Chris Barber – The Grundig Concert ´90 Digital (1980)

FrontCover1Ja hoppla, was ist denn das ? Ein Chris Barber in diesem blog ?

Nun, der Grund ist ganz einfach. Hier haben wir es mit einer deutschen Grundig-Privatpressung zu tun …

Und so können wir auf der Rückseite der Hülle dann auch folgendes lesen:

Chris Barber spielte diese Platte anläßlich der HiFi Düsseldorf 1980 auf dem Ausstellungsstand der Grundig AG ein. Das Tonstudio Bauer, Ludwigsburg, stellte die Digitaltechnik zur Verfügung und Deutschlands Direktschnittlabel Jeton übernahm die Produktion.

Nun denn, hier hören wir den ganz und gar traditionellen Chris Barber.

Der Song „Royal Garden Blues“ stammt z.B. aus dem Jahr 1919 … und so geht´s dann auch weiter … bis hin zu den Songs „Down By The Riverside“ und „Ice Cream“ … beide Songs wurde von Chris Barber erstmalig für eine Single im Jahr 1955 eingespielt …

Erstaunlich bleibt dabei, mit welcher Spielfreude sie einfach nur mal gute Laune verbreiten.

ChrisBarberBand1980

Chris Barber Band, 1980

Dass Chris Barber mehr kann … wissen die Experten, ich verweise mal auf die LP „Drat That Fratle Rat“ (1972 und und und … Wer mehr über Chris Barber wissen oder auch hören will, kann es ja mal hier versuchen.

Tja … und Grundig gibt es mittlerweile nicht mehr … den Chris Barber allerdings schon … der reist noch immer durch die Gegend … im zarten Alter von 87 Jahren !)

Ach ja, diese Aufnahmen wurden dann später auf der Jeton CD „Concert ’80(mit weiteren Titel dieses „Grundig“ Konzertes“erneut veröffentlicht.

ChrisBarber2017

Besetzung:
Chris Barber (trombone, vocals)
John Crocker (reeds)
Norman Emberson (drums)
Pat Halcox (trumpet)
Roger Hill (guitar)
Johnny McCallum (banjo, guitar)
Vic Pitt (bass)

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Titel:
01. Royal Garden Blues (C.Williams/S.Williams) 7.36
02. Wabash Blues (Meinken) 5.49
03. Ha-Ha-This-A-Way (Ledbelly) 1.57
04. Sweet Sue (Young) 3.57
05. Ain’t Misbehavin (Waller/Brooks) 7.25
06. We Shall Walk Through The Streets Of The City (Traditional) 3.45
07. Down By The Riverside (Traditional) 3.32
08. Ice Cream (Johnson) 6.17

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Hot Dogs – Königlich Bayerischer Bierjazz (1972)

frontcover1Und weiter geht´s mit dem närrischen Treiben.

Vermutlich waren sie die erste bayerische (Dixie) Kapelle, die sich bundesweit einen Namen machte …

Die Hot Dogs waren eine Münchener Dixieland-Jazzband, die seit Ende der 1950er-Jahre durch deutsche bzw. bayerische Volkslieder im New-Orleans- bzw. Dixieland-Stil populär wurde.

Die Hot Dogs waren ursprünglich eine Münchener Dixieland-Jazzband, die vor allem durch verjazzte bayerische Lieder und andere volkstümliche Musik in ganz Deutschland bekannt wurde. Sie wurden 1955 von Studenten der Technischen Universität (damals Technische Hochschule, abgekürzt „TH“) und Schülern des Maximilians-Gymnasiums als „TH Hot Dogs“ gegründet. Der Name wurde bald in „New Orleans Hot Dogs“ geändert, um den bevorzugten Jazzstil der Band deutlich zu machen. 1966 hatte die Band ihren ersten großen Erfolg mit Ja, so warn´s, die alten Rittersleut. Dieses von Karl Valentin geschriebene Lied wurde immer wieder um neue, oft unmoralische Strophen erweitert, die von Auftritt zu Auftritt variiert wurden. Als die Band ab etwa 1970 zur Profiband wurde, bürgerte sich als Bandname die Kurzform „Hot Dogs“ ein. Im Jahre 2004, nach fast 50 Jahren, lösten sich die Hot Dogs auf. Sie waren damit die erfolgreichste deutsche Dixielandband, und ihre Musiker gehören zu den ganz wenigen Jazzmusikern, die von ihrer Musik bis ins Rentenalter leben konnten.

