Kölner Rundfunk Sinfonie Orchester – Schwarzwaldmädel + Der Vogelhändler (1964)

FrontCover1Nun wieder etwas für die Freunde fröhlicher Operettenklängen, dargeboten von dem Kölner Rundfunk Sinfonie Orchester (WDR) unter der Leitung von Franz Marszalek

Franz Marszalek (* 2. August 1900 in Breslau (Schlesien); † 28. Oktober 1975 in Köln) war ein deutscher Dirigent und Komponist.

Marszalek studierte in Breslau. Nach ersten Jahren musikalischer Tätigkeit in Schlesien (als Kino- und Theaterdirigent und als Kapellmeister bei der Schlesischen Funkstunde AG, dem Breslauer Rundfunk) war er ab 1933 in Berlin als Dirigent und gefragter Arrangeur (auch für den Tonfilm) tätig. In den Kriegsjahren arbeitete er beim „Reichsrundfunk“.

Von 1949 bis 1965 war er der Dirigent des Kölner Rundfunkorchesters. Mit diesem Orchester setzte er beim Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR) Akzente im Bereich der Operette, der leichten Klassik und gehobenen Unterhaltungsmusik; so pflegte er beispielsweise intensiv das Werk seines Freundes Eduard Künneke. Ganz besonders setzte er sich auch für die von ihm sehr geschätzten Leo Fall und Walter Wilhelm Goetze ein. Er legte frühe Gesamtaufnahmen von Der Zigeunerbaron und Karneval in Rom (Johann Strauss (Sohn)), Das Land des Lächelns und Paganini (Franz Lehár) sowie Liebe im Dreiklang (Walter Wilhelm Goetze), allesamt mit Peter Anders, vor. Marszalek galt als „wandelndes Operettenlexikon“. Sein Können und seine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind unerreicht.

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Franz Marszalek

Seine Einspielungen, die durch natürliche Lebendigkeit und hohe Qualität hervorstechen, gehören auch heute noch zum Repertoire des Hörfunks. Zu den von ihm häufig eingesetzten Künstlern gehören u.a. Anny Schlemm, Franz Fehringer, Herta Talmar, Renate Holm, Ingeborg Hallstein, Sándor Kónya, Heinz Hoppe, Rita Bartos, Willy Hofmann, Benno Kusche, Willy Schneider und Herbert Ernst Groh. Für das Fernsehen betreute Marszalek in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren die Musikaufnahmen etlicher Operettenproduktionen (u.a. mit dem jungen Fritz Wunderlich). Nicht nur im Rundfunk und Fernsehen, sondern auch in der Schallplattenindustrie war Franz Marszalek tätig. Das Label Polydor der Deutschen Grammophon veröffentlichte in den 1950er und 1960er Jahren Dutzende von Operettenquerschnitten und Komponistenbildern, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Marszalek war nicht nur ein eminenter Operettendirigent. Mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester nahm er ein umfangreiches Repertoire klassischer Musik auf. Auch hier, wie im Bereich der Operette, spielte er viele Raritäten ein.

Daneben betreute Franz Marszalek in den 1950er und 1960er Jahren eine Rundfunksendung des WDR unter dem Titel Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank, in der er klassische Musik und Opern in historischen Aufnahmen vorstellte.

Sein Sohn ist der Kameramann Michael Marszalek. Die Grabstätte Marszaleks befindet sich auf dem Westfriedhof in Köln. (Quelle: wikipedia)

Geboten werden 2 Querschnitte aus durchaus beliebten Operetten:

Schwarzwaldmädel:

Handlung:

