Projektgruppe Evaluation (Arbeitskreise Frauen im Museum der Arbeit) – Ansichtssache – Zur Wirkungsweise des Ersten Hamburger Frauenwandbildes (1992)

Frauenwandbild01AOkay, okay, Titel wie der Name der Autorinnengruppe sind arg sperrig, das ändert aber nichts daran, dass in Hamburg 1989 ein spannendes Projekt angestossen wurde, das bis heute seine Kreise zieht. Die Rede ist vom „ersten Hamburger Frauenwandbildes“, das dann Um was geht´s da eigentlich ?

„Vorgängerin der FrauenFreiluftGalerie war das 1994 abgerissene Erste Hamburger Frauen-Wandbild zum Thema „100 Jahre Frauenarbeit im Hafen“ mit anfangs 1.000 qm Wandfläche. Es wurde 1989 im Rahmen des Museums der Arbeit vom „Arbeitskreis Frauen im Museum der Arbeit“ an der Nordfassade des sog. Fischmarktspeichers, ein ehemaliger Getreidespeicher, in der Großen Elbstraße 39, realisiert.

Der Anlass für das Wandbild waren die für das Jahr 1989 geplanten Feierlichkeiten zum 800. Hafengeburtstag. Dafür wollte der Arbeitskreis ein Gemälde visualisieren, das Unsichtbares sichtbar werden lässt, nämlich die bis dahin meist unbeachteten Tätigkeiten und Berufe von Frauen im Hafen, einem als „Männerdomäne“ geltenden Bereich.

Als Bilder der anderen Hälfte der Hafenwelt sollte eine gemalte Collage an einer Mauer direkt im Hafen Bild-Szenen hafenbezogener Frauenarbeit in den öffentlichen Blick rücken.

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Wandbild von 1989

Für dieses umfangreiche Unterfangen hatte sich der Arbeitskreis Frauen im Museum der Arbeit drei Jahre zuvor, im Jahr 1987, erweitert auf über zwanzig Frauen zwischen 25 und 77 Jahren, unter ihnen Historikerin, Rentnerin, Studentin, Hausfrau, Sozialwissenschaftlerin, Büroangestellte, Medienfrau wie Grafikerin, Filmemacherin, Malerin. In Art einer interdisziplinären Frauen-Geschichtswerkstatt in Kooperation mit dem in Gründung befindlichen Museum der Arbeit wurde geforscht, recherchiert, künstlerisch gearbeitet und um den attraktiven Standort des Wandgemäldes am Fischmarkt gerungen.

Die Gruppe definierte ihre Arbeit als Frauen-Forschungs-Kultur-Politik-Projekt. Denn es galt zum einen, die unbekannten Ecken der Stadtgeschichte auszuleuchten und zu bearbeiten, war doch weibliche Wirtschaftskraft im Hafen Mitte der 1980er ein kaum erforschtes Feld. Zum anderen war die geplante Umsetzung der Recherche-Ergebnisse in ein Wandgemälde eine Novität.

Eingebettet in die damals virulenten Ideen der feministischen Platzgewinnung im öffentlichen Raum, verstand sich das Wandbild-Projekt als ein Experiment einer Open Air-Einschreibung  bzw. -„Einmalung“ von Bildern, die in der Stadt über Frauenalltag und von Geschlechterverhältnissen erzählen. Auch eingedenk der Praxis des Künstlers Josef Beuys, Forschung und Kunst nicht nur als wissenschaftlichen und ästhetischen, sondern auch als sozialen Prozess zu begreifen.

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Einige Frauen aus dem Arbeitskreis
„Frauen im Museum der Arbeit“

Besonders deutlich wurde dies, da die Recherchen keineswegs nur in Archiven stattfanden, sondern als Oral-History-Recherche an den Arbeitsorten selbst: So kamen über 100 Interviews mit Zeitzeuginnen zusammen, die einst und jetzt im Hafen ihr Geld verdienten, aber auch mit „unsichtbarer“ Arbeit in Familie oder Haushalt dafür sorgten, dass auch im Hafen alles rund läuft.

Schon während der frühen Recherche-Phase stieß die Hamburger Malerin Hildegund Schuster zur Projektgruppe. Zwei weitere Künstlerinnen, Wiebke Hohrenk  und Gisela Milse, kamen später zum Malen des Bildes Anfang 1989 hinzu.

In knapp drei Monaten gelang den Malerinnen das 1.000 qm-Werk. Zuvor hatte der Arbeitskreis Frauen im Museum der Arbeit öffentlich zum „Fest des Ersten Pinselstrichs“ im großen Kreis von Zeitzeuginnen und Unterstützern am 1. Mai 1989 geladen, ein gut besuchter Auftakt der Malarbeit und zugleich den Maifeierlichkeiten eine besondere Note verleihend. Und im Sommer gab die freie Sicht auf das fertige Gemälde Anlass für das „Entrüstungsfest“ am 29. Juli 1989.

