Käpt’n Sharky – Nr. 6 (Oktober-November) (2014)

TitelJetzt mal ein Comic- und Kinderheft, das noch nicht so viele Jahre auf dem Buckel hat.

Käpt’n Sharky ist eine Kinderbuch- und -hörspielreihe, die im Coppenrath Verlag erscheint. Die Illustrationen stammen von Silvio Neuendorf und die Texte von Jutta Langreuter. Käpt’n Sharky wurde in mehr als elf Sprachen übersetzt. Bisher sind neun Geschichten als Buch und Hörspiel veröffentlicht worden. Zugleich ist Käpt’n Sharky eine Merchandisingproduktreihe aus dem Coppenrath Verlag.

Und dann gibt es eben auch noch das Heft:

Zweimonatlich erscheint seit 2008 im Verlag Blue Ocean Entertainment das 36-seitige Comicmagazin Käpt’n Sharky. Die Zielgruppe sind Jungen im Alter von vier bis sieben Jahren, die verkaufte Auflage liegt bei etwa 43.400 Exemplaren.

Und hier eines dieser Comicmagazine …

Und auch wenn ich natürlich nicht zur Zielgruppe gehörte … mir gefällt, dass in dem Heft etliche Anregungen zu finden sind, damit die Kleinen selbst aktiv werden: Mir scheint, dass dies ein ganz wesentlicher Bestandteil der Kindheit ist und sein muss !

Und … ähm … na ja … Piraten finde ich ja immer noch Klasse …

Und ansonsten weiß die geneigte Leserschaft, was mit dem Heft als nächstes passiert: es wandert in die Tüte von Mitbringsel für meine Enkelkinder …

Die Beilage von „playmobil“ liegt nicht bei … zu „playmobil“ kommt aber später mal was und dann ist diese Beilage auch dabei.

 

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Und die Schlümpfe gibt es auch noch …

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Georg Andreas Jacob + Agnès Borie – Walt Disneys Comics von Carl Barks (Barks Library 27) (1997)

TitelDie Comic-Forschung wäre vermutlich ein Stück ärmer, hätte es nicht diese wahrlich exquisite Edition gegeben:

Die Barks Library (kurz BL), seltener auch Carl Barks Library (kurz CBL) genannt, ist der Name einer Comicalbenreihe, die von 1992 bis 2004 bei Ehapa erschienen ist und in der die Gesammelten Werke von Carl Barks, von 1942 bis zum Ruhestand 1966 geschrieben und gezeichnet, erstmals vollständig auf Deutsch veröffentlicht wurden.

Im Januar 1992 startete der amerikanische Verlag Gladstone mit der Carl Barks Library of Walt Disney’s Comics and Stories in Color (CBLC-WDC) das Projekt, sämtliche Disney-Comics von Carl Barks in Farbe herauszugeben. Vorbild war die Carl Barks Library von Another Rainbow, die in den 1980ern in schwarz-weiß erschien. Ab Oktober 1992 erschien die deutsche Ausgabe, basierend auf der Übersetzung von Erika Fuchs.

Insgesamt sind in Deutschland 133 Bände in 8 Reihen erschienen. Die Geschichten wurden chronologisch geordnet und neu koloriert. Die Zusammenstellung der Alben weicht in den amerikanischen und den deutschen Reihen voneinander ab, da die amerikanischen Alben zum Teil einen deutlich geringeren Umfang hatten und deswegen die Gladstone-Reihen mehr Nummern umfassen.

Die Unterreihe „Fähnlein Fieselschweif“ enthält zum Großteil Material, für das Barks nur die Vorzeichnungen lieferte. Die beiden Reihen „Daisy Duck“ und „Oma Duck“ enthalten Geschichten, die Barks nur zeichnete, während die Textvorlagen von anderen Disney-Autoren stammten.

Neben den 51 Alben mit normalen Disney-Comics (BL-WDC) erschienen ab 1993 weitere 82 Bände in sieben Barks Library Special Reihen, die jeweils einem Bewohner Entenhausens gewidmet wurden. Während die 51 Bände der Hauptreihe im Wesentlichen die 1-2seitigen Kurzgeschichten und die 10-Seiter (engl. ten-pager) enthalten, die zwischen 1943 und 1966 monatlich in Walt Disney’s Comics & Stories erschienen waren, finden sich die längeren Abenteuergeschichten vor allem in den beiden Unterreihen Onkel Dagobert und Donald Duck. (Quelle: wikipedia)

Weitere Ausgaben

Weitere Ausgaben

Das muss man sich mal vorstellen. Alleine 51 Bände nur von dem Zeichner Carl Barks !

Ich konnte mal einen davon ergattern, als die Stadtbücherei München ein paar dieser Bände ausgemustert hat und man ihn kostenlos (gegen eine kleine Spende) mitnehmen konnte-… Da habe ich natürlich zugeschlagen.

Die Übersetzungen sind natürlich von Dr. Erika Fuchs (* 7. Dezember 1906 in Rostock; † 22. April 2005 in München) … jener grandiosen Pionierin der deutschen Comicsprache.

