James Fenimore Cooper – Ledertrumpf – Teil 1: Der Wildtöter (Film – ZDF) (1969)

TitelEs gab ja nicht nur Karl May, Old Shtterhand und Winnetou ..  Piere Brice und Lex Barker ….nein es gab auch den Lederstrumpf und … Hellmut Lange.

Und es gab auch jene damals atemberaubende Lederstrumpf Verfilmung im ZDF (die berühmt-berüchtigten ZDF Vierteiler zur Weihnachtszeit), die alle Knabenherzen höher schlagen ließ.

Nat Bumppo hat das Tal, in dem er aufgewachsen ist, verlassen, weil ihn die unbekannten Wälder und Seen anziehen. Sein erstes dramatisches Abenteuer, der lebensgefährliche Zusammenstoß mit einer Gruppe von Mohikanern, beschert ihm nicht nur die Begegnung mit einem weisen und uralten Indianer, der im Sterben liegt, sondern auch mit dem jungen Chingachgook, der sein Freund wird. Nat, der wegen seiner Lederkleider von den Indianern „Lederstrumpf“ genannt wird, schließt sich den Mohikanern an und lebt bei ihnen. Als seine Freunde Hetty, Harry March und Tom Hutter sowie Chingachgooks Braut von den Irokesen gefangen genommen werden, macht Nat sich auf, sie zu befreien…
Nach dem berühmten Abenteuerroman von James Fenimore Cooper (1789-1851) drehte der französische Regisseur Pierre-Gaspard Huit diese Auftaktfolge des rountiniert inszenierten und gespielten Weihnachts-Vierteilers, der bei seiner Erstausstrahlung 1969 für leergefegte Straßen sorgte. Unvergessen: Hellmut Lange, der später viele Jahre lang „Kennen Sie Kino?“ moderierte, in seiner wohl berühmtesten Rolle des Nat Bumpoo. Auch in den restlichen drei Teilen („Lederstrumpf: Der letzte Mohikaner“, „Lederstrumpf: Das Fort am Biberfluss“, „Lederstrumpf: Die Prärie“) schlüpfte Lange in diese Rolle. Die künstlerische Leitung des Vierteilers lag bei Drehbuchautor Walter Ulbrich, der auch für weitere Weihnachts-Vierteiler wie „Die Schatzinsel“, „Der Seewolf“ und „Lockruf des Goldes“ verantwortlich zeichnete. „Lederstrumpf“ bleibt bis heute ein Höhepunkt deutscher TV-Unterhaltung, der für seine Zeit allerdings einige Brutalitäten aufweist. (Quelle: http://www.prisma.de)

Na, ja, das mit den Brutalitäten hält sich wahrhaft in Grenzen (aber die Sehgewohnheiten haben sich halt auch inzwischen ganz gewaltig geändert).

Interessant fand ich bei diesem ersten Teil, dass zum einen das Thema „Alle Menschen sind gleich“ desöfteren thematisiert wurde (naürlich von den Indianern) und dass am Anfang des Films jene noch nicht zerstörten Naturlandschaften gepriesen wurden … als damals 14 jähriger hörte ich schon Jimi Hendrix, konnte mich aber auch noch für Filme dieser Art begeistert (na ja … so ist das halt in den Zeiten der Adoleszenz).

 

Besetzung:
Sophie Agacinski (Judith Hutter)
Hellmuth Lange (Lederstrumpf)
Jackie Lombard (Wa-ta-wah)
Pierre Massimi (Chingachgook)
Charles Moulin (Tom Hutter)
Patrick Peuvion (Harry March)
Colea Rautu (Gespaltene Eiche)
Thekla Carola Wied (Hetty Hutter)
+
u.v.a.
Drehbuch:
Paul Andreota . Jacques Rémy – Walter Ulbrich

Regie: Jean Dréville – Pierre Gaspard-Huit – Sergiu Nicolaescu

 

Und hier eine kleine Flut (weil ich halt so begeistert war von diesem Wiedersehen) von Szenenbildern .. und jeder kann sich ja aussuchen, welches Bild  am meisten anspricht:

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Chinachgook

 

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Jetzt wird´s gruselig (Teil 1)

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Jetzt wird´s gruselig (Teil 2)

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Jetzt wird´s gruselig (Teil 3)

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Szenenbild44

Wo sind all die Indianer hin
Wann verlor das große Ziel den Sinn
Dieses alte Bild aus der Kinderzeit
Zeigt alle Brüder vom Stamm der Gerechtigkeit
Wir waren bunt bemalt und mit wildem Schrei
Stand jeder stolze Krieger den Schwachen bei
Unser Ehrenwort war heilig
Nur ein Bleichgesicht betrog
Und es waren gute Jahre
Bis der erste sich belog
Wo sind all die Indianer hin
Wann verlor das große Ziel den Sinn
So wie Chingachgook für das Gute stehn
Als letzter Mohikaner unter Geiern nach dem Rechten sehn
Der „Kleine Büffel“ spielt heute Boss,
Er zog mit Papis Firma das große Los
„Geschmeidige Natter“ sortiert die Post,
Und in seiner Freizeit sagt er meistens „Prost!“
Und die Friedenspfeife baumelt
über’m Videogerät
Wieviel Träume dürfen platzen
Ohne dass man sich verrät
Wo sind all die Indianer hin
Wann verlor das große Ziel den Sinn
So wie Chingachgook für das Gute stehn
Als letzter Mohikaner unter Geiern nach dem Rechten sehn
Es gibt noch ein paar wenige vom Stamme der Schoschonen
Die finden sich, erkennen sich am Blick
Und deren gute Taten kann man nur durch Freundschaft belohnen
Sie nehmen ein Versprechen nie zurück
(Hartmut Engler von der Gruppe „Pur“)

 

James Fenimore Cooper – Der Wildtöter (Hörspiel) (1974)

FrontCover1Es gab ja nicht nur Karl May, der das Herz aller Jungs erreichte, nein da gab es noch jenen James Fenimore Cooper aus den USA, der es sich wohl auch zur Aufgabe gemacht hat, die Indianer nicht nur als „räudige Rothäute“ zu skizzieren und dafür diente ihm die Geschichtensammlung „Lederstrumpf“:

Lederstrumpf (engl. Originaltitel The Leatherstocking Tales) ist ein Romanzyklus des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper (1789–1851).
J. F. Coopers Roman Der Spion (The Spy, 1821), der als der erste bedeutende historische Roman der amerikanischen Literatur gilt, wurde von den Lesern begeistert aufgenommen. Der Schriftsteller hatte offenbar das amerikanische Nationalgefühl seiner Zeit getroffen und entschied sich, auch für seine nächsten Romane Themen aus der Geschichte seines Landes aufzugreifen. Als Modell wählte J. F. Cooper die Waverley-Romane (1814) des schottischen Schriftstellers Walter Scott. Als Zentralgestalt schuf er einen amerikanischen Typ, einen Jäger und Fallensteller, der an der Grenze zur Zivilisation lebt.

The Pioneers (1823) erschien als der erste Band der Lederstrumpf-Serie, die weltberühmt werden sollte. Im Verlauf von fast 20 Jahren folgten dann The Last of the Mohicans (1826), The Prairie (1827), The Pathfinder (1840), The Deerslayer (1841). In den Romanen wird, wenn auch nicht in chronologischer Folge, der Lebensweg des Waldläufers Natty Bumppo, genannt „Lederstrumpf“, nachgezeichnet.

