Blechbläserensemble Ludwig Güttler – Newe Auserlesene liebliche Branden, Intraden, Mascheraden – Englische Musik des 17. Jahrhunderts (1988)

FrontCover1.JPGEr ist mein Leib- und Magen Trompeter:

Ludwig Güttler, OBE (* 13. Juni 1943 in Sosa im Erzgebirge) ist ein deutscher Trompeter und Dirigent. Er gilt als einer der weltweit führenden Trompeten-Virtuosen.

Nach seinem Studium bei Armin Männel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig waren die Stationen seiner Laufbahn zwischen 1965 und 1990 das Händel-Festspiel-Orchester in Halle (Saale) (1965–1969), die Dresdner Philharmonie (1969–1980) und die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, wo er eine ordentliche Professur für Trompete innehatte. Daneben unterrichtete er beim jährlich stattfindenden Internationalen Musikseminar in Weimar.

Seit Mitte der 1970er Jahre ist Güttler überwiegend als Solist und später auch Dirigent im In- und Ausland tätig, wobei er sich hauptsächlich der Trompetenliteratur des 18. Jahrhunderts widmet: sein besonderer Arbeitsschwerpunkt ist die hochgestimmte Piccolotrompete für die Wiedergabe von Partien für die eigentliche Barocktrompete. Ferner war er an der Entwicklung eines modernen Blechblasinstrumentes beteiligt, das zur Wiedergabe von Partien für das historische Corno da caccia dienen sollte. Hergestellt wurde das Instrument durch den Blechblasinstrumentenbaumeister Friedbert Syhre in Leipzig.

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Güttler spielte zusammen mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum unter Max Pommer zahlreiche Trompetenkonzerte ein, auch mit seinem langjährigen Orgel- und Cembalopartner Friedrich Kircheis verbindet ihn eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Konzerttätigkeit. Eine große Zahl von Schallplatteneinspielungen Güttlers entstanden bei Eterna, viele in Koproduktion mit „Capriccio“, nach 1990 dann bei Berlin Classics und neuerdings auch bei Carus.

Güttler gründete 1976 das Leipziger Bach-Collegium, 1978 das Blechbläserensemble Ludwig Güttler und 1985 das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, dessen Leiter er ist. Außerdem ist er musikalischer Leiter der Festivals „Sandstein und Musik“ in der Sächsischen Schweiz und der „Musikwoche Hitzacker“.

Güttler ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

1992 sah sich Güttler in der Presse mit Vorwürfen konfrontiert, er sei Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit gewesen. Demnach soll er im September 1979 als IM „Friedrich“ angeworben und bis Januar 1983 für die Staatssicherheit aktiv gewesen sein.[5] Den Inhalt der aufgefundenen Akte bezeichnete Güttler damals als gefälscht, da die dort protokollierten Treffen gemäß seinen eigenen handschriftlichen Unterlagen und auch aus dem Grund, dass er zu den in den Akten genannten Zeiten öffentlich zugängliche Konzerte gab, zeitlich und auch geographisch nicht möglich gewesen seien. Außerdem waren Personenangaben in den Akten fehlerhaft. Eine von ihm erstattete Strafanzeige stellte die Staatsanwaltschaft ein. Es wurde festgestellt, dass die Akten von der Stasi angelegt waren („Das Papier war echt.“). Zum Wahrheitsgehalt der in den Akten beschriebenen Vorgänge konnte die Staatsanwaltschaft Leipzig kein Urteil abgeben. Nach Einschätzung der BStU handelt es sich bei der insgesamt 266seitigen Akte „eindeutig um Unterlagen zu einem Inoffiziellen Mitarbeiter“. Güttler wurde seit 1969 bis 1989 dauerhaft durch Operative Vorgänge (OV) von der Staatssicherheit überwacht – inkl. Operativer Personenkontrolle (OPK). Nach Einschätzung der BStU handelt es sich bei der insgesamt 5000seitigen Akte „eindeutig um eine Opferakte“.

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Ludwig Güttler hat fünf Kinder, drei Söhne, u. a. den Dirigenten Michael Güttler, aus erster und zwei Töchter aus zweiter Ehe. Er ist in dritter Ehe verheiratet.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Ludwig Güttler Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e.V. und Kurator der Stiftung Frauenkirche. Für sein Engagement beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche wurde er im September 2007 von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Am 26. Mai 2005 wurde ihm von Landtagspräsident Erich Iltgen die Sächsische Verfassungsmedaille verliehen.[8] Queen Elisabeth II. hat ihm im November 2007 „in Anerkennung seiner Verdienste um den Wiederaufbau der Frauenkirche und seinen bedeutsamen Beitrag“ für die Versöhnung beider Völker bei diesem Projekt den Orden „Officer of the Order of the British Empire (OBE)“ des britischen Ritterordens Order of the British Empire verliehen. In der Dresdner Frauenkirche gab Güttler an seinem 70. Geburtstag ein Festkonzert.

