Gil Mehmert – Der Ghetto Swinger – Aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann (2012)

DerGhettoSwinger01AVor 5 Jahren (September 2015) gastierte im Kupferhaus in der Gemeinde Planegg (ein kleiner Vorort von München) ein Ensemble der Hamburger Kammerspiele, das ein ganz besonderes Theaterstück darbot:

Die Geschichte um Coco Schumann nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen „Swing-Kids“, Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellten. Und plötzlich findet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der „Ghetto-Swingers“. In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn die Möglichkeit, das Konzentrationslager zu überleben.

Chuzpe, Glück, Zufälle, die Musik oder ein Schutzengel? Vielleicht hatte Coco Schumann von allem etwas. Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder spielen, und er nimmt ein Instrument und beginnt ebenfalls zu spielen…

„Morgens stand in großen Lettern unter meinem Konterfei in einer bekannten Tageszeitung: „Coco Schumann: Das schreckliche Leben einer Jazz-Legende“! Aber das stimmt nicht. Nein, mein Guter, sage ich angesichts des hellen Planeten, wild und bunt lief es, manchmal zu lang und immer zu kurz, das Leben hat sich unglaublich böse und entsetzlich schön gezeigt. Nur eines war es mit Sicherheit nicht: schrecklich.“

Coco Schumann wurde 1989 für seine Verdienste um die Musik, für sein großes aufklärerisches Engagement als Zeitzeuge und nicht zuletzt für seine Autobiografie „Der Ghetto Swinger – Eine Jazzlegende erzählt“ mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse geehrt. 2008 erhielt er den Verdienstorden des Landes Berlin.

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Und hier eine Kritik von der Premiere am 2. September 2012:

Rechts ein großer Davidstern, frontal ein Brettergestell mit schwarzem Vorhang, das mal an eine Show-Bühne, mal an einen Viehwaggon, mal an eine Rampe erinnert.

Links die amerikanische Jazz-Diva Helen Schneider, die mit rauchig-zarter Stimme und Songs von einem Berliner Swing-Kid erzählt, das 1944 in Auschwitz «La Paloma» spielen muss, während Frauen und Kinder ins Gas gehen.

Sehr reduziert, mit siebenköpfigem Ensemble in knappen Szenen, dabei ungeheuer stimmungsintensiv hat Regisseur Gil Mehmert in den Hamburger Kammerspielen die schaurig-schöne Revue «Der Ghetto-Swinger – Aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann» uraufgeführt. Bewegt von der gut zweistündigen Inszenierung des Stücks von Kai Ivo Baulitz jubelte am Ende das Publikum im voll besetzten Haus.

Live02

Gefeiert wurde auch der 88-jährige Schumann, der aus der Hauptstadt angereist war und in der zweiten Reihe saß. «Ich dachte, ich stehe auf der Bühne», sagte der Künstler, der mit seinem Quartett bis heute Konzerte gibt, mit Tränen in den Augen. «Aber ich sitze hier und habe überlebt.» Schumanns Autobiografie «Der Ghetto-Swinger» von 1997 ist Grundlage der Aufführung.

Den Hauptpart darin hat eigentlich nicht der Schumann ähnelnde Konstantin Moreth, der Gitarre und Schlagzeug leidenschaftlich spielt, sondern die Musik wie «Creole Love Call» und «I Got Rhythm». Die anderen fünf männlichen Darsteller agieren in wechselnden Rollen und als Band. Sie bringen die elektrisierende Faszination und lebensrettende Kraft des unter den Nazis verfemten Swing unter die Haut gehend zum Klingen. (dpa)

Coco Schumann, 2012

Und auch vor 5 Jahren war es eine souveräne Aufführung; dabei stand nicht nur eine äußerst agile und souveräne Helen Schneider im Mittelpunkt, auch ihr Partner, der Schauspieler Konstantin Moreth, der zeigte, dass er weitaus mehr drauf hat, als nur in irgendwelchen Serien mitzuspielen. Überhaupt: Das ganze Ensemble wusste zu überzeugen.

Der Regisseur Gil Mehmert hat sich übrigens u.a. auch damit einen Namen gemacht, dass er diverse Musicals wie das „Wunder von Bern“ oder eine deutsprachige Version von „Cabaret“ inszeniert hat.

Und wer sich für die Unterhaltungsmusik der 30er Jahre (die ja stark vom Jazz beeinflusst war) begeistern kann, kam natürlich voll auf seine Kosten … Es gab 25 Lieder, von Jazzklassikern wie „Caravan“ und „I Got Rhythm“ bis hin zu Schlagerklassikern wie „La Paloma“ und „Rosamunde“. Da kann man nur hoffen, dass es von dieser Produktion mal einen Tonträger geben wird.

Ich präsentiere hier mal das vorbildlich gestaltete Programmheft. Es enthält nicht nur Angaben zu dieser Theaterproduktion, sondern auch viel geschichtliche Hintergrundinformationen. Wie gesagt: vorbildlich !

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Eintrittskarte
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Vorankündigung für das Gastspiel im Kupferhaus, Plannegg am 26.09.2015

Vorankündigung für das Gastspiel im Kupferhaus, Plannegg am 26.09.2015

Uta Fischer – Unterwegs in München (2012)

TitelUnd jetzt mal so ein kleines Bilderbuch im legendären „Pixi“ Format:

„Wie orientiere ich mich im Stadtverkehr ? Was muss ich beim Fahren mit U-Bahn, Bus und Tram beachten ? Und was bedeuten eigentlich die Piktogramme in den Fahrzeugen ?

