Sicker Verlag (Hrsg.) – Die Weltmeisterschaft 1966 in England (1966)

TitelJa, da werden Erinnerungen wach:

Dass die Fußball-Weltmeisterschaft 1966 an England, dem Mutterland dieser Sportart, vergeben wurde, lag an der Bitte der Briten, aufgrund des 100jährigen Geburtstages des Verbandes, den Zuschlag zu bekommen. Trotz der Rekordzusagen von 70 Landesverbänden gab es auch Ärger im Vorfeld der Veranstaltung. So zogen die 15 afrikanischen Landesverbände ihre Meldung zurück, nachdem die FIFA keinen eigenen WM-Platz für Afrika zur Verfügung stellte. Weiterhin fehlten Südkorea (wollten nicht) und Südafrika (wegen der rassistischen Politik).

Die Qualifikation
In den neun europäischen Gruppen gab es erneut einige Überraschungen. So scheiterte Jugoslawien an Frankreich, Vize-Weltmeister CSSR an Portugal und Belgien an Bulgarien. Österreich und die DDR mussten sich den Ungarn beugen, und auch Deutschland hatte mit dem Vize-Weltmeister von 1958, Schweden, einen unbequemen Gegner in der Gruppe.

Helmut Schön hatte 1964 Sepp Herberger abgelöst und behutsam damit begonnen, das Nationalteam zu verjüngen. Im Hinspiel gegen Schweden führten die Deutschen lange durch ein Tor von Rudi Brunnenmeier, ehe Hamrin wenige Minuten vor dem Schlusspfiff der Ausgleich gelang. Nun mussten die Deutschen das Rückspiel in Stockholm gewinnen. In einer nervös geführten 1. Halbzeit gingen die Schweden nach einem Tilkowski-Fehler kurz vor der Pause in Führung. Doch nahezu im Gegenzug schafften die Deutschen durch Werner ‚Eia’ Krämer das 1:1. Nach dem Wechsel setzte sich Peter Grosser von 1860 München über die rechte Seite durch, die flache Flanke wurde von Torwart Arvidsson zu kurz abgewehrt und der kurz zuvor erst von einem Achillessehnenriss genesene Uwe Seeler bugsierte mit langem Bein das Leder über die Linie (54.). Das Team brachte den Vorsprung über die Zeit und war nach dem zweiten Sieg über den dritten Gruppengegner Zypern qualifiziert.

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Der Uwe Seeler, wie er leibt und lebt

In Südamerika fanden alle Favoriten den Weg nach England. Mexiko als fast schon regelmäßiger Sieger der Nord- und Mittelamerikaqualifikation und Nordkorea als Asien-Vertreter, der Australien ausschaltete, komplettierten das Teilnehmerfeld.

Die Vorrunde
Veranstalter England konnte sich nach dem enttäuschenden Eröffnungsspiel gegen Uruguay (0:0) in der Gruppe A als Gruppensieger mit zwei 2:0-Siegen gegen Mexiko und Frankreich von seinem Publikum feiern lassen. Die Urus, als Gruppenzweiter, taten sich schwerer. Gegen die enttäuschenden Franzosen gelang ein 2:1-Sieg, während sie gegen die Mexikaner dann ein ausreichendes 0:0 ermauerten.

Deutschland bekam es in der Gruppe B mit der Schweiz, Argentinien und Spanien zu tun. Der Start gegen die Eidgenossen lief vorzüglich. Die Helmut Schön-Elf zauberte mit Helmut Haller und Franz Beckenbauer als Antreiber und Vollstrecker einen deklassierenden 5:0-Erfolg aufs Spielfeld, der hoffnungsvoll auf die weiteren Spiele einstimmte. Doch das mit Klauen und Zähnen geführte Match gegen Argentinien ging Schön mit verstärkter Abwehr an und endete nach 90 Minuten Geschiebe und Getrete ohne Torchancen 0:0. Gegen Spanien musste im letzten Vorrundenspiel ein Sieg her, wenn man nicht im Wembley-Stadion auf England treffen wollte. Zwar gingen die Spanier durch Fusté in Front, doch der unvergessliche Treffer von Lothar Emmerich (44.) aus spitzem Winkel brachte den Deutschen den Gleichstand. Die spannende, aber nicht hochklassige zweite Hälfte brachte sechs Minuten vor dem Ende die Entscheidung durch Uwe Seeler, der eine kleine Unachtsamkeit nutzte und den Sieg sicherstellte. Argentinien hatte Spanien 2:1 besiegt und zuletzt gegen die Schweiz 2:0 gesiegt. Somit entschied das Torverhältnis für Deutschland, das England als nächsten Gegner umgehen konnte.

