Verschiedene Interpreten – Mein Zaubergarten – Entspannt malen und kreativ sein mit schönen Geschichten zum Zuhören (2003)

FrontCover1.jpgAlso das ist ja nun wirklich ein Hörbuch, das einen überraschen kann, denn hier geht es niht nur um das Hören:

Ausmalen ist das neue Yoga: Gönnen Sie sich eine Auszeit, indem Sie der Auswahl von Geschichten rund um das Thema „Garten und Natur“ lauschen und dabei die passenden Malvorlagen kreativ gestalten. Entspannen, den Alltag und die Zeit vergessen, zur Ruhe kommen, durchatmen – schon weicht der Alltagsstress bunten Blüten und frischem Grün. (Produktinformation)

Das Hörbuch „Mein Zaubergarten“ vom Hörverlag beinhaltet zwei CD’s mit einer Gesamtlaufzeit von 2,5 Stunden.

Bereits das Cover des Hörbuchs ist zauberhaft gestaltet und ein echter Blickfang. Mit einem Gummibändchen werden die innenliegenden Fächer mit Hör-CD’s und Malmotiven dekorativ zusammengehalten. Sehr schön gestaltet!

Heitere, besinnliche und märchenhafte Geschichten über Gärten und Blumen aus alter Zeit laden zum Träumen ein.

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Zwei der insgesamt 10 Malvorlagen

Das Hörbuch hat mich tatsächlich verzaubert und aus meinem stressigen Alltag gerissen. Die Ausmalmotive, die momentan absolut im Trend liegen, laden zusätzlich zum Entspannen ein. Sie sind aus einer dickeren Pappe gefertigt, in einem handlichen Format, welches sich auch zum einrahmen oder verschenken eignet. Die Motive sind sehr fröhlich, beschwingt und zum Hörbuchthema passend blumig. Die Kurzgeschichten versüßen die Wartezeit auf den Frühling und Sommer. Sie werden von angenehmen Erzählstimmen widergegeben mit denen es leicht fällt in andere Welten abzutauchen. Die klassischen Geschichten handeln alle von Gärten und Blumen. Sie entführen in eine alte Zeit und lassen den Hörer in die bunte Welt des Gärtnerns und die strahlenden Farben der Blumen hinab tauchen. Das Hörbuch zaubert Sonnenschein in den Alltag!

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Fazit: Wunderschöne, klassische Kurzgeschichten aus alter Zeit über Blumen und Gärten, die Sonnenschein in den Alltag zaubern. Beschwingte, fröhliche Motive in einem handlichen Format laden zusätzlich zum Ausmalen und entspannen ein. Die Erzählstimmen sind sehr angenehm und lassen den Hörer in die bunte Welt der Blumen und Gärten eintauchen. Eine absolute Empfehlung ! (Captain Jack)

Mein Zaubergarten ist eine Ansammlung von Kurzgeschichten vieler bekannter klassischer Autoren wie Hermann Hesse, Theodor Fontane, Giovanni Bocacco, Alphonse Daudet, Hans Christian Andersen…., die sich alle über das Thema Garten, Blumen, Jahreszeiten und Gartenarbeit in vielen verschiedenen Geschichten auslassen und ihre Gedanken dazu äußern.

Doris Lessing

Doris Lessing

Jede Geschichte wird von einem anderen Sprecher vorgelesen. Dies gibt viel Abwechslung und jeder Geschichte seinen eigenen Charakter. Meist sind die Kurzgeschichten recht kurz und doch sehr ansprechend. Mir haben sie sehr gefallen. Sie waren sehr unterschiedlich , haben mich sehr animiert, motiviert und inspiriert Gartenarbeit zu machen, in den Garten gehen zu wollen und Pflanzen, Gemüse und Blumen zu säen, zu pflanzen und zu pflegen.

