Verschiedene Interpreten – Alles in Butter (1982)

FrontCover1Durchaus auch so ne Scheibe, die man bei einer geseeligen Karnevalsparty laufen lassen kann … am beste zur vorgerückten Stunde.

Und was wird geboten ? „Die Seine Sahne vom Feinsten“ und die Jahreszahl der Veröffentlichung weisst darauf hin, ass wir hier so etliche Kracher der sog. Neuden Deutschen Welle (NDW) um die Ohren gehaut bekommen.

Nun, mit der NDW bin ich eigentlich mit extrem wenigen Ausnahmen nie klar gekommen (ich war damals ja auch nicht die passende Zielgruppe).

Aber um Himmels willen, warum tauchen dann Lieder von Drafi Deutscher („Marmor, Stein und Eisen bricht“) oder der Ina Deter Band, Trio (die Minimalisten jener Tage) oder gar Grobschnitt mit ihrem Anti-AKW Song „Wir wollen leben“ auf ?

Von daher ist dieser Sampler eine recht krude Angelegenheit, die man vielleicht auf einer Party in vorgerückter Stunden geniessen kann.

Ansonsten legt man (bzw. ich) die LP mit ungläubigen Kopfschütteln zur Seite.

Das Cover allerdings ist nun wirklich pfiffig.

BackCover1

Titel:
01. Hubert Kah: Sternenhimmel (Zundel/Kemmler/Herter) 3.06
02. Frl. Menke: Traumboy Menke/Gutowski) 3.52
03. Ina Deter Band: Ob blond, ob Braun, ob Henna (Deter) 3.51
04. UKW: Ich will (Hubert) 2.35
05. Recht Herzlich: Der Kleine Elefant (Lacasio/Palma) 3.18
06. Drafi Deutscher: Marmor, Stein und Eisen bricht (Bruhn/Loose) 2.57
07. Extrabreit: Duo Infernale (Jaeger-Ramig) 3.11
08. Wolf Maahn:  Oh, Julia (Maahn) 3.41
09. Markus;  Ich will Spaß (Klopprogge) 3.43
10. Trio: Anna – Lassmichrein Lassmichraus (Kralle, Remmler) 2.44
11. Albatros: Es wird Zeit (Hardin/Glover/Niedzwetzki/Moethe) 2.59
12. Romeo: Marina (Weingarten/Granata) 3.32
13. Duo Enzian: Zwei Schwestern (Auerbach/Vejvoda) 3.25
14. Dombrowski: Hör ma‘ (Sabine, Sabine, Sabine) (Martinek/Bergner/Ullmann/Remmler) 3.25
15. Grobschnitt: Wir wollen leben (Grobschnitt) 4.15
16. Ixi: Detlev (Clemens/Tiedemann) 3.52

LabelB1

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Frl.Menke

Frl. Menke auf der Suche nach ihrem Traumboy (vielleicht hat sie ihn ja 2017 im Dschungelcamp gefunden)

Verschiedene Interpreten – Ein Herz aus Stein – Rolling Stones Songs auf deutsch (2006)

FrontCover1Vorbemerkung 1: Mit so einer Scheibe fängt eigentlich jedes Wochenende gut an …

Vorbemerkung 2: Bei der zentralsten Frage aller Fragen „biste für die Stones oder die Beatles“ war meine Antwort stets eindeutig. Für die Stones !

Und hier eine prachtvolle Sammlun von Rolling Stones Titel … auf deutsch gesungen … Da lacht das Herz und der Schmunzelfaktor – man kann es sich denken – ist extrem hoch.

Auf diesem Tribute-Album werden also 23 Songs der Rolling Stones von verschiedenen Künstlern und Bands in deutscher Sprache interpretiert. Von Schlagerstars, wie Karel Gott, bis Beat-Bands der 1960er und 1970er Jahre reicht das Spektrum der Interpreten.

Erwähnenswert ist vor allem die Theo Schumann Combo, dessen Rolling Stones Cover von der stattlichen Zensur der DDR verboten wurde.

