Biss (Straßenmagazin) – Oktober 2017

TitelJetzt drängt es mich dazu,  über ein ganz großartiges Projekt berichten und zwar über das Projekt BISS aus München. BISS steht für „Bürger in sozialen Schwierigkeiten“. Und das ist die Geschichte von BISS.
BISS ist ein Zeitungsprojekt, das Bürgern in sozialen Schwierigkeiten hilft, sich selbst zu helfen.

Das BISS-Magazin ist die älteste und mit einer monatlichen Auflage von zirka 38.000 Exemplaren eine der erfolgreichsten Straßenzeitungen Deutschlands. Vom Verkaufspreis, derzeit 2,20 Euro, behält der Verkäufer 1,10 Euro. Die Zeitschrift versteht sich auch als Lobby für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen. Sie möchte ein Bewusstsein schaffen für die Belange obdachloser und armer Menschen. Eine schlanke, professionelle Redaktion stellt das Magazin her, das von armen, obdachlosen und ehemals obdachlosen Menschen auf der Straße verkauft wird. Die Zeitschrift ist Mittel zum Zweck. Das heißt, ihr Budget wird klein gehalten, denn Geld soll hauptsächlich den Verkäufern zu Gute kommen.

Über 100 Verkäuferinnen und Verkäufer bringen die BISS an die Leser. BISS-Verkäufer kann nur werden, wer bedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) ist. Die Bedürftigkeit wird von BISS geprüft. Dem Verkäufer erschließen sich durch den Verkauf mehrere Möglichkeiten. Er kann sich ein Zubrot zu seiner Sozialhilfe oder zur Grundsicherung verdienen (in diesem Fall ist sein Verkaufskontingent  beschränkt). Er kann auch nur von seiner Arbeit bei BISS leben. Ist er in der Lage, regelmäßig mindestens 400 Exemplare der Zeitschrift zu verkaufen, kann er fest angestellt werden (auch in Teilzeit).

Neben dem Arbeitsangebot geht BISS auch die Entschuldung des Verkäufers und seine gesundheitliche Sanierung an. Beim Erstbezug einer Wohnung stellt ihm BISS Geld zur Finanzierung der Erstausstattung zur Verfügung.

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Verkäufer, die sich auch in der Zeitschrift engagieren möchten, haben die Möglichkeit, in die BISS-Schreibwerkstatt zu gehen. Einmal in der Woche bringen sie mit Hilfe zweier Journalisten ihre Gedanken und Ansichten zu Papier. Unter der gleichnamigen Rubrik werden die Texte dann veröffentlicht. Durch diese Texte ist BISS in der Münchner Medienlandschaft einzigartig, denn relativ ungefilterte Beiträge von bedürftigen oder armen Menschen gibt es nur in der BISS.

Der gemeinnützige und gleichnamige Verein, der die Zeitschrift herausgibt, hat Ziele, die die Verkäufer betreffen, festgeschrieben: Der Verkauf der Zeitschrift soll Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Der Verkäufer verdient dadurch nicht nur Geld. Die regelmäßige Tätigkeit strukturiert seinen Tag, und er hat die Möglichkeit, Kontakte zu seinen Kunden zu knüpfen. Durch die kontinuierliche persönliche Betreuung, die sich daraus ergibt, wird das Selbstwertgefühl der Verkäufer gestärkt, ihnen wird somit ein schrittweiser Austritt aus ihrer Isolation, Armut und Ausgrenzung ermöglicht. Durch Öffentlichkeitsarbeit wie Diskussionsrunden und Vorträge in Schulen möchte der Verein die Gesellschaft aufklären und sie für Menschen in sozialen Notlagen sensibilisieren.

Das Projekt BISS nützt das professionelle und noch immer engmaschige Hilfesystem der Stadt München auch für seine Verkäufer. Für notwendige Vorarbeiten und Abklärungen sowie für besonders komplizierte Fälle, hat BISS einen Sozialarbeiter auf Teilzeitbasis angestellt. Beim Kauf einer Zeitschrift ergibt sich die Möglichkeit zur unverbindlichen Kontaktaufnahme. Wenn es einen Käufer interessiert, kann er mehr über das Leben eines BISS-Verkäufers erfahren und entdecken, wie er helfen kann. BISS funktioniert, weil es in der Lage ist, die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kräfte zu bündeln. Münchner Bürger, Unternehmen, Werbeagenturen, Kirchenleute und Stiftungen tragen zum Erfolg des Projekts bei.

BISSVerkäuferBISS erhält keine öffentlichen Gelder, sondern finanziert sich durch den Verkauf der Zeitschrift und der Anzeigen. Damit werden die Herstellungskosten des Magazins inklusive der Honorare, die Gehälter des Fachpersonals und die Betriebskosten bezahlt. Bußgelder, die BISS – wie anderen sozialen Einrichtungen in Bayern – sporadisch  von Richtern und Staatsanwälten zugesprochen werden, dienen, soweit notwendig, ebenfalls der Finanzierung des Geschäftsbereichs. Alle Spenden werden nur für Bürger in sozialen Schwierigkeiten eingesetzt.