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Das Frauen-Forschungs-Kultur-Politik-Projekt  kann republikweit als Experiment und als Novität gelten: zwischen Zustimmung und Widerspruch á la „Feministischer Realismus“, auf alle Fälle war es Gesprächsanlass in der Stadt und weit über Hamburg hinaus.“ (Quelle: frauenfreiluftgalerie.de)

1993 erfolgte dann die Erstellung des zweiten Hamburger Frauenwandbildes usw. Und heute gibt es das Projekt „Frauen FreiLuftGalerie“, das sich ganz sicher bunesweit einen guten Namen gemacht hat.

Aber zurück zum eigentlichen Projekt: Als dieses dann erfolgreich abgeschlossen wurde, etablierte sich eine Projektgruppe Evaluation, die sich an die Arbeit machte, die „Wirkungsweise“ dieses damals einmaligen Projekt zu erforschen.

Herausgekommen ist dann dieser Band (54 Seiten) in dem ausführlich und detailliert über Entstehungsgeschichte sowie das Ergebnis einer ausführlichen Befragung. Befragt wurden 82 Männer und Frauen, die das Wandbild mindestens einmal gesehen haben. Man kann vielleicht einwenden, dass diese Probndengruppe ein wenig klein ist, zumal bei einem Bild, das öffentlich mehr als leicht zugänglich war.

Ändert aber nichts daran, dass ich hier ein wirklich spannende Projekt samt Auswertung eben auf die Wirkungsweise von Kunst dieser Art imöffentlichen Raum.

Hier einpaar Endrücke von der Broschüre und dann geht´s ab zu Präsentation:

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Beigefügt habe ich noch ein Radio-Interview des Senders „Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK)“ mit Elisabeth von Dücker und Hildegrund Schuster aus dem Jahr 2011. Darin geben beiden Auskunft über die Geschichte und die aktuellen Ansätze des Projektes „“Frauen FreiLuftGalerie“

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Die Schweißerinnen Elvira Vierke (li.) und Inge Lüde beim Fest des Ersten Pinselstrichs mit ihrem Interviewbeitrag im Katalog-Buch (den ich leider nicht mein eigen nennen kann)

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Tomi Ungerer – Geschichten für Erwachsene (1992)

TitelSo, jetzt hat es ihn im Alter von 87 Jahren dahin gerafft (vermutliche hätte er nichts gegen diese etwas derbe Ausdrucksweise …)

Jean-Thomas „Tomi“ Ungerer (* 28. November 1931 in Straßburg, Frankreich; † in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2019 in Cork, Irland) war ein französischer Grafiker, Schriftsteller und Illustrator von Bilderbüchern für Kinder und Erwachsene. Ungerer verstand sich als Elsässer und überzeugter Europäer. Er lebte abwechselnd in Irland und in Straßburg.

Tomi Ungerer wurde 1931 nach zwei Schwestern und einem Bruder als jüngstes Kind der Familie geboren. Sein Vater Théodore Ungerer war der Familientradition nach Uhrmacher und Turmuhrenfabrikant,[1] aber auch ein Künstler, Historiker und Büchersammler, der unter anderem die Astronomische Uhr des Straßburger Münsters wartete. Er entwarf und baute auch die größte astronomische Uhr der Welt im Dom von Messina auf Sizilien. Großvater Alfred Ungerer war ebenfalls Turmuhrenfabrikant. Ungerers Mutter Alice, geborene Essler (gestorben 1989), stammte aus einer oberrheinischen Industriellenfamilie. Er lernte seinen Vater nie richtig kennen, denn dieser starb 1935 an den Folgen einer Blutvergiftung, als Tomi dreieinhalb Jahre alt war. Später widmete er einige Bilderbücher ausdrücklich vierjährigen Kindern.

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Die Mutter zog nach dem Tod des Vaters mit Tomi und seinen drei Geschwistern zurück in ihr Elternhaus nach Logelbach, einem Industrievorort von Colmar, das von der Firma Haussmann zur Verfügung gestellt worden war. Der Vater von Ungerers Mutter war technischer Direktor bei der Spinnerei Haussmann. Ungerer wurde als Kind von seinen Spielkameraden ferngehalten, und zu Hause sprach man nur Französisch, denn Elsässisch galt als die Sprache des Volkes. In seinem Kinderbuch Kein Kuß für Mutter (1974) spielt er auf diese Fürsorglichkeit an. Als Jüngstem in der Familie habe man ihm nie zugehört und ihn nicht ernstgenommen, dafür habe man ihm alle Streiche durchgehen lassen.