Single02

 

Ein wenig humorlos ist folgende Besprechung:

„Im Gegensatz zu den Beatles wurden die Stones von fremdsprachigen Coverversionen eher verschont. Aber natürlich hat das Team von Bear Family immer noch genügend Perlen und Peinlichkeiten in den Archiven deutscher Schallplattenfirmen entdeckt, um einen gut 80-minütigen Sampler zu füllen. Mit dabei ist das schon fast legendäre „Rot und Schwarz“ (Paint It Black) von Karel Gott oder auch das bei Sixties Parties immer mal gerne zur Abwechslung aufgelegte „Ich frag dich noch einmal“ (The Last Time) von den wirklich guten Black Stars aus Bremerhaven. Die selbe Melodie wird gleich noch zweimal als „Das kann doch nicht wahr sein“ präsentiert. Wobei die DDR-Version der Theo Schumann Combo vor Holger Thomas aus Wilhelmshaven klar nach Punkten gewinnt.

SinglePack1

Weitere Highlights – und das meine ich ganz frei von Ironie – sind The Tonics mit „Ein Mädchen in der Stadt“n (That Girl Belongs To Yesterday, von Jagger/Richards für Gene Pitney geschrieben), Drafi Deutscher und „Es ist besser du gehst“ („You Better Move On“) und Ulla Meinecke mit „Die Zeit wartet auf niemand“ (Time Waits For Noone). Kuriositätenwert haben Bernd Apitz mit „Baby, du kommst viel zu spät“ (Out Of Time) oder die österreichische Seventies Band Magic mit „Feuerreiter“ (I Am Waiting).

Booklet15A

Der Rest ist mehr oder weniger peinlich bis ärgerlich. Aber natürlich sollte man diese Versionen in keinem Fall an den Originalen messen. Man kann jedenfalls sehr schön überzeugte Stones-Fans auf der Halloween oder Silvester-Party mit diesem Sampler erschrecken. Und wer die anderen Bear-Family Sammlungen mit deutschen Versionen angloamerikanischer Hits goutierte, wird auch hier Spaß und Freude haben. Die Linernotes von Bernd Matheja sind gewohnt volkstümlich und jovial.

SinglePack2

Und um noch ein bisschen Namedropping zu betreiben, Frank Farian, Udo Lindenberg, Juliane Werding, Jürgen Zeltinger, Truder Herr & Wolfgang Niedecken sind auch vertreten. Die Ilustrationen im Booklet und das Cover wurden übrigens von Reinhard Kleist gezeichnet, der ja gerade seine Comic Biographie zu Johnny Cash veröffentlicht hat. Eine Wertung für diese Zusammenstellung ist nicht wirklich möglich.“(Quelle: Guitars Galore)

SinglePack3

Also, die Linernotes von Bernd Matheja sind natürlich vor allem sehr kenntnisreich und fundiert ! Ein weiteres Lob gilt natürlich dem Begleitheft (40 Seiten !) … vorbildlicher geht es nicht mehr.

Und Bernd Matheja schreibt dann über die Qualität der Songs folgendes:

Hüllentext1

So isses … aber es gibt schon auch wahre Perlen ….

Wie z.B. die deutsche Angie-Fassung (getextet von Christian Heilburg) – gibt´s hier gleich in 2 Fassungen und ja … solche Angies, wie sie m Text beschrieben werden … ja, die habe ich im Laufe des Lebens auch getroffen … die meisten sind mittlerweile verglüht …

Die Songs der Kölner Fraktion haben auch viel eigenständiges … Udo Lindenbergs Sympathie für den Teufel ist über jeden Zweifel erhaben (Co-Texte: Horst Königstein !).

Der Peter Schleicher hat ja gleich ein ganzes Album mit Stones Lieder auf österreichisch veröffentlicht; hier hören wir 2 dieser Titel.

Ja natürlich dann noch der Karel Gott mit seiner Fassung von „Paint It Black“ … ein Brüller … anders kann man es nicht sagen … so ekstatisch war er wohl selten *ggg*

Booklet03A

Frank K. dürfen noch mal zeigen, was sie eigentlich darauf gehabt hätten. Ihr „Geh zum Teufel“ … man möge es bitte sehr laut hören … da kommt dann die pure Energie zum Vorschein.

Der Text von „Das kann doch nicht wahr sein (gesungen von Holger Thomas) ist ein weiterer eher humoristischer Höhepunkt.

Und dann natürlich das Theo Schumann Combo: Die beiden bis dato unveröffentlichten Stones aus dem Jahr 1965 sind sowas von verblüffend gut gelungen … (klar, diese Aussae betrachte man bitteschön auf dem Hinterrund der damaligen Zeit). Schön, dass wir sie jetzt endlich hören können.