Ansonsten gibt es 5 Comicgeschichten aus der Feder von Carl Barks:

Carl Barks (* 27. März 1901 in der Nähe von Merrill, Oregon; † 25. August 2000 in Grants Pass, Oregon) war ein US-amerikanischer Comicautor und -zeichner sowie Cartoonist und Maler, der als der bekannteste Disneyzeichner gilt und zahlreiche Comic-Figuren des Disney-Kosmos wie Dagobert Duck erschuf. Durch seine Comics gilt er auch als Kultur- und Politikkritiker, wenngleich er dies stets abstritt. (Quelle: wikipedia)

Nun, wäre ich Duckianer … hätte ich vermutlich bereits alle Bände … bin ich aber nicht … dennoch … es macht Vergnügen, durch diesen Band 58 Seiten zu blättern.

 

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Schadenfreude war ja wohl ein Grundprinzip der Disney Comics

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Was habe ich ihn geliebt, diesen pfiffigen Daniel Düsentrieb

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Dagobert Duck … stets mit leicht cholerischen Zügen

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Silberpfeil – Der junge Häuptling (Comic) – Tödliche Flammen (Nr. 663) (1985)

TitelDie Schundliteratur, sie lebe hoch !

Silberpfeil – Der junge Häuptling (niederländisch Zilverpijl) ist ein Western-Comic um einen Indianer-Häuptling, der vom Bastei-Verlag in den Jahren 1970 bis 1988 in Deutschland herausgegeben wurde. Gezeichnet wurden die Comics von Frank Sels bzw. von dem von Sels gegründeten Zeichenstudio.

Titelheld Silberpfeil ist ein junger Indianerhäuptling vom Stamme der Kiowa. Zusammen mit seinem weißen Blutsbruder Falk, der jungen Squaw Mondkind und deren jungem Puma Tinka erlebt er zahlreiche Abenteuer. Mit von der Partie sind oft auch die beiden Waldläufer Jed und Harry. Auch Falks Onkel Jim Kent sowie Jeremias und Endo spielen öfter eine Rolle. In einer Ausgabe (Heft 62) erfolgt sogar ein Gastauftritt der Karl May-Figuren Winnetou und Old Shatterhand. Weitere Anfang der 70er Jahre sehr populäre Besucher sind die Cartwrights von der Ponderosa Ranch, aus der Serie Bonanza. Die gleichnamige Comicserie erschien ebenfalls im Bastei-Verlag.

Die Geschichten erschienen zunächst in der Zeitschrift Felix, später dann als eigenes Heft. Das Heft mit dem teilweise gelben Titel erschien jede Woche und kostete anfangs 1, später bis zu 3 Mark. Die durchgehend farbig gezeichneten Abenteuer waren realistisch gezeichnet. Von 1970 bis 1988 wurden 768 Hefte veröffentlicht, wobei gegen Ende öfter Nachdrucke früherer Geschichten erschienen sind. Wie auch bei anderen Bastei-Comics (Bessy, Felix, Wastl etc.) üblich, wurden nicht abverkaufte Hefte nochmals als Doppelhefte und Sonderbände (mit 3 bis 6 Einzelheften und Hardcover) in den Handel gebracht. Parallel dazu gab es von 1981 bis 1984 auch Taschenbücher über den jungen Häuptling, sie erschienen mit rotem Titel Silberpfeil zum Preis von ursprünglich 3 Mark (später 3,20 DM).

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Diverse „Silberpfeil“ Comics

Die Auflage des Comics lag bei bis zu 100.000 Exemplaren. Später erschienen die frühen Werke beim Wick Verlag. Die Titelbilder dazu zeichnet Ersel (Ernst Sels), der Sohn des Original-Zeichners Frank Sels.

Außer in Deutschland war Silberpfeil auch auf dem skandinavischen Markt erfolgreich. In Norwegen erscheinen noch immer Hefte von Sølvpilen. (Quelle: wikipedia)

Hier ein Abenteuer aus dem Jahr 1985 …

Indianerhäuptling Silberpfeil, die Squaw Mondkind und Blutbruder Falk retten einen vermeintlich Unschuldigen vom Galgen; er soll via Lynchjustiz baumeln …

Der Befreite allerdings ist ein arger Halunke und so entsteht ein „packendes Abenteuer“, bei dem drollige Puma Tinka  ebenfalls mit Löwenmut kämpft .. Aber lest selbst …

Und dann folgt noch eine weiteren Kurzgeschichte mit der feschen „Belle Star“ und ihren Lassokünsten.

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Die Rückseite des Heftes … Witzchen … nun ja … 

 

 

Comanche Nr. 1 – Red Dust (1991)

TitelUnd nun wieder mal ein Griff in die Comic-Kiste.

Durch Zufall verschlägt es Red Dust, einen rothaarigen Cowboy irischer Abstammung, in das verschlafene Nest Greenstone Falls in Wyoming. Er kommt auf der Triple Six Ranch der jungen Farmerin Comanche unter. Zusammen mit dem schrulligen Ten Gallons, dem Farbigen Toby und dem Greenhorn Clem bewirtschaftet und verteidigt er das Anwesen seiner Arbeitgeberin gegen Indianer und Viehdiebe. Als Red Dust einer Verbrecherbande das Handwerk legt, muss er ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung zieht es ihn weiter in den Westen, um der immer näher rückenden Zivilisation zu entgehen. Später kehrt er wieder zu Comanche und ihrer Ranch „666“ zurück.