Die Idee Straßenzeitung kommt ursprünglich aus Amerika. BISS kam am 17. Oktober 1993 als erste Straßenzeitschrift in Deutschland auf den Markt. Mittlerweile gibt es hierzulande über dreißig mehr oder weniger ähnliche Projekte. Seit Bestehen dieser Straßenzeitungen diskutieren die Macher darüber, welches Konzept das richtige ist: Sollen Verkäufer in alle Produktionsschritte der Zeitschrift eingebunden sein, oder genügt es, wenn sie eine von Profis hergestellte Zeitschrift verkaufen und sich damit neue Perspektiven (nicht nur) auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. BISS hat sich für einen Mittelweg entschieden und bindet die Verkäufer durch die Schreibwerkstatt und die Stadtführungen so weit wie möglich ein. Der Erfolg zeigt, dass es eine richtige Entscheidung war.

BISS begann mit null Mark und viel Mut. Ohne eine große Organisation im Rücken gelang es dem gleichnamigen Interessenkreis, etwas Konkretes gegen Armut und Obdachlosigkeit zu tun. Der Interessenkreis bestand aus Journalisten, Sozialarbeitern, Layoutern, Kirchenleuten und obdachlosen Menschen. Durch glückliche Zufälle: Es fanden sich immer die richtigen Mitstreiter zum richtigen Zeitpunkt. Und durch die Unterstützung aller, die sich für diese Idee begeistern können, hat sich BISS zu dem entwickelt, was es ist: eine der wenigen Chancen für Menschen, die die Gesellschaft in puncto Arbeit aufgegeben hatte. (Quelle: biss-magazin.de)

Was man noch wissen sollte:

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Ohne eine Hildegard Denninger, die BISS gründete, wäre dieses Projekt nicht denkbar, sie war für viele, viele Jahre die Seele von BISS und …

… man glaubt es kaum, der schrille Paradiesvogel und Modezar war zeitlebens ein wesentlicher und bedeutender Förderer und Unterstützer von BISS … man glaubt es kaum, aber kennt man die Biographie von Mooshammer, dann wundert das einen nicht wirklich.

Und es gäbe noch viel zu erzählen über dieses Projekt, z.B. über das gescheiterte Projekt BISS Hotel (ein herzliches Dankeschön an die CSU, die FDP und an die „Freien Wähler“ im bayerischen Landtag) … aber – so Gott will – wird davon in den nächsten Wochen und Monaten in diesem blog ganz sicher immer wieder die Rede sein.

Jetzt mal die Oktober 2017 Ausgabe (da war die Frau Denninger allerdings schon in Rente) mit klassischen Themen wie „Leben auf der Straße“ und „Co-Abhängigkeit“, und „bürgernahe Sprache“ der Verwaltung sowie einer tranzparenten Leistungsbilanz der Initiative. Dazu dann auch noch ein Bericht über das Internatione Straßenmagazin-Treffen in Manchester.

Zur Einstimmung auf dieses großartige Maganz (32 Seiten) abseits des mainstreams ein paar erste Eindrücke:

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Man muss the katholische Kirche nicht mögen, aber bei der Versorgung von Menschenohne festen Wohnsitz leisten sie einen erheblichen Anteil

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Hier geht es um bürgernahe Sprache der Verwaltung

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In der „Schreibwerkstatt“ erhalten Betroffene professionelle Hilfe, um ihre Anliegen stilistisch auf entsprechendem Niveau zu formulieren

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Der deutsche Ableger des finischen Konzerns unterstützt die Biss seit vielen Jahren

Und das sind die Geschäftsbereiche von UPM:

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Merian (Zeitschrift) – Sachsen (Oktober 2017)

TitelEin blog wie dieser kann eigentlich ohne die Erwähnung der Zeitschrift „Merian“ gar nicht auskommen;

