Thomas Hettche – Der Fall Arbogast (Hörbuch) (2004)

FrontCover1.jpgDas Buch von Thomas Hechte habe ich in meinem letztem Urlaub gelesen … Au die Hörbuch-Fassung war ich dann sehr gespannt.

Der Fall Arbogast war ja eigentlich der Fall Hans Hetzel:

Hans Hetzel (* 29. April 1926; † 1988) war ein Metzgermeister, der 1955 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Vierzehn Jahre später wurde Hetzel nach einer erfolgreichen Wiederaufnahme des Verfahrens in einer erneuten Hauptverhandlung freigesprochen. Der Fall Hetzel ging in die Rechtsgeschichte ein, weil er zum einen das Dilemma sich widersprechender Sachverständigen-Gutachten und darauf gründender richterlicher Urteile offenbarte, und weil er zum anderen eine große Aufmerksamkeit durch die Presse erfahren hatte. Dem Schriftsteller Thomas Hettche diente dieser Fall eines Justizirrtums als stoffliche Vorlage für den 2001 erschienenen Roman Der Fall Arbogast. Details zum Fall Hetzel werden ausführlich in der Autobiografie des Gerichtsmediziners Albert Ponsold (1980) geschildert.

Im September 1953 wurde an einer Bundesstraße in der Nähe von Offenburg die unbekleidete Leiche der 25-jährigen Magdalena Gierth gefunden. Kurz darauf meldete sich der junge Schlachter Hans Hetzel bei den örtlichen Behörden und gab an, er habe die junge Frau vor kurzem als Anhalterin mitgenommen und es sei an jenem Abend zu mehrmaligem Geschlechtsverkehr gekommen. Hetzel erklärte, dass er beim Analverkehr, bei dem er gänzlich unerfahren gewesen sei, plötzlich verspürt habe, dass Magdalena tot sei. Er versuchte sie wiederzubeleben, schaffte es aber nicht. In seiner Panik habe er dann die Leiche in nahegelegenen Büschen versteckt. Keiner der Beamten glaubte ihm seine Version des Geschehens, so dass es zum Prozess kam.

Dieser Prozess erregte große Aufmerksamkeit in der westdeutschen Öffentlichkeit, insbesondere deswegen, weil zum ersten Mal in einem deutschen Gericht pikante sexuelle Details besprochen wurden. So wurde auch die angeblich besondere Größe von Hetzels Penis in die Beweiskette aufgenommen – ein Schock in der Prüderie der 1950er Jahre. Dass Hetzel trotz seiner Ehe als Schürzenjäger galt, öfter Anhalterinnen mitnahm und wegen eines Unfalls mit Todesfolge vorbestraft war, wirkte sich im Prozess zu seinen Ungunsten aus. Besonderes Vertrauen brachte das Gericht dem Mediziner Professor Albert Ponsold, dem damaligen Star der westdeutschen Gerichtsmedizin, entgegen. Sein Gutachten gründete auf dem Sektionsprotokoll und dazugehörigen Obduktionsfotos der Leiche, an deren Kieferwinkelknochen scheinbar deutliche Abdrücke eines Stricks und nach Ponsolds Meinung typische Drosselmerkmale zu erkennen waren. Für einen Erstickungstod durch Erdrosseln sprach auch die bei der Obduktion festgestellte Erweiterung des Herzens.

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Berichterstattung im „Spiegel“

Die Obduktion ergab insgesamt 20 verschiedene Befunde, die von besagten Drosselmerkmalen bis hin zu zahlreichen Blutungen an verschiedenen Körperstellen reichten. Ponsold schloss aus dem Obduktionsbefund und Fotografien auf einen sukzessiven Tathergang: Das Opfer wurde mit der Faust ins Gesicht bewusstlos geschlagen, atmete Blut ein (Befund „Blut in der Lunge“), wurde anal penetriert und schließlich mit einem Strick erwürgt. Ponsolds Schlüsselargument war, dass jeder der Einzelbefunde verschiedene, zum Teil auch postmortale Ursachen haben konnte, dass jedoch die Kombination der Einzelbefunde zu einer zusammenhängenden Befundkette das Spektrum möglicher Ursachen erheblich einschränkte.