Greg schrieb die Westernserie. Die Zeichnungen stammten von Hermann, der die Protagonisten letztmals 1985 auf einer Seite in Les aventures mystérieuses et rocambolesques de l’agent spatial zeichnete. Michel Rouge übernahm 1990 die zeichnerische Gestaltung. Das letzte Szenario wurde von Rodolphe zu Ende geschrieben. Die Serie erschien zwischen 1969 und 1980 in der belgischen[2] und zwischen 1969 und 1982 in der französischen Ausgabe von Tintin. Eine weitere Episode wurde 1990 in Hello Bédé veröffentlicht. Einige Kurzgeschichten kamen in Tintin Sélection und Super Tintin heraus. Die Alben veröffentlichte Le Lombard und Dargaud. Im deutschen Sprachraum begann die Veröffentlichung im alten Zack. Weitere Episoden brachte Koralle in Zack Parade[6] und Zack Comic Box heraus. Die ersten Alben erschienen in der Reihe Die großen Edel-Western von Ehapa (by wikipedia)

Hier der erste Band … und da hab ich doch glatt einen interessanten Text dazu gefunden:

Auftakt zu einem Western-Klassiker: Der erste Auftritt des Cowboys namens Red Dust ist zwar heroisch, aber nicht sonderlich glamourös. Inmitten der Prärie hält er sein Gewehr zum Gruß erhoben, um eine Pferdekutsche zu stoppen. Der Kutscher will ihn mitnehmen, sein Mitfahrer, ein professioneller Killer, hat jedoch andere Pläne. Er droht den Kutscher zu erschießen und ihn für die weitere Strecke durch Red Dust zu ersetzen. Auf dem letzten Panel der zweiten Seite fordert ihn Red Dust zum Duell, auf dem letzten Panel der dritten Seite stürzt der Killer getroffen zu Boden.

Was frühzeitig ein furioses Strukturprinzip erahnen lässt, führt zur antiklimaktischen und unglamourösen Wende: Auf dem letzten Panel der vierten Seite verscharrt Red Dust den Leichnam direkt am Wegesrand. Kein Westerner des alten Schlags müsste sich mit derartig profanen Aufgaben aufhalten. Er wüsste aber mit der Waffe ebenbürtig umzugehen, so wie ihm sein Gerechtigkeitsempfinden diktierte, wann er sie benutzen muss. Und es ist dieses Gerechtigkeitsempfinden, das Red Dust dazu veranlassen wird, fortan als Beschützer ihrer allseits bedrohten Ranch seine Dienste der jungen, titelgebenden Comanche zu überantworten.
1969 startete die Reihe des Teams Greg und Hermann in der 50. Ausgabe der Comiczeitschrift „Tintin“ und brachte es in dieser Besetzung auf insgesamt zehn Alben (denen, nachdem Hermann sich an seine eigene Serie „Jeremiah“ begab, fünf weitere mit dem Zeichner Rouge folgen sollten;

An ihrem rapide einsetzenden qualitativen Aderlass lässt sich indes nachvollziehen, wie stark das visuelle Erzähltalent Hermanns „Comanche“ bestimmte) und auch wenn sie für ein jugendliches, männliches Klientel konzipiert war, hinterließ sie doch Spuren im Genregerüst.

AlleAusgaben

Alles Ausgaben von „Comanche“ in einer Deluxe-Version

Das liegt vordergründig an der Habitualisierung der Figur des Red Dust, mehr aber noch an der Stilisierung des Settings durch die narrativen Mittel, auch wenn sie ambivalent bleiben. Zwar ist Red Dust mit den typischen Eigenschaften des Helden ausgestattet, bleibt als Figur jedoch durchgehend asexuell, wie auch seine Physiognomie keine charismatischen Züge trägt. Sein Handeln bleibt reaktiv (wie auch das aller anderen Figuren), seine moralische Haltung ist einzig aus seinen Taten ablesbar.

Der klassische Abenteurer übt sich in sexueller Askese, um seine Autonomie und Handlungsfähigkeit nicht von den „Gefahren“ der weiblichen Lust angetastet zu wissen. Er bewegt sich aber zugleich in einer degenerierten Welt, für deren Korrektur er verantwortlich ist, und hier zeugt bereits Hermanns äußerst filmisches Erzählen, dass er den Sphären des Italowesterns viel näher steht. Die schmutzigen Farben, die zerfurchten Gesichter, die ungewöhnlichen Außenseiter-Figuren, die die Triple Six-Farm Comanches bewohnen, die Allgegenwart von Korruption, Selbstjustiz, organisiertem Verbrechen und institutionalisierter Willkür – nichts davon bewahrt den Mythos des guten Westerns, sondern reiht sich ein in die Ankündigung einer seinen Anarchismus zähmenden Urbanität.