Summa summarum: Dieses Album … ist ne Wucht …

Booklet17A

Titel:
01. Karel Gott: Rot und Schwarz (Paint It Black) (Korn) 3.10
02. Holger Thomas: Das kann doch nicht wahr sein (The Last Time) (Hammerschmidt) 3.40
03. Minou: Ruby Tuesday (Loose) 4.47
04. Die Dorados: Keine Klasse (I Can’t Get No) Satisfaction) (Feltz) 3.08
05. The Tonics: Ein Mädchen in der Stadt (That Girl Belongs To Yesterday) (Lüth) 3.03
06. Drafi Deutscher: Es ist besser du gehst (You Better Move On) (Loose) 2.46
07. Bernd Apitz: Baby, du kommst viel zu spät (Out Of Time) (Loose) 2.47
08. Anita Traversi: Es ist so schön verliebt zu sein (As Tears Go By) (Buschor) 2.38
09. Jack White: Die Mädchen zuhaus‘ (Honky Tonk Woman) (Holm) 2.36
10. Frankie Farian & Die Schatten: Ein Herz aus Stein (Heart Of Stone) (Reuther) 2.24
11. The Black Stars: Ich frag dich noch einmal (The Last Time) (Hee) 3.06
12. Theo Schumann Combo: Satisfaction (Gutsche) 3.52
13. Jasmine Bonnin: Angie (Heilburg) 4.25
14. Magic: Feuerreiter (I Am Waiting) (Bukowski) 3.13
15. Udo Lindenberg: Sympathie für den Teufel (Sympathy For The Devil) (Lindenberg/Königstein) 5.33
16. Peter Schleicher: Man rennt net min Kopf durch die Wand (You Can’t Always Get What You Want) (Schleicher) 3.55
17. Trude Herr & Wolfgang Niedecken: Die Hipp vum Nümaat (Beast Of Burden) (Herr) 3.26
18. Ulla Meinecke: Die Zeit wartet auf Niemand (Time Waits For No One) (Meinecke) 4.13
19. Franz K.; Geh zum Teufel (I Can’t Get No) Satisfaction) (Josefus) 4.16
20. Juliane Werding: Angie (Heilburg) 4.23
21. Jürgen Zeltinger: Waade Op Ne Fründ (Waiting For A Friend) (Niedecken) 3.35
22. Theo Schumann Combo: Das kann doch nicht wahr sein (The Last Time) (Gutsche) 3.01
23. Peter Schleicher: Das Salz Von Der Erd‘ (Salt Of The Earth) (Schleicher) 4.55

CD1

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VA – Pop in Germany Vol 1 (2001)

frontcover1Und jetzt steigen wir tief, ganz, ganz tief in die Raritätenkiste des deutschen Schlagers der 60er Jahre ein .. wobei Schlager eigentlich nicht ganz zutreffend ist … da sind die Grenzen fließend gewesen … damals …

