Weihnachten 2018 (01): Verschiedene Interpreten – Süßer die Glocken nie klingen – Ein festliches Weihnachtskonzert (1968)

FrontCover1.JPGUnd die diesjährige Advents- und Weihnachtssaison geht gleich gut los: Hier ein opulentes Festkonzert zur Weihnachtszeit, dargeboten von Künstlern … bei denen das Bildungsbürgertum der 60er Jahre ganz sicher nur mit der Zunge schnalzte … und die 2 LP´s waren in einer aufwendigen Box verpackt. Aufwendig z.B., weil bei der Vorderseite bei der Box ein Oval ausgestanzt war, in dem man dann die schneebedeckte Landschaft sehen konnte, die das Bild zum Begleitheft war.

Die Musik ist eine Mischung aus traditionellen ‚Weihnachtslieder und klassischen Kompositionen (Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart u.a.) zur Weihnachtszeit.

Und klangvolle Namen wie Rudolf Schock, Erika Köth und Ingeborg Hallstein hätten meine Eltern doch sehr erfreut. Wir hören aber auch gänzlich unbekannte Namen wie der „Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh“ und das „Siegerland Orchester“

Ja und dann noch etliche Orgelwerke (gespielt von Organisten wie Markus Rauschner und Flor Peesters)

Und mein Vater, ja, der hätte zumindest innerlich gestrahlt, wenn er das schlesische Weihnachtslied „Transeamus usque Bethlehem“ gehört hätte.

Und wer glaubt, er kenne alle Weihnachtslieder täuscht sich. Zumindest mir war z.B. „Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe “ oder „Lobe den Herren, den mächtigen König“ bis dato gänzlich unbekannt.

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Schade nur, dass insbesondere die katholische Kirche von dieser Friedensbotschaft eigentlich kaum Notiz nahm in all den Jahrhunderten … dafür soll sie in der Hölle schmoren !

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Und erneut bin ich verwundert, dass uns diese oftmals sehr alten Melodien (so stammt z.B. der Weihnachtsklassiker „Zu Bethlehem geboren“aus dem Jahr 1638; komponiert wurde es in Köln).

Nun ja … ich habe vorhin ja die Bildungsbürger der 60er Jahre angesprochen … und im Jahr 2018 sitzt dann so ein ex-68er vor dem PC und überlegt, ob er nicht just diese Aufnahmen für das heurige Weihnachtsfest auflegen soll (quasi als Referenzaufnahme) … und der kleine, eigene Bildungsbürger sitzt ihm dabei grinsend auf der Schulter…

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Titel:

Sänger und Bläser der Westfälischen Kantorei:
01. Herr, unser Herrscher (Schütz) 5.16

Flor Peesters:
02. Bun Komm, der Heiden Heiland (Buxtehude) 2.22

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
03. Vom Himmel hoch, da komm´ ich her (Luther) 2.10

Das Südwestdeutsche Kammerorchester:
04. Pastorale (Manfredini) 4.49

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
05. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 2.02

Der Dresdner Kreuzchor:
06. Ein Kind ist uns geboren (Schütz) 4.07

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
07. Es ist ein Ros´ entsprungen (Preatorius) 2.18

Ingeborg Hallstein, Franz Lehrndorfer & Orchester des Bayerischen Rundfunks:
08. Alleluja (Mozart) 2.32

Der Dresdner Kreuzchor:
09. Hodie Christus natus est (Sweelinck) 4.22

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
10. Zu Bethlehem geboren (Traditional) 2.32

Markus Rauschner:
11. Air aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 (Bach) 2.56

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
12. Vom Himmel hoch, o Englein kommt (Traditional) 3.03

Flor Peesters:
13. In dulci jubilo BWV 618 (Bach) 1.40

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
14. Dank sei dir, Herr (Händel) 3.55

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
15. Gloria patri BWV 243 (Bach) 2.36

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
16. O du fröhliche (Traditional) 2.31

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
17. Magnificat anima mea BWV 243 (Bach) 3.50

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
18. Denn es uns ein Kind geboren (Händel) 5.11

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
19. Ich steh´ an deiner Krippen hier BWV 469 (Bach) 3.04

Die Berliner Symphoniker:
20. Pastorale (Händel) 2.53

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
21. Ehre sei Gott in der Höhe (Händel) 1.55