Erst im Alter von neun Jahren wurde Ungerer wegen der deutschen Besatzung und ihrer Einführung der Schulpflicht in die Volksschule eingeschult. Innerhalb von drei Monaten erlernte er die deutsche Hochsprache und den elsässischen Dialekt. Auf diese Weise erlebte er die allgemeine Unterdrückung durch die Deutschen zunächst als eine persönliche Befreiung. Ungerer lernte sich anzupassen, zu Hause war er Franzose, in der Schule der deutsche Hans und bei seinen Spielkameraden ein Elsässer. Trotz dieser

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Schön früh so ein durchgeknallter Spaßvogel

Beschwernisse schätzte er sein Familienleben als bildend und aufbauend für Geist und Gemüt ein: „Ich bin wirklich aufgewachsen mit dem Respekt vor der Schönheit der Natur. Und das hat mich total geprägt, mein ganzes Leben. Wir hatten ein echtes altmodisches Familienwesen: Jeden Abend nach dem Essen wurde Karten gespielt, aus Büchern vorgelesen oder gesungen.“ Er wurde von früh an ermutigt, zu zeichnen und zu schreiben. Seine Bushaltestelle zur „Matthias Grünewald-Schule, Oberschule für Jungen“ (heute „Lycée Bartholdi“) in Colmar lag vor dem Musée d’Unterlinden, in dem er sich immer bei Regen aufhielt und so oft Grünewalds Isenheimer Altar bewundern konnte.

Seine Schuljahre wurden zunehmend von Krieg und Besetzung geprägt. Im Erdgeschoss des Elternhauses wurde ein Wehrmachtsoffizier einquartiert. Gegenüber lag die Fabrik Haussmann, die zu einem Gefangenenlager umfunktioniert wurde. Im Winter 1944/1945 wurde drei Wochen lang in einem Stellungskrieg um den Brückenkopf Elsass (frz. Poche de Colmar) gekämpft.

Der zweimalige Wechsel der Unterrichtssprache von Französisch zu Deutsch, was durch autoritäre, nationalsozialistische Lehrer repräsentiert wurde, und wieder zurück zum Französischen, das nun ebenso konsequent durchgesetzt wurde, belasteten ihn ebenso wie die Tatsache, dass nicht nur Hochdeutsch, sondern auch der regionale Dialekt verboten wurde. Ungerer bezeichnet die Vorgehensweise der Franzosen als ein „kulturelles Verbrechen“ (crime culturel) und einen „kulturellen Mord“.[4] Ihm wurde nahegelegt, seinen Akzent abzulegen, bevor er sich mit französischer Literatur beschäftige. Das führte zu Schwierigkeiten mit dem Französischen, so dass er knapp das Baccalauréat (Abitur) verfehlte. Schließlich wurde er in seinem Abschlusszeugnis als „pervers und subversiv“ beurteilt.

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Tomi Ungerer mit seinem Plakat für eine Ausstellung in New York, 1959

Während der Besatzungszeit lernte er nach der Berlitz-Methode so gut Englisch, dass er nach dem Krieg als Dolmetscher für die französischen Offiziere arbeiten konnte. Seine frühen Jahre wurden zu ruhelosen Lehr- und Wanderjahren, er fuhr auf dem Fahrrad durch Frankreich, später quer durch Europa, die Reisen führten ihn auch zu einem Méhari-Kamelreiter-Regiment in Algerien bei der französischen Fremdenlegion, wo man nur „Nazilieder“ gesungen haben soll. Wegen einer Rippenfellentzündung lag er sechs Monate im Lazarett, dabei lernte er die arabische Musik kennen. Nach seiner Ausmusterung führten ihn seine Wanderungen zu Fuß und per Anhalter bis nach Nordnorwegen bei Murmansk ins sowjetische Grenzgebiet, danach war er auf kleinen Frachtern als Matrose im Nordatlantik unterwegs. Im Oktober 1953 schrieb er sich für ein paar Monate in der Straßburger École Municipale des Arts Décoratifs ein.

Sein Respekt vor dem Bildungsgut des Bildungsbürgertums, die Liebe zu den Büchern und besonders zur Malerei einerseits und seine hohe Energie und Willenskraft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und Grenzen zu überwinden, andererseits eröffneten ihm die US-amerikanische Kultur in Straßburg. Im amerikanischen Kulturzentrum (Centre Culturel Américain) entdeckte er die Werke des Cartoonisten Saul Steinberg und des Zeichners James Thurber. Bald stand sein Entschluss fest, sein Glück in der Neuen Welt zu suchen.

Beispiel06

Er wohl der holden Weiblichkeit nicht abgeneigt (hier im Jahr 1984)

1956 wanderte Ungerer mit 60 Dollar und einigen Zeichnungen in der Tasche in die USA, nach New York, aus. Unterernährt und krank und von der Notfallstation eines Krankenhauses abgewiesen, wo man ihm eine Behandlung verweigerte, da er nicht genug Geld hatte, sprach er anderntags bei der Kinderbuchlektorin von Harper, Ursula Nordström vor, um einen Vertrag für sein Kinderbuch zu erhalten. Sie gewährte ihm einen Vorschuss von 500 Dollar. 1957 gewann er seinen ersten Preis für sein erstes illustriertes Kinderbuch, The Mellops go flying, eine Geschichte mit kleinen Schweinchen. Programmatisch für sein Lebenswerk vereinten sich in den Figuren der kleinen Schweinchen kindliche Unschuld und in symbolischer Hinsicht das Laster. Das Buch wurde zum Bestseller. Im selben Jahr knüpfte er den Kontakt mit seinem späteren Hausverlag, dem Zürcher Diogenes Verlag. Nun arbeitete er gleichzeitig als Zeichner, Maler, Illustrator, Kinderbuchautor und Werbegrafiker.

