Bitburger: Gaskin Street – Stay A Little Bit Longer (1995)

FrontCover1Jetzt erstmal zwei Vorbemerkungen: In den 90er Jahren habe ich sicherlich viel mehr TV-Angebote konsumiert als heute und: Ich bin durchaus anfällig für Ohrwürmer und deshalb ist auch diese Maxi-CD in meiner Sammlung daheim.

Aber bevor wir uns Marcel Reif und seines „Engagements“ für bitburger zuwenden, ein wenig Firmenhistorie:

Die Bitburger Brauerei ist eine große deutsche Brauerei mit Sitz in Bitburg.

Die Brauerei wurde 1817 durch den damals 33-jährigen Brauer und Gutsbesitzer Johann Peter Wallenborn, dessen Vater bereits als Brauer tätig war, „vor dem Schaakentore“ in Bitburg in der Eifel gegründet. Er braute obergäriges Bier. Nach Wallenborns Tod 1839 übernahm seine Frau Anna Katharina die Geschäftsführung. 1842 heiratete die Tochter Elisabeth des Paares den Kyllburger Brauer Ludwig Bertrand Simon, der auch den Betrieb als handwerklich ausgerichtete Brauerei mit eigenem Ausschank weiterführte. Sieben Jahre später, 1847, wurde Sohn Theobald (gestorben 1924) geboren, dessen Name noch heute in der Betriebsbezeichnung geführt wird. Theobald Simon wurde 1876 Alleininhaber des Betriebes. Unter seiner Leitung wurde der Betrieb grundlegend erweitert und modernisiert, unter anderem durch Bau neuer Gär- und Lagerkeller, eines neuen Sudhauses, Einsatz von Kältemaschinen oder etwa der 1909 erfolgten Niederbringung eines eigenen Tiefbrunnens. Die Brauerei erweiterte dabei ihr Absatzgebiet über die Region hinaus und begann auch mit dem Export.

Bitburger01Die Brauerei stellte ein Bier nach Pilsner Brauart erstmals 1883 her. Ein Urteil des Reichsgerichts 1913 erlaubte es der Brauerei, das Pils unter der Bezeichnung „Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener“ anzubieten. Pilsener Brauereien hatten hiergegen geklagt, da sie in der Bezeichnung Pils eine Herkunftsbezeichnung sahen. Durch das Urteil des Reichsgerichts wurde der Begriff Pils in Deutschland als Sortenbezeichnung zulässig. Ihren Werbeslogan „Bitte ein Bit“ verwandte das Unternehmen erstmals am 6. Oktober 1951 auf der Anuga in Köln. Der Slogan enthält noch heute wesentliche Elemente der Handschrift des damaligen Geschäftsführers Theobald Simon. Im Jubiläumsjahr 1967 betrug die Jahresproduktion über 400.000 Hektoliter, 1973 waren es über eine Million, 2008 insgesamt 3,9 Millionen Hektoliter.

Ende der 1980er Jahre übernahm man die Schultheiss-Brauerei in Weissenthurm und die dazugehörende Coblenzer Closterbrauerei in Koblenz-Metternich. Beide Betriebe wurden noch einige Zeit weitergeführt und dann aufgegeben. Einzig die Marke Kandi-Malz der Schultheiss-Brauerei hat bis heute überlebt.

Die Brauerei ist in Bitburg an den Standorten Bitburg-Nord (ehem. Braustätte, heute Verwaltung) und Bitburg-Süd (Braustätte) mit insgesamt etwa 232.000 m² Fläche, sowie fünf eigene Brunnen mit einer Tiefe bis zu 300 Metern und einer Gesamtkapazität bis zu 800 m³ pro Stunde tätig.

Im Januar 2014 verhängte das Bundeskartellamt gegen die Bitburger-Brauerei und drei weitere Brauereien wegen Preisabsprachen für Fass- und Flaschenbiere in einem Bierkartell von 2006 bis 2008 eine Strafzahlung von 106,5 Millionen Euro.

Bitburger02Wichtigstes Produkt im Portfolio der Brauerei ist das „Bitburger Premium Pils“. In den 1950er Jahren begann die Brauerei, Bier in „STUBBIs“ abzufüllen. 2002 sicherte sich Bitburger auch die Markenrechte an der Bezeichnung STUBBI (in Großbuchstaben). Mit der Einführung von Drive (alkoholfrei) und Light wurde 1992 der Ausbau der Produktpalette gestartet. Im Mai 2005 wurde mit der Einführung des Produktes „Bit Sun“ das Markenportfolio um die Dachmarke „Bit“ ergänzt und zusätzlich ein Radler eingeführt. 2006 wurde das Sortiment mit „Bit Passion“ erneut erweitert, 2007 folgte „Bit Copa“ ein Biermischgetränk mit dem Geschmack von Limetten und Cachaça. Daneben wird das Malz-Erfrischungsgetränk „Kandi Malz“ produziert. 2010 folgte mit „Bitburger Cola“ ein weiteres Biermischgetränk. Drei Jahre später gab es die zweite Neuauflage der alkoholfreien Linie sowie zwei weitere alkoholfreie Produkte. Weiter ausgebaut wurde die alkoholfreie Produktpalette durch die Einführung von „Bitburger Fassbrause“ in den Geschmacksrichtungen Rhabarber, Zitrone und Waldmeister.

