Eulenspiegel – Januar 2015

TitelMan mag es kaum glauben, das Satiremagazin „Eulenspiegel“ hatte seine Ursprünge bereits im Jahre 1848, eingestellt wurde dieses Magazin dann wieder 1853, um 1928 wieder ans Tageslicht zurückzukehren, 1933 (wen wundert´s) war dann wieder Schluss.

Und dann ab 1954 gab´s ihn wieder und das bis heute !

Der Eulenspiegel ist ein monatlich erscheinendes Humor- und Satiremagazin mit einer Auflage von 110.000 Exemplaren. Es wird von der Eulenspiegel GmbH in Berlin herausgegeben.

Die Zeitschrift ging aus dem Satireblatt Frischer Wind hervor, das seit dem 15. April 1946 unter sowjetischer Presselizenz erschien. Chefredakteur des Frischen Wind war zunächst Lex Ende, danach Walter Heynowski. Am 1. Mai 1954 nahm die nun im Vierfarbdruck hergestellte Zeitschrift den Titel Eulenspiegel an, nachdem 1950 die unabhängige, in der Nachkriegszeit sehr erfolgreiche Zeitschrift Ulenspiegel eingestellt worden war. Obwohl sie seit Februar 1957 der Abteilung Presselenkung des ZK der SED unterstellt war, wurden manche Ausgaben aufgrund ihrer politischen Brisanz und satirischer Kritik an Versorgungsmängeln in der DDR vor dem Vertrieb vernichtet. Nach der Veröffentlichung einer Ulbricht-Karikatur 1957 wurde der Chefredakteur Heinz H. Schmidt entlassen. Mit dem Machtantritt Erich Honeckers, so die Einschätzung der langjährigen Eulenspiegel-Autorin und -filmkritikerin Renate Holland-Moritz, verringerten sich die verbliebenen Freiheiten; es kam zu einer „Flucht in die Humoreske“.

Das Blatt erschien bis 1972 im ebenfalls 1954 gegründeten Eulenspiegel-Verlag, der danach zu einem eigenständigen Buchverlag wurde. Der Eulenspiegel war die einzige Satirezeitschrift der DDR. Häufig überstieg die Nachfrage die Auflage, die infolge des Papiermangels auf 500.000 Stück limitiert war.

Nach der Wende erwarb die zu diesem Zweck gegründete Eulenspiegel GmbH das Blatt. Aufgrund ökonomischer Erwägungen wechselte das Blatt im August 1991 (mit der Heftnummer 29/91) von einer wöchentlichen zur monatlichen Erscheinungsweise. Die Auflage sank Mitte der 1990er Jahre auf 130.000 und lag 2012 bei 120.000 Stück, wobei 80 Prozent der Hefte im Osten Deutschlands verkauft werden. Die beiden Besitzer, Hartmut Berlin und Jürgen Nowak, der 1986 vom Neuen Deutschland zum Eulenspiegel kam, wechselten sich anfangs regelmäßig als Chefredakteur ab. Der Satiriker Bernd Zeller, der 1999 als Nachfolger von Jürgen Nowak vorgesehen war, wurde aufgrund eines kritischen Interviews mit der Berliner Zeitung entlassen. Die bislang im Franz-Mehring-Platz 1 ansässige Redaktion zog im Januar 2000 in die Gubener Straße 47. Im März 2000 wechselte Jürgen Nowak von der Redaktion in die Verlagsleitung. Im Juli 2009 löste Mathias Wedel Hartmut Berlin als Chefredakteur ab.

Besonders in den 1990er Jahren war der Eulenspiegel bekannt für satirische Aktionen, die meist von den damaligen Redakteuren Georg Behrend und André Mielke durchgeführt wurden. So nahmen sie für die Mai-Ausgabe 1993 unter dem Vorwand, ein Panoptikum für die „Köpfe der Wende“ zu eröffnen, einigen Prominenten Gipsabdrücke ihrer Gesichter ab. Zu den Opfern zählten etwa Lutz Rathenow, Gunther Emmerlich, Konrad Weiß, Sabine Bergmann-Pohl und Rainer Eppelmann. Für das Juni-Heft 1995 reisten Mielke und Behrend zusammen mit Martin Sonneborn, der damals Eulenspiegel-Praktikant war, in einem als Castor-Transporter ausgewiesenen LKW durch Deutschland.

