Verschiedene Interpreten – Mein Zaubergarten – Entspannt malen und kreativ sein mit schönen Geschichten zum Zuhören (2003)

FrontCover1.jpgAlso das ist ja nun wirklich ein Hörbuch, das einen überraschen kann, denn hier geht es niht nur um das Hören:

Ausmalen ist das neue Yoga: Gönnen Sie sich eine Auszeit, indem Sie der Auswahl von Geschichten rund um das Thema „Garten und Natur“ lauschen und dabei die passenden Malvorlagen kreativ gestalten. Entspannen, den Alltag und die Zeit vergessen, zur Ruhe kommen, durchatmen – schon weicht der Alltagsstress bunten Blüten und frischem Grün. (Produktinformation)

Das Hörbuch „Mein Zaubergarten“ vom Hörverlag beinhaltet zwei CD’s mit einer Gesamtlaufzeit von 2,5 Stunden.

Bereits das Cover des Hörbuchs ist zauberhaft gestaltet und ein echter Blickfang. Mit einem Gummibändchen werden die innenliegenden Fächer mit Hör-CD’s und Malmotiven dekorativ zusammengehalten. Sehr schön gestaltet!

Heitere, besinnliche und märchenhafte Geschichten über Gärten und Blumen aus alter Zeit laden zum Träumen ein.

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Zwei der insgesamt 10 Malvorlagen

Das Hörbuch hat mich tatsächlich verzaubert und aus meinem stressigen Alltag gerissen. Die Ausmalmotive, die momentan absolut im Trend liegen, laden zusätzlich zum Entspannen ein. Sie sind aus einer dickeren Pappe gefertigt, in einem handlichen Format, welches sich auch zum einrahmen oder verschenken eignet. Die Motive sind sehr fröhlich, beschwingt und zum Hörbuchthema passend blumig. Die Kurzgeschichten versüßen die Wartezeit auf den Frühling und Sommer. Sie werden von angenehmen Erzählstimmen widergegeben mit denen es leicht fällt in andere Welten abzutauchen. Die klassischen Geschichten handeln alle von Gärten und Blumen. Sie entführen in eine alte Zeit und lassen den Hörer in die bunte Welt des Gärtnerns und die strahlenden Farben der Blumen hinab tauchen. Das Hörbuch zaubert Sonnenschein in den Alltag!

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Fazit: Wunderschöne, klassische Kurzgeschichten aus alter Zeit über Blumen und Gärten, die Sonnenschein in den Alltag zaubern. Beschwingte, fröhliche Motive in einem handlichen Format laden zusätzlich zum Ausmalen und entspannen ein. Die Erzählstimmen sind sehr angenehm und lassen den Hörer in die bunte Welt der Blumen und Gärten eintauchen. Eine absolute Empfehlung ! (Captain Jack)

Mein Zaubergarten ist eine Ansammlung von Kurzgeschichten vieler bekannter klassischer Autoren wie Hermann Hesse, Theodor Fontane, Giovanni Bocacco, Alphonse Daudet, Hans Christian Andersen…., die sich alle über das Thema Garten, Blumen, Jahreszeiten und Gartenarbeit in vielen verschiedenen Geschichten auslassen und ihre Gedanken dazu äußern.

Doris Lessing

Doris Lessing

Jede Geschichte wird von einem anderen Sprecher vorgelesen. Dies gibt viel Abwechslung und jeder Geschichte seinen eigenen Charakter. Meist sind die Kurzgeschichten recht kurz und doch sehr ansprechend. Mir haben sie sehr gefallen. Sie waren sehr unterschiedlich , haben mich sehr animiert, motiviert und inspiriert Gartenarbeit zu machen, in den Garten gehen zu wollen und Pflanzen, Gemüse und Blumen zu säen, zu pflanzen und zu pflegen.

