SZ Magazin – Nr. 40 (4. Oktober 2019)

TitelHier war ja schon öfters mal die Rede von dem „SZ – Magazin“, jener Beilage, die immer am Freitag der „Süddeutschen Zeitung“ beiliegt.

Und vor ein paar Wochen war dann dieses Heft auf dem Küchentisch gelegen.

Das zentrale Thema war jene Veranstaltung am 04. November 1989 am Alexanderplatz in Berlin:

Die Alexanderplatz-Demonstration war die größte nicht staatlich gelenkte Demonstration in der Geschichte der DDR. Die Demonstration fand am 4. November 1989 in Ost-Berlin statt und war die erste offiziell genehmigte Demonstration in der DDR, die nicht vom Machtapparat ausgerichtet wurde. Die Demonstration und die Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz, die von Mitarbeitern mehrerer Ost-Berliner Theater organisiert wurden, richteten sich gegen Gewalt und für verfassungsmäßige Rechte, Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

An der Alexanderplatz-Demonstration nahmen nach Angaben der Veranstalter eine Million Menschen teil. Diese Angabe ist in der Forschung jedoch umstritten. Sie gilt als Meilenstein der friedlichen Revolution in der DDR.

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Die Initiative zur Demonstration ging ab Mitte Oktober von Schauspielern und Mitarbeitern an Ost-Berliner Theatern aus. Unter dem Eindruck der Übergriffe von Volkspolizei und Stasi gegen Demonstranten während der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR fand am 15. Oktober 1989 eine Versammlung von 800 Theaterleuten in Berlin statt, auf der als erste Jutta Wachowiak den Vorschlag einer Demonstration für eine demokratische DDR machte. Wachowiaks Vorschlag war auf Anregung des Neuen Forums entstanden. Am 17. Oktober 1989 stellte eine Gruppe von Theaterleuten den Antrag auf Zulassung einer Demonstration für die Artikel 27 und 28 der Verfassung der DDR, der am 26. Oktober 1989 genehmigt wurde.
Als offizielle Veranstalter fungierten die Künstler der Berliner Theater, der Verband der Bildenden Künstler, der Verband der Film- und Fernsehschaffenden und das Komitee für Unterhaltungskunst. (Quelle: wikipedia)

Und in diesem SZ-Magazin wird ausführlich über jene Stunden am Alexanderplatz berichtet.

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Der Autor Patrick Bauer präsentiert nicht nur die Ereignisse jenes Tages, sondern auch all jene Akteure, die damals auf  dem Alexanderplatz sprachen.

Als das wären (soviel Zeit muss sein):

