Max Greger – Mach mit beim Zabadak (1980)

FrontCover1Tja, der Maxl Greger: auch so eine deutsche Musikerbiographie, die einen schon ein wenig staunen lässt:

Max Greger ist ein deutscher Unterhaltungsmusiker, Big-Band Leader und Dirigent. Nach Kriegsende spielt der Saxophonist mit seinem Max-Greger-Sextett in amerikanischen Clubs sowie im Bayerischen Rundfunk. 1959 hat Greger mit seinem Orchester den Durchbruch, als er 36 ausverkaufte Konzerte in der Sowjetunion gibt. Es folgt ein langjähriger Vertrag mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen, wo Greger mit seiner Band ständiger Gast bei Live-Shows ist.

1926: 2. April: Max Greger wird in München-Giesing als Sohn eines Metzgermeisters geboren.

1936: Sein Großvater schenkt ihm ein Akkordeon und legt damit den Grundstein für Gregers musikalische Entwicklung. Neben der Aufbau-Schule Studium der Klarinette und des Saxophons am Münchner Konservatorium.

1944/45: Gegen Ende des Zweiten Weltkrieg wird Greger noch zum Kriegsdienst eingezogen.

1945: Nach Kriegsende spielt Greger in kleinen Jazz-Orchestern vor allem in amerikanischen Offzierscasinos.

1948: Gründung seines ersten Jazzorchesters unter dem Namen „Max-Greger- Sextett“. Greger spielt für den Bayerischen Rundfunk und in amerikanischen Clubs. Es folgen erste Schallplattenaufnahmen mit eigenen Tanz- und Schlagerkompositionen wie „Auf Bergeshöhen“, „Rock ’n‘ Roll Boogie“, „Verliebte Trompeten“, „Max & Sax“, „Looping Blues“, „Keiner küßt wie Du“, „Teenager Cha Cha“ und „Rock Twist“.

1955-1977: Unterhaltung einer eigenen Bigband mit der er über 3000 verschiedene Titel auf Schallplatte aufnimmt. Das Repertoire reicht von Schlagermusik bis zum Jazz.

1959: Tournee in die Sowjetunion als erste westliche Band seit 35 Jahren.

1963-1977: Fester Vertrag mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Greger ist in dieser Zeit ständiger Gast bei großen ZDF-Life-Shows wie „Vergißmeinnicht“, „Der Goldene Schuß“, „3 mal 9“, „Musik ist Trumpf“ und „Der Große Preis“.

1970: Auftritt beim „Deutschlandtag“ auf der Weltausstellung in Osaka/Japan als einziges deutsches Orchester.

1986: Greger feiert beim ZDF seinen 60. Geburtstag mit einer „Super-Band“, zu der sich ihm zu Ehren berühmte Kollegen wie Hazy Osterwald (1922-2012), Paul Kuhn (1928-2013), Hugo Strasser (geb. 1922) und James Last (geb. 1929) zusammenfinden.

1987: Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

ab 1992: Gastdirigent bei öffentlichen Veranstaltungen und Studioproduktionen der SWR Big Band.

seit 2002: Deutschland-Tourneen zusammen mit seinem Sohn Max jr. (geb. 1951), Hugo Strasser (geb. 1922), Paul Kuhn (1928-2013) und seinem Enkel Max jr. jr., in wechselnden Besetzungen. (Quelle: Haus der deutschen Geschichte)

MaxGreger
Und im Jahr 2015 plante er noch eine Tournee für das Jahr 2016 … da wäre er dann 90 Jahre geworden … hat dann doch nicht ganz hingehauen, denn am  15. August verstarb er dann ….

Hier ein Album voll fröhlicher Sommermusik: „Sax-Rhythmen und Mediterreanean Zauber mit Max Greger“. Mag ja nicht jedem gefallen, aber seien wir doch mal ehrlich: Wer will an einer traumhaften Strandbar im Süden schon den Degenhardt als Begleitmusik hören ? Also, ich nicht … von daher: Willkommen in der Karibik und viel  Vergnügen !