Dazu gibt es 10 A5 einseitige Karten, die beim Zuhören angemalt werden können. Es sind hauptsächlich Blumenmotive. Im ungemaltem Zustand haben sie mir nicht sonderlich gefallen. Drei Karten habe ich mit Filzstiften ausgemalt. Die Farbe färbt ein wenig auf der Rückseite durch, aber da die Bilder sowieso einseitig sind, finde ich es nicht sehr schlimm. Angemalt, gefielen mir die Bilder dann doch ganz gut. Wobei ich aber schon Gemüse, Obst oder auch Krabbeltierchen oder warum nicht, auch Gartengeräte sehr begrüßt hätte, da viele Kurzgeschichten diese Themen besaßen.
Dies bemängele ich leider immer wieder, dass bei Gartenthemen in Ausmalbücher fast ausschließlich nur Blumen abgezeichnet sind. Dabei ist ein Garten so viel mehr als nur Blumen.

Ansonsten fand ich die Kombination Hörbuch mit Ausmalbilder sehr schön und auch sehr passend. Es macht Spaß den vielen verschiedenen Stimmen zuzuhören und gleichzeitig mit Farben spielen zu können. (Federzauber)

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Über die Sprecher/Sprecherinnen noch folgende Informationen:

Katharina Thalbach ist eine Ausnahmeerscheinung: Sie stand schon als vierjährige auf der Bühne und feierte frühe Erfolge u. a. am Berliner Ensemble. Sie spielte große Rollen in Filmen wie „Die Blechtrommel“, „Sonnenallee“ oder Doris Dörries „Paradies“ und prägte die Bühne in Theaterstücken wie „Käthchen von Heilbronn“ (Schauspielern des Jahres 1980) und „Hamlet“ (Ophelia). Zudem trat sie auch als Regisseurin hervor, u.a. mit „Don Juan“, „Der Hauptmann von Köpenick“ oder Opern wie „Salome“ und „Jenufa“. Ihre einzigartige Stimme sowie ihr Sinn für Regie machen sie zu einer Hörbuchsprecherin ganz eigener Klasse.

Katharina Thalbach

Juliane Köhler erhielt ihre Schauspielausbildung am H.B. Studio in New York. Ihre Karriere begann am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover. Ab 1993 spielte sie mit Unterbrechungen am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch die Rolle im Kinofilm „Aimée und Jaguar“, für den sie den Silbernen Bären erhielt. In dem 2003 mit dem Oscar ausgezeichneten Film „Nirgendwo in Afrika“ der Regisseurin Caroline Link spielte sie die Hauptrolle.

Stefan Wilkening

Stefan Wilkening

Der Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening ist neben seinen Theaterengagements (u.a. Münchner Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt) in zahlreichen Dokumentationen, Hörfunk- und Hörbuchproduktionen zu hören, sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen (u.a. „Tatort“, „Der Alte“, „Um Himmels Willen“) zu sehen.
Für den Hörverlag las er z. B. „Glaube der Lüge“ von Elizabeth George, die „Merlin-Saga“ von T.A. Barron und „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie. Darüber hinaus wirkte Stefan Wilkening u. a. bei den Hörspielproduktionen „Ulysses“ und „Moby-Dick“ mit. Mit seinen erfolgreichen Solo-Live-Hörspielen ist er gern gesehener Gast auf allen deutschen Bühnen.

Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie „Verdammt verliebt“. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in „Raum“ (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der „Twilight“-Reihe. Daneben war sie immer wieder in „How I Met Your Mother“ zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller „Schattengrund“ von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr „virtuoses Sprach-Spiel“ noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.

Eva Gosciejewicz studierte Schauspielkunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Es folgten Engagements u.a. an den Kammerspielen München, dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Theater Bremen. Neben ihrer Arbeit am Theater ist sie in zahlreichen Hörfunk- und Hörbuchproduktionen zu hören sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen (u. a. „Tatort“, „Polizeiruf 110“) zu sehen. Für den Hörverlag las sie z. B. „Malka Mai“ von Mirjam Pressler (Hörbuch des Jahres 2002) und „Die weiße Massai“ von Corinne Hofmann.

