Ralf Reinders + Ronald Fritzsch – Die Bewegung 2. Juni Gespräche über Haschebellen, Lorenz-Entführung, Knast (1995)

FrontCoverEin Buch über die terroristische Bewegung „2. Juni“, geschrieben von Leuten, die es so ganz genau wissen müssen, denn sie waren aktiv in dieser Bewegung und damit im Untergrund:

Ralf Reinders (* 27. August 1948 in Berlin-Reinickendorf), Spitzname Bär, ist ein ehemaliger Terrorist der Bewegung 2. Juni.

Ralf Reinders wurde 1948 in Berlin als Sohn eines während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppten, niederländischen Zwangsarbeiters und einer Deutschen, die aufgrund ihrer Ehe die deutsche Staatsangehörigkeit verlor, geboren. Er ging nach der 8. Klasse von der Oberschule ab und machte eine Lehre als Rotaprint-Drucker.

1965 war er an der Waldbühnenschlacht beteiligt. Reinders beteiligte sich an Studentenaktionen und Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg. Mit der Erschießung Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 begann die eigentliche Politisierung: „Nach all den Prügeln und Schlägen hatten wir das Gefühl, dass die Bullen auf uns alle geschossen haben.“

Der Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen wurde im Juli 1969 gegründet und es wurden Straßenschlachten wegen der Haschisch-Razzien in Szene-Kneipen organisiert. Reinders kam daraufhin für sechs Wochen ins Gefängnis. Im November 1970 tauchte Reinders ab, nachdem eine Fahndung gegen ihn lief.

Es gab erste Kontakte zur Baader-Meinhof-Gruppe, die zu der Zeit die Baader-Befreiung vorbereitete. Nach mehreren Anschlägen, Banküberfällen und anderen Aktionen entstand im Januar 1972 die terroristische Vereinigung „Bewegung 2. Juni“ aus zwölf Leuten von drei verschiedenen Gruppen.

Nach der Lorenz-Entführung, den sog. „Negerkuß-Banküberfällen“ und der Drenkmann-Ermordung wurde Reinders zusammen mit Inge Viett und Juliane Plambeck nach fast fünf Jahren im Untergrund am 9. September 1975 festgenommen.

Am 10. April 1978 begann in Berlin vor dem Kammergericht der „Lorenz-Drenkmann-Prozess“ gegen Ronald Fritzsch, Gerald Klöpper, Till Meyer, Fritz Teufel, Andreas Vogel und Ralf Reinders. Reinders erhielt 15 Jahre Haft, von denen er zwölf verbüßte. Er wurde am 14. September 1990 aus dem Moabiter Gefängnis in Berlin entlassen. Da er niederländischer Staatsbürger ist, drohte ihm nach der Haftentlassung zeitweise die Abschiebung aus der Bundesrepublik.

Reinders war Anmelder der „revolutionären 1. Mai Demonstration“ in Berlin 2008, nachdem er auf der Demonstration 2007 Opfer der RAF verhöhnt hatte. Nach Angaben der Organisatoren habe man Reinders gebeten, die Demonstration anzumelden, um sich „solidarisch hinter seine Biografie zu stellen“. Unter dem Beifall aus dem Bereich der Antifa rechtfertigte er die RAF-Morde an Buback und Schleyer. Frank Henkel, seinerzeit Innenexperte der Berliner CDU-Fraktion, forderte daraufhin, die Verbindungen zwischen linksextremer Szene und früheren Terroristen sorgsam zu beobachten. (Quelle: wikipedia)

Fahndungsplakat

Fahndungsplakat

Und dann noch Ronald Fritzsch, über den weitaus weniger bekannt ist:

Ronald Fritzsch (* 1951 in Hannover) ist ein ehemaliges Mitglied der terroristischen Vereinigung Bewegung 2. Juni.