Auch nach der Verurteilung beharrte Hans Hetzel auf seiner Unschuld und versuchte mit Hilfe seines Anwalts, ein neues Verfahren anzustrengen. Mehrere Wiederaufnahmeverfahren waren zuvor gescheitert. Zum Schluss gab es elf weitere Gutachten, die Ponsold widersprachen, aber das Gericht lehnte die Wiederaufnahme mit dem Hinweis auf die höhere Kompetenz Ponsolds ab. Die Wiederaufnahme gelang erst 1969 – 14 Jahre nach dem Urteil und 16 Jahre nach dem Tod von Magdalena Gierth sowie gegen den energischen Protest der Staatsanwaltschaft. Mit Hilfe des aus Österreich stammenden und in der DDR lehrenden Professors Otto Prokop, der in seinem entscheidenden Gegengutachten argumentierte, dass die angeblichen „Drosselmerkmale“ nach Eintreten des Todes entstanden und von einer Astgabel stammten, in welcher der Kopf nach dem Tode lag, sowie dass die junge, durch einen gerade versuchten Schwangerschaftsabbruch im dritten Monat und eine unmittelbar vorher überwundene Syphilis geschwächte Frau wahrscheinlich durch eine Lungenembolie einen plötzlichen Herztod erlitt, wurde Hetzel in diesem Verfahren freigesprochen. Prokop beschuldigte dabei Ponsold der groben Fahrlässigkeit. Darüber hinaus rügte er das Gericht von 1955, weil es einem Gutachten gefolgt sei, das nicht auf einer Untersuchung der Toten fußte, sondern nur auf Grund eines mangelhaften SW-Fotos entstand.

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Gerade hierin gründet der gerichtsmedizinisch und rechtsgeschichtlich heikle Fall, denn auch Prokop war 16 Jahre nach dem Tod des Opfers auf dieselben, angeblich mangelhaften Fotos und den ersten Obduktionsbericht angewiesen. Für Ponsolds Argumentation ungünstig und im zweiten Verfahren entscheidend war der Obduktionsbericht, in dem Herztod als Todesursache festgestellt wurde. Die damaligen Obduzenten hatten jedoch wichtige Druckmale am Hals und Kieferknochenbereich übersehen und deshalb ähnliche Spuren im Nackenbereich als Würgemale fehlinterpretiert. Ponsold hingegen bezog alle sichtbaren Male im Hals- und Nackenbereich in seine Beobachtungen mit ein und deutete sie als Drosselmerkmale, die in der Regel im oberen Halsbereich auftreten, wohingegen Würgemale im unteren Halsbereich zu erwarten wären. So gesehen musste das Opfer mit einem Strick (sogenannter „Kälberstrick“) erwürgt worden sein. Im zweiten Prozess wurden die auf den Fotos sichtbaren Drosselmerkmale als postmortale Spuren gewertet, als deren hypothetische Ursache z. B. eine Astgabel angegeben wurde, auf der die Tote vielleicht zu liegen gekommen sein konnte – wenngleich zu bemerken ist, dass das symmetrische Auftreten der Spuren auf beiden Gesichtsseiten am Kieferwinkel-Knochen unterhalb der Ohren die Astgabel-Version als unwahrscheinliche Konstruktion erscheinen lassen, auch wenn Fotos vom Fundort der Leiche dies zu zeigen scheinen. Dennoch wurde Ponsold, der im zweiten Verfahren als Zeuge nicht mehr zugelassen war, der Vorwurf gemacht, er habe die Möglichkeit postmortaler Unterhautblutungen nicht gekannt, obwohl er diese bereits in seinem Lehrbuch von 1950 ausführlich diskutiert, nur im konkreten Fall als Möglichkeit ausschloss.