2006 und in den Folgejahren meldete sich Güttler im Dresdner Brückenstreit um die Waldschlößchenbrücke zu Wort, indem er den unbedingten Erhalt des Titels Welterbe Dresdner Elbtal forderte.

Ludwig Güttler ist seit Januar 2010 offizieller Pate des Kinderhospizes Bethel für sterbende Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Und hier eine Güttler Aufnahme mit seinem „Blechbläserensemble Ludwig Güttler“

Das 1978 durch Ludwig Güttler ins Leben gerufene „Blechbläserensemble Ludwig Güttler“ aus Dresden vereinigt führende Bläsersolisten der Sächsischen Staatskapelle und der Philharmonie Dresden. In den nunmehr 35 Jahren ihres Bestehens hat sich diese Musiziervereinigung zu einem Brass-Ensemble der Superlative entwickelt. Sensationelle Erfolge bei Konzerten im In- und Ausland sowie mehrere stark beachtete Schallplatteneinspielungen belegen die außergewöhnliche Interpretationskunst des Dresdner Ensembles.

Zum Repertoire gehören Originalkompositionen – darunter zeitgenössische, eigens für dieses Blechbläserensemble geschriebene Werke – aber auch Ensemblesätze instrumentalen wie vokalen Ursprungs, die Ludwig Güttler für Blechbläserbesetzungen adaptiert hat. (Quelle: bubu-concerts.de)

Auf dieser LP widmet er sich der englische Musik des 17. Jahrhunderts. Da hat sich einer wieder mal mit viel Liebe in die historische Musikliteratur des 17. Jahrhunderts hinein gearbeitet.

Hüllentext

Oder aber auch: Englische Musikpraxis und englisches Musikempfinden haben in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die kontinental-europäische Musik nachhaltig beeinflusst.

Und bei diesen Aufnahmen schlackern einem nur so die Ohren: Da sind zum einen all die drolligen Titel, da sind zum anderen jede Menge Komponisten, von denen ich ja noch nie etwas gehört habe … aber da sind vor allem diese wunderbaren glasklare Musi, die mich immer wieder aufs neue begeistern kann.

Und natürlich ist die Komposition „Courante (Robert Johnson“) nicht dem Bluesmusiker Robert Johnson gewidmet … ggg

Und ja, all diese jubilierenden Trompetenklänge bringen mein Gemüt zum leuchten …

Aufgenommen im Studio Lukaskirche, Dresden, 1986

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Blechbläserensemble Ludwig Güttler

Besetzung:
Lothar Böhm (french horn)
Gerhard Eßbach (trombone)
Hans Hombsch (trombone)
Ludwig Güttler (trumpet)
Roland Rudolph (trumpet)
Kurt Sandau (trumpet)
Paul-Gerhardt Schmidt (trombone)
Heinz Stiefel (trumpet)
Manfred Zeumer (trombone)

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Titel:

Henry Purcell:
01. Trumpet Tune And Air 2.53

Alfonso Ferrabosco d.J.:
02. Dovehouse Pavan 3.56

John Adson (aus „Courtly Masquing Ayres):
03. Nr. 6 / 1.22
04. Nr. 9 / 1.27
05. Nr 10 / 1.09

William Brade (aus „Newe Auserlesene LIebliche Branden, Intraden …“)
06. Die schöne Lylien 0.53
07. Comoedianten Tanz 1.00
08. Respons 2.05
09. Courante (Robert Johnson) 0.50

Thomas Simpson (aus „Opus Neuer Paduanen, Galliarden …“)
10. Intrada 1.38
11. Ballet 1.08
12. Almanda 1.31
13. Ballet – La mia Salome 2.07

Thomas Simpson (aus „Opus Neuer Paduanen, Galliarden …“)
14. Intrada 1.43
15. Mascarada 1.00
16. Ricercar 2.34

John Adson (aus „Courtly Masquing Ayres“)
17. Nr. 18 / 1.54
18. Nr. 19 / 1.17
19. Nr. 20 / 1.11

William Brade (aus „Newe Auserlesene LIebliche Branden, Intraden …“)
20. Brand 1.11
21. Der Corwallische Aufzug 0.51
22. Näglein Blumen (Robert Bateman) 1.31
23. Der alte Hildebrandt 1.19
24. Auffzug vor Grientwitsch 1.22
25. Erste Mascharada der Pfalzgraffen 0.52
26. My Ladi Wraths Mascharda 0.59

William Byrd:
27. The Earle Of Oxford`s March 3.01

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Verschiedene Interpreten – (It`s Magic) – Das Beste aus Weltmusik, Pop, Jazz & Klassik (1995)

FrontCover1Manche Sampler haben es an sich, dass sie eine irrwitzige, aberwitzige Mischung beinhalten. Hier haben wir vielleicht eines der besten Beispiele:

Unter dem Titel „(It´s Magic)  Das Beste aus Weltmusik, Pop, Jazz & Klassik – Die CD zum Kennenlernen“  hören wir Musik der unterschiedlichsten Art.