Ronald Fritzsch zog Ende 1970 nach Berlin. Fritzsch agierte bis kurz vor seiner Verhaftung legal, also als bis dahin unerkanntes Mitglied der Bewegung 2. Juni. Nach der Entführung von Peter Lorenz wurde er zusammen mit Ralf Reinders am 9. September 1975 festgenommen. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung wurde er verurteilt. Nach fast 14 1/2 Jahren wurde er 1989 aus der JVA Berlin-Moabit entlassen.(Quelle: wikipedia)

Mann, sind wir cool: Die Entführer Gerald Klöpper, Ronald Fritzsch und Ralf Reinders (von links) während der Urteilsverkündung im Oktober 1980

Mann, sind wir cool: Die Entführer Gerald Klöpper, Ronald Fritzsch und Ralf Reinders (von links) während der Urteilsverkündung im Oktober 1980

Nun also dieses Buch, das allein schon wegen der Materialfülle dringend zu empfehlen ist. In einem ausführlichem Interview (das Klaus Hermann gefüjhrt hat) geben die beiden ausführlich Auskunft, wie es zu den „Haschrebellen“ kam und wie daraus dann eben die „Bewegung 2. Juni“ wurde.Und natürlich findet die spektakuläre Entführung des Berliner CDU Politikers Peter Lorenz einen besonders breiten Raum.

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Zur Erinnerung. Am 2. Juni 1967 wurde der Student Benno Ohnesorg anlässlich einer Demonstration gegen den Schah Besuch in Deutschland von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen (erst viele, viele Jahre später wurde bekannt, dass Kurras Mitglied der SED war und zudem auf der Gehaltsliste der Stasi stand – aber das ist dann eigentlich ne eigene Geschichte wert).

Und dann gibt es noch weitere Interviews (bei denen dann z.B. auch Fritz Teufel zugegen war) und dann natürlich auch noch ein paar Statements zu den Jahren im „Knast“. Und dann noch eine Chronologie der damaligen Ereignisse (unter Berücksichtigung- historisch unverzichtbar für das Verständnis der „Bewegung 2. Juni“ – von Ereignissen aus aller Welt … )

Und wenn ich das Wort „Verständnis“ schreibe, dann ist das ganz sicher kein Verständnis für diese Form des Protestes, ganz im Gegenteil.

Ich selbst war damals politisch bei den Jusos sehr aktiv und beschäftigte mich zeitgleich viel mit pazifistischen Gedanken (ich bereitete mich wohl sehr eifrig auf die bevorstehenden „Verhandelungen“ hinsichtlich meiner beabsichtigten Kriegsdienstverweigerung (gem. Artikel 4 Abs. 3 Grundgesetz) vor.

Von daher war ich schon damals über diese Bewegung (und erst recht über die RAF) ziemlich angefressen, denn ich hatte die Sorge, dass durch diese Bewegungen, jenes Gedankengut, dem ich damals (wie heute) nahestand, so gewaltig in Misskredit gebracht wird, dass dieses zarte Pflänzchen „mehr Demokratie wagen“ geradezu niedergebombt wurde.

Und auch heute noch vertrete ich die These, dass die damals „historische Situation“ in der Bundesrepublik Deutschland einen gewaltsamen Kampf gegen die „herrschende Klasse“ nicht gerechtfertigt hat. Die Verhältnisse waren halt anders als im Kuba der 50er Jahre.

Und auch wenn dieses Buch natürlich auch jede Menge Selbstbeweihräucherungen enthält, bleibt es bei meiner Empfehlung, denn das Schlagwort „Wie wir wurden, was wir sind“ gilt auch hier … oder auch „talkin´ `bout my generation.“

Aber wenn eine Inge Viett (ebenfalls Mitglied der „Bewegung 2. Juni“) noch im Jahre 2007 den Terror der damaligen Jahre als „Klassenkampf von unten“ defininiert … dann kann ich nur (ziemlich hämisch) lachen und sagen: „Mädel, wach auf“! Aber, ich habe das Gefühl, da ist hinsichtlich der notwendigen Reflexionsfähigkeit Hopf und Malz verloren.

Und mir läuft es heute noch eiskalt den Rücken runter … wenn ich an diese Jahre denke …

Hier – wie immer – ein paar Vorschaubilder, bevor es dann zur Präsentation dieses Buches (182 Seiten) geht:

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Mit dem Mord an Benno Ohnesorg ging es los ...