1. Akt: Im kleinen Dorf St. Christoph im Schwarzwald um 1815.
Hans ist von der eifersüchtigen Malwine genervt und fährt daher mit seinem Freund Richard nach St. Christoph im Schwarzwald. Dieser kleine Ort hat eine riesige Domkirche, wo die Vorbereitungen zum Cäcilienfest voll im Gange sind. Der Domkapellmeister Blasius Römer sitzt gerade in seinem Arbeitszimmer und übt auf seinem Klavier. Der Domkapellmeister Blasius Römer, eigentlich fast schon im Pensionsalter, fühlt sich wie im zweiten Frühling. Er ist nämlich heimlich in seine junge Haushaltshilfe Bärbele verliebt. Bärbele hat ihn zwar auch gern, aber eher so, wie eine Tochter ihren Vater liebt. Hans und Richard möchten beim Domkapellmeister ein Zimmer für die Nacht mieten. Da erscheint plötzlich auch Malwine. Sie hofft, Hans im schönen Schwarzwalddorf wieder gewinnen zu können. Hans fühlt sich aber zu dem jungen Schwarzwaldmädel Bärbele hingezogen. Die eifersüchtige Malwine bandelt daher mit Richard an.

2. Akt: Am Tag des Cäcilienfestes
Nach dem Gottesdienst trifft sich das ganze Dorf im Gasthaus. Die Musikanten spielen zum Tanz auf. Da verbreitet sich das Gerücht, der alte Römer wolle heute endlich seiner Haushaltshilfe Bärbele einen Heiratsantrag machen. Die alte Traudl sagt NotenSchwarzwaldmädelden Domkapellmeister offen ins Gesicht, er soll doch keine Dummheiten machen. Darüber kann der alte Römer aber nur lachen. Da sieht er plötzlich, wie seine Bärbele mit dem hergelaufenen Wandermusikanten Hans flirtet. Bei der Damenwahl zur Cäcilienpolka fordert Bärbele den alten Römer zum Tanz auf. Das ist aber für ihn mit der Würde seines kirchlichen Amtes nicht vereinbar und er gibt ihr einen Korb. Als daraufhin ein paar junge Burschen Bärbele verspotten, kann sich Hans nicht mehr zurückhalten. Es etwickelt sich eine große Schlägerei. Der Wirt muss seine ganze Kraft aufwenden, um wieder Ruhe herzustellen.

3. Akt: Im Wirtshaus am Tag danach
Der Bürgermeister von St. Christoph will unbedingt herausbekommen, wer die gestrige Schlägerei begonnen hat. Alle seine Versuche scheitern. Er erfährt aber, dass sich Malwine und Richard verlobt haben. Bärbele erfährt, dass ihr Vater verstorben ist und ihr ein großes Vermögen hinterlassen hat. Als dies der alten Römer hört, kommt er zur Einsicht, denn würde er jetzt immer noch um Bärbele werben, wäre er ein Mitgiftjäger. Bärbele gesteht dem Domkapellmeister, dass sie mit Hans ihren Mann fürs Leben gefunden hat. Sie will mit ihm in die Stadt ziehen. Der tief traurige Blasius Römer tröstet sich mit seiner Kirchenmusik.

Der Vogelhändler:

Handlung:

1. Akt: Schenke und kurfürstlicher Jagdpavillon vor dem Wildpark, Anfang des 18. Jhdt.

Der Kurfürst hat sich zur Jagd angekündigt, doch die wildernden Bauern haben alles weggeschossen. Sie bieten dem kurfürstlichen Wald- und Wildmeister Baron Weps gegen eine Kaution ein Hausschwein als Jagdobjekt an. Weps braucht das Geld dringend, um die Schulden seines Neffen, des Gardeoffiziers Stanislaus, bezahlen zu können. Da sagt der Kurfürst die Jagd überraschend ab. Weps und Stanislaus beschließen, dass Stanislaus den Kurfürsten spielen soll. Der Tiroler Vogelhändler Adam hat im Dorf seine Braut, die hübsche Briefchristel. Er macht aber einem anderen hübschen Pfälzermädel den Hof, ohne zu wissen, dass es die Kurfürstin Marie ist. Christel teilt Adam mit, dass sie dem Kurfürsten eine Bittschrift überreichen werde, damit Adam die Stelle des Menageriedirektors bekommt. Adam verbietet ihr die Audienz mit dem mädchentollen Kurfürsten. Als nun Stanislaus als Kurfürst erscheint, folgt Christel ihm in den Pavillon.