In den 1990er Jahren nahmen DDR-Reminiszenzen einen großen Raum ein. Zunächst gelegentlich, zwischen November 1996 und Mai 1999 sogar alle zwei Monate, erschien eine Doppelseite des sogenannten „West-ND“, eine Parodie auf die Tageszeitung Neues Deutschland, die sich an die Leser der „fünfzig neuen Bezirke der DDR (ehemals BRD)“ richtete. Als die Einstellung dieser Reihe im Oktober 1999 angekündigt wurde, wünschten mehrere Leserbriefeschreiber im November- und Dezemberheft – mit Erfolg – eine Fortsetzung. Dem 50. Jahrestag der DDR-Gründung widmete das Oktoberheft 1999 vier[20], das Novemberheft einen weiteren Beitrag. „Zu Ehren des 3. Oktober 2000“ bewarb der Eulenspiegel ab dem Heft 10/2000 eine 32-seitige Sonderausgabe der ND-Parodie.

Im Frühjahr 1998 hatte die Lausitzer Rundschau als einzige Zeitung die Anzeige Die „Vereinigte Rechte“ sucht Mitstreiter veröffentlicht. Zunächst rief ein Eulenspiegelredakteur, der sich als Mitglied der „Kameradschaft Wotan“ ausgab, die Lausitzer Rundschau an, und bedankte sich für den Abdruck. Anschließend schlüpfte er in die Rolle eines fiktiven Sympathisanten und telefonierte mit Mario H. Meurer, dem Bundesvorsitzenden der Vereinigten Rechten, sowie einem weiteren Funktionär. Mario H. Meurer, der die Telefonate mitgeschnitten und der Staatsanwaltschaft Stuttgart überreicht hatte, warf in seinem Brief vom 30. April 1998 dem Eulenspiegel unter anderem Volksverhetzung vor.Das Verfahren wurde eingestellt; die am gleichen Tag eingereichte Beschwerde beim Deutschen Presserat hatte allerdings Erfolg.

DiverseEulenspiegelAusgabenFranziska van Almsick, die schwanger auf dem Titelbild 4/94 abgebildet worden war, verklagte den Eulenspiegel. Eine außergerichtliche Einigung wurde erreicht; das entsprechende Heft darf allerdings seit dem 27. April 1994 nicht verkauft werden. Im März 1996 verklagte Bärbel Bohley das Satiremagazin, das eine „miese Porno-Montage mit Kanzler Kohl“ auf seinem Titelblatt abgedruckt hatte, auf 100.000 DM Schadensersatz. Die satirische Darstellung, die ein größeres Echo sowohl in den Medien als auch bei Politikern hervorrief und vom Deutschen Presserat gerügt wurde, spielte auf das Treffen ehemaliger DDR-Bürgerrechtler mit dem Kanzler in Berlin an. Aufgrund eines Vergleiches vor dem Landgericht Hamburg zahlte der Eulenspiegel schließlich 20.000 DM an Bohley. In den folgenden Heftnummern wurde diese Affäre mehrfach ironisch aufgegriffen. Der katholische Journalist Matthias Drobinski erwirkte im Juli 2013 eine einstweilige Verfügung gegen den Eulenspiegel, weil er in einem Artikel mit Homosexualität in Verbindung gebracht wurde. Alle Hefte der August-Ausgabe mussten aus dem Handel genommen werden und dürfen nur noch in einer zensierten Version verkauft werden.

Einer der langjährigen Hauptautoren des Eulenspiegels war Johannes Conrad. Sein Stil prägte den Eulenspiegel über Jahrzehnte. Er wurde auch der „Woody Allen des DDR-Humors“ genannt. Seine „Funzel“-Kolumnen waren beim breiten Publikum beliebt und auch in Satirekreisen sehr bekannt. Weitere bekannte Autoren waren Otto Häuser, Lothar Kusche, C. U. Wiesner, Jochen Petersdorf, Wolfgang Mocker und Hansgeorg Stengel. Aktuelle Autoren sind unter anderem Ernst Röhl, Utz Bamberg, Matti Friedrich, Matthias Biskupek, Renate Holland-Moritz, Peter Köhler, Frauke Baldrich-Brümmer, Rainer Röske, Carlo Dippold, Guido Pauly, Erik Wenk, Michael Kaiser, Felice von Senkbeil, Robert Niemann, Atze Svoboda, Anke Behrend, Andreas Koristka und Henning Beermann.