BackCover1
Titel:

01. Sun Of Jamaica (Stein/Jass) 1.48
02. Zabadak (Blaikley) 1.44
03. Bahama Mama (Farian/Jay) 1.44
04. South Of The Border (Kennedy/Carr) 3.36
05. Rasta Man (Monn/Dahmen) 1.38
06. Choucounne (Traditional) 1.41
07. Babalu (Lecuona/Hansen) 2.49
08. Que Sera Mi Vida (Vangarde/Kluger/Byl) 1.44
09. Cuba (Vangarde/Kluger) 1.51
10. Caribean Sunset (Klinkhammer) 3.29
11. Come To Jamaica (Suckman/Rosemeier) 3.57
12. Kingston-Kingston (Alanski/Lou) 1.43
13. Oh Happy Day (Traditional) 1.42
14. Quiereme Mucho (Roig/Sherr) 3.05
15. Jamaica Farewell (Traditional) 1.33
16. Banana Boat (Traditional) 1.34
17. Island In The Sun (Belafonte/Burges) 1.34
18. Eso Es El Amor (Iglesias) 3.17
19. Blue Hawaii (Robin/Rainger) 1.34
20. Hawaiian Summer (Suckman/Rosemeier) 1.44

LabelB1

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MaxGreger2

Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda)

Verschiedene Interpreten – Bertelsmann Schallplattenring – Werbeplatte (50er Jahre)

FrontCover1Als zu Beginn der 1950er Jahre die bis dahin marktbeherrschende Schellackplatte von der Vinyl-Schallpatte technisch abgelöst wurde, sorgte der neue Tonträger rasch für eine ungemeine Belebung des deutschen Musikgeschäfts. Unter dem Eindruck der Erfolgsgeschichte des 1950 gegründeten Bertelsmann Leserings, der innerhalb von 4 Jahren auf über eine Million Mitglieder angewachsen war, reiften auch im Hause Bertelsmann die ersten Pläne, sein Buchprogramm durch ein ausgewähltes Musikprogramm harmonisch zu ergänzen. Zudem war die robuste Kunststoffplatte gegenüber der leicht zerbrechlichen Schellackplatte ideal geeignet für den Postversand, auf dem das Clubgeschäft in der Hauptsache basierte. Bertelsmann startete 1955 eine erste Testphase: Lesering-Mitglieder konnten über das zum Buchclub gehörende Versandhaus Heim und Buch eine Auswahl an Schallplatten der Marken Orbis und Diamant günstig erwerben. Diese Schallplatten wurden in der Sammlung mit dem Vermerk „Altbestand Versandhaus Heim und Buch“ gekennzeichnet. Der Testlauf zeigte, dass auch im Lesering das Interesse an Schallplatten groß war. Am 1. Juli 1956 nahm der Bertelsmann Schallplattenring offiziell seine Tätigkeit auf.

Schallplattenring Illustrierte

‚Frühe Exemplare der Klubzeitschrift “ Schallplattenring Illustrierte“

Er übernahm das Sortiment von Heim und Buch und präsentierte zum Start rund 150 Schallplatten aus Klassik und Unterhaltung, die über einen eigenen Katalog, der Schallplattenring-Illustrierten, beworben wurden. Die vielen Erfahrungen aus der Leseringarbeit ließen sich jedoch nicht wie erhofft auf den Schallplattenring übertragen. Die Großfirmen der Schallplattenindustrie waren zunächst nicht bereit Lizenzen aus ihrem Repertoire an den Club abzutreten. Über die eigene Bertelsmann-Clubproduktion ließen sich neben Lale Andersen, Zarah Leander und dem Pianisten Alexander Jenner SingleASeite1kaum weitere umsatzbringende Künstler exklusiv verpflichten. Daraufhin gründete Bertelsmann 1958 mit der Ariola GmbH eine eigene Schallplattenfirma, welche die bisherigen Künstlerverträge des Schallplattenrings übernahm und diesen in enger Abstimmung zukünftig mit Eigen- und Lizenzproduktionen versorgen sollte. Die Laufnummern der bisherigen Schallplattenring-Veröffentlichungen wurden im III. Quartal 1958 einheitlich auf die Ariola-Systematik umgestellt. Ariola zur Seite stand die im gleichen Jahr gegründete Schallplattenfabrik Sonopress, welche fortan die technische Produktion der schwarzen Scheibe übernahm. (Quelle: vinyl.bertelsmann.com)

Soweit zu den Anfängen, wie sie von dem Bertelsmann Konzern selber dargestellt wird.

