Bunte (Zeitschrift) – 18.Juni 1960

TitelUnd wieder mal ein Fundstück der besonderen Art … diesmal aus der Abteilung „Druckerzeugnisse“ der BRD … 1960:

Die Bunte (Eigenschreibweise: BUNTE) ist eine deutschsprachige Illustrierte. Sie wird von Hubert Burda Media herausgegeben. Die erste Ausgabe erschien 1948 unter dem Namen „Das Ufer“. Unter der Leitung von Hubert Burda entwickelte sich die Bunte zur modernen Publikumszeitschrift. Heute ist die Bunte eine der auflagenstärksten deutschen Zeitschriften und eine der populärsten Medienmarken des Konzerns. Die verkaufte Auflage beträgt 479.386 Exemplare, ein Minus von 29,8 Prozent seit 1998. Nach dem Rückzug von Patricia Riekel übernahm Robert Pölzer im Juli 2016 die Chefredaktion.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beauftragten die französischen Behörden Franz Burda, eine illustrierte Zeitschrift zu konzipieren. Daraufhin brachte er 1948 die erste Ausgabe unter dem Namen „Das Ufer“ auf den Markt. Wurde der redaktionelle Teil zunächst von den französischen Behörden bereitgestellt, entstand Anfang der 1950er Jahre eine unabhängige Redaktion. Die Zeitschrift berichtete von Beginn an über verschiedenste gesellschaftliche Ereignisse. 1953 wurde anlässlich der Krönung von Elisabeth II. eine Sonderausgabe in einer Auflage von 100.000 Exemplaren produziert. Die Bildrechte hatte Franz Burda zuvor (gegen den Willen seiner Familie) auf Kredit gekauft. 1954 wurde „Das Ufer“ in „Bunte Illustrierte“ umbenannt. Großformatige Fotostrecken in der Mitte des Blattes, die bereits in Farbe gedruckt waren, bildeten ein wesentliches Element.

Beispiel28

Diverse frühe Ausgaben …

In den 1950er und 1960er Jahren entwickelte sich die Bunte zu einer der vertriebsstärksten deutschen Publikumszeitschriften. Bei der Expansion des Blattes spielten auch Zukäufe eine Rolle: 1958 wurde die „Deutsche Illustrierte“ übernommen. 1960 kam die „Münchner Illustrierte“ mit einer Auflage von rund 500.000 Exemplaren hinzu, sodass die „Bunte Münchner Illustrierte“ Anfang 1961 erstmals die Millionengrenze überschritt. Zusätzlich erwarb der Verlag 1963 die traditionsreiche „Frankfurter Illustrierte“, die ebenfalls mit der Bunten zusammengeführt wurde. Fortan hieß das Blatt „Bunte Münchner Frankfurter Illustrierte“. In den 1960er Jahren thematisierte die Bunte neben der High Society immer öfter auch den Wiederaufbau, Kinofilme und Musik. (Quelle: wikipedia)

Und bis heute hat sich die Bunte gehalten …

Hier ein Exemplar vom Juni 1960 … eingebettet/eingezwängt war diese Zeitschrift in die Hülle der „Süddeutschen Lesemappe“ und damit nähern wir uns dem Thema „Lesezirkel“ und da finden sich hier weitere Informationen.

Und dieses Heft bietet folgende Themen:

  • Adolf Eichmann: Die Bürokratie des Satans
  •  Schwere Unfälle beim 18. Grand Prix von Monaco
  •  Sechs Leichen an einem Tisch (Bericht über Herztote, die ie reanimmiert werden konnten)
  • Ali Khan – Ein Leben für die Liebe
  • Abgeschosen (Ein Spionage Kurzroman)
  • Farbbericht über Indios aus dem Amazonasgebiet
  • Kurzroman über Margias Brock – Heilpraktiker
  • Geheimnis um Nicole (Das Abenteuer des Reporters Berlinck, noch ein Kurzroman)
  • Kinderlähmung (Dr. Fabian, Hausaezt der Bunten berichtet)
  • plus diverse Rubriken wie Leserbiefe etc.

Dass über Adolf Eichmann so ausführlich berichtet wurde, hat mich ein wenig überrascht und mit dem Farbbericht über die Indios hatte man natürlich jede Menge Exotik in das Heft gepackt (einschließlich einer barbusigen Frau.)

Und auf dem Titelbild erblickten wir die junge Elke Sommer.

