichen Manager mit seinen Idealen der Jugend.

Das ist auf Dauer ein wenig ermüdend, von daher ist dies eher ein mittelmäßiger Rauschenbach … aber selbst ein eher mittelmäßiger Rauschenbach ist immer noch des Lesens wert … ganz, ganz sicher.

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Das Buch ohne Schutzhülle

 

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Johann Mayr – Die Zwillinge im Jahr 2001

Seine spitze Feder begleitet mich schon seit etlichen Jahrzehnten und Titelder dabei entstehende knackige Humor ist dann auch noch stets meine Kragenweite.

1956 in München geboren und aufgewachsen, arbeitete viele Jahre als
Gartenarchitekt, als Naturschutzbeauftragter und als Stadtplaner.
Ende der 80ger Jahre (aufgrund einer Wette) erste Cartoons in der Süddeutschen Zeitung.
Diverse Ausstellung in den 90gern, Cartoonbücher und Arbeiten für Zeitschriften und Tageszeitungen machen es möglich, die gut dotierte und krisensichere Stadtplanerstelle an den Nagel zu hängen und sich ausschließlich der Cartoonzeichnerei zu widmen.
In den Nullerjahren Zeichner und Co-Autor einer satirischen Fernsehserie im Bayerischen Fernsehen. Inzwischen über hundert verschiedene Cartoonbücher zu den unterschiedlichsten Themen. Lebt in München. (Selbstdarstellung).

Oder aber auch so:

geboren in München
neunzehnhundertsechsundfünfzig
aufgewachsen im Künstler-Schwabing
aber das sagt gar nichts
Volksschule und Gymnasium fördern Talent
nur durch dauerndes Zeichnen im Unterricht beides überlebt
arbeitet am Theater
als Kulissenschieber
jobbt als Ausfahrer, als Gärtner, Lodenmantelumbügler
studiert Landespflege
Diplom – Ingenieur
verfasst ein Handbuch, wie die Welt zu retten sei
unveröffentlicht
wird Graswurzelrevolutionär

Johann Mayr

kämpft gegen Atomkraftwerke, Großflughäfen und Raketen
fährt Fahrrad, weil das so schön langsam ist
baut eine Gärtnerkommune mit auf
wohnt in (neun) Wohngemeinschaften
will dann Einsiedlermönch werden
das misslingt
arbeitet als Biotopmanager
um die Welt zu retten
arbeitet jahrelang als Stadtplaner
um die Welt zu retten
heiratet, kriegt Kinder
um die Welt zu retten
sieht spät aber schlussendlich doch ein,
dass die Welt nicht so einfach zu retten ist!
Überlegt
sieht sich kritisch um
hat bisher genügend Stoff zum Zeichnen gesammelt
zeichnet
rechts
links
und freihändig
Aquarelle, Grafik, freie Arbeiten,
dann auch Cartoons
macht bei kleineren und größeren Ausstellungen mit
mehrere Cartoonbücher entstehen
veröffentlicht Cartoons in
Freundin, Bunte, Süddeutsche Zeitung, WAZ, TAZ, Handelsblatt,
Bioland, Natürlich, ADAC, Schöner Wohnen, Börsenblatt, Eulenspiegel …
und vielen anderen Zeitschriften
eine satirische Politsendung im Bayrischen Fernsehn
viele Cartoonbücher,
Sternzeichenkalender und -bücher
plant weitere Ausstellungen
in New York, Tokio und Ampermoching (weitere Selbstdarstellung der ausführlicheren Art)

Besonders bekannt sind seine Sternzeichen Jahreskalender … und obwohl ich mit der Astrologie eher nichts, aber auch gar nichts am Hut habe … kommt man gelegentlich nicht darum herum, dass so manche Charkatereigenschaften des jeweiligen Sternzeichens eiem irgendwie verdammt bekannt vorkommen.

Und nachdem ich Zwilling bin … ähm … räusper — verdammt noch mal, zuweilen bringt er doch bestimmte Charaktereigenschaften, die mir nicht fremd sind … mehr als treffend auf den Punkt …

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Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Genau .. so isses !

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Na ja, wie halt so die Rückseite eines Kalenders aussieht …

 

Uli Stein – Fröhliche Weihnachten (1987)

Titel01Und gleich noch ein Beitrag zu Weihnachten 2017 der humoristischen Art … Uli Stein und seine Ansichten zum Christfest …

Und wer ist Uli Stein ?
Uli Stein, 1946 geboren, ist der erfolgreichste und bekannteste Cartoonist Deutschlands. Nach dem Abi studierte er Pädagogik, entschied sich aber kurz vor dem Staatsexamen gegen eine Beamtenlaufbahn und begann zu fotografieren und zu schreiben. Seine Nonsens- und Satirentexte bescherten ihm eine eigene Sendung beim Saarländischen Rundfunk, bevor er eher nebenbei entdeckte, dass er die Pointen seiner komischen Einfälle mit dem Zeichenstift schneller auf den Punkt bringen konnte als mit vielen Worten.
So entstanden seine ersten Cartoons, deren Figuren im Laufe der Jahre zu den unverwechselbaren Charakteren wurden, die heute Millionen Menschen kennen und lieben. Seine Cartoons erschienen zuerst in Zeitungen und Zeitschriften, danach in Büchern und auf zahlreichen Produkten. Allein im deutschsprachigen Raum wurden mehr als elf Millionen Cartoonbücher von Uli Stein verkauft und viele der Bücher, die nicht selten in den Bestsellerlisten stehen, sind in andere Sprachen bis hin nach China und Korea übersetzt worden.

Und wann immer ich Uli Stein Cartoons sehe, frage mich, welche Gene mal wohl braucht, um auf derart treffenden Humor zu kommen … oder was hat er, was ich nicht habe …

Wie auch immer die Anwort lautet … ohne Uli Stein wäre das Leben sinnlos .. oder so … oder so ähnlich ….

Und natürlich nahm er sich auch des Themas Weihnachten an und spitzte seine Feder …

Hier ein paar Highlights … mehr davon in der Präsentation:

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UliSteinFröhlicheWeihnachten23