Nachdem der Lesering erfolgreich bei uns eingeführt wurde, musste nun ein wenig die Werbetrommel gerührt werden, um aus „uns“ auch regelmäßige Schallplatten-konsumenten zu machen. Ich behaupte mal, dass der Bertelsmann Schallplattenring einen nicht unerheblichen Anteil daran hatten, dass wir dann auch Schallplatten-sammler wurden, jedenfallsbei der Generation die in den 50er Jahren dann auch schon alt genug waren (was bei mir noch nicht der Fall war gggg).

Hüllentext2

Eine dieser Werbeaktionen war dann wohl die Verteilung dieser einseitigen Flexi-Single (Tonfolie), bei der ein Sprecher mit seriösem Timbre in der Stimme Werbung für diesen Klub machte und dabei natürlich eine handvoll Musikbeispiele anspielen ließ. Diese Single gab´s dann „mit freundlichen Grüßen“ aus dem Musikhaus Fackler, Traunstein / Bad Reichenhall.

Tja, ein kleines, aber sehr feines Beispiel der frühen Unterhaltungsmusik aus den 50er Jahren in der „aufstrebenden“ Bundesrepublik Deutschland … noch dröhnte der Rock n Roll noch nicht.

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Titel:
01. Kostproben 5.09
01.1. Einleitung
01.2. RIAS Tanzorchester/(Werner Müller: Cherokee (Noble)
01.3. Freddy Quinn: Einmal in Tampico (Olias/Moesser)
01.4. Caterina Valente: Tipitipitipso (Gietz/Feltz)
01.5. Peter Alexander: O Josefin, die Nacht in Napoli (Gietz/Feltz)
01.6. Helmut Zacharias: Spatz und Spätzchen (Poliakin)
01.7. Max Greger: Hula Baby (Knox/Bradtke)
01.8. Helmut Zacharias: Boogie für Geige (Zacharias)

LabelA1

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Hüllentext1

Diese Präsentation wurde nur möglich, weil die Graugans wieder mal tief  in ihr Schallarchiv gegriffen hat und mir dieses seltene Stück überlassen hat … Dafür ein herzliches Dankeschön !

Orchester Max Greger – Bal Paré (1965)

FrontCover1Das „Bal Paré“ war (oder ist) wohl was ganz besonderes:

„Der glanzvollste Ball am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV, hieß „Bal Paré“. 1897 fand zum erstenmal ein Bal Paré in München statt und in der Isarstadt ist der das größte gesellschaftliche Ereignis bis heute geblieben. Fröhlichkeit ist die Devise dieses Festes. Prominenz des In- und Auslands von Bühne, Film, Funk und Fernsehen, aus Politik und Wirtschaft ist jedes Jahr Gast beim Verleger der „Bunten“, Senator Dr. Franz Burda, um das größte und rauschendste Fest des Münchner Faschings zu feiern.

Max Greger mit seiner Band entfesselt ein musikalisches Brilliantfeuerwerk und begeistert auch jene Gäste, die selber Stars sind. Er spielt die bekanntesten Hits und seine Musiker überbieten einander an Glanzleistungen. Der Bal Paré so sagen alle Gäste, ist der schönste Ball – nicht nur in München, sondern in der ganzen Bundesrepublik.

Unsere Absicht ist es Ihnen mit dieser Platte ein wenig von dem Glanz dieses Fest in ihr Heim zu zaubern. Sicher haben Sie Lust, den Bal Paré auch einmal zu Hause zu feiern. Viel Vergnügen ! “ (Hüllentext)

Nein, dazu habe ich keine Lust Stattdessen fiel mir der Spruch „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ ein … Aber sei´s drum: auf der Rückseite der Hülle kann man dann tatsächliche ein paar Prominente erkennen, die mir auch heute noch geläufig sind: Max Schmeling, Dietmar Schönherr/Vivi Bach, Heinz Rühmann, Pierre Brice, Herbert von Karajan. Elke Sommer und Senta Berger.

Und dass auch der Beatles Titel „A Hard Day’s Night“ mit im Programm war, zeigt, dass die Beatles (wohl im Gegensatz zu den Rolling Stones) damals schon ziemlich salonfähig waren … Ich weiß schon, warum ich mich damals zur Fraktion der Rolling Stones Fans zählte … Unabhängig davon lässt sich heute feststellen, dass der Maxl Greger natürlich bravorös aufspielen lässt !

Und heute würde man dann ganz sicher Iris Berben und die Burda Gattin Maria Furtwängler bei einem solchen Ball sichten können … und, ach ja, der Till Schweiger wäre ganz sicher auch dabei.