Dazu gibt es 10 A5 einseitige Karten, die beim Zuhören angemalt werden können. Es sind hauptsächlich Blumenmotive. Im ungemaltem Zustand haben sie mir nicht sonderlich gefallen. Drei Karten habe ich mit Filzstiften ausgemalt. Die Farbe färbt ein wenig auf der Rückseite durch, aber da die Bilder sowieso einseitig sind, finde ich es nicht sehr schlimm. Angemalt, gefielen mir die Bilder dann doch ganz gut. Wobei ich aber schon Gemüse, Obst oder auch Krabbeltierchen oder warum nicht, auch Gartengeräte sehr begrüßt hätte, da viele Kurzgeschichten diese Themen besaßen.
Dies bemängele ich leider immer wieder, dass bei Gartenthemen in Ausmalbücher fast ausschließlich nur Blumen abgezeichnet sind. Dabei ist ein Garten so viel mehr als nur Blumen.

Ansonsten fand ich die Kombination Hörbuch mit Ausmalbilder sehr schön und auch sehr passend. Es macht Spaß den vielen verschiedenen Stimmen zuzuhören und gleichzeitig mit Farben spielen zu können. (Federzauber)

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Über die Sprecher/Sprecherinnen noch folgende Informationen:

Katharina Thalbach ist eine Ausnahmeerscheinung: Sie stand schon als vierjährige auf der Bühne und feierte frühe Erfolge u. a. am Berliner Ensemble. Sie spielte große Rollen in Filmen wie „Die Blechtrommel“, „Sonnenallee“ oder Doris Dörries „Paradies“ und prägte die Bühne in Theaterstücken wie „Käthchen von Heilbronn“ (Schauspielern des Jahres 1980) und „Hamlet“ (Ophelia). Zudem trat sie auch als Regisseurin hervor, u.a. mit „Don Juan“, „Der Hauptmann von Köpenick“ oder Opern wie „Salome“ und „Jenufa“. Ihre einzigartige Stimme sowie ihr Sinn für Regie machen sie zu einer Hörbuchsprecherin ganz eigener Klasse.

Katharina Thalbach

Juliane Köhler erhielt ihre Schauspielausbildung am H.B. Studio in New York. Ihre Karriere begann am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover. Ab 1993 spielte sie mit Unterbrechungen am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch die Rolle im Kinofilm „Aimée und Jaguar“, für den sie den Silbernen Bären erhielt. In dem 2003 mit dem Oscar ausgezeichneten Film „Nirgendwo in Afrika“ der Regisseurin Caroline Link spielte sie die Hauptrolle.

Stefan Wilkening

Stefan Wilkening

Der Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening ist neben seinen Theaterengagements (u.a. Münchner Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt) in zahlreichen Dokumentationen, Hörfunk- und Hörbuchproduktionen zu hören, sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen (u.a. „Tatort“, „Der Alte“, „Um Himmels Willen“) zu sehen.
Für den Hörverlag las er z. B. „Glaube der Lüge“ von Elizabeth George, die „Merlin-Saga“ von T.A. Barron und „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie. Darüber hinaus wirkte Stefan Wilkening u. a. bei den Hörspielproduktionen „Ulysses“ und „Moby-Dick“ mit. Mit seinen erfolgreichen Solo-Live-Hörspielen ist er gern gesehener Gast auf allen deutschen Bühnen.

Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie „Verdammt verliebt“. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in „Raum“ (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der „Twilight“-Reihe. Daneben war sie immer wieder in „How I Met Your Mother“ zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller „Schattengrund“ von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr „virtuoses Sprach-Spiel“ noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.

Eva Gosciejewicz studierte Schauspielkunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Es folgten Engagements u.a. an den Kammerspielen München, dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Theater Bremen. Neben ihrer Arbeit am Theater ist sie in zahlreichen Hörfunk- und Hörbuchproduktionen zu hören sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen (u. a. „Tatort“, „Polizeiruf 110“) zu sehen. Für den Hörverlag las sie z. B. „Malka Mai“ von Mirjam Pressler (Hörbuch des Jahres 2002) und „Die weiße Massai“ von Corinne Hofmann.

Eva Gosciejewicz

Eva Gosciejewicz

Nico Holonics, geboren 1983 in Leipzig, absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Von 2007 bis 2010 war er am Münchner Volkstheater, ab 2010 an den Münchner Kammerspielen engagiert. Seit 2012 ist er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Für seine darstellerischen Leistungen wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2010 ausgezeichnet.

