Karin Hübner + Paul Hubschmid – My Fair Lady (Die Originalaufnahme der deutschen Erstaufführung) (1962)

FrontCover1Ihr Erfolg muss damals phänomenal gewesen sein … und Karin Hübner und Paul Hubschmid waren wohl in aller Munde … und nach dem Motto „Ladies first“:

Karin Hübner (* 16. September 1936 in Gera; † 25. Juli 2006 in München) war eine deutsche Schauspielerin.

Karin Hübner, deren Eltern beide Opernsänger waren, wuchs in Michendorf bei Potsdam auf. Nach ihrem Abitur im Jahr 1953 nahm sie Gesangs- und Schauspielunterricht an der Schauspielschule Max Reinhardt in Berlin und war in den folgenden Jahren als Sängerin und Schauspielerin tätig. 1954 wurde sie an die Städtischen Bühnen Münster engagiert, danach in Bremen und Berlin. Ihr Filmdebüt hatte sie mit der Titelrolle in der DEFA-Verfilmung Emilia Galotti nach Gotthold Ephraim Lessing. Trotz einiger weiterer Hauptrollen gelang es ihr danach nicht, sich als Filmschauspielerin zu etablieren.

Einen großen Triumph feierte sie mit der Rolle der Eliza Doolittle ab Oktober 1961 an der Seite von Paul Hubschmid als Professor Henry Higgins in Frederick Loewes Musical My Fair Lady, in dem sie bis 1965 etwa 850 Mal auftrat. 1968 produzierte ihr damaliger Ehemann Frank Duval mit ihr das 30-minütige Hörspiel „Die vier Schwestern“ frei nach Anton Tschechow sowie mit Erika von Thellmann, der Sängerin Alexandra und mit Ivan Rebroff in weiteren Rollen. Bis Mitte der 1970er Jahre trat sie unter anderem an Münchener Boulevardtheatern auf. Nach zahlreichen Erfolgen als Musical-, Film- und Fernsehdarstellerin sowie als Sängerin zog sie sich danach aus privaten Gründen von der Bühne zurück.

KarinHübner

Karin Hübner

Ein Selbstmordversuch durch das Anzünden ihrer Wohnung hatte 1982 für sie wegen fahrlässiger Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung zur Folge. 1983 scheiterte sie als Regisseurin mit ihrer Inszenierung von Unter der Treppe. Charles Dyers tragisch-komisches Zwei-Personen-Stücks wurde von der Presse verrissen und fiel auch beim Publikum durch. Danach trat sie Mitte der 1980er Jahre wieder als Schauspielerin auf, so unter anderem in der Spielzeit 1984/85 am Münchner Boulevardtheater in Neil Simons Erfolgsstück Pfefferkuchen und Gin. 1987 erklärte Hübner ihren endgültigen Abschied von der Bühne.

Die Schauspielerin war mit dem Regisseur Peter Beauvais, dem Schauspieler Günter Pfitzmann und dem Komponisten Frank Duval verheiratet. Aus der Ehe mit Beauvais hatte sie eine Tochter.

Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof in Ottobrunn. (Quelle: wikipedia)

Hm, angesichts dieser Biographie kommt man wieder ins grübeln, wieviele Künstler auch Grenzgänger sind …  (oder: wieviel Verzweiflung muss in einem Mensch stecken, dass er aus suizidalen Motiven die eigene Wohnung anzündet ?)

Paul Hubschmid (* 20. Juli 1917 in Aarau; † 31. Dezember 2001 in Berlin) war ein Schweizer Film- und Theaterschauspieler.

Der Sohn eines Buchhalters absolvierte 1937 das Max Reinhardt Seminar in Wien und gab sein Bühnendebüt am dortigen Deutschen Volkstheater unter Walter Bruno Iltz. Es folgten Engagements am Theater in der Josefstadt sowie Gastspiele in Berlin (unter Heinz Hilpert), Düsseldorf und Frankfurt.

