Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland (1997)

TitelFür historisch interessierte ist dieser „Historische Atlas“ ganz sich von Interesse. Und wir reden hier von einer immensen Fleißaufgabe:

Manfred Scheuch hat mit seinem Historischen Atlas Deutschland erstmals einen detaillierten Überblick der einzelnen Territorien Deutschlands erstellt und präsentiert übersichtlich die oftmals komplizierte Entwicklung der zahllosen Grafschaften und Reichsstädte, Kurfürstentümer und Herzogtümer, Erzstifte und Abteien. Mehr als 200 Planskizzen und historische Karten ermöglichen einen Überblick über die wichtigsten Stationen des Gesamtstaates: Von den Germanenstämmen der Vorzeit über das Frankenreich als Vorstufe zum Ersten Reich, das als Heiliges Römisches Reich eine Sonderstellung in Europa einnahm. Vom Zerfall in viele kleine Herrschaftsgebiete bis zur größten Katastrophe der deutschen Geschichte und den Erfahrungen daraus. Vom schwierigen Weg zur Wiedervereinigung in einem sich wandelnden Europa. Neben den heutigen Bundesländern werden auch jene Gebiete behandelt, die sich nur vorübergehend im Verband des Reiches befanden. Ein ausführlicher Anhang über die wichtigsten Kaiser und Könige, Staatsoberhäupter und Regierungschefs komplettiert dieses Geschichtsbuch, das sowohl als Nachschlagewerk zur raschen Orientierung als auch zur Vertiefung in Teilgebiete der deutschen Geschichte funktioniert.

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Manfred Scheuch hat mit seinem Historischen Atlas Deutschland erstmals einen detaillierten Überblick der einzelnen Territorien Deutschlands erstellt und präsentiert übersichtlich die oftmals komplizierte Entwicklung der zahllosen Grafschaften und Reichsstädte, Kurfürstentümer und Herzogtümer, Erzstifte und Abteien. Mehr als 200 Planskizzen und historische Karten ermöglichen einen Überblick über die wichtigsten Stationen des Gesamtstaates: Von den Germanenstämmen der Vorzeit über das Frankenreich als Vorstufe zum Ersten Reich, das als Heiliges Römisches Reich eine Sonderstellung in Europa einnahm. Vom Zerfall in viele kleine Herrschaftsgebiete bis zur größten Katastrophe der deutschen Geschichte. (Verlagsankündigung)

Ergänzt werden musss dann aber noch, dass auch die Länder Österreich und die Schweiz ebenfalls in ihrer historischen Entwicklung präsentiert werden.

Geschichtsbücher haben ein Problem: Sie müssen ein unerschöpfliches Reservoir an Daten und Fakten zu einer möglichst verständlichen, sinnvollen Darstellung zusammenfassen. Dabei werden zwangsläufig große Teile der verfügbaren Informationen weggelassen oder nur sehr am Rande gestreift. Vor allem eine historische Übersicht, die mehrere Jahrtausende eines größeren Raumes thematisch aufarbeiten will, kommt ohne Auslassungen nicht zu einem präsentablen Ergebnis.

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Manfred Scheuch versucht nichts weniger als die komplette Geschichte Deutschlands darzulegen. In Form eines Atlanten, der ein ausreichend großes Format für Karten, Bilder und grafische Zusatzinformationen bietet, versucht er von den Anfängen des germanischen Wirkens noch vor Christi Geburt bis zur Wiedervereinigung möglichst erschöpfend zu schildern. Daran anschließend geht er auf knapp einhundert Seiten auf die Geschichte der deutschen Bundesländer ein.

Jedes einzelne Kapitel beinhaltet eine moderne Übersichtskarte aus dem jeweiligen Zeitraum, historische Karten, Bilder, Tabellen und Diagramme. Doch der Großteil der Informationen ist im Textteil zu finden. Hier fallen der komplexe Stil und die Liebe zum kleinsten Detail auf. Diesem Bericht ist nicht immer einfach zu folgen, denn die Fülle an Einzelschicksalen, Jahreszahlen und Anekdoten ist nicht jedermanns Sache. Manchmal wirkt der Text wie aus einem Geschichtslexikon entlehnt. Doch hat man sich erstmal an Stil, Methodik und die inhaltliche Gliederung gewöhnt, beginnt man zusammenhängend zu verstehen, worauf es dem Autor ankommt. Er will ein Gefühl für die Epoche wecken, neben Details auch die Übersicht geben und die Bedeutung der Handlungsträger hervorheben.