Sabine Kastius, geboren in Hamburg, ist seit 1988 als Sprecherin für Funk, Fernsehen und Dokumentarfilme sowie als Theater- und Filmschauspielerin u.a. für den Bayerischen Rundfunk, SWR, ZDF und ARTE tätig. Zudem hält sie Prosa- und Lyrik-Lesungen, für die sie seit 2005 auch mit verschiedenen Musikern wie Charly Böck und Roman Bunka zusammenarbeitet. Für den Hörverlag las sie u. a. „Starting at Zero“ und „Blütenherz & Zaubergarten“.
Die Schauspielerin

Dr. Franziska Augstein, geboren 1964 in Hamburg als Tochter des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein und der Übersetzerin Maria Carlsson, ist eine deutsche Publizistin. Sie studierte Geschichtswissenschaft, Politologie und Philosophie und war zwischen 1987 bis 1989 für das Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“ tätig. Bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ war sie ab 1997 Redakteurin in der Feuilleton-Redaktion und von 2000 bis 2001 Feuilleton-Korrespondentin in Berlin. Im Anschluss daran begann sie, für die „Süddeutsche Zeitung“ zu schreiben und betreute seit 2010 die Rubrik „Das Politische Buch“. Seit 2016 erscheint alle vierzehn Tage ihre Kolumne „Augsteins Welt“. Für den Hörverlag ist sie u. a. in „Blütenherz & Zaubergarten“ zu hören.

Franziska Augstein

Franziska Augstein

Cecilia Wortmann, geboren 1971 in Düsseldorf, hatte ihren ersten Auftritt vor der Kamera mit sechs Jahren in der „Sesamstraße“. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Musik an der Universität Essen, zog dem Studium jedoch die Arbeit an ihrer Schauspielkarriere vor und nahm Schauspielunterricht. Bekannt wurde sie durch ihre Rollen in den RTL-Serien „Unter uns“ und „Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“. Seit 2002 ist sie mit dem Regisseur Sönke Wortmann verheiratet.

Wie oben bereits erwähnt: Ganz und gar kein übliches Hörbuch … Ein Hör- und Malbuch in einer Zeit, in der man solche Anregungen wohl benötigt …

Und vermutlich ist das eher ein Hörbuch für Frauen … mit all der Poesie und all den Märchen …

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Titel:

CD 1:
01. Ansage 0.10.

Hermann Hesse: Im Garten (gelesen von Stefan Wilkening):
02. Im Garten (Teil 1) 3.38
03. Im Garten (Teil 2) 3.26
04. Im Garten (Teil 3) 4.45

Karel Capek: Wie man einen Garten anlegt (gelesen von Juliane Köhler):
05. Wie man einen Garten anlegt (Teil 1) 2.36
06. Wie man einen Garten anlegt (Teil 2) 2.39

Hugo von Hofmannsthal: Lob des Gartens (gelesen von Cecilia Wortmann):
07. Lob des Gartens (Teil 1) 2.46
08. Lob des Gartens (Teil 2) 3.00

Elisabeth von Arnim: Aus dem Tagebuch (Elisabeth und ihr Garten) (gelesen von Juliane Köhler):
09. Elisabeth und ihr Garten (Teil 1) 2.39
10. Elisabeth und ihr Garten (Teil 2) 3.56
11. Elisabeth und ihr Garten (Teil 3) 2.35
12. Elisabeth und ihr Garten (Teil 4) 3.03
13. Elisabeth und ihr Garten (Teil 5) 3.32
14. Elisabeth und ihr Garten (Teil 6) 3.31

Manfred Kyber: Maimärchen (gelesen von Katharina Thalbach):
15. Maimärchen (Teil 1) 3.45
16. Maimärchen (Teil 2) 3.54

Erwin Strittmatter: Lob auf den Juni (gelesen von Sabine Kastius)
16. Lob auf den Juni 3.03

Theodor Fontane: Ein Sommer in London (gelesen von Nico Holonics)
17. Ein Sommer in London (Teil 1) 2.48
18. Ein Sommer in London (Teil 2) 3.08
19. Ein Sommer in London (Teil 3) 

