Franco Fossati – Das grosse illustrierte Ehapa Comic Lexikon (1992)

TitelDas nenn ich ne Fleißarbeit:

Diese Enzyklopädie bietet eine umfassende und aktuelle Übersicht über den Comic aus aller Welt. Sie präsentiert über 600 Figuren, die von ihrer Entstehung bis hin zu ihren neuesten Umsetzungen beschrieben werden. Viele Artikel sind den Zeichnern und Szenaristen gewidmet, die im Laufe eines Jahrhunderts dazu beigetragen haben, daß sich der Comic zu einer eigenständigen Kunstform entwickelte, die sogar das Kino, die Literatur und die bildenden Künste im Allgemeinen beeinflußte.
Großer Raum wurde den wichtigsten Zeitschriften, die die Comics in jeden Winkel der Welt verbreitet haben, und ausführlichen Abhandlungen über die Entstehung und Weiterentwicklung der Comics in den bedeutsamsten Ländern reserviert.
Auf zahlreichen Sonderseiten werden die verschiedenen Genres und Gattungen – Humor und Abenteuer, Science Fiction und Horror, Erotik und Krimi, Satire und Western – beschrieben und einzelne Themenbereiche wie Comic-Romanzen, die Vorläufer der Comics, der Sport im Comic und die Underground-Comix näher betrachtet. (www.comicguide.de)

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Natürlich ist diese Enzyklopädie längst hoffnungslos veraltetm neue Trends wie „Graphic Novels“ findet man hier noch nicht und ich hätte mir auch mehr über BRD/DDr Comics gewünscht … aber der internationale Ansatz ist dennoch faszinierend … Die Vielfalt dieser Kunstform ist schon beeindruckend.

Und natürlich begegnen uns hier viele der altbekannten und vertrauten Freunde aus früheren Jahren … einige sind mir ganz schön ans Herz gewachsen.

Viel Vergnügen beim stöbern !

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Was wäre Walt Disney ohne Carl Barks gewesen ?

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Unvergessen: Nick Knatterton

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Walt Disney

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Aus den ganz frühen Jahren des Comics

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Die sog. „Marvel“ Helden

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Das kann nur einer sein !

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Die Rückseite des Buches

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Spuk Geschichten – Heft Nr. 1 (Der Dämon von Venedig) (1978)

TitelNa endlich mal wieder so richtig gute alte Trivial- und Schundliteratur … wir tauchen in die Welt der Bastei-Comics … und diesmal wird es gruselig, denn hier geht´s um „Spuk-Geschichten“.

Spuk Geschichten war eine Comicserie, die von Juli 1978 bis April 1995 als Großband im Bastei-Verlag erschien. Aufgrund des großen Erfolges der Gespenster Geschichten veröffentlichte der Bastei Verlag mit den Spuk Geschichten seine zweite Gruselserie. 1995 wurde die Serie nach 492 Ausgaben eingestellt.

In jedem Heft wurden eine Geschichte mit Arsat, Der Magier von Venedig auf etwa 15 Seiten und zwei bis drei weitere Kurzgeschichten mit bis zu acht Seiten Umfang veröffentlicht.

Ein erster Nachdruck erfolgte von 1991 bis 1994 unter dem Titel Spuk Geschichten Sonderband im Taschenbuchformat mit insgesamt elf Bänden. Ein weiterer Nachdruck der Geschichten erfolge von 2001 bis 2002 unter dem Titel Arsat, der Dämonen Jäger in zwölf Großbänden.