Mit dem Mord an Benno Ohnesorg ging es los …

Helga Köster – Vegetarisches für Singles (1995 – 1999)

Titel.jpgNicht, dass einer denkt, ich sei zum Vegetarier mutiert (neine, nein, so weit ist es noch lange nicht) … aber selbst ich, als fleischessender Bajuware komme nicht umhin zu akzeptieren, dass es sich in der heutigen Zeit, durchaus lohnt, auch mal über die eigenen Essgewohnheiten nachzudenken. Der Gründe gibt es viele, ich spare es mir, diese jetzt aufzuzählen.

Jedenfalls fiel mir dieses Büchlein (36 Seiten, ursprünglich 1995 erschienen, mir liegt die 5. Auflage aus dem Jahr 1999 vor ) neulich in die Hände und bevor ich es in meinem Famlienkreis weiterreiche, soll es auch hier präsentiert werden.

Geboten werden leckere Rezepte, denen gelegentlich auch nicht eine gewisse Neugier entgegenbringen könnte.

Warum es unbedingt „Vegetarisches für Singles“ heißen musste? Nun, da denke ich mal,  dass der Gräfe und Unzer Verlag breits damals dem  Trend zu einer steigenden Zahl von Single-Haushalten einfach Rechnung tragen wollte.

Und weil ich solche Präsentationen immer gerne mit ein wenig Verlagsgeschichte garniere, hier ein wenig Wissenswertes über dieses Verlag mit der lange, ganz lange Geschichte:

Gräfe und Unzer (GU) ist ein 1722 in Königsberg i. Pr. gegründeter Verlag. Seit 1946 ist der Firmensitz München. Seit 1990 gehört das Unternehmen zur Ganske-Verlagsgruppe. Gräfe und Unzer ist einer der 30 größten deutschsprachigen Verlage und in Teilmärkten für Sachbücher umsatzstärkster Verlag Europas.

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Die Gräfe und Unze Verlags-Buchhandlung in Königsberg

Gräfe und Unzer wurde 1722 von Gottfried Eckart in Königsberg (Preußen) als Haus der Bücher gegründet. 1832 übergab August Wilhelm Unzer das Sortiment an seinen Sohn Johann Otto und an seinen Schwiegersohn, den Hamburger Buchhändler Heinrich Eduard Gräfe. Die Buchhandlung firmierte seither unter dem Namen Gräfe und Unzer. Otto Paetsch, seit 1927 Alleininhaber der Firma, machte das Unternehmen zu Europas größter und modernster Sortimentsbuchhandlung. Bei den Luftangriffen auf Königsberg im August 1944 brannte das Gebäude aus.

Gräfe und Unzer wurde in der Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland reiner Buchverlag und erreichte im Ratgebermarkt ein stetiges Wachstum. Ab 1961 baute Kurt Prelinger den Verlag zu einem Ratgeber-Verlag um. Seit den 1970er Jahren ist Gräfe und Unzer stärkster Verlag von Kochbüchern Deutschlands. Bestseller aus dieser Zeit sind „Kochen heute“ und „Backvergnügen wie noch nie“.

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Letztes Weihnachten im Haus der Bücher (1943)

1990 wurde Gräfe und Unzer an den Hoffmann und Campe Verlag in Hamburg verkauft. Damit wurde Verleger Thomas Ganske neuer Inhaber.

Der Verlag ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. (Quelle: wikipedia)

Das lasse man sich mal auf der Zunge zergehen … Seit 1722  …

Aber hier erstmal das Inhaltsverzeihnis:

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Meine Frau Gemahling meinte übrigens, als sie das Büchlein durchblääterte, dass man damals noch ganz anderes gewürzt habe, als heute .. das fehlen mir als vegetarischer Novize sämtliche Kenntnisse.

Aber interessant finde ich die Rezepte allemal. Also: Mahlzeit !

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Ja, ja … ist schon recht … alles klar … 

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Verschiedene Interpreten – (It`s Magic) – Das Beste aus Weltmusik, Pop, Jazz & Klassik (1995)

FrontCover1Manche Sampler haben es an sich, dass sie eine irrwitzige, aberwitzige Mischung beinhalten. Hier haben wir vielleicht eines der besten Beispiele:

Unter dem Titel „(It´s Magic)  Das Beste aus Weltmusik, Pop, Jazz & Klassik – Die CD zum Kennenlernen“  hören wir Musik der unterschiedlichsten Art.