Das Gericht sah es mit dem Gutachten Prokops schließlich als erwiesen an, dass das Gutachten von Ponsold oberflächlich und falsch war. Alle Verletzungen, die an der Toten festgestellt wurden, wurden nunmehr mit den vergeblichen Wiederbelebungsversuchen, die Hetzel angab, aber auch mit dem danach erfolgten Transport der Toten und deren Lagerung auf einer Astgabel in einem Gebüsch erklärt. Die von Ponsold erkannten Drosselmerkmale (Kälberstrick) wurden ebenfalls durch die dementsprechende Lagerung der Toten durch Hetzel zugeordnet.

Prokop bewies mit eigenen Versuchsreihen, dass die Verletzungen erst nach dem Tod entstanden sein könnten, und verwies dabei auch auf ebensolche Studien von Dr. R. Schulz aus dem Jahre 1896, die gleiches bewiesen und allgemein zum Grundwissen jedes Gerichtsmediziners gehörten. Auf diese Erkenntnisse hatte Ponsold in seinem bereits erwähnten Lehrbuch aus dem Jahr 1950 längst hingewiesen. Sie waren ihm nicht, wie von Prokop behauptet, unbekannt, sondern schienen ihm im konkreten Fall höchst unwahrscheinlich.

Die Tatsache, dass Otto Prokop in der DDR lehrte und dem bundesrepublikanischen Gerichtsmediziner fehlerhafte Arbeitsweisen nachwies, machte den Prozess zum Politikum und erschütterte das Vertrauen in die bundesdeutsche Justiz immens. Immerhin hatte ein Gutachter aus dem „Unrechtsstaat“ DDR mit seinem offensichtlichen Nachweis die westdeutsche Justiz der Voreingenommenheit überführt.

Hetzel erhielt eine Entschädigung von ca. 75.000 DM. 1974 lernte er seine zweite Frau kennen. Aus der Ehe der beiden stammen zwei Kinder. Beruflich wie privat fasste Hetzel jedoch nie wieder richtig Fuß. Er war oft depressiv, schloss sich teilweise zwei bis drei Tage ein und starb 1988 an Krebs. Er hinterließ seiner Familie 560.000 Mark Schulden. (Quelle: wikipedia)

Buchausgabe

Die Buchausgabe: Selten hat mich – angesichts der schrecklichen Thematik des Buches – die Titelabbildung gestört wie hier.

Wie schon vorhin erwähnt, wurde dieser ganz und gar tragische Fall eines Justizirtums von Thomas Hechte schriftstellerisch aufgegriffen. Sein Roman „Der Fall Arbogast“ erschien 2001.:

Der Fall Arbogast, erschienen 2001, basiert auf dem historischen Kriminalfall um Hans Hetzel und erzählt die Geschichte eines Aufsehen erregenden Justizirrtums in den 1950er Jahren. Der Roman, der zum Besteller und in zwölf Sprachen übersetzt wurde, galt der Literaturkritik wegen der dramaturgisch durchkomponierten und filmhaften Erzählweise, bei der Hettche erstmals stark mit Dialogen arbeitet und mit unterschiedlichsten Figuren detailgenau ein Stück bundesrepublikanischer Nachkriegsgeschichte entwirft, als Zäsur im Werk des Autors, als Hinwendung zu neuen Themen und einem realistischeren Erzählen.

Felicitas von Lovenberg sieht in der „Schilderung von beklemmender Intensität (…) einen Schriftsteller, der gelernt hat, souverän mit seiner Kunst umzugehen. Jeder Satz steht wie gemeißelt“, schreibt sie in ihrer Rezension in der FAZ. Der Autor habe sich „einen ungewöhnlichen Stoff ausgesucht, um sein zentrales Thema von Körper und Gewalt fortzuführen“; der Roman zeige aber, „daß der Sprachvirtuose Hettche seine Themen nicht mehr nur kaltblütig inszeniert und seziert, sondern den Menschen neben Obsessionen auch Gefühle zugesteht“. Wobei er es „geschickt (vermeide), uns Arbogast so nah zu bringen, daß er einem geheuer würde“ – zwischen der „mächtigen Gestalt“ „Arbogast und seiner Umwelt, zwischen Hettche und seinem Protagonisten und letztlich auch zwischen Roman und Leser bleibt eine Distanz wie zu einem Raubtier im Zoo, das man durch die Stäbe bewundert“.