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Weitere Ausgaben der Spuk Geschichten

1989 wurden zwei Hörspiele, Die Entführung und Das Totenschiff, mit einem Begleitheft veröffentlicht. (Quelle: wikipedia)

Hier das erste Heft dieser Comic-Serie (von Gastei gb´s früher schon mal auch die „Gespenster-Geschichten“)

Nun ja … die Stories, als da wären

  • Rätsel der Vergangenheit: Das Zauberelixier
  • Arsat, der Magier von Venedig
  • Der letzte Trick des Zauberkünstlers
  • Die Herrin der bösen Mächte

sind natürlich eher schlicht, aber zuweilen nett anzuschauen. Und die Hefte sind ganz sicher nicht nur für eher schlichte Gemüter, sondern sie dienen auch für kurzweilige Unterhaltung …

Und von daher versteht es sich fast von selbst, dass weitere Ausgaben folgen. Hier erstmal

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Die Rückseite des Heftes …. (ja, ja, die guten alten Bahnhofsbuchhandlungen)

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Käpt’n Sharky – Nr. 6 (Oktober-November) (2014)

TitelJetzt mal ein Comic- und Kinderheft, das noch nicht so viele Jahre auf dem Buckel hat.

Käpt’n Sharky ist eine Kinderbuch- und -hörspielreihe, die im Coppenrath Verlag erscheint. Die Illustrationen stammen von Silvio Neuendorf und die Texte von Jutta Langreuter. Käpt’n Sharky wurde in mehr als elf Sprachen übersetzt. Bisher sind neun Geschichten als Buch und Hörspiel veröffentlicht worden. Zugleich ist Käpt’n Sharky eine Merchandisingproduktreihe aus dem Coppenrath Verlag.

Und dann gibt es eben auch noch das Heft:

Zweimonatlich erscheint seit 2008 im Verlag Blue Ocean Entertainment das 36-seitige Comicmagazin Käpt’n Sharky. Die Zielgruppe sind Jungen im Alter von vier bis sieben Jahren, die verkaufte Auflage liegt bei etwa 43.400 Exemplaren.

Und hier eines dieser Comicmagazine …

Und auch wenn ich natürlich nicht zur Zielgruppe gehörte … mir gefällt, dass in dem Heft etliche Anregungen zu finden sind, damit die Kleinen selbst aktiv werden: Mir scheint, dass dies ein ganz wesentlicher Bestandteil der Kindheit ist und sein muss !

Und … ähm … na ja … Piraten finde ich ja immer noch Klasse …

Und ansonsten weiß die geneigte Leserschaft, was mit dem Heft als nächstes passiert: es wandert in die Tüte von Mitbringsel für meine Enkelkinder …

Die Beilage von „playmobil“ liegt nicht bei … zu „playmobil“ kommt aber später mal was und dann ist diese Beilage auch dabei.

 

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Und die Schlümpfe gibt es auch noch …

Georg Andreas Jacob + Agnès Borie – Walt Disneys Comics von Carl Barks (Barks Library 27) (1997)

TitelDie Comic-Forschung wäre vermutlich ein Stück ärmer, hätte es nicht diese wahrlich exquisite Edition gegeben:

Die Barks Library (kurz BL), seltener auch Carl Barks Library (kurz CBL) genannt, ist der Name einer Comicalbenreihe, die von 1992 bis 2004 bei Ehapa erschienen ist und in der die Gesammelten Werke von Carl Barks, von 1942 bis zum Ruhestand 1966 geschrieben und gezeichnet, erstmals vollständig auf Deutsch veröffentlicht wurden.

Im Januar 1992 startete der amerikanische Verlag Gladstone mit der Carl Barks Library of Walt Disney’s Comics and Stories in Color (CBLC-WDC) das Projekt, sämtliche Disney-Comics von Carl Barks in Farbe herauszugeben. Vorbild war die Carl Barks Library von Another Rainbow, die in den 1980ern in schwarz-weiß erschien. Ab Oktober 1992 erschien die deutsche Ausgabe, basierend auf der Übersetzung von Erika Fuchs.

Insgesamt sind in Deutschland 133 Bände in 8 Reihen erschienen. Die Geschichten wurden chronologisch geordnet und neu koloriert. Die Zusammenstellung der Alben weicht in den amerikanischen und den deutschen Reihen voneinander ab, da die amerikanischen Alben zum Teil einen deutlich geringeren Umfang hatten und deswegen die Gladstone-Reihen mehr Nummern umfassen.

