Hein und Oss – Deutsche Lieder 1848-49 (1974)

FrontCover1.jpgMan kann ihnen eigentlich nicht dankbar genug sein:

Die Zwillingsbrüder Hein (* 17. September 1927 in Pirmasens; † 14. Februar 2016 ebenda) und Oss Kröher (* 17. September 1927 in Pirmasens), eigentlich Heinrich und Oskar Kröher, zwei deutsche Volkslied-Sänger und Liedermacher, absolvierten jahrzehntelang überwiegend gemeinsame Auftritte. Sie erhielten hohe Auszeichnungen und in den Jahren 1988 bzw. 2000 vom Bundespräsidenten zwei Stufen des Bundesverdienstkreuzes.

Der Schuhvertreter und spätere Lehrer Oskar sowie der Kaufmann Heinrich waren in der Jungenschaft verwurzelt. In der Nachkriegszeit spielten beide zunächst als Gitarristen im Zweibrücker Jazzorchester, bald widmeten sie sich in ihrer Freizeit jedoch ganz dem deutschen Volkslied. Sie veröffentlichten 17 Langspielplatten und CDs sowie Bücher mit Liedsammlungen aus aller Welt. Für ihr Liederbuch Das sind unsre Lieder, illustriert von Gertrude Degenhardt, erhielten sie 1978 auf der Weltausstellung für Buchkunst in Tel Aviv die Silbermedaille. Gemeinsam mit Peter Rohland initiierten sie das Festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck (1964–69).

HeinOss2Die Brüder betätigten sich auch schriftstellerisch. Heinrich Kröher schrieb Kolumnen in der Pirmasenser Zeitung unter dem Pseudonym „Hoyna Tsiyäuna“ („Heiner Zigeuner“) und dokumentierte dabei die Pirmasenser Mundart. Oskar Kröher veröffentlichte ein Buch (Das Morgenland ist weit) über eine Motorradfahrt nach Indien, die er mit seinem Freund Gustav Pfirrmann im Jahr 1951 unternahm. Zum 80. Geburtstag der Zwillinge im Herbst 2007 erschien der erste Teil von Oskars Autobiographie Ein Liederleben, 2011 der Nachfolgeband Auf irren Pfaden, 2013 Vom Lagerfeuer ins Rampenlicht und 2015 Fahrende Sänger.

Beim Auftritt am 15. Juni 2011 auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz kündigten die Brüder an, dass dies ihr letztes öffentliches Konzert sei. Sie traten danach allerdings nochmals am 8. Juni 2014 beim „Internationalen Liederfest“ aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Burg-Waldeck-Festivals auf.

Ältester Sohn von Heinrich Kröher ist der Sachbuch-Autor und Journalist Michael Kröher.

Heiner Kröher starb am 14. Februar 2016 im Alter von 88 Jahren nach kurzer Krankheit in seiner Heimatstadt Pirmasens.

Die Zwillingsbrüder Heinrich und Oskar Kröher standen als „Hein & Oss“ mehr als fünfzig Jahre auf den Bühnen in Europa und in Nordamerika. Als deutsche Liedermacher nannten sie sich selbst „Die Volkssänger“ – nach einem Ausdruck aus dem Wiener Biedermeier. Lange bevor man von einer neuen Volksliedbewegung sprach, bemühte sich das Gesangs- und Gitarrenduo um demokratische Volkslieder: Arbeiterlieder, Freiheitslieder aus der Zeit des Heckeraufstands von 1848/49, Lieder vom Hambacher Fest, Partisanenlieder und Soldatenlieder gegen den Drill, Seemannslieder und Cowboylieder, Lieder vom Wandern, vom Trinken und von der Unrast. Ihre Liederbücher sind stilprägend.

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Die Mitbegründer und regelmäßigen Teilnehmer der Festivalreihe „Chanson Folklore International“ auf Burg Waldeck im Hunsrück bereisten seit Jahrzehnten die halbe Welt, auch für das Goethe-Institut und den Deutschen Akademischen Austauschdienst. (Quelle: wikipedia)

Die Zwillinge Hein & Oss Kröher sind eine lebende Legende. Als Duo prägten sie die Liedbewegung der 1960er Jahre und werden in einem Atemzug mit den großen Liedermachern, Protest- und Folksängern dieser Zeit genannt. Hauptsächlich ihnen ist die Entstaubung des Volksliedes vom Muff von tausend Jahren zu verdanken, und sie stellen das unverdächtige Gegenmodell zur tümelnden Vereinnahmung à la Heino dar.