Markus Rauschner:
22. Ave verum corpus (Mozart) 3.31

Erika Köth & & Die Berliner Symphoniker:
23. O Jesulein zart (Traditional) 2.55

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
24. Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn (Händel) 3.43

Der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh & Das Siegerland Orchester:
25. Gloria in excelsis Deo BWV 191 (Bach) 6.24

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
26. Herbei o ihr Gläubigen (Traditional) 2.12

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer:
27. Transeamus usque Bethlehem (Schnabel) 2.50

Markus Rauschner:
28. Lobe den Herren, den mächtigen König (Walter) 3.37

Der Bielefelder Kinderchor & Friedrich Wilhelm Schnurr:
29. Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe (Reichardt) 2.07

Erika Köth, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
30. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 4.00

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
31. Hallaluja (Händel) 4.42

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Die Rückseite der Box

Verschiedene Interpreten – Musik erklingt (1965)

FrontCover1.jpgDa gab es mal – in grauer Vorzeit – den „Bertelsmann Schallplattenring“, der es sich (ganz sicher total uneigennützig) zur Aufgabe gemacht hat, Musik unters Volk zu bringen … und zwar preislich günstig.

Und so kam es dazu:

Nachdem der Unternehmer Reinhard Mohn bereits 1950 seinen Bertelsmann Lesering (heute Der Club) gegründet hatte, der es den Mitgliedern ermöglichte, aktuelle Bücher preiswert zu beziehen, wollte er sein Angebot Mitte der 50er Jahre auch auf Schallplatten ausweiten. 1956 gründete man unter der Devise „Zum guten Buch gehört ein schöner Klang“ den Bertelsmann Schallplattenring. Das junge Unternehmen hatte jedoch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. So wollten die Plattenfirmen anfangs die erforderlichen Lizenzen zum Vertrieb der Platten über den Schallplattenring nicht vergeben. Darüber hinaus war es anderen Presswerken mitunter aus vertraglichen Gründen nicht möglich, Aufträge von Bertelsmann anzunehmen. Aus diesem Grund errichtete man 1957 das Presswerk Sonopress in Gütersloh.

Am 22. April 1958 kam es zur Gründung der Ariola Sonopress GmbH sowie eines österreichischen Tochterunternehmens, die mit einer Presskapazität von 225.000 Platten monatlich ausgestattet waren. Die erste Veröffentlichung unter dem neuen Namen war Die Regenbogenkinder von Josephine Baker. Anfangs umfasste das Repertoire nur insgesamt 72 Titel von sechs Interpreten, was es dem Unternehmen schwer machte, in der Branche Fuß zu fassen. Langsam stellten sich jedoch erste Erfolge ein und in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart wurden Geschäftsstellen gegründet, 1961 wurde in Köln eine weitere Musikproduktion eröffnet. Zuvor hatte Ariola 1960 mit dem Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch seinen bisher umsatzstärksten Erfolg mit dem Stimmungslied „Schnaps, das war sein letztes Wort“, von dem 900.000 Exemplare umgesetzt wurden. (Quelle: wikipedia)

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Die Kataloge des Schallplattenrings nannten sich „Schallplattenring Illustrierte“

Und um diese „Schallplatten-Ring“ zu promoten, gab es immer wieder Promo-Singles („unverkäufliche Werbeplatte“), die auf das aktuelle Programm des Rings hinwiesen. Hier ein Exemplar aus dem Jahr 1965. Mittlerweile hatte man auch die Akzeptanz der anderen Schallplatten-Firmen, denn auf der Rückseite dieser Single (die man allerdings mit 33 Umdrehungen abzuspielen hatte) wird stolz verkündet:

GanzSchönStolz

Musikalisch wendete man sich eher an die „reifere Jugend“, die Hildegard Knef mit ihrem Lied „Aber schön war es doch“ war schon ganz schön progressiv für diese Promo-Single.

Aber es gibt dann auch noch diesen Peter Kreuder Titel namens „Du gehts mir durch all meine Träume“, der wirklich ne Wucht ist … ansonsten kann man sich in die Welt der Oper und der Klassik verführen lassen, wobei der „Tanz der Stunden (Finale)“ überraschend gut daher kommt …

Hier also in 18 1/2 Minuten ein Schnelldurchlauf von 12 Musikstücke die damals Deutschland erfreut haben, während ich damals mit offenem Mund „Midnight To Six Man“ von den Pretty Things hörte … mit offenem Mund und geröteten Backen.

