Alois Dreyer – Kindergärtlein – Dichtungen für die kleine Welt (1903)

TitelJetzt ein Büchlein, das wahrlich schon mehr als ein Jahrhundert auf dem Buckel hat. Verfasst wurde es von einem Alois Dreyer:

Aloys Dreyer (* 3. September 1861 in Landshut; † 17. September 1938 in München; auch Alois Dreyer) war ein bayerischer Lehrer, Schriftsteller und Bibliothekar.

Aloys Dreyer wird in Straubing geboren. Wenig später zieht seine Mutter, Thekla Biebl, mit ihm nach Landshut. Als uneheliches Kind trägt er zunächst ihren Namen. Er erfährt davon aber erst 1916, im Alter von 55 Jahren, als er anlässlich seiner Heirat mit der Münchnerin Pauline Köhler eine Taufurkunde benötigt. Ein eigener königlicher Erlass gestattet ihm, den Namen Dreyer zu behalten.

Der frühe Tod seines Stiefvaters Simon Dreyer, des leiblichen Vaters seiner Schwester, zwingt ihn dazu, den ursprünglichen Plan zu studieren aufzugeben und unmittelbar den Lehrberuf anzustreben. Er besucht das Lehrerseminar in Straubing und erhält anfänglich eine Stelle in dem kleinen Ort Vilsheim bei Landshut. Nach vier Jahren wird er nach Passau versetzt, wo er seine ersten literarischen Werke verfasst, als Theaterreferent für die Passauer Zeitung tätig ist und mit zwei Gebirgspossen zu seiner ersten Veröffentlichung (bei Reclam) kommt. Bald folgt ein Band mit mundartlichen Gedichten, über die sich Maximilian Schmidt lobend ausspricht.

Dreyer gibt den Lehrberuf auf und holt in fortgeschrittenem Alter das Abitur am Ludwigsgymnasium in München nach. Mit fast vierzig Jahren beginnt er ein Studium der

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Alois Dreyer

Germanistik, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und Geographie in München, das er 1903 mit einer Dissertation über Franz von Kobell abschließt. Von 1904 bis zu seiner Pensionierung 1930 leitet er die Zentralbibliothek des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, die er zu einer der größten alpinen Fachbibliotheken ausbaut.

Dreyer wird auch Vorstand einer Vereinigung Münchner Mundartdichter, der u.a. Wilhelm Dusch, Fritz Druckseis, Max Hofmann, Josef (Sepp) Mitterer, Elise Beck und Anny Schaefer angehören. Er ist in regem Kontakt mit den literarischen Größen in Bayern wie Paul Heyse, Ludwig Ganghofer oder Michael Georg Conrad.

Dreyer ist ein äußerst vielseitiger und produktiver Autor, der über dreißig Theaterstücke, Mundartlyrik (Bergmoas’n und Spötterln), Romane (Der Schuhknecht), Erzählungen, Biographien zu Karl Stieler, Franz Graf von Pocci und Maximilian Schmidt sowie kulturhistorische Schriften wie Die Sendlinger Mordweihnacht in Geschichte, Sage und Dichtung oder Altmünchen im Spiegel des Humors verfasst.

Seit seiner Hochzeit 1916 lebt Dreyer in der Ainmillerstraße 13 in Schwabing, unterbrochen nur von regelmäßigen Aufenthalten in seinem Sommerhaus in Oberammergau.

Seine Autobiographie aus dem Jahr 1934, 70 Jahre im Rucksack, lässt im Vorwort erkennen, dass er zu Beginn des Nationalsozialismus, verblendet wie viele seiner nationalgesinnten Zeitgenossen, die „Wiedergeburt“ Deutschlands erhofft. Das Erscheinen seiner letzten Publikation, der Geschichte der Alpinen Literatur von 1938, hat er nicht mehr erlebt. (Quelle: literaturportal-bayern.de)

Oder aber auch:

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Diese Analyse findet sich übrigens in dem eigentlich unglaublichem Buch von  Gerhard J. Bellinger und Brigitte Regler-Bellinger: Schwabings Ainmillerstrasse und ihre bedeutendsten Anwohner. Ein repräsentatives Beispiel der Münchner Stadtgeschichte von 1888 bis heute. Norderstedt 2003. Dieser Schmöker hat doch glatt 536 Seiten … und dort wird eben auch der Alois Dreyer und sein Lebensweg geschildert. Eine immense Fleißaufgabe ! Und lesenwert ist es auch noch.

Aber zurück zu diesem Büchlein eines eben unbedarften Heimatschriftstellers … Dass ich es überhaupt habe, hat seinen speziellen Grund. Meine 1. Ehefrau wird nun bald in den wohlverdienten Ruhestand treten und nachdem sie seit bald 2 Jahrzehnten  Leiterin eines Kindergartens ist … werde ich ihr das wohl als kleine Erinnerung an ihr Kindergärtlein schenken …

Aber pssst: nicht weitersagen !

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