Die Unterreihe „Fähnlein Fieselschweif“ enthält zum Großteil Material, für das Barks nur die Vorzeichnungen lieferte. Die beiden Reihen „Daisy Duck“ und „Oma Duck“ enthalten Geschichten, die Barks nur zeichnete, während die Textvorlagen von anderen Disney-Autoren stammten.

Neben den 51 Alben mit normalen Disney-Comics (BL-WDC) erschienen ab 1993 weitere 82 Bände in sieben Barks Library Special Reihen, die jeweils einem Bewohner Entenhausens gewidmet wurden. Während die 51 Bände der Hauptreihe im Wesentlichen die 1-2seitigen Kurzgeschichten und die 10-Seiter (engl. ten-pager) enthalten, die zwischen 1943 und 1966 monatlich in Walt Disney’s Comics & Stories erschienen waren, finden sich die längeren Abenteuergeschichten vor allem in den beiden Unterreihen Onkel Dagobert und Donald Duck. (Quelle: wikipedia)

Weitere Ausgaben

Weitere Ausgaben

Das muss man sich mal vorstellen. Alleine 51 Bände nur von dem Zeichner Carl Barks !

Ich konnte mal einen davon ergattern, als die Stadtbücherei München ein paar dieser Bände ausgemustert hat und man ihn kostenlos (gegen eine kleine Spende) mitnehmen konnte-… Da habe ich natürlich zugeschlagen.

Die Übersetzungen sind natürlich von Dr. Erika Fuchs (* 7. Dezember 1906 in Rostock; † 22. April 2005 in München) … jener grandiosen Pionierin der deutschen Comicsprache.

Ansonsten gibt es 5 Comicgeschichten aus der Feder von Carl Barks:

Carl Barks (* 27. März 1901 in der Nähe von Merrill, Oregon; † 25. August 2000 in Grants Pass, Oregon) war ein US-amerikanischer Comicautor und -zeichner sowie Cartoonist und Maler, der als der bekannteste Disneyzeichner gilt und zahlreiche Comic-Figuren des Disney-Kosmos wie Dagobert Duck erschuf. Durch seine Comics gilt er auch als Kultur- und Politikkritiker, wenngleich er dies stets abstritt. (Quelle: wikipedia)

Nun, wäre ich Duckianer … hätte ich vermutlich bereits alle Bände … bin ich aber nicht … dennoch … es macht Vergnügen, durch diesen Band 58 Seiten zu blättern.

 

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Schadenfreude war ja wohl ein Grundprinzip der Disney Comics

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Was habe ich ihn geliebt, diesen pfiffigen Daniel Düsentrieb

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Dagobert Duck … stets mit leicht cholerischen Zügen

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Silberpfeil – Der junge Häuptling (Comic) – Tödliche Flammen (Nr. 663) (1985)

TitelDie Schundliteratur, sie lebe hoch !

Silberpfeil – Der junge Häuptling (niederländisch Zilverpijl) ist ein Western-Comic um einen Indianer-Häuptling, der vom Bastei-Verlag in den Jahren 1970 bis 1988 in Deutschland herausgegeben wurde. Gezeichnet wurden die Comics von Frank Sels bzw. von dem von Sels gegründeten Zeichenstudio.

Titelheld Silberpfeil ist ein junger Indianerhäuptling vom Stamme der Kiowa. Zusammen mit seinem weißen Blutsbruder Falk, der jungen Squaw Mondkind und deren jungem Puma Tinka erlebt er zahlreiche Abenteuer. Mit von der Partie sind oft auch die beiden Waldläufer Jed und Harry. Auch Falks Onkel Jim Kent sowie Jeremias und Endo spielen öfter eine Rolle. In einer Ausgabe (Heft 62) erfolgt sogar ein Gastauftritt der Karl May-Figuren Winnetou und Old Shatterhand. Weitere Anfang der 70er Jahre sehr populäre Besucher sind die Cartwrights von der Ponderosa Ranch, aus der Serie Bonanza. Die gleichnamige Comicserie erschien ebenfalls im Bastei-Verlag.

