Enno Patalas + Fritz Göttler – Fritz Lang – Nibelungen (1986)

 

TitelCineasten schnalzen der wohl mit der Zungen, wenn sie die Begriffe „Nibelungen“ und „Fritz Lang“ hören:

1924 inszenierte Fritz Lang mit einem bis dahin kaum gesehenen Aufwand DIE NIBELUNGEN. Bereits in seiner Zeit kommerziell äußerst erfolgreich, wurde dieses epochale Filmwerk von der Murnau-Stiftung restauriert. Ihre gefeierte Premiere erlebte die neue Fassung wurde im April 2010 in der Deutschen Oper Berlin.

Der Film folgt im Wesentlichen der klassischen Nibelungen-Saga: Im ersten Teil Siegfried geht es um den strahlenden Helden Siegfried: wie er Brünhilde für Gunter besiegt, Kriemhild freit und schließlich das Opfer von Hagens Intrige wird. Im zweiten Teil Kriemhilds Rache erlebt das Publikum die dunkle Seite der Tragödie, die im Inferno des brennenden Hofes von Etzel endet

Fritz Lang und Thea von Harbou konzipierten den zwischen 1922 und 1924 entstandenen Film in zwei Teilen, SIEGFRIED und KRIEMHILDS RACHE. Für das Drehbuch bevorzugte von Harbou bewusst die nordische Sage gegenüber der populären Wagner-Oper. Konsequent fortgesetzt wurde dieser Ansatz in der Stilisierung, die Lang, seine Architekten und Kostümbildner für die Dekorationen, Kostüme und die Schauspielführung entwickelten, und nicht zuletzt in der Entscheidung der Musikbegleitung: Statt Wagner- Motive zu verwenden, komponierte Gottfried Huppertz eine Originalmusik.

DIE NIBELUNGEN waren die bis dahin teuerste deutsche Filmproduktion. Die Vorbereitungszeit für Drehbuch, Bauten und Kostüme umfasste ein halbes Jahr, in dem ein künstlicher Wald mit neun Meter hohen Bäumen im Studio erbaut und ein 21 m langer Drache mit lebensechten Bewegungsabläufen erschaffen wurde. Die Dreharbeiten begannen im Herbst 1922 und endeten nach der Uraufführung des ersten Teils im Frühjahr 1924 mit letzten Aufnahmen für den zweiten Teil. Die Ufa nutzte diese Zeit pressewirksam aus: Regelmäßig erscheinende Tagesberichte priesen die kreativen

Kinoplakat1924

Kinoplakat, 1924

und technischen Höchstleistungen, die für diese Produktion in Babelsberg absolviert wurden. Ihr spektakuläres Ende fand die werbewirksame Ausbeutung der Dreharbeiten mit dem Finale des Films: Für das Niederbrennen des Etzelpalastes durch Feuerpfeile der Hunnen wurde die Presse zum Nachtdreh eingeladen. Fritz Lang selbst soll den ersten Feuerpfeil abgeschossen haben.

 

Besonders der erste Teil, SIEGFRIED, bietet mit Siegfrieds Heldentaten ein ideales Sujet, um Höchstleistungen der Tricktechnik zu absolvieren, die in dieser Zeit beispiellos waren. Dazu gehörten neben dem Drachen die Nebelwiese, auf der Siegfried vom unsichtbaren Alberich überfallen wird, das Nordlicht und das Flammenmeer auf Isenland, die Versteinerung der Zwerge, die von Siegfrieds Schwert geteilte Daunenfeder und Kriemhilds Vision vom Blütenbaum, der sich in einen Totenkopf verwandelt. Allein das Medium Film bietet die Möglichkeit, diese im Stoff angelegten visuellen Reize überzeugend umzusetzen. Damit konnte sich Lang erfolgreich von den Opern- und Theater-inszenierungen absetzen, denn die Bühne erlaubte keine überzeugende Darstellungsmöglichkeit des Drachen oder der Nebelwiese.