Verantwortlich für dieses musikalische Spektakel war die Kaufhauskette Karstadt, die scheinbar in den 90er Jahren den Versuch startete, mit einem eigenem Billig-Label Fuß zu fassen.

Und so hören wir in einer ziemlich durchgeknallten Michung so unterschiedliche Songs wie „El Condor Pasa“ über „Solitaire“ (Shirley Bassey) bis zu „Zorba´s Dance“.

Oder auch von „Ach bleib uns, Herr Jesus Christ“ (Bach) über „Basin´ Street Blues“ bis hin zu dem theatralischem „Delilah“ (Tom Jones).

Man darf sich fragen, was für ein Zeug die Leute geraucht haben, die diese amüsante Karstadt-Werbeplatte zusammengestellt haben … und man muss einfach feststellen, wie verdammt gut die Small Faces waren, die hier mit dem genialen „Tin Soldier“ vertreten sind.

Und das witzige ist: dieser kuriose Zusammenstellung macht auch noch Spaß !

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Titel:
01. Los Indios Paraguayos: El Condor Pasa (Robies) 2,48
02. Shirley Bassey: Solitaire (Sedaka/Cody) 4.43
03, R. Mikopolakis: Zorba´s Dance (Theodorakis) 2.54
04. Ludwig Güttler + Friedrich Kircheis: Ach bleib uns, Herr Jesus Christ (Bach) 2.36
05. Louis Armstrong: Basin Street Blues (Williams) 3.15
06. Ike & Tina Turner: Philadelphia Freedom (John/Taupin) 4.08
07. Ella Fitzgerald: Is There Somebody Else (Robertson/Cogane/Mysels) 2.33
08. Kings Galliard: Gravelwalk (Traditional) 3.04
09. Tom Jones: Delilah (Reed/Mason) 3.22
10. Small Faces: Tin Soldier (Marriott/Lane) 3.23
11. The Gordon Highlanders: Scotland The Grave (Traditional) 2.00
12. The Benedictine Monks Of St. Michael´s: Kyrie Christe Eleison (Traditional) 2.32
13. Engelbert: Another Time, Another Place (Leander/Seago) 3.03
14. David Hasselhoff: Our First Night Together (Elliot/Walsh) 3.59
15. Tina Charles: Dance Little Lady (Biddu/Shury/Roker) 3.09
16. The Brotherhood Of Man: Le Freak (Rodger/Edwards) 2.43
17. Benny Goodman: Let´s Dance (Baldridge/Stone/Bonine) 2.36

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Ludwig Güttler – Konzerte für Trompete (1990)

FrontCover1Dieser Ludwig Güttler war und is ja sowas wie der Maurice Andre der Neuzeit … Ich vermute mal, er zählt zu den ausdrucksstärksten Trompeter der letzten Jahrzehnte und nach die Trompete in den Zeiten der Barockmusik besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, kann man sich an unzähligen Aufnahmen von ihm aus jener Epoche der klassischen Musik erfreuen.

Hier nun ein weiteres Beispiel seiner Spielkunst. Ursprünglich wurde diese Aufnahme 1989 auf dem Eterna Label unter dem Titel „Konzerte für Trompete und Corno Da Caccia“ veröffentlicht, ist diese Pressung die „westdeutsche“ Fassung (wobei das damals eigentlich schon nicht mehr galt).

Und nachdem ich einen ausgesprochenen Faible für Trompetenmusik aus der Barockzeit habe, kann ich die Aufnahmen eigentlich nur jedem dringend ans Herz legen. Was mich wieder mal besonders beieindruckt hat ist, dass Güttler sich auch der doch ziemlich unbekannten Musikliteratur aus jenen Jahren annimmt: Zumindest für mich waren Komponisten wie Johann Melchior Molter, Johann Wilhelm Hertel, Johann Valentin Rathgeber oder Johannes Matthias Sperger bis dato völlig unbekannt.

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch, dass Ludwig Güttler zu DDR-Zeiten einen ganz besonderen Status hatte. Ich zitiere da mal aus einem Spiegel-Artikel aus dem Oktober 1985:

„So einen Staatsakt nimmt der Geheimnisträger Güttler genauso gelassen hin wie einen Auftritt bei der Tagung des Weltkirchenrats oder, Ende dieses Monats, beim Europäischen Kulturforum in Budapest. Feierliche Pflichten, repräsentative Galas, selbst mehrwöchige Tourneen durch die großstädtischen Konzert- und Gotteshäuser sind ihm nicht wichtiger als seine unauffälligen Arbeiten, wenn er Spiegelartikelbeispielsweise Archive und Museen nach einschlägiger Literatur durchstöbert, wieder mal ein altes Jagdhorn aus seiner Privatsammlung von über 50 Instrumenten ausprobiert oder seine Schüler unterrichtet, in Musik, deren Pädagogik und Psychologie. Direkt oder auch indirekt, mittels schriftlicher Unterweisung, profitieren an die 9000 junge DDR-Bläser von Güttlers Können. Ein Standardwerk hat er in Arbeit, „dürfte aber vor 1990 nicht damit fertig werden“.

