Bläck Fööss – Ein musikalischer Karnevalsgruß Köln 1981 – Jecke Tön in Blau und Gold (1981)

FrontCover1Nicht, dass ich noch die „närrische Zeit“ so ganz aus den Augen verlieren …

Hier wieder mal so ne kleine Rararität aus der Kölner Karnevals-Szene:

Die Filiale von Saturn in Köln ließ sich damals nicht lumpen und veröffentlichte diese Sonderpressung, speziell für die „GAE Bürgergarde blau-gold“.

Ganz genau genommen heißt dieser Karnevalsverein „Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln“:

Die Karnevalsgesellschaft Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln ist eines der neun Traditionskorps im Kölner Karneval sowie ordentliches Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval und Mitglied im Bund Deutscher Karneval.

Die Bürgergarde „blau-gold“ ist eine Ehrenfelder Karnevalsgesellschaft. Ehrenfeld erhielt 1867 das Stadtrecht und wurde 1888 nach Cöln eingemeindet. Die Stadtfarben waren blau-gold. Die Bürgergarde ist ein Zusammenschluss der Großen Cöln-Ehrenfelder C.G. von 1904, der Allgemeinen Ehrenfelder K.G. von 1911 und der Ehrenfelder K.G. „Funkengarde blau-gold“ von 1951. Auf Wunsch des Festkomitee Kölner Karneval sollten sich die drei Ehrenfelder Karnevalsgesellschaften zusammenschließen. So entstand 1955 die „Große Allgemeine Ehrenfelder K.G. blau-gold“. 1971 hatte dann der langjährige Präsident der Gesellschaft, Hans Wallpott, den Gedanken, ein Korps in den traditionellen friederizianischen Uniformen, wie es die anderen Korps auch haben, zu gründen. Die Farben sollten „blau-gold“ sein. 1981 änderte die Gesellschaft noch einmal ihren Namen in Bürgergarde „blau-gold“.

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Die Bürgergarde ist Gründungsmitglied des 1953 gegründeten Festausschuss Ehrenfelder Karneval und Trägergesellschaft des am Veilchendienstag stattfindenden Ehrenfelder Dienstagszuges, der 1954 erstmals als „Ihrefelder Kinderzog“ startete und einer der größten Stadtteilzüge Kölns ist. Zudem hat der Festausschuss Ehrenfelder Karneval, dem die Bürgergarde federführend angehört, 1965 das Kölner Kinderdreigestirn ins Leben gerufen. In den ersten Jahren wurde das Kinderdreigestirn von der Bürgergarde ausgesucht und betreut. Vor einigen Jahren hat das Festkomitee Kölner Karneval die Schirmherrschaft für das Kinderdreigestirn übernommen.

Am 10. Februar 2001 wurde die Bürgergarde vom damaligen Festkomitee-Präsidenten Hans-Horst Engels zum Traditionskorps ernannt.

In der Session 2010/2011 stellte die Bürgergarde „blau-gold“ mit Frank Steffens als Prinz Frank I., Günter Flüch als Bauer Günter und Hans René Sion als Jungfrau Reni erstmals ein Dreigestirn im Kölner Karneval.

Das Korps der Gesellschaft gliedert sich in Tanz-, Begleit- und Offizierskorps, den Regimentsmusikzug und den Spielmannszug. Seit 2000 gibt es die „Tanzmüüs“, eine Tanzgruppe für Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren, und seit 2011 gibt es in der Bürgergarde ein eigenes Reiterkorps.

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Na, das schaut zumindest ganz nett aus …

Wie auch die anderen Traditionskorps ist die Bürgergarde eine reine Männergesellschaft, in der Frauen nicht Mitglied werden können. Die Musikerinnen und Tänzerinnen sind als „förderndes Mitglied“ in die Garde aufgenommen worden und haben einen eigenen Prunkwagen im Kölner Rosenmontagszug. (Quelle: wikipedia)

Ja, ja … der Karneval ist schon ne ernste Angelegenheit …  da braucht man schon paramilitärische Strukturen ! Und Frauen dürfen da auch schon mal den Can-Can tanzen …

Gott sei Dank, dass diese Single nicht  ganz so staubdrucken und ernst, denn wir hören zwei Bläck Föss Lieder, die natürlich wie keine andere Combo in den letzten Jahrzehnten das musikalische Köln zur Karnevalszeit bereichert haben.

Beide Lieder stammen übrigens aus dem Jahre 1977.

Bläck Föss 1977

Bläck Föss, 1977

Besetzung:
Tommy Engel (vocals)
Dieter „Joko“ Jaenisch (piano, accordeon)
Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (guitar, vocals)
Hartmut Reinhold Priess (bass, percussion)
Franz Peter Schütten (guitar, vocals)
Ernst „Erry“ Josef Stoklosa (guitar, violin, vocals)

 

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Titel:
01. Et Spanien-Leed (Priess) 3.39
02. Ming eetste Fründin (Knipp) 3.26

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De Bläck Fööss – Links eröm – rächs eröm (1977)

FrontCover1Man glaubt es kaum: De Bläck Fööss gibt es seit 1970 !!!