Die Geschichten erschienen zunächst in der Zeitschrift Felix, später dann als eigenes Heft. Das Heft mit dem teilweise gelben Titel erschien jede Woche und kostete anfangs 1, später bis zu 3 Mark. Die durchgehend farbig gezeichneten Abenteuer waren realistisch gezeichnet. Von 1970 bis 1988 wurden 768 Hefte veröffentlicht, wobei gegen Ende öfter Nachdrucke früherer Geschichten erschienen sind. Wie auch bei anderen Bastei-Comics (Bessy, Felix, Wastl etc.) üblich, wurden nicht abverkaufte Hefte nochmals als Doppelhefte und Sonderbände (mit 3 bis 6 Einzelheften und Hardcover) in den Handel gebracht. Parallel dazu gab es von 1981 bis 1984 auch Taschenbücher über den jungen Häuptling, sie erschienen mit rotem Titel Silberpfeil zum Preis von ursprünglich 3 Mark (später 3,20 DM).

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Diverse „Silberpfeil“ Comics

Die Auflage des Comics lag bei bis zu 100.000 Exemplaren. Später erschienen die frühen Werke beim Wick Verlag. Die Titelbilder dazu zeichnet Ersel (Ernst Sels), der Sohn des Original-Zeichners Frank Sels.

Außer in Deutschland war Silberpfeil auch auf dem skandinavischen Markt erfolgreich. In Norwegen erscheinen noch immer Hefte von Sølvpilen. (Quelle: wikipedia)

Hier ein Abenteuer aus dem Jahr 1985 …

Indianerhäuptling Silberpfeil, die Squaw Mondkind und Blutbruder Falk retten einen vermeintlich Unschuldigen vom Galgen; er soll via Lynchjustiz baumeln …

Der Befreite allerdings ist ein arger Halunke und so entsteht ein „packendes Abenteuer“, bei dem drollige Puma Tinka  ebenfalls mit Löwenmut kämpft .. Aber lest selbst …

Und dann folgt noch eine weiteren Kurzgeschichte mit der feschen „Belle Star“ und ihren Lassokünsten.

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Die Rückseite des Heftes … Witzchen … nun ja … 

 

 

Comanche Nr. 1 – Red Dust (1991)

TitelUnd nun wieder mal ein Griff in die Comic-Kiste.

Durch Zufall verschlägt es Red Dust, einen rothaarigen Cowboy irischer Abstammung, in das verschlafene Nest Greenstone Falls in Wyoming. Er kommt auf der Triple Six Ranch der jungen Farmerin Comanche unter. Zusammen mit dem schrulligen Ten Gallons, dem Farbigen Toby und dem Greenhorn Clem bewirtschaftet und verteidigt er das Anwesen seiner Arbeitgeberin gegen Indianer und Viehdiebe. Als Red Dust einer Verbrecherbande das Handwerk legt, muss er ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung zieht es ihn weiter in den Westen, um der immer näher rückenden Zivilisation zu entgehen. Später kehrt er wieder zu Comanche und ihrer Ranch „666“ zurück.

Greg schrieb die Westernserie. Die Zeichnungen stammten von Hermann, der die Protagonisten letztmals 1985 auf einer Seite in Les aventures mystérieuses et rocambolesques de l’agent spatial zeichnete. Michel Rouge übernahm 1990 die zeichnerische Gestaltung. Das letzte Szenario wurde von Rodolphe zu Ende geschrieben. Die Serie erschien zwischen 1969 und 1980 in der belgischen[2] und zwischen 1969 und 1982 in der französischen Ausgabe von Tintin. Eine weitere Episode wurde 1990 in Hello Bédé veröffentlicht. Einige Kurzgeschichten kamen in Tintin Sélection und Super Tintin heraus. Die Alben veröffentlichte Le Lombard und Dargaud. Im deutschen Sprachraum begann die Veröffentlichung im alten Zack. Weitere Episoden brachte Koralle in Zack Parade[6] und Zack Comic Box heraus. Die ersten Alben erschienen in der Reihe Die großen Edel-Western von Ehapa (by wikipedia)