In den europäischen Metropolen lief der erste Teil wochenlang in den großen Kinos, begleitet von euphorischen Kritiken. Schwerer hatte es der zweite Teil, KRIEMHILDS RACHE, mit seiner destruktiven Energie. Entsprechend reagierte die Ufa mit drastischen Veränderungen des zweiten Teils: Der erste Akt von Teil Zwei wurde für ausgedehnte Rückblenden aus dem ersten Teil benutzt: Ganze Sequenzen aus Kriemhilds Racheschwur wurden einmontiert; vor allem aber wurde Siegfrieds Kampf mit dem Drachen fast ungekürzt wiederholt. Dafür wurden andere Szenen entfernt, so z.B. Rüdigers Begegnung mit Volker bei seiner Ankunft am Hof der Burgunder oder Kriemhilds Begrüßung ihrer Brüder im Hunnenland. Die vielleicht markanteste Veränderung durch die Ufa betrifft das Finale des Films.

Fritz Lang

Fritz Lang

Entsprechend der Sage hatte Fritz Lang Kriemhild nach Vollendung ihrer Rache durch einen Schwerthieb des Waffenmeisters Hildebrand sterben lassen. Diesen Teil hatte die Ufa entfernt, so dass nur noch die Darstellung des plötzlichen tödlichen Zusammenbrechens von Kriemhild übrig blieb, als sei ihr Tod mit Vollendung ihrer Rache Bestimmung. Bis heute war der Film nur noch mit diesem veränderten Schluss bekannt. Erst im Zuge der aktuellen Restaurierung wurde dieser Teil wiederentdeckt, während alle anderen Kürzungen im zweiten Teil weiterhin als verschollen gelten müssen. Aus einer Rolle mit diversen Outtakes der Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin, konnte eine Einstellung montiert werden, die zeigt, wie Kriemhild, nachdem sie Hagen erschlagen hat, den tödlichen Schwertstoß erhält

Obwohl der zweite Teil unvollständig bleiben muss, ist die filmische Überlieferung von DIE NIBELUNGEN beispiellos: Neben internationalen Verleihkopien aus Italien, England, Russland, Uruguay und den USA, sind auch unvollständige Kameranegative im Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin und im Deutschen Filminstitut – DIF, Frankfurt am Main erhalten. Sie stellen den wertvollsten Teil der Überlieferung dar. Als diejenigen Negative, die bei den Dreharbeiten vom Kameramann belichtet wurden, enthalten nur sie alle Informationen der Aufnahme. Dank der Negative kann die Leistung des Kameramanns Carl Hoffmann, dessen Spiel mit Licht und Schatten die internationale zeitgenössische Kritik lobte, endlich wieder zur Geltung gebracht werden.

Bisher war DIE NIBELUNGEN in schwarz-weiß geläufig. Die Überlieferung verweist jedoch auf eine Viragierung, also eine monochrome Einfärbung des Bildes. Die in schwarz-weiß hergestellten Kopien wurden in einem Farbbad gefärbt, wodurch alle transparenten Teile farbig erscheinen. Die erhaltenen Verleihkopien sind in einem einzigen Farbton, orange, gefärbt; in den Kameranegativen ist dieser Farbton handschriftlich vermerkt. Die durchgehend orange Färbung trägt zu der meisterhaften Lichtdramaturgie, den feinen Abstufungen zwischen Licht und Schatten bei, indem sie den Kontrast des Filmmaterials durch Erzeugung einer warmen Tonalität reduziert. Nur Kriemhilds Falkentraum, eine Animation, für die Walther Ruttmann beauftragt wurde, ist durch eine Färbung in lavendel hervorgehoben

Erst mit der aktuellen Restaurierung ist es also möglich, dieses Meisterwerk in Licht und Schatten in einer fotografischen Güte zu zeigen, die die ästhetischen und visuellen Leistungen des Films wieder nahe bringt. Das Ergebnis der Restaurierung ist 35-mm-Material, das im Londoner Kopierwerk PresTech in der historischen Farbbad-Technik viragiert wurde