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Hauptmotor der Band war von Anfang an der Pianist Dr.-Ing. Gerhard Sterr (verstorben Oktober 2011 in München) mit Arrangements und eigenen Kompositionen sowie in den geschäftlichen Angelegenheiten. Er war es auch, der früh anfing, bayerische Stücke (Tölzer Schützenmarsch, Wildschütz Jennerwein) in das Repertoire der Band einzubringen, weil viele berühmte New-Orleans-Jazz-Stücke, und nicht nur die, einen ähnlichen Ursprung hatten, und legte damit den Grundstein für den späteren Erfolg über die Grenzen Münchens hinaus. Mit der Professionalisierung der Band wurde er dann auch formal der Bandleader.

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Die New Orleans Hot Dogs im „Jazzkeller“ (v.l.n.r.): Malte Sund (tb), P.G. Dotzert (bj), Rolf Maurer (dr), Chico Smazoni (b), Fritz Dünckelmayer (co), Gerhard Sterr (p), „Wiggerl“ Niedermeier (cl)

Nach der Auflösung der Band führte ihr Klarinettist und Sänger, Ludwig Niedermeier (verstorben November 2010 auf Teneriffa), mit einigen Ehemaligen die Band als Münchener Amateurjazzband weiter, unter verschiedenen Bandnamen, in denen aber das „hot“ nie fehlte.(Quelle: Wikipedia)

 

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Als dieses Album 1972 erschien waren die Hots Dogs vermutlich auf dem Zenit ihres Erfolges. Denn Anfang der 70er Jahre veröffentlichten die Hot Dogs quasi ein Album nach dem anderen …

Und auch hier begegnen wir alle Zutaten … die die Hot Dogs so populär gemacht haben: bayerische Hinterfotzigkeiten, schaurige Moritaten und Geschichten, viel derb-unzüchtiges Zeug. Und man bediente sich dabei nicht nur aus dem Fundus traditionell-bayerischer Melodien, sondern auch Komponisten wie Strauß, Silcher („Lorelei“) oder Komzak („Erzherzog Albrecht Marsch“) mussten für den so ganz speziellen Sound der Hot Dogs herhalten.

Sie wurden quasi musikalisch verballhornt und das klingt einfach nur gut, denn neben all dem Blödsinn, den die Hot Dogs veranstalteten, waren sie darüber hinaus auch noch ziemlich gute Musiker !

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Besetzung:

Bernhard Etzel (trombone)
Herbert Liedl (bass)
Michael Meister (banjo)
Hermann (Miltz)
Franz Müller (trumpet)
Ludwig Niedermeyer (clarinet, vocals)
Gerhard Sterr (piano)

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Titel:
01. Spanisches Abenteuer (Traditional/Costa) 3.36
02. Radetzky Rag (Strauß) 3.44
03. Ja, mia san mit’m Radl da (Traditional/Schambeck) 3.35
04. Die Lorelei (Silcher) 2.55
05. Schuld is‘ ganz alloane’s Bier (Sterr/Schambeck) 3.33
06. Der Stolz von der Au (Junker/Krebs) 3.16
07. Die Weißbierlilli (Sterr) 4.01
08. Erzherzog Albrecht Marsch (Komzak) 2.06
09. Jetz‘ trink‘ ma alle no‘ a Maß (Etzel/Lorenz) 3.28
10. Der schöne Arthur (Sterr)
11. Räuber-Rhapsodie (Traditional) 3.10
12. Der Fensterputzerkare (Hönle/Krebs) 4,23

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single

The Harlem Ramblers + Sepp Trütsch – Sepp´s Folklore goes Dixie (2004)

frontcover1Die Idee klingt erstmal ziemlich schräg und durchgeknallt_

Man mische traditionelle Dixiemusik mit schweierzischer Folklore …

Und so durchgeknallt das auch klingen mag: Auf diesem Album funktioniert das ganz prächtig.