CarlAdamZeller

Carl Adam Zeller

Die Bauern kehren zurück und hören, dass ein Mädchen beim Kurfürsten im Pavillon sei. Sie dringen in den Pavillon ein und kommen mit Christel zurück. Stanislaus ist unerkannt durch ein Fenster entwischt. Christel zeigt triumphierend die Ernennung Adams zum Menageriedirektor. Dieser glaubt aber, sie habe die Stelle für ihn durch Untreue erworben.

2. Akt: Saal im kurfürstlichen Schloss

Die Professoren Würmchen und Süffle sollen Adam die Prüfung für die Stelle des Menageriedirektors bestehen lassen, sei er auch noch so dumm. Adam will aber die Stelle gar nicht. Erst als er hört, dass die Kurfürstin ihm die Stelle zugedacht hat, nimmt er doch an. Baronin Adelaide ist bereit, Stanislaus zu heiraten und seine Schulden zu bezahlen. Dieser ist über eine Ehe mit der Alten nicht entzückt. Ihm bleibt aber nur die Wahl zwischen Ehe oder Pfändung. So stimmt er doch der Heirat zu. Adam entdeckt, dass seine Marie eigentlich die Kurfürstin ist. Christel wiederum glaubt den Kurfürsten gesehen zu haben. Die Kurfürstin merkt, dass hier ein Betrug vorliegt. Christel soll beim Hofempfang ein Glockenzeichen geben, sobald sie den falschen Kurfürsten erkennt. Als das Brautpaar Adelaide und Stanislaus erscheint, schlägt sie die Glocke. Der Betrüger ist erkannt und Adam bestimmt, dass Stanislaus Christel heiraten müsse, um ihre Ehre wiederherzustellen.

3. Akt: Im kurfürstlichen Park
Christel ist wütend auf jene Marie, deren Nebenbuhlerschaft sie das eigenartige Benehmen Adams zuschreibt. Die Kurfürstin kann sie beruhigen, indem sie das Mädchen über die wahre Marie aufklärt. Baron Weps bedauert, dass das Vermögen Adelaides doch nicht in seine Familie kommen soll. Er riskiert selbst einen Heiratsantrag, der von Adelaide sofort angenommen wird. Adam wird Zeuge, wie Christel die Hand des Stanislaus abweist, da sie sich nichts vorzuwerfen habe. Nun ist Adam endlich überzeugt, dass seine Christel unschuldig ist. Er kann sie also wieder als seine Braut in die Arme nehmen. (Quelle: operetten-lexikon.info)

Also, alle nur denkbaren Liebeswirren sind hier vertreten und als Sänger hatte man ein wahrliches Staraufgebot im Programm (der Peter Alexander ist wohl auch heute noch den meisten bekannt).

Man muss diese Musik nicht unbedingt mögen, aber allein die Namen der Lieder können Quell der Heiterkeit sein und nun wissen wir auch, woher die in den deutschen Sprachgebrauch eingegangene Redewendung „Die Christl von der Post“ stammt.

Und: man muss diese Musik nicht unbedingt mögen, aber stimm- und klanggewaltig sind diese Aufnahmen (in einer überraschend guten Qualität digitalisiert) allemal.

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Die Christl von der Post

Besetzung:

Schwarzwaldmädel:
Rita Bartos – Franz Fehringer – Willy Hoffmann – Heinz Maria Lins – Herta Talmar

Der Vogelhändler:
Peter Alexander – Franz Fehringer – Ingeborg Hallstein – Herta Talmar
+
Kölner Sinfonie Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek

BackCover1Titel:

Schwarzwaldmädel: (20.00)
01.01. Einleitung (Quartette
01.02. Wir sind auf der Walz
01.03. Lockende Augen holder Sirenen
01.04. O Cäcilie
01.05. Mädle aus dem schwarzen Wald
01.06. Die Weibersleut‘, die sind eine Brut
01.07. Es kann ein Bub sein
01.08. Muss denn die Liebe Tragödie sein
01.09. Malwine, ach Malwine
01.10. Bauerntanz
01.11. Erklingen zum Tanze die Geigen