Ludwig Güttler, 42, Kammervirtuose und (seit 1979) Professor an der Dresdner Musikhochschule, ist heute unbestritten der populärste E-Musiker der DDR. Der Dresdner Bassist Theo Adam, 59, viele Jahre umjubelter Wotan, hat seine besten Jahre hinter sich; der Tenor Peter Schreier, 50, Deutschlands stilvollster Bach-Evangelist, ist zwar noch gut bei Stimme, versucht aber den langsamen Absprung vom Solisten an der Rampe zum Kapellmeister am Pult. Beiden hat Güttler mit seiner wuscheligen Beethoven-Mähne jugendliches Draufgängertum und konkurrenzloses Können voraus.

In den Plattenläden der DDR mit ihrem berüchtigt lückenhaften Sortiment ist Güttler stets bestens vertreten, und wenn er in der Dresdner Kreuzkirche ein Konzert ansetzt, drängeln sich bis zu 7000 Fans um Einlaß, Massen von Jungen voran.

Nicht annähernd die Hälfte seiner fast 180 Auftritte im vergangenen Jahr absolvierte Güttler in dem Staat, dessen Nationalpreisträger er ist. Er darf seine Meisterkurse ebensogut in Österreich und Japan abhalten wie in Weimar. 1976 konnte er das Leipziger Bach-Collegium gründen, zwei Jahre später ein Bläser-Ensemble um sich scharen, jetzt wird er sich aus dem feinsten Orchester der DDR, der traditionsreichen Staatskapelle Dresden, sogar ein eigenes Kammerorchester („Virtuosi Saxoniae“) zusammenstellen, „und zwar ausschließlich mit

Musikern, die ich ausgesucht habe, und nicht mit jenen, die man vielleicht höheren Orts gern gesehen hätte“.

Solch ungewöhnlichen Freiraum verdankt Güttler natürlich nicht nur seiner künstlerischen Autorität und Beliebtheit, sondern auch seiner Funktion als Exportschlager. Die DDR weiß den „neuesten Gott der Trompete“ („Die Welt“), der sich mit „Paganini-Qualität“ („Hamburger Abendblatt“) an „die Spitze seiner Zunft geschmettert hat“ („FAZ“), wohl zu schätzen.“

Den gesamten Artikel habe ich als pdf.Datei einfach mal beigelegt.

Nun an: jetzt aber heißt es schwelgend Ludwig Güttler geniessen !

Ach ja, bevor ich es vergesse: Das Corno Da Caccia ist im deutschen Sprachgebrauch als das gute, alte Jagdhorn bekannt !

 

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Besetzung:
Ludwig Güttler (trumpet, corno da caccia)
+
Michael Eckolt (violin)
Andreas Lorenz (oboe)
Kurt Sandau (corno da caccia)
Roland Straumer (violin)
+
Virtuosi Saxoniae:
Joachim Bischof (basso continuo)
Friedrich Kircheis (harpsichord)
Günter Klier (bassoon)
Hans-Peter Steger (bassoon)
Werner Zeibig (bass)

 

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Titel:
Georg Friedrich Händel: Ouverture (Suite) für Trompete, Streicher, 2 Oboen, Fagott und Basso continuo D-Dur HWV 341
01. 1. Ouverture 1.34
02. 2. Allegro 1.47
03. 3. Air 1.51
04. 4. (ohne Satzbezeichnung) 1.03
05. 5. Marsch 1.12

Johann Melchior Molter: Konzert für Corni da caccia, Streicher und Basso continuo D-Dur MWV 6,35 (bearb. von Manfred Fechner)
06. 1. Allegro moderato 3.43
07. 2. Largo 3.23
08. 3. Allegro 2.21

Johann Wilhelm Hertel: Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo Nr. 2 Es-Dur
09. 1. Allegro ma moderatamente 3.21
10. 2. Largo 3.44
11. 3. Allegro 2.32

Johann Wilhelm Hertel: Konzert für Trompete und Streicher Nr. 1 Es-Dur
12. 1. Allegro 4.08
13. 2. Arioso 5.06
14. 3. Allegro 3.47

Johann Valentin Rathgeber: Konzert für 2 Corni da caccia, 2 Violinen und Basso continuo G-Dur op. 6 Nr. 17
15. 1. Allegro 1.40
16. 2. Adagio 0.55
17. 3. Allegro 1.23

Johannes Matthias Sperger: Konzert für Trompete und Orchester D-Dur
18. 1. Moderato 6.31
19. 2. Rondo: Allegro moderato 4.37

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Ludwig Güttler – Berühmte Trompetenkonzerte (1992)

FrontCover1Wunderbare Barockmusik . und Ludwig Güttler kann als Trompeter davon ein Lied singen:

Ludwig Güttler, OBE (* 13. Juni 1943 in Sosa im Erzgebirge) ist ein deutscher Trompeter und Dirigent. Er gilt als einer der weltweit führenden Trompeten-Virtuosen.