Insgesamt verzeichnet die Brauerei einen Gesamtausstoß von rund vier Millionen Hektolitern Bier. Es gibt etwa 900 Vertretungen in Deutschland und dem Ausland. Bitburger wird heute in 60 Ländern vertrieben und in rund 50.000 gastronomischen Betrieben verkauft. Hauptexportregionen sind Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich, Kanada und die USA. (Quelle: wikipedia)

Bitburger04Nun aber zu diesem Bitburger Song, der natürlich eigentlich eine alte Rock N Roll Schnulze (komponiert von Maurice Williams), das 1960 das Licht der Öffentlichkeit erblickte:

Stay (Just a Little Bit Longer) ist ein Doo-Wop-Song, der vom US-amerikanischen Pianisten und Songwriter Maurice Williams komponiert wurde, erstmals von Maurice Williams and the Zodiacs aufgenommen und 1960 als Single auf Herald Records (Herald 552) veröffentlicht wurde.

Den Song schrieb Maurice Williams 1953 angeblich im Alter von 15 Jahren, als er bei einem Rendezvous ein Mädchen dazu hatte überreden wollen, länger zu bleiben, als ihr ihre Eltern Ausgang gewährten. Da sie nicht blieb, habe er den Song geschrieben, dessen Text ihm regelrecht zugeflossen sei.

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Maurice Williams

1960 nahmen Maurice Williams & the Zodiacs ein Demoband des Songs auf, das aber bei den örtlichen Schallplattenfirmen keine Aufmerksamkeit weckte. Erst Al Silvers von Herald Records in New York zeigte Interesse, bestand aber auf einer Neuaufnahme, da die technische Qualität des Demobandes mangelhaft gewesen wäre. Nach der Veröffentlichung wurde der Song von CKLW, einem einflussreichen Radiosender, ins Programm aufgenommen. Die Single wurde am 3. Oktober 1960 erstmals in den Billboard Top 100 notiert und belegte am 21. November 1960 für eine Woche Platz 1. In den R&B-Charts erreichte der Titel Platz 3.

Stay ist mit einer Dauer von 1 Minute und 39 Sekunden das kürzeste Lied, das jemals an der Spitze der US-Charts stand. Einen neuen Popularitätsschub erreichte der Song 1987, als er in den Soundtrack des Tanzfilmes Dirty Dancing aufgenommen wurde.

Dem deutschen Fernsehpublikum wird die Melodie seit den 1990er-Jahren in die Wohnzimmer gebracht – bis heute werden Spots der Bitburger Brauerei damit unterlegt. (Quelle: wikipedia)

Soweit die Historie dieses Songs, der hier in einer Neuafnhame mit einem gewissen Gaskin Street eingespielt wurde. Und keine Frage: hier wurde eine gute Schnulze perfekt arrangiert in die 90er Jahre transportiert. Und gelegentlich ist ein Blick auf die Rückseite eines Covers mehr als interessant: Da steht nämlich: „Produced and arranged by Karl Jenkins + Mike Ratledge“.

Nun, Kenner der Musikszene wissen, dass es sich bei den beiden eigentlich um mehr als verdiente Musiker der britischen Jazz-Rock Szene handelt, die sich u.a. bei Ian Carr´s  Nucleus und Softmachine ihre ersten Meriten verdient haben.

Wie heisst es da in dem wikipedia Artikel über Mike Ratledge: „Ratledge verließ Soft Machine 1976 und konzentrierte sich auf Werbemusik.“

Wenn es derart stimmungsvoll und gut inszeniert wird … und ich (siehe oben) gelegentlich „Ohrwurm-süchtig“ bin … empfehle ich doch glatt diese Aufnahme ! Das Radio Edit enthält einen samtweichen Gesang (und eine extrem süffige Slide-Guitar !), der „Dance Mix“ ist dem Sound-Empfinden dieses Jahrzehnts geschuldet und der „Instrumental Mix“ ist einfach nur gut, wegen dem ebenfalls samtweichem Saxophons ! Und erschienen ist dieses Werk doch glatt bei „Virgin Records“ !

Nur: wer „Gaskin Street“ ist, habe ich nicht herausgefunden, aber ich glaube mal, die weibliche Stimme bei dem „Radio Edit“ gehört zu Miriam Stockley.

Beigefügt habe ich dieser kleinen Präsentation einen der damaligen Werbe-Clips mit Marcel Reif (der musst dafür ziemlich viel Häme und Spott über sich ergehen lassen, was er angesichts des Honorars sicherlich gut überstanden hat) sowie eine kleine Firmengeschichte von Bitburger, damit das ganze auch Hand und Fuß hat.

