Sir Arthur Conan Doyle – Der kreidebleiche Soldat (Hörspiel) (1965)

frontcover1Ich liebe Krimis … und wenn ich mich recht entsinne waren es halt Miss Marple und erst recht jene Phantasiefigur von Sir Arthur Conan Doyle namens Sherlock Holmes, die meine Krimileidenschaft ursprünglich entfacht haben.

Und in den 60er Jahren liebte ich dann auch jene Radio-Hörspiele … die mir rote Bäckchen ins Gesicht zauberten … erst war es der Pumuckl … aber dann dann eben auch diese Krimi-Hörspiele …

Diese Faszination teile ich wohl mit ein paar anderen, anders lässt es sich wohl nicht erklärn, dass immer wieder mal, „Krimi-Boxen“ mit alten, angestaubten Hörspielen aus jenen vergangenen Tagen

Hier ein Hörspiel (Teil 2 einer dieser Boxen) aus dem Jahr 1965, produziert für den Bayerischen Rundfunk:

„Sherlock Holmes ermittelt dieses Mal ohne seinen Freund Dr. Watson. Das Problem wird von einem ehemaligen Soldaten an ihn herangetragen, der den Kontakt zu einem alten Armee-Freund vermisst. Nachforschungen über dessen Verbleib führten zu seltsamen, abweisenden Reaktionen seiner Familie. Was haben die Elmsworths zu verbergen? Ist Geoffrey in ein Verbrechen hineingeraten und deshalb außer Landes gebracht worden? Oder wird er von seinem eigenen Vater im Gartenhaus gefangen gehalten?

Sherlock Holmes statt Dr. Watson als Sprecher zu hören, ist ein ungewöhnlicher Einstieg in das Hörspiel vom „kreidebleichen Soldaten“, einer der späten Sherlock-Holmes-Geschichten, in denen Doyle etwas mit der herkömmlichen Form der Geschichten herumexperimentierte. Die BR-Fassung begründet Watsons weitgehende Abwesenheit illustrationdurch dessen Heirat mit Mary Morstan und geht auch sonst auf verschiedene Details ein, die die Fachkenntnis des Bearbeiters Michael Hardwicke verraten. So spielt Holmes auf Watsons berüchtigte Erfahrung mit Frauen auf vier Kontinenten an oder hebt die hoffnungslose Naivität seines Freundes hervor, die ihm bei seinen Ermittlungen stets am meisten half.

Während Watson sich rar macht, gibt es in „Der kreidebleiche Soldat“ das einzige Aufeinandertreffen der beiden Radio-Sherlocks – Peter Pasetti in seiner gewohnten Rolle und Alexander Kerst als sein Klient James M. Dodd – zu belauschen. Interessant ist, dass Kersts Figur besonders investigativ angelegt ist und sich deshalb, abgesehen von völliger Ratlosigkeit, wenig von seinem Posten beim Saarländischen Rundfunk, den Kerst im gleichen Jahr antrat, unterscheidet. Gerade die Tatkraft, Beharrlichkeit und das Durchsetzungsvermögen zeichnen sowohl Dodd als auch Holmes aus.

Gedeckt wird das Geheimnis um Geoffrey Elmsworth von der burschikosen Stimme Werner Hessenlands und einem guten alten Bekannten: Fritz Rasp gibt sich als alter Diener der Familie die Ehre und entfaltet, auch ohne dass man seine düster ausgeleuchtete hagere, hochaufgeschossene Gestalt sieht, mit solchen Sätzen wie „Ich wünschte zu Gott, er wäre tot“ ein unheimliches Flair. Die Lösung holt den Hörer dann auf den auf eine ganz andere Weise erschreckenden Boden der Tatsachen zurück, wobei sich Doyle aufs Gewissenhafteste um einen guten Ausgang der schauerlichen, etwas unappetitlichen Geschichte bemühte.“ (Gubanov im „Edagar Wallace Forum“)

Kriminalhörspiel, BRD 1965, nach der Erzählung „The Adventure of the Blanched Soldier“ (Der erbleichte Soldat) von Sir Arthur Conan Doyle, The Strand Magazine November 1926.