Und da ist zum einen der Sepp Trütsch:

Sepp Trütsch (* 23. Mai 1949 in Schwyz) ist ein ehemaliger Moderator von Volksmusiksendungen und Sänger.
Leben

An seine Schulzeit an der Kantonsschule Kollegium Schwyz schloss Sepp Trütsch eine Ausbildung zum Drogist an. Seine musikalische Ausbildung umfasste Gesang und Komposition. Seine mediale Laufbahn begann er als freier Mitarbeiter bei Radio Studio Bern im Jahr 1979. Trütsch arbeitete bis 1982 für das Radio. In derselben Zeit schrieb er Kolumnen für die Berner Zeitung Der Bund. Am 1. August 1980 nahm er die Tätigkeit als Redaktor und Präsentator SF DRS auf und war von 1984 bis 1987 Redaktionsleiter Folklore. Er hat etwa 470 Abendsendungen des volkstümlichen Schlagers moderiert, beispielsweise den Grand Prix der Volksmusik, den er selber ins Leben gerufen hatte. Weitere bekannte Sendungen volkstümlicher Musik mit Sepp Trütsch als Moderator waren Musig-Plausch und Fyraabig. Für das Schweizer Fernsehen präsentierte er regelmässig Sendungen bis 2002, als die Fernsehkarriere abrupt endete, weil SF DRS sich entschied, alle seine Volksmusik-Sendungen abzusetzen.

sepptrutsch01Seitdem widmet er sich der Gastronomie und organisiert Events. Seit 10. November 1997 ist Sepp Trütsch Verwaltungsratspräsident der Arena Wydehof AG in Birr AG im Kanton Aargau, einen Gross-Gastronomiebetrieb für Events und Gastronomie. Ausserdem besitzt er gemeinsam mit seiner Frau Ida Trütsch-Reichmuth seit 1. September 2008 das Hotel Wysses Rössli in seinem Heimatort Schwyz. Ferner ist er seit 26. Oktober 2000 auch Mitglied der Proyou Event AG in Schwyz, einem Unternehmen, dass im Bereich Events und Musikverlag tätig ist. Er ist seit 23. August 2004 geschäftsführender Gesellschafter der TVM Events GmbH und seit 14. Februar 1997 Inhaber der Sepp Trütsch Events + Konzeptionen.

Neben seinen Gastronomie-Tätigkeiten organisiert Sepp Trütsch weiterhin zahlreiche volkstümliche Veranstaltungen wie Brauchtumsübertragungen, Fasnachtsumzüge, Trachten-, Schwing- sowie Jodlerfeste oder auch musikalische Kreuzfahrten. Zudem veröffentlicht er zahlreiche Tonträger und nach wie vor auch immer wieder neue CDs. Nicht zuletzt ist Trütsch auch noch als Buch- und Kalenderautor aktiv.

Er ist seit 1969 mit Ida Trütsch-Reichmuth verheiratet und hat mit ihr einen Sohn (* 1970) und eine Tochter (* 1973). Er wohnt in Schwyz. (Quelle: wikipedia)

Und dann sind da noch die Harlem Ramblers:

Seit über 60 Jahren sind die Harlem Ramblers von der Schweizer Jazzszene nicht mehr wegzudenken. Mitreissender Dixieland, Swing, Evergreens und Blues, professionell und humorvoll vorgetragen, sind die Markenzeichen der Band. Unzählige Fernseh- und Gala-Auftritte, Kreuzfahrten, sowie Gastspiele in der ganzen Welt, unter anderem in Chicago, Memphis, New Orleans, San Francisco, Sacramento, Bali und Mauritius, zeugen von der ausserordentlichen Beliebtheit und der erfolgreichen Karriere der Harlem Ramblers.