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Brillant sind die Karten und Faksimiles, die dem teilweise langen Text beigegeben wurden. Sie vereinfachen die Informationsaufnahme, geben ein Gerüst und erleichtern den Zugang zu den komplexen Vorgängen. Hier ist sehr sorgfältig darauf geachtet worden, dass auch der Laie problemlos verstehen kann, was wann geschehen ist und inwiefern es wichtig für die Entwicklung Deutschlands ist.

Immer wieder gibt es in der chronologischen Abfolge der einzelnen Kapitel Einschübe, die langfristigere Zusammenhänge beleuchten. So wird beispielsweise gesondert auf die Lage der Juden in Deutschland von 1048 bis 1848 eingegangen, die Hochzeit der Hanse dokumentiert oder auf die deutschen Kolonien eingegangen. Hier liegen die Stärken des Autors, der solche langen Zeiträume in wenigen Sätzen sehr klar zusammenfassen und verdeutlichen kann.

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Ein weiterer Abschnitt des Atlases beschäftigt sich mit den „Früheren Ländern des Reiches“. Hier wird in kurzen Kapiteln auf Österreich, das Elsass, Lothringen, die Schweiz, Savoyen, die Niederlande, Belgien und Luxemburg, Schlesien, Böhmen und Mähren eingegangen.
Im Anhang finden sich ein Personenregister, eine Liste der Kaiser und Könige, der Landesfürsten, eine Literaturliste und ein Bildnachweis.

Ein „Historischer Atlas Deutschland“ gehört in jedes Haus. Ob es das Werk von Manfred Scheuch sein muss, bleibt dem Leser überlassen. Zu groß ist die Liste der möglichen Bücher und Fachwerke zu diesem Thema. Für den „Scheuch“ spricht sein für dieses Unterfangen sehr großes und angemessenes Format, die hervorragenden Karten und historischen Belege, der einfache Zugang und die sehr kompakte Zusammenfassung. Des Weiteren ist der Blick auf die Bundesländer und die früheren Länder des Reiches eine sinnvolle Erweiterung. Nur der Stil des Textes macht es nicht immer leicht, sämtliche Informationen sofort zu erfassen, doch bietet er einen sinnvollen Kompromiss zwischen Komplexität und Allgemeinverständnis.

Exzellent ist für ein Buch dieses Umfangs und dieser Druckqualität der Preis. Hier kann man nichts falsch machen. (Stefan Erlemann)

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Aber natürlich gab´s bei der Veröffentlichung auch kritische Stimmen:
Der Historische Atlas Deutschland von Manfred Scheuch ist als Atlas eine Fehlanzeige.
Es ist in Wirklichkeit nur ein ganz normales Buch mit viel Text und mit Bildern (Fotos, Gemälden). Karten gibt es zwar auch. Sie sind aber nur Teil des WortßTextes und in der Regel so simpel und schematisch gezeichnet, dass man von einer Wikipedia Karte mehr Details erfährt.
Was man eigentlich von einem historischen Atlas erwartet, nämlich Geographische Entwicklungen, Kulturlandschaften, politische Grenzen, Langzeitentwicklungen, Historie von Grenzziehungen und spezielle graphische Darstellungen von Bevölkerungsentwicklungen, Religionsverteilung, Seuchen usw. fallen gänzlich unter den Tisch.
Zum Text: konventionelle 08/15 Ländergeschichten. Auch dies völlig unoriginell aufbereitet. Halb Ereignisse & Politik, halb Anekdoten bunt gemischt. Von Geschichte im Raum und Raum in der Geschichte keine Spur. (Ohrwurm)

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Also dieser harschen Kritik kann ich mich nun wirklich nicht anschließen.Dass selbst ein Buch mit 256 Seiten niemals die „ganze Wahrheit“ sein kann, (es handelt sich ja „nur“ um 2000 Jahre deutsche Geschichte) erschließt sich eigentlich von selbst.

Für mich bleibt es ein Standardwerk, das zu einer übersichtsartigen Beschäftigung mit der deutschen Geschichte durchaus verwendet werden kann.