Hier der erste Band … und da hab ich doch glatt einen interessanten Text dazu gefunden:

Auftakt zu einem Western-Klassiker: Der erste Auftritt des Cowboys namens Red Dust ist zwar heroisch, aber nicht sonderlich glamourös. Inmitten der Prärie hält er sein Gewehr zum Gruß erhoben, um eine Pferdekutsche zu stoppen. Der Kutscher will ihn mitnehmen, sein Mitfahrer, ein professioneller Killer, hat jedoch andere Pläne. Er droht den Kutscher zu erschießen und ihn für die weitere Strecke durch Red Dust zu ersetzen. Auf dem letzten Panel der zweiten Seite fordert ihn Red Dust zum Duell, auf dem letzten Panel der dritten Seite stürzt der Killer getroffen zu Boden.

Was frühzeitig ein furioses Strukturprinzip erahnen lässt, führt zur antiklimaktischen und unglamourösen Wende: Auf dem letzten Panel der vierten Seite verscharrt Red Dust den Leichnam direkt am Wegesrand. Kein Westerner des alten Schlags müsste sich mit derartig profanen Aufgaben aufhalten. Er wüsste aber mit der Waffe ebenbürtig umzugehen, so wie ihm sein Gerechtigkeitsempfinden diktierte, wann er sie benutzen muss. Und es ist dieses Gerechtigkeitsempfinden, das Red Dust dazu veranlassen wird, fortan als Beschützer ihrer allseits bedrohten Ranch seine Dienste der jungen, titelgebenden Comanche zu überantworten.
1969 startete die Reihe des Teams Greg und Hermann in der 50. Ausgabe der Comiczeitschrift „Tintin“ und brachte es in dieser Besetzung auf insgesamt zehn Alben (denen, nachdem Hermann sich an seine eigene Serie „Jeremiah“ begab, fünf weitere mit dem Zeichner Rouge folgen sollten;

An ihrem rapide einsetzenden qualitativen Aderlass lässt sich indes nachvollziehen, wie stark das visuelle Erzähltalent Hermanns „Comanche“ bestimmte) und auch wenn sie für ein jugendliches, männliches Klientel konzipiert war, hinterließ sie doch Spuren im Genregerüst.

AlleAusgaben

Alles Ausgaben von „Comanche“ in einer Deluxe-Version

Das liegt vordergründig an der Habitualisierung der Figur des Red Dust, mehr aber noch an der Stilisierung des Settings durch die narrativen Mittel, auch wenn sie ambivalent bleiben. Zwar ist Red Dust mit den typischen Eigenschaften des Helden ausgestattet, bleibt als Figur jedoch durchgehend asexuell, wie auch seine Physiognomie keine charismatischen Züge trägt. Sein Handeln bleibt reaktiv (wie auch das aller anderen Figuren), seine moralische Haltung ist einzig aus seinen Taten ablesbar.

Der klassische Abenteurer übt sich in sexueller Askese, um seine Autonomie und Handlungsfähigkeit nicht von den „Gefahren“ der weiblichen Lust angetastet zu wissen. Er bewegt sich aber zugleich in einer degenerierten Welt, für deren Korrektur er verantwortlich ist, und hier zeugt bereits Hermanns äußerst filmisches Erzählen, dass er den Sphären des Italowesterns viel näher steht. Die schmutzigen Farben, die zerfurchten Gesichter, die ungewöhnlichen Außenseiter-Figuren, die die Triple Six-Farm Comanches bewohnen, die Allgegenwart von Korruption, Selbstjustiz, organisiertem Verbrechen und institutionalisierter Willkür – nichts davon bewahrt den Mythos des guten Westerns, sondern reiht sich ein in die Ankündigung einer seinen Anarchismus zähmenden Urbanität.