Wenn sich Kinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen, sind zunächst sicher viele Dine neu und aufregend. Mit ein paar Tipps und Tricks ist die Fahrt mit U – und S-Bahn aber ganz einfach. Und auch am Wochenende oder bei Ausflügen kann man was erleben, wenn man mit im ÖPNV unterwegs ist.

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Die MVG (Münchner Verkehrs-Gesellschaft) hat mit der Illustratorin und Autorin Uta Fischer ein Kinderbüchlein in der Tradition der Pixi-Bücher entwickelt. Die Geschichte: Timo und Lena lernen auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten sowie beim Ausflug mit den Eltern und Großeltern einiges über den Münchner Stadtverkehr. Und im Beispiel01MVG Museum erfahren sie sogar wie die Menschen früher mobil waren. Wer das Büchlein liest oder vorgelesen bekommt, erfährt auf unterhaltsame Weise Wichtiges und Wissenswertes rund um U- und S-Bahn, Bus und Tram. Und auf den detaillierten Zeichnungen gibt es darüber hinaus viel zu entdecken. (Pressetext)

Und damit sind diese Bilder gemeint, die man ach gerne als Wimmelbilder bezeichnet. Verantwortlich dafür ist die Uta Fischer:

Uta Fischer ist Holzbildhauerin und Kunstpädagogin und seit 1998 freiberufliche Illustratorin und Autorin tätig.

Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Augsburg und hat noch etliche andere Kinderbücher auf diese reizende Art illustriert.

Nachdem mir Wimmelbilder bis heute gut gefallen (da kann man es Opa so richtig punkten), ich auch das Thema Kinder im Straßenverkehr sehr wichtig halte, denn:

Unfälle mit Kindern gehören nach wie vor zum traurigsten Kapitel unseres Verkehrsalltages. Im Durchschnitt kam im Jahr 2018 alle 18 Minuten ein Kind im Alter von unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden. Insgesamt waren es 29.213 Kinder, die im Jahr 2018 auf Deutschlands Straßen verunglückten (– 0,2 % gegenüber 2017). Davon starben 79 Kinder, 18 mehr als im Vorjahr.

Insgesamt haben Kinder aber im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil ein geringeres Unfallrisiko als andere Altersgruppen. Der Anteil der Kinder unter 15 Jahren an allen Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen betrug 7,3 %, ihr Bevölkerungsanteil lag bei 13,5 %. Im Jahr 2018 verunglückten insgesamt 261 Kinder je 100.000 Einwohner ihrer Altersklasse im Straßenverkehr. Sieben Kinder je eine Million Einwohner unter 15 Jahren wurden tödlich verletzt. (Quelle: dvr.de)

Na ja, und dann ist mir noch aufgefallen, dass die Illustratorin vermutlich sehr bewusst die Menschen in der Stadt München bunt und vielfältig gezeichnet hat. Wir sehen deshalb Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern. Sehr gut, denn das ist unser Alltag.

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Solche Querschnitte können sogar mir heute noch gefallen … 

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Die Rückseite des Büchleins

Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – Nichts ist vergessen Gespräche mit deutschen und russischen Kriegsteilnehmern (2012)

TitelFür mich sind solche Schriften weiterhin unverzichtbar zum Verständnis unseres Landes und damit im weitesten Sinne auch zum Verständnis unserer eigenen Biographie, auch wenn wir nicht unmittelbar von den Schrecken des II. Weltkrieges betrioffen waren, mittelbar aber schon !

Fast 70 Jahre (diese Zahl bezieht sich auf das Veröffentlichungjsahr dieser Broschüre) nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird die Zahl derjenigen, die noch Kriegserlebnisse aus erster Hand erzählen können, naturgemäß immer geringer. 19 Kriegsteilnehmer und eine Kriegsteilnehmerin aus Russland und Deutschland geben Auskunft – vielleicht zum letzten Mal.

Wie war ihre persönliche Entwicklungsgeschichte? Wie haben sie gedacht und gefühlt, was hatten sie für Träume und Ziele? Um die Erfahrungen vergleichen zu können, wurden den Zeitzeugen von deutschen und russischen Schülern entwickelte Fragen vorgelegt. Denn diese haben Fragen – und immer weniger Möglichkeiten, noch etwas aus erster Hand zu erfahren.

Die Antworten geben Einblicke in eine gar nicht einmal so unterschiedliche Welt der Gedanken, Wünsche und Träume. Sie verweisen aber auch ganz direkt auf die schrecklichen Seiten des Krieges. Für die Angehörigen einer Generation, die über 60 Jahre in Frieden und Wohlstand lebt, sind die von diesen Zeitzeugen gemachten Erfahrungen heute jenseits des Vorstellbaren.

Alle Befragten haben die Schrecken des Krieges überstanden und zu meist ein gutes, ein erfülltes berufliches und privates Leben führen können. Der Krieg ihrer Jugend allerdings hat sie kaum losgelassen. Was ihnen allen gemein ist, ist nicht von ungefähr der Wunsch, dass die Schrecken und die Opfer des Krieges nicht vergessen werden. Sie alle haben Sehnsucht nach einem wirklich sicheren Frieden. (aus dem Vorwort)

Ein beeindruckendes, zuteifst menschliches, immer wieder erschütterndes Buch … viel eindrucksvoller kann ein Buch gegen den Krieg nicht sein !

Wie gewohnt, hier erst mal ein paar Eindrücke aus dieses Buches (194 Seiten) bevor er dann zur Präsentation geht.