Gottfried Huppertz

Gottfried Huppertz

Zu diesem zweiteiligen Filmepos schrieb Gottfried Huppertz die Originalmusik, deren Autographen (Partitur und Klavierauszug) in der Deutschen Kinemathek archiviert sind. Gottfried Huppertz (*1887 Köln, †1937 Berlin) hatte seine Laufbahn als Theaterschau-spieler und Bühnenmusiker begonnen und Fritz Lang als Darsteller in dem 1921 entstandenen Thriller Dr. Mabuse, Der Spieler kennengelernt. Dabei erfuhr Lang von Huppertz’ musikalischem Talent und wählte ihn als Komponist für DIE NIBELUNGEN. Huppertz lehnte das Angebot zunächst ab mit der Begründung, dass keine Chance auf einen unabhängigen Score bestünde, da dieser stets mit Wagners Opern verglichen werde. Erst nachdem Huppertz Aufnahmen des Films gesehen hatte, war er überzeugt, dass der Film unabhängig von der Oper, basierend auf der Volkssage zu betrachten sei. Er schrieb die Musik einzig aufgrund des Skripts, das ihm Thea von Harbou zur Verfügung stellte.

Am 14.02.1924 fand die Premiere des ersten Teils der Nibelungen statt, die bekanntermaßen ein Wettlauf gegen die Zeit war. Während Huppertz die Musik passend zur Premiere fertig hatte, schnitt Lang den Film kurz vor der Uraufführung noch einmal um und ließ die Filmrollen mit Polizeieskorte einzeln zur Premiere anliefern. Der Dirigent der Uraufführung, Ernö Rapée musste die Synchronisierung zur aktuellen Bildfassung während der Aufführung vornehmen. Gleichwohl betrachte Fritz Lang die Musik von Gottfried Huppertz als integralen Bestandteil seines Werks. Anders als in Deutschland wurde in Frankreich zu Langs Unzufriedenheit eine Kompilation aus Wagner-Musiken zur Begleitung des Filmes genutzt. Lang erklärte daraufhin seinen Respekt für Wagner (auch wenn er eine Abneigung gegen ihn hatte) und begründete seine Wahl für Gottfried Huppertz mit dessen umfassenden Kenntnissen der Wirkungsgesetze des Kinos. Trotz dieser Erklärung wurde auch in den USA eine Adaption von Wagners Oper verwendet, welche nachträglich bei 78rpm Records veröffentlicht und als der erste veröffentlichte Soundtrack der Welt gilt. (Quelle: arte.de)

Fritz Lang bei Dreharbeiten

Fritz Lang bei der Arbeit, 1929

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München zelebrierte diesen Epos im Januar/Februar 1986 … und ließ die beiden Filmen jeweils 3mal aufführen und zwar im Carl-Orff-Saal im Münchner Kulturzentrum Gasteig.

Anlässlich dieser Werkschau veröffentlichte man dann auch eine Broschüre  („mit vielen Fotos“, 50 Seiten),, die dann ausführlich über diesen Klassiker informiert.

Autor der Broschüre war Enno Patals:

Enno Patalas (* 15. Oktober 1929 in Quakenbrück) ist ein deutscher Filmhistoriker und Kritiker. Von 1973 bis 1994 war er Direktor des Münchner Filmmuseums.

 

Enno Patalas studierte Publizistik und Germanistik in Münster. Von 1957 bis 1970 war er Redakteur bei der Zeitschrift Filmkritik.

Patalas bestimmte sehr maßgeblich die Linie der Zeitschrift. Geprägt durch die Studienjahre verfolgte er zunächst eine ideologiekritische Linie, während er sich später der sog. ästhetischen Linken zuwandte.

Von 1973 bis 1994 leitete er das Filmmuseum München. Hier leistete Patalas Pionierarbeit. Einerseits gab es große Retrospektiven zu Regisseuren, Ländern oder Genres (in Originalfassungen), andererseits setzte er Maßstäbe in der Filmrestauration und -rekonstruktion vor allem von deutschen Stummfilmen. Besonders große Beachtung fanden die Rekonstruktionen der Filme „Metropolis“, „M“ und „Die Nibelungen“ (alle von Fritz Lang).

Außerdem baute Patalas ein Filmarchiv mit einigen tausend Titeln auf. Sammlungsschwerpunkte sind internationale Filmklassiker, neuer deutscher Film, deutscher Stummfilm und Münchner Filmgeschichte, wie zum Beispiel Filme von Karl Valentin.