Das Merian-Magazin ist eine seit Juli 1948 monatlich erscheinende Reisezeitschrift, die bis zum Jahre 2000 von Hoffmann und Campe verlegt wurde, seither im Jahreszeiten Verlag aus der Ganske-Verlagsgruppe. Entwickelt, sowohl textlich als auch illustrativ, wurde das Magazin vom damaligen Erstherausgeber Heinrich Leippe. Die Hefte befassen sich jeweils mit einer geografischen Region: einem Land, einem Landesteil, einer Ländergruppe oder einer Stadt. Der Name der Zeitschrift erinnert an den Kupferstecher Matthäus Merian, der im 17. Jahrhundert illustrierte Städtebeschreibungen herausgab.
In Artikeln, Reportagen und Essays, meist bebildert, werden die Geografie, die Wirtschaft, die Politik, die Geschichte und Literatur, aber auch Museen, Kunst und Kultur und die Gastronomie einer Region dargestellt.
Chefredakteur war von 2002 bis 2016 Andreas Hallaschka, der älteste Bruder des TV-Moderators Steffen Hallaschka, seit 2016 ist es Hansjörg Falz.
In der Anfangsphase waren die Merian-Hefte jahrgangsweise römisch durchnummeriert. Da das erste Heft im Juli erschien, beginnen die ersten Jahrgänge I bis V jeweils im Juli und erstrecken sich bis Juni des Folgejahres. Jahrgang V ist ein (halber) Rumpfjahrgang aus nur 6 Heften, der mit der Ausgabe Dezember 1952 endet. Ab 1953 ist die Monatszählung synchron mit dem Kalender, 1/VI entspricht also Januar 1953. Ab 1975 wird der Jahrgang auf dem Rücken nicht mehr römisch, sondern arabisch angegeben (z. B. 03/51 Rom), später erscheint das Jahr in Klartext auch auf dem Titel bzw. im Impressum. Bei neu aufgelegten Nachdrucken ist das Erscheinungsjahr nicht immer erkennbar, so dass die Jahrgangszählung zur Ermittlung des Erscheinungsdatums nach wie vor relevant ist.
Anfangs wurden Merian-Hefte vom Verlag zur Belebung des Verkaufs mit Umschlagstreifen, auch „Bauchbinde“ genannt, ausgestattet. Bislang bekannt geworden sind Hefte mit Umschlagstreifen nur aus dem Zeitraum von 1948 bis 1953 (1. bis 6. Jahrgang). Die Streifen sind sechs Zentimeter hoch, wurden je nach Titel variierend beschriftet und haben sich nur selten erhalten.
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Weitere Merianhefte

Außer der Reihe wurden aus besonderen Anlässen einige Sonderausgaben aufgelegt, die z. T. etwas vom thematischen Spektrum der Reihe abweichen:
 1987 (40. Jg.) 100 Jahre Automobil
1990 (43. Jg.) ein Sonderheft DDR
dazu 5 Hefte über jedes der fünf Neuen Länder der Bundesrepublik.
1993 (46. Jg.): 150 Jahre Thalia Theater (Hamburg)
Sonderauflagen werden seit einigen Jahren in der Reihe „Merian extra“ aufgelegt. Bei diesen Sonderheften handelt es sich um bezahlte PR-Produkte im Auftrag von Tourismusunternehmen, Verbänden oder der Automobilindustrie.
Viele Themenhefte werden, je nach Aktualisierungsbedarf, in mehrjährigem Abstand in Bild und Text überarbeitet und dann wieder aufgelegt (z.B. Berlin: 12/1949, 11/1959, 1/1970, 7/1989, 6/1998, 9/2001, 3/2005, 11/2007 sowie 6/1997 Berliner Umland). Dies ergibt nicht nur eine interessante Sicht auf die historische Entwicklung, sondern auch auf die veränderte Themensetzung, die fotografische Rezeption und Darstellung sowie die literarische Reflexion.

Für die Essays wurden oft bedeutende (Reise-) Schriftsteller gewonnen, z. B. Hermann Kesten (8/1962 Fränkischer Jura), Friedrich Torberg (2/1974 Prag), Herbert Rosendorfer (12/1982 München) oder der FAZ-Reisejournalist Jakob Strobel y Serra (5/2007 Mallorca). Bei der Bebilderung wird oft auf etablierte Reise- und Kalenderfotografen zurückgegriffen, z. B. Christian Heeb und Eberhard Grames (9/1997 Paris); gelegentlich wurden die herausragenden ganzseitigen Bildstrecken von einem einzigen Fotografen geliefert, z. B. München (12/1982) von Guido Mangold.

Die kompakten Reiseführer Merian live! erscheinen seit 1993 im Buchhandel. Die Reihe wurde mehrfach mit dem ITB-Buch-Award ausgezeichnet. Seit 2007 enthalten diese Reiseführer eine herausnehmbare Extra-Karte, die den mehrseitigen Kartenatlas im Buch ergänzt. Ferner gibt es die Freizeitführer Merian aktiv, die literarischen Reisebücher Merian porträts – Eine Stadt in Biographien sowie Merian momente. Redaktionell verantwortlich ist das Ganske-Unternehmen Travel House Media. (Quelle: Wikipedia)

 

Im Februar 2017 habe ich bereits ein Merian Heft vorgestellt („Die Bergstrasse“, April 1960), nun aber mal ein etwas aktuelleres Heft:

Zwischen Dresdens Semperoper und dem spektakulär geformten Elbsandsteingebirge liegen gerade mal 30 Kilometer. Genau das ist der Reiz von Sachsen: Große Kunst und großartige Natur liegen hier dicht beieinander. Diese Ausgabe setzt einen Schwerpunkt auf die kulturellen Highlights des östlichen Bundeslandes: eine aufregende Museumslandschaft, Bauten mit großer Historie wie die Dresdner Frauenkirche und die Leipziger Thomaskirche und herausragende Bühnen wie die Semperoper oder das Gewandhaus. Und: MERIAN zeigt die schönsten Gärten des Landes – Orte, an denen sich Natur und Kultur formvollendet begegnen.