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Brigitte Extra – Traumhafte Weihnachtsbäckerei (2012)

TitelJetzt erstmal ganz nüchtern:

Als Plätzchen (Diminutiv von mundartlich Platz, „flach geformter Kuchen“, nach der flachen Form übertragen von Platz aus altfranzösisch place) bezeichnet man allgemein zu den Feinbackwaren gehörendes süßes Kleingebäck wie Kekse, Konfekt und Ähnliches. Plätzchen sind ein beliebtes Weihnachtsgebäck.

Ein unterschiedlicher Sammelbegriff ist Teegebäck.
Weihnachtsplätzchen

In Mitteldeutschland und Österreich werden Plätzchen als Kekse bezeichnet, in der deutschsprachigen Schweiz Biscuits, im Dialekt Güetzi, Guetzli, Chrömli und ähnlich, in Süddeutschland auch Platzerl, Bredla, Loible/Loibla oder Guatl/Gutsle/Guatsle, in der Schweiz vereinzelt Brötle (übergreifend für Süßigkeiten).

In den USA ist die Bezeichnung Cookies üblich. In Großbritannien nennt man sie Biscuits (ein englisches Lehnwort aus dem Französischen), auch wenn sie in der Zusammensetzung nicht unbedingt dem deutschen Biskuit entsprechen.

Die üblichen Formen sind runde Taler, rechteckige Schnitten, Ringe, Rauten, Makronen, Häufchen, Kipferl oder mithilfe von Ausstechformen erzeugte Figuren.

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Zu Weihnachten werden traditionell – vor allem in Familien – Plätzchen gebacken. Die rohen Plätzchen werden auf einem Backblech verteilt, das vorher mit Backpapier ausgelegt werden kann. Die Backzeit ist kurz. Dass die Plätzchen fertig sind, erkennt man an einer ganz leichten Bräunung der Oberfläche. Die Herstellung der verschiedenen Plätzchenarten unterscheidet sich durch die verwendeten Zutaten und vor allem bei der Ausformung des Teiges:

Der Grundteig für Plätzchen ist Mürbeteig
Ausstechen mit verschiedenen Ausstechformen aus ausgerolltem Mürbeteig, einfache Formen wie etwa Rauten werden auch mit einem Schneidrad hergestellt
Springerle und Spekulatius werden ausgemodelt, siehe Model.
Das Formen aus einer von Hand gefertigten Teigrolle: Vanillekipferl, Bethmännchen, im weiteren Sinne auch Brezel-, Ring- oder Phantasieformen.
Schneiden von Scheiben aus einer dicken, gekühlten Teig-Rolle
aus Teig gespritzt (Spritzgebäck) oder gepresst.

Häufig werden Plätzchen nach der hauptgeschmacksgebenden Zutat benannt, wie beispielsweise Anisplätzchen, Zimtsterne oder Kokosmakronen.

Die Plätzchenbäckerei entwickelte sich parallel zum Konsum von Kaffee, Tee und Kakao, in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert, v. a. beliebt bei den Damen der gehobenen Gesellschaft. Bei den Kaffeekränzchen wurden auch kleine Gebäckstücke gereicht. Außer Biskuitgebäck waren auch Formgebäcke (Springerle) beliebt. Alle Konditorei-Erzeugnisse, also auch die Plätzchen, waren bis weit in das 19. Jahrhundert hinein Luxus, denn Zucker und andere Zutaten wie Mandeln oder Kakao waren sehr teuer. Das änderte sich, als es gelang, billigen Zucker aus den heimischen Zuckerrüben zu gewinnen. Danach konnten Plätzchen auch in den einfachen Haushalten zu besonderen Anlässen gebacken werden.

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Pfefferkucheform; Kleiner Reiter, um 1900, Bestand des Museum Europäischer Kulturen

Während Plätzchen als Süßspeise konzipiert sind und der Genuss durch süßen Geschmack und Geschmacksbeigaben wie Nüsse und Gewürze im Vordergrund steht, steht beim Keks der Nährwert auf Grund seiner Herkunft als Proviant im Vordergrund (Quelle: wikipedia)

Und hier mal ein Brigitte Sonderheft aus dem Jahr 2012 zum Thema „Traumhafte Weihnachtsbäckerei“ (52 Seiten) … und ich mach´s mal kurz und schmerzlos: Wem hier nicht das Wasser im Mund zusammenkäuf, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

Und noch ist es Zeit, sich inspirieren zu lassen (wie z.B. ich mit den Schoko-Amarena Kugeln oder den Aprikosen Kokos Plätzchen).

Und natürlich tun die stimmungsvollen Fotografien ihr übriges …

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Die Rückseite des Heftes

 

Claudia Peters (Hrsg.) – Jedem Alter wohnt ein Zauber inne (2012)

TitelFür gewöhnlich präsentiere ich hier ja sehr gerne Druckerzeugnisse, die Auskunft geben, über den jeweiligen Zeitgeist meist vergangener Jahrzehnte und Zeiten, die auch z.T. Auskunft geben über meine persönliche biographischen Prägungen ,,,

Bei diesem Büchlein verhält es sich nun ganz anders:

Aus der Verlagsankündigung:

Rainer Maria Rilke schrieb einmal: »Arbeiten und alt werden, das ist es, was das Leben von uns erwartet. Und dann eines Tages alt sein. Aber noch lange nicht alles verstehen, nein. Aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem, bis in die Sterne hinein.« Folgen Sie den Gedanken dieses Buches und entdecken sie zahlreiche weitere kleine Wahrheiten, überraschende Lebensweisheiten und andere glückliche Wege zu den Sternen.