11:25 Uhr Marion van de Kamp (* 1925), Schauspielerin, Volksbühne Berlin
11:26 Uhr Johanna Schall (* 1958), Schauspielerin, Deutsches Theater Berlin
11:30 Uhr Ulrich Mühe (1953–2007), Schauspieler, Deutsches Theater Berlin
11:36 Uhr Jan Josef Liefers (* 1964), Schauspieler, Deutsches Theater Berlin
11:42 Uhr Gregor Gysi (* 1948), Rechtsanwalt
11:55 Uhr Marianne Birthler (* 1948), Katechetin, Initiative Frieden und Menschenrechte
12:06 Uhr Kurt Demmler (1943–2009), Liedermacher, Mitunterzeichner der Resolution von Rockmusikern und Liedermachern, sang Irgendwer ist immer dabei
12:10 Uhr Markus Wolf (1923–2006), 1952–1986 Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung im Ministerium für Staatssicherheit, Generaloberst a. D.
12:24 Uhr Jens Reich (* 1939), Molekularbiologe, Mitbegründer des Neuen Forums
12:36 Uhr Manfred Gerlach (1928–2011), stellvertretender Staatsratsvorsitzender, Vorsitzender der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands
12:44 Uhr Ekkehard Schall (1930–2005), Schauspieler, Theaterregisseur, Berliner Ensemble
12:48 Uhr Günter Schabowski (1929–2015), Erster Sekretär der Bezirksleitung Berlin der SED, Mitglied des Politbüros des ZK der SED, 1978–1985 Chefredakteur des Neuen Deutschlands
12:54 Uhr Stefan Heym (1913–2001), Schriftsteller
13:02 Uhr Friedrich Schorlemmer (* 1944), Pfarrer, Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs
13:12 Uhr Christa Wolf (1929–2011), Schriftstellerin
13:21 Uhr Tobias Langhoff (* 1962), Schauspieler, Deutsches Theater Berlin
13:24 Uhr Annekathrin Bürger (* 1937), Schauspielerin, Volksbühne Berlin, sang Worte eines politischen Gefangenen an Stalin
13:28 Uhr Joachim Tschirner (* 1948), Dokumentarfilmregisseur
13:33 Uhr Klaus Baschleben (1946–2005), Journalist der National-Zeitung
13:43 Uhr Heiner Müller (1929–1995), Dramatiker, Mitglied der Akademie der Künste
13:48 Uhr Lothar Bisky (1941–2013), Kulturwissenschaftler, Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR
13:55 Uhr Ronald Freytag (* 1959), Student, Humboldt-Universität zu Berlin
13:57 Uhr Christoph Hein (* 1944) Schriftsteller
14:05 Uhr Róbert Juharos (* 1968), Student, Budapest, Verband der jungen Demokraten
14:10 Uhr Konrad Elmer (* 1949) Dozent, Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR
14:14 Uhr Steffie Spira (1908–1995), Schauspielerin
Moderator: Henning Schaller (* 1944), Bühnenbildner, Maxim-Gorki-Theater Berlina

Man lasse sich mal all diese Namen durch den Kopf gehen … eine völlig aberwitzige Mischung von Menschen …viele waren Opfer, manche wohl auch Täter …

Berlin, Demonstration; Herbert Köfer

Teilnehmende Schauspieler des Fernsehens der DDR zu Beginn der Demonstration in der Karl-Liebknecht-Straße

Aber natürlich hatte auch dieses SZ-Magazin noch andere Themen (vor allem die üblichen Rubriken), und die wollte ich in meiner Präsentation nicht ausblenden.

Und dann ist mir wieder mal bewusst geworden, dass ein solches Heft sich auch durch Anzeigen finanziert und hier finden wir dann überwiegend Anzeigen aus dem Bereich „lifestyle“ für die Schicki-Micki-Generation …

Nur gut, dass ich da sowas von immun bin …

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Meine Antwort wäre gewesen: Ja, er darf ! Die Antwort der Ratgeberin ist eher dürftig …

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Christa Wolf: „Stell dir vor, es ist Sozialismus  und keiner geht weg“ (Diese Sehnsucht teile ich bis heute)

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Plakat von Peter Waschinsky (Puppenspieler)

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Nett anzuschauen, aber das ist natürlich versteckte Werbung (product placement heißt das wohl)

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Der Typ links könnte glatt ein Fans der „Kinks“ oder der „Byrds“ sein … und mit Wein kenne ich mich halt so gar nicht aus …. 

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Das Rezept zum Bild („Enten-Paté mit Kompott aus grünen Tomaten und Äpfeln“) interessierte mich jetzt eher weniger

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Vermutlich kein schlechter Tipp (aber natürlich auch Schleichwerbung)

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Und der Axel Hacke schreibt und schreibt und schreibt … 

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Die Rückseite des Heftes

Haus der Kunst, München – Markus Lüpertz – Über die Kunst zum Bild (2019)

TitelUnd jetzt wieder mal ein kleiner Beitrag aus dem Themenkreis „zeitgenössische Kunst“ frei nach dem Motto „a bisserl Kunst ja nicht schaden“.

Markus Lüpertz (* 25. April 1941 in Reichenberg) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seine Bildgegenstände zeichnen sich durch suggestive Kraft und archaische Monumentalität aus. Lüpertz dringt darauf, den Darstellungsgegenstand mit einer archetypischen Aussage seines Daseins festzuhalten. Viele seiner Werke werden dem Neoexpressionismus zugeschrieben. Von 1988 bis 2009 war Lüpertz Rektor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. In der Öffentlichkeit zeigt er sich als exzentrischer Maler, der seinen eigenen Geniekult betreibt. Die Presse stilisierte ihn zum modernen Malerfürsten.