Für Ijoma Mangold besteht der „künstlerische Coup dieses großen Buches“ in der Installation eines allwissenden Erzählers, „der alles und zugleich doch nicht mehr als jeder andere wache Mensch auch sieht und weiß“. Diese „transempirische Autorperspektive“ schaffe einen „schillernd-faszinierende(n) Realismus, der weit mehr umfasst, als einer bloßen Dokumentation zugänglich wäre“, schreibt er in der Berliner Zeitung. Durch den „Reichtum an Beobachtungen, den Hettche in seinem Meisterwerk zusammenträgt“, verschlösse er den Roman „gegen die Interpretationsanmutungen unserer Lektüregewohnheit“: „Indem Hettche seinen Kriminalroman so vollständig vor Symbolisierungen abdichtet, gerät die gesamte, so realistisch dargestellte Wirklichkeit ins Schwirren, schlägt um in einen neuen Status und wird greifbarer und übermächtiger, als es nur je irgendein Symbol vermöchte“. So bliebe ein „uneinholbarer Rest“, „für (den) es in den Begriffen unserer Wirklichkeit keinen Ort gibt“.

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Thomas Hettche

Auch Heinrich Detering ist in seiner Besprechung für Literaturen voll des Lobes für Hettches „perspektivische(n) Realismus“. Sein „ernste(r), aufmerksame(r), jederzeit konzentriert beobachtende(r) und selbst nie zu fixierende(r)“ Erzähler führe „souveräne Zeitregie“ und vermittele „jene Nuancen des Empfundenen und Gedachten, die sich der Sprache nur widerstrebend fügen, zuweilen so eindringlich, dass man über diesen Schilderungen deren eigene Sprachgebundenheit streckenweise vergisst“. Hettches Wille zum Stil sei nur „ganz selten (…) überanstrengt oder anachronistisch“, „die erzähltechnische Perfektion dieses Buches (…) so auffallend, dass man manchmal befürchtet, sie auf der nächsten Seite als bloße Artistik vorgeführt zu sehen – und jedesmal wahrt der Erzähler gelassen die Balance“. „In der reinen Suggestionskraft dieser Prosa“ liege „der tiefste Grund aller Spannung“: „Was sich hier sagen lässt, wird möglichst offen gesagt – und markiert gerade so die Grenzen zu jener geheimnisvollen Weite, die von der Sprache kaum erreicht wird“. Hettches „Geschichte ohne Auflösung (ist) ein perfekter Kriminalroman: eine Überbietung des Genres“. „Etwas Besseres als dieser Autor konnte dem Stoff gar nicht passieren“. (Quelle: Wikipedia)

Die Zeitschrift „Literaturen“ verstieg sich bei diesem Buch zu dem Urteil „Der beste Krimi seit Dürrenmatt“.

Das ist natürlich vollkommener Quatsch, denn zum einen ist dieses Buch eigentlich gar kein Krimi (jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne), sondern ein Roman, der sich mit vielfältigsten Facetten der bundesdeutschen Nachkriegszeit beschäftigt (von der Prüderie, dem damaligen Strafvollzug,  bis hin zu den Mühlen der Justiz und „verständnisvoll“ schleimenden Gefängnispfarrern.

Und zum anderen erlaubte sich Thomas Hettche im Rahmen seiner schriftstellerischen Freiheit Ausschmückungen, die aus meiner Sicht gänzlich überflüssig, wenn nicht gar ärgerlich sind.