Die wichtigsten Themen:

  • Meisterwerke Ein Rundgang durch Dresdens wichtigste Sammlungen – von der Gemälde- galerie Alte Meister über Albertinum und Kupferstichkabinett bis zur Türckischen Cammer
  • Große Oper Gottfried Semper baute in Dresden eines der schönsten Theater in Europa – und das gleich mehrmals. Die Geschichte einer wiederauferstandenen Schönheit
  • Raus ins Grüne Ausflüge an die Sächsische Weinstraße, ins Elbsandsteingebirge oder ins Erzgebirge
  • Boomstadt Leipzig begeistert nicht nur mit Grassimuseum, Buchmesse oder Oper. In alten Fabriken und Hinterhöfen tobt sich auch eine junge, kreative Szene aus
  • Gartenkunst Natur groß in Form: der Barockgarten Großsedlitz, der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau und die Gärten von Hellerau (Presseinformation)

Und es gilt weiterhin, dass der Merian durch seine hohe journalistische Qualität besticht. Das gilt auch für all die Photographien … meisterliche Momentaufnahmen.

Und so kommt es, dass auch dieses Heft Appetit auf mehr macht … wann wird mich mein Weg wieder mal nach Sachsen führen ?

Ach .. die Zeit, wenn nur nicht all die fehlende Zeit wäre …

 

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Wow! Da kriegt ein Sammler und Archivar doch glatt feuchte Hände …

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Der Klassiker in Dresden: Die Semper Oper

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Der „letzte Tote“  oder zumindest einer der letzten Toten des II. Weltkrieges, fotografiert von Robert Capa in Leipzig

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Ärzte ohne Grenzen e.V. – Akut Nr. 3 (2017)

TitelZuweilen kann man hier ja den Eindruck gewinnen, ich bin ein verschrobener Nostalgiker … der mit der Gegenwart so gar nichts zu tun hat … Welch Irrtum !

Auch wenn für ich Tondokumente und Druckerzeugnisse vergangener Jahrzehnte durchaus seinen Reiz für mich haben, so bin ich nicht minder an dem interessiert, was sich gegenwärtig, tagtäglich usw. ereignet und uns und mich beschäftigt.

Und da gibt es zum Beispiel ne Organisation, die sich „Ärzte ohne Grenzen“ nennt:

Und diese Organisation kennen wohl viele … Hier ihre Grundprinzipien:

Charta
Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen ist eine private internationale Organisation. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Ärzte und Pflegekräfte, in unseren Projekten sind aber auch Vertreter zahlreicher anderer Berufe tätig. Sie verpflichten sich auf folgende Grundsätze:

Ärzte ohne Grenzen hilft Menschen in Not, Opfern von natürlich verursachten oder von Menschen geschaffenen Katastrophen sowie von bewaffneten Konflikten, ohne Diskriminierung und ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, religiösen oder politischen Überzeugung.
Im Namen der universellen medizinischen Ethik und des Rechts auf humanitäre Hilfe arbeitet Ärzte ohne Grenzen neutral und unparteiisch und fordert völlige und ungehinderte Freiheit bei der Ausübung seiner Tätigkeit.
Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen verpflichten sich, die ethischen Grundsätze ihres Berufsstandes zu respektieren und völlige Unabhängigkeit von jeglicher politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Macht zu bewahren.
Als Freiwillige sind sich die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen der Risiken und Gefahren ihrer Einsätze bewusst und haben nicht das Recht, für sich und ihre Angehörigen Entschädigungen zu verlangen, außer denjenigen, die Ärzte ohne Grenzen zu leisten imstande ist.

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Leitbild
Der Arbeit der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen liegen zudem folgende Leitsätze zugrunde:

Ärzte ohne Grenzen Deutschland trägt dazu bei, medizinische Hilfe für Menschen in Not zu leisten und ihr Leid zu lindern – ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, politischen und religiösen Überzeugungen sowie ihres Geschlechts. Die Hilfe orientiert sich allein an den Bedürfnissen der Notleidenden.
Ärzte ohne Grenzen geht davon aus, dass die Zukunft der humanitären Hilfe vor allem durch die Folgen Naturkatastrophen, durch von Menschen verursachte Krisen, immer komplexer werdende Konflikte, knapper werdende Ressourcen und die fortwährende Vernachlässigung bedürftiger Menschen geprägt sein wird.
Ärzte ohne Grenzen Deutschland verpflichtet sich, einen substanziellen Beitrag zu einem wachsenden internationalen Netzwerk von Ärzte ohne Grenzen zu leisten. Jenseits von nationalen Interessen wollen wir durch eine effiziente Koordination der Aktivitäten sowie durch die Nutzung von Synergien und medizinischen Innovationen auf die Bedürfnisse der Menschen in Not optimal reagieren können.
Ärzte ohne Grenzen Deutschland leistet einen wachsenden finanziellen und personellen Beitrag für die Hilfe für Menschen in Not. Gleichzeitig stellt das Berichten über die Situation in unseren Projekten einen zentralen Bestandteil unserer Arbeit dar. Wir machen es uns zur Aufgabe, die humanitäre Debatte in Deutschland sowie das Verständnis für die humanitären Prinzipien zu stärken.