Transzendiert wird hier allerdings nichts, an den Konventionen des Gerüsts allenfalls gekratzt. „Comanche“ ist vielmehr beeindruckendes Dokument des gescheiterten Versuchs seine Entromantisierung mit dem Rückgriff auf Tradition anzukurbeln und deswegen amerikanischer als es ein Leone je sein konnte. (Quelle: tagesspiegel,de vom 11.10.2009)

Unabhängig davon … man kann sich an diesem Comic einfach auch nur mal erfreuen … wissend, dass ein Comic ein Comic ist ….
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Herman + Greg – Comanche – Das Geheimnis um Algermon Brown (1983/1995)

TitelZwischendurch immer wieder mal interessant … diese Comics für Erwachsene … und natürlich ist daraus inzwischen darau eine eigene Kunstrichtung entstanden und zwar mit fürchterlich vielen Verästelungen.
Gerne stelle ich mal diese Serie vor:
Comanche ist eine zwischen 1969 und 2002 erschienene frankobelgische Comicserie.
Durch Zufall verschlägt es Red Dust, einen rothaarigen Cowboy irischer Abstammung, in das verschlafene Nest Greenstone Falls in Wyoming. Er kommt auf der Triple Six Ranch der jungen Farmerin Comanche unter. Zusammen mit dem schrulligen Ten Gallons, dem Farbigen Toby und dem Greenhorn Clem bewirtschaftet und verteidigt er das Anwesen seiner Arbeitgeberin gegen Indianer und Viehdiebe. Als Red Dust einer Verbrecherbande das Handwerk legt, muss er ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung zieht es ihn weiter in den Westen, um der immer näher rückenden Zivilisation zu entgehen. Später kehrt er wieder zu Comanche und ihrer Ranch „666“ zurück.
Michel Régnier alias Greg (* 5. Mai 1931 in Ixelles/Elsene, Belgien; † 29. Oktober 1999)  schrieb die Westernserie. Die Zeichnungen stammten von Hermann Huppen (* 17. Juli 1938 in Bévercé), der die Protagonisten letztmals 1985 auf einer Seite in Les aventures mystérieuses et rocambolesques de l’agent spatial zeichnete. (Quelle: Wikipedia)

Hier präsentiere ich mal den Band 10 vor, der 1983 in Frankreich/Belgien erschien und dann 1995 in einer deutschen Übersetzung hierzulande veröffentlicht wurde.
HermanHuppen

Herman Huppen

Diese Serie hat ein paar Besonderheiten innerhalb dieses Genres… zum einen ist eine Frau („Comanche“) die Titelheldin … und die ist auch ganz schön pfiffig, wenngleich Mr. Red Dust die eigentliche Titelfigur ist. Bedauerlicherweise wird er hier als ein ziemlich asexuelles Wesen dargestellt … auch nicht üblich für Western dieser Art.

Und dann fällt auf, dass zumindest dieser Band eigentlich auch eine Detektiv-Sroy ist (nicht nur weil die Detektei Pinkerton mit von der Partie ist.

Hier geht´s also nicht nur um Action … sondern viel mehr um zusammenfügen von Indizien und Puzzleteilchen, um dann daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Von entscheidender Bedeutung ist dabei ein altes Modeheft …

Nun ja, und der Pinselstrich ist ja nun genau meine Kragenweite … von daher: ne feine Sache.
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Na endlich geht die Ballerei los …

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  Beispiel10
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Und endlich gibt’s ne Keilerei …

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Die Spur führt in die Vergangenheit

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Jetzt wird´s brenzlig für Comanche

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Darf natürlich nicht fehlen: Das klassische Feuer-Roß im Wilden Westen

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Beispiel20

Die Vorschau auf das nächste Heft