Verschiedene Interpreten – Oktoberfest – 30 Hits Collection (2009)

FrontCover1Dass nun auch das Oktoberfest der „Corona-Kriese zum Opfer gefallen ist, stört mich persönlich nicht die Bohne, meide ich doch dieses „Volksfest“ zeit Jahrzehnten wie der Teufel das Weihwasser. Dass diese Absage natürlich auch einen enormen wirtschaftlichen Schaden mit sich bringt, ist mir natürlich auch klar.

Hier ein kleiner musikalische Ausgleich für den Verlust des Oktoberfest 2020. eine Doppel-CD, die mir mal eher zufällig über den Weg lief.

Und siehe da: ein paar kleine Perlen finden sich auch hier.

Das geht schon mal los mit dem Maxl Graf (1933 – 1995), einem Münchner Volsschauspieler, der damals, lange ist es her, als bayerisches Schlitzohr durch aus sehr erfolgreich war. Er singt das unverwüstliche „In München steht Ein Hofbräuhaus“.

ReiterSöder

Oberbürgermeister Reiter und Landesvater Söder in trauter Eintracht im Jahr 2019

Und dann gibt es noch jede Menge Gassenhauer, allerdings meist von „B-Promis“ gesungen. So erklingen Lieder wie „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, „Sierra Madre“ oder „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ (das Original sang ja Billy Mo in den frühen 60er Jahren).

Ein wenig rätselhaft bei dieser Zusammenstellung, all die „fremdländischen“ Lieder wie „In einem Polenstädtchen“, „Berliner Luft“ oder „Mecklenburg“ … der Bezug zum Oktoberfest stellt sich da nicht unmittelbar dar.

Aber was soll´s: Hauptsache man kann zu dieser Musik schunkeln und gröhlen …

Booklet1Titel:

CD 1:
01. Maxl Graf: In München steht Ein Hofbräuhaus (Wiga/Reiter/Richter) 2.34
02. Henry Arland: Jetzt geht’s erst los (Arland) 3.17
03. Gitti & Erika: Gartenzwerg-Marsch (Bruhn/Bradtke) 2.47
04. Helmut Högl Band: Anneliese (Simon/Liebich) 2.28
05. Gert Wilden & Orchester: A boarische Musi (Wilden) 1.37
06. Münchener Stadtmusikanten: Der Eiermann (Horse/Seelscheid/Büchner/Baumgart) 3.32
07. Orchester Erich Becht: Ein Prosit der Gemütlichkeit ()     0:47
08. Atomik Harmonik: Feuer Auf Dem Dach (Kauric/Cadez/P.Wessely/G.Wessely) 3.57
09. Uschi Bauer: Rock’n Roll findet auch ein Bayer toll (Geiger/Remmelt)  2.53
10. Horst Herrmann: Fürstenfeld (Schiffkowitz/Jandrisits/Scheibmaier) 3.06
11. Maria & Margot Hellwig: Schneewalzer (Traditional) 1.41
12. Heino: Die Schwarze Barbara (Kummer/Mahr/Jung/Schatz) 3.52
13. Florian Silbereisen: Berliner Luft (Lincke/Bolten-Bäckers) 3.19
14. Ralf Willing + sein Multi Sound Orchester: Blau blüht der Enzian (v.Kleebsattel) 2.43
15. Marianne + Michael: Der treue Husar (Traditional) 2.44

CD 2:
16. Duo Marienkäferl: Oh wie bist du schön (Quanz/Rothenburg) 2.23
17. Die Kohlhofers: In einem Polenstädtchen (Traditional) 3.16
18. Münchner Zwietracht: I mag München (Siegel/Meinunger) 3.02
19. Astrid Harzbecker: Sierra Madre (Roloff/Hee) 3.32
20. Wolpertinger: Ententanz (Thomas/Rendall) 2.46
21. Plattlinger Isarspatzen: Sportpalastwalzer (Translateur) 2.54
22. Die Chiemgauer Plattler: Die lustigen Holzhackerbuam (Traditional) 2.52
23. Claudia Engels: Wir lassen uns das Singen nicht verbieten (White/Fred) 2.36
24. Patrizius: Aber dich gibt’s nur einmal für mich (Pit/Leykauf/Guley) 3.13
25. Maria & Mario: Aus Böhmen kommt die Musik (Bruhn/Jung) 2.59
26. Gottlieb Wendehals: Mecklenburg (Treichel) 3.58
27. Bachler Buam: Uns ziagt koaner die Lederhosen aus (Margreiter) 2.57
28. Lydia Huber: Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut (Niessen/Rüger) 2.55
29. Alpenrebellen: Aber Hund samma schon (Stein/Schaller) 2.50
30. Medium Terzett: Wer soll das bezahlen (Schmitz/Stein) 3.17