Mitte der 1960er Jahre schockierte Ungerer mit den Cartoonbänden Geheimes Skizzenbuch und The Party, in denen er auf drastisch-satirische Weise die New Yorker Schickeria aufs Korn nahm. Ungerers Kreativität kannte nun auch keine Genregrenzen mehr, und er wandte gern alle Zeichentechniken an. 1969 erschien Fornicon, das später in England verboten wurde. Die Karikaturen stellten Potenzwahn, Sexismus und Gier bloß. Seine Drastik und Radikalität blieben immer die Mittel eines Moralisten. Die Ironie der dargestellten sexuellen Praktiken basierte auf dem Prinzip der Übertreibung und dem Übermaß einer noch nie gesehenen Technisierung und Mechanisierung sexueller Wünsche. Ungerer war daher nicht nur mit der Prüderie in den USA und England konfrontiert, sondern später auch mit der Rachsucht der Ostküsten-High-Society.

Beispiel24

Auf so einen Blödsinn muss manauch erstmal kommen

Daneben zeichnete er auch Film-Plakate u. a. für die Star-Regisseure Stanley Kubrick (Dr. Seltsam) und Otto Preminger. In seiner New Yorker Zeit teilte er sich mit dem Schriftsteller Philip Roth ein Ferienhaus auf Long Island. Zu seinen weiteren literarischen Freunden zählen Tom Wolfe und Saul Bellow.

Trotz einer liberalen Aufbruchsstimmung in den USA stießen seine satirischen und erotomanischen Zeichnungen dort auf immer mehr Kritik. Ungerer wurde vom FBI beobachtet, und auch seine Kinderbücher wurden verboten. Kein Kuss für Mutter erhielt in den USA den Preis für das schlimmste Kinderbuch, da darin u. a. Toby mit seinem Freund Zigarre raucht und beim Frühstück mit seinen Eltern eine Flasche Schnaps auf dem Tisch steht. Mit Bildern wie diesen hält er sich zugute, einen neuen Realismus in die Kinderbuchliteratur eingeführt zu haben: „Keiner hat die Kinderbuchtabus so zerschmettert wie ich.“ In seinen Kinderbüchern spielen eher negativ bewertete Tiere wie Schlangen, Esel, Schweine, Tintenfische und Fledermäuse eine positive Hauptrolle, um damit Vorurteile gegenüber den Tieren und auch im Allgemeinen abzubauen.
Schrittweise Heimkehr.

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Ungerer verließ New York 1971 nach 14 Jahren und suchte mit seiner zweiten Frau, der US-Amerikanerin Yvonne Wright, die ländliche Ruhe und Inspiration auf einer Farm im kanadischen Neuschottland. Nach der jahrelangen Arbeit am Großen Liederbuch (1975) trieb ihn das Heimweh wieder zurück nach Europa. In den 1970er Jahren entwarf er für den französischen Lebensmittelproduzenten Bonduelle mehrere Werbefiguren.[8] Zu Beginn der 1980er Jahre entwarf Ungerer für den deutschen Computerhersteller Nixdorf ein neues Bild in der Werbung und gestaltete Wandkalender mit historischen Schreib- und Rechenmaschinen.

Seit 1976 lebte Ungerer mit seiner Frau, seiner Tochter (geb. 1976) und seinen beiden Söhnen (geb. 1978 und 1980) abwechselnd in Straßburg und auf einer 160 Hektar großen Beispiel26Farm nahe der Stadt Cork in Irlands Südwestprovinz Munster. Dort widmete er sich der Schaf- und Rinderzucht.[10] 1985 wohnte er für einige Monate in Hamburg bei der damals als Domina tätigen Domenica Niehoff, um sich Anregungen für einen Bild- und Interviewband über BDSM-Praktiken zu holen (Die Schutzengel der Hölle, 1986). Ungerer überwand Mitte der 2000er Jahre eine jahrelang andauernde, schwere gesundheitliche Krise mit drei Herzinfarkten und einer Krebserkrankung und fand danach erneut zu seiner alten Produktivität zurück.

In seinen letzten 40 Jahren brachte er rund 40.000 Zeichnungen zu Papier und veröffentlichte über 140 Bücher. Ab 1979 waren seine Werke in etwa 100 Ausstellungen zu sehen.

Ungerer bezeichnete sich selbst als einen „Aufzeichner“: „Ich zeichne, was ich aufschreibe, und ich schreibe auf, was ich zeichne, um einen Gedanken klar, kurz und bündig auszudrücken.“

Ungerer starb in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2019 im Alter von 87 Jahren im Haus seiner Tochter im irischen Cork.