James Fenimore Cooper

James Fenimore Cooper

Die Lederstrumpf-Romane waren ursprünglich nicht als Reihe geplant. Erst aufgrund der außerordentlich guten Aufnahme, die die Romane bei den Lesern fanden, schrieb J. F. Cooper die einzelnen Fortsetzungen. Dabei spielen die Romane, wie man anhand der historischen Bezüge und an Coopers Hinweisen erkennen kann, in unterschiedlichen Zeiten. Die Zeitspanne der Handlung erstreckt sich über rund 60 Jahre und korreliert nicht mit der Reihenfolge der Veröffentlichung der Bücher. (Quelle: Wikipedia)
Hier der erste Teil des Lederstrumpfs in einem Hörspiel mit Hellmut Lange:
Der Wildtöter, englischer Originaltitel The Deerslayer, or The First War Path, ist ein 1841 veröffentlichter Abenteuerroman des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper (1789–1851). Der Wildtöter erschien als letzter Band des fünfteiligen Lederstrumpf-Zyklus. Im chronologischen Handlungsablauf der Serie bildet der Roman den ersten Band. Die deutschsprachige Ausgaben des Romans erschien 1841 in einer Übersetzung von Gustav Pfizer und unter dem Titel Der Hirschtöter von Otto von Czarnowski.

Alte Buchausgaben

Alte Buchausgaben

Im 18. Jahrhundert in den englischen Kolonien Nordamerikas: Der Abenteurer Nathaniel „Nat“ Bumppo (= Wildtöter, Falkenauge, Lederstrumpf) dringt entgegen der Warnung eines entgegenkommenden Siedlerpaares ins Indianerland ein, wo er einen befreundeten Bauern besuchen will. Dessen Hof findet er verlassen von seinem Freund, jedoch besetzt von Indianern vor. Er folgt ihrer Aufforderung, dem Sterben eines alten Häuptlings beizuwohnen und sie in ihr Lager zu begleiten. Dort, bei den Mohikanern, schließt er Blutsbrüderschaft mit Chingachgook. Wenig später wird die diesem versprochene Squaw, Wah-Ta-Wah, von feindlichen Indianern, den Mingos, verschleppt. Die beiden Freunde beschließen, auf getrennten Wegen in deren Lager vorzudringen, um sie zu befreien. Nat trifft dabei auf den Waldläufer Harry March und später auf dessen Freund Tom Hutter. Hutter bewohnt mit seinen Töchtern Judith und Hetty einen Pfahlbau auf dem Glimmersee. Hutter und March geraten im weiteren Verlauf ebenfalls in die Hand der Mingos. Nathaniel kauft die beiden frei, Wah-Ta-Wah erhält er dabei als Dreingabe. Bei einem Schusswechsel unmittelbar nach den Verhandlungen kommt Hetty, die zuvor bereits auf eigene Faust im feindlichen Lager für die Gefangenen interveniert hat, ums Leben. Nach diesem Zwischenfall liegen die Dinge wieder anders. Während die Squaw selbst fliehen kann, gerät statt ihrer Nat in die Fänge der Mingos, aus denen er von Chingachgook befreit wird. (Quelle: wikipedia)

Dieses Hörspiel war damals wohl deshalb so interessant, da der Schauspieler Hellmut Lange hier nicht nur die Hauptrolle übernommen hat, sondern er war der Lederstrumpf in Deutschland, denn in dem ZDF Vierteiler aus dem Jahr 1969 spielte er ebenfalls – und zwar mit großem Erfolg – den Lederstrumpf (demnächst hier in der Videothek).

Auch wenn ich 1974 schon längst aus dem Alter war, dass mich sowas damals vom Hocker gehauen hätte … eine liebevoll-aufregende Produktion, bei der man sich wider mal nur zu gut vorstellen kann … wie atemlos die damalige Zielgruppe diesem Hörspiel gelauscht hat.
HellmutLange

Hellmut Lange als Lederstrumpf

Besetzung:
Rudolf Fenner (Gespaltene Eiche)
Rudolf H. Herget (Harry March)
Werner Hinz (Tom Hutter)
Ingeborg Kallweit (Judith)
Heike Kintzel (Wah ta wah)
Hellmut Lange (Lederstrumpf)

Hans Paetsch (Erzähler)
Reinhilt Schneider (Hetty)
Michael Weckler (Chingachgook)
+
diverse Indianer
Hörspielbearbeitung: Gerd von Hassler
Regieassistenz: Hella von der Osten-Sacken
Regie: Konrad Halver
Musik: Bert Brac
Erzählung von James Fenimore Cooper
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Titel:
01. Der Wildtöter (Teil 1) 20.16
02. Der Wildtöter (Teil 2) 22.13

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