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Frühe Jahre (1)

Ein bisschen ergraut sind sie schon, die sechs Zürcher Herren. Die Patina der Reife hat aber ihrem gewitzten und humorvollen Dixieland-Stil im Laufe der vielen Jahrzehnte ihrer Bühnenpräsenz nichts anhaben können, und die Band steht weiterhin auf dem Podest der beliebtesten kulturellen Zürcher Exportartikel – und nicht zu vergessen: Sie haben bereits 6 Zürcher Stadtpräsidenten überdauert..(Quelle: Selbstdarstellung)

Nicht vergessen werden sollte allerdings, dass diese Formation zahlreiche personelle Wechsel zu verkraften hatten, oftmals leider auch die den Tod einzelnen Bandmitglieder … andererseits kein Wunder, wenn so ne Band mittlerweile 60 Jahre auf dem Buckel hat.

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Frühe Jahre (2)

Und hier nun die skurille Mischung .. von der ich mal behaupte, dass sie wirklich überaschend gut funktioniert.

Man lasse sich aber nicht täuschen. Die heute vermutlich eher belächelte Dixie-Musik bietet hier diverse musikalische Leckerbissen (man höe sich mal den „Red River Rock“ an) … und die heimatliche Klänge der Schweiz fügen sich ganz trefflich in den Sound dieser Dixieband … unlaublich.

Und dann fällt noch so ein Lied komplett aus dem Rahmen: „S Guggisberger Lied“_

„Die seltsam schöne Melodie mit der traurigen Liebesgeschichte von Vreneli und Simes Hansjoggeli bewegt fast alle Leute. Auch Jugendliche, die sonst nichts mit Volksliedern am Hut haben, lieben dieses Lied. Magisch muss es auch in früheren Jahrhunderten gewirkt haben, im Buch „Anderi Lieder“ von Urs Hostettler (Zytglogge Verlag Bern, 1979) heisst es: Bei den Berner Regimentern war ihr Absingen bei Todesstrafe verboten, „damit unter den Soldaten nicht die Krankheit des Heimwehs veranlasst werde, welche… dem sich fern der Heimat Abhärmenden den Tod bringt“.
Das sagenumwobene Guggisberglied ist vielleicht das bekannteste Schweizer Volkslied und beruht wohl auf einer wahren Geschichte aus dem 17. Jahrhundert. Es geht um Vreneli und ihren Geliebten Hans-Joggeli aus ärmeren Verhältnissen, der mit einem reicheren Nebenbuhler eine Schlägerei hatte. Hans-Joggeli gewinnt zwar den Kampf, doch da er glaubt, seinen reicheren Kontrahenten dabei umgebracht zu haben, flieht er und tritt, wie damals üblich, in fremde Kriegsdienste ein. Jahre später erfährt er, dass sein Gegner doch überlebt hat, kehrt nach Hause zurück, doch ist Vreneli inzwischen aus Kummer gestorben.“ (Liedbeschreibung gefunden auf youtube)…

Klingt so verdammt anders, als alles andere … magisch ist die passende Begrifflichkeit !

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Besetzung:
Gerry Ceccaroni (drums)
Hans Hazy Frischknecht (saxophone, clarinet)
Chris Mitchell (banjo)
Hans Schläpfer (bass)
Thedy Schütz (trombone)
Günter Sellenath (trumpet)
+
Sepp Trütsch (vocals)

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Titel:
01. Mäitäli,wenn dü witt ga zanze (Traditional)   2.57
02, Red River Valley (Traditional) 3.09
03. Der Appenzeller Bueb (Traditional/Trütsch) 2.20
04. Rosetta (Hines) 3.04
05. S Guggisberger Lied (Traditional) 2.53
06. Ain’t She Sweet (Milton) 3.07
07. Alles fahrt Schi (Oscar) 3.44
08. Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren (Raymond/Neubau) 3.01
09. Rigilied (Traditional) 2.11
10. Der fröhliche Landmann / Red Wing (Traditional)   3.10
11. De Schacher Seppeli (Ruedi) 3.49
12. You Are My Sunshine (Davis) 3.31
13. S Träumli (Boss) 2.34
14. Sepp’s Blues (Ceccaroni/Frischknecht/Mitchell/Schläpfer/Schütz/Sellenath) 3.55
15. Zwee Tääg spööter (Ceccaroni//Trütsch) 2.50

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