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Max Greger mit Peter Frankenfeld

Besetzung:
Orchester Max Greger

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Titel:
01. Münchner G’schichten (Mackeben) 3.37
02. Danke schön (Kaempfert) 2.35
03. Never On Sunday (Hadjidakis) 2.40
04. Moon River (Mancini) 2.10
05. A Hard Day’s Night (Lennon/McCartney) 2.31
06. Dinah (Akst) 1.52
07. Let’s Kiss Again (Reich) 2.11
08. Ich hätt getanzt heut nacht (Loewe) 2.17
09. Wunderbar (Porter) 2.22
10. Nur eine Stunde (Kreuder) 2.12
11. Das war eine schöne Party (Gainsbourg) 2.19
12. Bambi Bossa Nova (Leyh) 2.15
13. Durch dich wird diese Welt ers schön (Jary) 2.38
14. Es ist nur die Liebe (Grothe) 2.51
15. Münchner G’schichten (Mackeben) 1.15

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Max Greger – Bayerisches Bilderbuch + Münchner Bilderbogen (1955)

FrontCover1Von Hamburg nach München:

Hm, der Max Greger … hat eine wahrlich bewegte Biographie … hier ein paar Daten bis zum Jahr 1955:

Max Greger ist ein deutscher Unterhaltungsmusiker, Big-Band Leader und Dirigent. Nach Kriegsende spielt der Saxophonist mit seinem Max-Greger-Sextett in amerikanischen Clubs sowie im Bayerischen Rundfunk. 1959 hat Greger mit seinem Orchester den Durchbruch, als er 36 ausverkaufte Konzerte in der Sowjetunion gibt. Es folgt ein langjähriger Vertrag mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen, wo Greger mit seiner Band ständiger Gast bei Live-Shows ist.

1926:
2. April: Max Greger wird in München-Giesing als Sohn eines Metzgermeisters geboren.

1936:
Sein Großvater schenkt ihm ein Akkordeon und legt damit den Grundstein für Gregers musikalische Entwicklung. Neben der Aufbau-Schule Studium der Klarinette und des Saxophons am Münchner Konservatorium.

1944/45:
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieg wird Greger noch zum Kriegsdienst eingezogen.

1945:
Nach Kriegsende spielt Greger in kleinen Jazz-Orchestern vor allem in amerikanischen Offzierscasinos.

1948 – 1955:
Gründung seines ersten Jazzorchesters unter dem Namen „Max-Greger- Sextett“. Greger spielt für den Bayerischen Rundfunk und in amerikanischen Clubs. Es folgen erste Schallplattenaufnahmen mit eigenen Tanz- und Schlagerkompositionen wie „Auf Bergeshöhen“, „Rock ’n‘ Roll Boogie“, „Verliebte Trompeten“, „Max & Sax“, „Looping Blues“, „Keiner küßt wie Du“, „Teenager Cha Cha“ und „Rock Twist“. (Quelle:

Und der Maxl Greger hat wohl einen gewaltigen Spaghat hingelegt, als er in diesen Jahren (und auch später) immer wieder zwischen versierter Jazzmusik und volkstümlichen Klängen hin- und her geschwankt ist.

Hier eine seiner Singles, in denen er das bayerische-volkstümliche Element geradezu zelebriert: „Bayerisches Bilderbuch + Münchner Bilderbogen“ heißen die Potpourri´s, die hier auf dieser Telefunken Single aus dem Jahr 1955 erklingen.

Geboten werden bekanntere („) und unbekanntere Lieder aus den bayerischen Breitengraden … und wie so oft bei solchen Klängen, denke ich mir … die Touristen werden sich erfreuen …

Und weil mir der Max Greger als Jazzmusiker viel sympathischer ist, habe ich noch eine kurze, aber heiße Session mit Max Greger und Louis Armstrong aus den 60er Jahren dazugepackt.

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Louis Armstrong + Max Greger (irgendwann in den 60er Jahren)

Irgendwie waren diese Klängen zumindest so erfolgreich, dass es nicht nur eine spanische Ausgabe im Jahre 1958 erschienen, sondern, dass man dann noch im Jahre 1963 eine weitere Veröffentlichung dieser Aufnahmen in die Tat umsetzte.