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Eine Riesensensation gab es in der spielstarken Gruppe C. Weltmeister Brasilien hatte zwar im ersten Spiel Bulgarien 2:0 besiegt, doch Pelé verletzte sich und musste im zweiten Spiel gegen Ungarn auf eine Teilnahme verzichten. Somit steckte der amtierende Champion eine hochverdiente 1:3-Niederlage gegen die Kicker aus Budapest ein. Auch gegen Portugal hatten die Südamerikaner (wieder mit Pelé) keine Chance und unterlagen erneut 1:3. Allerdings hatten die Portugiesen den nicht optimal genesenen Pelé besonders aufs Korn genommen und in dieser Partie durch Fouls so arg zugesetzt, dass der Weltstar der Brasilianer humpelnd das Spielfeld verlassen musste. Bester Mann bei den ungeschlagenen Portugiesen war Eusebio. Ungarn besiegte auch Bulgarien und belegte den zweiten Platz hinter den Portugiesen.

Ein weiterer hoher Favorit musste in der Gruppe D nach der Vorrunde heimreisen: Italien. Nach einem 0:1 gegen die UdSSR und einem standesgemäßen 2:0 gegen Chile, trafen die Italiener auf den krassen Außenseiter Nordkorea. Die Asiaten hatten ihr durchweg aus Soldaten bestehendes Team über einige Jahre hinweg kaserniert und gezielt auf das Turnier vorbereitet. Das war natürlich nur in einem autoritär geführten Staat möglich, der seine Spieler für diesen Event drillte. In der 41. Minute gelang Pak Do Ik das 1:0. Die dezimierten Italiener (Bulgarelli schied verletzt aus) fanden gegen die schnellen Asiaten keine Mittel und wurden nur Gruppendritter hinter Nordkorea. Gruppensieger wurden die Russen, die alle Spiele gewannen und die Gruppe dominierten.

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Das Viertelfinale
Im Wembleystadion trafen in einer harten und recht unansehnlichen Partie die Gastgeber und Argentinien aufeinander. Ein diffuser Platzverweis für den Gaucho-Kapitän Rattin in der 35. Minute durch den deutschen Schiedrichter Kreitlein erhitzte dabei die Gemüter. Den personellen Vorteil konnten die Engländer erst 12 Minuten vor dem Abpfiff nutzen, als Geoff Hurst aus abseitsverdächtiger Position einköpfte.

Deutschland traf in Sheffield auf die Abwehrkünstler aus Uruguay und kam anfangs gegen die hart einsteigenden Südamerikaner nur schwer ins Spiel. Die besseren Chancen waren auf Seiten der Urus, doch bei einem Lattenschuss und einem nicht gewerteten Handspiel von Schnellinger auf der Torlinie hatte die deutsche Elf viel Glück. Die Führung durch Siggi Held stellte das Spielgeschehen der ersten Minuten dann auf den Kopf. Die Nerven der Urus lagen blank und durch Ausraster von Troche und Silva schwächten sich die Südamerikaner selbst und hatten zu neunt gegen die Deutschen keine Chance mehr. Beckenbauer, Seeler und Haller schraubten das Ergebnis auf 4:0 hoch und sorgten für den Einzug ins Halbfinale.

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3:0 lagen die favorisierten Portugiesen bereits nach 22 Minuten gegen Außenseiter Nordkorea zurück, bevor die große Stunde von Eusebio begann, der mit vier Treffern die Partie umbog. Den Schlusspunkt zum 5:3 setzte Rechtsaußen Augusto und Portugal hatte eine weitere Sensation durch die Asiaten gerade noch verhindert.