Enno Patalas

Enno Patalas

Ein weiteres Anliegen von Patalas war die Begleitung von Stummfilmen durch kompetente Musiker. Vorher wurden Stummfilme oft ohne oder nur mit sehr mittelmäßiger Musikbegleitung vorgeführt, die sich nur zu oft penetrant in den Vordergrund drängte. Patalas verpflichtete regelmäßig den Pianisten Aljoscha Zimmermann für die Klavierbegleitung. Zimmermann entwickelte sich bald zu einem Spezialisten in Sachen Stummfilmmusik. Er suchte nach alten Partituren und komponierte auch eigene Begleitmusik.

Neben vielen Kritiken in der Filmkritik, der Zeit u. a. veröffentlichte Patalas auch (zusammen mit Ulrich Gregor) 1963 eine Geschichte des Films für die Zeit bis 1960. Später wurde das Werk von Gregor allein durch einen Band, der die Jahre 1960 bis 1977 abdeckt, fortgeschrieben. Außerdem beteiligte sich Patalas an Monographien über Fritz Lang, Ernst Lubitsch und Friedrich Wilhelm Murnau.

Für das WDR-Fernsehen schuf er filmische Essays über Jean Vigo, Friedrich Wilhelm Murnau, Jean Renoir, Ernst Lubitsch und Josef von Sternberg.

 

Auch nach seiner Pensionierung führte Patalas im Auftrag verschiedener Institutionen einige Filmrestaurierungsprojekte durch. Daneben schrieb er ein knapp-pointiertes Buch über Alfred Hitchcock (1999) und eine Lesefassung von Fritz Langs Metropolis (2000). Im Jahr 2005 erschien ein Buch mit dem Titel „Südseebilder“ mit Materialien und Dokumenten rund um den Film „Tabu“ von Friedrich Wilhelm Murnau.

Patalas gilt als einer der wichtigsten Filmhistoriker Deutschlands. Er war von 1962 bis zu deren Tod 2002 mit der Filmkritikerin und Essayistin Frieda Grafe verheiratet. Seit 2002 betreut Patalas eine zwölfbändige Werkausgabe mit gesammelten Schriften von Frieda Grafe.

Patalas lebt seit 1956 in München. (Quelle: wikipedia)

Von besonderem Interesse können all die alten Filmkritiken aus dem Jahr 1924 sein, aber auch die ausführliche Einführung von Enno Patalas ist mehr als lesenswert.

Ergo: Ein Büchlein für alle Cineasten und die, die es werden wollen … mich fasziniert das Thema Film immer mehr.

Und in den Nibelungen Wahn bin ich mittlerweile auch mal wieder gefallen … ha !

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Auszug aus dem Drehbuch

 

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(Diesmal ohne Passwort)

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Die Rückseite des Werbe-Flyers

 

 

Dieter Hildebrandt u.a. – Von Gau zu Gau oder die Wacksdorfidylle (1986)

TitelTja … Wackersdorf … der Name erinnert schlicht und ergreifend an jene Jahre, als die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf (WAA) in den 80er Jahren in aller Munde war.

Wir erinnern uns:

Die WAA Wackersdorf war eines der politisch umstrittensten Bauprojekte der 1980er Jahre in der Bundesrepublik. Im Oktober 1985 wurde das WAA-Gelände (138 ha) für rund 3 Millionen DM vom Freistaat Bayern an die DWK GmbH mit Sitz in Wackersdorf verkauft.[1] Die Bauarbeiten im Taxöldener Forst begannen im Dezember 1985. Bei den heftigen Protesten kamen in der Folgezeit Erna Sielka am 2. März 1986 an Herzversagen, der asthmakranke Alois Sonnleitner am 31. März 1986 sowie der Polizeibeamte Johann Hirschinger am 24. September 1986 ums Leben. Am 31. Mai 1989 wurden die Bauarbeiten eingestellt, nachdem der Energiekonzern VEBA (heute E.ON) als wichtigster Anteilseigner der zukünftigen Betreibergesellschaft mit der Cogema, der Betreiberfirma der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague am 3. April einen Vertrag zur Kooperation unterzeichnet hatte und die WAA-Wackersdorf als „zu langwierig, zu teuer“ bezeichnete. Auch sah man „die Chance, die heißgelaufene Diskussion über die Kernenergie in der Bundesrepublik zu entlasten“

1994 ging in Cumbria (England) an der Irischen See im Atomkomplex Sellafield/Windscale die Wiederaufarbeitungsanlage THORP des Unternehmens British Nuclear Fuels in Betrieb. Dort wird vor allem die Aufarbeitung von ausländischen Brennelementen vorgenommen. Ein Großteil des Materials stammte aus Deutschland.

