Das Bayerland – Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Leute (25. Jahrgang, Nr. 2 – 11. Oktober 1913)

Titel.jpgDas stelle man sich mal vor, „Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Leute“ gab´s im Jahr 1913 schon 25 Jahre ! Gegründet wurde es also 1899 und zwar von einem Heinrich Leher; Herausgeber im Jahre 1913 war dann ein Dr. Josef Weiß.

Das Heft kostete 25 Pfennige und erschien alle 14 Tage.

Thematisch war es ein „Heimatblatt“, dass sich mit Geschichte und Kultur der Bajuwaren beschäftigte. So kann man in diesem Heft sich über „Meister Roritzer (Eine Regensburger Stadtgeschichte aus dem 16. Jahrhundert)“ (Autor: Otto von Schaching).

Desweiteren kann mansich über „Berühmte Gästze in Dürkheim und Umgebung“, sowie über Ottobeuren informieren.

Ein weiterer Beitrag:

„Vaterländische Kunst im Dienste der Jugendbildung“ oder aber auch eine ausführliche Betrachtung der Volkstracht in Wertheim; klingt alles eher unpolitisch, ist es aber eigentlich gar nicht.
Autor Georg Wilhelm schwadroniert dabei über die Gründe der „aussterbenden Volkstracht“:

Beispiel11
Aha, eine Hausfrau wurde von dem Hochmutsteufel gepackt …

Nicht minder interessant/amüsant sind dann die Anzeigenseiten Am meisten hat mich die furcherregende Anzeige mit dem Text „Sind Sie ein Opfer des tödlichen Katarrhs (chronischn Schnupfens) ?“

Und hier ein paar Beispiele aus dem Heft; die ganze Pracht der Werbewelt jener Tage findet sich dann in meiner Präsentation:

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04.jpg

Beispiel05.jpg

Beispiel06.jpg

Beispiel07.jpg

Beispiel08.jpg

Beispiel09.jpg

Beispiel10

Beispiel11.jpg

*
**

Das Bayernland – Illustrierte Halbmonatsschrift – Nr. 1 (Oktober 1918)

TitelDas stelle man sich mal vor, “Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Leute” gab´s im Jahr 1918 schon 30 Jahre !

Gegründet wurde es also 1899 und zwar von einem Heinrich Leher; Herausgeber im Jahre 1918 war dann ein Dr. Fridolin Solleder.

Das Heft kostete 25 Pfennige und erschien alle 14 Tage.

Thematisch war es ein “Heimatblatt”, dass sich mit Geschichte und Kultur der Bajuwaren beschäftigte.

Das Bayerland war die älteste bayerische Zeitschrift für Kultur und Tradition, Zeitgeschehen, Wirtschaft und Technik, Kunst, Umweltfragen, Landesentwicklung und Fremdenverkehr.

Weitere Untertitel lauten Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, illustrierte Halbmonatsschrift für Bayerns Land und Volk, illustrierte bayerische Monatsschrift, der illustrierte Zeitspiegel seit 1889.

Erscheinungsjahre: von 1890 bis 1990.(Quelle: muenchenwiki.de)

Hier in der langjährigen Geschichte dieser bayerischen Heimatzeitschrift ein ganz besonderes Heft.

Beispiel14

Es ist die Nr. 1 aus dem Oktober 1918 (30. Jahrgang) und es ist ein „Werbeheft“:

Beispiel13

Das Heft erschien also kurz vor dem Ende des I. Weltkreiges, denn am 11. November um fünf Uhr morgens unterzeichneten beide Delegationen den Waffenstillstand von Compiègne.

Und mit wie viel Borniertheit muss man eigentlich ausgestattet sein, um das Heft mit Berichten aus vergangenen Kriegen (natürlich all jene Kriege, die auch auf bayerischem Boden ausgetragen wurden) … zu füllen … Werbung für die „9. Kriegsanleihe“ ???