Dieser ext ist so ziemlicher Quatsch, denn in diesem Büchlein (42 Seiten) geht es eigentlich weniger um den Griff nach den Sternen, sondern schlicht und ergreifend um die Auseinandersetzung mit dem Alter … bzw.mit all den Empfindungen, die sich bei einem einstellen können und auch werden … wenn man z.B. „When I´m 64“ trällern kann.

Oder wie die Herausgeberin, Claudia Peters in ihrem Vorwort schreibt:

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Und:

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Und wir finden in diesem Buch mehr als eine handvoll whrlich bemerkenswerter Texe, die sich eben mit all den Schattierungen des Älterswerdens beschäftigen und was für ein Glück, dass dabei christliches oder salbungsvolles Gesabbere unterbleibt.

Claudia Peters.jpgVielleicht hat das auch was mit der Herausgeberin, die in Freiburg wohnt,  zu tun:

Claudia Peters * 1968
verheiratet, 2 Söhne
über 30jährige eigene Yoga-Praxis
Lehrerin, Lektorin und Autorin
Hatha-Yogalehrerin seit mehr als 20 Jahren
zertifizierte Iyengar-Yogalehrerin seit 2016

Keine Frage, dieses Buch ist als gelungener Mutmacher zu verstehen … und viele meiner Präsentationen hier werden anschließend sinnvoll wieder in irgendeinen Waren-Kreislauf gebracht; dieses Büchlein bleibt hier … denn ich habe den dringenden Verdacht, dass es mir als Mutmacher noch das eine oder andere mal dienen kann und wird.

Von daher mein Kompliment an die Herausgeberin für die so ansprechende und treffende Auswahl der Texte !

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So ein Text entspricht mir natürlich aus dem Herzen

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Also, da vergleich ich mich doch lieber mit einem Whisky .. aber nur „from good ol´  Scotland“

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Tja … ne feine Metapher … die Scherben des Lebens …

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Verschiedene – Leistung kennt keine Behinderung (2002)

FrontCover1Die Idee ist pfiffig, wichtig und gut !

„Unter dem Motto „Leistung kennt keine Behinderung“ zeigen die bayerischen Integrationsämter mit der Musik bekannter Künstler, dass Menschen mit Handicap hochqualifizierte Leistungen erbringen können“ (Klappentext).

Und in der Tat: was uns hier entgegenschallt ist Musik vom Feinsten und bei Namen wie Ray Charles, Klaus Kreuzeder, Django Reinhardt, José Feliciano, Georg Friedrich Händel und Ludwig van Beethoven wird mir ganz sicher keiner widersprechen.

Jeff Healey hätte auch noch gut dazu gepasst und auf das Ensemble Blinde Musiker München will ich auch noch hinweisen.

„Menschen mit Behinderungen dürfen nach dem Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung nicht benachteiligt werden. Es ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, sich für die gleichwertige Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderung einzusetzen.“

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Soweit die Theorie …

Allein beim Thema Barrierefreiheit kann man unschwer erkennen, dass da noch ganz, ganz viel zu tun wäre:

Barrierefreiheit ist die Grundvoraussetzung für Inklusion. Inklusion bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, wohnen und arbeiten können. Es gibt Barrieren in der Umwelt wie fehlende Rampen oder Texte in unverständlicher Sprache. Daneben gibt es aber auch mentale Barrieren – zum Beispiel das fehlende Bewusstsein dafür, vor welchen Barrieren viele Menschen stehen und wie diese abgebaut werden können.

Ein weites Feld … es hier zu beackern ist schier unmöglich … Aber darauf hinweisen … soviel Platz sollte in diesem blog schon sein.

Und ich widme jetzt diesen Beitrag einem Arbeitskollegen von mir, der zu 100% schwerbehindert ist und einen Super-Job macht und zudem die besten Behindertenwitze aller Zeiten erzählen kann …

Und der Klaus Kreuzeder spielte ein verdammt geiles Saxophon ! Und überhaupt: die Musik auf dieser CD bereitet einem so richtig viel Vergnügen !

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Titel:
01. Ray Charles: See See Rider (Traditional) 2.40
02. Klaus Kreuzeder: Big Bop (Kreuzeder/Sincigno) 3.06
03. Django Reinhardt: Ain’t Misbehavin‘ (Razaf/Waller/Brooks) 2.53
04. Django Reinhardt: Georgia On My Mind (Carmichael/Gorrell) 3.15
05. Ray Charles: I’m Just A Lonely Boy (Charles) 2.47
06. José Feliciano: Light My Fire (Morrison/Krieger/Densmore/Manzarek) 3.07
07. Django Reinhardt: I Got Rhythm (Gershwin) 2.13
08. Ray Charles: Kiss Me Baby (Charles) 3.08
09. Ray Charles: Hey Now (Charles) 2.22
10. Django Reinhardt: Nuages (Reinhardt) 3.16
11. José Feliciano: Che Sera (Feliciano) 4.06
12. Klaus Kreuzeder: Liebeslied (Lovesong) (Kreuzeder) 4.44
13. Unbekanntes Orchester: Xerxes  – Largo (Händel) 3.02
14. Unbekanntes Orchester: Sinfonie No.9 (Ausschnitt) (Beethoven) 4.57

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UN-Behindertenrechtskonvention

Argarmarkt Austria Marketing GmbH – Alles Bio ! – Molkerei- Produkte erfolgreich vermarkten (2012)

TitelIch bin mir jetzt gar nicht so sicher, ob diese Broschüre (32 Seiten)  eigentlich für mich  als Verbraucher bestimmt war.