Die Geschichte der Bläck Fööss geht bis in die späten 60er zurück, damals waren die späteren „Blankfüßler“ in etlichen anderen Gruppen tätig, 1970 fanden sie dann ihre endgültige Formation. Zu Anfang nannten sich die Kölner noch Stowaways und spielten englische Coverversionen auf Karnevalsveranstaltungen. Als die Zuschauer auch Kölsche Lieder verlangten, kam man den Wünschen der Fans natürlich nach.Die Geschichte der Bläck Fööss geht bis in die späten 60er zurück, damals waren die späteren „Blankfüßler“ in etlichen anderen Gruppen tätig, 1970 fanden sie dann ihre endgültige Formation. Zu Anfang nannten sich die Kölner noch Stowaways und spielten englische Coverversionen auf Karnevalsveranstaltungen. Als die Zuschauer auch Kölsche Lieder verlangten, kam man den Wünschen der Fans natürlich nach.Vorchecking: Robbie Williams, Bon Jovi, Unheilig Aktuelle News Vorchecking Robbie Williams, Bon Jovi, Unheilig Außerdem ab Freitag erhältlich: Hammerfall, Alicia Keys, Bläck Fööss, Nouvelle Vague, Kungs, ASP, Haudegen, Sarah Connor, Hundreds etc. 10
Nachdem die Band sich entschlossen hatte, den Kölsch-Titel „Rievkooche-Walzer“ auch im Studio aufzunehmen, kam der neue Name Bläck Fööss ins Gespräch. Man fand heraus, dass unter dem Namen „Stowaways“ bereits eine englisch singende Beatgruppe existierte. Ins Hochdeutsche übersetzt meint Bläck Fööss übrigens „barfuß“, denn so tritt die Band anfangs auch auf.

Autogrammkarte

Die erste Single verkauft sich knappe 2000 Mal und man tut sich schwer, eine Plattenfirma zu finden, die überhaupt Lieder in Kölner Mundart herausbringen will. In den doch sehr konservativen Karnevalszelten ist die Resonanz auf die langhaarigen Jeansträger anfangs eher zurückhaltend.
Die damaligen Freaks etablieren sich jedoch recht schnell in der Kölner Karnevalsszene, Titel wie „De Mama kritt schon widder e Kind“ oder „Am Arsch der Welt“ stoßen bei der älteren Generation zwar nicht auf große Gegenliebe, doch ist der Erfolg der Bläck Fööss für lange Zeit nicht mehr aufzuhalten.
Zwar glaubten viele Menschen, dass mit der Trennung von Tommy Engel 1994 das Ende der Bläck Fööss bevorstünde, mit Kafi Biermann wurde jedoch schnell Ersatz für den ausgeschiedenen Frontmann gefunden.

Zu Spitzenzeiten im Karneval absolvieren die Bläck Fööss bis zu 10 Auftritte an einem Tag. Als Highlight in der Karriere der Holzfällerhemden tragenden Truppe ist wohl der Auftritt an Silvester 2000 vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena zu nennen. Bei diesem Konzert feierten sie nicht nur den Jahrtausendwechsel und ihr 30-jähriges Bestehen, sondern nahmen auch den Longplayer „30 Jahre Bläck Fööss“ auf. (Quelle: laut.de)

DieSingles

Die Singles des Albums

Bei diesem feinen Album war der Tommy Engel noch dabei !

Die 12 Songs von „Links eröm – Rächs eröm“ sind aus dieser Zeit einfach mit die allerbesten der Bläck Fööß.
Die Texte von Hartmut Priess und anderen sind zum Hinhören (es ist die Zeit der letzten Zuckungen der „Stadtsanierung“). Die Musik ist gewohnt vielfältig, Latin, Rock, Boogie und ganz anderes. Es war damals auch noch der begnadete Tommy Engel, der sang, und Conny Planks Studiokünste. Was will man mehr? Die LP war dann auch in den bundesweiten! Top Ten. (Serenus Zeitblom)

Die beste Föös Platte!
In der alten Besetzung mit dem unvergessenen Tommy Engel. Undbedingt zu empfehlen. Musikalisch äußerst abwechslungsreich. Hervorragende Texte. Zeitgemäß, gefühlvoll aber auch kritisch. Zum immer wiederhören. Und dazu dies tolle Cover … (Ulrich und Birgit Vogt)

Und dass De Bläck Fööss weit mehrals nur eine Karnevalsband sind … dieses Album ist ein weiterer Beweis … auch für ihre nachdenkliche Seite … einfach nur gut !

Und rocken können sie auch … siehe „En de Weetschaff op d’r Eck“.

BackCover1

Besetzung:
Tommy Engel (vocals)
Dieter „Joko“ Jaenisch (piano, accordeon, vocals)
Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (guitar, nanjo, mandoline, violine, bouzouki, vocals)
Hartmut Reinhold Priess (bass, guitar, mandolin)
Franz Peter Schütten (vocals, guitar, percussion)
Ernst „Erry“ Josef Stoklosa (vocals, guitar, percussion)

Booklet1

Titel:
01 Rita Schnell (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 4.00
02 Müllers Plaat (frei nach einem Gedicht von J. Th. Kuhlemann „Der Noßbaum Schmitz) (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 2.49
03. Loss mer jet schunkele (Knipp) 4.04
04. Volksjade + Et Südstadt-Leed (Karolingerring)  (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 6.27
05. Sirtaki (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 3.49
06. Rollbrett (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 3.42
07. Lange Samstag en d’r City (Priess/Knipp) 3.49
08. En minger Bud (frei nach dem Gedicht „et Läuvestüffche“ von H. Paffrath) (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 3.16
09. Buuredanz (Knipp/Jaenisch/Stoklosa/Lückerath/Priess/Schütten/Engel) 5.56
10. Engelbät (Engel/Jaenisch/Lückerath/Priess/Stoklosa/Schütten) 2.03
11. En de Weetschaff op d’r Eck (Stoklosa) 3.48

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