Mich störte viel mehr, dass hier die Geschichte überwiegend aus der Sicht der Herrschenden beschrieben wird … aber für die andere Sicht habe ich dann ja meinen Bernt Engelmann mit seinen „Anti-Geschichtsbüchern“ (kann gar nicht genug empfohlen werden).

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Über den Autor:

Manfred Scheuch (* 31. Juli 1929 in Wien; † 3. Februar 2016[1] ebenda) war sozialdemokratischer österreichischer Journalist, Historiker und Autor.

Nachdem Manfred Scheuch sein Geschichtsstudium 1961 mit einer Dissertation über die Frühzeit der Arbeiterbewegung in Vorarlberg und dem Dr. phil. beendet hatte,[2] trat er 1963 als Journalist in die Arbeiterzeitung (AZ), das Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs (SPÖ), ein. Die Partei befand sich damals, bis 1966, in einer so Beispiel61genannten „großen Koalition“ mit der Österreichischen Volkspartei (ÖVP).

In der AZ stieg er 1967 (1966 war die SPÖ bis 1970 Oppositionspartei geworden) zum Ressortleiter der Innenpolitik auf. 1970 wurde Manfred Scheuch vom Parteivorsitzenden Bruno Kreisky, damals soeben Bundeskanzler einer SPÖ-Minderheitsregierung geworden, als Nachfolger von Paul Blau zum Chefredakteur der AZ bestellt. (Kreisky blieb nun bis 1983 Regierungschef von SPÖ-Alleinregierungen.)

Als Parteizeitung hatte es die AZ in der Medienkonkurrenz der 1970er und 1980er Jahre immer schwieriger. 1989 verkaufte die SPÖ ihr Blatt an den Werbemanager Hans Schmid (dem in der Folge auch kein Erfolg mit der Zeitung beschieden war). Scheuch schied aus der AZ aus.

1990 und 1991 war Scheuch Chefredakteur des Wiener Blattes, 1992 bis 1996 des SPÖ Wien Telegramms und danach Redakteur des Wiener Teils im Österreich Magazin der SPÖ.

Scheuch war in der Folge vor allem als Autor historischer Fachliteratur anerkannt. (Quelle: wikipedia)

Til Mette – Cartoons für Sozialarbeiter (1997)

TitelUnd jetzt geht´s den Sozialarbeitern an den Kragen und kein geringer als der Til Mette kümmerte sich in diesem Cartoon-Band um diese Berufsgruppe:

Til Mette (Jahrgang 1956) ist einer der ganz Großen auf dem Gebiet der gesellschaftskritischen Karikatur. Nicht jeder Cartoonist zeichnet schließlich jede Woche für den Stern. Er studierte noch Kunst und Geschichte in Bremen, als seine Arbeiten bereits in der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau veröffentlicht wurden. 1985 war er Mitbegründer der TAZ Bremen. Til Mette zeichnet regelmäßig für die TAZ Bremen, den Bremer Weser-Kurier und seit 1995 auch für den stern. International erschienen seine Cartoons im britischen Punch und in der us-amerikanischen Funny Times. Nach 15 Jahren (ab 1992) in New York City und Montclair (New Jersey), leben Til Mette und seine Frau heute mit ihren zwei Töchtern in Hamburg. Mette erhielt 2003 den Deutschen Karikaturenpreis in Bronze und 2009 den Deutschen Karikaturenpreis in Gold. 2013 wurde er mit dem Deutschen Cartoonpreis ausgezeichnet. Er veröffentlichte zahlreiche Cartoon-Bände. Doch nicht nur als Karikaturist und Cartoonist ist Til Mette erfolgreich, sondern auch als „klassischer“ Maler und Zeichner. (Quelle; augsburger-allgemeine.de)

Und das waren die ehrenvolle Motive des Til Metter für dieses Buch (56 Seiten)

Was mag Menschen auf Dauer dazu bewegen, für vergleichsweise wenig Geld und Anerkennung einer äußerst nervenaufreibenden Tätigkeit nachzugehen? Da kann man nur spekulieren … Sicher ist, dass sie eine kleine Aufmunterung gebrauchen können: Cartoons für Sozialarbeiter von dem stern-Zeichner Til Mette! (Verlagswerbung)

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Nun muss man wissen, dass der Betreiber dieses blogs sich vor vielen, vielen Jahren zum Entsetzen des Elternhauses dazu entschlossen hat, just diesen Beruf zu ergreifen. Und somit blätterte ich quasi als Betroffener durch diesen Band.