Und nun gibt es im Haus der Kunst, München eine Würdigung diese Künstlers in Form einer Ausstellung:

Markus Lüpertz (*1941) zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Er hat die moderne Malerei seit den 1960er-Jahren entscheidend mitgeprägt. Die Ausstellung im Haus der Kunst stellt die Lebenskraft des uralten Mediums Malerei in den Fokus und beleuchtet erstmals den seriellen Charakter in Lüpertz‘ bildnerischem Schaffen. Anhand von über 200 Gemälden und Zeichnungen, viele aus internationalen Sammlungen, zeigt sie, wie Lüpertz ein auf inneren Zusammenhängen basierendes Werk entwickelt hat, das von einer filmischen Sichtweise geprägt ist. Die kinematische Seh- und Leseweise ermöglicht einen neuen frischen Blick auf sein künstlerisches Œuvre.

Lüpertz bewundert John Fords Western und Autoren-Filme, insbesondere von Michelangelo Antonioni, Jean-Luc Godard und Alain Resnais. Alle verzichteten weitgehend auf das Erzählen von Geschichten und zeigten stattdessen private Sehnsüchte, poetische Visionen und die abstrakte Qualität innerer Zustände ihrer Charaktere. Ende der 1960er Jahre sollten ihre „Filmgedichte“ Lüpertz zu einer radikal neuen Syntax der Malerei verhelfen, die bis heute in seinen Gemälden sichtbar wird. Von Beginn an arbeitete er in Serien, ein Prinzip, das Grundlage seines Werks ist und seinen Ursprung im Film hat, so der kuratorische Ansatz der amerikanischen Kunsthistorikerin und Kuratorin Pamela Kort.

Beispiel10Im Zentrum stehen zwei künstlerische Zeiträume: Der Zeitraum zwischen 1963 und 1980 und der Zeitraum von 2000 bis heute. Die Ausstellung fokussiert sich auf seine frühen Bilder, seine Donald-Duck-Serie, seine frühen Dithyramben-Gemälde, deren Form vom Twentieth-Century-Fox-Logo inspiriert wurde, doch abstrakter und nicht leicht zu identifizieren ist, und seine Zeltbilder, deren Raum sich jenseits von Ort und Zeit befindet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstand man in Westdeutschland die Moderne als offenen Anfang. Kunstschaffende dieser Tage versuchten in Zeiten der Diskontinuität, Brücken zur Geschichte und Tradition zu schlagen. Viele entwickelten neue, abstrakte Formen des künstlerischen Ausdrucks in Form eines objektiven Epos. Doch Markus Lüpertz diskutierte mit seinen Malerfreunden einen figurativen Ansatz, der großen Widerspruch auslöste und in Westdeutschland als reaktionär galt. Georg Baselitz beispielsweise begann 1965/66 mit seinem Zyklus „Helden“, der Soldaten und Maler als Antihelden darstellt. Markus Lüpertz schuf zwischen 1968 und 1970 seine Helm-Serie sowie monumentale Gemälde wie „Westwall“. Sie sind heute als Auftaktarbeiten zu lesen für eine Werkgruppe, für die er im Alter von Anfang 30 berühmt wurde: die sogenannten deutschen Motive. Lebendige Bildkompositionen, die symbolgeladene Objekte quälender Erinnerungen an Krieg und Schuld der NS-Zeit überdimensional in den Blick rücken und eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte einfordern.

Ab den 2000er-Jahren gibt es bei Markus Lüpertz eine Veränderung. Neu ist die skulpturale Qualität vieler Figuren, die seine Gemälde bevölkern; sie nehmen auf Alain Resnais’ „Letztes Jahr in Marienbad“ – ein Film von skulptural-künstlerischer Qualität – von 1961 Bezug. Nackte, antik anmutende Gestalten zeigen Lüpertz‘ dialektische Beziehung zwischen Malerei und Skulptur und verdeutlichen auch hier seine Verbundenheit mit der malerischen Ästhetik. Sie tragen seine Malerei in den Raum.