Nach seinem Studium bei Armin Männel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig waren die Stationen seiner Laufbahn zwischen 1965 und 1990 das Händel-Festspiel-Orchester in Halle (Saale) (1965–1969), die Dresdner Philharmonie (1969–1980) und die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, wo er eine ordentliche Professur für Trompete innehatte. Daneben unterrichtete er beim jährlich stattfindenden Internationalen Musikseminar in Weimar.

Seit Mitte der 1970er Jahre ist Güttler überwiegend als Solist und später auch Dirigent im In- und Ausland tätig, wobei er sich hauptsächlich der Trompetenliteratur des 18. Jahrhunderts widmet: sein besonderer Arbeitsschwerpunkt ist die hochgestimmte Piccolotrompete für die Wiedergabe von Partien für die eigentliche Barocktrompete. Ferner war er an der Entwicklung eines modernen Blechblasinstrumentes beteiligt, das zur Wiedergabe von Partien für das historische Corno da caccia dienen sollte. Hergestellt wurde das Instrument durch den Blechblasinstrumentenbaumeister Friedbert Syhre in Leipzig.

Güttler spielte zusammen mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum unter Max Pommer zahlreiche Trompetenkonzerte ein, auch mit seinem langjährigen Orgel- und Cembalopartner Friedrich Kircheis verbindet ihn eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Konzerttätigkeit. Eine große Zahl von Schallplatteneinspielungen Güttlers entstanden bei Eterna, viele in Koproduktion mit „Capriccio“, nach 1990 dann bei Berlin Classics und neuerdings auch bei Carus.

Güttler gründete 1976 das Leipziger Bach-Collegium, 1978 das Blechbläserensemble Ludwig Güttler und 1985 das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, dessen Leiter er ist. Außerdem ist er musikalischer Leiter der Festivals „Sandstein und Musik“ in der Sächsischen Schweiz und der „Musikwoche Hitzacker“.

LudwigGüttler1983 erhielt er den Schallplattenpreis der Deutschen Phonoakademie Hamburg als „Entdeckung des Jahres“, 1988 den Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg, 1989 den Frankfurter Musikpreis. Güttler erhielt 1978 und 1985 den Nationalpreis der DDR und wurde von der Staatsführung bei Festakten engagiert, das letzte Mal am 7. Oktober 1989. 1989 gab er den Nationalpreis zurück.

1992 sah sich Güttler in der Presse mit Vorwürfen konfrontiert, er sei Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit gewesen. Demnach soll er im September 1979 als IM „Friedrich“ angeworben und bis Januar 1983 für die Staatssicherheit aktiv gewesen sein. Den Inhalt der aufgefundenen Akte bezeichnete Güttler damals als gefälscht, da die dort protokollierten Treffen gemäß seinen eigenen handschriftlichen Unterlagen und auch aus dem Grund, dass er zu den in den Akten genannten Zeiten öffentlich zugängliche Konzerte gab, zeitlich und auch geographisch nicht möglich gewesen seien. Außerdem waren Personenangaben in den Akten fehlerhaft. Eine von ihm erstattete Strafanzeige stellte die Staatsanwaltschaft ein. Es wurde festgestellt, dass die Akten von der Stasi angelegt waren („Das Papier war echt.“). Zum Wahrheitsgehalt der in den Akten beschriebenen Vorgänge konnte die Staatsanwaltschaft Leipzig kein Urteil abgeben. Nach Einschätzung der BStU handelt es sich bei der insgesamt 266seitigen Akte „eindeutig um Unterlagen zu einem Inoffiziellen Mitarbeiter“. Güttler wurde seit 1969 bis 1989 dauerhaft durch Operative Vorgänge (OV) von der Staatssicherheit überwacht – inkl. Operativer Personenkontrolle (OPK). Nach Einschätzung der BStU handelt es sich bei der insgesamt 5000seitigen Akte „eindeutig um eine Opferakte“.

Ludwig Güttler ist seit 2007 in dritter Ehe mit Juliane Njankouo verheiratet. Er hat fünf Kinder, drei Söhne aus erster und zwei Töchter aus zweiter Ehe. (Quelle: wikipedia)

Wer – wie ich – einen Narren gefressen hat an barocken Klängen (speziell mit einer im Vordergrund stehenden Trompete) wird hier voll auf seine Kosten kommen: einfach nur köstlich ! Die hier präsentierte Version ist eine Wiederveröffentlichung aus dem Jahre 2009.