In Sunderland trafen die UdSSR und Ungarn aufeinander. Zwei eklatante Fehler des ungarischen Schlussmanns Gelei verhalfen den lauf- und zweikampfstarken Russen zur 2:0-Führung durch Chislenko und Prokujan. Beim nun folgenden Sturmlauf der Magyaren in der zweiten Hälfte bewies der sowjetische Keeper Lew Jaschin ein weiteres Mal seine Extraklasse und ließ nur noch den Gegentreffer von Bene zu.

Das Halbfinale
In Liverpool musste sich Deutschland gegen die ‚russische Dampfwalze’ behaupten. Dank seiner überragenden Mittelfeldstrategen Helmut Haller, Wolfgang Overath und Franz Beckenbauer erarbeiteten sich die Deutschen eine Feldüberlegenheit und setzten die in der Vorwärtsbewegung enttäuschenden Sowjets ständig unter Druck. Doch wieder verhinderte Torhüter Jaschin mit seinen Paraden mehrere Einschussmöglichkeiten des Helmut Schön-Teams. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang Haller jedoch nach einem weiten Schnellinger-Pass in die Spitze das verdiente 1:0. Als Chislenko überhart gegen Held einstieg, schickte ihn der italienische Schiedsrichter Lo Bello in die Kabine. Doch erst ein Weitschuss von Franz Beckenbauer, der unhaltbar für den weiterhin überragenden Jaschin im Torwinkel einschlug brachte die Entscheidung. Der Gegentreffer von Porkujan kurz vor dem Abpfiff kam für die Russen zu spät. Deutschland stand zum zweiten Mal in der WM-Geschichte im Endspiel.

Fast 95.000 Zuschauer im ausverkauften Wembley-Stadion verfolgten das zweite Halbfinale zwischen der besten Abwehr des Turniers (England) und dem besten Angriff (Portugal). Im Gegensatz zu einigen anderen WM-Begegnungen ging es in diesem Spiel äußerst fair zu. Die Engländer überzeugten durch Schnelligkeit und Zweikampfstärke und drängten die zu vorsichtig agierenden Portugiesen in die nicht sattelfeste Abwehr zurück. So verhalf der unsichere Torhüter Pereira durch eine zu kurze Fußabwehr den Engländern zur 1:0-Führung durch Bobby Charlton. Auch nach dem Wechsel konnten die Südeuropäer wenig Akzente nach vorne setzen. Elf Minuten vor dem Abpfiff war es wieder Bobby Charlton, der eine Hurst-Vorlage aus vollem Lauf zum 2:0 vollendete. Das portugiesische Aufbäumen und das Elfmetertor von Eusebio, dessen Wirkungskreis vom zähen Gegenspieler Nobby Stiles eingeschränkt wurde, konnten das Blatt nicht mehr wenden. Portugal hatte zu spät die Initiative ergriffen.

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Das Finale
In einer ausgeglichenen Partie um den dritten Platz setzte sich Portugal gegen die UdSSR knapp mit 2:1 durch. Eusebios Handelfmeter brachte die Iberer 1:0 in Führung. Der Ausgleich ging wieder auf die Kappe von Torhüter Pereira, der kurz vor der Pause einen Ball fallen ließ, den Malofeiev umgehend einschoss. Torres gelang aus kurzer Entfernung zwei Minuten vor Schluss der etwas glückliche Siegtreffer.