Verantwortlich für dieses musikalische Spektakel war die Kaufhauskette Karstadt, die scheinbar in den 90er Jahren den Versuch startete, mit einem eigenem Billig-Label Fuß zu fassen.

Und so hören wir in einer ziemlich durchgeknallten Michung so unterschiedliche Songs wie „El Condor Pasa“ über „Solitaire“ (Shirley Bassey) bis zu „Zorba´s Dance“.

Oder auch von „Ach bleib uns, Herr Jesus Christ“ (Bach) über „Basin´ Street Blues“ bis hin zu dem theatralischem „Delilah“ (Tom Jones).

Man darf sich fragen, was für ein Zeug die Leute geraucht haben, die diese amüsante Karstadt-Werbeplatte zusammengestellt haben … und man muss einfach feststellen, wie verdammt gut die Small Faces waren, die hier mit dem genialen „Tin Soldier“ vertreten sind.

Und das witzige ist: dieser kuriose Zusammenstellung macht auch noch Spaß !

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Titel:
01. Los Indios Paraguayos: El Condor Pasa (Robies) 2,48
02. Shirley Bassey: Solitaire (Sedaka/Cody) 4.43
03, R. Mikopolakis: Zorba´s Dance (Theodorakis) 2.54
04. Ludwig Güttler + Friedrich Kircheis: Ach bleib uns, Herr Jesus Christ (Bach) 2.36
05. Louis Armstrong: Basin Street Blues (Williams) 3.15
06. Ike & Tina Turner: Philadelphia Freedom (John/Taupin) 4.08
07. Ella Fitzgerald: Is There Somebody Else (Robertson/Cogane/Mysels) 2.33
08. Kings Galliard: Gravelwalk (Traditional) 3.04
09. Tom Jones: Delilah (Reed/Mason) 3.22
10. Small Faces: Tin Soldier (Marriott/Lane) 3.23
11. The Gordon Highlanders: Scotland The Grave (Traditional) 2.00
12. The Benedictine Monks Of St. Michael´s: Kyrie Christe Eleison (Traditional) 2.32
13. Engelbert: Another Time, Another Place (Leander/Seago) 3.03
14. David Hasselhoff: Our First Night Together (Elliot/Walsh) 3.59
15. Tina Charles: Dance Little Lady (Biddu/Shury/Roker) 3.09
16. The Brotherhood Of Man: Le Freak (Rodger/Edwards) 2.43
17. Benny Goodman: Let´s Dance (Baldridge/Stone/Bonine) 2.36

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Herman + Greg – Comanche – Das Geheimnis um Algermon Brown (1983/1995)

TitelZwischendurch immer wieder mal interessant … diese Comics für Erwachsene … und natürlich ist daraus inzwischen darau eine eigene Kunstrichtung entstanden und zwar mit fürchterlich vielen Verästelungen.
Gerne stelle ich mal diese Serie vor:
Comanche ist eine zwischen 1969 und 2002 erschienene frankobelgische Comicserie.
Durch Zufall verschlägt es Red Dust, einen rothaarigen Cowboy irischer Abstammung, in das verschlafene Nest Greenstone Falls in Wyoming. Er kommt auf der Triple Six Ranch der jungen Farmerin Comanche unter. Zusammen mit dem schrulligen Ten Gallons, dem Farbigen Toby und dem Greenhorn Clem bewirtschaftet und verteidigt er das Anwesen seiner Arbeitgeberin gegen Indianer und Viehdiebe. Als Red Dust einer Verbrecherbande das Handwerk legt, muss er ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung zieht es ihn weiter in den Westen, um der immer näher rückenden Zivilisation zu entgehen. Später kehrt er wieder zu Comanche und ihrer Ranch „666“ zurück.
Michel Régnier alias Greg (* 5. Mai 1931 in Ixelles/Elsene, Belgien; † 29. Oktober 1999)  schrieb die Westernserie. Die Zeichnungen stammten von Hermann Huppen (* 17. Juli 1938 in Bévercé), der die Protagonisten letztmals 1985 auf einer Seite in Les aventures mystérieuses et rocambolesques de l’agent spatial zeichnete. (Quelle: Wikipedia)