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Marcel Reif

Besetzung:
Gaskin Street (wer auch immer das ist, bzw. sein soll)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Stay Just A Little Bit Longer (Radio Edit) 3.29
02. Stay Just A Little Bit Longer (Dance Mix) 4.07
03. Stay Just A Little Bit Longer (Instrumental Mix) 3.26

Written by Maurice Williams

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Und wer wissen will, was es mit dem Bitburger so auf sich hat, kann sich bei youtube diesen Testbericht anschauen.

Und hier der Werbeclip mit Marcel Reif:

Und hier noch ein Werbeclip, gleiche Musik, aber ein anderes, durchaus neckisches Szenario:

Photo Porst – Nürnberger Phototrichter (Heft Nr.4) (1953)

Titel.jpgUnd wieder einmal ein Beitrag zum Thema Firmengeschichte; diesmal geht es um das Traditionsunternehmen „Photo Porst“, und diese Firmengeschichte hat es wirklich in sich:

Photo Porst war ein deutsches Unternehmen der Fotowirtschaft mit Sitz anfänglich in Nürnberg, später in Schwabach, das insbesondere durch den frühen Versandhandel, Kooperation mit der DDR, als Fachgeschäftskette und in den 1970er Jahren durch die Umwandlung des Familienbetriebes in ein „sozialistisches“ Unternehmen mit umfangreicher Mitarbeiterbeteiligung bekannt wurde.

Die Markenrechte an dem Namen Photo Porst liegen heute bei der Ringfoto-Gruppe.

Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg eröffnete der damals 23-jährige städtische Schreiber Hanns Porst am 1. Juli 1919 in seiner Heimatstadt Nürnberg einen kleinen Fotoladen am Laufer Platz. Die Liebe zur Fotografie hatte er schon als Junge entdeckt: Der Untermieter seiner Eltern, selbst ein begeisterter Fotoamateur, führte Hanns Porst in die Fotografie ein. Das als Zeitungsjunge verdiente Geld wurde in eine erste eigene Kamera investiert, und von da an war der 15-jährige Hanns Porst als Fotograf bei allen möglichen Veranstaltungen unterwegs, um sich sein Taschengeld und eine immer bessere Kamera-Ausstattung zu verdienen.

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Schon bald nach der Eröffnung des ersten kleinen Ladens bewies Hanns Porst sein Marketing-Geschick. Er hatte kein Geld für große Werbekampagnen, also ließ er eines Nachts die Bürgersteige aller Hauptstraßen Nürnbergs in eine unkonventionelle Werbefläche umwandeln. Eine Anzahl Maler und seine Freunde verzierten den Gehweg flächendeckend in Großschrift mit dem Logo PHOTO PORST. Zwar sorgten die Ordnungshüter schnell dafür, dass diese unerlaubte Werbung wieder verschwand, aber Photo Porst war in aller Munde. Eine ähnliche Idee lieferte Hanns Porst 1925 nach der Eröffnung seines dritten „großen“ Geschäfts mit elf Schaufenstern am Lorenzerplatz in Nürnberg. Die wegen der etwas abgelegenen Lage ausbleibenden abendlichen „Schaufensterbummler“ und damit potentiellen Kunden wurden durch die neue, damals noch unübliche nächtliche Beleuchtung der Auslagen und des Gebäudes angelockt.

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Die Kundenorientierung galt als Grundprinzip des Unternehmens. Die Kataloge von Porst waren voll von Testimonials, d. h., abgedruckten Zuschriften zufriedener Kunden. Erst der Einstieg in den Versandhandel schuf die Voraussetzung für das weitere Wachstum von Photo Porst. Um das Jahr 1925 hatte Hanns Porst sich mit dem Einkauf einer größeren Menge hochwertiger Plattenkameras etwas übernommen: Die Kameras verkauften sich nicht schnell genug, es bestand die Gefahr, darauf sitzen zu bleiben. So bot er diese Kameras – mit einem großzügigen Teilzahlungsmodell – auch außerhalb Nürnbergs an und stieß auf sehr große Resonanz. Ab da wurde der Versandhandel systematisiert und ermöglichte das rasante Wachstum des Unternehmens zum „größten Photohaus der Welt“

Das breite Sortiment des Unternehmens, Kameras aller Preislagen, ein komplettes Zusatzsortiment und günstige Preise (ermöglicht durch die großen Mengen) waren die Grundlage für den Erfolg des Hauses Porst. Das große Angebot des Porst-Katalogs mit seinen vielen Abbildungen konnte in Ruhe im heimischen Wohnzimmer studiert werden. Porsts Kommunikations-Konzept, bestehend aus dem Porst Fotohelfer (Katalog), Büchern, Gelegenheitslisten, einer Kundenzeitschrift und vielem mehr, führten zu einer guten Kundenbindung.