Letztendlich ist es eine Ausstellung, die sich Lüpertz‘ entschieden undogmatischer Malerei widmet. Sie schärft den Blick für ein neues Sehen und begreift sich als Weg über die Kunst zum Bild. (Pressetext)

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So schaut halt ein Künstler aus … 

Und natürlich gibt´ es auch zu dieser Ausstellung einen kleinen Ausstellungsführer, den ich hier nun gerne mal präsentiere.

In diesem Zusammenhang ein herzliches Dankeschön an meine Frau Gemahlin, die sich in diesem Bereich doch deutlich besser auskennt als ich und mich immer wieder mal in diese mir eben eher fremde Welt verführt.

Und auch hier hat sie mich mal wieder neugierig gemacht … und meine Augen haben sich von alten Vinyl-Scheiben ein wenig gelöst.

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Die Vor- und Rückseite des Ausstellungsführers

In dem Ausstellungsführer ist immer wieder von „seriellen Gemälden“ die Rede; hier eine kleine Definition dieser Kunstgattung:

Serielle Kunst ist eine Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.

Dabei sind die einzelnen Objekte – im Gegensatz zur Werkgruppe oder Variation – nicht lediglich lose durch das Sujet, sondern durch so genannte Bildregeln verbunden. Das sind diejenigen Vorgaben, die im Einzelnen Werk innerhalb der Serie umgesetzt werden müssen. Weiteres Kennzeichen der Serie ist, dass sie im Regelfall aufgrund der Austauschbarkeit theoretisch unendlich fortgesetzt werden könnte. Durch die Umsetzung der Bildregeln verliert das einzelne Werk an Individualität und ist theoretisch austauschbar. Die Serie lässt sich inhaltlich daher erst in der Gesamtschau erfassen. Gleichzeitig tritt das Sujet gegenüber der Darstellung selbst zurück.

Historischer Ausgangspunkt waren Les Meules von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal, wenn auch mehr intuitiv als konzeptionell, Bildregeln umgesetzt wurden und eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Dieses Werk war auch ein Ausgangspunkt für die Entwicklung der abstrakten Malerei, denn die Betonung der Darstellung gegenüber dem Dargestellten erleichterte es dem Betrachter, das Kunstwerk als selbständig gegenüber dem Sujet zu erkennen und somit den Wert des Werkes an sich zu erfassen. Daraufhin wurde die serielle Kunst zeitweise durch den Konstruktivismus und die Art concret auf die Grundelemente bildlicher Darstellung, Farbe und Form, beschränkt.

Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet mit den schon benannten Les Meules, Piet Mondrian z. B. mit den Kompositionen mit Gitter (1919), Ellsworth Kelly mit Red Yellow Blue White (1952), On Kawara mit Today (seit 1966) oder Sol LeWitt mit Cube (1988/90). (Quelle: wikipedia)

Museum Brandhorst – Forever Young – 10 Jahre Museum Brandhorst (2019)

TitelKinder, wie die Zeit vergeht …

In Gestalt eines bunten Kunstbaus in der Theresienstraße, mitten im Münchner Kunstareal, präsentiert das Museum Brandhorst über 700 Werke zeitgenössischer Künstler wie Cy Twombly, Damien Hirst oder Andy Warhol. Das von Anette und Udo Brandhorst initiierte Ausstellungshaus rückt nicht nur die Kunstwerke, sondern auch ihre Erschaffer ins richtige Licht.

Die Ausstellungsfläche von 3.200 Quadratmetern ist eine Bereicherung für das Kunstareal München. Gemeinsam mit der Pinakothek der Moderne zeigt das Museum Brandhorst die Arbeiten von Künstlergrößen des 20. und 21. Jahrhunderts. 700 Werke aus der Sammlung von Anette und Udo Brandhorst und wechselnde Ausstellungen moderner Arbeiten sind in dem Museumsbau ausgestellt. Die Besucher können sich unter anderem auf Kunst von Andy Warhol, Damien Hirst, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Cy Twombly und Günther Förg freuen.

