Verschiedene Interpreten – Lieder vom Rhein und Wein (70er Jahre)

FrontCover1Und jetzt machen wir mal wieder eine Ausflug … :

Nierstein ist eine Stadt im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Rhein-Selz an, deren größte Kommune sie mit rund 8.200 Einwohnern ist.

Nierstein liegt in Rheinhessen am Rhein, ca. 12 Kilometer südlich von Mainz und 25 Kilometer nördlich von Worms.

Nierstein ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 783 Hektar bestockter Rebfläche, davon 75,6 % Weißwein- und 24,4 % Rotweinsorten, nach Worms (1.490 Hektar) größte Weinbaugemeinde Rheinhessens und sechstgrößte Weinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde ist auch Namensgeber für den Bereich Nierstein. (Quelle: Wikipedia)

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Und das bringt uns dann zum Weingut „Jakob Gerhardt: “

Die Wurzeln und die Entwicklung der Firma Jakob Gerhardt lassen sich bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen, denn bereits 1751 wurde der erste Nachweis von Weinbergsbesitz unter Johann Peter Gerhardt urkundlich erwähnt. Auch die nachfolgenden Generationen der Familie Gerhardt widmeten sich dem Wein- und Ackerbau, bis schließlich der 1854 geborene Jakob Gerhardt seine Tätigkeit ganz auf das Küferhandwerk und damit verbunden auf den Weinhandel konzentrierte.

Neben Weinbergsbesitz und einer Kellerei in der rheinhessischen Gemeinde Dalheim erwarb Jakob Gerhardt im Jahre 1910 eine Hofreite in Nierstein am Rhein. Diesen Kellereibetrieb übernahm im Jahre 1911 sein Sohn Jakob Gerhardt junior, dem es im Laufe der Jahre gelang, das Weinhandelsgeschäft immer weiter auszubauen und Kundenkontakte in ganz Deutschland zu knüpfen. Das zu seinem Besitz gehörige Hotel „Zur Krone“ in Nierstein entwickelte sich bald zum Treffpunkt für Rheinromantiker und Weinliebhaber.

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Nach den auch für die Weinwirtschaft äußerst schwierigen Jahren des Krieges, die der Enkel von Jakob Gerhardt, Johannes Hans Gerhardt, zu bewältigen hatte, setzte dieser zunehmend auf den Direktverkauf qualitativ hochwertiger Weine an Privatkunden. Für die Kundenbetreuung wurde ein Stab von Außendienstmitarbeitern aufgebaut. Der Erfolg dieses Konzeptes machte schon bald Zukäufe von gutem Wein und eine erste Betriebserweiterung notwendig. 1956 wurde in Nierstein eine eigene Sektkellerei erbaut, die 1958 mit den Niersteiner Schloßkellereien verbunden wurde.

1987 wurde Jakob Gerhardt, damals in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, von dem renommierten Geschäftsmann und Weinliebhaber Max Dieter Altmann aus Hamburg erworben.

Herr Altmann, ein Mann für die schwierigen Fälle, sanierte das angeschlagene Unternehmen und führte es wieder auf Erfolgskurs. Zur Zufriedenheit der Jakob Gerhardt Kunden und Mitarbeiter ist er seit nunmehr über 20ig Jahren ein Garant für Qualität, Beständigkeit und Innovation. Das operative Geschäft leitet als zweiter Geschäftsführer Pierre Boos. Als Franzose steckt ihm die Weinleidenschaft sozusagen im Blut, und inzwischen kann er als Weinfachmann auf über 30 Jahre Weindirektvertriebs-Erfahrung zurück blicken.

Jakob Gerhardt ist nicht nur in Deutschland tätig, sondern weltweit angesiedelt. Neben den Vereinigten Staaten, Frankreich, Schweiz, England und den Benelux-Ländern sind wir auch in den Wachstumsmärkten Japan und China aufgestellt.  (Selbstdarstellung)

Nun ja … und irgendwann mal, ich vermute Mite der 70er Jahre brachte dieses Weingut eine LP heraus (Werbegeschenk oder so), mit „Lieder vom Rhein und Wein“.

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Man lese sich die Titelliste durch und dann weiß man, was einen erwartet.

Die Musik ist nun wirklich nicht meine Kragenweite, aber meine Toleranz gegenüber Schunkelliedern & Co, hat sich erhöht. Aber wenn ich dann folgende Zeilen höre ..

O du wunderschöner deutscher Rhein,
du sollst ewig Deutschlands Ehre sein.

… dann wird mir schon anderes. Die Begriffe Ehre und Deutschland im Zusammenhang lässt mich frösteln.

Interessant, dass in vielen Textsammlungen das Wort Ehre längst durch „Zierde“ ersetzt wurde … nur hier eben noch nicht.

Und von der alten „Burschenherrlichkeit“ mag ich eigentlich so gar nix hören … Die Geschichte der deutschen Burschenschaften ist mir dann doch zu suspekt …

Aber zumindest kann ich vermelden, dass die Tonqualität der LP in die Kategorie „astrein“ gehört.

Und ich vermute mal, die LP hätte dem Helmut Kohl (* 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein; † 16. Juni 2017 ebenda) gefallen …

 

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Titel:
01. Die Rheinischen Musikanten: Ein Prosit (Traditional) 0.47
02. Die Rheinische Drosselschar: Im Krug zum grünen Kranze (Traditional) 2.12
03. Die Rheinische Drosselschar: Sass (Flotow/Petersen) 1.57
04. Die Rheinische Drosselschar: Dort, wo der alte Rhein (Traditional) 2.24
05. Akademischer Gesangverein München: Oh alte Burschenherrlichkeit (Traditional)  2.02
06. Die Rheinische Drosselschar: Es liegt eine Krone im tiefen Rhein (Traditional) 2.06
07. Die Rheinische Drosselschar: Im tiefen Keller sitz ich hier (Traditional) 3.31
08. Die Rheinischen Musikanten:   Ein Prosit (Traditional) 0.47
09. Akademischer Gesangverein München: Keinen Tropfen im Becher (Traditional) 2.55
10. Die Rheinische Drosselschar: O, du wunderschöner deutscher Rhein (Traditional) 2.11
11. Die Rheinische Drosselschar: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Traditional)   2.28
12. Die Rheinische Drosselschar: Grüß mir das blonde Kind vom Rhein (Traditional) 2.36
13. Die Rheinischen Musikanten:  Wer sein Gläschen trinkt (Traditional) 1.37
14. Die Rheinischen Musikanten: Muß i denn zum Städtele hinaus (Traditional) 1:22

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Postkarte

Postkarte der Marke Asbach uralt aus Nierstein

Und hier dann noch ein stimmungsvolles Werbefilmchen:

 

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