Nicht alle Gags zünden wirklich, etliche Gags sind eher ein Statement zu den damaligen Themen Ausländer und Rassismus … dennoch darf ich vergnügliches Blättern wünschen, denn hier zeichnete ein weiterer Großmeister des (schwarzen) Humors aus deutschen Landen … der bestimmte Narreteien meines Berufsstandes aber auch der „linken“ Szene aufs Korn nimmt.

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Rassismus in Deutschland, wahrlich kein neues Thema

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So isses, so isses *ggg*

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Aus der Kategorie: bitterböse …

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Den Gag versteht man wohl, wenn einem der Begriff der „eheähnlichen Gemeinschaft“ (§ 7 SGB II odr § 20 SGB XII) geläufig ist.

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Die Rückseite des Buches

 

 

Georg Andreas Jacob + Agnès Borie – Walt Disneys Comics von Carl Barks (Barks Library 27) (1997)

TitelDie Comic-Forschung wäre vermutlich ein Stück ärmer, hätte es nicht diese wahrlich exquisite Edition gegeben:

Die Barks Library (kurz BL), seltener auch Carl Barks Library (kurz CBL) genannt, ist der Name einer Comicalbenreihe, die von 1992 bis 2004 bei Ehapa erschienen ist und in der die Gesammelten Werke von Carl Barks, von 1942 bis zum Ruhestand 1966 geschrieben und gezeichnet, erstmals vollständig auf Deutsch veröffentlicht wurden.

Im Januar 1992 startete der amerikanische Verlag Gladstone mit der Carl Barks Library of Walt Disney’s Comics and Stories in Color (CBLC-WDC) das Projekt, sämtliche Disney-Comics von Carl Barks in Farbe herauszugeben. Vorbild war die Carl Barks Library von Another Rainbow, die in den 1980ern in schwarz-weiß erschien. Ab Oktober 1992 erschien die deutsche Ausgabe, basierend auf der Übersetzung von Erika Fuchs.

Insgesamt sind in Deutschland 133 Bände in 8 Reihen erschienen. Die Geschichten wurden chronologisch geordnet und neu koloriert. Die Zusammenstellung der Alben weicht in den amerikanischen und den deutschen Reihen voneinander ab, da die amerikanischen Alben zum Teil einen deutlich geringeren Umfang hatten und deswegen die Gladstone-Reihen mehr Nummern umfassen.

Die Unterreihe „Fähnlein Fieselschweif“ enthält zum Großteil Material, für das Barks nur die Vorzeichnungen lieferte. Die beiden Reihen „Daisy Duck“ und „Oma Duck“ enthalten Geschichten, die Barks nur zeichnete, während die Textvorlagen von anderen Disney-Autoren stammten.

Neben den 51 Alben mit normalen Disney-Comics (BL-WDC) erschienen ab 1993 weitere 82 Bände in sieben Barks Library Special Reihen, die jeweils einem Bewohner Entenhausens gewidmet wurden. Während die 51 Bände der Hauptreihe im Wesentlichen die 1-2seitigen Kurzgeschichten und die 10-Seiter (engl. ten-pager) enthalten, die zwischen 1943 und 1966 monatlich in Walt Disney’s Comics & Stories erschienen waren, finden sich die längeren Abenteuergeschichten vor allem in den beiden Unterreihen Onkel Dagobert und Donald Duck. (Quelle: wikipedia)

Weitere Ausgaben

Weitere Ausgaben

Das muss man sich mal vorstellen. Alleine 51 Bände nur von dem Zeichner Carl Barks !

Ich konnte mal einen davon ergattern, als die Stadtbücherei München ein paar dieser Bände ausgemustert hat und man ihn kostenlos (gegen eine kleine Spende) mitnehmen konnte-… Da habe ich natürlich zugeschlagen.

Die Übersetzungen sind natürlich von Dr. Erika Fuchs (* 7. Dezember 1906 in Rostock; † 22. April 2005 in München) … jener grandiosen Pionierin der deutschen Comicsprache.