Schon in der 12. Minute ging Deutschland nach einem gekonnten Seeler-Zuspiel im Endspiel gegen England durch Haller in Führung. Es war das erste Tor aus dem Spiel heraus, das Englands Keeper Gordon Banks in diesem Turnier hinnehmen musste. Lange brauchten die Zuschauer jedoch nicht auf den Ausgleich warten. In der 19. Minute köpfte der sträflich alleingelassene Hurst einen Moore-Freistoß an Tilkowski vorbei ins Netz. In der von beiden Seiten offensiv gestalteten Partie versteckten sich die Deutschen nicht, scheiterten aber immer wieder an Banks. Während sich Beckenbauer und Bobby Charlton auf hohem Niveau neutralisierten ging es auch nach der Pause temporeich weiter. Wieder war es ein Zuordnungsfehler der Deutschen Deckung, der das 2:1 durch Peters ermöglichte. Verzweifelt kämpften die Deutschen in den letzten Minuten der regulären Spielzeit um jeden Ball und schafften in der Schlussminute durch Weber das 2:2. In der Verlängerung hatte Seeler gerade das 3:2 verpasst, als Hurst an der Strafraumgrenze das Leder aufnahm und abzog. Der Ball prallte von der Latte auf die Torlinie und ins Spielfeld zurück. Schiedsrichter Dienst wollte weiterspielen lassen, als er Linienrichter Bachramow nach englischen Protesten befragte. Der Russe hatte den Ball im Tor gesehen und Dienst zeigte zur Verblüffung der Deutschen in die WM1966_03Spielfeldmitte und entschied auf Tor für England. Kurz vor dem Abpfiff gelang Hurst nach einem Konter noch das 4:2 und England war Weltmeister.

Die WM in England war ein Turnier der Überraschungen und beendete die Zeit des ‚Mauerfußballs’, der in Chile vier Jahre zuvor noch üblich war. Zu den Überraschungen zählte das frühe Ausscheiden Brasiliens und Italiens und die Leistungen Portugals, der UdSSR und natürlich Nordkoreas. Die defensiv ausgerichteten Teams aus Uruguay, Italien und Argentinien erlitten in diesem Turnier Schiffbruch, während sich der flexible Tempofußball der Engländer, Deutschen und Portugiesen durchsetzte und neue taktische Akzente markierte. So spielten die Außenstürmer kaum noch eine bedeutende Rolle, deren Part u.a. von den offensiven Außenverteidigern übernommen wurde (z.B. Cohen und Wilson aus England, oder Schnellinger aus dem deutschen Team).(Quelle: fussballdaten.de)

Siegerehrung

Die Siegerehrung

Nun ja … und dann gab´s halt damals wie heute diese verdammten Sammel-Alben aus dem damals hochaktivem Sicker Verlag, Frankfurt  mit all den Klebebildern … damals wie heute hat man uns Jungs damit das Taschengeld aus der Nase gezogen (mein 10jähriger Enkelsohn hat den gleichen Virus !).

Interessant, all die Namen nochmals zu lesen … ich war damals z.B. sauer, dass kein Spieler der 1966er Meistermannschaft, der TSV 1860 München mit in den Kader kam …

Aber tot unglücklich war ich dann erst recht, als dieses legendäre „Wembley-Tor“ „uns“ die Weltmeisterschaft nahm … und der Ball war nicht drin, basta !

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Damals wie vermutlich heute unverzichtbar: Der Spielplan

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Die Rückseite des Sammelalbums

Verschiedene Interpreten – Lieder sind die besten Freunde – Die schönsten Melodien von Ralph Siegel (1983)

FrontCover1Tja, der Ralph Siegel:

Ralph Siegel (* 30. September 1945 in München) ist ein deutscher Musiker, Schlagerkomponist und Musikproduzent.

Ralph Siegel ist eine der prägenden Figuren des Eurovision Song Contest („Grand Prix“) und nahm bisher mit 25 Kompositionen am internationalen Musikwettbewerb teil. Er ist mit über 2000 Titeln bei der GEMA registriert. Er ist Inhaber der Plattenfirma Jupiter Records und der Siegel-Musikverlage.

Ralph Siegel kam als Sohn des Schlagerkomponisten Ralph Maria Siegel und der Operetten-Sängerin Ingeborg Döderlein auf die Welt. Sein Großvater Rudolf Siegel war als Opernkomponist, Dirigent und Generalmusikdirektor in Krefeld tätig.

Schon in frühester Kindheit lernte Siegel verschiedene Instrumente zu spielen, darunter Schlagzeug, Gitarre, Akkordeon und Klavier. Nachdem er in Harmonie- und Kompositionslehre unterrichtet wurde, schrieb er im Alter von zwölf Jahren seine ersten Musiktitel unter dem Pseudonym Peter Elversen.