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel13

Beispiel16

Beispiel03

Beispiel14

Beispiel15

Beispiel04

Beispiel20

Beispiel06

Interessant, dass schon damals der Begriff „kalter Krieg“ geläufig war

Beispiel07

Beispiel08

Beispiel17

Beispiel18

Natürlich auch Leserbriefe

Beispiel19A

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

Beispiel30

Aus der Welt der Reichen und Schönen

Beispiel24

Beispiel25

Beispiel29

Ja, ja, der Humor im Wandel der Zeit …

Beispiel26

Beispiel27

Beispiel28

Beispiel10

Die Rückseite des Heftes

*
**

Beispiel12

In dieser Lesemappe war dann noch ein Exemplar der Zeitschrift „Kristall“ auch aus dem Jahr 1960 – demnächst in diesem Theater)

Beispiel11

Ob der wohl geschmeckt hat ?

Und schon wieder eine mehr als großartige und großzügige Leihgabe aus dem Antiquariat von Graugans !
Vielen, vielen Dank !!!

Advertisements

Cinema (Zeitschrift) – Januar 1980

TitelDass ich so ein richtiger Cineast bin, kann ich nicht wirklich behaupten … Aber dennoch: Filme und alles was sich so darum dreht, interessieren mich schon sehr.

Und so kommt es, dass ich gerne mal ein Exemplar der Zeitschrift „Cinema“ präsentierten möchte…:

Cinema (in der Schreibweise des Verlags CINEMA) ist eine monatlich erscheinende deutsche Zeitschrift rund um das Thema Kino. Sie bezeichnete sich als „Europas größte Filmzeitschrift“. Später wurde das Motto abgewandelt in „Das Wichtigste aus der Welt des Films“. Erstmals erschien Cinema im Jahr 1975. Chefredakteur ist Artur Jung.

Cinema erscheint in der Verlagsgruppe Milchstrasse, die zur deutschen Hubert Burda Media gehört. Vom reinen Kinomagazin hat sich die Zeitschrift in den letzten Jahren immer weiter zu einem breit gefächerten Entertainmentmagazin entwickelt. So gibt es neben den weiterhin vorhandenen Filmkritiken und Vorberichten zu kommenden Kinofilmen auch vieles zum Thema Video und DVD-Video, Entertainment und Technik (z. B. Heimkino). Als Zeitschrift für ein breites Publikum widmet sich das Blatt vor allem dem Mainstream-Kino.

Cinema verleiht seit 1979 den Publikumspreis Jupiter. Hierbei werden in jedem Jahr die Leser der Zeitschrift dazu aufgerufen, ihre Favoriten des abgelaufenen Kinojahres zu wählen. Hauptsponsor des Preises ist Sky. (Quelle: wikipedia)

Beispiel27

Diverse Cinema Ausgaben

In den Anfängen war die Zeitschrift noch nicht in den Klauen des Burda Konzerns, sondern die Zeitschrift wurde von Enthusiasten gegründet und gestaltet.

Die Zeitschrift erschien damals noch im Kino Verlag, Hamburg, Herausgeber war ein Dirk Manthey:

Mit Zeitschriften wie „Cinema“, „TV Spielfilm“, „Max“ und „Fit For Fun“ machte er seine Verlagsgruppe Milchstraße zu einem bewunderten Unternehmen mit bis zu 251 Millionen Euro Umsatz. Als begnadeter Blattmacher galt er, bekannt auch für Wutausbrüche, wenn Mitarbeiter mit seinem Denktempo nicht mithielten.

Doch die Anzeigenkrise nach dem Platzen der New-Economy-Blase setzte den bunten Blättern zu. Der Rivale Burda, der sich über einen Umweg in der Milchstraße eingekauft hatte, drängte Manthey Stück für Stück aus seinem Unternehmen.

Heute ist die Milchstraße zerlegt und auf Winzigkeit geschrumpft, jüngst wurden sogar die bemalten Kuh-Statuen versteigert, die einst vor der Zentrale standen. (Quelle: handelsblatt.com)

Beispiel28

Dirk Manthey

Und ein Willi Bär nahm die Position des Chefredakteurs ein.

Und auch wenn das Titelbild (mit Bud Spencer und Terence Hill) etwas anderes vermuten lösst, auch diese Ausgabe (weitere werden hier folgen) hat durchaus Substanz, wie ein Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt:

Beispiel26
Und entsprechend der Thematik der Zeitschrioft finden wir hier ein knallbunter, reichhalti bebildertes Maazin …

Also … das macht mir heute noch Freude, darin zu blättern …

Und wie so oft, bei Zeitschriften vergangener Tage wandern meine Gedanken zurück – nun eben in das Jahr 1980:

Ich beendete meinen Zivildienst, trat meine erste Stelle als Drogenberater an und heiratete dann auch noch … es war ein ganz intensives Jahr.