Wenn Wahnhaftes zu einem Hund von Baskerville mutiert, aus einem gelben Fluß kurzerhand Fremde Augen werden und ein schöner Tagtraum sich in die harsche Order Stell dein Bett auf die Straße verwandelt -wenn einem all so Wirres widerfährt, das ist schon einen deutschen Schlager wert. Ob Rock ’n‘ Roll, ob Surf oder Twist – die deutschen Schallplattenfirmen hatten während der 60er und 70er Jahre stets ein Ohr für Musik-Fans, die des Englischen nicht mächtig waren. Und verständlicherweise ein zweites, um erhofftes Zusatz-Klimpern in der Kasse besser überwachen zu können. Klartext: Wann immer aus den USA oder dem Vereinigten Königreich populäre Hits hiesige Küsten erreichten, sollten potentielle Käufer auch verstehen, was da gesungen wurde. Das Verfahren klappte: Kaum kletterten vielversprechende Titel die amerikanischen oder britischen Hitlisten empor, spitzten worterprobte Texter zwischen Flensburg und Garmisch schon die Griffel, ölten deutschsprachige Interpreten die Stimmbänder. Ihr gemeinsamer Auftrag: Ran an die Originale, Cover-Versionen zimmern!
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Was dabei heraus kam, ist -genremäßig sortiert- bereits auf CDs nachzuhören: ‚Surf In Germany‘ (Bear Family Records BCD 16211) hat sich dabei in der Vergangenheit den musikalischen Wellenreitern gewidmet, ‚Twist In Germany‘ (BCD 16186) den steißgefährdeten Hüftwacklern – mit zusammen 45 klingenden Zwerchfellattacken. Da wurde aus einer Abigail Beecher locker Der Knüller Mausi Müller, aus She Rides With Me mal eben Kein Alibi oder aus Twist Everybody das Diät-Dekret Twist ist gut für die Linie. Doch all das war nur leichtes -wenngleich auch schon herrlich kurioses- Vorgeplänkel zu Beginn der Goldenen Sechziger, in der sogenannten Prä-Beat(les)-Ära. Die volle Breitseite jedoch, die stand erst noch an. Bob Dylan und die Rolling Stones, die Fab Four und Manfred Mann, die Moody Blues, Creedence Clearwater Revival, Simon & Garfunkel und unzählige andere – sie alle sollten erst noch kommen, um sich ihre germanischen Blaupausen einzuhandeln. Protestsongs und 4/4-Beat wurden verarztet, Unterhaltungs-Pop und Flower Power.
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Und zum Jahrzehntwechsel in Richtung 70s erwischte es mit Paranoid sogar einen der ultimativen UK-Hardrock-Hammer, den sich – wer wäre auch geeigneter dafür gewesen ?! – Cindy & Bert vorknöpften. Ein Name, der das Programm signalisiert. Denn die Plattenfirmen ließen sich generell nicht lumpen, was die Vollstreckerliste mit deutschsprachigen Interpreten betraf: Mary Roos, Bernd Spier, ex-Rattle (und The Witch-Sänger) Henner Hoier, Manuela, Drafi Deutscher, Nina & Mike, der spätere Top-Producer Jack White – Prominenz wurde dienstverpflichtet, wenn es darum ging, internationalen Song-Treffern germanisches Flair einzuhauchen. Besonders kurios geriet es immer dann, wenn konsequent gegen den Strich gebürstet wurde. Schon einige Zeit vor der umwerfenden Kombi Cindy & Bert/Black Sabbath hatte es wahre Pracht-Verquickungen gesetzt: Als etwa die mopsfidelen, pudelschleppenden Jacob Sisters auf den innigen Soul der Supremes angesetzt wurden oder sich die eidgenössische Schmacht-Spezialistin Anita Traversi urplötzlich für einen Versuch an den Rolling Stones freigestellt sah. Dafür, daß es sich bei einem Beatles- und David-Garrick-Bearbeiter namens Helmut Schmidt nicht um den Kanzler in spe handelte, mußte man geradezu dankbar sein. Schmidt, ein Mann vieler Singles und keiner zählbaren Treffer, steht stellvertretend für eine ganze Reihe singender Zweitligisten. Denn die Strategie der Plattenfirmen lief zweigleisig: Die ins Deutsche umgehobenen US- und UK-Hits dienten nämlich nicht nur als Futter für die bereits erwähnten, etablierten Stars; sie waren auch willkommenes Vehikel, um Neulingen, noch Unbekannten und schon länger vergeblich Strampelnden auf die (Erfolgs-)Leiter zu helfen.
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Motto: Ist der Text erst transferiert, covert sich’s ganz ungeniert – und bringt vielleicht sogar warmen Regen durch die kalte Küche. Heinz Harden, das Protest-Pärchen Christopher & Michael, Curd Borkmann, Olaf King, Boris Brown, Holger Stern, Ingo Blankenbourg, der ehemalige Manuela-Pianist (5 Dops) Buddy Caine alias Joachim Salg – für sie alle blieb, trotz diverser Veröffentlichungen, der Begriff ‚Hitparade‘ ein Fremdwort; Combos wie den Black Stars, Four Kings oder den Rattenfängern erging es nicht besser. Boy (auch: Bert) Berger hatte zumindest an der Seite von Michael Holm (als Missouris) kurzzeitig Charts-Luft schnuppern dürfen. Dennoch: Die meisten Interpreten rutschen erst jetzt, mehr als 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung ihrer Cover-Versionen, damit auf die Spielfläche einer CD. ‚Pop in Germany‘ macht’s möglich und erfüllt damit zugleich seit langem geäußerte Fan-Wünsche.
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Denn die aus den Archiven zutage geförderten, „umgebauten Originale“ zählen – neben speziellen Einzelinterpreten und ganzen Labels – zu den derzeit gesuchtesten (Vinyl-)Objekten der Begierde auf der hiesigen Sammlerszene. Für den seltenen Hund von Baskerville etwa werden inzwischen regelmäßig dreistellige DM-Beträge eingefordert – und auch abgedrückt. Und, fragen Nina & Mike, Was wird sein in sieben Jahren? (Hüllentext von Bernd Matheja)
Einerseits: viel vergnüglicher kann ein Trip in dieses Jahrzehnt nicht sein … blendet man mal all die damaligen Katastrophen und Konflikte aus … und wenn ich vorhin schrieb, dass beim deutschen Schlager die Grenzen fließend waren, dann wir das einem bewußt, wenn man sich vergegenwärtigt … dass wir hier Songs, der Rolling Stones, der Animals…. hören … aber eben fein „verschlagert“ …
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Bei etlichen Songs (wie z.B. „Mrs. Applebee“) muss ich einfach mit trällern oder pfeifen ….