Musik: Leon Jessel
Libretto: August Neidhart

Der Vogelhändler: (21.01)
02.1. Grüss euch Gott
02.2. Meinen Strauss im Pavillon
02.3. Ich bin die Christl von der Post
02.4. Marsch
02.5. Wem bring ich den Pokal
02.6. Schau´mir nur recht ins Gesicht
02.7. Als geblüht der Kirschbaum
02.8. Nun, wohlan, jetzt bin ich Braut
02.9. Jekus, Jekus
02.10. Fröhlich Pfalz, Gott erhalt´s
02.11. Man kann sich leicht blamieren
02.12. Wie mein Ahnl zwanzig Jahr
02.13. Ich bin der Prodecan
02.14. Schenkt man sich Rosen in Tirol

Musik:Carl Adam Zeller
Libretto: Moritz West und Ludwig Held

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Inlets

Immer wieder beliebt: Die Innenhüllen der damaligen Zeit

Ingeborg Hallstein – Fernseh-Wunschkonzert (2006)

FrontCover1Wenn ich mich recht entsinne, war meine Frau Mutter eine glühende Verehrerin von der Ingeborg Hallstein:

Ingeborg Hallstein (* 23. Mai 1936 in München) ist eine deutsche Opernsängerin (Koloratursopran).

Ingeborg Hallstein wurde 1936 in München als Tochter der bekannten Sopranistin und Gesangspädagogin Elisabeth Hallstein geboren. Mit 16 Jahren, noch während ihrer Schulzeit, begann sie, bei ihrer Mutter Gesang zu studieren.

1957 erhielt die erst 21-jährige Hallstein ihr erstes Engagement am Stadttheater Passau und debütierte dort als Musetta in Puccinis La Bohème. 1958 bekam sie ein Engagement am Theater Basel, wurde aber schon 1959 von Willy Duvoisin als Koloratursopran an das Münchner Gärtnerplatztheater geholt.

Im August 1960 debütierte Ingeborg Hallstein als Rosina in Mozarts La finta semplice bei den Salzburger Festspielen, zu denen sie im Lauf ihrer Karriere immer wieder zurückkehrte. 1966 wirkte sie in der Uraufführung der Oper Die Bassariden von Hans Werner Henze mit. Von hier wurde sie auch vom damaligen Intendanten Rudolf Hartmann an die Bayerische Staatsoper engagiert, der sie von 1961 bis 1973 als ständiges Ensemblemitglied angehörte.

IngeborgHallstein01Von ihr auf der Bühne gesungene Opernpartien waren in der Folgezeit u.a. die Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), Gilda (Rigoletto), Violetta (La traviata), Sophie (Der Rosenkavalier), Susanna (Le nozze di Figaro), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Aminta (Die schweigsame Frau), Olympia (Les Contes d’Hoffmann), Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen), Fiorilla (Il turco in Italia), Isabella (L’Italiana in Algeri), Marzelline (Fidelio), Despina (Così fan tutte) und die Adele (Die Fledermaus).

Gastspiele gab sie an allen großen Opernhäusern der Welt. Sie sang u.a. an der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen, der Stuttgarter und der Wiener Staatsoper, am Teatro La Fenice in Venedig und Teatro Colón in Buenos Aires, am Royal Opera House in London unter Otto Klemperer, und gestaltete unter Herbert von Karajan 1962 am Theater an der Wien anlässlich dessen Wiedereröffnung eine ihrer Paraderollen – die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte.

Mit ihrer glockenklaren, bis in höchste Höhen reichenden Stimme zählt sie zu den bedeutendsten Koloratursopranen der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben der Oper und Operette bildete das Kunstlied einen weiteren künstlerischen Schwerpunkt Ingeborg Hallsteins, dem sie in zahlreichen Liederabenden im In- und Ausland nachging.

IngeborgHallstein02Ein Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon (Polydor) resultierte in Aufnahmen zahlreicher Opern-, Operetten-, Musical- und Liedeinspielungen. Neben ihrer Opern- und Konzerttätigkeit wirkte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen von Operetten und Opern mit und trat auch in großen Fernsehunterhaltungsshows auf (Peter-Alexander-Show, Dalli Dalli, Gaststar bei Klimbim, u.v.m.).