Aber sie lag öffentlich auf und zwar auf so einer Lyfestyle Food Messe in München. Und dann schnapp ich mir halt so ein Teil.

Und es geht eben darum, Bioprodukte aus den österreichischen Molkereien möglichst erfolgreich zu vermarkten Und das ist ja auch mehr als legitim.

Und so erfährt man alles mögliche und wissenswerte über Molkereiprodukte … und natürlich ist hier natürlich der Schwerpunkt Käse.

Neben etlichen Binsenweisheiten für das Verkaufspersonal („Auf saubere Hände und Fingernägel achten“) gibt es dann schon so etliche Informationen, die ich in die Kategorie „Verbraucherinformationen“ verbuche … wie  z.B. die unterschiedlichen Käsearten etc etc.

Hrausgeber dieser Broschüre ist die AgrarMarkt Austria (AMA):

Die AgrarMarkt Austria (AMA) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Österreich. Gemäß AMA-Gesetz von 1992 (BGBl. Nr. 376/1992) wurde sie 1993 eingerichtet.

Die Aufgaben der AMA sind:

Markt- und Preisberichterstattung über in- und ausländische Märkte betreffend agrarische Produkte
Maßnahmen zur Qualitätssteigerung, Entwicklung und Anwendung von Qualitätsrichtlinien für agrarische Produkte und daraus hergestellte Erzeugnisse
Marketing für Agrarprodukte aus Österreich

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Die AMA Zentrale in Wien

Vom Landwirtschaftsministerium (damals: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, seit 2000: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) wurden der AMA folgende Aufgaben übertragen:

Agenden des vormaligen Milchwirtschaftsfonds, des Getreidewirtschaftsfonds, des Mühlenfonds und der Vieh- und Fleischkommission
Milchquotenverwaltung
Lizenzverwaltung
Marktinterventionen
Rinderkennzeichnung
Abwicklung der Leistungsentgelte und Förderprogramme für Agrarbetriebe soweit diese nicht vom Ministerium selbst verwaltet werden

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Zwei Gütesiegel der AMA Austria

Daneben ist die AMA mit der Abwicklung der Ausgleichszahlungen für Österreichs Bauern betraut. So wickelt sie neben den meisten Marktordnungsprämien auch die Zahlungen aus dem Umweltprogramm ÖPUL und die Ausgleichszulage für Bauern in Berg- und anderen benachteiligten Gebieten ab. Die AMA ist die von Österreich gegenüber der Europäischen Union beauftragte Zahlstelle, die diese Zahlungen durchführen darf. (Quelle: wikipedia)

Und über die Vielfalt von Käseprodukten kann ich mich – als ausgesprochener Liebhaber des Käses –  ein ums andere mal begeistern …

Wem das ähnlich geht, dem kann ich nur einen Blick in diese Broschüre empfehlen … Und jetzt habe ich so einen Appetit auf Käse … ich kann´s gar nicht sagen …

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Na klar, auch Bioprodukte sollen eine möglichst große „Gewinnspanne“ abwerfen 

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Nö, hab´ ich nicht gewußt

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Die strategisch sinnvoll aufgebaute Käsetheke

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Marktschreierische Werbung – Bio hin, Bio her – ist mir weiterhin sehr suspekt.

Stefan Donaubauer – Eckball (2012)

Titel1Und jetzt mal wieder ein kleiner Beitrag zu der schönsten Nebensache der Welt und die Idee zu diesem Buch ist wirklich pfiffig:

Die Welt ist rund – der Ball ist es auch. Außerdem muss das Runde ins Eckige, der Ball ins Buch, das Wort ins Bild. Oder anders gesagt: 50 Bilderrätsel rund um das Thema Fußball warten darauf, entschlüsselt zu werden. Die begleitende Lektüre der als Lexikonartikel verfassten Auflösungen überrascht selbst Fachleute garantiert mit dem einen oder anderen bislang unbekannten Aspekt – meist abseits der offiziellen FIFA-Regeln, dafür aber umso näher an der wirklichen Welt.
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Stefan Donaubauer (Idee, Ausführung, Text) startete seine fußballerische Karriere auf einem geteerten Boltzplatz der malerischen niederbayrischen Kreisstadt Pfarrkirchen. Selbst frühe Rückschläge vermochten seinen kometenhaften Aufstieg zum defensiven Ballwegspitzler in den Reihen des DJK-TSV Dietfurt nicht aufzuhalten. Eines Nachts erschien ihm im Traum George Best, der sagte: »Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und Autos ausgegeben, den Rest hab ich einfach verprasst!« Danach wusste er, dass die Welt das Fußball-Foto-Rätsel-Buch braucht.

Wolfram »Oscar« Aichner (Bildbearbeitung, Text, Mitgefühl) hatte es als Club-Fan im FCB-dominierten Niederbayern immer schwer. Mit dem TSV 1893 Gangkofen feierte »Die Diva von der Bina« schon in jungen Jahren Erfolge. Souverän und textsicher wie seinerzeit Andreas Köpke die Abwehr, organisierte er das Fußball-Foto-Rätsel-Buch: abgeklärt, pünktlich, deutsch.