Den Schwerpunkt im Museum Brandhorst bilden die Werke des Amerikaners Cy Twombly. Seine Arbeiten prägten den abstrakten Expressionismus. Dazu gehören Malereien, Zeichnungen, Fotografien und Objekte – groß oder klein. Im Museum zu sehen sind zum Beispiel die 12 Bilder aus Twomblys Reihe „Lepanto“. Der Saal, in welchem sie ausgestellt sind, wurde nach den Wünschen des Künstlers höchstpersönlich eingerichtet. Das Museum Brandhorst ist sehr stolz auf diese umfangreiche Cy Twombly Sammlung, die außerhalb der USA als einmalig und am bedeutendsten gilt.

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Bereits die Fassade des Museum ist beeindruckend

Das Vorhaben Museum Brandhorst basiert auf der Sammelleidenschaft des gleichnamigen Ehepaares. Die Einrichtung selbst wird von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen betrieben. Die Eröffnung des Museums fand im Mai 2009 statt. Realisiert wurde der 46 Millionen Euro teure Bau durch das Berliner Architekten-Büro Sauerbruch Hutton in enger Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern und Udo Brandhorst selbst. Die Außenfassade des etwa 15 Meter hohen Baus zieren 36.000 Keramikstäbe in 23 Farben. Je nach Perspektive des Betrachters, scheint sich die Oberfläche des Gebäudes in Materialität und Struktur zu verändern. Durch diese spezielle Konstruktion gelangt außerdem ein Maximum an Tageslicht ins Gebäudeinnere.

Udo Annette Brandorst

Udo und Anette Brandhorst in frühen Jahren

Dem Kunstsammler-Paar Anette und Udo Brandhorst ist es zu verdanken, dass das heutige Museum mit internationalen Kunstwerken reich gefüllt ist. Seit den 70er Jahren sammelten die beiden zeitgenössische Kunst. So zählten sie am Ende bis zu 1.000 Werke. Darunter befinden sich hauptsächlich Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen. Fotografien, Medienarbeiten und Installationen vervollständigten erst später die Sammlung und bilden nur einen kleinen Anteil. Als besonders beeindruckend und weltweit unvergleichbar gelten die rund 100 Pop-Art-Arbeiten von Andy Warhol und die 170 Werke von Cy Twombly.t

Seit 1. November 2013 ist Achim Hochdörfer neuer Chef des Museums – er ist jünger als sein Vorgänger Armin Zweite und hat frische Akzente eingebracht. Das Erdgeschoss bringt seither Werke von Andy Warhol, Robert Gober, Jeff Koons und anderen in spannungsreiche Konstellationen. Im Obergeschoss hat Hochdörfer, der während seines Studiums persönlich mit dem Künstler Cy Twombly arbeiten konnte, dessen Arbeiten in einen Zusammenhang mit Skulpturen von Franz West gestellt. (Quelle: muenchen.de)

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Bemerkenswerte finde ich übrigens die Eintrittsgestaltung:

Normaler Eintritt: 7 Euro – Ermäßigt: 5 Euro
Sonntags: 1 Euro
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt.

Und nun feiert man den 10. Geburtstag und die Macher dieses Museums wären nicht die Macher dises Museums, hätten sie sich da nicht was ganz besondereseinfallen lassen:

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Und zur Feier des Tages spendierte man zum Auftakt auch diese Broschüre, die z.B. kostenlos der Süddeutschen Zeitung“ beilag.

Ich leite diese Broschüre also quasi einfach mal weiter.

Und ich gestehe freimütig, dass es vor allem meiner geschätzten Frau Gemahlin zu verdanken ist, dass ich immer wieder mit der Nase auf Aspekte der aktuellen Kunstszene gestupst werde.

Am Eröffnungswochenende werden wir das Museum allerdings nicht besuchen können (wird eh zu viel Rummel sein), da wir in Essen sind, aber unser Weg wird uns heuer ganz sicher noch dahin führen.

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Ich bin gespannt ob die Ausstellung diesem Anspruch auch gerecht wird

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Also, den Namen dieser Künstlerin – Jacqueline Humphries – werd´ ích mir merken

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