Ralph Siegel

Ralph Siegel als Knirps

Mit 19 Jahren schrieb er den von Don Gibson gesungenen Hit It’s a Long Long Way to Georgia, der in den amerikanischen Country-Charts bis auf Platz 8 kletterte. Ralph Siegel machte sich ab 1966 einen Namen in der deutschen Schlager-Szene, indem er Titel für bekannte Sänger wie Mary Roos, Heino, Angela Wiedl, Rex Gildo, Michael Holm, Chris Roberts, Costa Cordalis, Mireille Mathieu, Udo Jürgens, Peter Alexander, Roy Black und Marianne Rosenberg schrieb.

1974 gründete er seine eigene Plattenfirma Jupiter-Records. Im selben Jahr nahm Ralph Siegel zum ersten Mal am Finale des Eurovision Song Contest teil. Ireen Sheer sang seinen Titel Bye Bye I Love You und belegte für Luxemburg den vierten Platz. Es folgten weitere Teilnahmen an dem internationalen Musikwettbewerb – bis heute nahm er mit 23 Kompositionen teil.

Besonders erfolgreich war er im Jahr 1975, als er zusammen mit Udo Jürgens die Hits Der Teufel hat den Schnaps gemacht, Geschieden, Ein ehrenwertes Haus und Griechischer Wein produzierte.

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Erfolgreich war Ralph Siegel in den 1970er-Jahren als Produzent der Gruppe Dschinghis Khan, die unter anderem an einem Eurovision Song Contest teilnahm und dabei den vierten Platz erreichte. Es folgten mehrere vordere Platzierungen in den deutschen Musikcharts.

Seinen größten Erfolg feierte Ralph Siegel beim Eurovision Song Contest 1982 in Harrogate, als die Sängerin Nicole mit dem von Siegel komponierten Lied Ein bißchen Frieden den Grand Prix gewinnen konnte. Damit war Siegel nach Klaus Munro, der 1972 mit dem Lied Après toi für Luxemburg siegte, der zweite deutsche Komponist, der bei dem Wettbewerb einen ersten Platz belegen konnte. Zudem erreichte er 1980 (Theater, gesungen von Katja Ebstein), 1981 (Johnny Blue, gesungen von Lena Valaitis) und 1987 (Laß die Sonne in dein Herz, gesungen von Wind) einen zweiten Platz, sowie 1994 (Wir geben ’ne Party, gesungen von Mekado) und 1999 (Reise nach Jerusalem, gesungen von Sürpriz) einen dritten Rang.

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Mit Katja Ebstein & Co. …

Bei seinen letzten Grand-Prix-Teilnahmen für Deutschland im Jahr 2002 mit I Can’t Live Without Music (Corinna May) (Platz 21 von 24) und 2003 mit Let’s Get Happy (Lou) (Platz 11 von 26) war Ralph Siegel weniger erfolgreich. Seitdem schreibt Ralph Siegel auch Titel für Künstler aus anderen Ländern. Im Jahr 2004 nahm er mit It’s a Wonderful Life, gesungen von den Schwestern Ali & Lis, an der maltesischen Vorentscheidung teil, nach einer Niederlage produzierte er aber stattdessen den Beitrag On Again … Off Again, interpretiert vom Duo Julie & Ludwig. 2005 war Siegel mit sechs Liedern beim Malta Song for Europe vertreten, von denen fünf die Top 10 erreichten. Auch in Bosnien und Herzegowina versuchte er sein Glück mit dem von der Sängerin Tinka gesungenen Titel Sometimes I Wish I Were a Child Again.

Bei der deutschen Vorentscheidung im Jahr 2005 wollte Siegel unter dem Pseudonym Mario Mathias auftreten, um ein wertfreies Urteil auf sein Lied zu ermöglichen. Jedoch wurde bereits vor der Sendung bekannt, dass das Lied, das von Nicole Süßmilch und Marco Matias interpretierte A Miracle of Love, von Siegel stammt. Er erreichte den zweiten Platz.

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Mit „Dschinghis Khan“

1987 gewann er unter dem Pseudonym „Peter Elversen“ die deutsche Vorentscheidung, ein Pseudonym, das er seit Jugendtagen nutzt. Weitere bekannte Pseudonyme sind Werner Zylka, Peter Match und Serge Bonheur.