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Original Frontcover, 1992

Besetzung:
Joachim Bischof (violoncello)
Michael Eckoldt (violin)
Ludwig Guttler (trumpet)
Friedemann Jahnig (trumpet)
Friedrich Kircheis (harpsichord, organ)
Mathias Schmutzler (trumpet)
Roland Straumer (violin)
Werner Zeibig (bass)

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Titel:

Richard Mudge: Konzert für Tompete und Streicher und Basso continuo D-Dur:
01. I. Vivace – II. Allegro 5.03
02. III. Larghetto andante 3.08

Fernando Antonio Lazarri: Sonata á 6 für zwei Trompeten, Streicher und Basso continuo D-Dur:
03. I. Presto e spicco 2.44
04. II. (Grave) Spicco – Cantabile – Grave 2.44
05. III. Presto  1.23

Georg Philipp Telemann: Konzert für Trompete und Streicher und Basso contino D-Dur:
06. I. Adagio  1.56
07. II. Allegro 1.47
08. III. Adagio 1.31
09. IV. Allegro 1.35

Petronio Franceschini: Sonata für zwei Trompeten, Streicher und Basso continuo D-Dur:
10. I. Grave  0.52
11. II. Allegro 1.25
12. III. Adagio 1.58
13. IV. Allegro 1.54

Leopold Mozart: Konzerte für Trompete, zwei Hörner, Streicher und Basso continuo D-Dur:
14. I. Adagio (cadenza: L. Güttler) 6.30
15. II. Allegro moderato 6.06

Antonio Vivaldi: Konzert für zwei Trompeten, Streicher und Basso continio C-Dur:
16. I. Allegro 2.38
17. II. Largo 1.03
18. III. Allegro  3.01

Joseph Haydn: Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur:
19. I. Allegro (cadenza: L. Güttler) 6.08
20. II. Andante 3,57
21. III. Allegro (cadenza: L. Güttler) 4.19

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Verschiedene Interpreten – Auslese `84 – Bach aus Leipzig (1985)

FrontCover1Auf der Hülle kann man lesen:

„Johann Sebastian Bach: 1685 – 1985“:

Johann Sebastian Bach (* 21. Märzjul./ 31. März 1685greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barocks. In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hoch geschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinandergesetzt hatten, begann mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik. (Quelle: wikipedia)

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Bach Statue in Leipzig

Zum 300. Geburtstag des großen Meisters veröffentlichte man auf einem Sub-Label von Ariola („Auslese“) diese prachtvolle Hommage an Bach.

Geboten wird dabei fast die gesamte Bandbreit des Bach´schen Musiktreibens .. .wobei mir – wie immer bei Musik dieser Art – seine (Instrumentalwerke deutlich mehr zusagen.

Seine religiösen Werke stoßen bei mir quasi eher auf taube Ohren *ggg*.

Die ausführenden Künstler stammten samt und sonders aus der DDR; es ist also zu vermuten, dass man sich hier aus diversen Eterna Alben bediente. Leider fehlen entsprechende discographische Angaben.

Dafür gibts aber auf einem Beiblatt den Stammbaum der Familie Bach … und da staunt man nicht schlecht …

Hören und geniessen ist hier die Devise !

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Besetzung:
Walter Heinz Bernstein (cembalo)
Gisela Burkhardt (sopran)
Ludwig Güttler (trumpet)
Hannes Kästner (organ)
Christoph Kircheis (organ)
Karl-Heinz Passin (flute)
Konrad Ragossnig (lute)
Peter Schreier (tenor)
+
Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer + Hans-Joachim Rotzsch)
Rostocker Madrigalchor

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Titel:

Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
01. Overtüre aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 / 10.23
02 Air aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 / 4.05

Ludwig Güttler + Christoph Kircheis:
03. Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 645 / 3.51

Ludwig Güttler, Thomanerchor Leipzig + Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Hans-Joachim Rotzsch)
04. Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 12 / 0.58

Walter Heinz Bernstein + Karl-Heinz Passin:
05. Menuett BWV-Anhang 132 / 1.14

Peter Schreier + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
06. Bist du bei mir BWV 508 / 2.35

Gisela Burkhardt + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
07. Dir, dir Jehova will ich singen BWV 299 / 3.31

Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
08. Rejouissance aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1069 / 2.20
09. Andante aus dem 2. Brandenburgischen Konzert F-Dur BWV 1047 / 4.32

Ludwig Güttler + Christoph Kircheis:
10. Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter BWV 650 / 3.50

Karl-Heinz Passin + Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
11. Badinerie aus der Orchestersuite H-Moll BWV 1067 B / 1.25

Hannes Kästner:
12. Toccata D-Moll BWV 565 / 2.44

Rostocker Madrigalchor + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss):
13. Choral: Jesu meine Freude BWV 227 / 1.07

Peter Schreier + Konrad Ragossnig:
14. Willst du dein Herz mir dchenken BWV 518 / 2.59

Walter Heinz Bernstein:
15. Menuett BWV-Anhang 114 / 3.47

Peter Schreier + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
16. Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 691 / 5.08

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Inlet02A

Ludwig Güttler – Bläsermusik zur Weihnacht (1984)

FrontCover1Für mich ist und bleibt er einer der bedeutendsten Trompetenspieler der Gegenwart.

Hier mal eine WEihnachts-LP von ihm … es war wahrlich nicht seine einzige, wenn ich das recht +berblicke.