Ansonsten gibt es 5 Comicgeschichten aus der Feder von Carl Barks:

Carl Barks (* 27. März 1901 in der Nähe von Merrill, Oregon; † 25. August 2000 in Grants Pass, Oregon) war ein US-amerikanischer Comicautor und -zeichner sowie Cartoonist und Maler, der als der bekannteste Disneyzeichner gilt und zahlreiche Comic-Figuren des Disney-Kosmos wie Dagobert Duck erschuf. Durch seine Comics gilt er auch als Kultur- und Politikkritiker, wenngleich er dies stets abstritt. (Quelle: wikipedia)

Nun, wäre ich Duckianer … hätte ich vermutlich bereits alle Bände … bin ich aber nicht … dennoch … es macht Vergnügen, durch diesen Band 58 Seiten zu blättern.

 

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Schadenfreude war ja wohl ein Grundprinzip der Disney Comics

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Was habe ich ihn geliebt, diesen pfiffigen Daniel Düsentrieb

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Dagobert Duck … stets mit leicht cholerischen Zügen

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Deutsches Rundfunk Archiv – Frauenstimmen 1908 – 1997 (1997)

FrontCover1Und wieder mal so ein historisches Hörbuch, das es in sich hat:

Die 41 hier zusammengestellten Stimmen von Frauen aus dem Zeitraum von 1908 bis 1997 spiegeln die gesellschaftliche, politische, künstlerische und alltägliche Lebenswirklichkeit von Frauen im 20. Jahrhundert wider. In diesen Originaltönen kommen viele Aspekte der Frauenbewegung, des Kampfes um juristische Gleichberechtigung und um Beteiligung am öffentlichen Leben zu Gehör. Ein Anspruch auf Vollständigkeit einer akustischen Dokumentation der Geschichte der Frauenbewegung in diesem Jahrhundert ist damit nicht verbunden.

Die Reihenfolge der Tondokumente orientiert sich sowohl am Datum der Aufnahme – sie beginnt mit der englischen Frauenrechtlerin Christabel Pankhurst, einer Aufnahme aus dem Jahr 1908 – als auch an inhaltlichen Zusammenhängen. Neben Frauen, die einen bedeutenden Beitrag zur künstlerischen Entwicklung dieses Jahrhunderts geleistet haben, kommen auch Frauen zu Wort, die sich aus blanker Not am Wiederaufbau des zerstörten Berlin beteiligen mußten. Nach der Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz (1919-1933), die nachdrücklich an die Frauen appellierte, das 1919 erkämpfte Frauenwahlrecht bewußt auszuüben, ist die „Reichsfrauenführerin“ Gertrud Scholtz-Klink zu hören, die die Beziehung zwischen Mann und Frau im nationalsozialistischen Deutschland als eine Beziehung zwischen „Ritter und Mutter“ charakterisiert.

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Ein eindringliches Tondokument ist der Bericht von Charlotte Grunow, einer Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz: „Kein Verbrechen hat man weiter begangen, sondern nur als Jude ist man eben auf die Welt gekommen, und als Jude ist man dort in den Kamin gegangen.“ Lapidar beschreibt wenig später Elli Schmidt, von 1949 bis 1953 Bundesvorsitzende des Demokratischen Frauenbundes in der DDR, die Situation der Frauen am Ende des Zweiten Weltkrieges: Die Männer sind tot oder in Kriegsgefangenschaft, die Frauen müssen ihr Geschick in die eigene Hand nehmen, „das Frauenleben bekommt für die nächsten Jahrzehnte einen völlig anderen Sinn“.
Für die Zeit nach 1945 wurden verschiedene Themen zusammengestellt: Kriegsende und Wiederaufbau (Trümmerfrauen, Ida Ehre, Schwarzmarkt, Elli Schmidt u.a.), Vergangenheitsbewältigung (Beate Klarsfeld, Margarete Mitscherlich), das Engagement von Journalistinnen (Ulrike Meinhof, Carola Stern), Politik der Grünen (Kampf gegen das Kernkraftwerk Wyhl, Petra Kelly), Äußerungen von Politikerinnen (Louise Schroeder – der ersten Regierungschefin eines deutschen Bundeslandes, Elisabeth Selbert, Elisabeth Schwarzhaupt – der ersten Bundesministerin, Annemarie Renger, Hildegard Hamm-Brücher) und Schriftstellerinnen (Irmtraud Morgner, Elfriede Jelinek, Gabriele Wohmann), Vitalität und Humor (Lotti Huber), Berufstätigkeit von Frauen in der DDR (Regine Hildebrandt) und Gleichstellungsbemühungen in der BRD (Eva Rühmkorf), Reform des Paragraphen 219 (Alice Schwarzer, Uta Würfel), Analyse der deutschen Sprache (Luise Pusch), die Wende in der DDR (Christa Wolf).