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Humanitäre Prinzipien
Die Idee der humanitären Hilfe klingt einfach, und sie ist es auch: Nothilfe rettet Leben und lindert Leid inmitten von Krieg und Gewalt. Auf dieses Minimum an Menschlichkeit haben sich fast alle Staaten weltweit in den Genfer Konventionen geeinigt. Damit dies gelingt, müssen humanitäre Organisationen unparteilich, unabhängig und neutral sein, da sie nur dann von allen Konfliktparteien akzeptiert werden und den Betroffenen aller Seiten beistehen können. Die Wirklichkeit aber bleibt oft beträchtlich hinter diesem Ideal zurück.

Insbesondere seit dem „Krieg gegen den Terror“ (2001) instrumentalisiert die Politik die humanitäre Hilfe immer stärker, um politische oder militärische Ziele zu erreichen. So forderte Nato-Generalsekretär Rasmussen im Frühjahr 2010 eine engere Zusammenarbeit der Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit dem Militär in Afghanistan. Er beschrieb die NGO sogar als „soft power“ der Nato. Ärzte ohne Grenzen hat diese Haltung öffentlich kritisiert und wiederholt alle Konfliktparteien aufgefordert, zwischen politischen und militärischen Zielsetzungen einerseits und medizinischer humanitärer Hilfe andererseits zu unterscheiden. Denn durch die Vermischung laufen die NGO Gefahr, mit westlichen Streitkräften verwechselt und damit selbst zum Ziel von Angriffen der gegnerischen Parteien zu werden.

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Das bedeutet: Wenn humanitäre Hilfe Menschen in akuten und chronischen Krisen beistehen soll, müssen die in den Genfer Konventionen festgelegten Prinzipien der Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität befolgt werden.

Unparteilichkeit: Die Hilfe muss nach Maßgabe der Bedürftigkeit geleistet werden, ohne Diskriminierung. Ethnische, politische, ökonomische oder andere Bevorzugungen sind nicht zulässig. Hilfe, die nicht unparteilich ist, die also bestimmte Gruppen anderen vorzieht, ist immer noch Hilfe, aber sie ist nicht humanitär. Sie wird eher als Teil einer politischen Agenda geleistet und deshalb von denen, die im Konfliktgebiet die Macht haben, abgelehnt. Strikt unparteiliche Organisationen haben eher die Chance, sowohl von der betroffenen Bevölkerung als auch von den jeweiligen Machthabern als glaubwürdig sowie auf das Wohl der Patienten fokussiert angesehen und deshalb akzeptiert zu werden.
Unabhängigkeit: ob von politischen Vorgaben, militärischen Verbänden oder staatlichen Geldern. Denn die Konfliktparteien könnten dies als Parteinahme verstehen.
Neutralität: Die Akzeptanz aller Konfliktparteien setzt auch voraus, dass humanitäre Organisationen nicht selbst als Teil eines politischen Lagers angesehen werden und nicht öffentlich Partei ergreifen.

Und wer denn will, kann natürlich (so wie ich) zahlendes Mitglied werden … und dann kriegt man immer wieder mal die Mitglieder-Zeitschrift „Akut“ zugesandt.

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Und nachdem die Organisation seit geraumer Zeit mehr als zu tun hat, hier mal eine  Ausgabe aus dem Jahr 2017 von „Akut“ … gekoppelt einem werbenden Hinweis, mal den Geldbeutel umzudrehen, um zu schauen, ob man nicht den einen oder anderen Taler für diese bemerkenswerte Organisation locker machen könnte.

Und ein Blick in diese Mitglieder-Zeitschrift (16 Seiten + Beilage mit Überweisungsmöglichkeiten) hilft auch enorm, über den eigenen Tellerrand zu schauen … und dann werden wir feststellen, dass so manche Befindlichkeiten unsererseits … nun ja, in die Kategorie „jammern auf hohem Niveau“einsortiert werden müssen.

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Johanna Kaack – Udo Jürgens – ein Leben für die Musik (ZDF-History; TV rip) (2017)

Und noch immer und immer wieder zieht mich der Musiker und die Person Udo Jürgens in seinen Bann.