1979 wurde Ingeborg Hallstein als Professorin für Gesang an die Musikhochschule in Würzburg berufen. Auf Grund ihrer zunehmenden pädagogischen Arbeit zog sie sich im Anschluss langsam von der Bühne zurück. Bis 2006 war sie in Würzburg tätig, heute (Stand 2009) gibt sie ausschließlich Privatunterricht, hält Meisterkurse im In- und Ausland und ist eine gefragte Jurorin bei Gesangswettbewerben.

Für ihre Verdienste, u.a. um den Sängernachwuchs, erhielt Hallstein, die auch Bayerische Kammersängerin ist, 1976 das Bundesverdienstkreuz, 1996 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse und 1999 den Bayerischen Verdienstorden. Ihren Einsatz für die Musik von Johann Strauß würdigte die Johann-Strauss-Gesellschaft in Coburg im Januar 2007 mit dem Ehrenprotektorat. (Quelle: wikipedia)

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Hier eine schöne Zusammenstellung, angeblich oder tatsächlich mit auch bis dato unveröffentlichten Liedern. Ich nehme mal an, diese stammen aus diversen Fernsehshows der 60er Jahre.

Und wenn sich die Hallstein mit ihrer Stimme in schwindelerregende Höhen schraubt, dann bleibt einem schon die Spucke weg. Auch wenn wenn das damals wohl grundsätzlich notwendige „geschmerzte Getue“ dieser Sängerinnen auf den Keks geht, muss man konstanieren, dass hier eine wahre Meisterin ihres Faches am Werke war.

AlternativesFront+BackCover

Alternatives Front+BackCover

Besetzung:
Ingeborg Hallstein (vocals)
+
Chor und Großes Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek

BackCover1Titel:
01. In mir klingt ein Lied (Chopin) 3.19
02. Liebestraum (Listz/Feltz) 3.29
03. Lied der Nachtigall (Zauberlied der Nacht) (Grothe/Dehmel) 3.50
04. Parlez Moi D’amour (Lenoir/Grau) 4.14
05. Solvejgs Lied (Grieg) 4.46
06. Der Reigen (Strauß/Feltz) 3.42
07. An der schönen blauen Donau (Strauß/Feltz) 4.57
08. Ein Blumenstrauss aus Nizza (Buday/Hilm) 4.05
09. Strahlender Mond (Künnecke/Haller/Rideamus) 3.18
10. Frutti Di Mare (Strauß/Zell) 1.58
11. Wien wird schön erst bei Nacht (Stolz/Sterk) 5.10
12. Ich bin die Christel von der Post (Zeller/West) 3.47
13. Klänge der Heimat (Strauß/Haffner) 2.22
14. Hab‘ ich nur deine Liebe (Suppée/Zell) 2.21
15. Jeder Ton spricht davon (Millöcker/Zell) 2.04
16. Du, mein Schönbrunn (Fall/Brammer) 4.52
17. Liebling aller Welt, Dolores (Fall/Schanzer) 3.36
18. Ich schenk‘ mein Herz (Millöcker/Mackeben) 1.58
19. Geschichten aus dem Wienerwald (Strauß/Felz/Bender) 6.56
20. Ein Walzer muss es sein (Fall/Brammer/Grünwald) 4.03

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FranzMarszalek

Franz Marszalek (* 2. August 1900 in Breslau (Schlesien); † 28. Oktober 1975 in Köln)

Weihnachten 2018 (01): Verschiedene Interpreten – Süßer die Glocken nie klingen – Ein festliches Weihnachtskonzert (1968)

FrontCover1.JPGUnd die diesjährige Advents- und Weihnachtssaison geht gleich gut los: Hier ein opulentes Festkonzert zur Weihnachtszeit, dargeboten von Künstlern … bei denen das Bildungsbürgertum der 60er Jahre ganz sicher nur mit der Zunge schnalzte … und die 2 LP´s waren in einer aufwendigen Box verpackt. Aufwendig z.B., weil bei der Vorderseite bei der Box ein Oval ausgestanzt war, in dem man dann die schneebedeckte Landschaft sehen konnte, die das Bild zum Begleitheft war.