Die Zusammenstellung endet mit Frauen in Spitzenpositionen (Rita Süssmuth, Maria Jepsen, Jutta Limbach).

Daß mancher Bereich kaum oder gar nicht berücksichtigt wurde, liegt für die Zeit vor 1950 vor allem daran, daß keine entsprechenden Tondokumente zur Verfügung stehen; dies gilt z.B. für das völlige Fehlen von Sportlerinnen und für die viel zu geringe Berücksichtigung von Wissenschaftlerinnen. Von Käthe Kollwitz, die in Berlin lebte und seit 1919 als Mitglied der Preußischen Akademie der Künste durchaus nicht zurückgezogen als Bildhauerin und Graphikerin tätig war, ist keine Tonaufnahme vorhanden; dies sagt auch etwas über den Rundfunk in der Weimarer Republik aus. Auch von der sozialistischen Politikerin Rosa Luxemburg oder der deutschen Frauenrechtlerin Hedwig Dohm gibt es leider keine Tonaufnahmen. Die vergleichsweise große Zahl von Politikerinnen und Schriftstellerinnen hat berufsspezifische Gründe: Sprache und Sprechen ist ihr Metier. Auf Gesangsaufnahmen, von denen viele schon im Handel erhältlich sind, wurde verzichtet.

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Von über hundert abgehörten Tondokumenten blieb im Produktionsprozeß weniger als die Hälfte übrig. Wichtigste Kriterien waren die Bedeutung der Persönlichkeit, die inhaltliche Qualität der Aufnahme und die durch die „Stimme“ präsent werdenden Aspekte von Frauenleben im 20. Jahrhundert.
Die drei fremdsprachigen Aufnahmen: Christabel Pankhurst, die (einzige) Tonaufnahme von Virginia Woolf sowie Simone de Beauvoir wurden als wichtige Zeuginnen der internationalen Frauenbewegung auf die CD aufgenommen.
Die Tonaufnahmen stammen aus dem Deutschen Rundfunkarchiv Berlin/Frankfurt am Main und vom Süddeutschen Rundfunk Stuttgart. Claire Waldoff mit dem Lied „Raus mit den Männern aus dem Reichstag“ wurde bei Duophon veröffentlicht, Die singende Winzerinnen bei Trikont. Der Ausschnitt aus dem Feature von Ulrike Meinhof wurde freundlicherweise vom Westdeutschen Rundfunk Köln zur Verfügung gestellt, die Aufnahme mit Eva Rühmkorf vom Norddeutschen Rundfunk Hamburg. (Pressetext)

Keine leichte, aber eine sehr beeindruckende Kost … Starke Frauen, nachdenkliche Frauen …  mutige und tapfere Frauen … Frauen die Geschichte geschrieben haben … von den Trümmerfrauen bis hin zu Beate Klarsfeld … Gruselig kann´s einem werden, wenn Gertrud Scholtz-Klink (Reichsleiterin der NS-Frauenschaft) das hohe Lied auf Adolf Hitler anstimmt.

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Und stets wird einem bewusst, mit welcher Dreistigkeit „wir Männer“ fast alles daran gesetzt haben, die Gleichberechtigung zu torpedieren … da fragt man sich dann immer: Warum eigentlich ???

Denn uns kann nichts besseres passieren, als dass Frauen schlicht und ergreifend ihr Leben so gestalten können wie sie wollen und dabei nicht z.B. mit geringerem Gehalt benachteiligt werden.

Ein beeindruckendes Hörbuch – versehen mit dem Prädikat: besonders empfehlenswert !