Diesmal durch diese Dokumentation, die erstmalig am 17. September 2017 im ZDF ausgestrahlt wurde:

Mehr als 50 Jahre lang stand der Schlagerstar und Frauenschwarm Udo Jürgens auf der Bühne. Die Sendung ZDF-History: Udo Jürgens – Ein Leben für die Musik“ blickt auf Licht und Schatten seiner beispiellosen Karriere zurück.

Für das sehr private Film-Porträt wurden enge Wegbegleiter für Interviews gewonnen, darunter sein Bruder, der Maler und Fotograf Manfred Bockelmann, sein ältester Sohn John Jürgens und seine erste große Liebe, die Theaterschauspielerin Brigitta Köhler.

Udo Jürgens wuchs in der österreichischen Provinz auf. Er wollte raus in die Welt, auf die große Bühne. Ein Ziel, das er kompromisslos verfolgte – auch, wenn sein privates Glück dafür auf der Strecke blieb. „Für ihn war die Musik immer Nummer eins“, erinnert sich Sohn John Jürgens.

In den 60er Jahren ist der frisch gebackene Vater kaum zu Hause. Gerade mal zwei Monate pro Jahr verbringt er bei seiner Familie. Nach dem Grand-Prix-Sieg im Jahr 1966 mit „Merci Chérie“ jagt ein Hit den nächsten. Die Bilanz seiner Musikkarriere ist einmalig: fünf Bambis und mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger. Niemand hat diesen andauernden Höhenflug enger begleitet als Manfred Bockelmann, der jüngste Bruder des Schlagerstars. In „ZDF-History“ erzählt er, was Udo Jürgens Zeit seines Lebens ins Rampenlicht zog und auch, was ihn am Ende seines Lebens so belastete. (Pressetext)

In dieser Dokumentation wird nicht nur kenntnisreich das Leben des Udo Jürgens nachgezeichnet, sondern – und das macht diese Dokumentation so besonders wertvoll – sondern auch mit vielen eher unbekannten oder gar privaten Bildersequenzen bereichert.

Und weil ich wieder mal so ganz und gar begeistert war, folgt nun ein mehr als üppiger Bilderbogen … bevor es dann zur Präsentation geht … es ging nicht anders …

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Auf dem Weg in die USA, 1957

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Udo Jürgens mit Hans R. Beierlein

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Auch Joachim Fuchsberer gehörte als Texter zum Umfeld des Udo Jürgens

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Hier wuchs Udo Jürgens auf … (Schloss Ottmanach in der Gemeinde Magdalensberg/Kärnten)

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Udo Jürgens mit seine Brüdern

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Die „Jürgens“ .. auf diesem Bild führten sie schon längst eine „Scheinehe“

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Karl Eduard von Schnitzler beschäftigt sich im DDR-Fernsehen mit Udo Jürgens

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Seine „Affären“ wurden immer „jünger“

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Warum auch immer …

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Udo Jürgens mit Tochter Jenny auf der Bühne

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Die Kinder (Jenny und John) applaudieren dem Vater

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Bei allen Shows das gleiche: strahlende Gesichter

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Stichwort: Einsamkeit

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Stichwort: Nachdenklichkeit

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Udo Jürgens (* 30. September 1934 in Klagenfurt, Kärnten, Österreich; † 21. Dezember 2014 in Münsterlingen, Thurgau, Schweiz)

 

 

 

 

Amnesty Journal (Zeitschrift) – Juni + Juli 2017

TitelAmnesty International (von englisch amnesty‚ Begnadigung, Straferlass, Amnestie) ist eine nichtstaatliche (NGO) und Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt. Grundlage ihrer Arbeit sind die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere Menschenrechtsdokumente, wie beispielsweise der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Die Organisation recherchiert Menschenrechtsverletzungen, betreibt Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und organisiert unter anderem Brief- und Unterschriftenaktionen für alle Bereiche ihrer Tätigkeit.

Amnesty International wurde 1961 in London von dem englischen Rechtsanwalt Peter Benenson gegründet. Ihm soll die Idee zur Gründung gekommen sein, als er in der Zeitung zum wiederholten Mal von Folterungen und gewaltsamer Unterdrückung las, mit der Regierungen gegen politisch andersdenkende Menschen vorgingen. In einem 1983 geführten Interview erinnerte sich Benenson, dass der Artikel von zwei portugiesischen Studenten gehandelt habe, die in einem Restaurant in Lissabon auf die Freiheit angestoßen hatten und daraufhin zu Haftstrafen verurteilt worden waren. Nachträgliche Recherchen ergaben, dass es sich möglicherweise um eine Notiz in The Times vom 19. Dezember 1960 handelte, die allerdings keine Details über die „subversiven Aktivitäten“ der Verurteilten enthielt.