Ja und dann treffen wir auf ein Flut von Sängern und Bands, von denen ich bis dato noch nie etwas gehört habe.

Oder, wer kennt: Buddy Caine, Helmut Schmidt (nein, nicht der Sozi-Kanzler !), Nina & Mike, Anita Traversi, Holger Stern, Brown, The Black Stars, Ingo Blankenbourg, Die Rattenfänger, Four Kings, Olaf King, Heinz Harden oder Boy Berger ???

Aber wir hören rare Werke von Mary Roos, Drafi Deutscher, Manuela, Bernd Spier usw. usw.
Es warten 25 Knaller/Knüller darauf, dass man ihnen Gehör schenkt …
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 Und dann, ja und dann … hörte ich die deutsche Version von „In The Year 2525“ … und dann …
Die Interpreten Nina  Mike sind auf der einen Seite eines jener mehr oder weniger belanglosen Gesangsduos der 70er Jahre gewesen … auf der anderen Seite … puuuh …. hat mich der Text dann schon verdammt angesprochen … das ist wohl so, wenn man bald 62 Jahre alt wird:
Was wird sein in 7 Jahren,
lässt du mich nicht allein
wirst du dann noch wie heut‘ bei mir sein?
Was wird sein in 15 Jahren
wenn wir schon längst nicht mehr zur Jugend zählen
wenn mir die ersten grauen Haare wachsen
wirst du dann immer noch stolz auf mich sein?
Was wird sein in 20 Jahren
wenn unsere Kinder mit Problemen kommen
wirst du ihnen dann zur Seite stehen
oder sie sich selbst überlassen?
Was wird sein in 30 Jahren
wenn ich ab und zu mal nicht zuhause bin
würdest du in Gedanken bei mir sein
oder ist dir ganz egal was ich mache?
Was wird sein in 40 Jahren
wenn unsere Kinder uns nur Briefe schreiben
weil sie in eine andere Stadt gezogen
wirst du mich trösten, wenn ich weinen muss, o-o-ho?
Was wird sein in 50 Jahren
wenn wir schon alt und grau geworden
wenn wir dann am Stock spazierengehen
wirst du mir auch noch liebe Worte sagen?
Und wer weiss in 60 Jahren
was wird sein, wenn wir den Himmel sehen
werden wir auf unser Leben schauen
und daran denken, wie schön es doch war, o-o-ho?
Und was wird sein in 100 Jahren
wenn wir von allen längst vergessen sind
wird auf unser’n Gräbern Unkraut wachsen
oder werden Blumen blüh’n, wer weiss?
Doch wir woll’n nicht zu viel denken
heute sind wir jung und glücklich
dass auch wir Probleme haben
lässt uns nicht traurig sein.
Komm gib mir deine Hand
ich will nur dir gehören
und wenn wir uns bemüh’n
bleibt unsere Liebe immer schön.
nina-mike