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Titel:
01  Die englische Frauenrechtlerin Christabel Pankhurst klagt am 18.12.1908 die Regierung an, der Frauenfrage demokratische Grundsätze zu verweigern, und ruft die Frauen auf, sich mit aller Kraft dagegen zu wehren. Für die Wahlen 1909 fordert sie ein gesetzlich verankertes Frauenwahlrecht. (engl.)  0.54

02. Ansprache der Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz (SPD) im April 1928 anläßlich der Reichstagswahl am 20.5.1928  2.36

03. Claire Waldoff singt „Raus mit den Männern aus dem Reichstag“ (Text und Musik: Friedrich Hollaender, Aufnahme 29.6.1926)  1.35

04. Virginia Woolf am 29.4.1937 in einem Rundfunkvortrag der BBC über die englische Sprache, von deren Modernisierung sie nichts hält. Sie will vielmehr herausfinden, wie „wir die alten Wörter in eine neue Ordnung bringen, damit sie überleben, Schönheit schaffen und die Wahrheit er zählen“. (engl.)  1.26

05. Gertrud Scholtz-Klink, Reichsleiterin der NS-Frauenschaft (1934-1945), im Herbst 1939 über die Stellung der Frau im nationalsozialistischen Deutschland  2’28“

06. „Frau Wernicke“, gesprochen von der emigrierten Kabarettistin Annemarie Hase im Deutschen Dienst der BBC (Text: Bruno Adler, Aufnahme 1.3.1941)  2.23

07. Charlotte Grunow am 15.4.1945 im Deutschen Dienst der BBC unmittelbar nach der Befreiung durch die Engländer über ihre Inhaftierung im Konzentrationslager Auschwitz  4.09

08. Rose Ausländer liest ihre Gedichte „Ein Tag im Exil“ und „Wiederkäuer“ (Sendung 29.3.1980)  4.09

09. Ida Ehre, vom 10.12.1945 bis zu ihrem Tod 1989 Intendantin der „Hamburger Kammerspiele“, erinnert sich an die Anfänge des Theaters nach Kriegsende (Sendung 11.5.1986)  1.05

10. Ansprache von Elli Schmidt (KPD) am 27.1.1946 auf einer Kundgebung des Zentralen Frauenausschusses der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands im Berliner Admiralspalast über die Lage der Frauen im Nachkriegsdeutschland  2.51

11. Interviews mit Berliner Trümmerfrauen 1947 Reporter: Hasso Wolf  1.26

12. Elisabeth Noelle-Neumann, Gründerin des Institutes für Demoskopie in Allensbach 1947, am 17.2.1988 über die Anfänge der Meinungsforschung in Deutschland nach Kriegsende  1.23

13. Reportage vom Schwarzmarkt in Köln, 1948 Reporter: Hasso Wolf  2.15

14. Louise Schroeder, Oberbürgermeisterin von Groß-Berlin, am 19.6.1948 auf einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung über die Auswirkungen der Währungsreform auf die Vier-Mächte-Stadt Berlin  2.00

15. Interview mit Simone de Beauvoir am 4.11.1948 über ihr Buch „Das zweite Geschlecht“. Anfänglich wollte sie sich überhaupt nicht mit der Frauenfrage beschäftigen, weil sie sie in einem breiteren soziologischen Rahmen sah. Dann stellte sie für sich fest, wie schwer Frauen es im Leben haben und wie groß die Diskriminierungen sind. (franz.)  1.21

16. Rundfunkansprache von Elisabeth Selbert (SPD) am 18.1.1949 nach der Verabschiedung des Gleichberechtigungartikels im Hauptausschuß des Parlamentarischen Rates, der das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ausarbeiten soll  3.14

17. Am 24.5.1952 verkündet Hilde Benjamin, Vizepräsidentin des Obersten Gerichtshofes der DDR (1949-1953), die Urteile im Burjanek-Prozeß, einem der Prozesse gegen „Staatsfeinde“: „Der Angeklagte Burjanek (wird) zum Tode (verurteilt) …“  2.17

18. Aus der Dankesrede von Ingeborg Bachmann bei der Entgegennahme des Hörspielpreises der Kriegsblinden am 17.3.1959 für ihr Hörspiel „Der gute Gott von Manhattan“: „Die Wahrheit nämlich ist dem Menschen zumutbar …“  1.55

19. Die Philosophin Hannah Arendt in einem Fernsehgespräch mit Günter Gaus 1964 über das „Wagnis der Öffentlichkeit“  1.34