Peter Benenson

Peter Benenson

Am 28. Mai 1961 veröffentlichte Benenson in der britischen Zeitung The Observer den Artikel „The Forgotten Prisoners“ („Die vergessenen Gefangenen“), in dem er mehrere Fälle nennt, darunter Constantin Noica, Agostinho Neto und József Mindszenty, und die Leser aufrief, sich durch Briefe an die jeweiligen Regierungen für die Freilassung dieser Gefangenen einzusetzen.[3] Er schrieb: „Sie können Ihre Zeitung an jedem beliebigen Tag der Woche aufschlagen und Sie werden in ihr einen Bericht über jemanden finden, der irgendwo in der Welt gefangen genommen, gefoltert oder hingerichtet wird, weil seine Ansichten oder seine Religion seiner Regierung nicht gefallen.“ Die aus diesem Artikel entstandene Aktion Appeal for Amnesty, 1961 gilt als der Anfang von Amnesty International. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Eric Baker und der irische Politiker Seán MacBride, der von 1961 bis 1974 auch Präsident der Organisation war.

Obwohl sich Amnesty International als Organisation beschreibt, die für Menschen aller Nationalitäten und Religionen offensteht, kamen die Mitglieder anfangs vor allem aus der englischsprachigen Welt und Westeuropa. Diese Beschränkung ließ sich mit dem Kalten Krieg erklären. Versuche, Amnesty-Gruppen in Osteuropa zu gründen, stießen auf große Schwierigkeiten. Das lag nicht nur an der staatlichen Repression, sondern auch an unterschiedlichen Interessen, die westliche und osteuropäische Menschenrechtsaktivisten verfolgten.

Logo

Das Logo ist eine mit Stacheldraht umwickelte Kerze. Es wurde von der englischen Künstlerin Diana Redhouse geschaffen, die sich durch das Sprichwort Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als sich über die Dunkelheit zu beklagen inspirieren ließ.

Die deutsche Sektion hatte bereits in den 1970er Jahren beschlossen, dieses Logo für sich nicht mehr zu verwenden. Stattdessen wurde bis 2008 ein blau-weißes Logo mit Kleinbuchstaben genutzt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde bis Mitte 2008 eine heute nicht mehr verwendete Schreibweise mit Kleinbuchstaben und Abkürzungen verwendet: amnesty international, ai oder amnesty. Mitte 2008 wurde international ein neues, einheitliches Layout eingeführt, das die Farben Gelb und Schwarz verwendet. Das Logo enthält den Schriftzug Amnesty International in Großbuchstaben und die mit Stacheldraht umwickelte Kerze.

Die bundesdeutsche Sektion wurde Ende Juni 1961, zwei Monate nach Gründung der internationalen Organisation, von Gerd Ruge, Carola Stern und Felix Rexhausen in Köln gegründet und im Juli 1961 als erste Sektion anerkannt. Damals hieß sie „Amnestie-Appell“. Sie setzte sich zum Beispiel für in der DDR inhaftierte politische Gefangene ein. Nach dem Fall der Mauer wurde die Organisation auch in den neuen Bundesländern aktiv, wo sie bis dahin verboten war. (Quelle: wikipedia)

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Und die Mitglieder dieser unverzichtbaren Organisation bekommen eben diese Zeitschrift geliefert.

Hier präsentiere ich mal die Ausgabe Juni/Juli 2017. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Thema Meinungsfreiheit:

„Mit allen Mitteln versuchen autoritäre Machthaber und bewaffnete Gruppen, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Mit roher Gewalt – oder ganz subtil: Das Ausspähen der Accounts von Aktivisten und Journalisten gehört längst zum gängigen Repertoire repressiver Regimes weltweit.“

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Ausnahmsweise mal ein erfreulicher Trend …

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Ein Plädoyer für Bildung

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Ein Bericht über die documenta in Kassel im Jahr 2017

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11 Freunde Special – Die wunderbare Welt der Amateure (2017)

TitelEine ganz und gar runde Angelegenheit, dieses Sonderheft der „11 Freunde“ Redaktion … so rund, wie halt nur ein Fußball sein kann.

Hier ein paar Zeilen aus dem Vorwort:

„Kreisliga ist nicht sexy, ihr fehlt der Eventcharakter.« Als Hans-Joachim Watzke diesen Satz vor zwei Jahren in einem Interview sagte, ging ein Aufschrei über die Sportplätze Deutschlands. Der BVB-Chef, so der Tenor, sitze da oben in seiner Loge und kanzele die Kleinen da unten ab! Dabei war die Aufregung gar nicht angebracht. Denn sexy ist die Kreisliga wirklich nicht. Genauso wenig wie die Verbands- oder die Landesliga. Und natürlich fehlt auch der Eventcharakter im unterklassigen Fußball. Nur zieht es die Leute gerade deshalb dort hin. Genau darum geht es. Um einen Fußball, der unperfekt und hässlich sein darf. Der ohne Helene Fischer und Videobeweis auskommt. Der bei Rot-Weiß Mülheim nach nasser Asche riecht und beim SV Bergedorf nach der grasbewachsenen Stehtribüne. Bei dem die Gäste im Vereinsheim von BW Berolina Mitte sagen: »Aber das hier, das is’ Familie«, was ein wenig kitschig klingt, aber eben auch voll okay ist. Einen Fußball, der Typen hervorbringt, die sogar in ihrem Größenwahn noch liebenswert sind. So wie der Malergeselle Günther Storbeck, der 1979 im Lotto gewann und davon träumte, mit seinem Kreisligaklub in die Bundesliga aufzusteigen. Die Realität: Pleite und Arbeitslosigkeit nach drei Jahren. Später blickte er trotzdem nie zurück im Zorn. Er sprach lieber von seinen alten Freunden, schwärmte von den Spielen in der Bezirksliga, und am Ende sagte er stets: »Ach, war doch ’ne geile Zeit!“

Und genau davon handelt dieses famose Heft: Von schrägen und skurrilen Typen, deren Leidenschaft halt das runde Leder ist … von schier unglaublichen Geschichten aus der wunderbaren Welt des Amateurfußballs.

Geschichten aus der Provinz, abseits des Millionengeschäfts …

Und es spricht für diese „alternative“ Fußballzeitschrift … dass sie mit Sonderheften wie diesem, dem Fußball in seiner ursprünglichen Form (die zweitwichtigste Nebensache der Welt !) wieder ein wenig Gehör verschafft.

Und nicht nur die Texte, auch all die Fotografien …  zeugen von der Liebe zu diesem Sport !

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Persönliche Erinnerung zum Thema Amateurfußball:

Irgendwann mal in den 70er Jahren gründeten wir – ein Haufen undogmatischer Linker -auch einen Fußballverein. Wir nannten uns „Lokomotive Hollerbusch“ (der Hollerbusch war ne Wiese in München-Harlaching und meldeten uns beim DFB ordnungsgemäß an.

Es folgte eine schriftliche Auseinandersetzung, da der Begriff „Lokomotive“ an Vereine wie „Lokomotive Leipzig“ erinnere und man von daher – seitens des DFB den Verdacht hatte, wir seien Kommunisten, die man daher nicht für den Spielbetrieb zulassen könne.

Einer aus unserer Schar studierte gerade Jura und konnte so mit wohlfeilen Worten, die Bonzen des DFB dazu bringen, uns für die passende C-Klasse zuzulassen.

Dort spielten wir dann eine Saison … dass wir dabei nicht sonderlich erfolgreich waren, lag nicht an mir … ich wurde eher selten aufgestellt *ggg*

Pia Pedevilla, Elisabeth Eder & Kornelia Milan – Die 100 schönsten Ostereier (2017)

TitelNicht, dass es heißt, ich hätte das alt-ehrwürdige Osterfest vergessen …

Die älteste Bezeichnung für Ostern „Eostro“ geht auf das 8. Jahrhundert zurück und lässt sich mit „Morgenröte“ übersetzen. Eostro leitet sich vom indogermanischen Wortstamm „ausos“ ab, das im Griechischen zu „eos“ – Sonne – und im Lateinischen zu „aurora“ – Morgenröte – wurde.

Die weit verbreitete Annahme, Ostern beziehe sich auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara, ist nicht bewiesen. Vielmehr steht dahinter die landläufige Vorstellung, Ostern müsse eine heidnische Entsprechung haben und sich auf eine solche Figur zurückführen lassen. So ist zu bezweifeln, dass das germanische Frühlingsfest Ostarum, welches vor der Christianisierung der germanischen Volksstämme gefeiert wurde und in dessen Zentrum die Frühlingsgöttin stand, zur Erklärung von Ostern tauglich ist. (Quelle: www.planet-wissen.de)

Nun, ich bin da nicht berufen, aber mich würde es weiterhin wundern, wenn sich das Christentum nicht auch bei diesem Fest „heidnische“ Traditionen einfach mal wieder unter den Nagel gerissen hätte.

Wie auch immer, hier ein nettes Büchlein (80 Seiten) zu Ostern:

Ostereier bemalen und gestalten hat eine lange Tradition in Deutschland, kaum ein Ostertisch kommt ohne die bunten Farbtupfer aus. Neben der Optik ist aber auch das Bemalen selbst ein Spaß für die ganze Familie! Dieses Buch versammelt mehr als 100 Gestaltungsideen für Ostereier, von niedlich bis stilvoll. Hier ist garantiert für jedes Zuhause und jeden Osterbrunch das richtige Dekor dabei. (Verlagstext)

Na bitte … viel Vergnügen bei diesem farbenfrohem Büchlein:

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Das nenn´ ich drollig …

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Für was man einen Rasierpinsel alles brauchen kann ….

 

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Pia Pedevilla

Das lässt es sich leben und arbeiten: Autorin Pia Pedevilla auf Sardinien