Transzendiert wird hier allerdings nichts, an den Konventionen des Gerüsts allenfalls gekratzt. „Comanche“ ist vielmehr beeindruckendes Dokument des gescheiterten Versuchs seine Entromantisierung mit dem Rückgriff auf Tradition anzukurbeln und deswegen amerikanischer als es ein Leone je sein konnte. (Quelle: tagesspiegel,de vom 11.10.2009)

Unabhängig davon … man kann sich an diesem Comic einfach auch nur mal erfreuen … wissend, dass ein Comic ein Comic ist ….
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Herman + Greg – Comanche – Das Geheimnis um Algermon Brown (1983/1995)

TitelZwischendurch immer wieder mal interessant … diese Comics für Erwachsene … und natürlich ist daraus inzwischen darau eine eigene Kunstrichtung entstanden und zwar mit fürchterlich vielen Verästelungen.
Gerne stelle ich mal diese Serie vor:
Comanche ist eine zwischen 1969 und 2002 erschienene frankobelgische Comicserie.
Durch Zufall verschlägt es Red Dust, einen rothaarigen Cowboy irischer Abstammung, in das verschlafene Nest Greenstone Falls in Wyoming. Er kommt auf der Triple Six Ranch der jungen Farmerin Comanche unter. Zusammen mit dem schrulligen Ten Gallons, dem Farbigen Toby und dem Greenhorn Clem bewirtschaftet und verteidigt er das Anwesen seiner Arbeitgeberin gegen Indianer und Viehdiebe. Als Red Dust einer Verbrecherbande das Handwerk legt, muss er ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung zieht es ihn weiter in den Westen, um der immer näher rückenden Zivilisation zu entgehen. Später kehrt er wieder zu Comanche und ihrer Ranch „666“ zurück.
Michel Régnier alias Greg (* 5. Mai 1931 in Ixelles/Elsene, Belgien; † 29. Oktober 1999)  schrieb die Westernserie. Die Zeichnungen stammten von Hermann Huppen (* 17. Juli 1938 in Bévercé), der die Protagonisten letztmals 1985 auf einer Seite in Les aventures mystérieuses et rocambolesques de l’agent spatial zeichnete. (Quelle: Wikipedia)

Hier präsentiere ich mal den Band 10 vor, der 1983 in Frankreich/Belgien erschien und dann 1995 in einer deutschen Übersetzung hierzulande veröffentlicht wurde.
HermanHuppen

Herman Huppen

Diese Serie hat ein paar Besonderheiten innerhalb dieses Genres… zum einen ist eine Frau („Comanche“) die Titelheldin … und die ist auch ganz schön pfiffig, wenngleich Mr. Red Dust die eigentliche Titelfigur ist. Bedauerlicherweise wird er hier als ein ziemlich asexuelles Wesen dargestellt … auch nicht üblich für Western dieser Art.

Und dann fällt auf, dass zumindest dieser Band eigentlich auch eine Detektiv-Sroy ist (nicht nur weil die Detektei Pinkerton mit von der Partie ist.

Hier geht´s also nicht nur um Action … sondern viel mehr um zusammenfügen von Indizien und Puzzleteilchen, um dann daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Von entscheidender Bedeutung ist dabei ein altes Modeheft …

Nun ja, und der Pinselstrich ist ja nun genau meine Kragenweite … von daher: ne feine Sache.
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Na endlich geht die Ballerei los …

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Und endlich gibt’s ne Keilerei …

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Die Spur führt in die Vergangenheit

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Jetzt wird´s brenzlig für Comanche

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Darf natürlich nicht fehlen: Das klassische Feuer-Roß im Wilden Westen

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Die Vorschau auf das nächste Heft

Deutsches Mad – Nr. 231 (Juli 1988)

titelEingedenk der Tatsache, dass wir auf den Höhepunkt der närrischen Zeit zusteuern, kam mir dieses Heft gerade recht:

Die Amis haben uns ja nicht nur mit Coca Cola, Jazz und Rock N Roll beglückt, nein, es gab dann auch noch des völlig durchgeknallte Magazin „Mad“:

MAD ist ein US-amerikanisches Satiremagazin. Es wird außerhalb der USA auch in vielen anderen Ländern herausgegeben.

Im Sommer 1952 brachten die amerikanischen Comic-Verleger Harvey Kurtzman und William M. Gaines die erste Ausgabe der Zeitschrift MAD, damals noch unter dem Titel Tales Calculated To Drive You Mad, heraus. Was zunächst als Parodie auf klassische Superhelden-Comics gedacht war, entwickelte sich bald zu einem Satire-Magazin, das sich über Politik, Gesellschaft, Film und Fernsehen lustig machte. 1956 erschien auf dem Titelblatt von MAD zum ersten Mal ein grinsendes Gesicht mit Segelohren, Sommersprossen und Zahnlücke: Alfred E. Neumann, gezeichnet von Norman Mingo und Frank Kelly Freas. Seitdem ist er der Coverboy der Zeitschrift und auf fast jeder Ausgabe zu sehen. Die Figur an sich ist viel älter und das Bild des Jungen wurde schon im 19. Jahrhundert auf Postkarten publiziert.