Hier präsentiere ich mal den Band 10 vor, der 1983 in Frankreich/Belgien erschien und dann 1995 in einer deutschen Übersetzung hierzulande veröffentlicht wurde.
HermanHuppen

Herman Huppen

Diese Serie hat ein paar Besonderheiten innerhalb dieses Genres… zum einen ist eine Frau („Comanche“) die Titelheldin … und die ist auch ganz schön pfiffig, wenngleich Mr. Red Dust die eigentliche Titelfigur ist. Bedauerlicherweise wird er hier als ein ziemlich asexuelles Wesen dargestellt … auch nicht üblich für Western dieser Art.

Und dann fällt auf, dass zumindest dieser Band eigentlich auch eine Detektiv-Sroy ist (nicht nur weil die Detektei Pinkerton mit von der Partie ist.

Hier geht´s also nicht nur um Action … sondern viel mehr um zusammenfügen von Indizien und Puzzleteilchen, um dann daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Von entscheidender Bedeutung ist dabei ein altes Modeheft …

Nun ja, und der Pinselstrich ist ja nun genau meine Kragenweite … von daher: ne feine Sache.
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Na endlich geht die Ballerei los …

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Und endlich gibt’s ne Keilerei …

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Die Spur führt in die Vergangenheit

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Jetzt wird´s brenzlig für Comanche

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Darf natürlich nicht fehlen: Das klassische Feuer-Roß im Wilden Westen

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Die Vorschau auf das nächste Heft

Conny Lens – Zug um Zug (1991/1995)

frontcover1Hach … ich liebe Radio-Hörspiele, insbesondere … wenn es sich dabei um Krimis handelt, bzw. wie hier, um einen Thriller …

Hier ein ganz besonderes Hörspiel, erstmalig ausgestrahlt beimWDR im Jahr 1991 …. vier Jahre später dann als MC im Goldmann-Verlag veröffentlicht:

Und darum geht´s :

Klaus Witte und Ulla Mehrbeck (Christian Berkel und Claudia Roxane Barthel) sind ehemalige Studienkollegen und sie wollen nicht nur im selben Feld in der Wirtschaft arbeiten, sondern sie konkurrieren sogar um eine Doktoranden-Anstellung. Klaus greift zu unlauteren Mitteln und sorgt dafür, dass Ulla ihr Vorstellungsgespräch verpasst und somit auch nicht die Stelle bekommt. Die sichert sich Klaus und damit nimmt das Drama seinen Lauf, denn das Fernschachspiel zwischen Ulla und ihm scheint mehr zu werden. Zug um Zug spitzt sich die Lage für Klaus zu und sein Leben steuert auf den Abgrund zu und wird immer mehr zur Hölle. Ist Ulla dafür verantwortlich?

Was Conny Lens alias Friedrich Hitzbleck hier verfasst hat, das ist einfach ein Kracher. Das Schachspiel der beiden ehemaligen Kollegen wird zu einem äusserst realen und fesselnden Psychospiel, das die Hörerschaft von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten sollte. Spannender geht es einfach nicht und man fragt sich, wie diese Angelegenheit enden wird und vor allem auch, wer hier eigentlich überhaupt gut und wer böse ist. Das macht den Reiz aus und man kann rein theoretisch das Hörspiel auch in zwei Durchgängen hören und