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Gesammelte Werke von Photo Porst

Das Teilzahlungsmodell von Photo Porst (normalerweise ein Zehntel Anzahlung oder ein Gebrauchtgerät, Rest in zwölf kleinen Monatsraten, die genauen Details variierten) – ohne Kreditprüfung und Rückfrage bei Bank oder Arbeitgeber – kam dem Porst-Publikum entgegen. Die Menschen wollten sich „Luxusgüter“ kaufen, aber konnten es sich nicht leisten, bar für ihre neue Kamera zu bezahlen. Nach Angaben von Hannsheinz Porst nahmen fast alle Käufer das Finanzierungsangebot in Anspruch.

Um 1964 brachen die Umsätze ein: Ladengeschäfte boten mittlerweile ein adäquates Sortiment an und anonyme Teilzahlungsangebote waren (und noch dazu deutlich günstiger) auch von anderen Anbietern zu haben. Der neue Wettbewerber Foto Quelle war zum mächtigen Konkurrenten geworden. Die deutsche Kameraindustrie verlor massiv an Bedeutung, Billigangebote aus der DDR und der UdSSR (vor allem bei Foto-Quelle) konnten den Siegeszug der japanischen Importe nicht aufhalten und erforderten eine Umorientierung auch bei Photo Porst. In dieser Zeit traf Porst eine richtige Entscheidung, die den Erfolg des Unternehmens für nahezu 20 weitere Jahre sicherte. Mit Hochdruck wurde eine Kette von Ladengeschäften – in späteren Jahre ergänzt durch Franchise-Partner – in guten City-Lagen aus dem Boden gestampft. Und das alte Rezept „guter Service und Kundenfreundlichkeit“ führten erneut zum Erfolg.

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Der Katalog aus dem Jahr 1956

Mit vorbildlichen Sozialleistungen wie großzügigen Urlaubsregelungen, firmeneigenen Ferienheimen, dem Bau moderner Mitarbeiterwohnungen und Fortbildungseinrichtungen war Hanns Porst ein sehr sozial eingestellter Firmenchef. Bei seinem Sohn Hannsheinz Porst, der 1960 die Unternehmensleitung übernahm, ging dieses Engagement noch weiter. Hannsheinz Porst versuchte auf seine Art, zwischen Beispiel25.jpgBundesrepublik und DDR zu vermitteln – er war nicht nur im Westen politisch in der FDP tätig, sondern insgeheim auch Mitglied der SED und war Agent der Hauptverwaltung Aufklärung. Im Juli 1969 wurde Hannsheinz Porst wegen Spionage für die DDR zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten und einer Geldstrafe von 10.000 DM verurteilt..

Auch im eigenen Unternehmen versuchte Hannsheinz Porst, diese Gedanken umzusetzen. 1972 führte Photo Porst die „totale Mitbestimmung“ ein. Eine Mitarbeitergesellschaft wurde gegründet, das Unternehmen und dessen Leitung an die Mitarbeiter übergeben, und Hannsheinz Porst zog sich 1978/79 komplett aus der Unternehmensleitung zurück. Ab jetzt wurden die Manager des Unternehmens von den Mitarbeitern bestimmt und auch wieder abgewählt. 1982 scheiterte die Mitarbeitergesellschaft. Hannsheinz Porst stieg wieder ins Unternehmen ein. Die Schweizer Firma Interdiscount übernahm die Mehrheit der Firmenanteile.
Insolvenz 2002
Obwohl die Entwicklung der Ladenkette und Franchise-Partner weiter zügig vorangetrieben wurde, kam das Unternehmen zu keinem Erfolg. Nach mehreren Änderungen der Gesellschaftsform und Eigentümer-Wechseln meldete die Photo Porst AG im Jahr 2002 Insolvenz an. Die Namensrechte für „Photo Porst“ gingen an die Ringfoto-Gruppe, Kodak übernahm die Rechte für das Bildgeschäft. 83 Jahre nach seiner Gründung war das ehemals „größte Photohaus der Welt“ am Ende. (Quelle: wikipedia)

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Hannsheinz und Hanns Porst

Und hier als Teil dieser aberwitzigen Firmenschichte das Kundenmagazin „Nürnberger Phototrichter“, eine „zweimonatlich erscheinende Hauszeitschrift“ (32 Seiten)

Es enthält viele nützliche Informationen, Hinweise und ich vermute mal, dass durch diese Art der kurzweiligen Informationspolitik viel Bindung der Kundschaft an das Photohaus erzeugt wurde.

Und: Wieder mal so eine Firmengeschichte, die weitaus mehr zu bieten hat, als nur nackte Zahlen, da sind Generationen von Fotografen aller Coleur nachhaltig geprägt worden.

