Erich Heinemann & Emmerich Huber – Die Himmelswerkstatt (1952)

TitelUnd wieder mal so eine kleine (eigentlich große) Herzensangelegenheit meinerseits.

Dieses Weihnachtskinderbuch (38 Seiten) erschien erstmalig 1952, war in den Tagen meiner Kindheit mein fester Begleiter und irgendwie habe ich dann dieses Buch hinübergerettet in jene Zeit, als ich mich mit meinen Töchtern auf das jeweilige Weihnachtsfest vorbereitet.

Und es sind jetzt ein paar Wochen her, als meine eine Tochter mich anrief und fragte: „Du Papa, hast Du eigentlich noch dieses Buch von der Himmelswerkstatt, das würde ich so gerne nochmals sehen“.

Um dieses Buch dann wieder zu finden, bedurfte es dann einiger Räumarbeiten in meinem Archiv … und eines Tages hielt ich es dann wieder in meinen Händen.

Verfasst und gestaltet wurde wurde das Buch von Erich Heinemann und Emmerich Huber.

Über Erich Heinemann konnte ich nichts in Erfahrung bringen; ich mag nichtglauben, dass es sich dem gleichen Erich Heinemann handelt, der sich auch als Karl May Forscher und Verfasser von diversen Jugendromanen einen gewissen Namen gemacht hat.

Emmerich Huber (* 24. September 1903 in Wien; † 10. August 1979 in Berlin) war ein deutscher Werbezeichner, Comiczeichner, Illustrator und Karikaturist.

Huber war hauptsächlicher Illustrator der Zeitschrift Die Blauband Woche, die von der deutschen Margarinemarke Rama in den 1930er Jahren herausgegeben wurde.

Nach Abschluss der Schule wurde Huber in Berlin Technischer Zeichner. Von 1925 bis 1933 zeichnete er populäre Serien wie Das Neueste von Onkel Jup und Hans und Lottchen. 1933 illustrierte er das Buch Optimist sein. Auf Anordnung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda schuf Huber für den Völkischen Beobachter die Comicreihe Damals. Den Anforderungen der Zeitungsherausgeber nach offener Propaganda entsprach Huber insofern nicht, dass er die Handlung des Comics in die Steinzeit verlegte. Nach dem Krieg illustrierte er unter anderem die Bücher Meine lustige Fibel, Die Himmelswerkstatt und Bei Tüddelwitt im Zwergenwald.

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Gelegentlich wurde das Buch noch nachgedruckt

In der Wochenzeitschrift Revue wurde er ab 1952 einer breiten Öffentlichkeit durch seine Karikaturen bekannt. Er hatte seinen festen Platz auf der letzten Seite der Revue mit seinem Bilderbogen von Emmerich Huber und den Familienabenteuern der Familie Kindermann. Seine Signatur war EMERICH HUBER mit einem Strich über dem „M“. Zu seinen Kollegen gehörten u. a. Olaf Iversen, Peter Großkreuz und Gerhard Brinkmann. (Quelle: wikipedia)

Tja, und für mich haben sich die beiden mit diesem Buch (letztlich eine früher Version der sog. Wimmelbild-Bücher) unsterblich gemacht. Allerdings wird man sich auch heute noch an diesem Buch nur dann erfreuen können, wenn es einem möglich ist, diese „kindliche Brille“ aufzusetzen … vermutlich eine Gabe, die nicht jeder besitzt.

Aber wenn man sich so umschaut, löst dieses Buch ja nicht nur bei mir diese wärmenden Kindheitserinnerungen aus.

Und demnächst übergebe ich dann dieses Buch in die Obhut meiner jüngeren Tochter …

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War damals so: die ersten zwei Seiten waren einfach „nur so“ gestaltet.

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Menschenkinder wagen den Blick ins Himmelreich …

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… und entdecken dabei die Himmelswerkstatt

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Die Engelein machen sich auf den Weg zur Arbeit

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Und drängeln sich zum Eingang (einschließlich Stechuhr)

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In der 1. Abteilung werden die eingehenden Christkindl-Briefe sortiert und bearbeitet

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Die Weihnachtsbäckerei darf natürlich nicht fehlen

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In der nächsten Abteilung geht´s um elektrisches Spielzeug … hach … 

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Die Engelchen in der Schneiderei

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Und der Storch bringt halt doch die Babies, hier der Beweis !

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Auf wundersame Weise: Die Neugeborenen Station in der Himmelswerkstatt

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In der Pause gibt es Unterhaltung … aber halt: wer hat sich denn da eingeschlichen ?

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Diese Aufgabe übernimmt dann lieber der Petrus, oder so

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Und auch eine kreative Ideenschmiede gibt´s da oben

Und so sieht es dann in der Höllenwerkstatt aus:

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Und nach getaner Arbeit geht´s dann hurtig zu uns Erdenbürgern hinab

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Den Rest des Weges stampft man dann durch den verschneiten Wald

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Und jetzt ist es soweit … 

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Beispiel25

 

Beispiel30

Geht auch günstiger …