Und natürlich waren die anderen immer schuld und insbesondere die Franzosen werden für ihre Greueltaten an den Pranger gestellt …

Aber natürlich: von einer bayerischen Heimatzeitschrift im Jahr 1918 ein wenig mehr an Reflexion zu erwarten ist meinerseits borniert …

Die Zahl der Vorschaubilder habe ich im Vergleich zu anderen Zeitschriften, die sich hier noch so tummeln, reduziert … die vielfachen Abbildungen von Kriegsszenen … macht nicht wirklich  Freude … zumal die zuweilen „heroische“ Verherrlichung des Krieges mir sowas auf den Senkel geht …

Beispiel02.jpg

Beispiel03

Beispiel04.jpg

Beispiel06

Beispiel07

Beispiel08

Beispiel09

Beispiel10

Bayerisches Kriegsnotgeld (siehe ganz unten)

Beispiel11

*
**

Beispiel12

Die Rückseite des Heftes

Das Kriegsnotgeld:

Ersatzzahlungsmittel, ausgegeben unter anderem von staatlichen Stellen, Kommunen und Unternehmen bei Verknappung der offiziellen Währung. Notgeld wurde in Bayern vor allem im Ersten Weltkrieg und der folgenden Inflationszeit bis 1923/24 sowie nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Währungsreform von 1948 verwendet.

Notgeldausgaben sind Ersatzzahlungsmittel, die aus geringwertigem Stoff (unedlem Metall, Papier, Pappe, Leder, Holz, Alufolie, Porzellan usw.) angefertigt sind und den Mangel an staatlichem Geld in Kriegen oder Krisenzeiten lindern oder beheben sollen. Sie werden in der Regel mit staatlicher Ermächtigung oder auch nur mit staatlicher Duldung für einen begrenzten Zeitraum ausgegeben und übernehmen in dieser Zeit die gleiche Funktion wie die gesetzlichen Zahlungsmittel.

Eine mehr als großartige und großzügige Leihgabe aus dem Antiquariat von Graugans !
Vielen, vielen Dank !!!

Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift (Nr. 28 – April 1913)

TitelDas stelle man sich mal vor, “Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Leute” gab´s im Jahr 1913 schon 25 Jahre !

Gegründet wurde es also 1899 und zwar von einem Heinrich Leher; Herausgeber im Jahre 1913 war dann ein Dr. Josef Weiß.

Das Heft kostete 25 Pfennige und erschien alle 14 Tage.

Thematisch war es ein “Heimatblatt”, dass sich mit Geschichte und Kultur der Bajuwaren beschäftigte.

Das Bayerland war die älteste bayerische Zeitschrift für Kultur und Tradition, Zeitgeschehen, Wirtschaft und Technik, Kunst, Umweltfragen, Landesentwicklung und Fremdenverkehr.

Weitere Untertitel lauten Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, illustrierte Halbmonatsschrift für Bayerns Land und Volk, illustrierte bayerische Monatsschrift, der illustrierte Zeitspiegel seit 1889.

Erscheinungsjahre: von 1890 bis 1990.(Quelle: muenchenwiki.de)

In diesem Heft (28 Seiten) finden sich dann folgerichtig (siehe Untertitel des Heftes) u.a. folgende Themen:

  • Zum fünfzigjährigem Regimentsinhaber  -Jubiläum des Prinzen Leopold von Bayern
  • Wie das Krinninger Dirndl einen Schatz fand´
  • Die Münzreihe des Pfalzgrafen und Herzogs Wolfgang von Zweibrücken-Veldenz
  • Altfränkische Gedenkblätter zum Türkeneinfall
  • Die Residenz in Würzburg

und … und … und

Und dass ich die damalige Werbung einfach nur drollig finde, versteht sich fast von selbst …

Und wer sich darin üben möchte, die alte deutsche Schrift noch lesen zu können, kann und darf ja mal in dieser Zeitschrift rumblättern und damit der Frohsinn nicht abhanden kommt, empfehle ich die Kola Pastillen der Marke Dallmann …

Und dann noch; ich war ja schon ein wenig bewegt, als ich diese alte Gazette in meinen Händen hilet … sowas wie Ehrfurcht hat sich bei mir breit gemacht.

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel04

Da freut sich der Nusmatiker

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07

Beispiel08

Beispiel09.jpg

 

Beispiel10

Beispiel12

Beispiel03

*
**

Beispiel13

Die Rückseite des Heftes