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Besetzung:
Klaus Behrendt (Dr. Watson)
Ulrich Folkmar (Sir James Saunders)
Werner Hessenland (Oberst Elmsworth)
Alexander Kerst (James M. Dodd)
Panos Papadopulos (Mr. Kent)
Peter Pasetti (Sherlock Holmes)
Fritz Rasp (Ralph, der Butler)
Hans Michael Rehberg (Geoffrey Elmsworth)

Regie: Heinz-Günter Stamm

 

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Titel:
01. Seit langer Zeit
02. Was haben Sie hier zu suchen ?
03. Ich fand mehrere Stallungen und Scheunen
04. Die Erzählungen meines Freundes Watson
05. Jetzt kennen Sie die Wahrheit
06. Da kommt Sir James 3.31

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Sir Arthur Conan Doyle – Das Geheimabkommen + Der Mazarin Stein (Hörspiel) (1966)

frontcover1Ich liebe Krimis … und wenn ich mich recht entsinne waren es halt Miss Marple und erst recht jene Phantasiefigur von Sir Arthur Conan Doyle namens Sherlock Holmes, die meine Krimileidenschaft ursprünglich entfacht haben.

Und in den 60er Jahren liebte ich dann auch jene Radio-Hörspiele … die mir rote Bäckchen ins Gesicht zauberten … erst war es der Pumuckl … aber dann dann eben auch diese Krimi-Hörspiele …

Diese Faszination teile ich wohl mit ein paar anderen, anders lässt es sich wohl nicht erklärn, dass immer wieder mal, „Krimi-Boxen“ mit alten, angestaubten Hörspielen aus jenen vergangenen Tagen

Hier 2 Hörspiele aus dem Jahr 1966, produziert für den Saarländischen Rundfunk:

Das Geheimabkommen:
Ein wichtiges und brisantes Geheimdokument des britischen Außenministeriums wird als gestohlen gemeldet – von einem alten Schulfreund Dr. Watsons und dann noch

Der Mazarin Stein:
Um einen schlauen Juwelendieb zu entlarven, muss Sherlock Holmes während eines Verhörs geniale Täuschungsmanöver unternehmen.

Nun gut … man angesichts der modernen Krims aus Skandiavien natürlich der Meinung sein, hier wird durchgehend eher schlichte Kost verabreicht …

Und dennoch: Die Magie jener Hörspieltage kann man (bzw. ich) noch heute spüren, atmen … wissend dass hier jede Menge akustischer Hokuspokus veranstaltet wurde.

Und von daher … weitere Folgen werden folgen …

Ach ja … und der Horst Tappert war auch mit von der Partie …

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Besetzung:

Das Geheimabkommen:
Heinz Leo Fischer (Dr. Watson)
Alexander Kerst (Sherlock Holmes)
Erik Schumann (Percy Phelps)
+
Leo Bardischewski – Horst Tappert – Erwin Faber – Alexander Malachovsky – Korinna Rahls – Toni Treutler – Fritz Wilm Wallenborn – Claudia Bethge – Erika Helmert

Das Geheimabkommen:
Leo Bardischewski (Graf Negretto Silvius)
Erwin Faber (Butler Billy)
Heinz Leo Fischer (Dr. Watson)
Alexander Kerst (Sherlock Holmes)
+
Paul Böe – Rudolf Neumann

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Titel:

Das Geheimabkommen: (32.47)
01. Ich bin wirklich sehr froh … 6.47
02. Hey da, verdammt nochmal, aufgemacht Mensch! …  4.40
03. Ma, Ma! …  5.11
04. Aber nehmen sie doch bitte Platz… 4.14
05. Hier, meine Herren, ist die Stelle   5.50
06. Aber jetzt, nachdem Du Deinen Knalleffekt … 6.05

Der Mazarin Stein: (20.18)
07. Es war ein Vergnügen … 4.37
08. Das genügt, Willi! … 4.42
09. Hier herein, bitte! … 5.47
10. Was quasselt der da? … 5.12

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