Theodor Fontane: Der Eibenbaum im Parkgarten (gelesen von Stefan Wilkening);
20. Der Eibenbaum im Parkgarten (Teil 1) 3.15
21. Der Eibenbaum im Parkgarten (Teil 2) 3.59

Johannes Roth: Was macht der Gärtner im Winter (gelesen von Cecilia Wortmann):
22. Was macht der Gärtner im Winter (Teil 1) 3.42
23. Was macht der Gärtner im Winter (Teil 2) 3.38

CD 2:

Plinius der Jüngere: Römische Gärten (gelesen von Juliane Köhler):
01. Römische Gärten 2.40

Doris Lessing: Der Granatapfel (gelesen von Eva Gosciejewicz):
02. Der Granatapfel (Teil 1) 3.16
03. Der Granatapfel (Teil 2) 3.13
04. Der Granatapfel (Teil 3) 3.28
05. Der Granatapfel (Teil 4) 3.25
06. Der Granatapfel (Teil 5) 2.44
07. Der Granatapfel (Teil 6) 3.25

Alphonse Daudet: Die Apfelsinen (gelesen von Stefan Wilkening);
08. Die Apfelsinen (Teil 1) 3.35
09. Die Apfelsinen (Teil 2) 3.43

Giovanni Boccaccio: Das Dekameron (Ausschnitt) (gelesen von Franziska Augstein):
10. Das Dekameron (aus der Einleitung vom 3. Tag) 4.24

Jacob und Wilhelm Grimm: Von dem Sommer- und Wintergarten (gelesen von Sabine Kastius).
11. Von dem Sommer- und Wintergarten (Teil 1) 2.59
12. Von dem Sommer- und Wintergarten (Teil 2) 3.48

Hans Christian Andersen: Wer war die Glücklichste? (gelesen von Laura Maire):
13. Wer war die Glücklichste? (Teil 1) 3.16
14. Wer war die Glücklichste? (Teil 2) 3.20
15. Wer war die Glücklichste? (Teil 3) 3.35

Jacob und Wilhelm Grimm: Schneeweißchen und Rosenrot Eva Gosciejewicz):
11. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 1) 3.34
12. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 2) 2.50
13. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 3) 3.46
14. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 4) 3.12
15. Schneeweißchen und Rosenrot (Teil 5) 3.52

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Schönherz & Fleer – Hesse Projekt (2007)

frontcover1Dass auf einem wirklich mehr als ambitioniertem CD Projekt Künstler mit so unterschiedlichen Prägungen wie Caterina Valente, Trilok Gurtu, Xavier Naidoo, Roger Willemsen, Annett Louisan, Ben Becker oder Matthias Habich mitwirken ist eher ungewöhnlich. Ungewöhnlich wie die gesamte Produktion.

Zu verdanken haben wir diese Produktion dem Künstlerteam Angelica Fleer und Richard Schönherz, die zuvor schon mit ihrem „Rilke Projekt“ für Aufmerksamkeit gesorgt haben.

Schönherz & Fleer sind ein Musiker- und Produzententeam bestehend aus Richard Schönherz und Angelica Fleer. Ihre erfolgreichste Produktion ist das Schönherz & Fleer – Rilke Projekt. Hiervon wurden vier CDs veröffentlicht, drei von ihnen haben Goldstatus erreicht. Im November 2010 ist die vierte CD des Rilke Projekts namens Weltenweiter Wandrer erschienen. Zudem haben die beiden Komponisten auch das Schönherz & Fleer – Hesse Projekt gegründet. Hiervon sind zwei CDs erschienen.

1997 trafen Richard Schönherz und Angelica Fleer erstmals zusammen. Der Produzent Richard Schönherz war von dem Instrumentalalbum Waiting for the big rain, das Angelica Fleer im gleichen Jahr veröffentlicht hatte, begeistert. Er lud Fleer zu einem Treffen in Bolinas ein, um gemeinsam Texte des Dichters Rainer Maria Rilke zu vertonen.