Die Musik ist eine Mischung aus traditionellen ‚Weihnachtslieder und klassischen Kompositionen (Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart u.a.) zur Weihnachtszeit.

Und klangvolle Namen wie Rudolf Schock, Erika Köth und Ingeborg Hallstein hätten meine Eltern doch sehr erfreut. Wir hören aber auch gänzlich unbekannte Namen wie der „Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh“ und das „Siegerland Orchester“

Ja und dann noch etliche Orgelwerke (gespielt von Organisten wie Markus Rauschner und Flor Peesters)

Und mein Vater, ja, der hätte zumindest innerlich gestrahlt, wenn er das schlesische Weihnachtslied „Transeamus usque Bethlehem“ gehört hätte.

Und wer glaubt, er kenne alle Weihnachtslieder täuscht sich. Zumindest mir war z.B. „Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe “ oder „Lobe den Herren, den mächtigen König“ bis dato gänzlich unbekannt.

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Schade nur, dass insbesondere die katholische Kirche von dieser Friedensbotschaft eigentlich kaum Notiz nahm in all den Jahrhunderten … dafür soll sie in der Hölle schmoren !

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Und erneut bin ich verwundert, dass uns diese oftmals sehr alten Melodien (so stammt z.B. der Weihnachtsklassiker „Zu Bethlehem geboren“aus dem Jahr 1638; komponiert wurde es in Köln).

Nun ja … ich habe vorhin ja die Bildungsbürger der 60er Jahre angesprochen … und im Jahr 2018 sitzt dann so ein ex-68er vor dem PC und überlegt, ob er nicht just diese Aufnahmen für das heurige Weihnachtsfest auflegen soll (quasi als Referenzaufnahme) … und der kleine, eigene Bildungsbürger sitzt ihm dabei grinsend auf der Schulter…

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Titel:

Sänger und Bläser der Westfälischen Kantorei:
01. Herr, unser Herrscher (Schütz) 5.16

Flor Peesters:
02. Bun Komm, der Heiden Heiland (Buxtehude) 2.22

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
03. Vom Himmel hoch, da komm´ ich her (Luther) 2.10

Das Südwestdeutsche Kammerorchester:
04. Pastorale (Manfredini) 4.49

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
05. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 2.02

Der Dresdner Kreuzchor:
06. Ein Kind ist uns geboren (Schütz) 4.07

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
07. Es ist ein Ros´ entsprungen (Preatorius) 2.18

Ingeborg Hallstein, Franz Lehrndorfer & Orchester des Bayerischen Rundfunks:
08. Alleluja (Mozart) 2.32

Der Dresdner Kreuzchor:
09. Hodie Christus natus est (Sweelinck) 4.22

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
10. Zu Bethlehem geboren (Traditional) 2.32

Markus Rauschner:
11. Air aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 (Bach) 2.56

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
12. Vom Himmel hoch, o Englein kommt (Traditional) 3.03

Flor Peesters:
13. In dulci jubilo BWV 618 (Bach) 1.40

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
14. Dank sei dir, Herr (Händel) 3.55

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
15. Gloria patri BWV 243 (Bach) 2.36

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
16. O du fröhliche (Traditional) 2.31

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
17. Magnificat anima mea BWV 243 (Bach) 3.50

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
18. Denn es uns ein Kind geboren (Händel) 5.11

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
19. Ich steh´ an deiner Krippen hier BWV 469 (Bach) 3.04

Die Berliner Symphoniker:
20. Pastorale (Händel) 2.53

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
21. Ehre sei Gott in der Höhe (Händel) 1.55

Markus Rauschner:
22. Ave verum corpus (Mozart) 3.31

Erika Köth & & Die Berliner Symphoniker:
23. O Jesulein zart (Traditional) 2.55

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
24. Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn (Händel) 3.43

Der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh & Das Siegerland Orchester:
25. Gloria in excelsis Deo BWV 191 (Bach) 6.24

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
26. Herbei o ihr Gläubigen (Traditional) 2.12