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Natürlich: Werbung für Filme

Beispiel05

Beispiel06

Bei „Govi“ habe ich früher auch immer ganz gerne eingekauft …

Beispiel07

Beispiel08

Beispiel09

Beispiel10

Ein wahrlich brillianter Musikfilm !

Beispiel11.jpg

Beispiel12

Beispiel13

Natürlich: Zielgruppen orientierte Werbung (Dieses Eis habe ich früher sehr gern gegessen … im Kino)

Beispiel14

Beispiel15

Beispiel16

Beispiel17

Beispiel18

Beispiel19

Das Geld hätte man auch gleich aus dem Fenster werfen können (und sich damit die Nachnahme-Gebühren gespart)

Beispiel20.jpg

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

Beispiel24

Beispiel25

*
**

Beispiel29

Printmedien wie diese werden immer seltener nachgefragt …der Wechsel zu online Angeboten ist quasi unvezichtbar

Jörg Gülden – Bob Seger – 11 Songs (1980)

TitelEs gab da mal eine Zeitschrift, die nannte sich „Sounds“ und sie war damals sowas von unverzichtbar für all jene Freunde der gepflegten Rockmusik (und angrenzter Musikstile … ). Und die Geschichte von „Sounds“ ist eigentlich noch nicht so richtig geschrieben worden (wobei es da eine wunderbare Sounds-Fanseite aus Österreich gibt !)

Und es gab da mal dieser wunderbaren Jörg Gülden, der just für diese Zeitschrift schrieb und ihr mit seinem so ganz speziellem Stil für viele Jahre seinen Stempel aufdrückte:

Jörg Gülden (* 1944 in Paderborn; † 8. Mai 2009 in Hamburg) war ein deutscher Musikjournalist und Musiker.

Ab 1973 schrieb Gülden für die Zeitschrift Sounds, ab 1982 unter dem Pseudonym Dr. Gonzo für deren Nachfolger Musikexpress. Er schrieb Kinderbücher und initiierte und betreute in den 1980er Jahren die Buchreihe Rock-Session des Rowohlt Verlags. Von der Gründung bis 2001 war er gemeinsam mit Bernd Gockel Chefredakteur der deutschen Ausgabe des Rolling Stone. Für diese Arbeit erhielt er mit der Redaktion des Rolling Stone 1996 den Echo als Medienmann des Jahres. Nach dieser Zeit arbeitete er als Übersetzer und freier Autor. Seine letzte Veröffentlichung war kurz vor seinem Tod „eine Abrechnung“ mit dem Mythos Woodstock unter dem Titel Woodstock – Wunder oder Waterloo?

Außerdem war Jörg Gülden zeitweilig Redakteur beim SFB und OK Radio.

In den 1980ern spielte Jörg Gülden in der Band Flying Klassenfeind.

Er starb im Alter von 64 Jahren an einer Sepsis, welche die Folge einer Hüftoperation war. (Quelle: wikipedia)

JörgGülden

Jörg Gülden

Dieser wikipedia Beitrag ist allerdings nur als Kurzbeitrag zu verstehen … das Leben des Jörg Güldens war viel, viel reicher …

Aber egal ….

Jedenfalls lag die Zeitschrift „Sounds“ damals, also 1980 finanziell vermutlich schon am Boden … aber man versuchte wohl alles, dieses Projekt zu retten. Vielleicht versuchte man es deshalb auch mit so einer Serie, die man „Sounds Buch“ nannte …

Neben intensiven Texten zu einer Band gab´s dann jeweils Notensätze einzelner Bands … Mit „Police“ machte man wohl den Anfang … Bob Seger war dann auch dran … und hier gibt es dieses Werk nochmals zum nachblättern … Im Internet findet man dazu keinerlei Informationen …

Auf jeden Fallkann man eines dieser blitzgescheiten Portraits von Jörg Gülden lesen … und dann gibt Peter Bursch (der mit seinen damaligen Gitattenschulen der Renner überhaupt war), ein paar Tipps zum Nachspielen der Bob Seer Songs …

Und ja … der Bob Seger … der war schon große Klassen …

Viel Vergnügen mit dieser Rarität aus dem Bereich Druckerzeugnisse …

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Die Fusion mit dem „Musik Express“ war wohl schon in trockenen Tüchern …. 

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07

Erschien meines Wissens nie auf dem Markt …. 

*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Beispiel08

Diese Werbung bot sich damals natürlich an …