2006 komponierte er das von Christian Berg geschriebene Musical Lachen! – Die Zeit der Clowns, das am 12. Juli in Cuxhaven uraufgeführt wurde.

2010 machte Ralph Siegel eine Prostata-Krebserkrankung öffentlich, nachdem er seit 2007 daran erkrankt war.[1] In dieser Zeit entzog sich Ralph Siegel den Medien sehr, trat aber 2010 pünktlich zu seinem 50-jährigen Komponistenjubiläum[2] unter anderem auch mit seinem neuen Künstler Marcus Kuno wieder öffentlich in Erscheinung[3] und produzierte für ihn im hauseigenen Tonstudio den Titel Flieg mit mir zum siebten Himmel[4] mit seinem Texter-Freund Bernd Meinunger.

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Mit Lena Valaitis

Die meisten seiner Titel schrieb Ralph Siegel mit dem Texter Bernd Meinunger. Unter dem Pseudonym John O’Flynn schrieb dieser auch erfolgreich englischsprachige Texte, unter anderem für die estnische Gruppe Vanilla Ninja, aber auch für Chris Norman, die Bellamy Brothers oder das Projekt E-Rotic.

Im Mai 2014 trat er erstmals nach 1982 wieder auf einer Eurovision-Song-Contest-Bühne auf und begleitete seine Protagonistin Valentina Monetta am Klavier.[5] Für den Eurovision Song Contest 2015 schrieb und komponierte er den Song für San Marino. Bei dem Wettbewerb „Die Stimme von Morgen“ suchte Siegel 2015 neue Künstler und entdeckte dabei Julia Kollat (Schlaflos wegen dir), die Siegerin, sowie den zweitplatzierten Maurice Zappe (Willkommen im Kopf).[6] Beim deutschen Vorentscheid Unser Lied für Stockholm für den Eurovision Song Contest 2016 trat Laura Pinski mit Siegels Komposition Under the Sun We Are One an und wurde Vierte.

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Mit Nicole und dem Texter Bernd Meinunger

In erster Ehe war Ralph Siegel 1975 mit der Slowakin Dunja Siegel verheiratet, woraus die zwei Töchter Giulia Siegel (* 1974) und Marcella Siegel (* 1976) entstammen. Die Ehe wurde 1989 geschieden.

1992 erfolgte mit Dagmar Kögel, geb. Weber die zweite Hochzeit. Aus dieser Ehe entstammt seine dritte Tochter Alana Siegel (* 1996). Das Paar trennte sich 2002.

Seine dritte Ehe mit der Sopranistin Kriemhild Siegel, geb. Jahn, dauerte von 2006 bis zur offiziellen Trennung im August 2014. Die gerichtliche Scheidung erfolgte dann im Jahr 2016.

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Ralph Siegel nach einem Gespräch mit seinem Vermögensverwalter …

Auf dem Münchner Oktoberfest lernte er 2015 die Schweizer Musikmanagerin Laura Käfer kennen. Die 4. Hochzeit erfolgte im September 2018. Nach 3-jähriger Beziehung heirateten sie in der Kirche Grünwald bei München. In die Ehe bringt Laura Siegel Stieftochter Ruby Siegel (* 2000) geb. Käfer.

Wegen der stetigen Teilnahme der von Ralph Siegel geschriebenen Songs am Eurovision Song Contest wurde auch Kritik an ihm laut. Bemängelt wurde, dass die Musik von Siegel eine Bevorzugung erfahre, die zu einer Verarmung und Verflachung des Wettbewerbs führe. Seit dem Gewinn eines parodistischen Titels von Guildo Horn im deutschen Vorentscheid des Jahres 1998 scheint diese Kritik jedoch entkräftet zu sein.

Michael Hanfeld, Medienjournalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schrieb 2009 über Siegel:

„Stefan Raab hat für Deutschland auf der internationalen Fernsehmusikbühne mehr geleistet als Ralph Siegel mit seinen geschätzt 102 Retortenliedern, die stets so klangen, als habe er das Melodienblatt bei Dieter Bohlen aus dem Papierkorb gefischt.“ (Quelle: wikipedia)

Und 1983 spendierte das ZDF dem Ralph Siegel einen Gala-Abend mit seinen „schönsten Melodien“ … ausgestrahlt am 29. September 1983.