Christian Seizew (Fotografie, Physio- & Psychotherapie) begann seine Karriere mit einer traumatischen Umschulung zum Linksfuß. Trotzdem gab er wenige Jahre später als Dirigent der Pfarrkirchner E-Jugend virtuos den Takt vor. Jedoch musste er sich irgendwann eingestehen, dass er gänzlich unmusikalisch und eher der visuelle Typ war. Seither arbeitet er an seiner Karriere als Knipser. Was den »Eckball« betrifft, kann man nur sagen: lässig abgedrückt und eiskalt verwandelt!

Pressestimmen
„Ein ziemlich pfiffiges Buch, nicht nur für eingefleischte Fußballfans.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Dieser Eckball ist ein Volltreffer!“ (tz)

„Ein Hochgenuss für Auge und Hirn – aufwärmen einmal anders.“ (Hessischer Anzeiger)

„Alle Fans des Neon-Bilderrätsels – und Fußballfans sowieso – werden begeistert sein!“ (Offenbach Post)

„Ein originelles Geschenk für Fußballfans mit Humor.“ (Aachener Zeitung)

„Erfrischend witzig und gewürzt mit einer Prise Satire“ (Passauer Neue Presse)

Stefan Donaubauer

Stefan Donaubauer

Nun, ganz so witzig finde ich das Büchlein gar nicht, aber vorenthalten wollte ich es hier auch nicht … passend zum Fußballfieber in diesem unserem Lande.

Und wie gewohnt, ein paar Beispiele aus dem Buch:

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Der kleinen Präsentation habe ich dann noch das passende Werbefilmchen zum Buch; auch ganz witzig gemacht.

 

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Brockhaus Literaturcomics – Folge 1 – In 80 Tagen um die Welt (Jules Verne) (2012)

TitelUnd hier zum Auftakt der großartigen Edition „Brockhaus Literaturcomics“ der Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“:

Reise um die Erde in 80 Tagen (auch In 80 Tagen um die Welt, In achtzig Tagen um die Erde, Die Rettung der Maharani, Die Wette des Phileas Fogg oder Der Wettlauf des Phileas Fogg) ist ein Roman des französischen Autors Jules Verne. Der Roman wurde erstmals am 30. Januar 1873 unter dem französischen Titel Le Tour du monde en quatre-vingts jours von dem Verleger Pierre-Jules Hetzel veröffentlicht. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien im selben Jahr im Verlag der Gebrüder Légrády in Pest unter dem Titel Reise um die Erde in 80 Tagen.

Einband der französischen Originalausgabe von 1873
Ausgabe von 1891

Der reiche englische Gentleman Phileas Fogg ist geradezu ein Exzentriker in Sachen Pünktlichkeit und täglichen Gewohnheiten sowie ein leidenschaftlicher Whist-Spieler. Er wettet mit anderen Mitgliedern des Reform Club in London um 20.000 Pfund Sterling, dass es ihm gelingen werde, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Noch am selben Abend bricht er mit seinem gerade erst eingestellten französischen Diener Jean Passepartout auf. Mit dem Zug fahren sie über Paris nach Brindisi, wo sie das Dampfschiff nach Bombay durch den Suez-Kanal besteigen. In einem Reisesack hat er 20.000 Pfund Sterling dabei, die andere Hälfte seines Vermögens.

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Titelblatt von Reise um die Erde in 80 Tagen von 1875 des Zeichners Léon Benett

Etwa zur selben Zeit wird ein Raub in der Bank of England verübt, und der etwas übereifrige Detektiv Mister Fix glaubt, in Suez anhand der telegrafisch übermittelten Personenbeschreibung und der äußeren Umstände des auf schnelles Fortkommen dringenden Fogg, diesen als Räuber zu erkennen. Fix fordert aus London einen Haftbefehl für Fogg an, der ihm nach Bombay geschickt werden soll. Zum Schein freundet er sich mit Passepartout an und besteigt ebenfalls das Schiff nach Bombay. Von Bombay soll es mit dem Zug nach Kalkutta gehen, doch muss die Reise aufgrund einer noch nicht fertig gebauten Eisenbahnstrecke unterbrochen und mit einem Elefanten fortgesetzt werden. Der englische General Sir Francis Cromarty begleitet sie. Im Dschungel retten sie gemeinsam die junge parsische Witwe Aouda, die als Sati lebend, mit ihrem toten Gatten von einer brahmanischen religiösen Sekte auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte. Passepartout, der seinen Namen (frz. passer „hindurchgehen“ und partout „überall“) aufgrund seiner Verkleidungskünste und Akrobatentricks nicht zu Unrecht trägt, verkleidet sich und spielt dabei die Rolle des wiedererweckten Ehegatten. Ihm gelingt es, die unter Drogen stehende Aouda von dem Scheiterhaufen der Brahmanen zu retten. Den Reisegefährten gelingt die Flucht, ehe der Schwindel entdeckt wird. Sie beschließen, Aouda, die eine europäische Erziehung genossen hat, aus Indien wegzubringen, da sie dort nicht mehr sicher sei.

In Kalkutta werden Fogg und Passepartout von drei Priestern aus Bombay wegen widerrechtlichen Betretens einer Pagode verklagt. Fix hat die Priester zur Klage angestiftet, um Zeit bis zum Eintreffen eines Haftbefehls zu gewinnen. Die beiden werden zu längeren Haftstrafen verurteilt, aber Fogg erreicht die Freilassung gegen Zahlung einer hohen Kaution und reist zum Ärger von Fix weiter.