SchönherzFleer

Angelica Fleer ´Richard Schönherz

In den folgenden Jahren komponierten Schönherz & Fleer Musik zu Gedichten Rilkes und ließen die Texte von deutschsprachigen Schauspielern und Sängern, u. a. Ben Becker, Xavier Naidoo, Hannelore Elsner und Peter Maffay, einsprechen. 2001 erschien die erste CD des Rilke Projekts unter dem Titel Bis an alle Sterne bei BMG Ariola Classics. Die Verkaufserwartungen für ein musikalisches Lyrikprojekt wurden dabei übertroffen. Bis 2010 wurden von dem ersten Album des Rilke Projekts über 150.000 Exemplare verkauft. Für dieses Ergebnis wurden Schönherz & Fleer mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Danach vertonten Schönherz & Fleer 16 weitere Gedichte Rilkes für eine zweite CD des Rilke Projekts mit dem Titel In meinem wilden Herzen. Die CD erschien 2002 und wurde ebenfalls ein Erfolg. Die Veröffentlichung erreichte mit mehr als 100.000 verkauften CDs in Deutschland erneut Goldstatus. Die dritte CD des Rilke Projekts mit dem Titel Überfließende Himmel erschien 2004 und erreichte ebenfalls Goldstatus.

Im Herbst 2004 tourte das Rilke Projekt unter dem Titel Zwischen Tag und Traum mit einer großen Produktion durch 24 deutsche Städte. Die multimediale Bühnenfassung des Rilke Projekts mit den Schauspielern Jürgen Prochnow, Nina Hoger, Robert Stadlober und der Sängerin Zabine sahen sich insgesamt mehr als 30.000 Zuschauer an. Ein Tour-Mitschnitt wurde als DVD unter dem gleichnamigen Tourtitel Schönherz & Fleer Rilke Projekt – Live – Zwischen Tag und Traum“ bei BMG Classics (heute Sony Music) im gleichen Jahr veröffentlicht.

2005 gaben Schönherz & Fleer ein Buch beim Insel-Verlag über ihr Rilke Projekt heraus. Neben Informationen zur Tournee, zu den beteiligten Schauspielern und Musikern sowie einem biografischen Essay über Rainer Maria Rilke enthielt die Buchveröffentlichung auch Tagebuchnotizen über die Konzertreise.

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Nach drei CD-Alben mit Werken von Rainer Maria Rilke beschlossen Schönherz & Fleer 2005 sich einem neuen Autor zu widmen – Hermann Hesse. Das Interesse der beiden galt dem lyrischen Werk von Hesse. Im Jahr 2007 erschien die erste CD des Schönherz & Fleer – Hesse Projekts mit dem Titel Die Welt unser Traum. Diese CD wurde annähernd 80.000 mal verkauft. Für diese Produktion hatten Schönherz & Fleer wiederum Schauspieler und Musiker als Sprecher und Mitwirkende eingeladen, u. a. Till Brönner, Annett Louisan, Caterina Valente und Roger Willemsen. 2008 erschien die zweite CD des Hesse-Projekts mit dem Titel Verliebt in die verrückte Welt. Neben der Auswahl der Texte hatten Schönherz & Fleer sämtliche Musiktitel komponiert, produziert, die Sprecher ausgewählt und an verschiedenen Orten aufgenommen. Von dieser CD wurden circa 45.000 Stück verkauft.

Am 5. November 2010 erschien die vierte CD des Rilke Projekts Weltenweiter Wandrer. Bei dieser CD wirkten unter anderem Ben Becker, Clueso, Hannelore Elsner, Tim Fischer, Katja Flint, Sol Gabetta, Hannah Herzsprung, Patricia Kaas, Salif Keïta, David Kross, Hardy Krüger und Peter Maffay mit.