Auf dieser LP zelebriert er sein Trompetenspiel mit Miniaturen aus der Barock- undRenaissancezeit und das auf dem zu erwartenden hohen Niveau:

Die Kompositionen „beeindrucken durch innere Geschlossenheit … und ruhigen, weitgespannten Bläsergesang, der weihnachtlichen Glanz austrahlt.“

Eine festliche Untermalung für die Besinnung unter dem Weihnachtsbaum. Alles Instrumentalstücke mit Bläsermusik.

Beim Kerzenschein des Adventkranzes vermittelt diese unvergleichliche Aufnahme ein tiefes, gläubiges Gefühl der Vorweihnachtszeit. eine Perle …
Wer Ludwig Güttler kennt, der weiß, dass diese Aufnahme interpretatorisch wie technisch ein einmaliges Tondokument darstellt und höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt.

So ein paar der Amazon Kunden.

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Und dann noch dieses Zitat:
„Wer den Auftakt in die nahende Adventszeit besonders festlich gestalten will, dem sei dieser Silberling empfohlen.“ (Klassik. com)
Besonders bemerkenseert für mich, dass Ludwig Güttler, der Musikforscher ganz und gar seltene Kompositionen ausgegraben hat … etliche der Komponisten höre ich damit zum ersten mal … erstaunlich, welche tiefen Kenntnisse der Ludwig Güttler von dieser Zeit hatte. Oder: wer kennt schon Komponisten namens Valerius Otto, Johannes Ghro, Melchior Vulpius oder Johannes Eccard ?
Interessant auch die verschiedenen Intzerpreationen von Klassikern wie „Es ist ein Ros entsprungen“oder gar „Vom Himmel hoch“ (da „streiten“ sich gleich 3 Komüonisten um das Urheberrecht !)

Wenn dann der Heilige Abend kommt … diese Scheibe wird dann bei uns erklingen ….

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Gibt´s heute noch: Das Blechbläserensemble des Ludwig Güttler

Besetzung:
Lothar Böhm (waldhorn)
Manfred Eidner (trombone)
Gerhard Eßbach (trombone)
Ludwig Güttler (trumpet)
Hans Hombsch (trombone)
Werner Hornuff (trombone)
Rainer Jurkiewicz (waldhorn)
Lutz Randow (trumpet)
Roland Rudolph (trumpet)
Kurt Sandau (trumpet)
Paul-Gerhard Schmidt (trombone)
Klaus Schweter (tuba)
Martin Stephan (tuba)
Heinz Stiefel (trumpet)
Istvan Vincze (waldhorn)
Manfred Zeumer (trombone)
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Titel:
01. Valerius Otto: Intrade (Prag 1611) 3.06
02. Georg Friedrich Händel: Tochter Zion, freue dich 0.53
03. Johann Crüger: Wie soll ich dich empfangen 1.36
04. Johannes Ghro: Paduane Aus „Dreißig neue erlesene Padouane und Galliard…“, (Meißen 1604) 2.02
05. Andreas Raselius: Nun Komm, Der Heiden Heiland (Regensburg 1591) 0.43
06. Michael Praetorius: Jubilate Domino aus „Musae Sioniae“ (Teil X Nr. 45) 2.16
07. Georg Friedrich Händel: Marsch aus „Josua“ 1.16
08. Johann Pezel: Sonate 24 aus „Hora Decima“ 2.36
09. Anonymous: Uns ist geborn ein Kindelein aus „Weihnachtsliederbuch des Zwickauer Kantors Cornelius Freundt“ (1500-1591) 1.03
10. Melchior Vulpius: Kanon Über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ 1.27
11. Michael Praetorius: Sinfonia über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ 0.54
12. Michael Praetorius: Es Ist Ein Ros‘ Entsprungen Aus „Musae Sioniae“ (Teil VI Nr. 53) 0.55
13. Johann Crüger: Fröhlich soll mein Herze springen 1.03
14. Giovanni Gabrieli: Canzon à 7 2.41
15. Johann Pezel: Sonate 28 aus „Hora Decima“ 2.25
16. Johann Crüger: Gelobet seist du, Jesu Christ 1.19
17. Michael Praetorius: In Dulci Jubilo aus „Musae Sioniae“ (Teil II Nr. 5) 2.09
18. Johann Pezel: Sonate 21 aus „Hora Decima“ 4.16
19. Johann Andreas Herbst: Singt und klinget allzumal 1.21
20. Jeremiah Clarke: Trumpet Voluntary 2.20
21. Johannes Eccard: Vom Himmel hoch (Königsberg 1597) 0.27
22. William Brade: Paduane 2.38
23. Michael Praetorius: Vom Himmel hoch aus „Musae Sionae“ (Teil IV Nr. 2) 2.16
24. Michael Praetorius: Vom Himmel hoch Aus „Musae Sionae“ (Teil IX Nr. 8) 2.28
15. Johann Hermann Schein: Vom Himmel hoch 1.29
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Ludwig Güttler – Italienische Trompetenkonzerte (1984)

FrontCover1Nach einem windigen und nasskaltem Wochenende in Birmingham, bei dem ich dann nicht mal Stevie Winwood im Pub getroffen habe (aber dennoch wertvolle Selbsterkenntnisse fand) … drängt es mich irgendwie dazu, mich den großartigen Trompetenklängen des nicht minder großartigen Ludwig Güttlers zuzuwenden:

Ludwig Güttler, OBE (* 13. Juni 1943 in Sosa im Erzgebirge) ist ein deutscher Trompeter und Dirigent. Er gilt als einer der weltweit führenden Trompeten-Virtuosen.