Eva Gosciejewicz

Eva Gosciejewicz

Nico Holonics, geboren 1983 in Leipzig, absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Von 2007 bis 2010 war er am Münchner Volkstheater, ab 2010 an den Münchner Kammerspielen engagiert. Seit 2012 ist er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Für seine darstellerischen Leistungen wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2010 ausgezeichnet.

Sabine Kastius, geboren in Hamburg, ist seit 1988 als Sprecherin für Funk, Fernsehen und Dokumentarfilme sowie als Theater- und Filmschauspielerin u.a. für den Bayerischen Rundfunk, SWR, ZDF und ARTE tätig. Zudem hält sie Prosa- und Lyrik-Lesungen, für die sie seit 2005 auch mit verschiedenen Musikern wie Charly Böck und Roman Bunka zusammenarbeitet. Für den Hörverlag las sie u. a. „Starting at Zero“ und „Blütenherz & Zaubergarten“.
Die Schauspielerin

Dr. Franziska Augstein, geboren 1964 in Hamburg als Tochter des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein und der Übersetzerin Maria Carlsson, ist eine deutsche Publizistin. Sie studierte Geschichtswissenschaft, Politologie und Philosophie und war zwischen 1987 bis 1989 für das Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“ tätig. Bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ war sie ab 1997 Redakteurin in der Feuilleton-Redaktion und von 2000 bis 2001 Feuilleton-Korrespondentin in Berlin. Im Anschluss daran begann sie, für die „Süddeutsche Zeitung“ zu schreiben und betreute seit 2010 die Rubrik „Das Politische Buch“. Seit 2016 erscheint alle vierzehn Tage ihre Kolumne „Augsteins Welt“. Für den Hörverlag ist sie u. a. in „Blütenherz & Zaubergarten“ zu hören.

Franziska Augstein

Franziska Augstein

Cecilia Wortmann, geboren 1971 in Düsseldorf, hatte ihren ersten Auftritt vor der Kamera mit sechs Jahren in der „Sesamstraße“. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Musik an der Universität Essen, zog dem Studium jedoch die Arbeit an ihrer Schauspielkarriere vor und nahm Schauspielunterricht. Bekannt wurde sie durch ihre Rollen in den RTL-Serien „Unter uns“ und „Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“. Seit 2002 ist sie mit dem Regisseur Sönke Wortmann verheiratet.

Wie oben bereits erwähnt: Ganz und gar kein übliches Hörbuch … Ein Hör- und Malbuch in einer Zeit, in der man solche Anregungen wohl benötigt …

Und vermutlich ist das eher ein Hörbuch für Frauen … mit all der Poesie und all den Märchen …

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Titel:

CD 1:
01. Ansage 0.10.

Hermann Hesse: Im Garten (gelesen von Stefan Wilkening):
02. Im Garten (Teil 1) 3.38
03. Im Garten (Teil 2) 3.26
04. Im Garten (Teil 3) 4.45

Karel Capek: Wie man einen Garten anlegt (gelesen von Juliane Köhler):
05. Wie man einen Garten anlegt (Teil 1) 2.36
06. Wie man einen Garten anlegt (Teil 2) 2.39

Hugo von Hofmannsthal: Lob des Gartens (gelesen von Cecilia Wortmann):
07. Lob des Gartens (Teil 1) 2.46
08. Lob des Gartens (Teil 2) 3.00

Elisabeth von Arnim: Aus dem Tagebuch (Elisabeth und ihr Garten) (gelesen von Juliane Köhler):
09. Elisabeth und ihr Garten (Teil 1) 2.39
10. Elisabeth und ihr Garten (Teil 2) 3.56
11. Elisabeth und ihr Garten (Teil 3) 2.35
12. Elisabeth und ihr Garten (Teil 4) 3.03
13. Elisabeth und ihr Garten (Teil 5) 3.32
14. Elisabeth und ihr Garten (Teil 6) 3.31

Manfred Kyber: Maimärchen (gelesen von Katharina Thalbach):
15. Maimärchen (Teil 1) 3.45
16. Maimärchen (Teil 2) 3.54