Beispiel27Neben seiner künstlerischen Arbeit setzte sich Ungerer unter anderem auch für Aktionen und Programme ein, um jugendliche Straftäter von der Straße zu holen, für eine Integration von Einwanderern in französischen Schulen sowie für eine Hilfe für Aidspatienten und krebskranke Kinder. Ungerer selbst sah sich nicht als Franzose oder Deutscher, sondern als Elsässer, und bezeichnete sich als überzeugten Europäer. Im Sommer 2010 stellte er für eine Ausstellung in der Gedenkstätte KZ Osthofen bei Worms ausgewählte Grafiken und Zeichnungen zur Verfügung. Ungerer war auch ein Gourmet, und als Genießer der elsässisch-badischen Küche war er auch mit Meisterköchen befreundet, so etwa mit Philippe Schadt in Blaesheim (Chez Philippe) oder mit dem Chansonnier und Kabarettleiter Roger Siffer; beide stellen für ihre Gäste Ungerers Aquarelle und Zeichnungen aus. (Quelle: wikipedia)

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Zeichnung von Tomi Ungerer: „40 Jahre deutsch-französischer Freundschaftsvertrag“, deutsche Briefmarke, Parallelausgabe mit Frankreich (2003)

Also … da ist einer nun wirklich seinen Weg gegangen … Ein ganz und gar schräger Paradiesvogel hat uns dabei beschenkt und nun, sucht er sich ne neue Bleibe… vermutlich wird es ihm in der Hölle angenehmer vorkommen.

Ungerer hat ja mehr als 80 Kinderbücher einfühlsam illustriert und dabei stets Partei für Kinder und deren Rechte ergriffen. Seine zahlreichen Erwachsenenbücher und Bildbände dagegen sind geprägt von Provokationen, einem derben Erotik und abgründigen Phantasien, von schneidendem Sarkasmus und beissendend satirischem Humor. (Quelle:Bayerischer Rundfunk)

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Als Hommage an dieser Freigeist und Querdenker, der ein ganz großes Herz für Kinder hatte, hier nun ein für Kinder eher ungeeignetes Buch -… Eine weitere wüste Orgie seiner überbordenden Phantasie hinsichtlich erotischer Gebräuche:

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Bevor es hier mit einer kleinen Auswahl seiner Bilder und Texte aus diesem Buch geht, erlaube ich mir folgenden Warnhinweis:

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Beim Betrachten der folgenden Bilder könnten sensiblen wie minderjährigen Menschen erheblicher Schaden zugefügt werden.

Daher sollten solche Personen den blog nun verlassen und sich statt dessen mal hier umschauen

 

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Und nun geht´s los:

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Das müsste ich ja auch mal können …

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Beispiel22

Na ja, kann man ja so sehen … ich seh´s nicht so

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Und hier geht es zu einer interessanten Hördokumentation über Tomi Ungerer (clic on the pic):

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„Tomi“ Ungerer (* 28. November 1931 in Straßburg, Frankreich; † 8. Februar 2019 in Cork, Irland)

Walter Brugger + Adolf Kunzmann – Altötting (1978 – 1992)

TitelAlso einerseits gibt es da halt so einen Ort in Bayern, der heißt Altötting:

Altötting  ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern und liegt etwa 90 Kilometer östlich von München. Überregionale Bedeutung erfährt die Stadt als Wallfahrtsort mit Gnadenkapelle. Altötting gehört zu der Tourismusregion Inn-Salzach.

Die Stadt hat sich am Mörnbach auf einer ausgedehnten Hochschotterterrasse gebildet. Diese wurde durch die Abflüsse des Inn-Gletschers über Jahrtausende hinweg aufgeschichtet. Drei Kilometer gegen Norden entfernt ist der Fluss Inn und zwei Kilometer südlich zieht in gleicher Richtung mit dem Strom ein gewaltiger Moränenschuttwall, die Kastler Höhen. Seit der Eingemeindung der Gemeinde Raitenhart liegt ein Stück des Inn mit rund drei Kilometern Länge im Gebiet der Stadt Altötting.

Anfänge einer Siedlung lassen sich durch Funde in die Zeit der Urnenfelderkultur (ca. 1250 bis 750 v. Chr.) einordnen, wobei für die Anlage der Siedlung das umliegende Weidegebiet, die fischreichen Gewässer und der angrenzende Wald mit seinen Jagdmöglichkeiten die wichtigsten Voraussetzungen bildeten. Die Grabfunde der Urnenfelderzeit im Norden der Stadt und die bajuwarischen Reihengräber im Süden begrenzen einen Platz, der sich im Laufe eines Jahrtausends weniger durch seine Siedlungskontinuität als vielmehr durch seine Bedeutung als möglicher Kultort auszeichnet. Die fast quadratische Form des alten Kapellplatzes mit seiner hölzernen Umfriedung und die in der Mitte stehende Linde verweisen entweder auf eine Keltenschanze mit Kultbedeutung oder auf einen altgermanischen Dingplatz als Versammlungsort und Gerichtsstätte.