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Christian Berkel als Klaus

mal auf der Seite des einen und dann der anderen sein und so bekommt die Produktionen einen neuen Aspekt. Wie dem auch sei, die Story hat das gewisse Etwas und sie ist packend inszeniert worden, mehr kann man nicht verlangen, inhaltlich wird hier jedenfalls schon mal mächtig vorgelegt.
Die Umsetzung zieht sprechertechnisch auf jeden Fall locker nach, das kann man alleine schon der Besetzung entnehmen, die einfach sensationell ausfällt. Christian Berkel geht als Klaus energisch zu Werke und präsentierte eine breite Palette von Emotionen, die er auch sehr überzeugend darbietet, wobei Claudia Roxane Barthel nicht so oft zu hören ist, sie operiert eher aus dem Verborgenen heraus und arbeitet recht subtil und lässt nicht nur Klaus, sondern auch den Hörer ihre Macht spüren. Um die beiden Schachspieler herum verteilen sich grossartige und namhafte Sprecher und Sprecherinnen, die man aus unzähligen Produktionen kennen dürfte und sie geben unter der Regie von Frank-Erich Hübner ebenfalls alles. Friedhelm Ptok, Christian Rode, Tilly Lauenstein, Klaus-Peter Grap, Gerd Wameling, Friederike Wagner und Ute Rosenbauer runden die tolle Besetzung genial ab und insgesamt bleiben hier zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Wünsche offen, das hier sind Performances auf höchstem Niveau.
Die Geräuschkulissen sind ebenfalls erstklassig und man könnte stellenweise sogar meinen, dass es sich hier um eine O-Ton-Aufnahme eines Filmes handeln könnte. So lebensecht und realistisch kommen die Szenen rüber, da wurde also auch in diesem Bereich hervorragende Arbeit geleistet.
Für mich einer der besten Fälle dieser Sammlung, wenn nicht sogar der beste! Hier stimmt es in allen Bereichen, die Story, die Sprecher, die Soundkulisse, all das ergibt einen sehr starken und empfehlenswerten Krimi, der in jede Sammlung eines Genrefans gehört und Hörspielfreunden allgemein viel Freude bereiten dürfte!

Und ich gestehe, ich hab´ an dem Autor Conny Lens meinen Narren gefressen:

Conny Lens wurde am 10.3.1951 unter dem Namen Friedrich Josef Hitzbleck in Kettwig geboren. Kein wirklich guter Start.

Mit 8 Jahren überwältigte ihn der Drang, sich literarisch zu betätigen, und so schrieb er seine ersten Geschichten. Krimis und Western, selten länger als zwei Seiten, wagemutig in Orthographie und Grammatik, unbelastet von störender Logik, dafür mit zahlreichen Schuss-, Stich- und Würgeopfern. Inspiration fand der junge Künstler dabei in Werken wie „Leichenwagen kommt gleich“.

connylens01Eine Steigerung war also denkbar, und mit den Jahren wurden die Stories zumindest länger. Das Bedürfnis, sich mitzuteilen, erfuhr 1973 einen ersten Höhepunkt beim Versuch der BBC eine Fernsehserie anzubieten. Bis heute bleibt es unverständlich, warum die Verantwortlichen in London diese einmalige Gelegenheit ungenutzt verstreichen ließen.

1982 kam von Freund Bernd Karuseit der Vorschlag, einen Vertrieb für Kleinverlage zu gründen – den Pottwa(h)l. Einmal in Fahrt, beschloss man, auch eigene Romane zu verlegen. Der erste Krimi hieß „Roter Fingerhut“ und spielte – Richtig! – in Kettwig. Ein mieser Trick, aber die Kettwiger kauften die 195 vollgeschriebenen Seiten wie von Sinnen.

Ein weiterer genialer Gedanke bestand darin, den Autor hinter einem geschlechtsneutralen Namen zu verstecken, um so in die feministisch abgeschottete Welt der Frauen-Buchländen einzudringen. Ein mieser Trick, aber es funktionierte eine Weile und so entstand der Name Conny Lens.

Unter dem erschienen später im Hitzbleck-Verlag weitere Krimis, darunter die Detektivserie „Steeler Straße.“ Die schickte der geschlechtsneutrale Autor dem Kollegen Gisbert Haefs – diesmal allerdings nicht mit Hintergedanken an Protektion. Trotzdem landete die Serie auf dem Schreibtisch von Gerd Haffmans, der weitere Romane des Autors in sein Programm übernahm.

Davon gab es einige. Denn kurz vorher hatte es ihm seine Frau Angela ermöglicht, sich den ganzen Tag lang Verbrechen auszudenken, anstatt wie ein anständiger Mensch arbeiten zu gehen.