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Mit „drüben“ist diesmal die USA gemeint

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Die Rückseite des Heftes (frei nach dem Motto: „‚Auch ein schöner Rücken kann entzücken“)

 

Detlef Felken + Tino Jacobs – Die Welt im Buch – Kleine Chronik des Verlags C. H. Beck, 1763 – 2013 (2013)

TitelDa hat es ein Verlag ganz schön lang geschafft zu überleben:

C.H.BECK, gegründet im Jahre 1763, zählt zu den großen und traditionsreichen Namen im deutschen Verlagswesen. Mit mehr als 9.000 lieferbaren Werken, darunter auch zahlreichen elektronischen Publikationen, mit über 70 Fachzeitschriften und mit einer jährlichen Produktion von bis zu 1.500 Neuerscheinungen und Neuauflagen rangiert der VERLAG C.H.BECK auch quantitativ unter den großen deutschen Buch- und Zeitschriftenverlagen. Allein am Hauptsitz des Verlages in München sind etwa 550 Mitarbeiter beschäftigt; eine Zweigniederlassung mit den Redaktionen der Mehrzahl der juristischen Zeitschriften befindet sich in Frankfurt am Main. An diesen beiden Standorten betreuen über 120 Fachlektoren und Redakteure mehr als 14.000 Autoren. Am früheren Sitz des Verlages in Nördlingen, einer mittelalterlichen Kleinstadt im bayerischen Schwaben, arbeitet die Beck´sche Druckerei einschließlich einer Setzerei und einer Multimedia-Abteilung mit weiteren knapp 400 Mitarbeitern. Ebenfalls dort angesiedelt ist das verlagseigene Logistik-Unternehmen, die Nördlinger Verlagsauslieferung. Die Buchhandelskette Schweitzer Fachinformationen sowie eine Reihe weiterer Fachverlage im In- und Ausland ergänzen die insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter zählende Beck’sche Firmengruppe.

C.H.BECK ist eines der ältesten Verlagsunternehmen in Deutschland. Inhaber und Leiter sind heute die Brüder Dr. Hans Dieter Beck und Dr. h.c. Wolfgang Beck, die in sechster Generation in direkter Linie vom Firmengründer Carl Gottlob Beck abstammen. Dieser kaufte im Jahre 1763 in Nördlingen eine dort schon 130 Jahre zuvor bestehende Druckerei und gliederte ihr einen Verlag und eine Buchhandlung an. Die Initialen seines Sohnes und Nachfolgers Carl Heinrich Beck leben fort in der heutigen Firmenbezeichnung C.H.BECK. Der Verleger der vierten Generation, Oscar Beck, verlegte 1889 den Verlagssitz nach München, während die Druckerei in Nördlingen verblieb. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Ausbau zu einem vielseitigen wissenschaftlichen Verlag, der immer auch ein kleines literarisches Programm pflegte. Für mehrere Jahrzehnte war C.H.BECK ein führender theologischer Verlag. Später trat die Theologie hinter andere Wissenschaftsgebiete zurück, die das Verlagsprogramm bis heute prägen und deren Ursprünge bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen, wie etwa die Geschichte, die Altertumswissenschaften, die Literaturwissenschaft und – nicht zuletzt – die Jurisprudenz.

BeckgruppeDie Verlagsarbeit der Gegenwart gliedert sich in zwei Bereiche, nämlich den Verlagszweig Recht – Steuern – Wirtschaft, geleitet von Dr. Hans Dieter Beck, und den Zweig Literatur – Sachbuch – Wissenschaft, geleitet von Dr. h.c. Wolfgang Beck. Sie befinden sich hier auf der Homepage des juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Programmzweigs; zum literarischen Verlagsbereich gelangen Sie hier.

Ein bedeutender Faktor für die Ausweitung des juristischen Verlagsprogramms bei C.H.BECK war die Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871, in deren Folge kurz vor der Jahrhundertwende einige wichtige, erstmals für ganz Deutschland geltende Gesetze entstanden, so die Zivilprozessordnung von 1876, das Bürgerliche Gesetzbuch von 1896 und das Handelsgesetzbuch von 1897. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden mit den Gesetzessammlungen Sartorius (ab 1903), Schönfelder (ab 1931), mit dem BGB-Kommentar Palandt (Erstauflage 1938) und mit der Neuen Juristischen Wochenschrift (ab 1947) mehrere Standardwerke gegründet, die bis heute prägend für das Erscheinungsbild des Verlages in der Öffentlichkeit sind. Auch im Bereich der elektronischen Medien startete der Verlag sehr frühzeitig und veröffentlichte bereits 1989 eine erste juristische Datenbank auf CD-ROM.

Mittlerweile pflegt C.H.BECK auf juristischem Gebiet alle denkbaren Publikationsformen, sowohl große mehrbändige Werke für Spezialisten als auch preiswerte Broschuren für ein breites Publikum, fortlaufend aktualisierte Loseblattwerke ebenso wie Lehrbücher und Zeitschriften, DVDs und Apps sowie seit dem Jahre 2001 eine umfassende Online-Datenbank unter dem Namen beck-online. Dabei war und ist es Politik des Verlages, den Bedarf an juristischer Literatur auf allen Gebieten des Rechts, einschließlich des Steuerrechts, möglichst breit und lückenlos abzudecken, wobei immer ein Schwerpunkt auf Werke für die juristische Berufspraxis, besonders auf Kommentare und Handbücher, gelegt wurde.