Im Verlauf der Jahre wurde MAD zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Kultur. Viele der Zeichner, Charaktere und Rubriken sind legendär (Don Martin, Dave Berg, Al Jaffee, Spion & Spion, das Faltbild, Sergio Aragonés etc.). Berühmtheit erlangte das Magazin vor allem auch durch Mort Druckers satirisch-überdrehte Parodien auf aktuelle Kinofilme und Fernsehserien. „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ war der erste und letzte Film, der vom MAD-Magazin gelobt wurde.

neumann01In den USA ist im Juni 2009 die 500. Ausgabe erschienen. Gleichzeitig wurde die Erscheinungsweise von monatlich auf vierteljährlich umgestellt.

Das erste deutsche MAD erschien im September 1967 (ISSN 0723-9289). Da es auf dem deutschen Markt guten Absatz fand, konnte die Auflage rasch gesteigert werden. Nach 32 Ausgaben wurde Herbert Feuerstein Chefredakteur des Magazins und prägte dessen Stil maßgeblich, woran seit 1975 auch der textende Zeichner Ivica Astalos großen Anteil hatte. Ein wichtiges Merkmal des deutschen MAD war, dass auch deutschsprachige Autoren und Zeichner (I. Astalos, Dieter Stein, Nils Fliegner, Rolf Trautmann und Gunther Baars) Beiträge verfassten und MAD somit einen deutschen Anstrich verliehen.

In den 1970er Jahren wurde die Zeitschrift auch im deutschsprachigen Raum endgültig zum Kult. Einige von Feuerstein geschaffene, sogenannte Inflektive („lechz“, „würg“) wurden fester Bestandteil der Jugendsprache. 1992 verließ Feuerstein die Zeitschrift zugunsten seiner TV-Karriere. Anfang der 1990er Jahre ging die Auflage von 300.000 auf 30.000 Exemplare zurück. Der Verleger Klaus Recht führte das Heft noch drei Jahre weiter, ehe es 1995 nach 300 Ausgaben eingestellt wurde, was vor allem auf das mangelnde Interesse der jungen, fernsehverwöhnten Generation zurückgeführt wurde.

Am 7. Oktober 1998 wagte der Stuttgarter Dino-Verlag einen Neuanfang und brachte ein neues deutsches MAD heraus, das bis zum Dezember 2009 monatlich erschien und seit Februar 2010 alle zwei Monate herausgegeben wird. Im Gegensatz zum früheren deutschen MAD ist die neue Ausgabe nicht mehr frei von Werbung und durchgängig farbig.

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Herbert Feuerstein

Seit dem 31. Dezember 2002 wird das MAD-Magazin von der Panini Verlags GmbH herausgegeben, die den Dino-Verlag übernommen hat. Zuständige Redakteure sind Mathias Ulinski und Jo Löffler.

Mit der 100. Ausgabe des MAD-Magazins ist im Dezember 2006 eine Spezialausgabe erschienen, die den doppelten Umfang an Seiten hat. Im Januar 2007 erschien das dreizehnte Spezialmagazin mit dem Besten aus 100 Ausgaben.

Als Kernzielgruppe benennt der Verlag 13- bis 18-jährige Jungen, die verkaufte Quartalsauflage lag im zweiten Quartal 2012 bei knapp unter 22.000 Exemplaren (laut IVW II/2012)[3] und ist seit Jahren rückläufig. Seit dem 3. Quartal 2012 werden die Verkaufszahlen nicht mehr der IVW gemeldet.

gedenktellerDas deutsche MAD hat seit der Wiederauferstehung im Jahr 1998 bisher 154 Ausgaben (Stand September 2013) erreicht.

Der Condor Verlag gab in den Jahren 1975 bis 1982 das Magazin KAPUTT – Das Mazagin für unterdrückte Lebensfreude heraus, das von Aufmachung und Inhalt her als direkte Konkurrenz zu MAD konzipiert war. Als Vorlage dienten die US-Ausgaben des CRACKED Magazine.

Der Hamburger Verlag Interpart verlegte Anfang der 1980er Jahre sogar zwei Konkurrenzprodukte mit den Namen Stupid und Panic. Vor allem Panic ähnelte stark in Aussehen und Beiträgen dem deutschen MAD. Der Zeichner Amro hatte hier eine Comicserie, die den Geschichten von Don Martin zum Verwechseln ähnlich sahen.

In den 1970er und 1980er Jahren sind einige Spiele erschienen, die auf dem Humor des MAD-Magazins aufbauen und auch zeichnerisch entsprechend gestaltet sind. Bei dem MAD-Spiel und Spion & Spion handelt es sich um Brettspiele, das MAD-Kartenspiel folgt dem Spielprinzip von Uno bzw. Mau-Mau.

Von 1995 bis 2008 lief im US-amerikanischen Fernsehen die Comedysendung MADtv, deren Sketche und Parodien an das MAD-Magazin angelehnt sind. Die Sendung wurde auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.

Seit 2010 wird von Cartoon Network eine neue Fernsehserie von MAD ausgestrahlt.

1988 erschien mit Müd eine einmalige Parodie des MAD-Magazins, die vom Saga-Verlag herausgegeben wurde, der kurze Zeit später durch den Rechtsstreit um die Asterix-Parodie Alcolix in die Schlagzeilen geriet.