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Nun zu dieser 1. CD des „Hesse Projekts“:

Hermann Hesse – Kultautor für die einen, belächelt von den anderen – ist dieses Projekt gewidmet. Darauf zu hören sind symbolische Klänge, aufgefettet mit chilligen Zauberkunststücken, eingejazzt mit braven Soli, gesprochen und gesungen von beliebten und geliebten Künstler/innen für die einen, belächelten von den anderen. Ein Projekt also, das man entweder mag oder eben nicht. Dazwischen wird wohl nur wenig Spielraum sein. Andreas Vollenweider, Annett Louisan, Xavier Naidoo, Roger Willemsen, Till Brönner, Juliane Köhler, Caterina Valente und viele mehr gehen dabei ziemlich entspannt an die ganze Sache ran, die, initiiert, komponiert, arrangiert und produziert von Richard Schönherz & Angelica Fleer, wie ein Schlummertrunk wirkt. „Schleier von Schönheit und Trauer/Über dem Abgrund der Welt“ spricht Juliane Köhler in „Kleiner Gesang“, und damit trifft sie die Stimmung vom „Hesse Projekt“ auch schon ziemlich gut. Was besonders auffällt ist das perfekte Soundbild, perfekt in jeder Situation der 18 darauf enthaltenen Stücke – derart perfekt, dass kein Platz für Überraschungen bleibt. Ziemlich schlimm „Blauer Schmetterling“ von Annett Louisan, das wie esoterische Hintergrundmusik für einen Naturfilm, das Adler im Sonnenuntergang – oder eben Schmetterlinge im Frühtau – zeigt, daherkommt. Überraschend gut hingegen Caterina Valente und Till Brönner in „Wo wir etwas finden, das wie Musik ist“. Hier erinnert sich die Schlagersängerin wieder einmal, woher sie eigentlich kommt: aus dem Jazz, und möglicherweise erinnerte sie sich auch daran, dass sie einmal gemeinsam mit Chet Baker Lieder einspielte. Till Brönner jedenfalls musste davon gewusst haben, so wie er hier versucht Chet Baker nachzuempfinden. Zu gute halten muss man dieser Produktion eindeutig die Textauswahl. So darf z.B. Roger Willemsen den Hesse-Text „Mein Leben“ rezitieren – „Mein Leben“, heißt es darin, „so etwa nahm ich mir vor,/sollte ein Transzendieren sein, ein/Fortschreiten von Stufe zu Stufe…“, und Juliane Köhler darf gemeinsam mit Andreas Vollenweider im „Regen“ wandeln: „Herz, wie bist du wundgerissen/Und wie selig, blind zu wühlen/Nicht zu denken, nicht zu wissen/Nur zu fühlen, nur zu fühlen!“ (Manfred Horak)

Ich gestehe: Es sind genau solche Projekte, die mich anspornen, genau einen solchen blog am Leben zu erhalten !

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Hermann Hesse Illustration

Besetzung:
Christoph Aupperle (vibraphone)
Steve Baker (harmonica)
Tommy Baldu (drums, percussion)
Till Brönner (flugelhorn)
Ani Choying Drolma (vocals bei 16.)
Angelica Fleer (keyboards)
Trilok Gurtu (percussion, vocals)
Stephen Kent (digeridoo)
Paul McCandless (oboe, clarinet, english horn, flute)
Ali Neander (guitar)
Andreas Neubauer (drums, percussion)
Ossi Schaller (guitar)
Members Of Söhne Mannheims (vocals bei 10.)
Richard Schönherz (keyboards)
Caterina Valente (vocals bei 11.)
Andreas Vollenweider (harp)
Martin Wagner (accordion)
Willy Wagner (bass)

Sprecher:
Ben Becker (05., 18.)
Matthias Habich (01., 08., 16.)
Juliane Köhler (04., 09., 13., 17.)
Annett Louisan (06., 14.)
Xavier Naidoo (03.)
Roger Willemsen (02., 07., 12.)

HermannHesseTitel:
01. Die Welt unser Traum 5.41
02. Daß Gott in jedem von uns lebt… 1.07
03. Der Liebende 3.51
04. Kleiner Gesang 2.31
05. Abends 4.08
06. Blauer Schmetterling 2.19
07. Je differenzierter… 2.23
08. Im Nebel 3.42
09. Flötenspiel 2.55
10. Sprache 4.30
11. Wo wir etwas finden… 2.49
12. Mein Leben… 1.26
13. Regen 4.04
14. In Sand geschrieben 4.33
15. Jede Erscheinung… 0.24
16. Der Erhobene Finger 5.50
17. Glück 3.36
18. Liebeslied 3.14

Musik: Angelica Fleer und Richard Schönherz – Text: Hermann Hesse

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