Zu den bedeutendsten Zeichnern gehörten Heinz Jankofsky, Henry Büttner, Louis Rauwolf, Manfred Bofinger, Erich Schmitt und Heinz Behling. Folgende Zeichner sind aktuell regelmäßig mit Cartoons und Zeichnungen vertreten: BECK, Harm Bengen, Lo Blickensdorf, Peter Butschkow, Arno Funke, Burkhard Fritsche, Gerhard Glück, Barbara Henniger, Frank Hoppmann, Rudi Hurzlmeier, Katz und Goldt, Kriki, Peter Muzeniek, Oliver Ottitsch, Ari Plikat, Bernd Pohlenz, André Poloczek, Andreas Prüstel, Erich Rauschenbach, Horst Schrade, Reiner Schwalme, Guido Sieber, Klaus Stuttmann, Peter Thulke, Freimut Wössner und Martin Zak.

Neben drei Sammelbänden, die die Jahre 1954 bis 1969, 1970 bis 1979, und 1980 bis 1990 zusammenfassen, erschienen in den letzten 15 Jahren unregelmäßig Sonderausgaben, zum Beispiel die oben genannte Parodie auf das Neue Deutschland, ein Rätselheft oder ein Sonderheft zur Fußball-WM 2006. (Quelle: wikipedia)

Und wie quicklebendig diese Sairezeitschrift auch heute noch ist, zeigt z.B. ein Blick in das Heft vom Januar 2015:

Beispiel02Beispiel03Beispiel04Beispiel01Beispiel06Beispiel07Beispiel05Beispiel08Beispiel09Beispiel10Beispiel11

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Jürgen Nowak -Die Klassiker aus 5 Jahrzehnten (Die Jahre 1954 – 1969) (1994) (Teil 2)

TitelIn Abwandlung eines Spruches von Nitsche sag ich mal: „Ohne Satire wäre das Lebenein Irrtum“ und das gilt und galt damals für Ost und West.
Und in der DDR gab es da die satirische Wochenzeitschrift „Eulenspiegel“, die es tatsächlich geschafft hat, bis zur Wende durchzuhalten und besser noch, die bis heute ihr „Unwesen“ treibt.
Der Eulenspiegel ist ein monatlich erscheinendes Humor- und Satiremagazin mit einer Auflage von 110.000 Exemplaren. Es wird von der Eulenspiegel GmbH in Berlin herausgegeben.

Die Zeitschrift ging aus dem Satireblatt Frischer Wind hervor, das seit dem 15. April 1946 unter sowjetischer Presselizenz erschien. Chefredakteur des Frischen Wind war zunächst Lex Ende, danach Walter Heynowski. Am 1. Mai 1954 nahm die nun im Vierfarbdruck hergestellte Zeitschrift den Titel Eulenspiegel an, nachdem 1950 die unabhängige, in der Nachkriegszeit sehr erfolgreiche Zeitschrift Ulenspiegel eingestellt worden war. Obwohl sie seit Februar 1957 der Abteilung Presselenkung des ZK der SED unterstellt war, wurden manche Ausgaben aufgrund ihrer politischen Brisanz und satirischer Kritik an Versorgungsmängeln in der DDR vor dem Vertrieb vernichtet.

Nach der Veröffentlichung einer Ulbricht-Karikatur 1957 wurde der Chefredakteur Heinz H. Schmidt entlassen. Mit dem Machtantritt Erich Honeckers, so die Einschätzung der langjährigen Eulenspiegel-Autorin und -filmkritikerin Renate Holland-Moritz, verringerten sich die verbliebenen Freiheiten; es kam zu einer „Flucht in die Humoreske“.

Das Blatt erschien bis 1972 im ebenfalls 1954 gegründeten Eulenspiegel-Verlag, der danach zu einem eigenständigen Buchverlag wurde. Der Eulenspiegel war die einzige Satirezeitschrift der DDR. Häufig überstieg die Nachfrage die Auflage, die infolge des Papiermangels auf 500.000 Stück limitiert war. (Quelle: wikipedia)

Beispiel35

Der Vorgänger: „Frischer Wind“

Angesichts der außergewöhnlichen Stellung dieses Satiremagazins scheint mir dieser Wikipedia Beitrag (zumindest was die Jahre 1954 – 1989 betrifft) zu  kurz geraten. Also mach ich mich mal wieder auf die Spur nach ausführlicheren Informationen, denn der „Eulenspiegel“ in den Jahren der DDR hatte es in sich.
Davon überzeugen kann man sich z.B. bei diesem Jubiläumsband überzeugen …. Er umfasst die Jahre 1954 bis 1969 ….

