Manfred Drews + Thomas Wörtche (Hrsg.) – Underground – Das internationale Krimi-Magazin 1 (1990)

TitelIch liebe ja nicht nur Krimis … mindestens genauso gerne mag ich diese sog. „Sekundärliteratur“ in der man z.B. näheres über Krimis, die Hintergründe der Stories, die Autoren und auch die gesellschaftlichen Bezüge, dieser Literaturgattung erfährt.

Und da gab´s mal Anfang der 90er Jahre ein ambitioniertes Projekt, das im Reiher Verlag, Berlin erschien.

Die Herausgeber waren Manfred Drews + Thomas Wörtche:

Manfred Drews:

* 4.10.1935 in Berlin-Pankow + 10.7.2013 in Berlin

Manfred Drews absolvierte nach der Mittleren Reife von 1952 bis 1954 ein Sportlehrerstudium am Institut für Lehrerbildung / Körpererziehung in Chemnitz/DDR.
Von 1954 bis 1956 arbeitete er als Lehrer in Bitterfeld und als Fachberater Sport im Kreis Bitterfeld, von 1956 bis 1960 war er Lehrer in Berlin-Treptow. Von 1961 bis 1976 war er Mitarbeiter, Abteilungsleiter und Kollegiumsmitglied der „Deutschen Lehrerzeitung“.
Während dieser Zeit absolvierte er noch ein Fernstudium im Fach Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Potsdam (1956 – 1960) und ein Fernstudium im Fach Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig (1964 – 1968).

Von 1978 bis 1979 war er Mitarbeiter der kulturpolitischen Wochenzeitung „Sonntag“. Dazwischen war er bereits zwischen 1976 und 1978 als freier Schriftsteller und Publizist tätig.

DDR - Manfred Drews 1983

Manfred Drews

Manfred Drews schrieb eine Reihe von dokumentarisch aufgemachten Kriminalerzählungen, in denen er die Arbeit der Kriminalpolizei in der DDR darstellte.
Von 1990 bis 1992 gab Drews gemeinsam mit Thomas Wörtche das „internationale Krimimagazin“ UNDERGROUND heraus. (Quelle: krimilexikon.de)

Thomas Wörtche:

Thomas Wörtche (* 1954 in Mannheim) ist ein deutscher Literaturkritiker und Publizist.

Thomas Wörtche studierte Germanistik und Philosophie in Bochum und Konstanz. 1987 promovierte er an der Universität Konstanz über phantastische Literatur. Bekannt ist er hauptsächlich als Experte für Kriminalliteratur, schreibt aber auch über Jazz, Comics und andere Künste.

Thomas Wörtche publizierte Literaturkritiken und Essays unter anderem in den Zeitungen Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, taz, Freitag, Die Woche, Weltwoche. Viele seiner Texte sind auf kaliber .38 archiviert. Für verschiedene Verlage gab er Krimi-Anthologien heraus. Darüber hinaus veröffentlichte er wissenschaftliche Texte und organisierte Krimi-Events, so auch die Cream-of-Crime-Reihe im Bertolt-Brecht-Haus in Berlin und die Reihe „Krimis machen“ (zusammen mit Tobias Gohlis). Von 1999 bis 2007 gab Wörtche die Reihe metro in Kooperation mit dem Unionsverlag heraus. Von 2013 bis 2014 war er Herausgeber der Reihe Penser Pulp in Zusammenarbeit mit Diaphanes.  Zusammen mit Zoë Beck, Jan Karsten und Kirsten Reimers gründete er im März 2013 den E-Book-Verlag CulturBooks – elektrische Bücher. Heute wird der Verlag nur noch von Zoë Beck und Jan Karsten geführt.

Thomas Wörtche

Thomas Wörtche

Von 2010 bis 2015 verantwortet Wörtche den Bereich CrimeMag im Online-Magazin CULTurMAG, dessen Mitherausgeber er ist. Im Deutschlandradio Kultur ist er regelmäßig mit Beiträgen zur Kriminalliteratur auf Sendung. Thomas Wörtche ist Jury-Mitglied des Deutschen Krimi Preises, war Juror der KrimiZEIT-Bestenliste und ist Juror der Bestenliste Weltempfänger der litprom. Er lebt in Berlin. Zurzeit gibt er ein eigenes Krimiprogramm bei Suhrkamp heraus. (Quelle: Wikipedia)

Und die beiden hatten die geniale Schnapsidee, dieses „Internationae Krimi-Magazin“ namens „Underground“ zu gründen.

Der Reiher Verlag hatte übrigens auch einen interessanten Hintergrund:

Reiher Verlag
Und in dem Magazin – und hier präsentiere ich mal den Band 1 dieses Magazins -hatte folgenden Anspruch:

Beispiel01
Und hier mal das Inhaltsverzeichnis zur ersten Orientierung:

Beispiel19
Einer der Schwerpunkte von Nr. ist der spanische Krimi … aber auch lesenswertes über den deutschen Krimiautor Jürgen Alberts … und dann noch ein ganz realer „Krimi“ und zwar über den DDR Kriminalfall über jenen Ofensetzer, der Erich Honnecker erschießen wollte.

Darüber hinaus diverse Rezenssionen … und, ganz besonders erfreulich kommt auch nicht die Musik zu kurz.

Leider konnte sich das Magazin nicht besonders lange halten … ich habe insgesamt 4 Ausgaben, mehr gabßs wohl auch nicht …

Eigentlich sehr schade, denn der verlegerische Ansatz war – ob der Vielfalt der Themen – schon bemerkenswert.

Und von daher verwundert es wohl den Leser nicht, wenn ich mal ankündige, dass hier noch weitere Ausgaben dieses Magazins präsentiert werden.

Beispiel02

Beispiel03

Aus dem Interview mit Julian Rathbone

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Ein kurzer Kurzkrimi als Comic

 

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Beispiel14

Der Tod des Ofensetzers … 

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