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Titel:
01. Mario Lanza: Maria, Mari (Russo/Di Capua) 1.41
02. Mantovani und sein Orchester: Fascination (Marchetti) 1.31
03. Hildegard Knef: Aber schön war es doch (Niessen/Relin/Wilden) 1.27
04. Peter Kreuder: Du gehst durch all meine Träume (Kreuder/Beckmann) 1.44
05. Hans Albers: Auf der Reeperbahn nachs um halb eins (Roberts) 1.06
06. Nini Rosso: Il silencia (Rosso/Celeste/Brezza) 1.43
07. Walter Berry: Der Vogelhändler bin ja ich (Mozart) 1.15
08. Fritz Wunderlich: Man wird ja einmal nur geboren (Lortzing) 1.20
09. Ingeborg Hallstein: Frag´ ich mein beklomm´nes Herz (Rossini) 1.10
10. Artur Rubinstein: Minutenwalzer (Chopin) 1.53
11. Renata Tebaldi: Es glänzte schon das Sternenheer (Verdi) 1.40
12. Arturo Toscanni &  das NBC Orchester: Tanz der Stunden (Finale) (Ponchielli) 1.59

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Werbung für den Schallplattenring

Verschiedene Interpreten – Sag es mit Blumen – Die schönsten Blumenlieder (1981)

FrontCover1Neulich habe ich hier ja ein ausführliches Interview mit Loki Schmidt präsentiert … und zwar hier.

Und hier ein ganz praktisches Beispiel für jenen Bereich, der Loki Schmidt quasi zeitlebens eine Herzensangelgenheit war. Der Schutz von gefährdeten Pflanzen.

Und so erschien 1981 mal wieder ne Benefiz-LP, diesmal gingen 25,0 DM an die „Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen“. Und bot es sich an, ein Album mit den „schönsten Blumenliedern“ zuzusammen zu stellen.

Dabei konzentrierte man sich allerdings vorrangig auf Aufnahmen aus der Welt der Operette und so kann man hier ein hübsches Stell-Dich-ein von bekannten Interpreten wie Heinz Hoppe, Ingeborg Hallstein, Anneliese Rothenberger oder Hermann Prey anhören.

Aber auch die Volksmusik kommt nicht zu kurz und Heino´s „Blau blüht der Enzian“ musste natürlich auch mit von der Partie sein.

Jetzt mal unabhängig von der Musikauswahl, die nun nicht direkt zu meiner ersten Wahl gehört: Das Thema an sich hatte und hat sein Bedeutung und Wichtigkeit, aber das predigen die Grünen ja schon seit langer Zeit. Von daher war diese LP ja eigentlich auch eine kleine Verbeugung vor dieser damals noch in den Kinderschuhen steckenden Bewegung.

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Titel:
01. Heinz Hoppe: Dunkelrote Rosen (Millöcker/Zell/GEnee/Steffan/Knepler) 2.27
02. Ingeborg Hallstein: Ein Blumenstrauß aus Nizzy (Buday/Hilm) 4.00
03. Peter Minich: Schneeweißes Maiglöckchen (de Fries/Ulrich) 4.05
04. Anneliese Rothenberger: Schneeglöckchen (Hardt-Warden/Loose/Stolz) 2.40
05. Fritz Wunderlich: Schenkt man sich Rosen in Tirol (Zeller/West/Held) 3.01
06. Heino: Blau blüht der Enzian (v.Kleebsattel) 4.02
07. Maria und Margot Hellwig: Sag es mit Blumen (Bütow/Pistorius) 2.56
08. Guiseppe Di Stefano: Von Apfelblüten einen Kranz (Lehár/Léon/Herzer/Löhner) 4.03
09. Lolita: Wenn die kleinen Veilchen blühen (Stolu/Hardt-Warden) 2.47
10. Hermann Prey: Draußen in Sievering blüht schon der Flieder (Strauß/Adler) 3.40
11. Das Kollmannsberger Duo + Die Wendelsteinmusikanten: Almenrausch und Edelweiß (Traditional) 3.45
12. Willy Schneider: Auf der Heide blühn die letzten Rosen (Stolz/Balz) 3.05

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