Beispiel40

Und stöbert man sich mal durch diesen Band durch … fällt doch so einiges auf …
Da ist zum einen diese gewagte Balance zwischen Anpassung und Kritik … und so etliches ist mehr als kritisch, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann … Respekt ! Und dann noch das graphische Niveau der frühen Jahre … all die Zeichner aus dieser Zeit, ja, sie standen ganz sicher in der Tradition des „Simplicisimus“ … ich ziehe meinen Hut ! Etliche Graphiken waren – aus meiner Sicht – der Zeit weit voraus ….

Und dann noch: viele der damaligen Themen sind auch heute noch aktuell … und ich weis nicht recht, ob ich jetzt ob dieser Tatsache heulen oder lachen soll.
„Nirgendwo kann man besser nachlesen, wie die DDR tickte, mit welchen Problemen sich ihre Bürger im Alltag herumschlagen mussten.

Der Eulenspiegel war der Anwalt der kleinen Leute und daher bei „denen ganz oben“ gefürchtet, weil jede realitätsnahe Satire am schönfärberischen Lack kratze und die „unablässlich für das Wohl des Volkes“ wirkenden hohen Funktionäre schwer beleidigte“ (aus dem Vorwort des Herausgebers Jürgen Nowak)

Hier nun Teil 2 dieser Sonderausgabe; er umfasst die Jahre 1962 – 1969 …. und erhält auch Interviews mit den damals Beteiligten und Analysen zum dem Thema Satire in der DDR … von daher: besonders empfehlenswert !

Teil 1 findet sich dann  —-> hier <—-

Beispiel01
Beispiel02

Hier wird der Springer Verlag kritisiert, da er Einfluss aus die Zeitungskioske nehmen wollte um so den Verkauf der westdeutschen Satirezeitschrift „pardon“ zu unterbinden.

Beispiel03
Beispiel04

Attacke gegen des Westfernsehen

Beispiel05
Beispiel06

Berechtigte Kritik an Nazigrößen, die in der BRAD unverfroren Karriere machten.

Beispiel07
Beispiel08
Beispiel09
Beispiel10

Die Beatles betreten die Szenerie

Beispiel11
Beispiel12
Beispiel13

Der Beat und die langen Hare … Anlass zur Kritik

Beispiel14

Ha, ha, ha … diese Witzchen gab´s auch im Westen

Beispiel15
Beispiel16

Noch ne Breitseite gegen Beatniks

Beispiel17

Immer wieder ein Thema: Die schwierige Versorgungslage … hier Ersatzteile als Fata Morgana

Beispiel18

Und schon wieder: Westfernsehen

Beispiel19

So ganz verkehrt war die Sicht auf den westdeutschen Lehrkörper der damaligen Zeit ja nun wahrlich nicht.

Beispiel20
Beispiel21

Diese satirische Kritik hätte auch von der Frankfurter Häuserbesetzungs-Szene in den 70er Jahren kommen können.

Beispiel22

Bildunterschrift: „Ja, ja, die Zuliefertermine“

Beispiel23

“ … westliche Schundliteratur …“

Beispiel24
Beispiel25

Der Böll kommt gut weg …

Beispiel26
Beispiel28
Beispiel29

Eine dezente Kritik am Einmarsch in die CSSR 1968 ?

Beispiel30
Beispiel32
Beispiel33
Beispiel35

Die Abbildungen wurden auch immer freizügiger ….

Beispiel36
Beispiel37
Beispiel38
Beispiel39
Beispiel41

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Beispiel42

Jürgen Nowak (Hrsg.) -Eulenspiegel Sonderausgabe: Die Jahre 1954 – 1969(2004) (Teil 1)

Titel
In Abwandlung eines Spruches von Nitsche sag ich mal: „Ohne Satire wäre das Lebenein Irrtum“ und das gilt und galt damals für Ost und West.

Und in der DDR gab es da die satirische Wochenzeitschrift „Eulenspiegel“, die es tatsächlich geschafft hat, bis zur Wende durchzuhalten und besser noch, die bis heute ihr „Unwesen“ treibt.

Der Eulenspiegel ist ein monatlich erscheinendes Humor- und Satiremagazin mit einer Auflage von 110.000 Exemplaren. Es wird von der Eulenspiegel GmbH in Berlin herausgegeben.

