Alfons Michael Dauer – Blues aus 100 Jahren (1983)

titelEs gab mal ne Zeit, da wurde Literatur über die sog. „populäre Musik“ von führenden Taschenbuchverlagen auf den Markt geworfen und zwar so, dass man kaum nachkam, diese auch käuflch zu erwerben.

Hier ein ganz besoders interessantes Beispiel, einfach deshalb, weil mir der Blues ja sowas ans Herz gewachsen ist.

Diese Fleißarbeit wurde von Alfons Michael Dauer verfasst:

Alfons Michael Dauer (* 16. April 1921 in Bamberg; † 27. Oktober 2010 in Graz) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Ethnologe.

Dauer studierte ab 1941 in Erlangen, Köln und Mainz Musikwissenschaft, Anglistik und Ethnologie (Afrikanistik). 1960 wurde er in Mainz promoviert (Ethnogenese der Mangbetu). Er unternahm Forschungsreisen nach Ghana, Simbabwe und dem Senegal. Von 1965 bis 1976 war er Leiter der Sektion Ethnologie am Institut für den wissenschaftlichen Film in Göttingen tätig, wo er über 400 musikethnologische Filme redaktionell betreute. 1976 bis 1991 hatte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz die Professur für Afro-Amerikanistik inne.

Dauer ist insbesondere für die Untersuchung der afrikanischen Wurzeln von afroamerikanischer Musik (wie Jazz, Blues) bekannt, dargelegt in seinem Buch Der Jazz – seine Ursprünge und seine Entwicklung, das zuerst 1956 erschien. Er war Mitherausgeber von Knaurs Jazz Lexikon (1957). 1969 war er an der Gründung der Internationalen Gesellschaft für Jazzforschung in Graz beteiligt. (Quelle: wikipedia)

Und der Akademie der Künste fühlte er sich wohl besonders verbunden, denn:

„Akademie der Künste erhält Nachlass des Musikethnologen Alfons M. Dauer:

Wie seine Familie erst jetzt bekanntgab, ist am 27. Oktober 2010 der deutsch-österreichische Musikethnologe Alfons M. Dauer im 90. Lebensjahr in Graz gestorben. Sein wissenschaftlicher Nachlass, zu dem seine gesamten Forschungsunterlagen, Tonaufnahmen, Korrespondenzen und zum Teil unpublizierte Arbeiten gehören, wird vom Archiv der Akademie der Künste, Berlin, übernommen.

Alfons M. Dauer, 1921 in Bamberg geboren, gilt als der Nestor der internationalen Jazzforschung. Seine Bücher „Der Jazz. Seine Ursprünge und seine Entwicklung“ (1958) sowie „Jazz – die magische Musik“ (1961) setzten durch ihren hohen akademischen Anspruch und die exakten Transkriptionen und Analysen schriftloser Musiktraditionen neue Standards in der Erforschung der afro-amerikanischen und afrikanischen Musik.

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Weitere Bücher an denen Alfons Michael Dauer mitgewirkt hat.

Dauer studierte Musik, Anglistik und Ethnologie (mit Schwerpunkt auf Afrika) unter anderem in Mainz, wo er 1960 mit einer Arbeit über die Ethnogenese der Mangbetu promovierte. Von 1965 bis 1976 war er Leiter der ethnologischen Abteilung am Institut für den wissenschaftlichen Film in Göttingen, für das er die Produktion von über 400 ethnographischen Filmen betreute und selbst mehrere Forschungsreisen nach Afrika unternahm.

Von 1976 bis 1991 hatte er den ersten Lehrstuhl für Afro-Amerikanistik in Europa an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz inne. In dieser Zeit veröffentlichte er unter anderem Studien über die Typologie vokaler Bluesformen, die Tradition afrikanischer Blasorchester und die systematische Klassifikation von Rhythmen. Seither widmete sich Dauer vermehrt historischen Fragestellungen, etwa der Vorgeschichte von Jazzformen, die er keineswegs mehr nur in Afrika vermutete, oder der „Linearen Mehrstimmigkeit“, die er mit dem Ohr des Ethnologen als ein weit über den europäischen Kulturkreis hinaus verbreitetes Phänomen erforschte.

Alfons M. Dauer betreute über Jahrzehnte hindurch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zu musikethnologischen und jazzspezifischen Themen an deutschen und österreichischen Universitäten.“ (Quelle: adk.de)

Hier eines seiner wirklich bmerkenswerten Bücher … das eben nicht nur „Bluestexte2 zum Inhalt hat, sondern auch den jeweiligen historischen Kontext ausleuchtet, von daher alles andere als „nur“ ein Songbook, sondern eine fein formulierte Anthologie des Blues ist.

Und dabei erlaubte er sich den Spaß auch Rock N Roll (getreu dem Motto „The Blues got a baby and they named it Rock N Roll“) und Jazz („Watermelon Man“) einließen zu lassen.

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Da gab´s doch glatt mal so ne Gruppe, die nannte sich nach diesem Bluestitel.

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Den Song habe ich über die „Spencer Davis Group“ kennengelernt.

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