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Besetzung:
Max Greger und seine Münchner Musikanten
+
Otto Storr und die kleine Terz (vocals)

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Titel:
01. Bayerisches Bilderbuch (Teil 1) (3.37)
01.1. Haushammer Plattler (Traditional)
01.2. Weg zum Herzen (Freundorfer)
01.3. Klarinetten-Ländler (Traditonal)
01.4. Geh mach dei Fensterl auf (Jurek)
01.5. Berchtesgadener (Traditional)

02. Bayerisches Bilderbuch (Teil 2) (3.19)
02. 1. Bandl Tanz (Traditional)
02.2. Holzhacker-Buam (Wagner)
02.3. Gamsgebirg (Traditional)
02.4. Tölzer Schützenmarsch ( Krettner)
02.5. Bier her, Bier her (Traditional)
02.6. Ein Prosit (Traditional)

03. Münchner Bilderbogen (Teil 1) (3.10)
03.1. In München steht ein Hofbräuhaus (Gabriel)
03.2. Trink, trink, trink Brüderlein, trink (Lindemann)
03.3. Heut´ hab ich schon mein Fahnderl (Siely)
03.4. Geh ma´ mal nüber (Kreutzer)

04. Münchner Bilderbogen (Teil 2) (3.23)
04.1. So wie du … Schunkelwalzer (Waldmann)
04.2. Münchner Schäffler Tanz (Traditional)
04.3. A Maß Bier (Traditional)
04.4. So lang der alte Peter (Traditional)
04.5. Watschentanz (Traditional)
+
05. Darling Nelly Gray (max Greger + Louis Armstrong-live) (Handby) 2.29

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Wiederveröffentlichung1963

Vorder + Rückseite der Wiederveröffentlichung im Jahre 1963

Max Greger – Max Greger und sein Orchester laden ein (1965)

FrontCover1Das waren noch Zeiten … als „Unterhaltungsmusiker“ wie ein bayerisches Urvieh namens Max Greger bei ihren Platteneinspielungen gar nicht herumkamen, auch „Beatmusik“ in ihr Repertoire aufzunehmen … um dann genau diese „Beatmusik“ ihrem „happy sound“ unterzuordnen.

Sei´s drum … hier ein Max Greger-Album aus dem Jahre 1965 …  Und neben all den Hits findet man mehrere Kompositionen eines C. Diernhammer … und hinter diesem Namen verbirgt sich eine ganze interessante Biographie:

Carlos Diernhammer (* 31. Juli 1931 in Buenos Aires; † 31. Mai 2000 in Holzkirchen (Oberbayern)) war ein deutscher Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Piano, Orchesterleiter), der auch arrangierte und Filmmusik komponierte. Er war auch unter Pseudonym als Sid Sidney, Peter Covent, Pedro Gonzalez und Charlie Steinmann tätig.

Diernhammer stammt aus einer musikalischen Familie (sein Vater war der Komponist Hans Diernhammer (1899–1952)). Er studierte am Trapp’schen Konservatorium der Musik München. Von 1951 bis 1957 wirkte er als Pianist in der Jazzcombo von Freddie Brocksieper; zwischen 1957 und 1961 war er der Pianist des Orchesters von Max Greger, für das er auch arrangierte und an dessen Plattenaufnahmen er beteiligt war. Dann arbeitete er als Studiomusiker in München, begleitete Hanne Wieder und andere Chansonsänger und komponierte Unterhaltungsmusik, aber auch für Film (Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse, Kopfstand, Madam!) und Fernsehen. Unter dem Pseudonym Peter Covent spielte er mehrere Alben für Philips ein; als Pedro Gonzales gründete er ein eigenes Tanzorchester, das sich auf lateinamerikanische Tänze spezialisierte. (Quelle: wikipedia)

Auch wenn er wohl eher in der 2. Reihe deutscher Unterhaltungsmusik tanzte, war er ganz schön umtriebig und allein die Tatsache, dass er auch bei Aufnahmen von Attila Zoller mitwirkte zeigt, dass er auch ein musikalisches Schwergewicht war … wenngleich eher die leichte Muse sein musikalisches Leben begleitete.