Und auch dieses Album ist erfrischend und aufklärend. Zeigt es doch, ass die deutschen Volkslieder weitaus mehr zu bieten haben, als nur die Mühle am rauschendem Bach usw. …

Booklet

Die Revolution von 1848/49 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte. In ganz Deutschland erhoben sich Bürgerliche, Arbeiter, Bauern, Handwerker, Studenten und Kleinbürger gegen den herrschenden Feudaladel, um einen einheitlichen demokratischen Staat zu schaffen.
Der Sieg der Februarrevolution von 1848 in Frankreich, der den Ruf nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit wiederbelebte, und die Erhebungen der Italiener, Ungarn, Tschechen und Polen gegen das Habsburger Reich trugen dazu bei, die Revolution auszulösen. Trotz ihrer Niederlage (mit dem Fall der Festung Rastatt am 23. Juli 1849) markiert die Revolution von 1848/49 den Beginn der Demokratie in Deutschland.
Die Freiheitslieder aus den Revolutionsjahren 1848/49 sind Ausdruck des Kampfes gegen den Feudalismus und spiegeln die Ereignisse jener Zeit, die Hoffnungen und Enttäuschungen der kämpfenden Demokraten wider. (Quelle: Schott Musik)

Deutsche Geschichte musikalisch serviert … da kann, da muss man eigentlich zuhören !

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Alternatives Frontcover

Besetzung:
Hein Kräher (vocals, guitar)
Oss Kröher (guitar, vocals)
+
H. Bogachi (obo)
K. Bong (drums)
D. Chanson (flute)
S. Gleitmer (english horn)
P. Grzeschik (banjo)
G. Heine (horn)
H. Henne (trombone)
K. Katz (violin)
S. Klinkhammer (piano, cembalo)
R. Sehring (drums)
W. Tiebold (cello)

und viele mehr

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Titel:
01. Deutscher Nationalreichtum (v.Fallersleben/Rohland) 2.34
02. Trotz alledem (Freiligrath/Traditional) 3.21
03. Vetter Michels Vaterland (v.Fallersleben/Traditional) 2.15
04. Das Blutgericht (Schremmer/Traditional) 2.11
05. Die freie Republik (Traditional) 2.15
06. Das Reden nimmt kein End (Herwegh/Traditional) 2.00
07. Das Bürgerlied (Traditional) 2.41
08. Ca Ira (Tiersot/Bécourt) 1.09
09. Reveille (Freiligrath/de L’isle) 2.24
10. Mein Deutschland, strecke die Glieder (Herwegh/Zelter) 2.42
11. Die Fürstenjagd (Traditional) 3.42
12. Das Heckerlied (Traditional) 3.00
13. Das Lied von Robert Blum (Stahr/Holtei) 3.44
14. Der gute Bürger (Freiligrath/Rohland) 2.45
15. Badisches Wiegenlied (Pfau/Traditional) 2.07
16. Achtzehnter März (Herwegh/Traditional) 3.31

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Hein & Oss – Singen Volkslieder – Auf den Plätzen, in den Straßen (1976)

FrontCover1Höchste Zeit, sich mal wieder dem famosen Duo „Hein & Oss“ zuzuwenden:

Die Zwillingsbrüder Hein und Oss Kröher (* 17. September 1927 in Pirmasens, eigentlich Heinrich Kröher und Oskar Kröher) sind zwei deutsche Folk-Sänger und Liedermacher.

Der Schuhvertreter und spätere Lehrer Oskar und der Kaufmann Heinrich waren in der Jungenschaft verwurzelt. In der Nachkriegszeit spielten beide zunächst als Gitarristen im Zweibrücker Jazzorchester, bald widmeten sie sich jedoch in ihrer Freizeit ganz dem deutschen Volkslied. Sie veröffentlichten 17 Langspielplatten und CDs sowie Bücher mit Liedsammlungen aus aller Welt. Für ihr Liederbuch Das sind unsre Lieder, illustriert von Gertrude Degenhardt, erhielten sie 1978 auf der Weltausstellung für Buchkunst in Tel Aviv sogar die Silbermedaille. Gemeinsam mit Peter Rohland initiierten sie das Festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck (1964–69).