Nina & Mike

Und natürlich versteht es sich, dass diese Serie fortgesetzt wird … und dann hören wir Künstler wie John Dattelbaum, Eddy Freitag und Tom Hagen … die Skurrilität nimmt kein Ende …
singles06
Titel:
01. Cindy & Bert: Der Hund der Baskerville (Paranoid) (Butler/Iommi/Osbourne/Ward/Berger) 2.49
02. Jacob Sisters:  Was hab ich dir getan? (Stop In The Name Of Love) (Holland/Dozier/Holland/Loose) 2.41
03. Buddy Caine: Diese Träume (He Ain´t Heavy, He´s My Brother) (Russell/Scott/Jay) 3.49
04. Mary Roos: Die Liebe kommt leis‘ (You Can´t Hurry Love) (Holland/Dozier/Holland/Holm) 2.42
05. Helmut Schmidt: Mrs. Applebee (Dear Mrs. Applebee) (Meshall/Barr/Blecher) 2.10
06. Bernd Spier: Flowertime In San Francisco (San Francisco) (Phillips/Hertha) 2.39
07. Christopher & Michael:  Wir sind am Ende (Eve Of Desctruction) (Sloan/Fontaine/Sommerkorn) 3.16
08. Nina & Mike: Was wird sein in sieben Jahren? (In The Year 2525) (Zager/Evans/White) 3.48
09. Anita Traversi: Es ist so schön, verliebt zu sein (Jagger/Richards/Oldham/Buschor) 2.36
10. Holger Stern:  Nächte im Schatten (Nights In White Satin) (Redwave/Holm) 4.01
11. Boris Brown:  Es steht ein Haus im Westen (The House Of The Rising Sun) (Traditional/Hammerschmidt/Busch) 3.01
12. The Black Stars:  Ich frag dich noch einmal (The Last Time) (Jagger/Richards(Heé) 3.04
13. Ingo Blankenbourg: Träume sind golden (Silence Is Golden) (Gaudio/Menke) 2.39
14. Curd Borgmann:  Großer Jack (Excerpt From A Teenage Opera) (Philwit/Hopkins/Hertha) 4.08
15. Die Rattenfänger:  Hart wie ein Stein (I Am A Rock) (Simon/Menke) 2.45
16. Four Kings:  Brötchen und Milch (No Milk Today) (Gouldman/Dieter) 2.27
17. Olaf King:  Stell dein Bett auf die Straße (Daydream) (Sebastian/Gordan) 2.25
18. Heinz Harden:  Pretty Flamingo (Pretty Flamingo) (Barkan/Moesser) 2.42
19. Drafi Deutscher:  Weil ich dich liebe (Wigwam) (Dylan/Deutscher/Binder) 3.56
20. Jack White:  Das Mädchen zu Haus (Honky Tonk Woman) (Jagger/Richards/Holm) 2.34
21. Henner Hoier:  Tränen der Liebe (Crimson And Clover) (James/Lucia/Chambosse) 3.43
22. Manuela:  Etwas in mir wurde traurig (Killing Me Softly) (Fox/Gimble/Kunze) 5.01
23. Boy Berger:  Wulle Wulle (Wooly Bully) (Samudio/Montague) 2.22
24. Bernd Spier:  Fremde Augen (Yellow River) (Christie/Holm) 2.43
25. Helmut Schmidt:  Jeder braucht einen Freund (With A Little Help From My Friends) (Lennon/McCartney/Loose) 2.35cd1

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Dazu schreibe man an

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Darüber sollten wir mal nachdenken:

Nebel zieht in dichten Schwaden
übers Moor von Forrest Hill,
grün-gespenstig grinst ein Irrlicht,
es ist Nacht in Baskerville.
Wer verbreitet Angst und Schrecken,
wer vernichtet was er will,
jeder sucht sich zu verstecken
vor dem Hund von Baskerville.
Wen er anfällt,
dieser Hund von Baskerville, oh yeah,
hat verloren
in dem Kampf um Baskerville, oh, yeah.
Und es traut sich keine Seele
in das dunkle Moor hinein,
jeder zittert um sein Leben,
wer wird wohl der Nächste sein?
Heut ist die Mission beendet,
die sein irrer Herr ihm gab,
lautlos, wie er einst gekommen,
schleicht er sich ins Moor hinab.
Nebel zieht in dichten Schwaden
übers Moor von Forrest Hill,
und verbirgt des Rätsels Frage
um den Hund von Baskerville
Völlig durchgeknallt, die Live Auftritt von Cindy & Bert
mit ihrer Kultfassung „Der Hund der Baskerville“