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Weitere Ausgaben

Im Film Fahrenheit 451 von François Truffaut ist in einer Szene, in der ein Haufen Bücher verbrannt wird, das MAD-Taschenbuch We’re Still Using That Greasy MAD Stuff zu sehen.

In einigen Episoden der Zeichentrickserie Die Simpsons wird auf MAD Bezug genommen. In manchen Folgen sind MAD-Hefte zu sehen; in der Folge Marge wird verhaftet bezieht sich ein Rücken-Tattoo auf die Faltbilder auf der letzten Seite von MAD. In der Episode Homer und New York besucht Bart Simpson das MAD-Verlagshaus in New York, wobei er zufällig einen kurzen Blick in einen Büroraum werfen kann, wo „Jux und Tollerei“ den Redaktionsalltag zu beherrschen scheinen und unter anderem Spion & Spion, der Zeichner Dave Berg und Alfred E. Neumann, der anscheinend eine leitende Funktion innehat, zu sehen sind. (Quelle: wikipedia)

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Als Einstieg in die verrückte Mad-Welt ein Heft aus dem Jahr 1988. Und das erwartet uns:
1  Titelbild   Rolf Trautmann
2  MADs Monatlicher Almanach  (Herbert Feuerstein)
3  Fragen Sie Alfred / Leserbriefe / MAD-Liste des Monats: Welches Team nötig wäre, um Weltraum-Liebling Alf in der Sendepause bis Herbst zu ersetzen!  (Herbert Feuerstein)
4  Duck & Doof (I)  Letzten Samstag im Festsaal (Duck Edwing)
5-8  Höherer Stellen-Wert  MADs großer Yuppie-Erfolgsführer: So erklimmt man die Karriereleiter (George Woodbridge + Larry Siegel )
9  Schwarz auf Weiß  Spion & Spion (Antonio Prohias)
10-11  Regalitätsprinzip  Geheime Supermarkt-Regeln (Paul Coker + Charlie Kadau)
12-14  Alter Trick  MAD war im Kino: Disney-Märchen (Sergio Aragones)
15-17  Kein Scherz für Kinder  B.E.N.G.E.L. – Der große Versandkatalog für Hilfsmittel zum Schutz wehrloser Kinder (Hans Tischler + Jens Albat )
18-19  Mumm und dämlich  12 Tips um deinen Mut zu beweisen! (Nils Fliegner + Karsten Loh)
20-23  Berg-Predigt  Der große MAD-Report (Dave Berg)
24-26  Zeltuntergangs-Stimmung  Du weißt, dass so ein Camping-Urlaub doch nicht das Wahre ist, wenn…  Ivica Astalos  Rainer Hanczuk
27  Warm-Signale  Der Sommer ist da, wenn…  (Tom Koch  + Paul Coker )
28-32  Beziehungsmeise  Ein verständnisloses Geplärre (Mort Drucker  + Stan Hart  – Parodie auf den Film „Eine verhängnisvolle Affäre“)
33  Duck & Doof (II)  Drama in den Lüften (Duck Edwing)
34  Eigenwerbung / Vorschau auf das nächste Heft / Impressum
35   MAD-Faltblatt (Ivica Astalos )
36  Don Martin  Gestern, in der Innenstadt (Don Martin)

Und auch für dieses Heft gilt: denen war auch gar nichts heilig ! Und das war gut so !

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Aus „12 Tips um deinen Mut zu beweisen“

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Die Persiflage auch „Eine verhängnisvolle Affäre“

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Eduardo del Rio + Ludwig Moos – Marx für Anfänger (1979)

titelDa kann man schon ins grübeln, bzw, ins staunen kommen: Was bringt einen mexikanischen Comiczeichner dazu, sich mit ganz viel Akribie dem Karl Marx zu widmen ?

Seine Biographie gibt Auskunft:

Eduardo Humberto del Río García (* 20. Juni 1934 in Zamora, Michoacán in Mexiko) bekannt unter seinem Künstlernamen Rius ist ein mexikanischer Humorist, politischer Cartoonist und Autor.

Del Ríos Vater verstarb, als der Sohn erst sechs Monate alt war. Die alleinerziehende Mutter zog mit den insgesamt drei Söhnen in der Folge aus der Provinzstadt Zamora zu ihrer Schwester nach Mexiko-Stadt, um dort bessere Möglichkeiten zu finden, die Familie zu ernähren. Wie seine Brüder besuchte del Río nach fünf Jahren in einer kirchlichen Grundschule ein salesianisches Priesterseminar, das er jedoch 1950 nach sieben Jahren verließ. Schon sein drei Jahre älterer Bruder Gustavo hatte Karikaturen und Comics gezeichnet, sich aber für die Fortsetzung der Priesterausbildung entschieden. Nach verschiedenen Gelegenheitsjobs arbeitete Eduardo del Río später als Verwaltungsangestellter in einem Bestattungsinstitut. Dabei lernte er 1954 zufällig den Direktor der Humor-Zeitschrift Ja-já kennen, dem seine Skizzen auffielen und ihn daraufhin zur Mitarbeit einlud. In der Folge veröffentlichte er als Autodidakt Zeichnungen in verschiedenen Magazinen und Zeitungen, vor allem zu aktuellen politischen Themen. Seinen Künstlernamen „Rius“ wählte er als Latinisierung seines Familiennamens.