Von Kalkutta geht die Reise nach Hongkong. Der Verwandte, zu dem die Reisegefährten Aouda bringen wollten, lebt jedoch nicht mehr dort. Phileas Fogg ist Gentleman genug, sie bis nach Europa mitzunehmen. Fix, der von der geplanten Reiseroute wusste, ist inzwischen auch in Hongkong angekommen. Er wartet auf einen telegrafischen Haftbefehl, um Fogg auf dem Boden der britischen Kolonie zu verhaften. Aus diesem Grund betäubt er Passepartout mit Opium, damit dieser seinem Herrn nicht mehr die vorgezogene Abfahrt des Dampfschiffes nach Yokohama mitteilen kann. Der Diener kann sich im ausklingenden Rausch jedoch noch daran erinnern, dass das Dampfschiff vorzeitig abfährt, und begibt sich, noch halb benommen, an Bord – ohne jedoch seine Reisegefährten zu informieren. Das Schiff fährt ohne Fogg und Aouda nach Yokohama ab.

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Die Reiseroute des Phileas Fogg

Fogg mietet daraufhin ein Schiff nach Shanghai, um dort das Postschiff nach Yokohama zu erreichen, und nimmt ahnungslos den ihm unbekannten Detektiv Fix mit. Mit Glück erreichen sie das Postschiff nach Yokohama. Dort hatte Passepartout inzwischen einen Job in einem Zirkus angenommen. Aouda und Fogg wissen, dass Passepartout mit dem Dampfschiff aus Hongkong angekommen ist, und finden ihn in diesem Zirkus. Der Diener schließt sich ihnen wieder an und gemeinsam fahren sie über den Pazifik nach San Francisco. Von dort reisen sie mit der Eisenbahn quer über den nordamerikanischen Kontinent nach New York City. Nicht nur mit einem Colonel Proktor, der Phileas Fogg beleidigt, haben die Protagonisten Probleme, sie müssen sich zudem mit einer Herde Bisons, die das Gleis blockieren, einer baufälligen Brücke und Mormonen, die Passepartout verehelichen möchten, herumschlagen. Schließlich wird auch noch ihr Zug mitten in der Prärie von Nebraska von Sioux überfallen. Passepartout kuppelt während der Fahrt die Waggons von der Dampflokomotive und dem Schlepptender ab, damit die Personenwagen des Zuges auf der Strecke in der Nähe des Militärstützpunktes Fort Kearney zum Stehen kommen können. Er wird von den Sioux verschleppt, aber von Fogg mit Hilfe der Truppen von Fort Kearney befreit. Sie verpassen dadurch die Weiterfahrt mit dem Zug. Stattdessen gelangt die Reisegesellschaft mit Hilfe eines mit Segeln angetriebenen Schlittens zum nächsten Bahnhof nach Omaha und über Chicago nach New York. Das Schiff nach Liverpool ist jedoch kurz zuvor abgefahren. Fogg mietet einen Raddampfer, der eigentlich nach Bordeaux fahren soll. Unterwegs führt er eine Meuterei

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Einband der französischen Originalausgabe von 1873

gegen den ungeliebten Kapitän an, um das Fahrtziel ändern zu können. Als das Brennmaterial für die Kessel der Dampfmaschine ausgeht, kauft Fogg das gesamte Schiff und lässt alle Bestandteile aus Holz verfeuern. Die Gesellschaft macht einen Umweg über Queenstown und Dublin, um in Irland ein schnelleres Schiff nach England zu erreichen. Bei der Ankunft in Liverpool nimmt Fix, der die gesamte Zeit über zähneknirschend mitgereist ist, Fogg fest. Dessen Unschuld stellt sich schnell heraus, da der wirkliche Bankräuber kurz zuvor verhaftet worden ist. Mit einem Extrazug geht es von Liverpool nach London, jedoch hat man bei Ankunft in London die vereinbarte Zeit von 80 Tagen um 5 Minuten überschritten. Die Wette ist verloren. Niedergeschlagen fahren Fogg, Aouda und Passepartout direkt zu Foggs Haus in der Saville-Row.

Das von Fogg mitgenommene Vermögen von 20.000 Pfund ist bis auf einen unbedeutenden Rest von rund 1.000 Pfund aufgebraucht. Die andere Hälfte seines Vermögens von 20.000 Pfund schuldet er seinen Wettpartnern im Reform Club. Fogg steht vor dem Ruin. Am Abend des folgenden Tages gesteht Aouda, die sich im Laufe der Reise in Fogg verliebt hat, ihre Liebe und fragt Fogg, ob er sie heiraten will. Fogg erkennt seine Liebe zu Aouda und willigt ein. Umgehend wird Passepartout zu dem Priester Reverend Wilson geschickt, um für den nächsten Tag die Heirat zu vereinbaren. Dort erfährt er, dass es nicht Sonntagabend, sondern erst Samstagabend ist. Durch die Überschreitung der Datumsgrenze Richtung Osten hat man einen ganzen Tag gewonnen. Fogg eilt zum Reform Club und gelangt drei Sekunden vor dem Ablauf der Zeit in den Saal des Clubs und gewinnt somit die Wette. Am übernächsten Tag heiraten Aouda und Fogg. Fogg hat durch die Wette einen relativ kleinen finanziellen Gewinn gemacht, aber eine große Liebe gefunden. Den Gewinn von 1.000 Pfund teilt er großzügig zwischen Passepartout und Mister Fix auf.