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer:
27. Transeamus usque Bethlehem (Schnabel) 2.50

Markus Rauschner:
28. Lobe den Herren, den mächtigen König (Walter) 3.37

Der Bielefelder Kinderchor & Friedrich Wilhelm Schnurr:
29. Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe (Reichardt) 2.07

Erika Köth, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
30. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 4.00

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
31. Hallaluja (Händel) 4.42

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Die Rückseite der Box

Verschiedene Interpreten – Musik erklingt (1965)

FrontCover1.jpgDa gab es mal – in grauer Vorzeit – den „Bertelsmann Schallplattenring“, der es sich (ganz sicher total uneigennützig) zur Aufgabe gemacht hat, Musik unters Volk zu bringen … und zwar preislich günstig.

Und so kam es dazu:

Nachdem der Unternehmer Reinhard Mohn bereits 1950 seinen Bertelsmann Lesering (heute Der Club) gegründet hatte, der es den Mitgliedern ermöglichte, aktuelle Bücher preiswert zu beziehen, wollte er sein Angebot Mitte der 50er Jahre auch auf Schallplatten ausweiten. 1956 gründete man unter der Devise „Zum guten Buch gehört ein schöner Klang“ den Bertelsmann Schallplattenring. Das junge Unternehmen hatte jedoch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. So wollten die Plattenfirmen anfangs die erforderlichen Lizenzen zum Vertrieb der Platten über den Schallplattenring nicht vergeben. Darüber hinaus war es anderen Presswerken mitunter aus vertraglichen Gründen nicht möglich, Aufträge von Bertelsmann anzunehmen. Aus diesem Grund errichtete man 1957 das Presswerk Sonopress in Gütersloh.

Am 22. April 1958 kam es zur Gründung der Ariola Sonopress GmbH sowie eines österreichischen Tochterunternehmens, die mit einer Presskapazität von 225.000 Platten monatlich ausgestattet waren. Die erste Veröffentlichung unter dem neuen Namen war Die Regenbogenkinder von Josephine Baker. Anfangs umfasste das Repertoire nur insgesamt 72 Titel von sechs Interpreten, was es dem Unternehmen schwer machte, in der Branche Fuß zu fassen. Langsam stellten sich jedoch erste Erfolge ein und in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart wurden Geschäftsstellen gegründet, 1961 wurde in Köln eine weitere Musikproduktion eröffnet. Zuvor hatte Ariola 1960 mit dem Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch seinen bisher umsatzstärksten Erfolg mit dem Stimmungslied „Schnaps, das war sein letztes Wort“, von dem 900.000 Exemplare umgesetzt wurden. (Quelle: wikipedia)

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Die Kataloge des Schallplattenrings nannten sich „Schallplattenring Illustrierte“

Und um diese „Schallplatten-Ring“ zu promoten, gab es immer wieder Promo-Singles („unverkäufliche Werbeplatte“), die auf das aktuelle Programm des Rings hinwiesen. Hier ein Exemplar aus dem Jahr 1965. Mittlerweile hatte man auch die Akzeptanz der anderen Schallplatten-Firmen, denn auf der Rückseite dieser Single (die man allerdings mit 33 Umdrehungen abzuspielen hatte) wird stolz verkündet:

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Musikalisch wendete man sich eher an die „reifere Jugend“, die Hildegard Knef mit ihrem Lied „Aber schön war es doch“ war schon ganz schön progressiv für diese Promo-Single.

Aber es gibt dann auch noch diesen Peter Kreuder Titel namens „Du gehts mir durch all meine Träume“, der wirklich ne Wucht ist … ansonsten kann man sich in die Welt der Oper und der Klassik verführen lassen, wobei der „Tanz der Stunden (Finale)“ überraschend gut daher kommt …

Hier also in 18 1/2 Minuten ein Schnelldurchlauf von 12 Musikstücke die damals Deutschland erfreut haben, während ich damals mit offenem Mund „Midnight To Six Man“ von den Pretty Things hörte … mit offenem Mund und geröteten Backen.