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Besetzung:
Max Greger Orchester

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Louis Armstrong & Max Greger, 1964

Titel:
01. Wooly Bully (Samudio) 2.18
02. Memphis TennesseeBerry) 1.53
03. Zorba (Theodorakis) 3.04
04. Let’s Kiss Again (Reich) 2.12
05. I Feel Fine (Lennon/McCartney) 1.44
06. Medley I
06.1. Eight Day’s A Week (Lennon/McCartney) 2.00
06.2. Charlie’s Charleston (Diernhammer) 1.47
06.3. Breuer’s Boogie (Jojic) 1.56
07. Hello Dolly (Herman) 1.38
08. At Last (Warren) 1.58
09. Sweet Love (Callert) 2.23
10. Ich bin verliebt (Diernhammer) 1.43
11. St. Tropez-Cha-Cha (Diernhammer) 2.00
12. Medley II :
12.1. Madrid (Diernhammer) 2.11
12.2. La Novia (Prieto) 2.24
13. 3. Moliendo Cafe (Manza) 1.55

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Verschiedene Interpreten – Die schönsten Fernseh-Melodien (1966)

FrontCover1.jpgHach … bei dieser Hör zu LP aus dem Jahr 1966 ist mir je mehr als einmal das nostalgische Herz übergelaufen.

Und dass es zu dieser LP kam hatte natürlich seinen guten und gewichtigen Grund:

Vielen Fernsehsendungen haben eine Erkennungsmelodie. Leider kennt man fast immer nur die ersten Takte daraus, weil diese Melodien zu früh ausgeblendet werden. Unzählige Musikfreunde hat das nervös gemacht, „Wie gehen diese Melodien weiter?“ haben sie HÖR ZU gefragt. . Nun darum hat HÖR ZU sich die Mühe gemacht, die beliebesten Erkennungsmelodien auf diese Platte zu bringen. Hier können Sie sie nun in aller Ruhe einmal ganz zu Ende hören. Ihre Freunde werden Sie um diese Platte beneiden. (Hüllentext)

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Collage: Johann Eibl

Die meisten „Erkennungsmelodien“ wurden eigens durch ein Studio-Orchester eingespielt, die Ralf Paulsen Lieder gab´s bereits als Singles (Ralf Paulsen war wohl so einer der Vorreiter deutschsprachiger Countrysongs) na ja und dann hören wir noch „Die Ramblers“, „Die NußkEs geht los mit den aufpeitschenm Sound des nacker und Joe Loss und sein Orchester.

Es geht los mit denaufpeitschen Klängen des damaligen Straßenfegers „Stahlnetz“ … und dann geht´s Schlag auf Schlag …

Von „Bonanza“ zu „Fury“ und der Kullemkampf Sendung „Einer wird gewinnen“.

„77 Sunset Strip“ war damals ne Kultserie aus den USA mit dem legendären Kookie (synchronisiert Hans Clarin).

Na ja, und das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier (1643 – 24. Februar 1704) ist nun über jeden Zweifel erhaben. Viel triumphaler kann Musik nicht mehr sein. Und wir kennen es als Eurovisionsmelodie …bis zum heutigen Tage, wenngleich es natürlich weitaus bessere Einspielungen dieser Komposition gibt.

Sei´s drum … ein herrlicher Rückblick auf das westdeutsche Fernsehen der 60er Jahre ist diese LP allemal.

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Mir fehlten eigentlich nur „Lassie“ und „Das aktuelle Sportstudio“ und deshalb habe ich beide Melodien noch als bonus dazugefügt. Und „Flipper“ hab´ ich jetzt doch glatt vergessen.

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Titel:
01. Studio-Orchester: Stahlnetz: Dragnet (Schumann) 2.45
02. Studio-Orchester: Musik aus Studio B: Melody Fair (Farnon) 2.22
03. Ralf Paulsen: Bonanza (Nicolas/Livingston – Evans) 2.16
04. Studio-Orchester: Gestatten, mein Name ist Cox: Cox-Trott (Majewski) 2.50
05. Ralf Paulsen: Ivanhoe (Berenberg/Nicolas) 2.42
06. Joe Loss und sein Orchester: Komissar Maigret: Maigret-Thema (Grainger) 2.14
07. Studio-Orchester: Einer wird gewinnen: Nachtexpreß (Berking) 2.36
08. Studio-Orchester:  (Livingstone/David) 2.54
09. Ralf Paulsen: Fury (Hertha/Arland) 2.24
10. Studio-Orchester: Hätten sie’s gewußt? (Wilhelm) 2.06
11. Die Rangers: Drei gute Freunde (Relin/Luboff) 2.07
12. Die Nußknacker: Im blauen Bock (Henning/Höpfner) 1.35
13. Studio-Orchester: Unter heißer Sonne (Burke) 2.42
14. Studio-Orchester: Eurovisions-Thema (Te Deum) (Charpentier) 2.04
+
15. Max Greger: Das aktuelle Sportstudio (Up to Date) (*) (Reich) 2.20
16. Unbekanntes Orchester: Lassie Intro (unbekannt) 0.18