So dichtete er der ostdeutschen Gutachterin Katja Lavans (in der Realität war es ein männlicher Gutachter) eine morbide Faszination zu dem „Täter“ Arbogast (sie besorgt sich sogar eine Perücke mit rötlichem Haar, um dem „Opfer“, Magdalena Gierth ähnlicher zu sein) , die dann schließlich in einem eher widerlichem Sexualakt auf der Kühlerhaube eines ganz speziellen Autos endet.

Die Hörbuchfassung (stark gekürzt) lebt neben der souveränen Sprechern und Sprecherinnen auch durch die zeitgeschichtlichen Collagen (von Adenauer bis Brandt), die das Hörbuch einerseits auflockern, andererseits die zeitliche Dimension von 14 Jahren Haft verdeutlichen sollte.

Auch wenn die amourösen Abenteuer der Katja Lavans ein Ärgernis sind … das Hörbuch schildert ein bewegende Geschichte von Lust, Moral und tragischen Irrtümern.

Ich habe der Präsentation ein paar Spiegel-Artikel zu dem realen Fall beigelegt, verfasst von dem großartigen Gerhard Mauz.

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Besetzung:
Christian Berkel (Hans Arbogast)
Klaus Dittmann (Wärter)
Peter Fitz (Fritz Sarrazin)
Wilfried Freitag (Kaser)
Volker Hanisch (Bernhard Curtius)
Gerhard Hinze (Ansgar Klein)
Kai Hufnagel (Journalist)
Anna-Maria Kuricová (Marie)
Christian Redl (Erzähler)
Andrea Sawatzki (Katja Lavans)
Stephan Schwartz (Horst Lindner)
Brita Subklev-Hildebrandt (Elke)

Regie und Bearbeitung: Ulrich Lampen

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Titel:

CD 1:
01. Kapitel 01 / 03.45
02. Kapitel 02 / 03.37
03. Kapitel 03 / 12.07
04. Kapitel 04 / 10.31
05. Kapitel 05 / 12.07
06. Kapitel 06 / 10.57

CD 2:
01. Kapitel 07 / 10.04
02. Kapitel 08 / 04.15
03. Kapitel 09 / 02.15
04. Kapitel 10 / 07.40
05. Kapitel 11 / 08.09
06. Kapitel 12 / 07.55
07. Kapitel 13 / 09.57
08. Kapitel 14 / 02.52
09. Kapitel 15 / 01.10

CDs

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Ergänzende Hinweise zu jenem Gutachter, der sich so gründlich geirrt hatte:

Durch Friedrich Herbers Buch „Gerichtsmedizin unterm Hakenkreuz“ wissen wir, dass Ponsold zum 1. Oktober 1941 auf den Lehrstuhl für gerichtliche Medizin an der „Reichsuniversität Posen“ (im okkupierten Poznań) berufen wurde, den er bis 1945 innehatte. In seinen von einem Ghostwriter geschriebene Memoiren unter dem Titel „Der Strom war die Newa. Aus dem Leben eines Gerichtsmediziners“ (1980) behauptet er, nie einer Partei angehört zu haben. Friedrich Herber wies nach, dass Ponsold seit 1937 Mitglied der NSDAP war (Nr. 4 047 403), seit 1933 schon der SA. Er war auch Mitglied des NS-Ärztebundes und des NS-Dozentenbundes, besaß die Zulassung als Arzt im Amt für Volksgesundheit der NSDAP, war „Sturmarzt“ des Nationalsozialistischen Deutschen Kraftfahrer-Korps, „Sturmführer“ im NS-Fliegerkorps und arbeitete in einem Erbgesundheitsgericht mit.
In dem von Ponsold unterschriebenen Formular zur Aufnahme in die NSDAP heißt es: „Ich bin deutscher Abstammung und frei von jüdischem oder farbigem Rasseeinschlag … Ich verspreche, als treuer Gefolgsmann des Führers die Partei mit allen meinen Kräften zu fördern.“
60 Jahre sind seit dem tragischen Ereignis im Walde, für das der stürmische Liebhaber Hans Hetzel 14 Jahre unschuldig im Gefängnis saß, vergangen. (Quelle: Das Blättchen)

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