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Titel:
01. Mario Lanza: Maria, Mari (Russo/Di Capua) 1.41
02. Mantovani und sein Orchester: Fascination (Marchetti) 1.31
03. Hildegard Knef: Aber schön war es doch (Niessen/Relin/Wilden) 1.27
04. Peter Kreuder: Du gehst durch all meine Träume (Kreuder/Beckmann) 1.44
05. Hans Albers: Auf der Reeperbahn nachs um halb eins (Roberts) 1.06
06. Nini Rosso: Il silencia (Rosso/Celeste/Brezza) 1.43
07. Walter Berry: Der Vogelhändler bin ja ich (Mozart) 1.15
08. Fritz Wunderlich: Man wird ja einmal nur geboren (Lortzing) 1.20
09. Ingeborg Hallstein: Frag´ ich mein beklomm´nes Herz (Rossini) 1.10
10. Artur Rubinstein: Minutenwalzer (Chopin) 1.53
11. Renata Tebaldi: Es glänzte schon das Sternenheer (Verdi) 1.40
12. Arturo Toscanni &  das NBC Orchester: Tanz der Stunden (Finale) (Ponchielli) 1.59

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Werbung für den Schallplattenring

Verschiedene Interpreten – Sag es mit Blumen – Die schönsten Blumenlieder (1981)

FrontCover1Neulich habe ich hier ja ein ausführliches Interview mit Loki Schmidt präsentiert … und zwar hier.

Und hier ein ganz praktisches Beispiel für jenen Bereich, der Loki Schmidt quasi zeitlebens eine Herzensangelgenheit war. Der Schutz von gefährdeten Pflanzen.

Und so erschien 1981 mal wieder ne Benefiz-LP, diesmal gingen 25,0 DM an die „Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen“. Und bot es sich an, ein Album mit den „schönsten Blumenliedern“ zuzusammen zu stellen.

Dabei konzentrierte man sich allerdings vorrangig auf Aufnahmen aus der Welt der Operette und so kann man hier ein hübsches Stell-Dich-ein von bekannten Interpreten wie Heinz Hoppe, Ingeborg Hallstein, Anneliese Rothenberger oder Hermann Prey anhören.

Aber auch die Volksmusik kommt nicht zu kurz und Heino´s „Blau blüht der Enzian“ musste natürlich auch mit von der Partie sein.

Jetzt mal unabhängig von der Musikauswahl, die nun nicht direkt zu meiner ersten Wahl gehört: Das Thema an sich hatte und hat sein Bedeutung und Wichtigkeit, aber das predigen die Grünen ja schon seit langer Zeit. Von daher war diese LP ja eigentlich auch eine kleine Verbeugung vor dieser damals noch in den Kinderschuhen steckenden Bewegung.

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Titel:
01. Heinz Hoppe: Dunkelrote Rosen (Millöcker/Zell/GEnee/Steffan/Knepler) 2.27
02. Ingeborg Hallstein: Ein Blumenstrauß aus Nizzy (Buday/Hilm) 4.00
03. Peter Minich: Schneeweißes Maiglöckchen (de Fries/Ulrich) 4.05
04. Anneliese Rothenberger: Schneeglöckchen (Hardt-Warden/Loose/Stolz) 2.40
05. Fritz Wunderlich: Schenkt man sich Rosen in Tirol (Zeller/West/Held) 3.01
06. Heino: Blau blüht der Enzian (v.Kleebsattel) 4.02
07. Maria und Margot Hellwig: Sag es mit Blumen (Bütow/Pistorius) 2.56
08. Guiseppe Di Stefano: Von Apfelblüten einen Kranz (Lehár/Léon/Herzer/Löhner) 4.03
09. Lolita: Wenn die kleinen Veilchen blühen (Stolu/Hardt-Warden) 2.47
10. Hermann Prey: Draußen in Sievering blüht schon der Flieder (Strauß/Adler) 3.40
11. Das Kollmannsberger Duo + Die Wendelsteinmusikanten: Almenrausch und Edelweiß (Traditional) 3.45
12. Willy Schneider: Auf der Heide blühn die letzten Rosen (Stolz/Balz) 3.05

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