Erwin Strittmatter: Lob auf den Juni (gelesen von Sabine Kastius)
16. Lob auf den Juni 3.03

Theodor Fontane: Ein Sommer in London (gelesen von Nico Holonics)
17. Ein Sommer in London (Teil 1) 2.48
18. Ein Sommer in London (Teil 2) 3.08
19. Ein Sommer in London (Teil 3) 

Theodor Fontane: Der Eibenbaum im Parkgarten (gelesen von Stefan Wilkening);
20. Der Eibenbaum im Parkgarten (Teil 1) 3.15
21. Der Eibenbaum im Parkgarten (Teil 2) 3.59

Johannes Roth: Was macht der Gärtner im Winter (gelesen von Cecilia Wortmann):
22. Was macht der Gärtner im Winter (Teil 1) 3.42
23. Was macht der Gärtner im Winter (Teil 2) 3.38

CD 2:

Plinius der Jüngere: Römische Gärten (gelesen von Juliane Köhler):
01. Römische Gärten 2.40

Doris Lessing: Der Granatapfel (gelesen von Eva Gosciejewicz):
02. Der Granatapfel (Teil 1) 3.16
03. Der Granatapfel (Teil 2) 3.13
04. Der Granatapfel (Teil 3) 3.28
05. Der Granatapfel (Teil 4) 3.25
06. Der Granatapfel (Teil 5) 2.44
07. Der Granatapfel (Teil 6) 3.25

Alphonse Daudet: Die Apfelsinen (gelesen von Stefan Wilkening);
08. Die Apfelsinen (Teil 1) 3.35
09. Die Apfelsinen (Teil 2) 3.43

Giovanni Boccaccio: Das Dekameron (Ausschnitt) (gelesen von Franziska Augstein):
10. Das Dekameron (aus der Einleitung vom 3. Tag) 4.24

Jacob und Wilhelm Grimm: Von dem Sommer- und Wintergarten (gelesen von Sabine Kastius).
11. Von dem Sommer- und Wintergarten (Teil 1) 2.59
12. Von dem Sommer- und Wintergarten (Teil 2) 3.48

Hans Christian Andersen: Wer war die Glücklichste? (gelesen von Laura Maire):
13. Wer war die Glücklichste? (Teil 1) 3.16
14. Wer war die Glücklichste? (Teil 2) 3.20
15. Wer war die Glücklichste? (Teil 3) 3.35

Jacob und Wilhelm Grimm: Schneeweißchen und Rosenrot Eva Gosciejewicz):
11. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 1) 3.34
12. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 2) 2.50
13. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 3) 3.46
14. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 4) 3.12
15. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 5) 3.52

CD2A

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Lutz Görner – Trunken von Gedichten (2000)

FrontCover1.jpgAlso eigentlich bin ich mit der deutschen und sonstigen Lyrik weder vertraut, noch wurde ich bisher mit ihr  besonders warm (mit wenigen Ausnahmen) … Das änderte sich ziemlich schlagartig, als ich diese Doppel-CD hörte:

Lutz Görner (* 1. Januar 1945 in Zwickau) ist ein deutscher Rezitator.

Görner wuchs im Rheinland auf und stand als Schüler in Statistenrollen und als Tänzer im Stadttheater Aachen auf der Bühne. Er wollte zunächst Theaterintendant werden, studierte in Köln Theaterwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie und besuchte dort die Schauspielschule. Es folgten Tätigkeiten an verschiedenen deutschen Bühnen als Bühnenarbeiter, Requisiteur, Schauspieler und Regisseur. Politisch organisierte sich Görner viele Jahre in der DKP.