Um Geld zu verdienen schrieb er ab 1989 Stories für Fernsehzeitschriften unter Pseudonymen wie Frank Hillmann, John Xerro, Maike Timm oder Barbara Haas – den Friedrich Josef hat er nie verwunden. Wie man solche Stories baut, lernte er von hilfsbereiten Kollegen wie Heribert Bauer (†) oder Reinhard Jahn alias H. P. Karr. Reinhard Jahn war es dann auch, der ihm das Schreiben von Hörspielen beibrachte.

Um diese Zeit herum starb die TV-Serie „Liebling Kreuzberg“. Was seine Agentin Ilse S. Dörner auf den Gedanken brachte, die Grundidee für einen Fortsetzungs-Roman zu benutzen.

Dank seiner ausgeprägten Fähigkeit, Peinliches zu ignorieren, schuf der Autor daraufhin den Mehrteiler „Herzchen Neukölln“ – man beachte die feinsinnige Anspielung im Titel. Worauf tausende deutsche Leserinnen blind vor Tränen zum Taschentuch griffen. Von diesem Machwerk wiederum erfuhr der Bavaria-Produzent Georg Feil.

Von ihm ermutigt, schrieb sich der Autor die Eroberung der letzten Bastion auf seine Fahne: Das Verfassen von Drehbüchern. So begann ein zwei Jahre währender Albtraum. Er kapierte einfach nicht, wie ein Drehbuch funktioniert.

Das änderte sich erst, als ihn der Producer Alexander Steffen zu „Wollfs Revier“ mitnahm. Und dann ging alles sehr schnell. Kurz vor Weihnachten 1996 brachte ihn Jan Hinter von der Bavaria mit Ariane Krampe zusammen, die für die Ufa „Soko 5113“ produzierte. Dort blieb er sechzehn Jahre, bis er sich 2013 in den Vorruhestand verabschiedete.

Zwischen Thriller, Komödie und Abenteuer-Story schwankend, machte er sich nun an zwei Roman-Projekte. Einmal die Geschichte des Ex-Kriminellen Ben Rosvik, der zum Spielball eines kriminellen Think Tanks wird. Zum anderen die locker geschriebenen Abenteuer eines Dreier-Teams in einem fiktiven Europa des 19.Jahrhunderts.

Und da er nicht gestorben ist, schreibt er immer noch. (Selbstdarstellung)

Und nun wieder zurück zu diesem Hörspiel …  Prädikat: Genial !

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Besetzung:
Claudia Roxane Barthel (Ulla)
Christian Berkel (Klaus)
Klaus-Peter Grap (Ralf)
Tilly Lauenstein (Ältere Dame)
Friedhelm Ptok (Braun)
Christian Rode (Zschiedrich)
Ute Rosenbauer (Moni)
Friederike Wagner (Martina)
Gerd Wameling (Trainer)

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Titel:
01. Zug um Zug (Teil 1) 26.31
02. Zug um Zug (Teil 2) 26.31

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Rolling Stone – August 1995

titelKennern der Rockmusik braucht man das legendäre Blatt „Rolling Stone“ eigentlich nicht vorstellen:

Der Rolling Stone ist eine Zeitschrift mit Schwerpunkt auf Popkultur und Rockmusik.

Der Rolling Stone wurde 1967 in San Francisco von Jann S. Wenner und Ralph J. Gleason gegründet. Der Name geht zurück auf Bob Dylans Song Like a Rolling Stone und einen gleichnamigen Artikel Gleasons in der Zeitschrift American Scholar. Gleasons Artikel handelte von den gewaltigen Veränderungen in der Musik und Politik in den 60er-Jahren Der Rolling Stone betrieb in den nächsten Jahren erfolgreich den New Journalism. Zu seinen stilbildenden Autoren zählen Hunter S. Thompson, Lester Bangs und Cameron Crowe.