Der Verlag ist Mitgesellschafter im Deutschen Taschenbuchverlag (dtv), wo unter anderem die Beck´schen Gesetzestexte in preisgünstigen Taschenbuchausgaben erscheinen, und hält über die Gruppe Schweitzer Fachinformationen Beteiligungen an Fachbuchhandlungen in mehr als 20 Städten Deutschlands. Darüber hinaus ist C.H.BECK an einigen juristischen Fachverlagen und Seminaranbietern mehrheitlich beteiligt. Bereits 1970 hatte der Verlag durch die Übernahme des Verlags Franz Vahlen sein Angebot im wirtschaftswissenschaftlichen und auch im juristischen Programmsegment bedeutend erweitert. Seit dem Jahre 1999 zählt auch die Nomos Verlagsgesellschaft mit Sitz in Baden-Baden und seit dem Jahre 2004 der Kommunal- und Schul-Verlag mit Sitz in Wiesbaden zu der beständig wachsenden Firmengruppe.

Die alt-ehrwürdige Buchhandlung „Schweitzer Sortiment“ am Lenbachplatz in München gehört auch dem Beck-Verlag

Im Ausland wurden 1993 die Verlage C.H.BECK Warschau und C.H.BECK Prag gegründet, die heute vor Ort zu den jeweils führenden juristischen Verlagen zählen. Einige Jahre später wurden Mehrheitsbeteiligungen an dem schweizerischen Verlag Helbing & Lichtenhahn in Basel und an einem rumänischen Verlag – heute C.H.BECK Bukarest – erworben. Seit 2011 besteht eine weitere Niederlassung in Bratislava. Die vielfältigen internationalen Aktivitäten werden abgerundet durch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Law Publications in Europe (LPE) und durch zahlreiche Co-Publikationen mit juristischen Fachverlagen weltweit.(Selbstdarstellung)

Nun ja, und zum 250. Firmenjubiläum veröffentlichte man diese „Kleine Chronik des Verlags C. H. Beck, 1763 – 2013“ (65 Seiten) und beim durchblättern wurde mir bewußt, dass ich täglich (und zwar mehrfach) diverse juristische Kommentare dieses Verlages zu Rate ziehe …

Hier ein paar Beispielseitn und dann wie immer … an zur Präsentation:

Beispiel01
Beispiel02a
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Und natürlich ist auch das „schöngeistige“ Buch eine Ware … und es geht um Profit und Gewinnmaximierung und da kommt ein aufmüpfiger Betreibsrat sehr ungelegen. Wie mir scheint, ist die Verlagsgruppe C.H. Beck als Arbeitgeber recht knackig. Jedenfalls hatte damals die Gewerkschaft ver.di einen eigenen blog für dieses Unternehmen eingerichtet … und das heißt schon was (chbeck-verdi.blogspot.de)

Betriebsrat

Blaupunkt – Blaupunkt Illustrierte (Katalog) (1959)

Titelseite01Hier mal wieder eine kleine Firmengeschichte und diese verbinde ich mit einem kleinen Präsent für Nostalgiker.

Blaupunkt mit Sitz in Hildesheim ist ein internationaler Anbieter von Autoradios, bietet aber auch Produkte aus den Bereichen Car-Audio (Lautsprecher und Subwoofer), Navigation sowie Unterhaltungselektronik (Kopfhörer, Fernseher, Tablets, etc.). Das Unternehmen entwickelt und produziert (im eigenen Werk in Malaysia) vornehmlich im Segment Car-Audio sowie Kopfhörer und vergibt darüber hinaus Lizenzen zur Nutzung der Marke Blaupunkt an Fremdhersteller. Die dazu neu gegründete Blaupunkt Brand Management GmbH hat ihren Sitz in Schönefeld, Brandenburg.

Hauptsitz der Blaupunkt Technology GmbH ist Hildesheim. Die Konzernführung leitet von dort aus die Aktivitäten in mehr als 30 verschiedenen Ländern.