20. Am 7.11.1968 ohrfeigte die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld in Berlin Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, um auf seine Nazi-Vergangenheit aufmerksam zu machen: Ausschnitt aus einem Gespräch am 14.7.1992  2.28

21. Die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich über das 1968 erschienene Buch „Die Unfähigkeit zu trauern“ (Sendung 21.8.1991)  2.05

22. Ausschnitt aus dem Feature Jynette, Irene, Monika – Fürsorgeerziehung aus der Sicht von drei ehemaligen Berliner Heimmädchen“ von und mit Ulrike Meinhof, Journalistin und später führendes Mitglied der Rote Armee Fraktion, vom Westdeutschen Rundfunk! Köln am 12.8.1969 gesendet  1.41

23. Die singenden Winzerinnen „In Wyhl, da gibt’s kein KKW“ und die Winzerin Annemarie Sacherer 1977 über ihren Lernprozeß im Kampf gegen das Kernkraftwerk in Wyhl  2.11

24. Die Politikerin und Mitbegründerin der Partei „Die Grünen“ Petra Kelly in einem Gespräch am 21.6.1985 über die „Säulen“ ihrer politischen Überzeugung  0.42

25. Die CDU-Politikerin Elisabeth Schwarzhaupt, 1962 erste Frau in einem Ministeramt (für Gesundheit), zu ihrer Berufung ins Kabinett Adenauer (Sendung 5.6.1983)  0.57

26. Die Bundestagspräsidentin Annemarie Renger im Bundestag zum „Internationalen Jahr der Frau 1975“  1.07

27. Die FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher in einem öffentlichen Gespräch am 27.7.1996 über die Ausbildungschancen für Mädchen vor der Bildungsreform in den 70er Jahren  1.52

28. Die Journalistin Carola Stern auf dem Evangelischen Kirchentag im Juni 1987 in Frankfurt am Main in ihrem Vortrag „Staat mit Frauen machen“  1.59

29. lrmtraud Morgner in einem Interview am 13.3.1983 über die „Hälfte der Menschheit“  1.26

30. Elfriede Jelinek über die „Tragödie der schöpferischen Frau“in einem Interview am 28.9.1982 anläßlich der Uraufführung ihres Theaterstückes „Clara S.“ in Bonn  1.15

31. Gabriele Wohmann am 24.1.1987 über die Bedingungen ihrer schriftstellerischen Arbeit  1.53

32. Die Schauspielerin und Autorin Lotti Huber am 19.10.1988 über Begabung und Kreativität  1.29

33. Ausschnitt aus der Ansprache von Christa Wolf am 4.11.1989 auf der Kundgebung der Künstler und Kulturschaffenden Berlins auf dem Berliner Alexanderplatz  2.15

34. Die Brandenburger Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen Regine Hildebrandt am 17.3.1995 auf einem Podiumsgespräch in Esslingen über (ihre) Berufstätigkeit und Mutterschaft in der DDR  2.01

35  Eva Rühmkorf, 1979 in Hamburg erste Gleichstellungsbeauftragte in der Bundesrepublik, in einem Interview 1984 über den Erfolg ihrer Arbeit  1.18

36. Ausschnitt aus dem Vortrag „Wenn der Arzt im Praktikum schwanger wird“ der Linguistin Luise Pusch am 20.6.1996 an der Universität Köln  2.26

37. Die Journalistin Alice Schwarzer am 6.6.1991 über die Abtreibungsdebatte, die 1971 mit der Selbstbezichtigung von 374 Frauen im STERN begann  0.37

38. Uta Würfel, FDP-Politikerin und Initiatorin des Gruppenantrags für die Reform des Paragraphen 218, am 11.6.1992 zu den wesentlichen Punkten des Gruppenantrags  1.31

39. Ansprache der neugewählten Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth am 25.11.1988 im Bundestag  0.49

40. Maria Jepsen, 1992 zur weltweit ersten Bischöfin in der evangelisch-lutherischen Kirche gewählt, in einem Interview am 9.5.1993 über ihr Verständnis von Amt und Kirche  2.01

41. Die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes Jutta Limbach am 4.3.1997 über Solidarität und Förderung von Frauen  1.31

Zusammenstellung: Brigitte Grimm + Walter Roller

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