Del Río war als aktives Mitglied zunächst ab 1964 in der marxistisch-leninistischen Partido Comunista de México (PCM) engagiert, die er 1968 aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings verließ. Bereits vor seinem Parteieintritt war er in die Sowjetunion gereist, wohin er auch noch nach seinem Austritt eingeladen wurde.

eduardodelrio01Neben seinem politischen Wirken in Mexiko hatte er eine besondere Beziehung zu Kuba: Bereits vor dem Sieg der Kubanischen Revolution im Januar 1959 hatte er von Mexiko aus als politischer Cartoonist Fidel Castros Bewegung des 26. Juli unterstützt, nachdem er mit einigen Exilkubanern Freundschaft geschlossen hatte. Kurz nach der Flucht Fulgencio Batistas reiste er dann 1959 auf Einladung der Revolutionsregierung nach Havanna. Er vertiefte seine Kontakte, arbeitete in der Folge für regierungseigene Medien und Verlage und unterstützte das revolutionäre politische Projekt mit insgesamt drei Büchern.[6] Cuba para principiantes („Kuba für Anfänger“, 1966), seine erste Buchveröffentlichung, entstand im Auftrag der Kommunistischen Partei Mexikos: Gemeinsam mit zwei weiteren mexikanischen Journalisten, die jeweils für den Text und die Fotografien des ursprünglich geplanten Buchs zuständig waren, unternahm del Río drei von den kubanischen Behörden unterstützte Recherchereisen, einschließlich eines zweistündigen Gesprächs mit Che Guevara.[7] Erst als seine Kollegen später ausfielen und das Buchprojekt zu scheitern drohte, entschied sich del Río, die gesammelten Informationen allein und in eigenem Stil umzusetzen. Von Castro distanzierte sich Rius nach dem Fall des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa ausdrücklich und stellte seinem frühen Erklärbuch im Anschluss an eine 1993 durchgeführte Kuba-Reise 1994 mit Lástima de Cuba eine dezidierte Kritik an dem autoritären Staatschef und dem von ihm errichteten diktatorischen System gegenüber.

In den 1980er Jahren war del Río in der sozialistischen Partido Mexicano de los Trabajadores aktiv und ging nach dem Sieg der Sandinisten über die rechtsgerichtete Somoza-Diktatur als freiwilliger Aufbauhelfer nach Nicaragua. Im Anschluss veröffentlichte er Carlos para todos, einen Erklärcomic über den FSLN-Gründer und die Symbolfigur der revolutionären Guerilla, Carlos Fonseca.

In Mexiko unterstützte er 2006 den knapp gescheiterten Präsidentschaftswahlkampf von Andrés Manuel López Obrador (PRD).

Zu del Ríos prägenden zeichnerischen Vorbildern gehörten der Mexikaner Abel Quezada und der ursprünglich rumänische US-Amerikaner Saul Steinberg. Als einer der populärsten mexikanischen Cartoonisten hat Rius über 100 Bücher veröffentlicht. Er übt Kritik an den Mächtigen in Politik und Gesellschaft, dabei zielt er besonders oft auf rechtsgerichtete mexikanische Politiker, aber auch auf die US-Außenpolitik, mächtige Wirtschaftsunternehmen und die katholische Kirche. Sein Erfolg und seine lange Karriere haben ihn zu einem Bezugspunkt für die neuere Generation von politischen Cartoonisten in Mexiko gemacht.

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Außer als politischer Presse-Zeichner war er auch als Buchautor und Herausgeber eigener Comics tätig. Seine 1965 gestartete regierungskritische Comic-Serie Los Supermachos – sie erreichte eine wöchentliche Auflage von 250.000 Exemplaren – beendete er 1967 nach Differenzen mit dem Herausgeber, der mehrfach ohne Rücksprache mit dem Künstler Veränderungen vorgenommen hatte und sogar bereits andere Zeichner mit der Anfertigung eigener Episoden der Serie beauftragt hatte. Da del Río mit rechtlichen Mitteln an der weiteren Nutzung der von ihm etablierten Figuren bei einem anderen Verlag gehindert wurde, entwickelte er stattdessen die sozialkritische Comic-Serie Los Agachados („Die Underdogs“), die er in der Folge von 1968 bis 1981 erfolgreich in eigener Verantwortung veröffentlichte.

Seine erste Buchveröffentlichung, der Cartoon Cuba para principiantes („Kuba für Anfänger“) von 1966 war das erste einer Reihe von humorvoll-didaktischen Erklärbüchern großer Verbreitung, zu der auch Lenin para principiantes, Mao para principiantes und vor allem Marx para principiantes (1972) gehörte, das unter anderem in Deutschland seit 1974 als Karl Marx Riesen-Comic und Marx für Anfänger in mehreren Auflagen veröffentlicht wurde. Seine neuartige Verbindung aus Parteinahme und Humor im Genre des wissensvermittelnden Sachcomic sorgte für internationale Aufmerksamkeit und zahlreiche Nachahmungen.