1938 erhielt Hubschmid seine erste Filmrolle in der Schweizer Produktion Füsilier Wipf. Von 1948 bis 1953 arbeitete er in Hollywood unter dem Pseudonym Paul Christian. Dabei spielte er neben Maureen O’Hara und Vincent Price die Hauptrolle in Die schwarzen Teufel von Bagdad, neben Maria Montez in Der Dieb von Venedig sowie die Hauptrolle in dem Science-Fiction-Film Panik in New York. Darüber hinaus war er seinerzeit unter der Regie von Don Siegel in der in Wien gedrehten Komödie No Time for Flowers zu sehen.

PaulHubschmidIm Jahr 1953 kehrte er nach Deutschland zurück und spielte tragende Rollen neben Marika Rökk (Maske in Blau) und Lilo Pulver (Die Zürcher Verlobung ). Besonders populär wurde er in der Hauptrolle des Abenteuerfilms Der Tiger von Eschnapur unter der Regie von Fritz Lang sowie dessen Fortsetzung Das indische Grabmal (ein Remake der Stummfilme von 1921; Regie führte damals aber Joe May). Daneben trat Hubschmid immer wieder in internationalen Produktionen auf wie 1964 neben Lilli Palmer in Die Unmoralischen, 1966 neben Michael Caine im Agenten-Thriller Finale in Berlin (nach einem Roman von Len Deighton) und 1967 neben Catherine Deneuve in Hemmungslose Manon. Außerdem wirkte Hubschmid in vielen Fernsehproduktionen mit, u.a. in dem Krimi-Mehrteiler Wie ein Blitz (nach Francis Durbridge), in Helmut Dietls preisgekrönter TV-Satire Kir Royal und in einer Staffel der ZDF-Vorabendserie Forsthaus Falkenau sowie in seinem letzten TV-Auftritt als Hauptdarsteller der ARD-Serie Jolly Joker. 1980 wurde er für sein langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet.

Darüber hinaus arbeitete Hubschmid umfangreich als Darsteller und Sänger in Musicals. So spielte er ab 1961 den Professor Higgins in der deutschen Erstaufführung von My Fair Lady und in über 2000 Vorstellungen in Wien, München und Berlin.

Paul Hubschmid war in erster Ehe mit der Schauspielerin Ursula von Teubern († 1963) verheiratet. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, der in Hamburg lebende Journalist Peter Christian Hubschmid ist mit der Schriftstellerin Carmen Korn verheiratet. Aus Paul Hubschmids zweiter Ehe mit Eva Renzi, die von 1967 bis 1980 dauerte, stammt seine Adoptivtochter, die Schauspielerin Anouschka Renzi. Von Juli 1985 bis zu seinem Tode war er mit der Schauspielerin Irène Schiesser verheiratet. (Quelle: wikipedia)

Der Hubschmid auch drei Ehen absolviert *ggg* … da bin ich ja ein Waisenknabe daneben, mit meinen zwei Ehen …

Auf jeden Fall war diese deutsche Adaption von „My Fair Lady“ ein Bombenerfolg …

Und um darum geht´s bei „My Fair Lady“

1. Akt:
Professor Higgins, lebt ganz für das Studium der Sprachen und Dialekte. Auf dem Marktplatz vor der Covent Garden Opera begegnet er zufällig Oberst Pickering, einem gerade aus Indien zurückgekehrten Fachkollegen. Da trifft sie der Wortschwall des schimpfendem Blumenmädchens Eliza Doolittle.

Am nächsten Tag erscheint Eliza, überraschend bei Professor Higgins, um bei ihm Sprachunterricht zu nehmen. Sie möchte eine Lady werden und einen Blumenladen eröffnen. Higgins ist über ihr Anliegen verblüfft, doch dann reizt ihn das Experiment, ganz besonders, weil Pickering mit ihm wettet, das das gänzlich unmöglich sei Elizas Vater, der Müllkutscher Alfred P. Doolittle, vermutet hinter dem Aufenthalt seiner Tochter im Haus des Professors eine Liebesaffäre. Er versucht, die Situation finanziell auszunutzen, wird aber abgewiesen.

Nach wochenlanger harter Arbeit, bei der Higgins keinerlei Rücksicht auf die seelischen Konflikte des jungen Mädchens nimmt, wird Eliza beim Pferderennen von Ascot der Gesellschaft präsentiert. Sie fällt dabei aus der Rolle, doch der junge Aristokrat Freddy Eynsford-Hill ist von ihrer Originalität und Natürlichkeit begeistert und verliebt sich augenblicklich in sie.