Nach seinem Studium bei Armin Männel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig waren die Stationen seiner Laufbahn zwischen 1965 und 1990 das Händel-Festspiel-Orchester in Halle (Saale) (1965–1969), die Dresdner Philharmonie (1969–1980) und die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, wo er eine ordentliche Professur für Trompete innehatte. Daneben unterrichtete er beim jährlich stattfindenden Internationalen Musikseminar in Weimar.
Seit Mitte der 1970er Jahre ist Güttler überwiegend als Solist und später auch Dirigent im In- und Ausland tätig, wobei er sich hauptsächlich der Trompetenliteratur des 18. Jahrhunderts widmet: sein besonderer Arbeitsschwerpunkt ist die hochgestimmte Piccolotrompete für die Wiedergabe von Partien für die eigentliche Barocktrompete. Ferner war er an der Entwicklung eines modernen Blechblasinstrumentes beteiligt, das zur Wiedergabe von Partien für das historische Corno da caccia dienen sollte. Hergestellt wurde das Instrument durch den Blechblasinstrumentenbaumeister Friedbert Syhre in Leipzig.

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Güttler spielte zusammen mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum unter Max Pommer zahlreiche Trompetenkonzerte ein, auch mit seinem langjährigen Orgel- und Cembalopartner Friedrich Kircheis verbindet ihn eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Konzerttätigkeit. Eine große Zahl von Schallplatteneinspielungen Güttlers entstanden bei Eterna, viele in Koproduktion mit „Capriccio“, nach 1990 dann bei Berlin Classics und neuerdings auch bei Carus.
Güttler gründete 1976 das Leipziger Bach-Collegium, 1978 das Blechbläserensemble Ludwig Güttler und 1985 das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, dessen Leiter er ist. Außerdem ist er musikalischer Leiter der Festivals „Sandstein und Musik“ in der Sächsischen Schweiz und der „Musikwoche Hitzacker“.
Güttler ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. (Quelle: wikipedia)

Güttler2Und auch bei diesen Aufnahmen hat der Güttler wieder mal ganz tief in der Musikliteratur der Barockzeit gegraben … die meisten der Komponisten sind mir noch nie untergekommen und …

Namen wie Carlo Tessarini, Pietro Baldessari, Francesco Biscogli oder gar Giuseppe Antonio Vincenzo Aldrovandini waren mir sowas von unbekannt.

Ich rechne es mir schon hoch an, dass es bei Francesco Maria Manfredini zumindest ein wenig bei mir klingelt.

Aber Namen sind womöglich doch Schall und Rauch … was bleibt ist die Musik: da wird geschmeichelt, jubiliert aber nie geschmettert … sondern auch fein subtile Weise dieses Instrument in seiner ganzen Pracht zum erklingen gebracht …

Wer Ohren hat …der höre und geniesse !

BarockTrompete

Eine klassische Barocktrompete

Besetzung:
Walter Heinz Bernstein (harpsichord, organ)
Burkhard Glaetzner (oboe)
Ludwig Güttler (trumpet)
Fritz Kingenstein (cello)
Günter Klier (bassoon)
Heinz Schunk (violin)
Hermann Weiche (violin)
+
Kammerorchester Berlin unter der Leitung von Max Pommer
+
Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig (bei 04. – 06.) unter der Leitung von Max Pommer
+
Kurt Sandau (trumpet bei 04. – 06.)

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Titel:

Carlo Tessarini: Sonate für Trompete, Streichorchester und Basso Continu D-dur:
01. Allegro 2.58
02. Adagio 1.46
03. Allegro 1.30

Francesco Maria Manfredini: Konzert für zwei Trompeten, Streichorchester und Basso Continuo D-dur:
04. Allegro 2.42
05. Largo 1.36
06. Allegro 2.04

Pietro Baldessari: Sonate für Trompete, Streichorchester Un Basso Continuo F-dur Nr. 2:
07. Allegro 1.45
08. Grave 2.12
09. Allegro 1.20

Giuseppe Antonio Vincenzo Aldrovandini: Sonate für Trompete, Streichorchester und Basso Continuo D-dur:
10. Allegro 1.35
11. Largo 1.46
12. Presto 1.13

Francesco Biscogli: Konzert für Trompete, Oboe, Fagott, Streichorchester und Basso Continuo D-dur:
13. Largo Maestoso + Grazioso 8.18
14. Largo e Staccato 6.05
15. Allegro con spirito 5.53

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