Ab April 1977 erstellte er auf Einladung des Publizisten Paco Ignacio Taibo I allwöchentlich eine Beilage für die Tageszeitung El Universal, die sich speziell an Kinder richtete und diese mit großer Themenvielfalt zum Erforschen und Kommunizieren anregen sollte. Nach acht Monaten wurde er entlassen, nachdem er eine Ausgabe dem 60. Jubiläum der Sowjetunion gewidmet hatte.

In seinem typischen Cartoonstil verfasste er auch zwei Autobiografien: Zuerst 1995 Memorial: Rius para principiantes („Notizbuch: Rius für Anfänger“), das er 2014 unter dem Titel Mis confusiones: Memorias desmemorizadas („Meine Verwirrungen: vergessene Erinnerungen“) aktualisierte. Der mexikanische Regisseur Alfonso Arau machte 1973 einen Film basierend auf Figuren aus Los Supermachos unter dem Titel Calzonzin inspector.

1996 gründete er mit vier Partnern das seitdem vierzehntägig erscheinende Satiremagazin El Chamuco y los hijos del averno. In der Weihnachtsausgabe 2011 verkündete er dort, sich nach insgesamt 57 Arbeitsjahren zur Ruhe zu setzen.[14] Zweimal wurde er mit dem mexikanischen Nationalpreis für Journalismus ausgezeichnet: 1987 als bester Cartoonist und 2010 für sein journalistisches Lebenswerk. (Quelle: wikipedia)

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Das nenn ich ein erfülltes Leben !

Nun jedenfalls mit seinem „Marx für Anfänger“ wurde er dann Ende der 70er Jahre bei uns auch ziemlich bekannt.

Und mit dieser Veröffentlichung schuf er auch den Begriff „Sach-Comic“ … ;

„Sachcomic-Reihen entwickelten sich im englischsprachigen Raum, aus den beiden spanischen Büchern Cuba para principiantes (1960) und Marx para principiantes (1972) des aus Mexiko stammenden politischen Cartoonisten und Schriftstellers Rius. Zehn Jahre nach Erscheinen von Cuba para principiantes wurde das Werk ins Englische übersetzt und erschien bei Leviathan Press of San Francisco und Pathfinder Press of New York, allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Es sollte noch weitere sechs Jahre dauern, bis Richard Appignanesi sein Marx for Beginners für die London-based Writers and Readers Publishing Cooperative herausbrachte und damit kommerziellen Erfolg hatte.Bald schon war klar, dass Appignanesi und die anderen Gründungsmitglieder der Publishing Cooperative, unter ihnen Glenn Thompson, eine Marktnische entdeckt hatten. Sie gründeten die Reihe “ … for Beginners“, in der seriöse wissenschaftliche Informationen mit Comic Strips verbunden werden.“ (Quelle: medienimpulse.at)

Kann man eigentlich die Theorien Karl Marx’ in Comicform darstellen? Das bekannteste Beispiel eines solchen Versuchs stammt von Rius, bürgerlich Eduardo del Rio, der seinen Sachcomic „Marx para principantes“ 1972 veröffentlichte. 1975/76 erschien die englische Übersetzung, die ihn weltbekannt machte, 1979/90 bei Rowohlt die deutsche Fassung „Marx für Anfänger“.

Was die Comics Rius’ auszeichnet, ist, dass sie mit sehr wenig Text auskommen. Er folgt der Idee einer educación popular, wie sie etwa Paulo Freire in seiner „Pädagogik der Unterdrückten“ (1970) formulierte. Gerade in den nicht alphabetisierten Regionen und Schichten Mittel- und Südamerikas war dies von Relevanz, der Sachcomic ist hier heute noch von hoher Bedeutsamkeit – keineswegs nur im Sinne engerer politischer Literatur, auch die Bildungsmaterialien der Promotores in den zapatistischen Gemeinden in Chiapas haben bis heute oft Comicform.

Rius’ „Marx für Anfänger“ war ein Welterfolg und begründete die bis heute erscheinende englische Sachcomic-Serie „for beginners“.(Quelle: kritisch-lesen.de)

Ich kann dieses Buch nur empfehlen: Es ist voller Sachkenntis gepart mit jener Prise Humor, mit der halt ein Comic daher kommt … für mich ist es ein kleines Meisterwerk, dass da der Eduardo del Rio geschaffen hat.

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Diverse internationale Ausgaben

Nicht unerwähnt darf da der Übersetzer Ludwig Moos und insbesondere Anja Stehmann, die das gesamte Buch auf deutsch gestaltet hat („Lettering“ hieß das damals wohl) bleiben.

Sie allesamt haben einen verdammt guten Job gemacht … und wer glaubt Karl Marx sei nicht mehr aktuell, der irrt: Die Diskussion über die Privatsisierung des Wassers, bzw. der Widerstand dagegen, zeigt schon, dass wir zumindest ein wenig von Karl Marx gelernt haben. Und das ist gut so !

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Das mit den Berichten über die Mosel-Bauern war mir neu

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Damals obligatorisch in den rororo Taschenbüchern: Werbung für Pfandbriefe und Kommunalobligationen

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A bisserl Werbung durfte in diesem Buch auch sein …

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