CD21

*
**

Bedienung

Verschiedene Interpreten – Münchner Humor – Münchner Geschichten (1971 … oder so)

FrontCover1Und wieder mal ein ganz besonderes Schmankerl aus meiner Heimatstadt München (wen´s interessiert: Ich bin ein Original Münchner Kindl, d.h. geboren in dieser „Weltstadt mit Herz“).

Hier nun ein bunter Querschnitt jenes Münchner Humors, den man zwar natürlich nicht ohne wenn und aber mögen muss, der aber dennoch, so ein ganz spezieller Humor ist.

Aber wie kann man den Münchner Humor beschreiben, charakterisieren:

Hier ein erster Versuch:

„In München haben das kritische Derblecken und der hinterfotzige Humor in all seinen Varianten eine lange, bemerkenswerte Geschichte! Hier entstand das erste politische Kabarett der elf Scharfrichter und der Simplicissimus mit seiner Elite hochkarätiger Zeichner und berüchtigter Provokateure. Es ist die Stadt von Spitzweg und Valentin, von Wedekind und Ringelnatz, von Eugen Roth und Erich Kästner.“ (Kopmische Pinakothek München).

Also Stichworte zum Münchner Humor: hinterfotzig, gelegentlich sentimental, orftmals arg derb, die eigenen Schwächen auf den Arm nehmend … und noch so vieles mehr.

Wer sich für diese Mischung interessiert, hat hier ein großartiges Beispiel von diesem großartigem Humor … Die beiden ersten Seiten dieser Doppelablum sind voll von blühendem Blödsinn und krachendem Humor ! Künstler wie Roider Jackl, Ida Schumacher, Weiß Ferdl, Balli Prell, Adolf Gondrell und natürlich das unschlagbare Duo Karl Valentin & Liesl Karlstadt sind mit grandiosen Beiträge zu hören.

Und selbst die geniale „Müchner Lach & Schießgesellschaft“ ist mit einem Beitrag von den unvergessenen Klaus Havenstein + Jürgen Scheller zu hören … Herz, was willst du mehr !

Ab dem Titel 15. gibt´s dann jene Musik, die man mit dieser Stadt wohl auch verbinden: zünftige boarische Volksmusik, auf dass die Maßkrüge sich leeren und auf dass wir alle schunkelnd einen Abend beenden … Da dürfen dann Titel wie „In München steht ein Hofbräuhaus“ oder „So lang der alte Peter“ nicht fehlen und da wird gejodelt, dass es eine wahre Freude ist („Münchner Kindl“) und natürlich ist auch der „Bayerischer Defiliermarsch“ mit von der Partie.

Und wieder mal hat, hat der famose Mr. Jancy diesem blog eine Leihgabe gespendet, die sich gewaschen hat …

Ida Schumacher Album auf Polydor (1966)

Ida Schumacher Album auf Polydor (1966)

Und dieser Mr. Jany hat mich bei seiner Leihgabe „Münchner Geschichten“ darauf hingewiesen, dass die von mir angegebene Jahreszahl der Veröffentlichung (1966) nicht korrekt sein könne, da es damals das Polydor-Sub-Label „Karussell“ in Deutschland noch gar nicht gab (sondern nur in Schweden). Ich hatte diese Jahreszahl damals entsprechend im Internet recherchiert … aber vor Fehlern wie dieser Art ist ja man niemals gefeit.

