Fritz Brause – Shilly Shally (1985)

FrontCover1Diesen Sound gab´s damals nicht allzu oft in Deutschland:

Fritz Brause ist eine deutsche Jazzpop-/Lounge-Bar-Jazz-Band aus dem Ruhrgebiet, die sich 1983 in Bochum formierte. Hatte die Band zunächst mit Instrumentalmusik auf sich aufmerksam gemacht, so wurde sie mit dem Beitritt der Sängerin Sabine Sabine (bürgerlich Sabine Speisekorn) 1984 um eine prägnante Gesangsstimme bereichert. Stilistisch mit Fritz Brause vergleichbar sind Bands wie Shakatak, Working Week, Style Council, Swing Out Sister oder Matt Bianco. Wie auch bei der englischen Band Matt Bianco war der Namensgeber kein Bandmitglied; sowohl Fritz Brause als auch Matt Bianco sind fiktive Personen.

Mit der LP „Shilly Shally“ gelang es Fritz Brause 1985, den fünften Platz der deutschen Album-Charts zu erreichen; die gleichnamige Single gehörte zu den in diesem Jahr meistgespielten Songs im deutschen Radio[1]. Im darauf folgenden Jahr erschien das Album „Bow-Tie and Rubberboots“, das sich ebenfalls gut verkaufte, jedoch nicht ganz an den kommerziellen Erfolg des Vorgängers anschließen konnte. 1987 verließ Sabine Sabine die Band, um sich ihrer Solokarriere zu widmen und unter anderem auch als Gesangslehrerin zu arbeiten. Ihren Platz nahm Linda Fields ein, mit der das Album „Don’t Go“ (1989 veröffentlicht) eingespielt wurde. Für den Tatort „Blutspur“ mit Götz George als Duisburger Kommissar Schimanski lieferte Fritz Brause im selben Jahr den Soundtrack mit dem Song „Only Lies“. Dieser erschien 1990 auch auf dem Best-Of-Album „Ambiente“. Zwischenzeitlich hatten sich die Künstler der Band – bis auf Bassist Dieter Exter – ihren Brotberufen zugewandt, ohne dass es jedoch zu einer Auflösung der Formation gekommen war. 1997 tat sich die Band in ihrer Urbesetzung mit Sabine Sabine am Mikrophon wieder zusammen. Dieser erneuten Zusammenarbeit folgte 2001 das fünfte und bislang letzte Studioalbum „Five“; Fritz Brause waren und sind als Liveband besonders im „Ruhrpott“ erfolgreich und spielen gelegentlich kleine Konzerte, die auf ihrer Facebook-Seite angekündigt werden. (Quelle: wikipedia)

FritzBrause2016

Fritz Brause, 2016

Hier ihr damals vielbeachtetes Debutalbum – vermutlich deshalb viel beachtet, weil ein derartiger US-Funk-Soul-Sound hierzulande eher ungewöhnlich für eine deutsches Combo war.

Dieser Sound ist ja eher nicht meine Kragenweite (wobei die legendäre Average White Band bis zum heutigen Tage sehr schätze) … aber dieses Album ist perfekt, die Sabine macht als Sängerin eine ganz hervorragende Figur … der Sound passt … die Bläser … puuh …

Aber, wenn Fritz Brause ne fiktive Person ist … wer steckt dann hinter dem Pseudonym bei den Komponisten-Angaben ? Aha … die ganze Band vermutlich.

Schon vor zwei Jahrzehnten war die Scheibe ein Geheimtipp und ist es bis heute geblieben. Für Fans der Swing Out Sisters oder von Matt Bianco ist „Shilly Shally“ ein absolutes Muss! Der Bandname und der Titel sind hier Programm: Prickelnde Nichtigkeiten wunderhübsch verpackt, genau das Richtige für einen lauen Sommerabend. (Fab3000)

Un die letzte Nummer „Rainey“ ist eine traumhaft schöne Smooth-Jazz-Instrumental-Ballade ….

 

Live1985

Live 1985

Besetzung:
Marcel Beckers (guitar)
K-Nappo Bernatzki (sacophone, background vocals)
Deff Cramer (keyboards, vocals bei 06.)
Hans-Dieter Exter (bass)
Martin Sander (trombone)
Sabine Speisekorn (vocals)
Klaus ‚Zwing‘ Urban (drumsm vocals bei 01.)
+
Eddy Conard (percussion)
Hans-Peter Salentin (trumpet)
+
background vocals:
Claudia Heß – Eddy Conard – Jürgen ‚Justus‘ Schürdt

BackCover1

Titel:
01. Beat Boy (Brause/Voss) 3.45
02. Shilly Shally (Let’s Dance Tonight) (Brause/Lubba) 7.11
03. Gemma Gemma (Brause) 3.58
04. Half Past Midnight (Brause) 4.20
05. Teardrops (Brause/Voss) 4.14
06. That’s Terrific (Brause/Lubba) 4.09
07. L.O.U. (Brause/Voss/Lubba) 4.57
08. Zero Zero (Brause/Voss) 4.03
09. Rainey (Brause) 2.37

LabelB1
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Singles

Die Singles des Albums

Ein weitere Leihgabe aus der großartigen Graugans Sammlung
Vielen Dank !