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Karin Hübner mit Paul Hubschmid in My Fair Lady

2. Akt:
Auf dem Diplomatenball ist Eliza die von allen anerkannte und bewunderte „Lady“. Higgins und Pickering gratulieren sich gegenseitig zu ihrem Erfolg. Das Objekt ihrer Sprachdressur verlieren sie dabei völlig aus den Augen. Eliza ist tief verletzt, als sie erkennt, dass sie nur ein Experiment war und verlässt zornig das Haus ihres Lehrers. Sie trifft dabei auf den schmachtenden Freddy. Seine sehnsüchtigen Blicke erwidert sie mit einer Wut, die eigentlich Higgins gelten sollte.

Auch Alfred Doolittle, ihr Vater, ist in der Gegend. Durch die Jahresrente eines reichen amerikanischen Gönners vermögend geworden, feiert er mit Freunden die letzte Nacht vor seiner zweiten Hochzeit.

Am nächsten Tag fragen sich Higgins und Oberst Pickering, was wohl der Grund für Elizas Verschwinden sein könnte. Eliza spricht sich mit Higgins’ Mutter aus, einer klugen und verständnisvollen Frau. Higgins, der ebenfalls Rat bei seiner Mutter sucht, findet dort Eliza. An der Art, wie sie sich augenblicklich wieder in die Wolle geraten, ist deutlich zu erkennen, dass nicht nur der Sprachunterricht die beiden verbunden hat.

Wieder allein zu Hause, wird Higgins bewusst, dass ihm die junge Frau mehr bedeutet als er dachte. Gerade als er sich die Aufnahmen von Elizas Stimme anhört, tritt sie unerwartet in den Raum …(Quelle: theaterverein.ch)

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Single: „Karin Hübner singt aus My Fair Lady“

Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 25. Oktober 1961 im Theater des Westens in Berlin statt. In der Inszenierung von Sven Aage Larsen spielten unter anderem Karin Hübner, Paul Hubschmid, Alfred Schieske, Agnes Windeck, Friedrich Schoenfelder und Rex Gildo. Die Übersetzung in das Deutsche unter Verwendung des Berlinischen ist von Robert Gilbert, eine an das Wienerische angepasste Fassung stammt von Gerhard Bronne.

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Karin Hübner mit Wolfgang Lukschky in „My Fair Lady“

Und hier die deutsche Urfassung dieses Musicals, für Retro-Freunde ganz sicher ein Genuss und für Schlagerfreunde insofern interessant, weil hier ein junger Rex Gildo sich seine ersten Meriten verdient hat.

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Karin Hübner und Rex Gildo in My Fair Lady

Besetzung:
Rex Gildo (vocals bei 10., 13.)
Boris Greverus (vocals bei 04., 14.
Hans Hardt (vocals bei 04., 14.)
Paul Hubschmid (vocals)
Karin Hübner(vocals)
Alfred Schieske (vocals bei 04., 14.)
Friedrich Schönfelder (vocals bei 02,, 05., 12., 15.)
+
Orchester und Chor des „Theater des Westens“ unter der Leitung von Franz Allers

BackCover1Titel:
01. Ouvertüre 2.40
02. Kann denn die Kinder keiner lehren …?  2.52
03. Wäre det nich wundascheen?  3.27
04. Mit ’nem kleenen Stückchen Glück 2.09
05. Bin ein Mann wie jeder Mann 3.41
06. Wart’s nur ab! 2.51
07. Es grünt so grün! 2.34
08. Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht 3.30
09. Ascot-Gavotte 3.15
10. In der Straße, mein Schatz, wo du lebst 2.20
11. Embassy-Waltz 2.38
12. Sie sind’s, der es geschafft hat 3.18
13. Tu’s doch! 2.16
14. Bringt mich pünktlich zum Altar 2.27
15. Kann eine Frau nicht sein wie ein Mann? 2.12
16. Ohne dich! 2.25
17. Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht 4.53

Musik: Frederick Loewe
Originaltext: Alan J. Lerner
Deutscher Text: Gerhard Bronner

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