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Nun gut … fangen wir mit den positiven Aspekten dieses Doppelalbums an: Ein Teil der Verkaufserlöse soll der Deutschen Krebshilfe zugeflossen sein, jene Organisation, die damals von Mildred Scheel populär gemacht wurde …

Ansonsten hören wir 28 Lieder aus der Feder des Ralph Siegel … und die Creme de la Creme der damaligen deutschen Schlagerszene gaben sich dabei die Türklinke in die Hand.

Und um mal ehrlich zu sein, gäbe es da nicht drei Lieder von der Katja Ebstein (ich weiß, ich hab einen Narren an ihr gefressen) wäre dieses Album wirklich extrem harteKost … ich sag da nur Nicole und Dschinghis Khan.

Andererseits haben wir ja die Karwoche und da tut Buße gut … wer also einiger seiner Sünden abbüssen will … kann sich dieses Album anhören.

Ich für meinen Teil hab meinen Teil dazu beigetragen … Aber weitere Bußaktionen mit Ralph Siegel sind erstmal gestrichen.

Aber natürlich kommt man nicht umhin, festzustellen und zu akzeptieren, dass der Ralph Siegel eine der zentralen Figuren der deutschen Schlagerwelt in all den vergangenen Jahrzehnten war.

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Titel:
01. Ralph Siegel und Chor: Lieder sind die besten Freunde (Siegel/Kunze) 1.14
02. Nicole: Ein bißchen Frieden (Siegel/Meinunger) 3.04
03. Katja Ebstein: Theater (Siegel/Meinunger) 2.48
04. Dschinghis Khan: Rom (Siegel/Meinunger) 5.51
05. Lena Valaitis: Johnny Blue (Siegel/Meinunger) 3.02
06. Peggy March: La Provence (Siegel/v.Schneckendorff) 4.19
07. Peter Alexander: Feierabend (Siegel/Meinunger) 3.28
08. Karel Gott: Babička (Siegel/Meinunger) 3.49
09. The Hornettes: Mannequin (Siegel/Meinunger) 2.56
10. Peter Alexander: Und manchmal weinst du sicher ein Paar Tränen (Siegel/Behrle) 3.56
11. Katja Ebstein: Was hat sie, das ich nicht habe (Siegel/Meinunger) 2.56
12. Roy Black: Sand in deinen Augen (Siegel/Hertha) 3.58
13. Ireen Sheer: Goodbye Mama (Siegel/Loose) 3.01
14. Dschinghis Khan: Dschinghis Khan (Siegel/Meinunger) 3.02
15. Michael Schanze und die Fußball-Nationalmannschaft: Ole Espana (Siegel/ Meinunger) 3.36
16. Dschinghis Khan: Moskau (Siegel/Meinunger) 5.26
17. Rex Gildo: Fiesta Mexicana (Siegel/Holm) 3.06
18. Peggy March: Einmal verliebt – immer verliebt (Siegel/Bauer/Jung) 2.51
19. Chris Roberts: Ich mach ein glückliches Mädchen aus dir (Siegel/Hertha) 2.40
20. Peter Alexander: Steck dir deine Sorgen an den Hut (Siegel/Kunze) 3.12
21. Katja Ebstein: Abschied ist ein bißchen wie sterben (Siegel/Meinunger) 3.58
22. Nicole: Ich hab‘ dich doch lieb (Siegel/Meinunger) 3.48
23. Chris Roberts: Du kannst nicht immer 17 sein (Siegel/Hertha) 3.44
24. Rex Gildo: Marie, der letzte Tanz ist nur für dich (Siegel/Holm) 3.12
25. Ulli Martin: Ich träume mit offenen Augen von dir (Siegel/Jung) 3.37
26. Martin Mann: Meilenweit (Siegel/Holm) 2.36
27. Peter Alexander: Schwarzes Gold (Siegel/Meinunger/Schüler) 3-54
28. Dschinghis Khan: Loreley (Siegel/Meinunger) 3.59

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Und wem das noch nicht reichen sollte: Da gibt´s dann noch z.B. diese Box mit 14 CD´s + einer DVD…