Keimzelle des Unternehmens war die im November 1923 gegründete Ideal Radiotelefon- & Apparatefabrik GmbH Berlin (siehe auch Geschichte des Hörfunks in Deutschland). Die Produktion war anfangs in Bollersdorf (seit 2001 Oberbarnim) angesiedelt und stellte u.a. Detektorempfänger her. Bei den dazugehörigen Kopfhörern wurden Exemplare von hoher Klangqualität mit einem blauen Punkt als Prüfzeichen versehen und die Käufer verlangten bald nur noch die „Blaupunkt“-Kopfhörer. Aus dem Prüfzeichen wurde 1924 die Marke Ideal Blaupunkt Radio. Ab 1932 wurde als Marke nur noch der Begriff „Blaupunkt“ mit dem nebenstehenden blauen Punkt verwendet. In den 1920er-Jahren verkaufte Ideal unter den Bezeichnungen Ampladyn, Heliodyn und Superdyn auch Elektronenröhren für Radiogeräte und baute Radiogeräte mit Telefunken-Lizenz. Im Dezember 1926 wurde die Firma in Ideal-Werke Gesellschaft für drahtlose Telephonie mbH geändert und im August 1927 zur Ideal-Werke AG für drahtlose Telephonie umgewandelt.

Ende des Jahres 1927 verlegte man die Fertigung zunächst in die Köpenicker Straße 10 A in Berlin-Kreuzberg, SO 33 (späteres Verkaufsbüro) und schließlich 1930 in die Große-Leege-Straße 7 nach Berlin-Hohenschönhausen. In jenem Jahr 1930 wurde Ideal, zunächst über eine Holdinggesellschaft in Liechtenstein verschleiert, von der Robert Bosch AG (ab 1937 GmbH) übernommen und schließlich 1933 offizielle Bosch-Tochterfirma.[5] Die getarnte Bosch-Übernahme war der Tatsache geschuldet, dass in den mit Telefunken geschlossenen Lizenzverträgen die Beteiligung anderer Firmen an der Ideal-Produktion untersagt worden war. Ab 1932 war Paul Goerz Leiter der Ideal-Werke AG, die ihren Sitz Anfang 1936 in das neue Werk Forckenbeckstraße 9–13 in Berlin-Wilmersdorf verlegte. Das Unternehmen firmierte ab dem 16. Dezember 1938 als Blaupunkt-Werke GmbH.

Radioempfänger Blaupunkt Stockholm (ab 1963), 5 Röhren, 4 W

Bereits als (noch inoffizielle) Bosch-Tochter stellten die Ideal-Werke 1932 mit dem „Autosuper AS 5“ das erste in Europa entwickelte Autoradio vor. Dieser Apparat für den Mittel- und Langwellenempfang hatte einen Rauminhalt von 10 Litern und war mit einem Preis von 465 Reichsmark wie das Auto selbst ein Luxusartikel, denn in der abklingenden Weltwirtschaftskrise kostete 1934 z.B. ein Opel 1,3 Liter knapp 2.650 Reichsmark. Kaufkraftbereinigt in heutiger Währung entspricht dies heute ca. 11.300 Euro für den Wagen und 1.710 Euro für das Radio, d. h. je nach Bezugswert zwischen 15 und 17,5 % des Pkw-Preises.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Blaupunkt in Hildesheim zum führenden deutschen Autoradiohersteller und konnte am 16. Juni 1959 das einmillionste Gerät ausliefern. Zu der Zeit fanden im Bosch/Blaupunkt-Werk Hildesheimer Wald 6000 Menschen Arbeit bei Blaupunkt,[8] dazu kamen knapp 4000 in der Bosch-Fertigung von Startern und Lichtmaschinen für die Autoindustrie. Im April 1964 waren 3 Millionen Autoradios gebaut, gefolgt vom 25-millionsten Gerät Mitte 1979. Im Juli 1990 lief das 50-millionste Blaupunkt-Autoradio vom Band.

1939 hatte Blaupunkt 2.600 Beschäftigte. Mit dem Beginn des Weltkriegs wurde das Geschäftsfeld Rundfunkgeräte und die Fernsehtechnik-Entwicklung weitgehend durch Rüstungsaufträge der Wehrmacht verdrängt. Neben den weiterhin gefertigten zivilen Geräten entwickelte und produzierte Blaupunkt unter anderem in Zusammenarbeit mit der Berliner Bosch-Tochter Fernseh-AG die Zielfernsehkamera für die Gleitbombe Henschel Hs 293 D sowie Komponenten für Lenkwaffen. Rundfunkempfänger fertigte Blaupunkt in kleinen Stückzahlen in mehreren großen deutschen Städten sowie in Wien. Nach der weitgehenden Zerstörung des Wilmersdorfer Werkes am 1. März 1943 durch einen britischen Luftangriff ist der Großteil der Fertigung nach Reichenberg (damals „Reichsgau Sudetenland“) sowie Berlin-Treptow (Ost-Berlin) und andere Standorte verlegt worden, die gegen Kriegsende sämtlich von der Roten Armee besetzt und anschließend als Reparationsgut u.a. in die Verwaltung der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) fielen.

Autoradio aus den 2010ern im Armaturenbrett eingebaut

1944 waren bei Blaupunkt insgesamt 4.100 Menschen beschäftigt. Die durch die Schlacht um Ostpommern gefährdete Fertigung von Blaupunkt „Korfu“-Funkmessgeräten in Küstrin (Tarnname „Udo-Werke GmbH“, nach Udo Werr, einem Mitarbeiter von Blaupunkt-Geschäftsführer Paul Goerz) verlegte im Januar 1945 zu der im Hildesheimer Wald angesiedelten „Trillke-Werke GmbH“ (siehe auch Neuhof – ELFI/Trillke-Werk), eine Ende der 1930er Jahre im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht geschaffene Bosch-Tochterfirma.