Die Zeitschrift ging aus dem Satireblatt Frischer Wind hervor, das seit dem 15. April 1946[1][2] unter sowjetischer Presselizenz erschien. Chefredakteur des Frischen Wind war zunächst Lex Ende, danach Walter Heynowski. Am 1. Mai 1954 nahm die nun im Vierfarbdruck hergestellte Zeitschrift den Titel Eulenspiegel an, nachdem 1950 die unabhängige, in der Nachkriegszeit sehr erfolgreiche Zeitschrift Ulenspiegel eingestellt worden war. Obwohl sie seit Februar 1957 der Abteilung Presselenkung des ZK der SED unterstellt war, wurden manche Ausgaben aufgrund ihrer politischen Brisanz und satirischer Kritik an Versorgungsmängeln in der DDR vor dem Vertrieb vernichtet.

Nach der Veröffentlichung einer Ulbricht-Karikatur 1957 wurde der Chefredakteur Heinz H. Schmidt entlassen. Mit dem Machtantritt Erich Honeckers, so die Einschätzung der langjährigen Eulenspiegel-Autorin und -filmkritikerin Renate Holland-Moritz, verringerten sich die verbliebenen Freiheiten; es kam zu einer „Flucht in die Humoreske“.

Das Blatt erschien bis 1972 im ebenfalls 1954 gegründeten Eulenspiegel-Verlag, der danach zu einem eigenständigen Buchverlag wurde. Der Eulenspiegel war die einzige Satirezeitschrift der DDR. Häufig überstieg die Nachfrage die Auflage, die infolge des Papiermangels auf 500.000 Stück limitiert war. (Quelle: wikipedia)
Beispiel35

Der Vorgänger: „Frischer Wind“

Angesichts der außergewöhnlichen Stellung dieses Satiremagazins scheint mir dieser Wikipedia Beitrag (zumindest was die Jahre 1954 – 1989 betrifft) zu  kurz geraten. Also mach ich mich mal wieder auf die Spur nach ausführlicheren Informationen, denn der „Eulenspiegel“ in den Jahren der DDR hatte es in sich.
Davon überzeugen kann man sich z.B. bei diesem Jubiläumsband überzeugen …. Er umfasst die Jahre 1954 bis 1969 ….
Und stöbert man sich mal durch diesen Band durch … fällt doch so einiges auf …
Da ist zum einen diese gewagte Balance zwischen Anpassung und Kritik … und so etliches ist mehr als kritisch, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann … Respekt ! Und dann noch das graphische Niveau der frühen Jahre … all die Zeichner aus dieser Zeit, ja, sie standen ganz sicher in der Tradition des „Simplicisimus“ … ich ziehe meinen Hut ! Etliche Graphiken waren – aus meiner Sicht – der Zeit weit voraus ….

Und dann noch: viele der damaligen Themen sind auch heute noch aktuell … und ich weis nicht recht, ob ich jetzt ob dieser Tatsache heulen oder lachen soll.

„Nirgendwo kann man besser nachlesen, wie die DDR tickte, mit welchen Problemen sich ihre Bürger im Alltag herumschlagen mussten.

Der Eulenspiegel war der Anwalt der kleinen Leute und daher bei „denen ganz oben“ gefürchtet, weil jede realitätsnahe Satire am schönfärberischen Lack kratze und die „unablässlich für das Wohl des Volkes“ wirkenden hohen Funktionäre schwer beleidigte“ (aus dem Vorwort des Herausgebers Jürgen Nowak)

Hier Teil 1 dieser Sonderausgabe; er umfasst die Jahre 1954 – 1961. Teil 2 folgt dann demnächst.
Beispiel01
Beispiel03
Beispiel04
Ganz schön spitzfindig ....

Ganz schön spitzfindig …

Beispiel06

Prädikat: zeitlos !

Beispiel07
Beispiel08
Beispiel09
Beispiel10
Beispiel11
Beispiel12
Beispiel13
Beispiel14
Beispiel15

Willy Brandt taucht auf

Beispiel16

Prädikat: zeitlos

Beispiel17
Beispiel18
Beispiel19
Beispiel20
Beispiel21
Beispiel22
Beispiel23
Beispiel24
Beispiel25
Beispiel26
Beispiel27

Süffisante Anspielung auf den „Sittenskandal“ um die Frankfurter Edelprostituierte Rosemarie Nittribit

Beispiel28

Prädikat: bitterböse

Beispiel29

Dezenter Hinweis auf Prostituion, die es ja offoziell nicht gab.

 

Beispiel31

Das Thema hatten wir bei den bayerischen Seen auch.

 

Beispiel32
Beispiel33
Beispiel34

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