Beispiel16

Panoramabild zum Markt Altötting nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Neben dieser Kultgewichtigkeit wuchs aber auch die wirtschaftliche Bedeutung mit dem Ausbau der Salzausfuhr aus Hallein und Reichenhall in der Keltenzeit und der Anlage eines Kunststraßennetzes durch die Römer. Die Nähe zum alten Innübergang bei Ehring-Töging und zum dortigen Kreuzungspunkt der Verbindungsstraßen Juvavum (Salzburg) – Castra Regina (Regensburg) und Augusta Vindelicum (Augsburg) Ovilava (Wels) bzw. Batavis (Passau) rückte den alten Kultort mit seiner bescheidenen Siedlung auch immer mehr in das Blickfeld strategisch-militärischer Überlegungen. Diese Entwicklung, verbunden mit der geographischen Lage genau in der Mitte des sich ausbildenden agilolfingischen Herzogtums in Altbayern, führte zur ersten urkundlichen Erwähnung von Ötting als »villa publica« im Jahre 748 mit der Bezeichnung »Autingas«.
Panoramabild zum Markt Altötting nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Beispiel17

Ein Klassiker des unfreiwilligen Humors: Die Sonntagszeit „Altöttinger Liebfrauenbote“

Im frühen Mittelalter erscheint Autingas als Bezeichnung für die heutige Stadt. Erst seit der Gründung Neuöttings (wohl im Jahr 1224), verwendet man die Bezeichnung Altötting. Bereits 748 war der Ort eine Pfalz der Agilolfinger Herzöge von Bayern. Vierzig Jahre später wurde Altötting karolingische Königspfalz. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der älteste Bau der heutigen Wallfahrtskirche. In den Jahren 876/877 stiftete König Karlmann ein Kloster in Altötting, in dem er auch begraben wurde. 907 wurde Ort und Pfalz, Stift und Basilika durch den Ungarnsturm verwüstet. Nur das Oktogon der Taufkapelle überstand die Zerstörung. Im Jahr 1228 wurde das Chorherrenstift durch den Wittelsbacher-Herzog Ludwig den Kelheimer wieder errichtet, das spätere Kollegiatstift Altötting. Als Anfang des 13. Jahrhunderts die Salzstraße von Venedig nach Nürnberg und stetig immer mehr an den Inn verlegt wurde, verliehen die Wittelsbacher Neuötting Stadt- und Münzrechte. 1489 gibt es Berichte von zwei Aufsehen erregenden Heilungswundern, die die Wallfahrt nach Altötting begründen. Zwischen 1499 und 1511 entsteht an der Stelle der romanischen die heutige gotische Stiftkirche. Altötting wird zu einem der bedeutendsten Pilgerziele seiner Zeit. Politisch war der Ort Hofmark des Stifts ohne eigenständige Selbstverwaltung. Sitz des wittelsbachischen Pfleggerichts war Neuötting.

Beispiel19

Aber auch das ist Altötting

Mit dem Ende des zweiten Chorherrenstiftes in der Säkularisation von 1803 wurde Altötting zur einfachen „Ruralgemeinde“ (Gemeindeedikt von 1818). 1845 wurde Altötting zum Markt erhoben. 1898 erfolgte die Erhebung zur Stadt. Der Eisenbahnanschluss durch die Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen 1897 führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Belebung der Wallfahrt und des damit verbundenen Fremdenverkehrs. Mit der Selig- und Heiligsprechung des Altöttinger Kapuziner-Pfortenbruders Konrad von Parzham 1930 und 1934 bekam Altötting neben der Gnadenkapelle ein zweites viel besuchtes Pilgerziel. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam es zu den „Bürgermorden von Altötting“.

Am 28. April 1945 erschoss ein SS-Kommando im Hof des damaligen Landratsamtes fünf Altöttinger Bürger, die ihre Heimatstadt von der NS-Herrschaft zu befreien versuchten, um damit eine Zerstörung durch die heranrückenden US-Truppen zu verhindern. Nach dem Krieg wurde am Ort der Hinrichtung eine Gedenkstätte für die Opfer errichtet, die zwischenzeitlich zu einer kleinen Kapelle ausgebaut wurde. (Quelle: wikipedia)

Der Stadtrat setzt sich aus dem Ersten Bürgermeister und 24 Stadträten zusammen. Die Kommunalwahlen in Bayern 2014 führten in Altötting bei einer kläglichen Wahlbeteiligung von 45,92 % zu folgendem Ergebnis:

Beispiel18

Damals gab´s die AfD noch nicht …

Einerseits … siehe oben … Andererseits ist Altötting in Inbegriff jenes kahtolischen Bayerns, das über unzählige Dekaden das Leben seiner Bürgerinnen und Bürger diktiert hat. Der Nutzen für das Volk kann dabei getrost in Frage gestellt werden, der Nutzen für die Kirche und den mit ihr verbunden Mächtigen jedoch nicht.

Altötting steht für mich für jenes Bayern, mit dme ich sogar nichts am Hut habe und mit dem ich sogar nicht szu tun haben möchte … ein frommer Wunsch … man bleibt eingebettet in dieser katholischen Kultur, die so manche Menschen ins Unglück treib.