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In den 1980er Jahren waren Atomanlagen einerseits durch die Debatte um Atomrüstung und andererseits durch die Reaktorunglücke von Harrisburg und später Tschernobyl sehr stark umstritten. Seit den frühen 1970ern wuchs die Anti-Atom-Bewegung, durch die auch der Erfolg der Grünen beflügelt wurde.
Die „Wackersdorf-Koalition“ war ein Protest aus der breiten gesellschaftlichen Mitte. Pfarrer und Leute aus den bürgerlichen Parteien waren vertreten und das erschwerte den WAA-Befürwortern, die Protestler zu diffamieren.

Am 7. Oktober 1981 wurde die Bürgerinitiative Schwandorf gegründet und viele weitere folgten kurz darauf, die schließlich unter einem Dachverband geschlossen auftraten. Die erste Anti-WAA-Demonstration fand dann im Dezember 1981 mit etwa 3000 Personen in der Oberpfalzhalle in Schwandorf statt, wo versammelte CSU-Politiker auf die konsequente Pro-WAA-Linie eingeschworen werden sollten. Am 16. Februar 1985 demonstrierten bei eisigen Temperaturen rund 35.000 Menschen auf dem Schwandorfer Marktplatz friedlich gegen die WAA.

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am 10. Dezember 1985 die Genehmigung zur Rodung des Taxöldener Forst erteilte, errichteten die Atomkraftgegner dort am 14. Dezember das erste Hüttendorf („Freie Oberpfalz“), in dem etwa 1000 Menschen bei klirrender Kälte übernachteten. Dieses wurde zwei Tage später durch 3.700 Polizisten geräumt, 869 Demonstranten wurden festgenommen.
Doch bereits am 21. Dezember stand das nächste Hüttendorf („Freie Republik Wackerland“ mit 158 Hütten[, Zelten und Baumhäusern). Nach dem eingehaltenen „Weihnachtsfrieden“ wurde das Hüttendorf erst am 7. Januar 1986 von 2.000 Polizisten geräumt.[24] Bei der Räumung, die bis in die Nacht andauerte, wurden über 1000 Menschen zur erkennungsdienstlichen Erfassung festgenommen. (Quelle: Wikipedia)

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Aber damit ist natürlich die Geschichte von Wackersdorf noch längst nicht zu Ende …
Und ein Dieter Hildebrandt wäre nicht ein Dieter Hildebrandt gewesen … hätte er nicht dem Thema „Wackerdsdorf“ in seiner damaligen „Scheibenwischer“ Sende-Reihe nicht viel, ganz, viel Platz gegeben.
So geschehen in der „Scheibenwischer“ Sendung am 5. Februar 1986  … und dass das Manuskript dieser Sendung dann als Taschenbuch im Knaur Verlag im gleichen Jahr veröffentlicht wurde, zeigt, welche Brisanz dieses Thema damals hatte.
Und die Besetzung der damaligen Sendung liest fast wie das „Who´s who“ der damaligen Satire-Szene:

Wolfgang Franke – Dieter Hildebrandt – Hans Dieter Hüsch – Bruno Jonas – Gerhard Polt – Renate Küster – Konstantin Wecker … und nicht zu vergessen den Texter Klaus Peter Schreiner

Hier also die spitzfindige, bitterböse Sendung als Taschenbuch …. Leider habe ich keine Aufzeichnung dieser Sendung gefunden ….
Ergänzt wird dieses Sendemanuskript noch durch zwei wissenschaftliche Aufsätze zu den Gefahren der Kernenergie … damals, also als diese Sendung ausgestrahlt wurde, war von Tschernobyl noch keine Rede ….
Und weil Wackersdorf ein Lehrbeispiel für vieles ist …. demnächst mehr davon ….
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Beispiel14