Bei den Labels (siehe Präsentation steht dann auch wieder mal die Jahreszahl 1966), aber damit ist wohl das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum gemeint.

So erschien z.b. von der göttlichen Ida Schuhmacher 1966 ein Album auf Polydor mit dem Namen „Die Ratschkathl vom Viktualienmarkt“.

Es ist also davon auszugehen, dass Anfang der 70er Jahre, das Karussell-Label die Bestände von Polydor aus früheren Jahren „plünderte“ und uns diese wunderbare Sammlung von „Münchner Humor – Münchener Geschichten – Münchner Musik“ schenkte.

Wie gesagt: man muss das alles nicht mögen … aber, wer sich für den Humor und für die Musik dieser Region interessiert … wird hier bestens bedient !

Booklet1

Tracklist:
01. Roider Jackl: Gstanzln (Volksweise/Ferdl) 1.45
02. Ida Schumacher: Die Zimmervermieterin (Schumacher) 7.09
03. Weiß Ferdl: Die Münchner Ganshandlerin (Ferdl) 2.57
04. Balli Prell: Die Schönheitskönigin von Schneitzelreuth (Lincke) 4.37
05. Adolf Gondrell: In der Elektrischen (Thoma) 6.47
06. Liesl Karlstadt: Die Münchner Obsthändlerin (Valentin) 5.17
07. Weiß Ferdl: München wird Weltstadt (Ferdl) 7.20
08. Karl Valentin: Der verlorene Brillantring (Valentin) 3.25
09. Erni Singerl: Die Burgmaier Vroni (Polzschuster) 3.22
10. Balli Prell: Isarmärchen (Prell) 4.16
11. Ida Schumacher: Kleine Ursache – große Wirkung (Fischer) 7.35
12. Die Münchner Lach- und Schießgesellschaft (Klaus Havenstein + Jürgen Scheller): Bichlers Steuerreform (Kabel/Schreinberg) 6.30
13. Wastl Will: Der Hofbauer (Thoma) 5.00
14. Weiß Ferdl: Die Münchner Weißwurst (Skell/Toppel) 3.10
15. Orchester Raimund Rosenberger: In München steht ein Hofbräuhaus (Gabriel/Richter) 1.18
16. Orchester Thomas Wendlinger und die Chiemgauer Buam: Chiemgauer Buam (Wendlinger) 1.38
17. Sepp Viellechner: Jetzt tu i ein Jodeln (Volksweise) 1.35
18. Hilde Oft: Münchner Kindl (Wendlinger/Weisser) 1.37
19. Das Bavaria – Blasorchester: Tölzer Schützenmarsch (Volksweise/Krettner) 1.34
20. Graf: Allerseelner-Jodler (Volksweise) 0.37
21. Orchester Thomas Wendlinger: Reit im Winkler-Plattler (Volksweise) 1.40
22. Maxl Graf: Weisswurst-Landler (Volksweise/Vierlinger) 1.23
23. Das Musikkorps der 1. Gebirgs-Division: Bayerischer Defiliermarsch (Scherzer) 1.31
24. Georg Blädl: Habe ich einen Durst (Eric/Haselbach/Busch) 0.56
25. Orchester Thomas Wendlinger: Bei uns im Dorf ist Fahnenweih (Wendlinger/Hermann) 1.34
26. Michl Lang: Hab ich einen Schwips (Popper/Rauch) 0.56
27. Das Bavaria-Blasorchester: Die lustigen Holzhackerbuam (Wagner/Busch) 1.40
28. Die Münchner Bierzeltmusikanten: So lang der alte Peter (Volksweise) 1.36

LabelC
*
**

Verschiedene Interpreten – Münchner Originale singen und spielen zum Geburtstag Karl Valentins (1981)

FrontCover1Eine in mehrerer Hinsicht ungewöhnliche Scheibe:

Zum einen eine sog. Picture Disc (also ohne Hülle, nur in einem Plastikbeutel eingepackt). Zum anderen erschien diese Rarität auf „Steyrer Disco“, die eigentlich ein ganz anderes Repertoire im Programm hatte. Angefangen hat alles mit einer Rockand namens „B.S.H.“:

B.S.H. ist die Abkürzung für Beitler/Steyrer/Hatzke. Gegründet wurde die Rockgruppe um 1970 in Bayern, und zwar von Joe Beitler an der Gitarre, Peter Steyrer am Bass und dem Amerikaner Reinard Hatzke am Schlagzeug. 1974 veröffentlichte man in einer Auflage von 4000 Stück die Single „Born time“ / „Short step“. Auf „Born time“ trifft wohl der Spruch „Pop – Made in Germany“ zu. Bei „Short step“ handelt es sich aber um hörenswerten progressiven Rock.