(*) Fassung aus dem Jahr 1987

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Der deutsche Text von „‚Bonanza“ ist ziemlich sinnfrei, aber das störte mich damals noch nicht die Bohne:

Ein sich’rer Colt ist so gut wie Gold, Bonanza.
Nächtelang die Trommel sang die Lieder der Prärie.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza.
Und unser Land ist gutes Land, das verlässt man nie.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,
kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht,
bauten sie das Land.

Als das Land ein freies Land, Bonanza,
kamen sie durch die Prärie, tausend und noch mehr.
Der Tag war lang, bis man uns bezwang, Bonanza.
Es begann mit tausend Mann, es kamen immer mehr.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza,
und unser Land ist gutes Land,
wir liebten es so sehr.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,
kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht,
bauten sie das Land.

Der Abend winkt, die Sonne sinkt, Bonanza.
Sonnenlicht, das sehn wir nicht,
das sehn wir nimmermehr.

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Max Greger – In The Mood For Hits (1974)

FrontCover1Natürlich gefällt mir der Max Greger immer dann am besten, wenn er sich auf seine Jazzvergangenheit besinnt … so wie auf diesem Album, das eine weitere kleine Verbeugung vor dem Großmeister Glenn Miller ist.

„Die ersten Stationen seiner Karriere wurden von Miller Titeln begleitet, und noch heute schätzt Max Greger den „Glen-Miller-Satz“ (eine Klarinette, zwei Alt- und zwei Tenorsaxophone statt des üblichen Saxophonsatzes) als eines der wichtigsten stilbildenen Elemente in der Entwicklung der Big Band.

„Ich finde diesen Sound so schön, daß er es verdient, auch heute noch gehört zu werden“ meint der Münchner Orchesterchef. So veröffentlichte er bereits mit „In The Mood For Dancing“  und „Max Greger Plays Glen Miller“ zwei Langspielplatten mit Miller-Titeln, die ihm eine große Publikumsresonanz und hervorragende Kritiken einbrachten. Ohne Schwierigkeiten hätte Max Greger diesen Weg fortsetzen können, denn das originale Miller-Repertoire ist sehr groß.

„In The Mood For Hits“ allerdings präsentiert Neues. Lange hatte sich Max Greger Gedanken gemacht, wie man den Miller-Sound aktualisieren könnte, ohne daß er an Ausdruckskraft und Brillanz verliert. Wie würde Glen Miller, wenn er noch lebte, heute spielen ? In Zusammenarbeit mit dem einfallsreichen Arrangeur Delle Haensch und dem Produzenten Bobby Schmidt entstand die vorliegende Produktion, die als eine der schönsten und interessantesten nicht nur treuer Greger-Fans begeistern wird.

Wie aktuell der Sound, der vor rund 30 Jahren entstand, sein kann, zeigen die vorliegenden Aufnahmen zwölf bekannter Titel der internationalen Hitparaden, die nichts von ihrer Eigenart verloren, aber neue klangliche Aspekte hinzugewonnen haben“ (Hüllentext der LP)

Na denn, dann wünsche ich viel Vergnügen bei einem wirklich spannendem Max-Greger-Album !

MaxGregerLive

Besetzung:
Max Greger Orchester

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Titel:
01. Ich hab‘ die Liebe geseh’n (Theodorakis/Arnie) 2.20
02. Tie A Yellow Ribbon Round The Ole Oak Tree (Levine/Russell/Brown/Raschek) 2.27
03. I’d Love You Want Me (Lavoie) 2.52
04. Sweet Gypsy Rose (Levine/Russell/Brown/Prost) 3.00
05. Goodbye, My Love, Goodbye (Panas/Munro) 2.33
06. Ich komm bald wieder (Scharfenberger/Feltz) 2.39
07. Pour Un Flirt (Delpech/Orloff) 2-50
08. Der kleine Prinz (Orloff) 3.02
09. Michaela (Puschmann/Frankfurter) 2.15
10. Rote Rosen (v.Suppé) 2.56
11. Wenn ein Schiff vorüberfährt (Iglesias) 2.43
12. Eviva España (Caerts/Bradtke) 2.31

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