LutzGörner1977

Lutz Görner, ca. 1977

Mitte der 1970er Jahre war Görner zunächst in München als Rezitator der Werke Heinrich Heines tätig. 1981 unternahm er zusammen mit Tahsin İncirci eine Tournee durch Deutschland unter dem Titel Ich liebe mein Land als Rezitator der Werke Nâzım Hikmets. Bis 1988 arbeitete er eng mit Ulrich Türk zusammen, der seine Programme und LPs musikalisch ausgestaltete. Programme wie Goethe für alle öffneten ihm die Stadttheater und Spielstätten auf der ganzen Welt. Görners Interpretation von Heinrich Heines Gedicht Deutschland – Ein Wintermärchen hatte im Großen Saal der Glocke in Bremen seine 1.000 Aufführung. Görner ging mit Programmen wie Droste für alle, einem Brecht-Programm (musikalisch begleitet von Oliver Steller, Dietmar Fuhr und Bernd Winterschladen) und über Friedrich Schillers Opiumschlummer und Champagnerrausch (mit Stefan Sell) auf Tournee. Von 1992 bis 1999 leitete Görner in Köln sein eigenes „Rezitheater“.

LutzGörner1994

1994 – Lasker-Schüler: Deutsche Dichterin

Im Fernsehen war Görner von 1993 bis 2010 durch die 200-teilige Serie „Lyrik für alle“ vertreten, eine kleine gesprochene Literaturgeschichte der Lyrik vom Barock bis heute, die jeden Sonntagmorgen bei 3sat gesendet wurde.

Seit 2012 tritt Görner im Rahmen von ihm inszenierter und begleiteter Klavierabende auf. Diese Abende sind eine Mischung aus Literatur und Musik von Komponisten, meist des 19. Jahrhunderts. Bisher sind Programme über Franz Liszt, Frédéric Chopin, Richard Wagner, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert sowie italienische Musik von Rossini, Donizetti, Bellini, u. a. unter dem Titel Eine italienische Nacht entstanden.

Lutz Görner lebt im Oberbergischen bei Köln. (Quelle: wikipedia)

LutzGörner1998

1998 – Zauberlehrling & Co von li Gerd Harder, Marcel Mader, Lutz Görner, Oliver Steller.

Und hier ein Querschnitt seines Schaffens … diese Doppel-CD trägt daher auch den Untertitel „Die fünfzig schönsten Texte aus fünfundzwanzig Jahren Rezitation“. Und es entfaltet sich vor uns ein wahrlich prachtvolles Kaleidoskop überwiegend deutscher Sprachgewalt, gewaltig diese Brandbreite … veredelt durch diesen Lutz Görner … ein Meister seines Fachs, wie er all diese Sprachklänge modulieren kann … betonen und somit den Kern einer Lyrik herausarbeitet … das ist wirklich famos !

Doch damit nicht genug: Görner nutzt dieses Best Of Album auch für sehr persönliche Rückschau auf seine Karriere wirft und dabei auch die Rückschläge nicht unter den Tisch fallen lässt.

Interessant auch sein Wandel vom politischen Rezitator hin zu einem, der sich auch an die deutschen Klassiker heranwagte. Und Görner bezeichnet sich im übrigen auch weiterhin als ein „68er“. Da steht mal wieder einer zu seiner Biographie und seinen Prägungen.

LutzGörner2003

2003 – Pessefoto Brecht-Programm. (v.l. Oliver Steller, Lutz Görner, Bernd Winterschladen, Dietmar Fuhr)

Von daher ein ganz besonderes Album. Leider lag meinem Exemplar (gebraucht erworben) kein Begleitheft bei, eigentlich ganz und gar nicht vorstellbar bei dem hochwertigem Naxos Label … Sehr schade !

Na, jedenfalls wird sich hier zukünftig mehr Lyrik tummeln und der Lutz Görner ist daran schuld !

Zwei erste und zwar dringende Empfehlungen: „Die Wahlesel“ (Heinrich Heine, passend zur Landtagswahl in Bayern) und „Krieg dem Kriege“ (Kurt Tucholsky, passend zur Weltlage).