Der Bundespräsident verlieh ihnen für ihr künstlerisches Schaffen im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Darüber hinaus erhielten sie zahlreiche weitere Auszeichnungen.

Die Brüder betätigen sich auch schriftstellerisch. Heinrich Kröher schreibt Kolumnen in der Pirmasenser Zeitung unter dem Pseudonym Hoyna Tsiyäuna („Heiner Zigeuner“) und dokumentiert dabei die Pirmasenser Mundart. Oskar Kröher veröffentlichte ein Buch (Das Morgenland ist weit) über eine Motorradfahrt mit seinem Freund Gustav Pfirrmann im Jahr 1951 nach Indien. Zu Oskars 80. Geburtstag im Herbst 2007 erschien der erste Teil seiner Autobiographie Ein Liederleben, 2011 der Nachfolgeband Auf irren Pfaden, und 2013 Vom Lagerfeuer ins Rampenlicht.

Beim Auftritt am 15. Juni 2011 auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz kündigten die Brüder an, dies sei ihr letztes öffentliches Konzert.

Die Zwillingsbrüder Heinrich und Oskar Kröher haben als „Hein & Oss“ mehr als fünfzig Jahre auf den Bühnen in Europa und in Nordamerika gestanden. Sie sind deutsche Liedermacher und nennen sich selbst „Die Volkssänger“ – nach einem Ausdruck aus dem Wiener Biedermeier. Lange bevor man von einer neuen Volksliedbewegung sprach, hat sich das Gesangs- und Gitarrenduo um demokratische Volkslieder bemüht: Arbeiterlieder, Freiheitslieder der Heckerzeit von 1848/49, Lieder vom Hambacher Fest, Partisanenlieder und Soldatenlieder gegen den Drill, Seemannslieder und Cowboylieder, Lieder vom Wandern, vom Trinken und von der Unrast. Ihre Liederbücher sind stilprägend. Die Mitbegründer und regelmäßigen Teilnehmer der Festivalreihe „Chanson Folklore International“ auf Burg Waldeck im Hunsrück bereisen die halbe Welt seit Jahrzehnten auch für das Goethe-Institut und den Deutschen Akademischen Austauschdienst. (Quelle: wikipedia)

Und dieses Doppel-Album (veröffentlicht bei der Gewerkschaftseigenen „Büchergilde“)  hat den beiden wohl besonders viel Popularität gebracht (mich jedenfalls hat es damals schon sehr beeindruckt) … dabei war es eigentlich ihr bereits ihr neuntes Album … ihr erstes Album „Soldatenlieder“ erschein bereits 1966 auf CBS !

Diesem Album wurde ein 12seitiges booklet beigefügt … mit all den Texten … da kann man nur sagen: Eine wirklich liebevolle Edition … entdecken und wundern !

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Besetzung:
Heinrich „Hein“ Kröher (vocals, guitar)
Oskar „Oss“ Kröher (vocals, guitar)
+
Gabriele Bollinger (vocals)
Franz Deubner (violin)
Karl-Heinz Feit (cello)
Manfred Hartenstein (fagott)
Thomas Kammacher (hurdy-gurdy, recorder, bagpipes, violin, percussion, jew´s harp)
Stefan Klinkhammer (cembalo)
Georg Kremer (percussion, castagnetten)
Hans Lengenfeld (bass)
Heinz Loch (oboe)
Josef Merkl (violin)
Rudi Risavy (violin, flute)
Armin Rusch (accordeon)
Uwald Schneider (trumpet)
Jürgen Schöntges (bagpipes)
Giuseppe Solera (clarinet)
Helmut Waller (english horn)
Willy Zanke (flute)
Ernst Zindl (waldhorn)

Booklet

Titel:

LP 1:
01. Wie schön blüht uns der Maien 2.30
02. Es hat ein Bauer ein schönes Weib 3.27
03. Zu Straßburg auf der Schanz  3.17
04. All mein Gedanken 2.08
05. Der Bettelvogt 2.27
06. O König von Preußen 3.53
07. Die große Hungersnot 2.00
08. Innsbruck, ich muß dich lassen 3.31
09. Der Böhmische Wind 1.59
10. Drei Zigeuner 3.11
11. Der Tod von Basel  2.20
12. Zogen einst fünf wilde Schwäne 2.11
13.. Die Leineweber 2.20
14. Schlagt auf die Trommel  2.55
15. Glück auf! Glück auf!  1.55
16. Es zogen drei Sänger 2.20
17. Ade zur guten Nacht 2.49

LP 2:
01. Das Liebchen bringt große Freud  1.25
02. Wach auf, meines Herzens Schöne 2.28
03. Feinsliebchen, du sollst nicht barfuß gehn 2.23
04. Es ist ein Schnee gefallen 3.00
05. Bei Regen oder Sonnenschein 2.41
06. Da droben auf jenem Berge  2.29
07. Der Mond ist aufgegangen  4.00
08. Das zerbrochene Ringlein  2.59
09. Muß i denn zum Städtle hinaus 2.27
10. Die Gedanken sind frei 2.13
11. Unkraut 1.09
12. Der Arme muß ins Feld 1.52
13. Es ist ein Schnitter 2.14
14. Horch, Kind, horch 2.57
15. Das Leibregiment 4.08
16. Die Herren Generale 2.03
17. Spaniens Himmel 2.00
18. Grandola, Vila Morena  2.20

Alle Lieder: Tradtionals

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HeinOss2011

Hein & Oss bei ihrem letztem Auftritt (15. Juni 2011 auf der Festung Ehrenbreitstein/Koblenz)

 

Gretel Rieber – Erlebte Geschichten mit Hein und Oss Kröher (2014)

frontcover2014 wurden sie 87 Jahre alt, die Zwillingsbrüder Heinrich und Oskar Kröher, in Pirmasens in der Pfalz geboren. Der eine, Hein, war Schuhverkäufer und später Lehrer, der andere, Oss, Kaufmann.
Bekannt geworden sind die beiden als Hein und Oss, die Liedermacher, die „Volkssänger“, wie sie sich, nach nunmehr über 50 Jahren auf der musikalischen Bühne selbst nennen. Ihre Art zu singen hat in den 1960er Jahren viel Zuspruch bekommen, als immer mehr Liedermacher auftraten und ihrem Genre mehr Gehör verschafften – wie Franz Josef Degenhardt oder Reinhard Mey.
Deren Namen wie auch der der Kröher-Brüder ist eng mit der Burg Waldeck verbunden, auf der sie sich zum Festival um Pfingsten herum trafen und dem politischen Lied in der Bundesrepublik zum Durchbruch verhalfen. Hein und Oss gehören zu den Gründervätern des Waldeck-Festivals.
Anlässlich dieses 87. Geburtstages gab es im WDR 5 ein Radiogespräch mit den beiden, in dem sie Auskunft über ihr nun wirklich reiches Leben gaben.
Hier kann man es nun nochmals hören … für den eigenen Hausgebrauch.
heinoss
Schmunzelnd musste ich einmal schon stark, als sie beide stolz verkündeten, sie hätten ein ordentliches Leben geführt und auch jeweils „Söhne gezeugt“ … nun gut, da hört man jenen für mich völlig unverständlichen männlichen Stolz heraus (der im übrigen völlig unbegründet ist, denn das Geschlecht wird dann doch durch die Frau bestimmt).
Nur mal so nebenbei: Ich habe auch ein ordentliches (na ja … ) Leben geführt und zwei Töchter gezeugt *gggg*.
Ansonsten aber kann man nur beeindruckt von diesem Brüderpaar sein …  das nenn ich eine deutsche Biographie auf die man nun wirklich stolz sein kann.
Akustische Beiträge der beiden werden hier natürlich noch folgen.

Der Hein ist dann am 14. Februar 2016 in Pirmasens verstorben …

Titel:

01. Erlebte Geschichten mit Hein und Oss Kröher 24.36

Redaktion: Mark vom Hofe
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Hein Kröher (* 17. September 1927 in Pirmasens; † 14. Februar 2016 ebenda)

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