Rolling Stone war stets mehr als ein reines Musikmagazin. Internationale Beachtung fand beispielsweise ein Artikel, der 2010 zur Absetzung von Stanley A. McChrystal, des US-Oberbefehlshabers in Afghanistan, führte. Den National Magazine Award gewann der Rolling Stone 2004 bereits zum 14. Mal. (Quelle: wikipedia)

Nun ja, im Rahmen der Globalisierung (das nenn ich jetzt einfach mal so), gab´s dann auch eine deutsche Ausgabe des „Rolling Stone“:

Nach einem kurzlebigen Versuch ab 1981 mit Klaus Böhler als Herausgeber und Frank Steffan als Chefredakteur konnte im Oktober 1994 mit dem zweiten Versuch das Magazin am Markt etabliert werden. Es erschien ursprünglich im hierzu eigens gegründeten DRS-Verlag, Herausgeber war der Konzertveranstalter Werner Kuhls, Chefredakteure waren Jörg Gülden und Bernd Gockel (ja, die von der Zeitschrift „Sounds!). Die Freien Mitarbeiter waren bereits von anderen Publikationen her bekannt. Stilprägend für die deutsche Ausgabe wurde vor allem Arne Willander, der seit der Erstausgabe der Redaktion angehört. Einer der Redakteure der Anfangszeit war der spätere Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. 2002 erfolgte aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Mutter- und DRS-Verlag die Vergabe der Lizenzausgabe an AS Young Mediahouse, einer Tochter des Axel-Springer-Verlags. Sie erscheint dort mit dem einstigen Konkurrenten Musikexpress, eine drohende Kartellklage hierzu konnte abgewendet werden. Seit 2010 sitzt die Redaktion in Berlin und erscheint im Axel Springer Mediahouse Berlin. Chefredakteur blieb zunächst Bernd Gockel, der bereits vor dem Verlagswechsel und nach dem Ausscheiden von Jörg Gülden alleiniger Chefredakteur war. Ihm folgte 2010 Rainer Schmidt. Seit 2012 ist es Sebastian Zabel.

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Weitere Ausgaben des „Rolling Stone“

Die deutsche Ausgabe erscheint monatlich und erreichte im 2. Quartal 2010 eine verkaufte Auflage von 54.953 Stück.

Im Herbst 2008 ging Rolling Stone gemeinsam mit der US-amerikanischen Alternative-Country-Band Lambchop aus Nashville, Tennessee, einen ungewöhnlichen Weg zur Vermarktung des neuen Albums OH (ohio). Die CD lag samt Plastikhülle und Booklet der Oktober-Ausgabe des Magazins bei, dessen Preis dafür nur geringfügig erhöht wurde.[14] Im Sommer 2010 war dem Magazin das neue Prince-Album 20Ten beigelegt, das sonst nicht im Handel erhältlich war. Seit 2011 legt der Rolling Stone in unregelmäßigen Abständen exklusive Vinyl-Singles seinen Ausgaben bei, so zum Beispiel bis dato unveröffentlichte Versionen von „Wild Horses“ der Rolling Stones (Ausgabe 06/2015) oder „Like A Rolling Stone“ von Bob Dylan (11/2015).(Quelle: wikipedia)

Hier nun mal – natürlich aus meinem Keller – eine Ausgabe aus dem Jahr 1995, eine Ausgabe (100 Seiten) wie sie feiner nicht sein könnte.

Hier die wichtigsten Beiträge/Berichte dieses Heftes:

  • Roskilde Rockfestival
  • Moby Grape (von Jörg Gülden)
  • Bühnen Design
  • Robert Crumb
  • Eddie Velder
  • Neil Young

Und dann noch in der Rubrik „Nationaltheater“ ein Bericht über die damals aufkomendemende Welle der Blödelbarden und Comedians … „Vorsprung durch Blödheit“ !

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Da lacht das Herz eines alternden Rockfans

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Viel bunter geht´s wohl nicht …

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Werbung, bzw. Eigenwerbung

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Da haben sich zwei aber gefunden …

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Werbung für den „Spiegel“ (progressiv gestaltet) und für das Magazin „foglio“ … kennt auch kein Mensch mehr.

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Großartig, dass man sich 1995 noch an „Moby Grape“ erinnert hat.

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Was hab´ich ihn für all seine Dreistigkeiten geliebt …

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Auszug aus der großen Neil Young Titelstory …

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Die üblichen Rubriken

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Eher ungewöhnliche: Die letzte Seite mit Werbung für Klamotten (statt Zigaretten) …Das Label „Knock Out“ gibt´s wohl auch nicht mehr.

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(Passwort wie bekannt)

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