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Jules Verne 1856

Der Roman beruht auf der Weltreise des Amerikaners George Francis Train, der 1870 jene Reise und 1890 und 1892 noch zwei weitere Weltreisen unternahm, 1892 sogar in nur 60 Tagen. Über die Änderung seines Namens in Phileas Fogg zeigte er sich erbost. Im Jahre 1869 waren der Suezkanal und die Eisenbahn quer durch die USA geöffnet worden. Zuvor war eine Reise um die Erde in 80 Tagen nahezu unmöglich.

Der Roman enthält einen logischen Fehler. Es ist zwar zutreffend, dass man bei einer Reise um die Erde ostwärts einen Tag „gewinnt“. Allerdings müsste dies, da die Datumsgrenze auch damals schon durch den Pazifischen Ozean verlief, Phileas Fogg spätestens in Amerika aufgefallen sein. Tatsächlich verpasst er aber in New York das fahrplanmäßig abfahrende Dampfschiff, weil er zu spät kommt. Warum er sich dann bei seiner Ankunft in London in Bezug auf das Datum irrt, kann so nicht mehr erklärt werden. (Quelle: wikipedia)

Und diesen Klassiker nahm sich im Jahr 2010 der Zeichner und Texter  Chrys Millien vor, um ihn – mit extrem viel Gespür für Details – als Literaturcomic zu bearbeiten.

Zwei Jahre später erschien dann dieses großartige Werk auch bei uns und zwar im ehrwürdigen Brockhaus Verlag. Mit „In 80 Tagen um die Welt“ startete man die Edition „Brockhaus Literaturcomics“ (Motto: „Weltliteratur im Comic Format“).

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Weltliteratur ist ein wenig hoch gegriffen, aber zumindest handelte es sich bei diesem Roman um einen Klassiker der Jugendliteratur … ich behaupte mal … ganze Generationen von Jungs haben diesen Roman „gefressen“ … und erneut tauchen meine „roten Bäckchen“ vor meinem geistigen Auge auf … hier gabv es einfach alles … wonach eine Jungsseele dürstete … Aufregung, Abenteuer, exostische Schauplätze …

Und hier in diesem Comic werden all diese Wünsche und Sehnsüchte erneut zum Leben erweckt … und zwar auf höchstem Niveau … man beachte nur die sehr flexible Bildgestaltung … vom Pinselstrich will ich erst gar nicht reden …

Bemerkensswert dann auch noch, dass sich Phileas Fogg  in eine dunkelhäutige Frau verliebt ….

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Die Rückseite des Buches

Demnächst in diesem Theater:

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Felix Scheidl (Hrsg.) – Blattmacher – Bayerischer Schülerzeitungswettbewerb 2011 – 2012 (2012)

TitelIch habe einen ausgesprochenen Faible für Schülerzeitungen. Das kommt nicht nur daher, dass ich in meiner Schulzeit selbst diesbezüglich sehr aktiv war, sondern weil ich bis heute der Meinung bin, dass ein solches Engagement Ausdruck lebendiger Demokratie ist.

Schon seit geraumer Zeit (genauer gesagt: seit 1994) werden auch vom Bayerischen Staatsministerium für solche Aktivitäten insofern unterstützt und gefördert, dass ein offizieller Wettbewerb ausgelobt wird, der Anspron für all die vielen kleinen und großen Redaktuere in den bayerischen Schulen sein. Als Kooperationspartner hatte man die „Süddeutsche Zeitung“ wie die „HypoVereinsbank“ – wahrlich keine schlechten Namen.

Beim Thema Schülerzeitung kommt fast schon obligatorisch auch das Thema Zensur aufs Tablett. Und genau davon berichtet auch der am Projekt beteiligte stellvertretende Leiter des Resorts Innenpolitik der „Süddeutschen Zeitung“, Detlef Esslinger in seinem Geleitwort:

„Meine Schülerzeitung hieß Murks, sie wurde 1976 am Gymnasium von Bitburg gegründet, und das Schönste ist: Es gibt sie immer noch. Zwei Dinge konnte ich dort ausprobieren: schreiben und streiten. Den wildesten Streit hatten wir mit der Bezirksregierung Trier. Wir druckten einen Text mit der Überschrift: ,Friede den Schülern! Krieg den Oberstudiendirektoren!‘ Na gut, das war vielleicht etwas zugespitzt, und es hatte zur Folge, dass sich die Bezirksregierung sehr für unser Gymnasium interessierte. Sie schickte einen Beamten vorbei, der zur Unterbindung des Krieges folgendes befahl: Künftig wird dem Oberstudiendirektor jede Ausgabe vor Erscheinen vorgelegt, und der entscheidet dann, ob sie verteilt werden darf. Das ist jetzt mehr als 30 Jahre her. Ich habe den Beamten nie mehr gesehen. Er hatte eine Glatze und trug einen Dreiteiler. Ich glaube, ich würde ihn wiedererkennen.“

In dieser Broschüre wird nun dieses Projekt aus dem Schuljahr 2011/2012 vorgestellt und es ist beeindruckend, mit wieviel Liebe und Mühe man sich dem Thema annahm. Und noch beeindruckender ist die bunte Vielfalt all der Gazetten, die sich im Rahmen dieses Wettbewerbes präsentierten. Wer wie ich an solchen Themen seine Freude hat, sollte sich daher diese Präsentation nichtz entgehen lassen.

Hier die Preisträger:

Preisträger1

 

Preisträger2


Preisträger3

Die Preisverleihung:

Preisverleihung

Die Blattmacher:

DieBlattmacher

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