Und dieses kleine Büchlein (50 Seiten; ursprünglich bereits 1978 erschienen, mir liegt die 5. Auflage aus dem Jahr 1992 vor) gibt nun Auskunft über die Kirchen, die es in diesem Wallfahrtort gibt …

Muss man nicht haben, wer sich aber für Kirchebau im allgemeinen und besonderen interessiert, findet hier ganz sicher einen guten Überblick, denn der Autor dieses

Beispiel20

Walter Brugger

Buches, Walter Brugger. darf getrost zu den Fachmännern auf diesem Gebiet gezählt werden:

Walter Brugger (* 21. Dezember 1928 in Laufen an der Salzach) ist baye­ri­scher Theo­loge und Autor von Bü­chern über Kunst- und Lan­des­ge­schichte von Altbayern.

Brugger stu­dierte Kunstgeschichte, Philosophie und Katholische Theologie in Freising und München, wo er Mit­glied der K.B.St.V. Rhaetia wurde. Da­nach war er Do­zent im Priesterseminar und Stadtpfarrer in Frei­sing. 1979 promovierte er an der Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät der Universität Salzburg. Von 1982 bis 1995 war er Pfar­rer in Berchtesgaden und Dekan der um­lie­gen­den Pfarreien. Papst Johannes Paul II. ver­lieh ihm am 6. Ok­to­ber 1987 den Titel Ehrenprälat Sei­ner Heiligkeit. Am 31. Ok­to­ber 2008 wurde Wal­ter Brug­ger zum Ehrenkanonikus des Kollegiatstiftes Mattighofen er­nannt, über das er seine Dok­tor­ar­beit ge­schrie­ben hat.

Derzeit lebt Prä­lat Brug­ger als Kurat der Wieskirche bei Freising. Er ist Ver­fas­ser zahl­rei­cher kunst- und lan­des­ge­schicht­li­cher Pu­bli­ka­tio­nen und von Kirchenführern für Alt­bay­ern. Fer­ner war er In­itia­tor, Herausgeber und Autor meh­re­rer Bei­träge der mehr­bän­di­gen »Ge­schichte von Berch­tes­ga­den« sowie Mit­her­aus­ge­ber eines Bu­ches über das Kloster Frauenchiemsee (2003). (Quelle: deu.archinform.net)

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Und Adolf Kunstmann dürfte mittlerweile auch schon Rentner sein, ist ein in diese r Gegend bekannter und geschätzter Fotograph, der schier unermündlich mit seiner Kamera, aber auch seiner Filmkamera unterwegs war.

Nun aber zu einer kleinen Vorschau eines Büchleins, das bei mir ein gewisses Unwohlsein, soll ich gar sagen Übelkeit verursacht hat:

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Blick auf den Kapellplatz

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links: ein Votivbild; rechts: ein sog. „Gnadenbild“

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rechts: Rosenkränze aus 5 Jahrhunderten in der Schatzkammer an der Stiftskirche

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Alte Pforte des Kapuzinerklosters, in der Bruder Konrad (gestorben 1894) 41 Jahre wirkte

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links: Innenraum der Basilika St. Anna; rechts: Hl. Bruder Konrad (Gemälde von M.Schneider-Reichel . 1932)

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Bettstatt mit Ansicht von Altötting im Heimatmuseum

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Beispiel15

Das fehlte gerade noch: Die Rückseite des Buches ziert Papst Johannes den II, der im Jahr 1980 Altötting einen Besuch abstattete.

Franco Fossati – Das grosse illustrierte Ehapa Comic Lexikon (1992)

TitelDas nenn ich ne Fleißarbeit:

Diese Enzyklopädie bietet eine umfassende und aktuelle Übersicht über den Comic aus aller Welt. Sie präsentiert über 600 Figuren, die von ihrer Entstehung bis hin zu ihren neuesten Umsetzungen beschrieben werden. Viele Artikel sind den Zeichnern und Szenaristen gewidmet, die im Laufe eines Jahrhunderts dazu beigetragen haben, daß sich der Comic zu einer eigenständigen Kunstform entwickelte, die sogar das Kino, die Literatur und die bildenden Künste im Allgemeinen beeinflußte.
Großer Raum wurde den wichtigsten Zeitschriften, die die Comics in jeden Winkel der Welt verbreitet haben, und ausführlichen Abhandlungen über die Entstehung und Weiterentwicklung der Comics in den bedeutsamsten Ländern reserviert.
Auf zahlreichen Sonderseiten werden die verschiedenen Genres und Gattungen – Humor und Abenteuer, Science Fiction und Horror, Erotik und Krimi, Satire und Western – beschrieben und einzelne Themenbereiche wie Comic-Romanzen, die Vorläufer der Comics, der Sport im Comic und die Underground-Comix näher betrachtet. (www.comicguide.de)

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Natürlich ist diese Enzyklopädie längst hoffnungslos veraltetm neue Trends wie „Graphic Novels“ findet man hier noch nicht und ich hätte mir auch mehr über BRD/DDr Comics gewünscht … aber der internationale Ansatz ist dennoch faszinierend … Die Vielfalt dieser Kunstform ist schon beeindruckend.

Und natürlich begegnen uns hier viele der altbekannten und vertrauten Freunde aus früheren Jahren … einige sind mir ganz schön ans Herz gewachsen.