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2013: Lutz Görner im Wagner-Museum in Bayreuth

Besetzung:
Lutz Görner (Sprecher)

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Titel:

CD 1:
01. Robert Gernhardt: Seht mich an, der Fuß der Zeit… 2.21
02. Christian Hoffmann: Von Hoffmannswaldau bei Antretung des 55. Jahres 1.49
03. Heinrich Heine: Vorrede zu „Geschichte der Philosophie“ 2.23
04. Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte 1.04
05. Novalis: Wenn Nicht Mehr Zahlen Und Figuren… 0.41
06. Joseph von Eichendorff: Schläft ein Lied in allen Dingen… 0.29
07. Robert Gernhardt: Gedichte sind Beschissen… 2.57
08. Heinrich Heine: Die Wahlesel 6.08
09. Kurt Tucholsky: Krieg dem Kriege 6.03
10. Bertolt Brecht: Diese Arbeitslosigkeit 2.11
11. Theodor Storm: Der Lump 2.23
12. Nazim Hikmet: Ich liebe mein Land 1.58
13. Nazim Hikmet: Die Mehrzahl der Menschen 1.34
14. Nazim Hikmet: Das Meer muß man sein 1.35
15. Louis Fürnberg: Das Nußbaumblatt 2.25
16. Johann Wolfgang von Goethe: Monolog aus Faust II.Teil 7.12
17. Unbekannt König Salomo: Aus dem Buch Prediger: Es ist alles ganz eitel… 6.32
18. Wilhelm Busch: Vorwort aus „Maler Klecksel“ 6.36
19. Wilhelm Busch: Der alte Narr 1.35
20. Wilhelm Busch: Verlust der Ähnlichkeit 1.49
21. Heinrich Heine: Die Launen der Verliebten 3.20
22. Johann Wolfgang von Goethe: Über allen Gipfeln ist Ruh… 1.15
23. Theodor Fontane: Herr von Ribbeck auf Ribbeck… 3.07
24. Peter Maiwald: Das Meer 0.56

CD 2:
01. Robert Gernhardt: Folgen der Trunksucht 1.46
02. Berns: Lob der Schwarzen Kirschen 2.02
03. Robert Gernhardt: Ein Gleichnis 1.18
04. Robert Gernhardt: Monolog des Prinzen von Hamburg 3.14
05. F. W. Bernstein: Aus dem Schmatzkästlein… 4.32
06. Hadamar von Laber: Kometorik 1.47
07. Gotthold Ephraim Lessing: Der über uns 3.52
08. Clemens Brentano: Singet leise, leise, leise… 0.43
09. Clemens Brentano: Hörst du, wie die Brunnen rauschen… 2.18
10. Eduard Mörike: An einem Wintermorgen vor Sonnenaufgang 2.28
11. Matthias Claudius: Der Mensch 1.19
12. Matthias Claudius: Die Sternseherin Lise 2.20
13. Else Lasker-Schüler: Ein Alter Tibetteppich 1.16
14. Else Lasker-Schüler: Mein blaues Klavier 1.43
15. Annette von Droste-Hülshoff: Mondesaufgang 4.45
16. Joachim Ringelnatz: Seepferdchen 2.13
17. Joachim Ringelnatz: Überall 1.01
18. Joachim Ringelnatz: Cassel 2.33
19. Christian Morgenstern: Die Schildkröte 1.08
20. Christian Morgenstern: Der Hecht 0.43
21. Christian Morgenstern: Das Wasser 0.39
22. Christian Morgenstern: Das Butterbrotpapier 2.47
23. Christian Morgenstern: Drei Hasen 2.03
24. Johann Wolfgang von Goethe: An Den Mond 3.01
25. Joachim Ringelnatz: Zum Aufstellen der Geräte (live) 2.33
26. Kurt Tucholsky: Ein deutsches Volkslied (live) 8.57
27. Johann Wolfgang von Goethe: Umsonst (live) 2.25
28. Patrizia Fortenkopp: Ohne Titel (live) 1.36

CD2A

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Das Schönste an Lutz Görner ist, dass er unprätentiös mit ein paar gebrochenen verspielten Gesten seine gut pointierten Texte spricht und mit ironischem Spaß die Dichtung und das Leben der Dichter zu trennen und aufeinander zu beziehen weiß. (Süeddeutsche Zeitung)