Nach Kriegsende wurde bei Trillke/Blaupunkt zunächst mit der Reparatur von Rundfunkgeräten begonnen, gefolgt von Entwicklung und Produktion neuer Geräte. Ende 1945 wurde Hildesheim zum Firmensitz der dort neu gegründeten Blaupunkt-Apparatebau GmbH (BPAG). Später kam das Werk II am Römerring in Hildesheim hinzu, das heute nicht mehr existiert. Weitere Fertigungs- und Entwicklungsstätten, die teils unter dem Namen der Mutterfirma Bosch betrieben wurden, waren in Salzgitter (1960), Herne (Lautsprecher, Ende 1992 geschlossen), Frankreich, Ungarn, Portugal (Braga, ehemals Grundig-Werk), Malaysia (Penang), Mexiko, China und Tunesien.

In den 1960er Jahren übernahm der Bosch-Konzern die Firma Akkord-Radio und nutzte deren ehemaliges Werk Landau noch bis ca. 1974 für die Herstellung von Blaupunkt-Heimempfängern. Einige Blaupunkt-Geräte aus der Zeit von 1945 bis 2008 sind im Abschnitt Meilensteine genannt.

In den 1970er Jahren waren 13.700 Menschen bei Blaupunkt beschäftigt. Die Produktion von Fernsehgeräten wurde 1986 zugunsten des Zukaufs bei Grundig aufgegeben, im Gegenzug war der Zukauf seitens Grundig von Blaupunkt-Autoradios vereinbart. Nachdem letzteres nicht zustande kam, übernahm Blaupunkt 1996 die Mehrheit an der Autoradiofabrik von Grundig in Braga. Das Unternehmen gab 1996 das Geschäft mit Fernsehern, Cam- und Videorecordern auf und konzentrierte sich ganz auf den Bereich der „Mobilen Kommunikation“. Blaupunkt produzierte 2006 jährlich über eine halbe Million Navigationssysteme, 6 Mio. Autoradios und 19 Mio. Autolautsprecher und Fahrzeugantennen. Der Umsatz lag bei ca. 1,48 Mrd. Euro. Im April 2007 hatte Blaupunkt weltweit noch über 8.700 Mitarbeiter, davon 2.300 in Hildesheim.

BlaupunktTuner
Von 1930 bis Ende 2008 war Blaupunkt bzw. Ideal (bis 1938) ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Bosch-Konzerns und wurde später in dessen Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik zum Geschäftsbereich Bosch Car Multimedia. Ein Teil des Blaupunkt-Geschäftes wurde Ende 2008 von dem Finanzinvestor Aurelius AG übernommen. Das Erstausrüstergeschäft mit etwa 6000 Mitarbeitern, das Fahrzeughersteller mit Navigations- und Multimediasystemen („Autoradios“) beliefert und etwa 80 % des Umsatzes (1,48 Milliarden Euro in 2006) ausmachte, verblieb als eigenständige Robert Bosch Car Multimedia GmbH bei der Bosch-Gruppe.

Für den an Aurelius verkauften Bereich der nachrüstbaren Produkte mit etwa 1800 Mitarbeitern wurde ein Umsatz von etwa 200 Mio. Euro erwartet.[17][16] Aurelius übernahm die Firmenzentrale in Hildesheim sowie die Fertigungen in Portugal, Tunesien und Malaysia.

Ende 2009 gab Aurelius bekannt, das Antennengeschäft mit ca. 250 Mitarbeitern nach Restrukturierung als „Blaupunkt Antenna Systems“ an Kathrein zu verkaufen und sich auf Autoradios, Audiovision und Unterhaltungselektronik zu konzentrieren. Das wurde im Mai 2010 mit dem Kauf der Blaupunkt Antenna Systems GmbH & Co KG durch Kathrein vollzogen. Ende 2013 übernahm Blaupunkt das Smart Products Engineering Geschäft von der brightONE einschließlich der b1 Engineering Solutions GmbH mit Sitz in München.  (Quelle: wikipedia)

Und hier nun der Blaupunkt Katalog (16 Seiten) aus dem Jahr 1959:  Ich vermute mal, so manche Seiten werden zum schmunzeln anregen und die Blaupunkt-Autoradios hat wohl schon jeder der älteren Semester hier gesehen. Und als Werbeträger fungierten z.B. Uschie Siebert („Kulenkampffs reizende Assistenin“) und Gerti Daub (Miss Germany, 1957)

Und hier ein paar Beispiele aus dem Katalog_

1 (4)A
1 (8)A
1 (11)A
1 (12)A
1 (14)A

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