Viel Vergnügen beim stöbern !

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Was wäre Walt Disney ohne Carl Barks gewesen ?

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Unvergessen: Nick Knatterton

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Walt Disney

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Aus den ganz frühen Jahren des Comics

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Die sog. „Marvel“ Helden

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Das kann nur einer sein !

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Beispiel28

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Beispiel24

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Beispiel26

Beispiel32

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Die Rückseite des Buches

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Beispiel02

Beispiel17

Rudi Dolezal + Hannes Rossacher – Festivals + Open Air – Geschichte und Geschäfte (1992) (VHS rip)

titelEs gab da mal eine Firma, die nannte sich DoRo und diese Firma stammte aus Wien:

Die DoRo Produktion Ges.mbH ist eine Filmproduktionsgesellschaft mit Sitz in Wien, gegründet von Rudi Dolezal und Hannes Rossacher.

Dolezal und Rossacher, auch „Torpedo Twins“ genannt, produzierten seit 1976 zunächst verschiedene Sendungen bei ORF, ARD und ZDF, später mit eigenen Produktionsgesellschaften, wovon die DoRo-Produktion die wichtigste und bekannteste war. Sie haben neben Musikvideos auch die Formate Longform-Video und Dokumentarfilme über Musiker mit geprägt.

Arbeiten für internationale Künstler wie Scorpions, Queen, The Rolling Stones, David Bowie, Miles Davis, Michael Jackson, Bon Jovi, Whitney Houston, Bruce Springsteen oder Frank Zappa, aber auch für deutschsprachige Künstler wie Marius Müller-Westernhagen, BAP, Peter Maffay, Herbert Grönemeyer, Nina Hagen, Sandra, Trio, Udo Lindenberg, H-Blockx, Tic Tac Toe, Die Toten Hosen, Die Fantastischen Vier, Erste Allgemeine Verunsicherung, Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich und Falco brachten ihnen teils weltweite Anerkennung.

Auch das Design, mit dem der Musiksender VIVA 1993 an den Start ging, stammte von DoRo, die zu den Gründern und Teilhabern des Senders gehörten. Nachdem MTV nicht die Musikvideos von Marius Müller-Westernhagen senden wollte, weil dieser eben auf deutsch singt, planten beide zusammen 3 Jahre lang den deutschen Musik-TV-Sender VIVA.

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Rudi Dolezal und Hannes Rossacher, 1985

Ende der 1990er Jahre entstand ein Firmengeflecht mit Ablegern in vielen Ländern (USA, Deutschland, Großbritannien, Italien, etc.), welches mit Zielsetzung auf einen Börsengang als DoRo Media AG firmierte. Ende 2002 haben die meisten dieser Gesellschaften, auch das Stammhaus in Wien, Konkurs angemeldet.

Keimzelle für den Neuanfang war ab 2003 der Münchner Ableger der DoRo Media AG, den die Filmemacher aus den Resten zurückkauften. Über eine neu gegründete Tochtergesellschaft ist DoRo auch wieder in Wien vertreten.

Zu den seitdem erfolgten Fernseh-Produktionen zählen u.a. eine sechsteilige ARTE-Dokumentation über politische Inhalte in der Popmusik (Get Up, Stand Up) sowie Künstlerporträts für den nichtkommerziellen US-Sender PBS (Sarah Brightman, Billy Joel und José Carreras).

Die Produktion von Video-Clips wird dabei nicht mehr betrieben. Für Rossacher ist das Video-Geschäft „ausgereizt – in kommerzieller und künstlerischer Hinsicht. Auf eine Produktion zu DJ Nerd featuring Miss Talentfrei habe ich einfach keine Lust.“[Quelle: wikipedia)

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Das Logo der ehemaligen Firma

Hier mal ein Beispiel ihrer damaligen Arbeiten, ich vermute mal, das war so eine Art Nebenprodukt, denn sie waren ja weltweit stets im backstage Bereich dabei und verfügten über hervorragende Kontakte zur Musikszene. So war es wohl nicht sinderlich schwer, all diese Musiker und Veranstalter (u.a. auch Fritz Rau) vor die Kamera zu zerren und sie über jenen Bereich des Musikbusiness zu befragen … der uns wohl allen auch bekannt ist: Festivals /meist als Open Air Veranstaltung).

Und ich bin ja dann immer auch sehr an den Hintergründen klutureller Ereignisse interessiert … und hier gibt es dann doch sehr viel interessante Aspekte, die beleuchtet werden. Es beginnt natürlich mit dem Woodstock Festival (eigentlich hätte man ja mit Monterey 1967 beginnen müssen) und endet bei dem großen Heavy Metal Festival 1992 in Moskau.

Die Qualität dieses VHS rips ist nicht vom feinsten … aber da muss man halt entsprechend komprommieren … um das Präsentationspäckchen auch lieferbar zu machen …  Wer bessere Ideen hat … darf sich ruhig an mich wenden.

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Das Passwort versende ich dann heute noch an ein paar Versuchskaninchen … um zu sehen, ob auch alles klappt.

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