Peter Steyrer gründete bereits in den siebziger Jahren sein Label Steyrer Disco (heute Steyrer), auf dem im Laufe der Zeit 300 LPs erschienen, darunter auch kleine Progressiv- und Artrock-Klassiker von Gruppen wie Burning Candle, Robespierre und Rousseau. Reinhard Hatzke sitzt heute bei der Münchner Freiheit am Schlagzeug.

Soweit ein kleines Stück deutscher Musikgeschichte.

KarlValentinUnd dann diese musikalische Hommage an Karl Valentin, jenen grantelnden Münchner Volksschauspieler, dessen Humor sich bis heute als ziemlich einmalig erhalten hat:

Karl Valentin [‚faləntin] (* 4. Juni 1882 in München; † 9. Februar 1948 in Planegg bei München) hieß mit bürgerlichem Namen Valentin Ludwig Fey und war ein deutscher Komiker, Volkssänger, Autor und Filmproduzent. Er beeinflusste mit seinem dialektischen Humor zahlreiche nachfolgende Künstler, darunter Bertolt Brecht, Samuel Beckett, Loriot, Gerhard Polt und Helge Schneider. (Quelle: wikipedia)

Da gäbe es noch viel zu schreiben, aber das werde ich mir dann 2014 mal vornehmen. Nun aber zu dieser LP:

Wenn man ehrlich ist, nur der Eingangs-Songs von Liesl Karlstadt bezieht sich direkt auf Karl Valentin, die anderen Lieder sind einfach ein Potpourri Münchner Lieder und Gestanzl, wobei natürlich „Die alten Rittersleut´“ am bekanntesten sind.

Aber es gibt ein Wiederhören mit Originalen wie Erni Singerl, Maxl Graf oder Schorsch Blädel und das kann einen dann schon erfreuen.

Aber: den Sängerinnen und den Komponisten von „Ja, wie war´s denn so schön in die dreißiger Jahr´“ könnte ich glatt links und rechts eine runterhauen !!!

SingerlGrafBlädel

Ernie Singerl, Maxl Graf & Schorsch Blädel

Titel:
01. Erni Singerl: Ja, so war der, der Valentin (Graas/Ackermann) 3.20
02. Die Isartaler Blasmusik: Im Komödienstadl (Ackermann/Barthel) 3.13
03. Maxl Graf: Neuli denk i, i laß mi rasiern (Traditional/Ackermann) 3.41
04. Die weiß-blauen Musikanten: Wildschütz Jennerwein (Traditional) 1.57
05. Die Melon Man: Die alten Rittersleut´(Endress/Valentin/Gockl/Taormina) 3.14
06. Die Keferloher Musikanten: Münchner Spezl´n (Ackermann/Barthel) 2.22
07. Das Isartaler Jodelduo: Ja, wie war´s denn so schön in die dreißiger Jahr´ (Ackermann/Barthel) 3.03
08. Pepi Scherfler & seine Musikanten: Platzl – Walzer (Theisen) 2.32
09. Schorsch Blädel: Laßt´s mi a no mit (Das Münchner Trambahnlied) (Thumser/Bauer) 2.51
10. Die Edelweiß-Akkordeonisten: Weiß Ferdl Marsch (Ackermann/Barthel) 3.15
11. Die Münchner Wiesn – Sinfoniker: Schenkt´s ma a moi was boerisch ei (Ackermann/Barthel) 2.28
12. Die Werdenfelsen Hackbrettmusikanten: Münchner Volkssänger leben noch (Ackermann) 2.51

Label1

 

*
**